Stuttgart.| Beim Treffen der Partnerstädte wurde auf dem Killesberg eine Sonnenuhr eingeweiht. Sie symbolisiert internationale Verbundenheit und zeigt neben der Uhrzeit auch die Mittagszeit in Stuttgarts Partnerstädten an. Im Mittelpunkt des Treffens stand sozialer Zusammenhalt.
Vertreterinnen und Vertreter aus acht Partnerstädten haben sich zum diesjährigen Treffen der Partnerstädte in Stuttgart zusammengefunden. Zu den Feierlichkeiten gehörte die Einweihung einer Sonnenuhr auf dem Killesberg. Sie soll der Stadtgesellschaft künftig neben der Zeit vor allem die Bedeutung von Freundschaft anzeigen.
Wer in diesen Tagen in der „Grünen Fuge“ im Höhenpark Killesberg spazieren geht, entdeckt eine neue Besonderheit: Eine präzise gefertigte Sonnenuhr ziert dort seit Donnerstag, 7. Mai, die Parkanlage. Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, sagte bei der Einweihung der Uhr: „Das Kunstwerk ist dabei weit mehr als ein Zeitmesser – die Uhr steht für die Verbundenheit über geografische Grenzen hinweg und unterstreicht die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit. Sie ist ein dauerhaftes Symbol für die internationalen Beziehungen der Landeshauptstadt.“
Die Sonnenuhr zeigt darum nicht nur die Mitteleuropäische Zeit in Stuttgart an, sondern macht auch sichtbar, in welcher der Partnerstädte es gerade 12 Uhr mittags ist.
Gefertigt aus Schwarzwaldgranit, fügt sich das Kunstwerk harmonisch in die Umgebung ein. Die Namen der Partnerstädte sind auf den Seitenflächen eingemeißelt.
Mit ihrem Platz in der „Grünen Fuge“ soll die Sonnenuhr die Bürgerinnen und Bürger dazu einladen, kurz innezuhalten und ihren Gedanken über die Grenzen der Stadt hinaus nachzuspüren. So wird das sichtbare Zeichen der Städtepartnerschaften auch zum Symbol für das gemeinsame Engagement der Städte für Frieden und Zusammenhalt.
Die Einweihung der Sonnenuhr bildete den feierlichen Rahmen für das Treffen der Partnerstädte, das vom 5. bis 7. Mai in Stuttgart stattfand. Vertreterinnen und Vertreter aus St. Helens, Lodz, Cardiff, Menzel Bourguiba, Straßburg, St. Louis, Mumbai, Brünn sowie der Solidaritätspartnerschaft mit Chmelnyzkyj und Dresden nutzten die Tage für einen intensiven fachlichen Austausch.
Passend zum Symbol der Sonnenuhr, die verschiedene Zeitzonen und Orte miteinander verbindet, stand das Treffen unter dem Leitthema „Sozialer Zusammenhalt“. Im Fokus: die Chancengleichheit aller Geschlechter als Voraussetzung für eine stabile Gesellschaft. Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales, Gesundheit und Integration, betonte: „Chancengleichheit ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie. Der Austausch der Partnerstädte zeigt: Wo gleiche Rechte, Chancen und Teilhabe gelebt werden, wachsen Vertrauen, Zusammenhalt und eine zukunftsfähige Gesellschaft.“
In Workshops wurden gemeinsam Strategien entwickelt, um das gesellschaftliche Miteinander in den Kommunen in puncto Chancengleichheit nachhaltig zu stärken und voneinander zu lernen.
Insgesamt machte das dreitägige Treffen deutlich, wie wertvoll der persönliche Austausch zwischen den Vertreterinnen und Vertretern der Städte ist. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen gewinnt die internationale Kooperation an Bedeutung. Die Landeshauptstadt und ihre Partnerstädte setzen mit diesem Treffen ein klares Zeichen für Solidarität, Dialog und ein gemeinsames Engagement für sozialen Zusammenhalt.