Grafik: Stuttgart Netze Betrieb GmbH

Stuttgart.| Ende April startet die Stuttgart Netze mit den abschließenden Arbeiten zur Verlegung einer neuen Stromtrasse zur Anbindung des Neckarparks.

Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 29. April und dauern voraussichtlich bis Ende September 2019. Die neuen Nieder- und Mittelspannungs-Stromleitungen werden zwischen der Wildunger Straße 5 und der Kreuzung mit der Martin-Luther-Straße sowie zwischen der Martin-Luther-Straße 36 und 63 verlegt. Dort erfolgt schließlich die Anbindung der neuen Leitungen ans Umspannwerk in der Waiblinger Straße 65.

Besondere Herausforderung ist die Unterquerung der Waiblinger Straße, auf der auch die Stadtbahntrasse verläuft. Um den Verkehr nicht zu beeinflussen, setzt die Stuttgart Netze das so genannte „Microtunneling-Verfahren“ ein. Dabei handelt es sich um eine Methode zum grabenlosen Verlegen von Versorgungsleitungen. Von der Startgrube aus wird ein Rohrstrang über hydraulische Zylinder in Richtung Zielschacht vorgeschoben. Die Steuerung erfolgt von außen. Vor allem in Innenstädten hat sich Microtunneling als leistungsstarke und effektive Alternative zum klassischen Rohrleitungsbau mit Gräben etabliert.

Verkehrseinschränkungen im Bereich der Baustelle
Die neuen Stromleitungen werden größtenteils im Gehweg verlegt, betreffen aber teilweise auch die Straßenbereiche. Leider lassen sich gewisse Verkehrseinschränkungen rund um das Cannstatter Carree, in der Wildunger Straße und in der Martin-Luther-Straße nicht vermeiden. Die Zu- und Ausfahrt zu den einzelnen Grundstücken und Häusern bleibt jedoch die ganze Bauzeit über gewährleistet.

Wie bei größeren Erneuerungsmaßnahmen üblich werden die Stromleitungen in einem mehrstufigen Prozess unter die Erde gebracht: Zunächst gräbt die Stuttgart Netze den Gehweg in etwa zwölf Meter langen Abschnitten auf und legt Leerrohre hinein – bis zu 27 Stück sind es bei diesem Großprojekt. Im Anschluss wird diese Grube wieder verfüllt, um die Verkehrsfläche zügig wieder freizugeben. Nach Fertigstellung der neuen Leerrohrtrasse gräbt der Stromnetzbetreiber punktuell so genannte „Kopflöcher“ auf, um die neuen Stromleitungen in die bereits verlegten Leerrohre zu ziehen oder bestehende Hausanschlüsse an die neue Kabeltrasse anzuschließen.

Teil einer neuen Trasse zwischen S-Ost und Bad Cannstatt
Die Bauarbeiten sind Teil des 8,7 Millionen Euro teuren Großprojekts der Stuttgart Netze zur Anbindung des Neckarparks ans Stromnetz. Die Trasse schafft eine neue Verbindung zwischen den Umspannwerken Talstraße (beim Gaskessel, S-Ost) und Waiblinger Straße 65 (Bad Cannstatt). Auch die angrenzenden Gebiete profitieren von der neuen Verbindung und der damit einhergehenden höheren Versorgungssicherheit.

Den ersten bis dritten Bauabschnitt hatte die Stuttgart Netze zwischen 2016 und 2018 bereits erfolgreich abgeschlossen. Damals waren die Stromleitungen über den Neckar und die B10 hinweg bis zur Schleyerhalle, über das Wasengelände bis zur Kreuzung Daimler-/Mercedesstraße und weiter bis zum Cannstatter Carree gelegt worden.