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Vorsicht vor falschen Mitarbeitenden der Pflegestützpunkte

AktuellVorsicht vor falschen Mitarbeitenden der Pflegestützpunkte

Ludwigsburg.| Im Landkreis Ludwigsburg häufen sich Hinweise auf betrügerische Telefonanrufe. Dabei geben sich die Anrufer fälschlicherweise als Mitarbeitende der Pflegestützpunkte aus. Ihr Ziel ist es, das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zu gewinnen, persönliche Daten zu erlangen oder Betroffene zu unnötigen beziehungsweise kostenpflichtigen Leistungen zu bewegen.

Betrüger treten professionell auf

Die Betrüger wirken häufig professionell und vertrauenswürdig. Sie behaupten, im Rahmen der Pflegeberatung tätig zu sein, und bieten vermeintliche Unterstützung bei Anträgen oder Leistungsprüfungen an. Gleichzeitig setzen sie die Angerufenen gezielt unter Druck und drängen auf schnelle Entscheidungen. Teilweise versuchen sie zudem, kurzfristige Hausbesuche zu vereinbaren – offenbar mit dem Ziel, Zugang zur Wohnung zu erhalten.

Pflegestützpunkte arbeiten transparent und kostenfrei

Die Pflegestützpunkte weisen ausdrücklich darauf hin, dass sie keine unangekündigten Telefonanrufe durchführen, um persönliche Daten abzufragen oder Verträge abzuschließen. Ihre Beratung ist unabhängig und kostenfrei. Sie werden ausschließlich auf Initiative der Ratsuchenden tätig. Hausbesuche finden nur auf ausdrücklichen Wunsch und nach vorheriger transparenter Terminvereinbarung statt. Mitarbeitende der Pflegestützpunkte fordern Bürgerinnen und Bürger niemals dazu auf, kostenpflichtige Verträge mit ihnen abzuschließen.

„Pflegestützpunkte leisten unabhängige und kostenfreie Beratung rund um das Thema Pflege. Sie stehen Bürgerinnen und Bürgern als verlässliche Anlaufstelle zur Seite – ohne Druck, ohne versteckte Kosten, immer transparent und unter Wahrung des Datenschutzes“, stellt Heike Dierbach, Leiterin des Fachbereichs Soziales, Pflege und Versorgungsangelegenheiten, klar.

So können sich Bürgerinnen und Bürger schützen

Gegenüber unbekannten Anrufern sollten keine persönlichen oder finanziellen Daten preisgegeben werden. Betroffene sollten sich nicht unter Druck setzen lassen und das Gespräch beenden, wenn ihnen etwas ungewöhnlich erscheint.

Unangekündigte Hausbesuche sollten abgelehnt und die eigene Anschrift nicht weitergegeben werden, sofern nicht selbst Kontakt mit dem Pflegestützpunkt aufgenommen und ein Hausbesuch vereinbart wurde. Im Zweifel sollte der Kontakt zum Pflegestützpunkt Landkreis Ludwigsburg selbst hergestellt werden unter Tel. 07141 144-2465 (Landratsamt Ludwigsburg) oder Tel. 07141 910-3123 (Stadt Ludwigsburg) oder Tel. 07142 74-761 (Stadt Bietigheim-Bissingen).

Insbesondere ältere oder pflegebedürftige Angehörige sowie Nachbarinnen und Nachbarn sollten über diese Betrugsmasche informiert und sensibilisiert werden.

Wer einen entsprechenden Anruf erhalten hat oder bereits von einem solchen Betrugsversuch betroffen ist, sollte sich an die Polizei wenden und den zuständigen Pflegestützpunkt informieren.


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