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StartAktuellWolf mittels Wildkamera im Wald gesichtet

Wolf mittels Wildkamera im Wald gesichtet

AktuellWolf mittels Wildkamera im Wald gesichtet

Das Forstamt des Landratsamts Rems-Murr-Kreis informiert über einen umherziehenden Wolf und gibt Entwarnung für die Bevölkerung

Plüderhausen.| Im Gemeindewald Plüderhausen wurde am 25. Juli 2026 von einer Wildkamera ein vermeintlicher Wolf aufgenommen. Heute kam die Bestätigung von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt BadenWürttemberg (FVA) und vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Heimat Baden-Württemberg, dass es sich gesichert um einen Wolf handelt.

Aktuell kein konkreter Handlungsbedarf

Nach aktuellem Kenntnisstand handelt es sich um einen durchziehenden Einzelwolf. Solche Tiere legen auf ihrer Wanderung teilweise mehrere hundert Kilometer zurück und halten sich in der Regel nicht dauerhaft in einem Gebiet auf.

Für die Bevölkerung besteht daher aktuell kein Anlass zur Besorgnis und kein besonderer Handlungsbedarf. Dies gilt auch für die beiden Waldkindergärten im Gemeindegebiet von Plüderhausen. Angriffe freilebender Wölfe auf Menschen sind in Deutschland äußerst selten, da die Tiere den Kontakt zu Menschen meiden.

Wie sollte man sich im Wald verhalten

Forstdezernent Gerd Holzwarth rät den Waldbesuchenden grundsätzlich: „Ein umsichtiges und respektvolles Verhalten gegenüber Wildtieren ist auch nach der einmaligen Wolfsichtung ausreichend. Ich bitte, folgende grundsätzlichen Hinweise zu beachten:

  • Halten Sie Abstand zu allen Wildtieren und nähern Sie sich ihnen nicht oder bedrängen sie gar.
  • Bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wegen und beachten Sie die Ruhezeiten des Wildes.
  • Beachten Sie die Leinenpflicht für Hunde in Schutzgebieten.
  • Füttern Sie Wildtiere nicht und lassen Sie keine Speisereste liegen, damit Wildtiere nicht angelockt werden und ihre natürliche Scheu verlieren.“

Wölfe in Baden-Württemberg

Mit durchziehenden Wölfen muss grundsätzlich überall in Baden-Württemberg gerechnet werden, da im Land derzeit im Schwarzwald vier männliche Wölfe und ein Wolfspaar bestätigt sind.

Der letzte eindeutige Wolfsnachweis im Rems-Murr-Kreis wurde im April 2024 im Bereich Rudersberg erbracht. Damals bestätigte die FVA anhand genetischer Untersuchungen einen Wolf als Verursacher eines Schafrisses. Im Frühjahr 2026 wurden nach gemeldeten Rehrissen im Raum Murrhardt Hinweise auf einen Wolf geprüft. Eine genetische Untersuchung ergab jedoch, dass die Risse eindeutig von einem Hund stammen.

Ansprechpartner, wenn der Verdacht auf einen Wolf besteht

„Wer einen Wolf im Rems-Murr-Kreis beobachtet, Hinweise auf dessen Anwesenheit hat oder ein gerissenes Wildtier findet, wende sich bitte an die Wildtierbeauftragten des Landkreises Hannah Held und Dominic Hafner telefonisch unter 07151-501-4369 oder per Mail an [email protected]“ so Dezernent Gerd Holzwarth.


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