Die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI) verzeichnet im Jahr 2021 bei der Vermittlung von Wohnimmobilien neue Rekordzahlen. Der Vermittlungsumsatz stieg von 663 Millionen Euro auf 703 Millionen Euro. Die Provisionserlöse legten von 31,3 Millionen Euro auf 35,3 Millionen Euro zu. Die Wüstenrot Immobilien ist Teil des Geschäftsfelds Wohnen der W&W-Gruppe und beschäftigt bundesweit rund 220 Maklerinnen und Makler.

Der Immobilienmarkt 2021 war bei Wohneigentum aus Maklersicht von Angebotsknappheit, steigenden Preisen und hartem Wettbewerbsdruck geprägt. „Wir sind stolz, dass wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie sehr gute Umsatzwerte erzielen konnten“, sagt Jochen Dörner, Sprecher der Geschäftsführung der WI.

Besonders gefragt waren wie in den Vorjahren Ein- und Zweifamilienhäuser mit einem Anteil von 51 Prozent am Vermittlungsumsatz von 703 Millionen Euro, gefolgt von Eigentumswohnungen mit 24 Prozent Anteil. Von 19,3 Millionen Gebäuden in Deutschland entfallen 16 Millionen auf Ein- und Zweifamilienhäuser, die am häufigsten in den Speckgürteln der Ballungsgebiete und im Umfeld von mittelgroßen Städten und Kleinstädten zu finden sind.

Bei der Vermittlung von Finanzprodukten wie Baufinanzierungen und Bausparverträgen konnte mit 241 Millionen Euro das Vorjahresergebnis von 196 Millionen Euro deutlich übertroffen werden, gut zwei Drittel davon entfielen auf Baufinanzierungen.

Erstmals seit Inkrafttreten der neuen Provisionsregeln Ende 2020 mussten 2021 die Käufer- und Verkäuferprovisionen hälftig geteilt werden. „Der Anteil der Käuferprovisionen an den Gesamtprovisionen betrug bei den Maklerinnen und Maklern der WI im Jahr 2021 knapp unter 50 Prozent. Käuferinnen und Käufer wurden im Vergleich zum Vorjahr bei uns dadurch um 4 Millionen Euro trotz gestiegener Preise entlastet“, sagt Dörner.

Für 2022 erwartet die WI höhere Immobilienumsätze auch durch weiterhin steigende Preise. Hauptgründe sind die niedrigen Finanzierungszinsen, die Selbstnutzern ins Wohneigentum verhelfen, und bei Kapitalanlegern Negativzinsen, die zur Kapitalumlenkung in Wohnungsvermietungen führen.

Nach Meinung der WI müssen einige Entwicklungen mit Einflüssen auf die ganzjährige Marktentwicklung aber sorgfältig beobachtet werden. Das betrifft die Zinsentwicklung und die Inflation. Insbesondere die stark steigenden Energiekosten treiben die Wohnkosten. Zudem ziehen die verschärften rechtlichen Anforderungen an den Klimaschutz im Gebäudebereich einen hohen Beratungs- und Investitionsbedarf nach sich. 80 Prozent der Gebäude wurden vor der dritten Wärmschutzverordnung 1995 gebaut. Zwei Drittel davon müssen bereits energetisch ertüchtigt werden. Das hat bei Kaufverhandlungen und Finanzierungsgesprächen wachsende Bedeutung.