Dieses Spiel verspricht Spannung pur. Der Dritte der Bundesliga-Tabelle, der SV Ludwigsburg, gegen den Vierten, den ASC Duisburg. Das Duell der Verfolger von Waspo Hannover und Spandau wird am Samstag um 16 Uhr in Duisburg angepfiffen.

„Unser Ziel ist auf jeden Fall: am Wochenende gegen Duisburg gewinnen“, sagt der SVL-Neuzugang Tobias Bauer. Die Ludwigsburger Bundesliga-Wasserballer sind momentan Dritter in der Tabelle, die Duisburger belegen Platz vier. Das Duell der Waspo Hannover/Spandau-Verfolger verspricht Spannung pur.

Bauer sagt, sein Team wolle sich für die Niederlage gegen Duisburg im DSV-Pokal-Turnier revanchieren. „Aber wir wissen auch, dass es unheimlich schwierig wird, in Duisburg zu gewinnen“, auch wegen der Fans der Heimmannschaft. „Wir werden trotzdem alles daran setzen zu gewinnen.“ Der SVL wolle mit Rückenwind auch in die kommenden Spiele gehen.

Bislang hat Ludwigsburg alle Spiele gewonnen, außer das gegen den Rekordmeister Spandau. Die Partie gegen Waspo Hannover steht noch vor der Weihnachtspause aus. Der SVL-Spieler Nino Blazevic sagt, „auf dieses Spiel gegen Duisburg warten wir schon lange, es ist das Spiel, auf das wir uns vorbereiten, das Spiel um Platz drei. Wir kennen die Duisburger Spieler, ihre Taktik, haben schon ein paarmal gegen sie gespielt.“ Ja, der ASCD sei beim bis dato letzten Spiel im Pokal besser gewesen, „aber ich hoffe, dass wir an unsere guten Spiele im Inselbad anknüpfen können.“

Bereits unmittelbar nach dem Derby am vergangenen Samstag im Inselbad Stuttgart gegen den SSV Esslingen, das der SVL mit 17:11 gewonnen hat, waren viele Spieler in Gedanken bei dem Match gegen Duisburg. Eric Fernandez Rivas sagte: Nun denke jeder beim SVL an dieses Spiel. „Meine Prognose? Wir gewinnen.“ Der Ludwigsburger Nationalspieler Timo van der Bosch erklärte, „so ein Spiel wird auch zwischen den Ohren entscheiden“, sprich: auch der Kopf müsse vorbereitet sein.

Der SVL-Teammager Adrijan Jakovcev dämpft die Euphorie mancher Spieler ein klein bisschen und sagt, Ziel müsse zunächst sein, eine Mannschaft zusammenzustellen, die nach Duisburg fahren kann. „Wir haben nämlich einige Probleme mit Verletzungen.“ Der ASCD sei in der Favoritenrolle, denn „wir wissen, wo wir herkommen“ – der SVL hat noch vor nicht allzu langer Zeit der Zweiten Liga gespielt, während Duisburg regelmäßig um die Medaillen in der Bundesliga spielte. Aber klar sei auch: „Jeder, der eine Ludwigsburger Wasserball-Kappe auf dem Kopf hat, wird bis zur letzten Minute für ein gutes Ergebnis kämpfen.“

Der ASC Duisburg formuliert auf seiner Internetseite das Ziel des Traditionsclubs so: alle „schweren Heimspiele“ vor Weihnachten gewinnen zu wollen, also auch die Partie gegen Ludwigsburg. Vorigen Samstag hat der ASCD die Potsdamer deutlich mit 16:7 geschlagen. Auf der Facebook-Seite des ASCD heißt es: „Gegen Ludwigsburg geht es um Platz drei in der Liga.“ Viele Wasserballfans im Land blicken am Samstag gespannt nach Duisburg.

Der Spandauer Spieler Mateo Cuk hatte im Interview nach dem Sieg der Berliner gegen den SVL vor zwei Wochen bereits erklärt: Ludwigsburg werde jedes Jahr besser, er erwarte, dass sich der SVL und ASC Duisburg einen harten Kampf liefern werden. Man kann also sagen: es ist angerichtet. Das Duell beginnt um 16 Uhr im Schwimmstadion in Duisburg.

Ob das Spiel im Livestream übertragen wird, ist noch nicht bekannt. Der DSV-Live-Ticker wird voraussichtlich aber im Einsatz sein.