Freiberg machen sich das Leben selbst schwer

Freigerg a. N.| Am Samstag trat der Tabellenvierzehnte Freiburger FC beim SGV Freiberg an, um einen Schritt aus den Abstiegstiefen zu machen. Doch die Gastgeber wollten da nicht so recht mitspielen. Bereits von Beginn an legte der Tabellenführer mächtig los und erzielte bereits in der 3. Minute den Führungstreffer. Ein konsequenter Angriff über links brachte Jonatan Zinram in Schussposition, der fackelte nicht lange und brachte die Freiberger früh in Führung.

Wer der Meinung war, dass sich nun ein torreiches Spiel entwickelt, der wurde eines Besseren belehrt. Nach der Führung tat sich nämlich nicht viel Erbauliches vor beiden Toren. Der Freiburger FC tat sich schwer und hatte wohl noch zu viel Respekt vor dem Gastgeber, und der SGV zeichnete sich durch zahlreiche unnötige Ballverluste und Fehlpässe aus. Man merkte der Mannschaft zusehends an dass ihr die vergangenen Wochen noch in den Knochen steckte. Hoffmann und Salz hatten mehrere glasklare Chancen die sie aber nicht in Tore ummünzen konnten. Grüttner setzte sich kurz vor der Halbzeitpause vor dem gegnerischen Strafraum durch und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Freistoß setzte der auch heute wieder überragende Hakan Kutlu knapp links unten am Tor vorbei.

Als alle schon mit dem Pausenpfiff rechneten erzielten die Gäste dann doch den Ausgleichstreffer durch Martinelli. Dann ging es in die Pause.

Beide Teams liefen unverändert zur zweiten Hälfte ein doch im Spiel änderte sich nicht viel, außer dass die Freiburger Spieler nun den Respekt abgelegt hatten und munter mitspielten. Trotzdem gab es auf beiden Seiten auch weiterhin viele Abspielfehler und ausgelassene Torchancen. SGV-Trainer Sbonias reagierte und brachte in der 61. Minute Berisha und Sökler für Kutlu und Zinram. Erst änderte sich am Spiel nicht viel. Dann kam in der 70. Minute Klauß für Rinaldi und die Freiberger wurden jetzt stärker. Zwar gab es immer noch überdurchschnittlich viele Fehlpässe jedoch tauchten die Gastgeber nun immer häufiger vor dem Freiburger Tor auf. Sökler tauchte immer wieder vor dem FC-Strafraum auf und suchte seine Chance. In der 74. Minute dann ein strammer Sökler-Schuss den Keeper Schindler gerade noch entschärfen konnte, die nachfolgende Ecke brachte nichts ein.

Beide Teams drehten jetzt voll auf, jeder wollte den 3-Punkte-Erfolg für sich. Als dann in der 84. Minute Mistl für Thermann kam wurde der Freiberger Druck noch verschärft. Nur eine Minute nach dem Wechsel versenkte Sökler den Ball nach tollem Zuspiel von Berisha im gegnerischen Tor zum 2:1 Endstand und Freiberg war auf der Siegerstraße.

Insgesamt war der SGV Freiberg besser, agierte aber über weite Strecken glücklos. Die Gäste aus Freiburg hielten tapfer mit, hatten aber das kleine Quäntchen Glück weniger.

In der Pressekonferenz äußerte sich Freiburgs Trainer enttäuscht über die Niederlage. Man habe am Anfang wohl zu viel Respekt vor dem SGV gehabt, sei dann aber immer besser ins Spiel gekommen.

SGV-Trainer Evangelos Sbonias: „Wir hatte ein zweigeteiltes Spiel. Das frühe Tor hat uns nicht gut getan, wir sind immer weniger ins Spiel gekommen, so wurde es schwierig. Dies war ein Zittersieg den wir über den Willen errungen haben. Wir haben in den letzten Wochen sehr viel gearbeitet sodass einige Spieler auf dem Zahnfleisch gingen. Doch nun freuen wir uns über den Sieg.“

Der SGV spielte mit: Sven Burkhard, Volkan Celiktas, Kevin Ikpide, Hakan Kutlu (61. Flamur Berisha), Marco Grüttner, Jonathan Zinram (61. Marcel Sökler), Dominik Salz, Yannick Thermann (84. Christian Mistl), Lukas Hoffmann, Angelo Rinaldi (70. Michael Klauß) und Azur Velagic