Erwartet schwerer Auftakt für Ludwigsburg

Die SVL-Wasserballer haben ihr erstes Spiel bei Eurocup in Sizilien gegen das Team Straßburg verloren. Nach dem Schlusspfiff hieß es 16:8 für die Mannschaft aus dem Elsaß. Nach einem sehr starken ersten Viertel der Franzosen, konnte Ludwigsburg danach besser mithalten.

Die Geschichte vom ersten Spiel der SVL-Wasserballer in der ersten Runde des Eurocups in Sizilien (Italien) ist schnell erzählt. Das Team Straßburg geht blitzschnell mit 1:0 in Führung, baut die Führung ebenso schnell aus und gewinnt schließlich auch in der Höhe verdient.

Im ersten Viertel gelingt Marko Martinic zwar das 2:1, nach den ersten acht Minuten steht es aber 1:7. Die Ludwigsburger geraten nach Foulspielen zu oft in Unterzahl – und auch deshalb fange sie ein Tor nach dem anderen. Und wenn der SVL mal in Überzahl spielt, dann werden schlicht zu wenig Tore geschossen.

Zum Start des zweiten Viertels ist allen Zuschauern im Freibad und jenen, die daheim am Livestream hängen, klar: Straßburg ist top eingespielt. Der Ludwigsburger Nationalspieler Timo van der Bosch hatte bereits vor der Partie erklärt: „Wir müssen hier gar nichts gewinnen.“ Es gelte vielmehr Spielpraxis zu sammeln – auch für das DSV-Pokal-Viertelfinale am kommenden Freitag gegen Würzburg. Andererseits hatten manche Ludwigsburger vielleicht still und heimlich und in Erinnerung an das deutliche 30:10 kürzlich im Pokal gegen den SV Cannstatt gehofft, gegen Straßburg sei mehr drinnen.

Das zweite Viertel beginnt für Ludwigsburg mit einem kleinen Erfolg: Das Anschwimmen wird gewonnen, aber dann folgt ein Schuss über das gegnerische Tor. Bald steht es 8:1, dann erzielt Martinic das 8:2. Zur Halbzeit steht es 12:4 – und allen dürfte klar sein: dieses Spielt geht wohl verloren.

Zum Start des dritten Viertels kommt auch Ivan Pisk besser ins Spiel. Er fängt zwar bald das 13:4, nach diesem Viertel steht es indes „nur“ 13:5. Das letzte Viertel wird aus SVL-Sicht das beste. Auf beiden Seiten fallen drei Tore – nun sehen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel. Pisk zeigt ein paar tolle Paraden. Mit dem Schlusspfiff steht es 8:16.

Dieter Gscheidle, ist als Betreuer mit nach Süditalien gereist und kommentiert das Spiel unmittelbar nach dem Abpfiff mit diesen Worten: „Das war eine relativ deutliche Nummer. Bis wir im Spiel waren, war das Spiel fast schon entschieden.“ Ludwigsburg habe gegen eine starke Straßburger Mannschaft „verdient verloren“. Jetzt heiße es „Mund abwischen und morgen gegen die Griechen ein besseres Spiel zeigen“.

Timo van der Bosch sagt, das erste Viertel sei „katastrophal“ gewesen, mit sieben Tore von 16 im ganzen Spiel. „Wenn wir nur vier kriegen oder drei, dann wäre das Spiel vielleicht noch interessant geworden.“ So könne man kein Spiel gewinnen. Sein Team habe aber gegen Ende der Partie „mit ein paar schönen Spielzügen gezeigt, dass wir mithalten können“. Es sollte möglich sein, auf die guten Spielsituationen aus dem vierten Viertel aufzubauen.

Der Trainer Janusz Gogola sagt nach dem Spiel: „In der zweiten Hälfte setzte das Team die taktischen Anweisungen deutlich besser um. So endete diese – drittes Viertel 1:1 und viertes Viertel 3:3 – unentschieden. Durch das Training im heimischen Hallenbad mit dem schmalen Becken lässt die Passgenauigkeit auf dem großen Feld noch zu wünschen übrig. So lief das Überzahlspiel stolpernd. Großen Rückhalt erhielt die Mannschaft von Torhüter Ivan Pisk, etwa durch den gehaltenen Fünf-Meter und andere abgewehrte 100%ige Torchancen des Gegners. Die acht erzielten Tore verteilte das Team unter mehreren Spielern. Es besteht also Hoffnung auf Steigerung und bessere Leistung des Teams. Der kämpferische Einsatz ist bereits vorhanden.“

Am Samstag spielt der SVL gegen gegen GS Peristeriou aus Griechenland, die sich ihrerseits dem italienischen Gastgeber geschlagen geben mussten. Das Spiel wird wieder um 15.30 Uhr angepfiffen. Im dritten Spiel trifft Ludwigsburg am Sonntag auf CC Ortigia. Dieses Spiel beginnt um 12 Uhr.