Pilotprojekt zur Senkung der Feinstaubbelastung am Stuttgarter Neckartor

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  • Aufbau erster Filtersäulenhat begonnen
  • Simulationsergebnisse werden in der Praxis überprüft

Stuttgart.| Im Rahmen eines Pilotprojekts von MANN+HUMMEL, gefördert vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg und unterstützt von der Landeshauptstadt Stuttgart, werden in den nächsten Wochen 17 Filtersäulen entlang eines ca. 350 Meter langen Straßenabschnitts am Stuttgarter Neckartor installiert. Heute beginnt der Aufbau der ersten acht sogenannten Filter Cubes III des Filtrationsspezialisten MANN+HUMMEL aus Ludwigsburg. Mit dem Pilotprojekt soll erprobt werden, ob durch den Einsatz der Technologie die Feinstaubbelastung und damit gegebenenfalls auch die Tage mit Grenzwertüberschreitungen am Neckartor reduziert werden können. Die Stadt Stuttgart übernimmt die Aufgabe, die Luftfiltersäulen rund um das Stuttgarter Neckartor aufzustellen und mit Strom zu beliefern.

Modellrechnungen eines unabhängigen Simulationsbüros auf Basis von Daten aus den Jahren 2016 und 2017 haben für das Stuttgarter Neckartor eine Reduzierung der Gesamtfeinstaubkonzentration gezeigt. Die theoretischen Ergebnisse werden nun in der Praxis erprobt.

Die Filtersäulen von MANN+HUMMEL sind 3,60 Meter groß und bestehen aus jeweils drei zusammengesetzten Bauteilen, den Cubes. Ausgerüstet mit Feinstaubpartikelfiltern und energieeffizienten Ventilatoren sind diese in der Lage, bei sehr geringem Energiebedarf 80 Prozent des Feinstaubs aus der angezogenen Umgebungsluft zu ziehen. Über eine Steuerungseinheit lässt sich der Betrieb der Feinstaubpartikelfilter bedarfsgerecht einstellen und damit auf die aktuelle Luftqualität reagieren. Integrierte Sensoren erfassen Luft- und Wetterdaten, die in einer Cloud zusammengeführt und analysiert werden.

Kai Knickmann, Geschäftsführer Erstausrüstung bei MANN+HUMMEL, erklärte: „Mit unserem neu entwickelten Filter Cube wollen wir die Feinstaubbelastung am Stuttgarter Neckartor reduzieren. Er ist Teil unserer Technologieplattform Feinstaubfresser, zu der verschiedene Filtertechnologien für stationäre Anwendungen oder Fahrzeuge gehören. Überall dort, wo die Feinstaubbelastung besonders hoch ist, wollen wir mit unseren Technologien zum Schutz der Gesundheit von Menschen beitragen.“

Christoph Erdmenger, Abteilungsleiter für Nachhaltige Mobilität im Verkehrsministerium Baden-Württemberg: „Uns hat an dem Projektvorschlag überzeugt, dass die 17 Filtersäulen nicht nur an einem Punkt, sondern in einem ganzen Straßenabschnitt eine Wirkung zeigen sollen. Damit hat das Projekt das Potential, die Anwohner zu schützen. Das Projekt zeigt auch: Die Landesregierung ist zwar auf den Hauptverursacher des Feinstaubs Autoverkehr fokussiert, ergreift aber erfolgversprechende Maßnahmen in allen Bereichen.“

Rainer Kapp, Leiter der Abteilung Stadtklimatologie bei der Landeshauptstadt Stuttgart, sagte: „Stuttgart hat 2018 erstmals die Chance, die Feinstaub-Grenzwerte im gesamten Stadtgebiet am Ende des Jahres einzuhalten. Das haben wir durch ein Bündel an unterschiedlichen Maßnahmen erreicht, das jetzt Wirkung zeigt. In unseren Anstrengungen wollen wir dabei nicht nachlassen. Unser Ziel ist es weiterhin, die Feinstaub-Konzentration zu senken. Deshalb unterstützen wir Projekte, die für saubere Luft in Stuttgart sorgen wollen. Die Idee von MANN+HUMMEL, die Luft mithilfe von Luftfiltersäulen zu reinigen, klingt vielversprechend. Die Wirkung der Methode wollen wir nun in einem Pilotprojekt unter realen Bedingungen und über einen längeren Zeitraum testen.“

In Stuttgart konnte die Belastung mit den Luftschadstoffen Feinstaub PM10 und Stickstoffdioxid in den vergangenen Jahren reduziert werden. So treten Überschreitungen der Grenzwerte bei Feinstaub nur noch am Neckartor auf. Bei Stickstoffdioxid wird der Grenzwert für das Jahresmittel hingegen noch immer überschritten – wie in vielen anderen deutschen Städten auch.


Wie sehr profitiert Stuttgart vom Mercedes-Benz Museum?

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Mercedes-Benz und Stuttgart haben eine lange gemeinsame Tradition. Insgesamt elf Standorte in und um die Stadt betreibt der Autobauer und zudem befindet sich der offizielle Sitz des Mercedes AMG F1-Teams, welches von 2014 bis 2018 die Formel 1 dominierte, in der Daimler-Zentrale in Stuttgart. Ein besonderes Highlight für die Stuttgarter und für Touristen ist das Mercedes-Benz-Museum, welches in Stuttgart-Bad Cannstatt betrieben wird. Wie sehr profitiert die Stadt vom Museum und welche Ausstellungen machen es so populär?

Viele Besucher, spannende Ausstellungen
Besonders aufgrund der Nachricht, dass Mercedes-Benz Cars zwei weitere Batteriefabriken in der Stadt bauen möchte, sehen die Stuttgarter das Museum nochmals positiver. Seit dem 19. Mai 2006 hat die Einrichtung ihre Pforten offen. Mehr als neun Millionen Menschen aus über 190 Nationen haben das Museum bis April 2018 besucht. Der Gebäude-Komplex besteht aus dem Museum und dem Mercedes-Benz-Center. Auf 17.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche können die Besucher nun schon seit mehr als zwölf Jahren in die Geschichte des Autobauers eintauchen. Die Hauptausstellungen in den „Mythosräumen“ stellen die Geschichte von Mercedes-Benz chronologisch dar. Auch ein Raum für die „Silberpfeile“, die Rennwagen von Mercedes, ist für Besucher zugänglich.

Foto: © Daimler AG

Papamobil, Weltmeister-Bus, Dinosaurier
Doch auch andere Ausstellungen und Exponate locken Besucher ins Museum. Beispielsweise kann der Bus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft aus dem Weltmeister-Jahr 1974 hier als Nachbau besichtigt werden. Auch das Papamobil, in welchem der Papst die Massen begrüßt, befand sich hier bereits als Exponat. Klassische Ausstellungsstücke wie die allerersten Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor locken zudem die Traditionalisten und Auto-Puristen an.

Ein weiteres Highlight ist die W163 M-Klasse, welche in Tarnfarben angemalt im Film Jurassic Park: The Lost World erschien. Jurassic Park ist nach wie vor eines der größten hier ausgestellten Franchise. Beispielweise verkauft Amazon Jurassic Park T-Shirt, Bücher und Comics, Betway bietet Jurassic Park Online Slots an und Kinos konnten mit dem neuesten Ableger, Jurassic World 2, bereits über eine Milliarde US-Dollar einspielen. Man sieht: Nur wenig andere große Filmreihen sind derart populär. Die hohe Anzahl an Filmfans kommt mit dem beeindruckenden Angebot im Museum ganz auf ihre Kosten.

Bequem für Besucher, welche sich solche Highlights nicht entgehen lassen wollen: Die Tickets für das Museum können einfach auf der offiziellen Webseite im Internet gekauft werden. Aber auch mit Veranstaltungen kann das Mercedes-Benz-Museum überzeugen: Das Formel 1 Team McLaren (damals McLaren-Mercedes) stellte etwa seinen Renner für die Formel 1 Saison 2008 vor, mit welchem Lewis Hamilton den Titel erringen konnte. Im August 2017 begleitete Formel 1 Weltmeister Nico Rosberg sein Weltmeisterauto ins Museum und begrüßte danach mehr als 600 Fans bei einem Meet-and-Greet auf der offiziellen Open-Air Bühne. So konnten die Fans, laut dem offiziellen Formel 1 Sender RTL, ihren Helden von noch näher bewundern und sich an dem Original-Fahrzeug, Helm und der Schutzkleidung des Piloten in der Ausstellung erfreuen.

Foto: © Daimler AG

Die Stadt profitiert
Großer Nutznießer dieser Exponate ist natürlich die Stadt Stuttgart. Das Mercedes-Benz-Museum fördert nicht nur der Tourismus, sondern auch das Image der Stadt. Dank der prominenten Ausstellungen und der großen Publicity rücken die Namen Stuttgart und Mercedes stärker zusammen. Die Partnerschaft zahlt sich für beide Seiten aus: Mercedes-Benz ist nach wie vor extrem erfolgreich. So wurden im ersten Halbjahr 2017 1,144 Millionen Fahrzeuge verkauft, ein Plus von 13,7 Prozent. Auch in wirtschaftlich schweren Zeiten war die Marke der Stadt treu, wodurch man sich in Stuttgart nochmals mehr mit der Marke verbunden fühlt. Nach Angabe von Statista übernachteten im Jahr 2017 fast 3,8 Millionen Gäste in der Stadt, ein neuer Rekord im Vergleich zum Vorjahr. Für Stuttgart sind auch die durch die Firma geschaffenen Arbeitsplätze ein großer Gewinn. So konnten im letzten Jahr beispielsweise alle 91 Nachwuchskräfte im Mercedes-Benz-Werk Sindelfingen erfolgreich übernommen werden – ein Rekord, welcher von den meisten Firmen nicht aufgestellt werden könnte. Hieran spielt das Mercedes-Benz-Museum eine wichtige Rolle. Denn auch über die deutsche Grenze hinaus, und vor allem in den USA, genießt die Marke einen hervorragenden Ruf. „Made in Germany“ steht auch auf der anderen Seite des Atlantik nach wie vor für hohe Qualität.

Ein Gewinn für beide Seiten
Seit seiner Eröffnung im Jahr 2006 konnte das Mercedes-Benz-Museum bereits über neun Millionen Besucher aus aller Welt anlocken und hat sich sowohl für die Stadt sowie auch für den Hersteller als großen Gewinn erwiesen. Mythosräume über die wendungsreiche Geschichte des deutschen Autobauers, Ausstellungen zum Thema Rennsport, seltene Exponate wie der deutsche Weltmeister-Bus 1974 und das Vehikel aus Jurassic Park, Enthüllungen von Formel 1 Autos und Interviews mit Rennsport-Legenden – im Museum gibt es für die Besucher so einiges zu bestaunen. Nach über einem Jahrzehnt hat sich die Partnerschaft bewährt und Stuttgart ein absolutes Must-Have-Sightseeing-Event dazu gewonnen. Und die erfolgreiche Kooperation soll noch weitergehen. Möglicherweise erweitert sich die Kollektion bereits Ende 2019, wenn Mercedes wieder ein den Rennsport dominierendes Weltmeister-Auto ins Museum hinzufügen könnte.


Polizeihubschrauberstaffel Baden-Württemberg unterstützt Bergwachten im Land

Innenminister Thomas Strobl: „Das Land Baden-Württemberg hat in die Sicherheit im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb investiert!“
Innenminister Thomas Strobel übergab am Freitag, 14. Dezember 2018 eine Rettungswinde an die Polizeihubschrauberstaffel an deren Hauptsitz am Landesflughafen in Stuttgart. „Mit der neuen Rettungswinde können die Helferinnen und Helfer der Bergwachten künftig auf Anforderung schnell und sicher, auch durch die erfahrenen Piloten der Polizei, aus der Luft unterstützt werden. Dafür stehe nun ein Hubschrauber der Polizei am Standort Stuttgart zur Verfügung und kann binnen weniger Minuten Richtung Schwäbische Alb oder Schwarzwald starten, um dort die Helfer der Bergwachten an Bord zu nehmen“, so Strobel bei der Übergabe.
Der Landesleiter der DRK Bergwacht Württemberg, Armin Guttenberger und der Landesvorsitzende der Bergwacht Schwarzwald, Adrian Probst bezeichneten diesen Schritt unisono als einen Meilenstein in der Luftrettung in Baden-Württemberg.
Bei einer gemeinsamen Demonstration beeindruckten je zwei Bergretter der DRK Bergwacht Württemberg und der Bergwacht Schwarzwald die Anwesenden. Diese konnten dabei hautnah und eindrücklich die Einsatzmöglichkeit der Rettungswinde und den professionellen Umgang und die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Bergretter und Hubschrauberbesatzung erleben.

Neuer Mietspiegel 2019/2020 liegt vor

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Mieten sind in den vergangenen beiden Jahren um 7,2 Prozent gestiegen

Stuttgart.| Wohnen in der Landeshauptstadt Stuttgart ist in den vergangenen Jahren nochmals teurer geworden. Dies geht aus dem neuen Mietspiegel 2019/2020 hervor, den Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, und Thomas Schwarz, Leiter des Statistischen Amtes, am Freitag, 14. Dezember, vorgestellt haben.

Mietpreisniveau
Bürgermeister Schairer sagte: „Das Mietspiegelniveau in Stuttgart ist innerhalb der letzten zwei Jahre um 7,2 Prozent gestiegen. Es handelt sich um die zweithöchste Steigerung seit 20 Jahren, die Steigerung fällt noch etwas höher aus als vor zwei Jahren (6 Prozent).“ (Tabelle 1 in der Anlage zeigt die Veränderungsraten seit 1999/2000).

Die aktuelle Steigerungsrate liegt damit deutlich über der Entwicklung der Nettokaltmieten in Baden-Württemberg im gleichen Zeitraum (+ 3,2 Prozent). Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen in Baden-Württemberg im Vergleichszeitraum um 3,7 Prozent (Quelle: Statistisches Landesamt).

Mit dem Mietspiegel 2019/2020 liegt eine aktuelle Übersicht über die Mieten vor, die in Stuttgart für frei finanzierte Wohnungen bezahlt werden. Der Stuttgarter Mietspiegel berücksichtigt auch die Preiswirkung energetischer Gebäudesanierungen.

Der neue qualifizierte Stuttgarter Mietspiegel ist vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2020 gültig. Beteiligt waren neben dem Statistischen Amt und dem Amt für Liegenschaften und Wohnen der Landeshauptstadt Stuttgart auch der Mieterverein Stuttgart und Umgebung e.V. und Haus & Grund Stuttgart e.V.

In einer Befragung im April 2018 wurden die Miethöhe und andere Angaben von repräsentativ ausgewählten Stuttgarter Mietverhältnissen erhoben und für die Fortschreibung des Regressionsmodells im Mietspiegel 2017/2018 genutzt.

Repräsentative Befragung
Amtsleiter Thomas Schwarz sagte: „Bei der Mietspiegel- und Wohnungsmarktbefragung wurden in diesem Jahr rund 19 000 Fragebogen an zufällig ausgewählte Haushalte verschickt, darunter 13 000 an Mieterhaushalte und weitere 3000 an Vermieter.“ Für insgesamt 5307 Mietwohnungen (41 Prozent) lagen ausgefüllte Fragebogen beim Statistischen Amt vor. Für die Neuaufstellung des Mietspiegels konnten letztlich 2831 Fälle herangezogen werden, also 53 Prozent der Antworten von Mieterhaushalten. 79 Prozent der ausgewerteten Fragebogen stammten von Mietern, 21 Prozent von Vermietern.

Neben dem Zurückschicken des ausgefüllten Fragebogens gab es auch die Möglichkeit, den Fragebogen online auszufüllen. Der Anteil der Befragten, die davon Gebrauch machen, steigt kontinuierlich, 30 Prozent waren es bei der diesjährigen Mietspiegel- und Wohnungsmarktbefragung.

Welche Wohnungen werden berücksichtigt?
Es ist gesetzlich vorgegeben, dass nur Wohnungen des freien Wohnungsmarkts bei der Mietspiegelaufstellung als „mietspiegelrelevant“ berücksichtigt werden können. Nicht zum freien Wohnungsmarkt zählen Wohnungen, die von Freunden und Verwandten vergünstigt angemietet wurden, Werkswohnungen, Wohnungen in Wohnheimen und Sozialwohnungen. In die Auswertung können zudem nur Mietverhältnisse einfließen, die innerhalb der letzten vier Jahre (= Bezugszeitraum) abgeschlossen wurden oder bei denen in diesem Zeitraum eine Mietpreisanpassung erfolgte.

In regelmäßigen Abständen ist dieser Bezugszeitraum Gegenstand von politischen Diskussionen. Zuletzt hieß es im Koalitionsvertrag von 2018: „Die Verlängerung des Betrachtungszeitraums wird geprüft.“ Bei einem Wohngipfel im Kanzleramt im September 2018 einigten sich die Koalitionsspitzen darauf, den Bezugszeitraum von vier auf sechs Jahre auszuweiten. Einen Gesetzentwurf dazu gibt es allerdings bislang nicht.

Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen Neuvertragsmieten (Begründung des Mietverhältnisses in den letzten vier Jahren) und veränderten Bestandsmieten (Veränderung der Miethöhe innerhalb der letzten vier Jahre). In die Datenbasis des Stuttgarter Mietspiegels gehen Neuvertragsmieten und veränderte Bestandsmieten gemäß ihrer Häufigkeit auf dem Stuttgarter Wohnungsmarkt jeweils zur Hälfte ein.

Steigerung zwischen 2016 und 2018
Insgesamt stiegen die Mieten für einen Quadratmeter Wohnfläche in mietspiegelrelevanten Wohnungen zwischen April 2016 und April 2018 um durchschnittlich 7,2 Prozent auf 9,60 Euro. Diese Preissteigerungsrate gilt nach Auskunft von Alexander Pazerat, Abteilungsleiter beim Amt für Liegenschaften und Wohnen, auch für die Erhöhung der Satzungsmieten öffentlich geförderter Wohnungen.

Fazit
Der neu aufgestellte Stuttgarter Mietspiegel 2019/2020 weist mit einem Plus von 7,2 Prozent eine Mietpreissteigerung deutlich über dem allgemeinen Preisanstieg und dem Mietpreisanstieg in Baden-Württemberg auf. Damit lässt sich weiterhin eine Entkoppelung der Stuttgarter Mietpreise von der Entwicklung auf Landesebene beobachten. Ähnlich wie in vielen anderen Ballungszentren bleibt die Marktanspannung in Stuttgart auf einem sehr hohen Niveau. Wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist die mit dem Bevölkerungswachstum verbundene starke Nachfrage nach Wohnraum. Der Wohnungsbau der letzten Jahre konnte dies nicht kompensieren.

Bestellung des Mietspiegels
Der neue Mietspiegel 2019/2020 enthält neben der Mietspiegeltabelle Hinweise zur genauen Zuordnung der Wohnung in eine angemessene Ausstattungs- und Lagekategorie. Er ist ab sofort gegen eine Schutzgebühr von 7 Euro (zunächst 6,50 Euro bis zum Inkrafttreten der neuen Gebührenordnung voraussichtlich im Januar 2019) erhältlich:

1. Als PDF-Datei zum direkten Download im Internetshop des Statistischen Amts unter www.stuttgart.de/statistik-infosystem.

2. Als Printprodukt (ggfls. zuzüglich Versandkosten):

– Beim Statistischen Amt, Eberhardstraße 39, 70173 Stuttgart, Tel.: 0711 216-98587, Fax: 0711 216-98570, per E-Mail: [email protected] sowie im Internetshop unter www.stuttgart.de/statistik-infosystem

– Beim Amt für Liegenschaften und Wohnen, Hospitalstraße 8, 70174 Stuttgart, Tel.: 0711 216-91381 sowie per E-Mail: [email protected]

Der Mietspiegel ist ab Montag, 17. Dezember, auch im Direktverkauf erhältlich an der Infothek des Rathauses, in den Bezirksämtern der äußeren Stadtbezirke und im Kundenzentrum des Stadtmessungsamtes.

Auskünfte zur Anwendung des Mietspiegels gibt das Amt für Liegenschaften und Wohnen (E-Mail: [email protected], Tel. 0711 216-91381).


Stuttgart und St. Helens feiern 70-jährige Städtepartnerschaft

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OB Kuhn: „Egal, wie der Brexit ausgeht, unsere Freundschaft wird weitergehen“

Stuttgart.| Es ist die erste Partnerschaft Stuttgarts und eine der ersten zehn Städtepartnerschaften weltweit: Seit 1948 pflegt Stuttgart seine Partnerschaft mit der englischen Stadt St. Helens. In diesem Jahr feiert diese besondere Verbindung ihren 70. Geburtstag. Oberbürgermeister Fritz Kuhn würdigte die langjährige Partnerschaft am Freitag, 14. Dezember, bei einem Festakt im Rathaus. An der Veranstaltung nahm eine Delegation aus St. Helens unter der Leitung von Bürgermeisterin Pat Ireland teil.

OB Kuhn sagte bei dem Festakt: „Die Partnerschaft mit St. Helens entstand nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Es war damals eine großartige Geste aus St. Helens, einer Stadt aus dem ehemaligen Nazi-Deutschland die Hand zu reichen. Das hat Mut gemacht. Es war ein Zeichen der Versöhnung und des Neuanfangs. Heute, 70 Jahre später, möchte ich mich für diese Geste bedanken. Die Freundschaft mit St. Helens wird von Projekten der Zivilgesellschaft getragen: vom Sport, der Kultur und vor allen den Schulen. Das schafft Vernetzung und Verständnis. Als europäisch denkender Mensch besorgt mich der Brexit sehr. Aber egal, wie das ausgeht, ich kann Ihnen versichern, unsere Freundschaft wird weitergehen.“

Bürgermeisterin Ireland trug sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt ein. Sie sagte: „St. Helens feiert dieses Jahr gleich zweimal: sein 150-jähriges Bestehen und die 70-jährige Partnerschaft mit Stuttgart. Das eine kann ohne das andere gar nicht gedacht werden. Deshalb wünsche ich mir, dass die wundervolle Freundschaft mit Stuttgart auch in Zukunft genauso wächst und gedeiht wie der Baum, den wir im Sommer in St. Helens gemeinsam gepflanzt haben.“

Auf der Veranstaltung kamen auch Aktive der Städtepartnerschaft zur Wort, wie Antonia Gemma Green. Sie ist Schülerin am Cowley International College St. Helens, eine von insgesamt sechs englischen Partnerschulen. Schülerinnen und Schüler des College gestalteten in einem Kunstwettbewerb Flaggen, die die Partnerschaft der beiden Städte symbolisieren. Antonia Gemma Green gestaltete mit bekannten Bauwerken der Städte – dem Stuttgarter Schlossplatzspringbrunnen und dem Rathausturm von St. Helens – den Siegerentwurf. Der Chor des Cowley International College begleitete den Abend musikalisch.

Die englische Delegation besucht Stuttgart vom 13. bis 15. Dezember. Sie tauscht sich mit Aktiven der Städtepartnerschaft aus, besucht die Sonderausstellung Manfred Rommel im StadtPalais sowie eine Stuttgarter Partnerschule und spricht mit Experten der Verwaltung über aktuelle Stadtentwicklungsprojekte. Bereits am Freitagvormittag, 14. Dezember, hat die Delegation einen Stadtbahnwagen der Stuttgarter Straßenbahnen mit dem Namen und Wappen von St. Helens getauft.

Jubiläumsjahr 2018
Neben St. Helens pflegt Stuttgart Partnerschaften zu neun weiteren Städten. Dieses Jahr standen gleich drei runde Geburtstage an – St. Helens (70 Jahre), Mumbai (50 Jahre) und Lodz (30 Jahre) – das macht 2018 zum Jahr der Partnerstädte. Mehr über die Städtepartnerschaften und die Aktionen im Jubiläumsjahr unter: www.stuttgart.de/staedtepartnerschaftsjahr2018 und zur Partnerschaft mit St. Helens in der Jubiläumsbroschüre: https://www.stuttgart.de/img/mdb/publ/31377/136081.pdf.


Neues Garagentor? Das ist beim Kauf zu beachten

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Sie sind obligatorisch und unterscheiden sich für Laien kaum voneinander. Doch darf es nach vielen Jahren ein neues Garagentor sein, stehen Hausbesitzer vor einem immensen Überangebot. Dabei sind die Anforderungen an das neue Modell überschaubar: Es soll einfach zu bedienen sein, farblich und optisch zu Haus oder Garage passen und möglichst wenig Platz verbrauchen. Wir haben uns angesehen, welche Facetten Sie beim Kauf eines neuen Tores beachten sollten!

Welches Tor darf es sein?
Tor ist nicht gleich Tor. Das bemerken Käufer spätestens, wenn sie vor einem Rolltor stehen und die Eigenschaften mit einem Schwing-, Sektional- oder ASSA ABLOY Industrietor vergleichen. Der Platz vor und in der Garage grenzt die Auswahl ein. Steht nur eine geringe Fläche zur Verfügung, empfiehlt sich ein schickes Sektionaltor. Bei einem größeren Grundstück spricht nichts gegen ein modernes Schwingtor, das beim Öffnen nach vorn kippt.

Sicherheit geht vor
Eine wachsende Familie kann schnell zum Grund werden, über ein neues Garagentor nachzudenken. Denn während sich Erwachsene problemlos auf das Modell einstellen, kann es bei Kindern passieren, dass sie ihre Finger einklemmen oder ihnen das Tor bei einem ungebremsten Absturz auf den Kopf fällt. Zeitgemäße Sicherheitsaspekte verfügen über Mehrfachfedersysteme und einen spezifischen Fingerklemmschutz. Zudem besitzen elektrisch betriebene Tore manuelle Notentriegelungen, die Abhilfe bei einem Stromausfall schaffen.

Schutz gegen Einbrüche
Garagen sind ein Paradies für Tüftler und leidenschaftliche Handwerker. Doch während Einbrecher nur wenig Verwendung für die große Sammlung an Schrauben und Muttern haben, könnte der neue Familienwagen oder das teure Motorrad umso reizvoller sein. Eine Außenleuchte stellt einen optimalen Start dar. Doch Sie sollten auch daran denken, den Verbrechern so viel Widerstand wie möglich entgegenzusetzen. Dies geschieht etwa mit einem elektrischen Antrieb, der sich nicht ohne große Kraftanstrengung aufhebeln lässt.

Lassen Sie den Fachmann ran
Ist das Garagentor kaputt, muss der Umbau möglichst zügig über die Bühne gehen. Scheuen Sie sich nicht, einen Experten zu kontaktieren, um potentielle Folgeschäden zu vermeiden. Schließlich besitzen Tore eine Garantie. Der positive Effekt, wenn Sie einen Fachmann mit der Montage beauftragen: Das alte Tor wird umweltgerecht entsorgt!

Auch die Optik entscheidet
Beim Kauf des Garagentors ist weibliche Intuition gefragt. Denn während es funktional und effektiv sein muss, ist die passende Optik ein wichtiges Kriterium. Eher klassisch, modern oder rustikal? Wenn Sie ein Garagentor kaufen, sollte es mit Ihrem Haus oder Nebentüren in Einklang stehen. Die Fantasie kennt keine Grenzen – die Anpassung selbst geht in der Regel mit einem überschaubaren Preisaufschlag einher. Eine maßgeschneiderte und an den eigenen Geschmack angepasste Garage beruht neben Sicherheitsvorkehrungen und Nachhaltigkeit auf Harmonie. Immerhin sollen Sie sich über Jahre hinweg wohlfühlen!


Zwei Stuttgarter gewinnen den German Songwriting Award

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Bei den German Songwriting Awards in Berlin gewinnen mit Clou Simon und René Müller gleich zwei Stuttgarter die Trophäe

Berlin.| In zehn Kategorien wurde bei den dritten German Songwriting Awards der beste Song gesucht. Gleich zwei Stuttgarter belegten in unterschiedlichen Kategorien den 1. Platz. Clou Simon in der Kategorie „Musik für Kinder“ und René Müller in der Kategorie „Singer/Songwriter“. Die Preisverleihung fand am Dienstagabend im Berliner nhow Hotel statt, einen Tag nach der europaweit größten Songwritermesse SongsCon, die ebenfalls im nhow Hotel stattfand.

Clou Simon gewann schon in diesem Jahr den Preis „Bestes ausländisches Musikvideo“ bei den Art.Tele.Disc in Stuttgarts Partnerstadt Lodz mit der Stuttgarter Sängerin Pauline und dem Lied „Stuttgart singt“. Während Clou Simon lieber hinter den Kulissen bleibt und sich aufs Komponieren konzentriert, tritt René Müller auch selbst als Sänger und Songwriter auf und begleitet sich am Klavier oder auf der Gitarre.


Mehr Haushalte in Stuttgart setzen auf Entlastung

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Die gute wirtschaftliche Konjunktur sorgt in diesen Tagen für einen florierenden Arbeitsmarkt. Mit dieser Beschäftigung scheint jedoch der berufliche Druck zu wachsen, dem sich die Stuttgarterinnen und Stuttgarter ausgesetzt sehen. So werden immer mehr Pflichten des Haushalts in den Hintergrund gedrängt. Doch wann ist tatsächlich Unterstützung notwendig?

Kita und Kindergarten
Bereits bei der Betreuung der Kinder beginnt die Unterstützung, wie sie sich in Stuttgarter Haushalten beobachten lässt. In allen Stadtteilen wurde in den vergangenen Jahren für den Ausbau der verfügbaren Plätze gesorgt. Doch selbst diese Bemühungen scheinen bislang noch nicht auszureichen, um den Bedarf zu decken. Zu stark stieg der Anteil der Eltern, die sich schon in den ersten Lebensjahren ihres Kindes eine Betreuung wünschen. Auch hinter diesem Interesse verbergen sich berufliche Verpflichtungen, denen in der Elternzeit weiter nachgegangen werden soll. Die ansonsten drohenden finanziellen Einbußen, sowie der Knick in der Karriere, der zumeist auf weiblicher Seite entsteht, sprechen ebenfalls für dieses Vorgehen.

Die Reinigung
Eine lange Arbeitszeit entfällt auch auf die Reinigung der eigenen vier Wände. Vor allem der regelmäßige Großputz, der einst als eine so wichtige schwäbische Tradition gewertet wurde, nimmt viel Zeit in Anspruch. Generell können sich deshalb in Deutschland 48 Prozent der Haushalte vorstellen, eine professionelle Reinigungskraft zu beauftragen. Eine professionelle und seriöse Gebäudereinigung ist etwa in Tuttlingen zu finden. 

Dennoch zeigen sich viele Haushalte gerade bei dieser Frage mehr als zögerlich. Nach einer groß angelegten Forsa-Studie aus dem Jahr 2016 beschäftigen aktuell nur 4,4 Millionen Haushalte in Deutschland eine Unterstützung für die Reinigung ihrer Wohnung. Dies steht vor allem dem großen Zuspruch entgegen, der generell entdeckt werden konnte. Bei anhaltend starker Konjunktur wäre die Grundlage bereitet, um hier einen weiteren Ausbau vorantreiben.

Große Unterstützung bei der Pflege
Der wohl größte Anteil der Unterstützung der Stuttgarter Haushalte entfällt aktuell auf den Bereich der Pflege. Dies liegt einerseits an der demographischen Situation, die sich auch in Stuttgart nicht kaschieren lässt. Der wachsende Anteil von Senioren in der Stadtbevölkerung ließ den Anspruch auf Pflege in den vergangenen Jahren stark wachsen. Dabei sind nur wenige Angehörige dazu bereit, die körperlich und mental sehr anstrengende Aufgabe selbst zu übernehmen. So können die lokalen Pflegedienste und Pflegeheime als eine ganz und gar essentielle Unterstützung angesehen werden, wie sie in der Landeshauptstadt nicht zu ersetzen wäre. Auch in diesem sozialen Bereich kann für Stuttgart ein klares Defizit festgestellt werden. Vor allem in Anbetracht des wachsenden Bedarfs in der Pflege, der für die nächsten Jahre prognostiziert wird, kann es besonders wichtig sein, hier frühzeitig die Weichen für den flächendeckenden Ausbau des Angebots und dessen leichte Erreichbarkeit für die Menschen in der Stadt zu stellen. 

Bereits in dieser Betrachtung treten verschiedene Bereiche in den Vordergrund, in denen Privathaushalte auf die professionelle Unterstützung von Firmen und Organisationen angewiesen sind. Wer sich dazu entscheidet, auf diese Weise die eigenen zeitlichen Ressourcen zu erweitern, ist mit diesem Schritt noch weit von der typischen Effizienzsteigerung des Haushalts entfernt, wie sie gerne Besserverdienern zugeschrieben wird. Zunächst kann hier von einer logischen Entscheidung gesprochen werden, wie sie beiden Seiten zugute kommen kann.


Nach Schüssen in Straßburg: Betroffenheit in Stuttgart

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Stuttgart.| Bei einer Schießerei in Stuttgarts Partnerstadt Straßburg sind Medienberichten zufolge drei Menschen getötet und mehr als zehn weitere verletzt worden. Oberbürgermeister Fritz Kuhn erklärte am Mittwoch, 12. Dezember: „Wir sind tief betroffen von den Nachrichten, die uns aus unserer Partnerstadt erreichen. Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer, wir wünschen den Verletzten schnelle und umfassende Genesung.“ Die Schießerei ereignete sich am Abend des 11. Dezember.

Der OB weiter: „Unserer engen Partnerschaft verdanken wir bedeutende Verbindungen zwischen den Menschen in beiden Städten – über Schüleraustausche, Bürgerbegegnungen, Kultur- und Sportprojekte entstand eine enge Freundschaft mit dieser weltoffenen europäischen Metropole. Im Namen der Stuttgarterinnen und Stuttgarter habe ich Oberbürgermeister Roland Ries unser Mitgefühl ausgedrückt.“


Markus Müller leitet Kreissparkasse in Echterdingen

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Esslingen.| Markus Müller hat Anfang Dezember die Leitung der Kreissparkassenfiliale in Echterdingen übernommen. Er löst Christian Hartmann ab, der sich nun voll und ganz auf die Funktion des Regionaldirektors Privatkunden Filder konzentrieren wird.

Müller ist als Sparkassenbetriebswirt (SBW) für diese Aufgabe fachlich bestens gerüstet. Praxiserfahrung sammelte er während seiner siebenjährigen Tätigkeit als Finanzberater und stellvertretender Filialleiter der Filiale Weilheim.

Der Dreißigjährige freut sich auf die neue Herausforderung auf den Fildern und die Zusammenarbeit mit seinem fünfköpfigen Team.