Erster autofreier Sonntag

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OB Kuhn und in.Stuttgart-Geschäftsführer Kroll stellen Aktionstag „Theo – autofrei“ und Programm vor

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart veranstaltet am 22. September 2019 von 11 bis 18 Uhr den ersten autofreien Sonntag in der Stadt. Das große, bunte Straßenfest auf der Theodor-Heuss-Straße zwischen der Fritz-Elsas-Straße und der Kronenstraße trägt den Titel „Theo – autofrei“.

Bei der Vorstellung des Aktionstags und des Programms sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn am Dienstag, 17. September: „Die Themen nachhaltige Mobilität, Lebensqualität, Gesundheit und Klimaschutz nehmen gerade auch in unserer Stadt eine immer wichtigere Rolle ein. Genau dafür setzen wir mit dem autofreien Sonntag ein Zeichen. Wir wollen zeigen, was im Stadtraum ohne Autoverkehr alles möglich ist. Information gepaart mit Unterhaltung: Es lohnt sich, die Theo auch mal autofrei zu erleben.“

Rund 30 Partner beteiligen sich an „Theo – autofrei“. Darunter sind: Blinden- und Sehbehindertenverband Baden-Württemberg, BUND Kreisverband Stuttgart, Bürgerstiftung Stuttgart, Deutsche Umwelt-Aktion, DRK Kreisverband Stuttgart, FUSS e.V. Stuttgart, Sportkreis Stuttgart, Motor Presse Stuttgart, MTV Stuttgart, Polizeipräsidium Stuttgart, RadKULTUR, RegioRADStuttgart DB, SSB, Stadtwerke Stuttgart, Stuttgarter Jugendhaus gGmbH, VCD Kreisverband Stuttgart, VVS sowie verschiedene Ämter der Stadtverwaltung.

Die Akteure werden entlang der Theodor-Heuss-Straße ihre Informationsstände aufbauen und ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm anbieten. So gibt es zum Beispiel Test- und Hindernisstrecken für Inline-Skater, Lastenradfahrer oder Fahrradfahrer, eine Kinder-Mal-Aktion auf einem VVS-Bus, eine solarbetriebene Kleinküche, in der Maultaschen klimaneutral zubereitet werden, einen Bungee Run und einen Soccer-Court, einen Fahrrad-Check, ein Spielmobil und weitere Bewegungsmöglichkeiten für Kinder, eine Testfahrt mit Liegehandbikes, einen „Walk of Fame“ mit rotem Teppich und Foto-Session, Kinderschminken sowie vieles mehr.

Die beiden Medienpartner „Die Neue 107.7“ und das „Pop-Büro Region Stuttgart“ sorgen auf zwei Bühnen für Stimmung. Beim Programm wirken mit: Gauthier Dance, die Band Ben Jakob, Slamer Moritz Konrad, die Band Steamy Bahir, Slamerin Marina

Sigl, die Band Woodsman sowie Slamer Nikita Gorbunov. Auch das Staatstheater Stuttgart wird vertreten sein. Gastronomie gibt es ebenfalls – und viel Platz zum Flanieren und Picknicken. Die Eröffnung des Events übernimmt Oberbürgermeister Fritz Kuhn.

Der OB sagte am Dienstag: „Ich lade alle ein, am Sonntag herzukommen, das Programm zu genießen und sich zu informieren, welche Möglichkeiten wir im nichtautomobilen Verkehr haben. Denn ich nehme wahr: Viele Bürgerinnen und Bürger akzeptieren nicht mehr, dass die Straße allein den Autos gehört.“

Organisiert wird „Theo – autofrei“ von der Stadt in Zusammenarbeit mit der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, einem Tochterunternehmen der Landeshauptstadt Stuttgart. Andreas Kroll, Geschäftsführer der in.Stuttgart, erklärte: „Es ist für uns ein spannendes, neues Projekt in der Innenstadt. ,Theo – autofrei‘ weckt Erinnerungen an die autofreien Sonntage Anfang der 1970er Jahre. Die meisten haben die Tage damals als Wander- und Familientag genutzt und ausgedehnte Spaziergänge und Radtouren auf leeren Landstraßen und Autobahnen gemacht. So ein ausgelassenes Miteinander wünsche ich mir auch für die Theo.“

Es ist angedacht, den autofreien Sonntag in den kommenden Jahren fortzuführen und räumlich auszudehnen. Oberbürgermeister Fritz Kuhn dazu: ,Theo – autofrei‘ ist ein Einstieg. Ich kann mir vorstellen, dass wir die Zone am autofreien Tag im kommenden Jahr ausweiten. Das muss mit dem Gemeinderat besprochen werden.“

Mit dem ÖPNV am 22. September kostenlos und bequem in der Stadt unterwegs
Die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs im gesamten Stadtgebiet Stuttgart (Tarifzone 1 des VVS) wird am 22. September 2019 kostenfrei sein. Dementsprechend bezahlen die Fahrgäste in diesem Bereich nichts für die Fahrt in der S-Bahn, der Stadtbahn, im Bus, in der Zacke oder in der Standseilbahn. Das hatte der Gemeinderat so beschlossen.

Für Besucherinnen und Besucher, die von außerhalb Stuttgarts mit dem ÖPNV anreisen, heißt das, dass sie einfach eine Zone weniger lösen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Tickets für eine Zone weniger als üblich nicht in den Verkaufskanälen (VVS-App, Automaten etc.) über die Verbindungsauskunft von A nach B gekauft werden können: Wer sein Ticket am DB-Automaten lösen möchte, muss auf dem Startbildschirm zunächst auf das Feld „Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart“ klicken und anschließend über „Zonendirektwahl“ die gewünschten Zonen und Tickets auswählen. Im Bus lässt man sich vom Busfahrer ein entsprechendes Ticket geben. Wer sein Ticket über die VVS-App kauft, klickt in der Menüauswahl einfach auf „Tickets“ und „Ticket kaufen“. Dort sucht man seine Ticketart aus und die Anzahl der gewünschten Zonen.

Damit die Fahrgäste bequem unterwegs sind, werden auf den Stadtbahnlinien U6, U7 und U12 den ganzen Tag über Doppelzüge eingesetzt. Die S-Bahnen der Linien S4, S5 und S6 sind bereits ab 5 Uhr als Vollzüge unterwegs.

Hintergrund zum autofreien Sonntag
Der Aktionstag „Theo – autofrei“ geht auf einen Beschluss des Gemeinderats zurück. Das Konzept, bewusst einen Tag auf den Gebrauch des Autos zu verzichten, wird bereits seit dem Ende der 1980er Jahre in vielen Städten und Gemeinden weltweit in unterschiedlichen Formen umgesetzt. Ziele von autofreien Tagen können unter anderem sein, die Luftverschmutzung (etwa durch Schadstoffe wie Kohlendioxid, Stickstoffdioxid und Feinstaub) zu reduzieren, Lärm zu verringern, die Zahl der Unfälle zu minimieren oder den positiven Einfluss auf die Gesundheit hervorzuheben. Auch die Förderung von alternativen Mobilitätsformen wie Bus, Bahn, Fahrrad und Fußverkehr sowie von attraktiven und lebendigen Stadtquartieren können einen autofreien Tag begründen.

Der autofreie Sonntag „Theo – autofrei“ findet im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) statt. Die EMW ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Jedes Jahr, immer vom 16. bis 22. September, werden bei der EMW innovative Verkehrslösungen ausprobiert oder mit kreativen Ideen für eine nachhaltige Mobilität in den Kommunen geworben. Infos unter www.mobilitaetswoche.eu.

Aktionstag Elektromobilität geht in die dritte Runde
Parallel zu „Theo – autofrei“ findet am 22. September auf dem Markt- und Karlsplatz der dritte Aktionstag Elektromobilität (AtEm) statt. Verschiedene Aussteller präsentieren von 11 bis 18 Uhr die neuesten Angebote und Services in den Bereichen E-Fahrzeuge, Car-Sharing, Roller-Sharing, Pedelecs und ÖPNV. Mehr Infos gibt es unter www.region-stuttgart.de/atem.


SOFIA zu Gast in Stuttgart – Erster Wissenschaftsflug über Europa

Stuttgart.| Am 16. September 2019 um voraussichtlich 4:14 Uhr wird die fliegende Sternwarte SOFIA (Stratosphären Observatorium Für Infrarot-Astronomie) – ein Gemeinschaftsprojekt der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) – auf dem Flughafen Stuttgart landen. Von dort aus wird SOFIA am 18. September um 19:40 Uhr zu ihrem ersten Wissenschaftsflug über Europa abheben und dabei gleich zwölf Länder überqueren. Der Vorteil: Während ihrer Europa-Mission fliegt SOFIA deutlich nördlicher als bei einem Start von ihrer südkalifornischen Heimatbasis in Palmdale. Je näher an den Polen die Infrarotsternwarte fliegt, desto weniger Wasserdampf ist in der Atmosphäre über ihr vorhanden – und desto besser sind die Beobachtungsbedingungen.

“Es ist etwas ganz Besonderes, dass die fliegende Sternwarte SOFIA von Stuttgart aus zu ihrem ersten europäischen Wissenschaftsflug antreten wird. Spannende Beobachtungen erwarten die Forscher auf dieser knapp zehnstündigen Forschungsreise”, freut sich die Vorstandsvorsitzende des DLR, Prof. Pascale Ehrenfreund. “Die Wissenschaftler an Bord des Flugzeuges erkunden die Umgebung von Schwarzen Löchern und gehen der Frage nach, ob Dunkle Energie unser Universum wirklich immer schneller auseinandertreibt.”

Sternentstehung auf der Spur
Vor 50 Jahren betraten nicht nur die ersten Menschen den Mond. 1969 fanden Wissenschaftler der NASA auch – eher zufällig – eine ganz besondere Galaxie. Im Sternbild Großer Bär liegt Markarian 231 (Mrk 231), die rund 600 Millionen Lichtjahre von unserer Erde entfernt ist. Damit ist sie zirka 300-mal weiter entfernt als die Andromeda-Galaxie, die unserer Milchstraße am nächsten liegt. Trotzdem ist Mrk 231 einer der Erde am nächsten gelegenen, extrem hellen aktiven Galaxienkerne (Active Galactic Nucleus, AGN). Seine Leuchtkraft im Infrarot-Bereich macht Mrk 231 zu einer der hellsten und bekanntesten ultraluminösen Infrarot-Galaxien. Um ihr Zentrum kreisen gleich zwei Schwarze Löcher. Eines davon ist mit vier Millionen Sonnenmassen eher klein, das andere mit 150 Millionen Sonnenmassen schon deutlich größer. Für die Umgebung dieser Schwarzen Löcher interessieren sich die Forscher auf dem ersten europäischen SOFIA-Wissenschaftsflug. Denn um sie herum versammelt sich eine Masse aus Gas und Staub – der Staubtorus.

Diese Donut-förmige Region befindet sich in jedem aktiven Galaxienkern. Unklar ist aber, welche Rolle sie in der Erzeugung von Radiojets spielen. Diese zwei senkrechten Plasmastrahlen werden von Schwarzen Löchern im Zentrum des aktiven Galaxienkerns gebildet, indem sie Plasma mit Lichtgeschwindigkeit ins All ausblasen. Doch nicht jeder aktive Galaxienkern hat auch diese Radiojets. Das zeigen radioastronomische Beobachtungen. Vorausgegangene Studien mit SOFIA weisen darauf hin, dass das Magnetfeld in diesem staubhaltigen Torus helfen könnte, diese Radiojets auszulösen. Lässt sich die Entstehung der Jets aber tatsächlich auf die Präsenz – beziehungsweise das Ausbleiben – eines Magnetfelds zurückführen? Eine wichtige Frage, auf die Astronomen bislang keine Antwort gefunden haben.

Da nur das Ferninfrarot-Instrument HAWC+ (High-resolution Airborne Wide-band Camera) auf SOFIA Magnetfelder in diesem Wellenlängenbereich vermessen kann, möchten die SOFIA-Forscher den Zusammenhang zwischen diesen Feldern und den Radiojets entschlüsseln. Begonnen haben sie mit ihren Beobachtungen zum aktiven Galaxienkern von Cygnus A während eines Fluges über Südkalifornien im Jahr 2018.

“Die erste Europa-Mission von SOFIA soll diese Forschung nun fortsetzen, um dieses astronomische Rätsel um die Radiojets endlich zu lösen”, sagte Dr. Alessandra Roy, deutsche SOFIA-Projektwissenschaftlerin im DLR Raumfahrtmanagement, welches die fliegende Sternwarte gemeinsam mit der NASA betreibt.

Beschleunigte Ausdehnung des Universums oder einfach nur Staub vor der Linse?
Unser Universum dehnt sich seit dem Urknall kontinuierlich aus. Diese Entdeckung wurde 1920 von Edwin Hubble gemacht. Doch dann kamen Ende der 1980er-Jahre die nobelpreisgekrönten Astrophysiker Saul Perlmutter, Adam Riess und Brian Schmidt. Sie beobachteten Supernovae vom Typ 1a. Diese Sternenexplosionen als sogenannte kosmische Leuchttürme sind weit sichtbar und immer gleich hell. Damit lassen sich die Entfernungen dieser Sternenexplosionen klar bestimmen: Je heller diese Supernovae Typ 1a erscheinen, desto näher sind sie uns. Bestimmt man nun die Helligkeiten vieler Supernovae, kann man ermitteln, ob sich die Ausdehnung des Universums beschleunigt. Das Ergebnis war überraschend: Die beobachteten Sternenexplosionen waren blasser als erwartet.

Damit war für die drei Forscher klar: Das Universum nimmt Fahrt auf und wird mit wachsender Geschwindigkeit von einem rätselhaften, unbekannten Beschleuniger namens Dunkler Energie immer weiter auseinandergetrieben. Doch ist das wirklich so? Liegt die Abnahme der Helligkeit wirklich an einem schnelleren Auseinanderdriften des Universums? Oder hatten die Teleskope vielleicht einfach Staub vor der Linse, der die Helligkeit der Aufnahmen verblassen ließ?

“Genau diesen Fragen gehen Forscher aus Austin, Texas, nach, indem sie mit dem Instrument HAWC+ auf SOFIA den Staub in den Heimatgalaxien einer Supernovae Typ 1a beobachten. Dafür messen sie den Staubanteil in der Region um die Sternenexplosion herum. Auch das Weltraumteleskop Euclid der europäischen Weltraumorganisation ESA, das im Jahr 2022 starten soll, wird sich auf die Suche nach Dunkler Energie begeben. Nach diesen Beobachtungen werden wir vielleicht genauer wissen, ob die Ausdehnung des Universums wirklich durch die Dunkle Energie beschleunigt”, erklärt Roy, die neben SOFIA auch an der Euclid-Mission beteiligt ist.

Europas Nachthimmel – ein Hort voller kosmischer Geheimnisse
Insgesamt hat SOFIA für diesen zehnstündigen Flug noch weitere wissenschaftliche Beobachtungen vorgesehen. So nehmen die Astronomen vom Smithsonian Astrophysical Observatory in Cambridge (USA) auch die Region Serpens South im Sternbild Schlange vom Himmel über Frankreich aus ins Visier – eine Formation extrem junger Sterne. Bei diesen drei bis vier Millionen Jahre jungen Sternen können die Forscher Sternenentstehung fast von ihrem Beginn an verfolgen und mehr über diesen Prozess herausfinden. Die nächste Beobachtung konzentriert sich auf die Sternenformation L 1495 im sogenannten Taurus Filament. Die Forscher der Universität Berkeley (USA) wollen dabei herausfinden, welche Rolle die Dynamik von Magnetfeldern auf den Formungsprozess von Filamentwolken hat.

“Das wird die längste Einzelbeobachtung von SOFIA auf Ihrem ersten Flug in Europa sein, welche südlich der schwedischen Küste in der Ostsee beginnt und über Polen, Tschechien, Österreich, Slowenien, Kroatien, der Adria, Italien bis kurz vor Sizilien führt”, zeigt Clemens Plank, Projektingenieur für SOFIA beim DLR Raumfahrtmanagement, am Flugplan, welcher vorab mit allen europäischen Luftverkehrsbehörden abzustimmen war.

Nachwuchs mit an Bord
Auf dieser spannenden Forschungsreise werden nicht nur Wissenschaftler mit an Bord sein. Ein Team der „Sendung mit der Maus“ wird in einer Spezialausgabe „Teleskope und die Infrarotastronomie“ dem Mauspublikum Einblicke in den Forschungsflug von SOFIA geben. Außerdem wird ein Preisträger des Forschernachwuchswettbewerbes „Jugend forscht“ bei der Europa-Prämiere von SOFIA mitfliegen dürfen.


Brummis im Blick

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  • Bundesweiter Aktionstag für mehr Verkehrssicherheit
  • Kontrollschwerpunkt gewerblicher Güter- und Personenverkehr Bilanz des Polizeipräsidiums Ludwigsburg

Ludwigsburg.| Das Motto “Brummis im Blick” stand am Donnerstag (12.09.19) zwischen 06.00 Uhr und 24.00 Uhr auf der Agenda des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. Im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion “sicher.mobil.leben” wurden länderübergreifende Kontrollmaßnahmen durchgeführt, die den gewerblichen Güter- und Personenverkehr als Schwerpunkt innehatten.

In den beiden Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg führten insgesamt 147 Polizeibeamte der Verkehrspolizeidirektion und der zehn Polizeireviere unterstützt durch Kräfte des Polizeipräsidiums Einsatz 33 Kontrollaktionen durch. Die Beamten überprüften 499 Fahrzeuge. Dabei handelte es sich um 181 Kleintransporter, 162 LKW über 3,5 Tonnen, 155 über 12 Tonnen und 1 Bus.

In 45 Fällen kam es zu einer Kontrolle, da die Fahrzeuglenker von ihrer fahrerischen Tätigkeit abgelenkt waren. Sie telefonierten beispielsweise mit dem Handy oder waren während der Fahrt anderweitig beschäftigt. 29 Fahrer müssen mit einer Anzeige wegen zu geringen Abstands zum Vordermann rechnen. 14 Lenker werden sich wegen Geschwindigkeitsverstößen verantworten müssen. 12 Fahrzeuge wiesen technische Mängel auf. Bei 11 Brummis stellten die Kontrollbeamten fest, dass die Ladung nicht fachgerecht gesichert war. Darüber hinaus registrierten die eingesetzten Polizeibeamten 7 Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten.


Chancen der Immobilienverrentung sinnvoll nutzen

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Mit Rentenbeginn ändert sich bei Senioren das Haushaltseinkommen. Während die verfügbaren Mittel sinken, bleiben die Lebenshaltungskosten meist gleich. Auch Erspartes wirft aufgrund der Niedrigzinsen oft keine Erträge mehr ab. Es droht ein Kapitalverzehr, weil die Haushaltskasse durch einen Griff in die Reserven aufgebessert werden muss. Gleichzeitig steigt der Wert der eigenen Immobilie – jedoch nur auf dem Papier. Welche Chancen bietet in dieser Situation eine Immobilienverrentung? Die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI), das Maklerunternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe, hat dies untersucht.

„Die Bedeutung der Immobilienverrentung wird mit Blick auf die Rentenlücke der Babyboomer in naher Zukunft steigen“, sagt Jochen Dörner, Sprecher der Geschäftsführung der Wüstenrot Immobilien GmbH. Im Grunde ist darunter ein Grundstücksgeschäft zu verstehen: Senioren als Eigentümer verkaufen ihr Wohnhaus oder ihre Eigentumswohnung an einen Investor, der ihnen im Gegenzug ein im Grundbuch an erster Rangstelle abgesichertes unentgeltliches Wohnrecht einräumt. Bei der rechtlichen Ausgestaltung unterscheidet man – bei jeweils lebenslangem Wohnrecht – zwischen der Leibrente und einer Zeitrente, bei der die Rentenzahlung befristet ist. Möglich ist auch der Nießbrauch, bei dem Senioren wirtschaftliche Eigentümer bleiben und daher sämtliche Nutzungen und Lasten zu tragen haben.

Leistungen, die durch den Erwerber aufgebracht werden und von denen der bisherige Eigentümer je nach Ausgestaltung des Vertrags profitieren kann, sind die Zahlung einer monatlichen Rente, einer Instandhaltungsverpflichtung sowie die Übernahme sämtlicher Erwerbsnebenkosten. Optional werden auch einmalige Sonderzahlungen vereinbart, die dann zum Beispiel für die Tilgung kleinerer Restschulden der bisherigen Eigentümer oder auch für Konsumwünsche wie Reisen verwendet werden können.

Berechnung der Immobilienverrentung
Kalkulationsbestandteile des Investors sind zukünftige Marktpreis- und Standortrisiken, regulatorische Vorgaben wie beispielsweise neue Gebäudeanforderungen im Zusammenhang mit Klimazielen, Renten- und/oder Einmalzahlungen, Instandhaltungskosten und -risiken, Erwerbsnebenkosten und natürlich die Laufzeit.

Insbesondere die Rentenhöhe ist von der Vertragslaufzeit abhängig. Als Faustregel gilt: Je kürzer die Laufzeit, desto höher die Rente und umgekehrt. Für den angenommenen Todesfall werden dabei Sterbetafeln beispielsweise des Statistischen Bundesamtes herangezogen. Ein wichtiger Punkt einer vertraglichen Vereinbarung ist außerdem, dass nicht verbrauchtes Rentenguthaben bei vorzeitigem Umzug, zum Beispiel in ein Alten- oder Pflegeheim, vom Senior mitgenommen werden kann. Bei vorzeitigem Todesfall sollte es an die Erben ausgezahlt werden.

Am Markt agieren unterschiedliche Investoren
Unterschieden werden kirchliche Institutionen und Kapitalgesellschaften – sogenannte institutionelle Investoren. Sie verfügen über eine Organisation, die sich während der gesamten Vertragsdauer um die Einhaltung der Vertragspflichten mit geschultem Fachpersonal kümmert, beispielsweise um die ordnungsgemäße Instandhaltung des erworbenen Gebäudes und die Finanzierung. Auch private Investoren – deren Qualifikation stark differieren kann – sind inzwischen im Markt der Immobilienverrentung aktiv; ebenso agieren hier reine Vermittler, deren Mitwirkung nach der Abwicklung der Eigentumsübertragung beendet ist.

Erstklassige Bonität erforderlich
Investoren gehen bei der Immobilienverrentung langlaufende Zahlungs- und Leistungsverpflichtungen ein – Senioren sind im Gegenzug darauf angewiesen, dass diese störungsfrei erfüllt werden. Da es sich bei einem solchen Geschäft um lange gebundenes Kapital handelt, dem keinerlei Erträge gegenüberstehen, sind die Vermögenslage und Kapitalstärke des Investors von herausragender Bedeutung. Sie entscheiden über seine Bonität.

Die Wüstenrot Immobilien GmbH kooperiert mit der kirchlich gemeinnützigen, mittlerweile 150 Jahre alten Stiftung Liebenau, um ihren Kunden in diesem Bereich die bestmögliche Perspektive zu bieten. Nur solche Immobilienmakler der WI beraten Senioren zur Immobilienverrentung, die zuvor eine Schulung mit einem zertifizierten Abschluss als Fachmakler Immobilien für Erbschaftsimmobilien EBZ (Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft) absolviert haben. Sie ermitteln den Marktwert eines Objekts, klären den genauen Kundenbedarf, verdeutlichen die Prinzipien der Rentenberechnung und ermitteln danach die mögliche Rente. Interessenten werden zudem Alternativen wie ein normaler Immobilienverkauf und eine Investition in eine passende Ersatzimmobilie aufgezeigt. Die Makler der WI begleiten ihre Kunden bis zum Vertragsabschluss mit dem Investor.

Kunden-Erwartungen an eine hohe monatliche Rente setzen im Gegenzug einen hohen Marktwert des zu verkaufenden Wohneigentums voraus, vorzugsweise in regional stabilen Immobilienmärkten mit guten Zukunftsperspektiven. Eine Immobilienverrentung rechnet sich frühestens ab einem Objekt-Wert von 200.000 Euro, wenn der veräußernde Senior beim Einstieg in die Immobilienrente gleichzeitig mindestens 65 Jahre alt ist.


Parkverbot auf schmalen Straßen auch ohne Verbotsschild

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Ist eine Straße schmaler als 5,50 Meter, darf in der Regel auch gegenüber einer Grundstückseinfahrt nicht geparkt werden. Die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W), weist auf ein aktuelles Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes (3 C 7.17) hin, aus dem sich dieser Orientierungswert ergibt.

Ein Hauseigentümer wollte es nicht mehr hinnehmen, dass Fahrzeuge gegenüber der Einfahrt in seine Garage parkten, da er nur mit Mühe aus- und einfahren konnte. Er verlangte von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde, dass sie das seiner Meinung nach unzulässige Parken durch ein Parkverbotsschild verhindere. Da die Behörde dazu nicht bereit war, klagte er vor dem Verwaltungsgericht, kam aber damit in sämtlichen Instanzen nicht durch.

Laut dem Bundesverwaltungsgericht ist das Parken gegenüber von Grundstückseinfahrten auch ohne Verbotsschild untersagt, wenn die Straße schmaler als 5,50 Meter ist. Im entschiedenen Fall war jedoch die Anliegerstraße genau 5,50 Meter breit. Hinzu kam als weitere Rangierfläche ein Gehweg mit einer Breite von 1,15 Meter, der überfahren werden musste, um von der Garage auf die Straße zu gelangen. In einem Fahrversuch, den das Verwaltungsgericht in erster Instanz durchführen ließ, musste der Hauseigentümer mit seinem 4,92 Meter langen Fahrzeug dreimal rangieren, um aus der Garage herauszukommen. Dies sei zumutbar, sagte das Bundesverwaltungsgericht in der Urteilsbegründung. Dabei hob es auch darauf ab, dass es sich um eine übersichtliche Anliegerstraße mit wenig Verkehr handle, sodass mehrmaliges Rangieren gefahrlos möglich sei. Außerdem sei der Hauseigentümer für die bestehenden Erschwernisse mitverantwortlich, weil er eine abschüssige enge Zufahrt zur Garage gebaut habe, was nicht notwendig gewesen wäre.


Tunnelvortriebsmaschine „SUSE“ hat ihre Arbeit am Fildertunnel beendet

  • Rund 110 von 120 Kilometer Tunnel im Bahnprojekt Stuttgart–Ulm vorgetrieben
  • Feier am Portal des Tunnels in Stuttgart-Fasanenhof
  • Dr. Richard Lutz: „Bahnprojekt Stuttgart–Ulm leistet wichtigen Beitrag für eine starke Schiene als umweltfreundlicher Verkehrsträger der Zukunft“

Stuttgart.| Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH hat unter Beteiligung zahlreicher Ehrengäste das Ende des Maschinenvortriebs am Fildertunnel gefeiert. Die Feier fand am Portal des Fildertunnels in Stuttgart-Fasanenhof statt. Als Redner sprachen Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, Winfried Hermann, Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg, Herald Ruijters, Direktor „Investitionen, innovativer und nachhaltiger Verkehr“ bei der Europäischen Kommission, Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Karl-Heinz Strauss, Vorsitzender des Vorstands der Porr AG, und Tunnelpatin Tülay Schmid.

Mit dem Ende des Maschinenvortriebs beim Bau des Fildertunnels sind nun rund 110 von 120 Kilometer Tunnelröhren im Bahnprojekt Stuttgart–Ulm vorgetrieben.

„Deutschland braucht eine starke Schiene. Das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Es wird Millionen Menschen verbinden – in der Region, in Baden-Württemberg, in Deutschland und in ganz Europa. Der Fildertunnel als Scharnier zwischen Talkessel, Flughafen und Neubaustrecke ist ein wesentlicher Teil des Projekts. Ich danke allen Mineuren und Ingenieuren für ihre Arbeit am Tunnel. Hier haben Bau- und Ingenieurskunst Außerordentliches geschaffen“, sagte Dr. Richard Lutz.

„Mit dem Fildertunnel und der Neubaustrecke von Stuttgart nach Ulm wird der Regional- und Fernverkehr in Richtung Ulm aber auch nach Tübingen beschleunigt werden. Der Fildertunnel schafft zugleich auch eine neue schnelle Verbindung von der Innenstadt zum Flughafen und zur Landesmesse. Damit kann auch die S-Bahn wirksam entlastet werden“, sagte Winfried Hermann.

„Wir bringen die Europäer näher zueinander, denn vom neuen Bahnknoten werden nicht nur die Menschen in der Region profitieren, sondern auch Reisende zwischen Paris und München und darüber hinaus. Die größere Kapazität des Bahnknotens und die verkürzten Reisezeiten werden Hochgeschwindigkeitszüge als Alternative zum Luftverkehr stärken“, sagte Herald Ruijters in Vertretung von Violeta Bulc, Kommissarin für Verkehr der Europäischen Kommission.

„Dies ist ein wichtiger Tag auf dem Weg zur Fertigstellung des Bahnprojekts Stuttgart 21. Die Stadt hat großes Interesse daran, dass das Projekt zügig vorangeht, denn wir wollen auf den freiwerdenden Gleisflächen hinter dem Hauptbahnhof das neue Rosenstein-Quartier entstehen lassen. Hier wird man in Zukunft leben, arbeiten und Kultur genießen. Den Mineuren spreche ich ein großes Kompliment aus: Sie haben mit großer Verantwortung schwere Arbeit im Tunnel geleistet, damit machen Sie den Weg frei für ein neues Stadtviertel“, sagte Fritz Kuhn.

„Der Tunnelbau zählt zu einer der anspruchsvollsten Disziplinen in der Bautechnik und gleichzeitig zu unseren Kernkompetenzen. Mit dem Ende des Maschinenvortriebs markieren wir einen weiteren Meilenstein in der Realisierung des längsten Doppelröhren-Eisenbahntunnels Deutschlands. Wir freuen uns sehr, unsere technische Expertise und Lösungskompetenz für die Deutsche Bahn im Rahmen des ambitioniertesten Tunnelbauprojekts Mitteleuropas weiter unter Beweis zu stellen“, sagte Karl-Heinz Strauss.

„Den Tunnelbauern gratuliere ich herzlich zum letzten Durchschlag des Fildertunnels. Wie schwierig die Bedingungen für die Mineure trotz modernster Technik auch heute noch oft sind, verbirgt sich für die meisten Menschen – wortwörtlich – unter der Erde. Ich bin froh und stolz, dass „meine“ Mineure ihre Arbeit mit Können, Fleiß und Zusammenhalt so erfolgreich vorangetrieben haben und wünsche ihnen auch weiterhin Glück und Gesundheit“, sagte Tunnelpatin Tülay Schmid.

Nach ökumenischen Segensworten signierten die Ehrengäste den symbolischen letzten Tübbing des Fildertunnels.

Der Fildertunnel
Der Fildertunnel besteht aus zwei Röhren mit einer Länge von jeweils 9.468 Metern. Der Fildertunnel ist der längste Tunnel des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm und wird nach seiner Fertigstellung der drittlängste Eisenbahntunnel Deutschlands sein. In beiden Röhren wurden insgesamt rund 52.000 Tübbing genannte Betonfertigteile verbaut. Die beiden Röhren des Fildertunnels wurden zum großen Teil mit der Tunnelvortriebsmaschine „SUSE“ aufgefahren. Im Sommer 2018 wurde die rund 120 Meter lange Tunnelvortriebsmaschine unter Tage gewendet, um anschließend die vierte und letzte Schildfahrt zu beginnen. Mit Ende der vierten Schildfahrt ist der Maschinenvortrieb im Fildertunnel abgeschlossen.

Der Fildertunnel wurde 2011 gemeinsam mit der Zuführung nach Untertürkheim und Obertürkheim an eine Arbeitsgemeinschaft der Firmen Porr, G. Hinteregger & Söhne Baugesellschaft, ÖSTU-Stettin Hoch- und Tiefbau und Swietelsky Tunnelbau vergeben. Der Auftragswert für den Fildertunnel und die Zuführung nach Untertürkheim und Obertürkheim beträgt insgesamt rund 720 Millionen Euro. Der Beginn des Maschinenvortriebs im Fildertunnel war im Jahr 2014.

Stuttgart 21
Stuttgart 21 ist die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Das Gemeinschaftsprojekt wurde 2009 mit dem Finanzierungsvertrag von Bund, Land Baden-Württemberg, Landeshauptstadt Stuttgart, Verband Region Stuttgart, Flughafen Stuttgart GmbH und der Deutschen Bahn beschlossen. Gebaut werden vier neue Bahnhöfe, 57 Kilometer neue Schienenwege, die mit bis zu 250 km/h befahren werden, 59 Kilometer Tunnelröhren, 16 Tunnel und Durchlässe sowie 18 Brücken.

Dieser Abschnitt des Kernnetzkorridors Rhein-Donau ist ein wichtiges Verbindungsstück des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V). Das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm ist das größte Projekt in Deutschland, das vom EU-Verkehrsförderungsprogramm „Connecting Europe Facility“ unterstützt wird.

Stuttgart 21 trägt dazu bei, die Reisezeiten erheblich zu verkürzen, schließt den Flughafen an den Fern- und Regionalverkehr an und verlagert so Verkehr von der Straße auf die Schiene.


Max-Eyth-See: Sauerstoffwerte verbessern sich

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Stuttgart.| Die Sauerstoffwerte im Wasser des Max-Eyth-Sees haben sich verbessert. Der aktuelle Wert liegt bei 4,5 mg/l. Die Anstrengungen von Tiefbauamt, Technischem Hilfswerk und Württembergischem Anglerverein zeigen Wirkung. Das hat die Stadt am Freitag, 6. September, bekannt gegeben.

Seit Sonntag, 1. September, wird das Wasser mit Hilfe von bis zu 14 Pumpen im gesamten See umgewälzt. So kann der Sauerstoffgehalt des Wassers erhöht werden. Gleichzeitig hat das Tiefbauamt die Wasserzufuhr gesteigert und leitet mehr frisches Wasser in den See.

Regelmäßige Kontrollen und Stützmaßnahmen
Die Wasserqualität im Max-Eyth-See wird regelmäßig überprüft, in den heißen Perioden mehrmals in der Woche. Am Freitag, 30. August, lag der Sauerstoffgehalt bei 12-13 mg/l, am Samstag, 31. August, bei 8-9 mg/l. Am Sonntag, 1. September, nahmen die Werte stark ab und sanken unter 4 mg/l. Das Tiefbauamt hat sofort Maßnahmen ergriffen und den Einsatz von Pumpen eingeleitet.

Im Jahr 2018 konnte mit Hilfe von Pumpen der Sauerstoffgehalt des Seewassers stabilisiert werden. In diesem Jahr zeigte der Einsatz allerdings nicht die erhoffte Wirkung. Das massenhafte Sterben von Fischen und Wassertieren war nicht zu verhindern. Das Tiefbaumt entnimmt am Wochenende weitere Wasserproben. Sie sollen Auskunft geben über eine mögliche fortbestehende Belastung des Wassers.

Maßnahmen der Stadt um See in Gleichgewicht zu halten
Der Max-Eyth-See ist ein künstlich geschaffenes Gewässer. Er ist flach und besitzt keinen natürlichen Zufluss. Außerdem ist das Wasser besonders nährstoffreich. Das begünstigt das Algenwachstum. Mit diesen Voraussetzungen kann der See bei ungünstigen Witterungsverhältnissen aus dem Gleichgewicht geraten. Das bedeutet: Pflanzen und Tiere verzehren mehr Sauerstoff als vorhanden ist. Nachdem sich der See im Frühjahr sehr klar zeigte, konnten erwünschte Wasserpflanzen, wie das Krause Laichkraut, wachsen. Der große Bestand an Wasserpflanzen ist Ende August stark zurückgegangen. Ein Großteil der Pflanzen ist abgestorben, die Zersetzung führte zu einem erhöhten Sauerstoffverbrauch. Gleichzeitig konnten sich Algen ungehindert im See ausbreiten. Witterungsbedingt ist auch ein Großteil des Algenbestands abgestorben und führte zu einem weiteren Verbrauch von Sauerstoff.

Der Klimawandel mit wärmeren Temperaturen und geringeren Niederschlägen in den Sommermonaten verstärkt die Problematik bei allen stehenden Gewässern. In den letzten Jahren hat die Stadt daher Maßnahmen ergriffen, um die Wasserqualität im Max-Eyth-See zu verbessern. Da der See keine eigene Frischwasserzufuhr hat, wurde eine künstliche Quellwasserzufuhr geschaffen. Ebenso wurden neue Flachwasserzonen mit Wasserpflanzen geschaffen, um die natürliche Reinigungskraft des Gewässers zu stärken. Die Abtrennung vom Neckar 2016 war ein wichtiger Eingriff. Das Neckarwasser hat einen hohen Phosphatgehalt und ist damit sehr nährstoffreich. Dieses nährstoffreiche Wasser befördert in stehenden Gewässern u.a. das Algenwachstum. Dem Wasser des Max-Eyth-Sees wurde in der Vergangenheit das Phosphat entzogen. So wurde zuletzt 2016 mit Hilfe eines Fällmittels der Nährstoffgehalt deutlich reduziert.

Ausblick: Dauerhafte Lösungsansätze
Das Tiefbauamt arbeitet mit weiteren Fachämtern seit über einem Jahr an dauerhaften Lösungen, um Extremsituationen vorzubeugen. Geplant sind zum Beispiel eine stationäre Belüftungsanlage und Elektroanschlüsse für kurzzeitige Maßnahmen. Damit sollen Sauerstoffgehalt und Wasserqualität im normalen Bereich gehalten werden. Es wird auch weiterhin Quellwasser eingeleitet. Außerdem wird die Möglichkeit geprüft, nährstoffreiches Wasser ausleiten zu können. Diese Vorschläge sollen Ende des Jahres in den Ausschüssen präsentiert werden. Ziel ist es, Vorschläge und Maßnahmen schnellstmöglich umzusetzen.

Parallel will die Stadtverwaltung mit allen Beteiligten, insbesondere mit dem Württembergischen Anglerverein und der Stiftung Christoph Sonntag, zeitnah Gespräche führen, um sich über dauerhafte Lösungsmöglichkeiten auszutauschen.


Notariell beurkundetes Testament spart Ärger

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Ein Testament kann eigenhändig geschrieben oder von einem Notar beurkundet werden. Eigenhändige Testamente sind allerdings immer wieder Anlass zu Streitigkeiten, weil sie oft unklar formuliert sind. Deshalb empfiehlt die Wüstenrot Bausparkasse, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W), insbesondere bei vorhandenem Grundbesitz zu einem Notar zu gehen. Sie weist dabei auf einen vom Oberlandesgericht Braunschweig (1 W 42/17) kürzlich entschiedenen Fall hin.

Eine kinderlose Witwe hatte einer ihr vertrauten Frau eine Vorsorgevollmacht erteilt und wollte sie auch zur Alleinerbin einsetzen. Sie ließ von einem Notar einen entsprechenden Testamentsentwurf erstellen. Wenige Monate später starb sie, ohne dass die notarielle Beurkundung erfolgt war. Gleichwohl beantragte die Frau, die sich aufgrund der Vorsorgevollmacht um die Belange der Verstorbenen gekümmert hatte, beim Nachlassgericht einen Erbschein, der sie als Alleinerbin auswies. Sie legte dabei einen von der Verstorbenen geschriebenen und unterzeichneten Notizzettel vor. Dort hatte sie verfügt, dass die Person, die auf sie aufpasst und sie nicht ins Heim steckt, ihr Haus und alles, was sie hat, bekommen soll.

Das Nachlassgericht und – im Beschwerdeverfahren – das Oberlandesgericht Braunschweig wiesen den Erbscheinantrag zurück und sahen den Notizzettel aus verschiedenen Gründen nicht als wirksames Testament an. Zwar könne ein Testament eigenhändig auch auf einem Notizzettel geschrieben werden, wenn klar sei, dass es sich dabei nicht nur um einen Entwurf oder eine Absichtserklärung handle. Die Erbfolge müsse jedoch zumindest durch Auslegung eindeutig ermittelt werden können. Dies sei aber hier nicht der Fall. Es kamen nämlich nach der Überzeugung des Gerichts verschiedene  Personen in Betracht, die in der einen oder anderen Weise auf die Verstorbene „aufpassten“. Da somit kein wirksames Testament vorlag, erbten nach dem Gesetz entfernte Verwandte. Ergänzend weist Wüstenrot darauf hin, dass in aller Regel ein Erbschein und die damit verbundenen Gerichtskosten nicht notwendig seien, wenn die Erbfolge durch ein notarielles Testament nachgewiesen werden könne.


Neue Beschäftigte bei der Polizei

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Stuttgart.| Polizeipräsident Franz Lutz hat am Montag (02.09.2019) insgesamt 40 neue Beschäftigte beim Polizeipräsidium Stuttgart begrüßt. Auch der für den Bereich der Landeshauptstadt zuständige Polizeiseelsorger richtete ein Grußwort an die neuen Stuttgarter Polizistinnen und Polizisten.

32 junge Beamtinnen und Beamten sind nach erfolgreich absolvierter Ausbildung direkt von der Polizeischule nach Stuttgart versetzt worden. Sie leisteten heute in feierlichem Rahmen den Eid auf die Landesverfassung Baden-Württembergs. Acht bislang bei der Bundespolizei, dem Landesamt für Verfassungsschutz und bei den Polizeipräsidien Einsatz, Ludwigsburg und Heilbronn arbeitende Kollegen sind nun hier im Stadtgebiet auf Streife. Von den Neuen wird die Mehrzahl zukünftig ihren Dienst bei der Einsatzhundertschaft, den Polizeirevieren und bei der Verkehrspolizei verrichten.

Damit die vielen Abläufe in einem Polizeipräsidium gelingen, bedarf es nicht nur den Polizistinnen und Polizisten, sondern auch weiteren Beschäftigten. Umso mehr freute sich Präsident Lutz über weitere 22 Fachleute, die in der Verwaltung, der Bürokommunikation, als Einsatzassistentinnen im Führungs- und Lagezentrum, als Schießstandwart und als Informatiker im Präsidium tätig sein werden.


Spatenstich für den Radschnellweg

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Bauabschnitt von Ehningen nach Böblingen beginnt

Montag, 9. September 2019, um 13.30 Uhr mit Verkehrsminister Winfried Hermann

Kreis Böblingen.| Der Radschnellweg-Bauabschnitt zwischen Ehningen und Böblingen geht in die Realisierungsphase. Verkehrsminister Winfried Hermann (MdL) wird gemeinsam mit Landrat Roland Bernhard, Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz und Bürgermeister Claus Unger den Startschuss für die Bauarbeiten geben.

Treffpunkt für alle Interessierten ist am Montag, 9. September 2019, um 13.30 Uhr am Parkplatz an der Kreisstraße von Böblingen nach Ehningen zwischen dem Kreistierheim und der Autobahnbrücke.

Fast auf den Tag vor einem Jahr, am 10. September 2018 war der Startschuss für die zwischenzeitlich in Betrieb gegangene Radschnellverbindung von Böblingen/Sindelfingen nach Stuttgart erfolgt. Der Abschnitt von Ehningen nach Böblingen ist nun schon das zweite Radschnellweg-Bauprojekt in der Region Stuttgart, das der Landkreis Böblingen in die Tat umsetzt.