Silvester: Polizei am Schlossplatz im Großeinsatz

0

Stuttgart.| Mehrere Hundert Polizeibeamte werden in der Silvesternacht, zusätzlich zu den im Schichtdienst arbeitenden Streifenbeamten der Polizeireviere, im Einsatz sein. Die Polizeibeamtinnen und -beamten werden in der Stadt speziell rund um den Schlossplatz präsent sein.

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich dort sehr viele Menschen, teils in geschlossenen Gruppen, speziell um die Mitternachtszeit einfanden und in aggressiver Stimmung sowie oft rücksichtslos Pyrotechnik zündeten. Nicht selten waren gefährliche Szenen zu beobachten, in denen Feiernde beinahe verletzt worden wären. Die Polizei hatte nach der letzten Silvesternacht mehr als 30 Strafanzeigen zu bearbeiten, darunter mehrere gefährliche Körperverletzungen mittels pyrotechnischer Gegenstände sowie Sachbeschädigungen und Widerstand gegen Polizeibeamte. Gegen rund 90 Personen mussten Platzverweise ausgesprochen werden.

Erstmals nun ist der Bereich rund um den Schlossplatz wegen der direkt auf dem Schlossplatz stattfindenden, öffentlich zugänglichen Veranstaltung mit Musik und Lichteffekten weiträumig abgesperrt. Polizistinnen und Polizisten werden die Zugänge zum Schlossplatz bereits auf den Zugangswegen rund um das ganze Schlossplatz-Areal im Auge behalten und dort das von der Landeshauptstadt erlassene Feuerwerksverbot kontrollieren und durchsetzen.

An mehreren sogenannten Durchlassstellen (Planie, Schillerplatz, Königstraße, Bolzstraße, Königsbau, Stauffenbergstraße) werden Gitter zur Leitung der Passanten aufgestellt und Polizistinnen und Polizisten kontrollieren den Zugang. Der Sicherheitsbereich ist während des Polizeieinsatzes videoüberwacht. Um die festliche Silvesterveranstaltung auf dem Schlossplatz zu gewährleisten, ist ein Sicherheitsdienst im Einsatz, der den unmittelbaren Bereich der Veranstaltung kontrollieren und frei von Raketen und Böllern halten wird.

Auch dieses Jahr wird die Polizei in ihrem Sicherheitseinsatz von der Bundespolizei sowie von Spezialisten des Polizeipräsidiums Einsatz und vom Technischen Hilfswerk unterstützt. So werden beispielsweise Oberer Schlossgarten und Akademiegarten für ein mehr an Sicherheit beleuchtet sein.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang bereits jetzt auf Folgendes hin: Polizeibeamte werden Personen, die Böller oder Raketen in dem Bereich am Schlossplatz dabeihaben, bitten, den Schlossplatz weiträumig zu umgehen. Wer in den gesperrten Bereich eintreten will, muss dies jedenfalls ohne Pyrotechnik tun und muss damit rechnen, kontrolliert zu werden. Daher empfiehlt die Polizei, große Taschen und Rucksäcke, wie häufig schon bei anderen Veranstaltungen kommuniziert, gar nicht erst mitzubringen.

Für den Pkw-Verkehr gilt: In das über die Stauffenbergstraße anzufahrende Parkhaus kann ab 20 Uhr nicht mehr eingefahren werden. Dessen Ausfahrt ist jedoch offen. Der Taxiplatz Bolzstraße wird an den Karlsplatz verlegt.


Streckenbezogenes Diesel-Verkehrsverbot tritt in Kraft

0
Diesel-5-PKW dürfen ab dem 1. Januar 2020 auf bestimmten Strecken nicht mehr fahren

Stuttgart.| Ab dem 1. Januar 2020 gilt nach einem Beschluss des Landes Baden-Württemberg auf einzelnen Strecken im Stuttgarter Stadtgebiet ein Verkehrsverbot für alle Diesel- PKW der Emissionsklasse Euro 5 und schlechter. Das Land hat die Maßnahme in die 4. Fortschreibung des Luftreinhalteplans für Stuttgart aufgenommen.

Die einzelnen Strecken sind: B14 (Am Neckartor) von der „ADAC Kreuzung“ bis zur Kreuzung Cannstatter Straße/Heilmannstraße, B14 (Hauptstätter Straße) vom Österreichischen Platz bis zum Marienplatz, B27 (Charlottenstraße, Hohenheimer Straße, Neue Weinsteige) von der Kreuzung Obere Weinsteige/Jahnstraße bis zum Charlottenplatz sowie B27 (Heilbronner Straße) von der Kreuzung Kriegsbergstraße bis zur Kreuzung Wolframstraße. Das Kreuzen der einzelnen Strecken ist erlaubt.

Entsprechende Schilder werden ab dem 1. Januar 2020 an den genannten Straßen sowie Einmündungen zu diesen Straßen auf das Diesel-Verkehrsverbot hinweisen. Die Stadt hat die Schilder auf Anordnung des Landes aufgestellt.

Einzelstreckenverbot: Nur allgemeine Ausnahmen, keine Einzelausnahmen
Das Verkehrsverbot auf den Einzelstrecken gilt für alle Diesel-PKW der Euronorm 5 und schlechter. Es gibt nur wenige Ausnahmen, die das Land zulässt. Dazu gehören neben den allgemeinen Ausnahmen in der Ausnahmekonzeption der Fortschreibung des Luftreinhalteplans folgende: Taxen, PKW mit Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz und im Linienverkehr, medizinische Notfälle sowie Fahrzeuge von schwerbehinderten Menschen mit dem Merkzeichen „G“ im Schwerbehindertenausweis, orangefarbenem Parkausweis für besondere Gruppen schwerbehinderter Menschen oder EU-einheitlichem blauen Parkausweis. Die genannten Fälle sind ebenfalls allgemein ausgenommen.

Darüber hinaus sind betroffene Diesel-PKW bis zum 31. Dezember 2021 vom Einzelstreckenverkehrsverbot ausgenommen, wenn sie Anlieger sind. Der Begriff „Anlieger“ meint dabei Personen, die von einem Grundstück kommen oder dorthin wollen, das an einer Verbotsstraße liegt oder nur über eine Verbotsstraße erreicht werden kann.

Wichtig ist, dass es für das streckenbezogene Verkehrsverbot keine Einzelausnahmen gibt. Entsprechend kann die Stadt Stuttgart auch keine Anträge auf einen Ausnahmeantrag entgegennehmen und Ausnahmegenehmigungen erteilen.

Ebenfalls vom Diesel-Verkehrsverbot ausgenommen sind Kraftfahrzeuge mit einer Hardwarenachrüstung, die vom Kraftfahrt-Bundesamt zugelassen ist. Für eine Übergangszeit von zwei Jahren sind außerdem Kraftfahrzeuge mit einem Softwareupdate zur Emissionsminderung von Stickstoffoxid ausgenommen, sofern das Softwareupdate für diesen Fahrzeugtyp vom Kraftfahrt-Bundesamt anerkannt wurde und die Besitzer das Softwareupdate schriftlich nachweisen können.

Zonales Verbot: Ausnahmegenehmigungen selbstständig verlängern
Das streckenbezogene Verkehrsverbot für Diesel-PKW der Abgasnorm Euro 5 und schlechter gilt zusätzlich zum bereits bestehenden zonalen Verkehrsverbot für Dieselfahrzeuge der Abgasnorm Euro 4/IV und schlechter. Das zonale Diesel- Verkehrsverbot ist eine Maßnahme der 3. Fortschreibung des Luftreinhalteplans, die ebenfalls vom Land Baden-Württemberg herausgegeben wurde. Dieses Verbot gilt seit dem 1. Januar 2019 für Auswärtige, seit dem 1. April 2019 für Stuttgarter.

Die individuellen Ausnahmegenehmigungen vom zonalen Diesel-Verkehrsverbot sind auf ein Jahr befristet. Entsprechend laufen viele Anträge in den kommenden Wochen aus. Die Besitzer von Ausnahmegenehmigungen müssen die Verlängerung selbstständig beantragen. Wenn die Voraussetzungen für eine Ausnahmegenehmigung nach wie vor erfüllt sind, wird das Dokument um ein Jahr verlängert und dem Antragsteller gebührenfrei zugeschickt. Sofern noch weitere Unterlagen neueren Datums benötigt werden, wird der Antragsteller darauf hingewiesen. Sollten die Voraussetzungen nicht mehr vorliegen, kann die Ausnahmegenehmigung nicht mehr verlängert werden.

Für die Erteilung sowie Verlängerung der Ausnahmegenehmigungen ist ein Team vom Amt für öffentliche Ordnung zuständig. Die Beantragung der Ausnahmegenehmigung ist über ein Online-Tool möglich: Unter https://service.stuttgart.de/lhs-services/ag-diesel-verkehrsverbot können die Antragsteller ihre Daten und erforderlichen Dokumente von zuhause oder unterwegs aus hochladen. Darüber hinaus kann die Antragstellung auch persönlich beim Team Ausnahmegenehmigungen in der Jägerstraße 14 in Stuttgart erfolgen. Fragen zur Antragstellung können zudem schriftlich auf dem Postweg oder per E-Mail an [email protected] gestellt werden.

Telefonisch ist das Team unter +49 711/216-32120 zu erreichen. Sprechzeiten sind montags bis freitags von 8.30 bis 13 Uhr sowie donnerstags zusätzlich von 14 bis 15.30 Uhr. Zudem informiert das Service-Center der Stadt Stuttgart von montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter der zentralen Behördennummer 115.

Am Freitag, 27. Dezember 2019, bleiben alle städtischen Ämter und Abteilungen geschlossen. An diesem Tag sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht zu erreichen.

Weitere Infos gibt es auch im Internet unter www.stuttgart.de/diesel-verkehrsverbot. Die 3. Fortschreibung des Luftreinhalteplans ist einsehbar unter: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rps/Abt5/Ref541/Luftreinhalteplan/541_s_luft_stutt_LRP_3_FS_2018.pdf. Die 4. Fortschreibung ist zu finden unter: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rps/Abt5/Ref541/Luftreinhalteplan/541_s_stutt_LRP_4_FS_2019.pdf


Mit guter Leistung in die EM-Pause

0

von Bernhard Gaus

Mit sechs Siegen aus den letzten 7 Begegnungen ist Bundesliga-Absteiger SG BBM endgültig in der oberen Tabellenhälfte der 2.HBL angekommen. Zum Auftakt der Rückrunde erwartet die Bietigheimer Handballer am zweiten Weihnachtsfeiertag (17 Uhr, WESTPRESS arena) eine Aufgabe der ganz schweren Art beim Zweiten ASV Hamm- Westfalen. „Man kann einen Sieg in Hamm sicher nicht einplanen. Aber wir wollen natürlich noch einmal alles versuchen“, sagt Trainer Hannes Jón Jónsson.

Einen zusätzlichen Motivationsschub fürs letzte Spiel des Jahres benötigen die Männer um Kapitän Jan Asmuth nicht. Es genügt alleine eine Rückbesinnung auf den ersten Spieltag, als sich Bietigheim bei der 18:27-Heimniederlage böse überraschen ließ und in der Folge in den ersten Spielen nur schwer in Tritt kam. Seit jenem 25. August haben „Mimi“ Kraus und Co. stets mehr Tore erzielt als bei diesem frühen Saison-Tiefpunkt. Offensiv wie defensiv sieht Jónsson sein Team inzwischen stark verbessert: „Wir haben uns zurückgemeldet. Die Gegner wissen inzwischen, dass wir nicht mehr so weit weg sind.“

Die optimalere Spielvorbereitung genießt der Tabellenzweite. Hamm hat nach dem 24:22-Erfolg in Hüttenberg fast zwei Wochen Zeit, sich auf dieses Spitzenspiel vorzubereiten. Die Bietigheimer Handballer indes werden sich aufgrund der Weihnachtsfeiertage erst am Spieltag in den Bus zur rund 430 km entfernten Lippestadt setzen. WESTPRESS Arena? Moment mal, da war doch was: der letzte Auftritt der Schwaben endete vor zwei Jahren nach missglückter Anfahrt und reichlich verspäteter Ankunft in der Halle in einer deftigen 19:35-Niederlage. Die Bietigheimer Handballer immerhin trösteten sich in der Saison 2017/18 am Ende mit dem Aufstieg in die Bundesliga.

Verlockend wäre der Gedanke schon. Mit einem Erfolg könnte die SG BBM aus eigener Kraft den Abstand zu einem Aufstiegsplatz verkürzen. Aber: Das Team von Trainer und Sportlichem Leiter Kay Rothenpieler, der den ASV am Ende der Saison verlassen wird, hat in den sieben Spielen in eigener Halle noch keinen Punkt liegen lassen. Mit dem Auftakt in Bietigheim bestätigte Hamm eine starke Frühform, ließ dann aber auswärts einige Punkte liegen. Mit vier Siegen in Folge rückte der letztjährige Tabellenvierte zuletzt wieder auf den zweiten Platz vor und ein möglicher Aufstieg mit jedem Spieltag weiter in den Fokus.

Ein Ziel, das auch Jónsson dem Tabellenzweiten mit Blick auf dessen Kader zutraut. Die Ausgeglichenheit auf allen Positionen ist eine der Stärken der Westfalen. Nicht weniger als elf Spieler erzielen im Schnitt mehr als ein Tor pro Partie, was zeigt: Hamm ist auf allen Positionen doppelt gut besetzt. Waren es im Hinspiel noch Fabian Huesmann und Merten Krings, die den Bietigheimern je sieben Tore einschenkten, kann sich die SG BBM bei weitem nicht nur auf dieses Duo fokussieren. Auf der anderen Seite glänzt Felix Storbeck im Tor mit Spitzenquote an gehaltenen Bällen vor einer körperlich robusten Hammer Defensive.

„Eines ist ganz klar: Wir müssen in Hamm in Abwehr und Angriff anders auftreten als gegen Hüttenberg, wenn wir dort überhaupt an Punkte denken wollen“, sagt Hannes Jón Jónsson. Es wird ein gänzlich anderes Spiel werden als das jüngste 34:32 gegen Hüttenberg. Am Samstag hatte Jónsson wenig Freude an der Spielgestaltung und erst recht an den 32 Gegentoren gegen den 15. der Tabelle. Personell wird sich dennoch wenig ändern bei den Schwaben. Maximilian Trost wird zum letzten Mal im Kader der SG BBM stehen, ehe er zur Rückrunde zu seinem Heimatverein Nußloch in die 3.Liga wechselt und dort auf mehr Spielanteile hoffen darf.

Auf Linksaußen schlüpfte Max Öhler kurzzeitig in die vakante Rolle von Martin Marcec, der der SG BBM nach seinem Kreuzbandriss in Dresden als der erste Langzeitverletzte bis zum Saisonende fehlen wird. Abwehrchef Patrick Rentschler schließlich, der gegen Hüttenberg 60 Minuten auf der Bank saß, wird in Hamm zum Einsatz kommen, das bestätigte Jonsson: „Patrick hätte trotz seiner Knieprobleme spielen können. Ich erwarte, dass ihm die Pause gutgetan hat.“


Bietigheim beschert sich zum Abschluss der Hinrunde selbst

0

von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Die SG BBM Bietigheim verbessert sich durch den 34:32 (18:17)-Erfolg über den TV Hüttenberg zum Abschluss der Hinrunde auf Rang Sieben – die beste Platzierung des Bundesliga-Absteigers in dieser Saison. Hüttenberg liegt jetzt punktgleich zu einem Relegationsplatz auf Rang 15.

So richtig zufrieden schauten nach dem Torefestival vor 2701 Zuschauern in der EgeTrans Arena selbst die Gastgeber nicht drein – trotz 34 eigener Treffer, so vielen wie noch nie in dieser Saison. „Ich bin sehr glücklich mit den zwei Punkten, mit der Leistung bin ich aber nicht zufrieden“, sagte Hannes Jón Jónsson. „Wir hatten eine Chance, dieses Spiel zu gewinnen. Unsere Fehlerquote war aber einfach zu hoch“, kritisierte TVH-Coach Frederick Griesbach. Zumindest Christian Schäfer und Dieudonne Mubenzem ließ dies unbeeindruckt. Der Rechtsaußen der SG BBM erzielte 12 Tore, der starke 23-jährige Hüttenberger traf im rechten Rückraum elfmal.

„Alle Mannschaften sind am Ende der Vorrunde am Limit“, suchte Bietigheims Trainer nach dem Spiel nach einer Erklärung für ebenso viele Fehler wie Tore auf beiden Seiten. „Beide Teams spielen praktisch ohne Torhüter“, so der Isländer. Aber auch seine restliche Defensive kam beim Coach der SG BBM nicht allzu gut weg. „Wir haben in der Abwehr nicht das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Mit den vielen Gegentoren über den Block bin ich nicht zufrieden.“ Der angeschlagene Abwehrchef Patrick Rentschler blieb 60 Minuten auf der Bank. „Er fehlt uns natürlich in der Abwehr. Wir wollten ihn aber, wenn es irgendwie ging, in diesem Spiel schonen“, so Jónsson.

Ersten Korrekturbedarf sah der Isländer nach nur sechs Minuten, als er seine offensive 5-1-Abwehr wieder zur 6-0 zurückzog. Es sollte aber eine gute Viertelstunde dauern, ehe die Keeper der SG BBM das erste Mal eine Hand an den Ball bekamen. Hüttenberg nutzt die Anfangsphase zur 6:9-Führung. Die Mittelhessen hatten jedoch selbst Schwierigkeiten, eine stabile Abwehr zu stellen. „34 Gegentore kriegen wir eigentlich nie, das ist absolut untypisch für uns“, betonte Griesbach. Nachdem die ersten Hüttenberger Angriffszüge ins Leere gingen, war Bietigheim sofort präsent, glich das Spiel wieder aus und sicherte sich durch einen starken Treffer von Jan Asmuth in letzter Sekunde noch eine 18:17-Pausenführung.

Als Markus Stegefelt für die Hessen zum 24:24 ausglich, hätte das Spiel durchaus noch in die andere Richtung ausschlagen können, wie Jónsson zugeben musste. Dann kam jedoch Mitte der zweiten Hälfte der Zeitpunkt, zu dem sich Bietigheim vorentscheidend auf 29:24 absetzte. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir das Spiel dann ein wenig ruhiger zu Ende spielen“, sagte Jónsson „und am Ende etwas für unsere Tordifferenz tun.“ Es bleibt aber bis zum Schlusspfiff bei der wilden Fahrt, in der Hüttenberg in den letzten Minuten bis zum 34:32-Endstand noch etwas Ergebniskosmetik betreiben kann.

Der Seitenblick vom Coach der SG BBM auf die Torbilanz kommt nicht von ungefähr. Die Bietigheimer Handballer sind jetzt punktgleich mit den vor ihnen liegenden Teams aus N-Lübbecke und Dormagen. Zum ersten Mal in dieser Saison jedoch neigt sich die Tordifferenz vor dem letzten schweren Spiel vor der EM-Pause beim ASV Hamm- Westfalen ins Positive (+1).

„Wir sind jetzt in Konstanz richtig unter Druck“, bestätigt indes Griesbach. Dass seine Hüttenberger aufgrund des Nachholspiels in Gummersbach gezwungen ist, vier Spiele in 12 Tagen zu absolvieren, das nervt den früheren Coach von Remshalden und Pfullingen gewaltig.

SG BBM Bietigheim: Müller, Maier; Schäfer (12/2), Link (4), Dahlhaus (4), Asmuth (3), Kraus (3), Claus (2), Fischer (2), Vlahovic (2), Öhler (1), Boschen (1), Rønningen, Emanuel, Rentschler, Trost.

TV 05/07 Hüttenberg: Weber, Böhne; Mubenzem (11), Stegefelt (6/1), Zintel (6/1), Hübscher (4), Rompf (2), Zörb (1), Sklenák (1), Hahn (1), Fuß, Lambrecht, Müller, Kirschner, Klein.

Spielverlauf: 3:3 (5.), 6:9 (13.), 8:11 (18.), 13:12 (25.), 18:17 (30.), 22:19 (35.), 24:24 (39.), 29:24 (45.), 33:28 (55.), 34:32 (60.).

Zeitstrafen: Fischer (10., 14.), Asmuth (40.) – Klein (12.), Fuß (17.), Zörb (23.), Rompf (27.), Lambrecht (45.), Mumbenzem (50.)
Siebenmeter: 2/3 – 3/6
Schiedsrichter: Sascha Schmidt / Frederic Linker (Bundesligakader)
Zuschauer: 2701 (EgeTrans Arena Bietigheim)


2020: Energetisch sanieren, höhere Förderung nutzen

0

Der Bundesrat hat aktuell das Klimaschutzpaket von Bund und Ländern verabschiedet. Es sieht unter anderem vor, energetische Sanierungsmaßnahmen ab 2020 bei selbstgenutztem Wohneigentum steuerlich zu fördern.

Dazu gehören beispielsweise die Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen oder Geschosswänden, die Erneuerung von Fenstern, Außentüren, Heizungsanlagen sowie von Lüftungsanlagen und der Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung.

Die steuerliche Förderung gilt für zehn Jahre. Geltend gemacht werden können je Objekt 20 Prozent der Investitionskosten (max. 200.000 Euro) über drei Jahre – also 40.000 Euro, die direkt von der Steuerschuld abgezogen werden.

Die Wüstenrot Bausparkasse weist darauf hin, dass sich energetische Sanierungsmaßnahmen nicht nur aus steuerlichen Gründen lohnen. Der Eigentümer profitiert von der Wertsteigerung seiner Immobilie sowie von wesentlich geringeren Energie- und Betriebskosten. Gerade im Hinblick auf die Zeit als Rentner bietet ein energetisch saniertes Heim Kostensicherheit und Einsparungen durch Effizienz. So bleibt auch im Alter mehr finanzieller Spielraum. Nicht zu vergessen der Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Dies vor dem Hintergrund, dass etwa fünf Millionen Eigenheime einen hohen energetischen Modernisierungsbedarf haben. Knapp dreiviertel aller vor 1978 erbauten Ein- und Zweifamilienhäuser liegen nach Angaben von Wüstenrot energetisch buchstäblich brach, und 60 Prozent der Heizanlagen arbeiten nicht effizient.


KULTURBAR Stuttgart: Magier Thorsten Strotmann zu Besuch in der Spielbank

0

Geschäftliche Information

Neues Jahr, neues Glück. Das hat sich wohl auch die Spielbank Stuttgart gedacht und eine Sonntags-Talkshow ins Leben gerufen. KULTURBAR nennt sich die Idee, die zum ersten Mal am 26. Januar stattfinden wird. Moderatorin Emma von Bergenspitz fühlt hier ihren Gästen auf den Zahn. Als erstes ist der Magier Thorsten Strotmann an der Reihe.

Strotmanns Magic Lounge: Verblüffende Tricks in Publikumsnähe
Das Konzept, das hinter der KULTURBAR, dem Sunday Bar Talk under der Show, steckt, ist ebenso simpel wie genial: Ab Januar nächsten Jahres wird die Spielbank Stuttgart nämlich interessante Menschen zum Gespräch einladen, um mehr über deren Leben und Beruf zu erfahren. Den Anfang macht Thorsten Strotmann, der schon seit über 25 Jahren Leute mit seiner Close-up-Magie verzaubert. Das Besondere an seinen Shows ist, dass ihm das Publikum genau auf die Finger schauen kann, da es keine zwei Meter von ihm entfernt sitzt. Mit seiner Zaubershow „Strotmanns Magic Lounge“ hat er sich bereits über die Stadtgrenzen hinweg einen Namen gemacht. Einen Teil davon wird er im Rahmen der KULTURBAR zum besten geben. Moderatorin und Journalistin Emma von Bergenspitz führt durch das Programm. Die Wahl-Stuttgarterin betreibt sogar einen eigenen Blog, stuttgartdiary, und weiß, was die schwäbische Metropole so zu bieten hat. Karten für den Talk- und Showabend kann man entweder an der Rezeption des Casinos oder online auf dem Ticketportal reservix erstehen. Ein Ticket kostet 25 Euro pro Person und beinhaltet einen Willkommensdrink sowie freies Parken.

Foto: kalhh / Pixabay.com/de

Zeit für den Spielspaß danach einplanen
Natürlich sind Gäste vor oder nach dem Talk herzlich dazu eingeladen, noch weiter in die bunte Casinowelt einzutauchen. Die Spielbank Stuttgart hat nämlich eine Menge zu bieten. Man sollte also genügend Zeit an dem Abend einplanen, um sich in Ruhe umschauen zu können. Klassische Tischspiele wie Roulette, Black Jack, Baccara und Punto Banco gehören zum Repertoire der Spielbank. Aber auch spannende Slotautomaten findet man in den Casinohallen in großer Vielfalt vor. Nach eigenen Angaben ist die Spielbank „ein echtes Eldorado für Freunde des Automatenspiels“. Verwunderlich ist das nicht, ziehen moderne Slots doch Glücksspieler in allen Bereichen in ihren Bann. Insbesondere sind hier jedoch virtuelle Spielbanken für ihre Vielfalt bekannt. Unzählige neue Casino Spiele wie die Slotgames „Shields of Rome“ oder „Eternal Lady“ sorgen mit einer Auszahlungsquote von mindestens 95 Prozent für jede Menge Spielspaß. Auch die Spielbank Stuttgart hat über 200 Automaten mit einer Auszahlungsquote zwischen 92 und 97 Prozent zur Auswahl. Wer gerne hobbymäßig Poker spielt, sollte zudem die Turnierdaten im Augen behalten.
Fashion Show und Music Night: Immer etwas los in der Spielbank

Das Stuttgarter Casino ist längst für seine ausgefallenen Veranstaltungsideen bekannt und die KULTURBAR passt da ganz gut ins Bild. Im Oktober fand zum Beispiel die Legend Music Nights statt, bei der „das Beste aus 50 Jahren Musikgeschichte“ zu einer Show komprimiert wurde. Diverse Live-Acts samt Elvis-Double sowie professionelle Akrobaten machten den Abend zu einem einzigartigen Erlebnis. Auch die Fashion Night im Juni war ein voller Erfolg. Der Catwalk durfte dabei natürlich nicht fehlen.

Nach Fashion und Musik steht nun der Sonntags-Talk auf der Agenda der Spielbank Stuttgart. Magier Thorsten Strotmann wird das Publikum nicht nur mit seinen Close-up-Zauberkünsten begeistern, sondern auch der Moderatorin Emma von Bergenspitz Rede und Antwort stehen.


Franziska Vogel wird neue Leiterin des Sozialamts

0

Stuttgart.| Das Sozialamt wird künftig von Franziska Vogel geleitet. Der Gemeinderat wählte sie am Donnerstag, 19. Dezember, mit 36 Stimmen. Auf die zweite Bewerberin Gabriele Reichhardt entfielen 23 Stimmen. Es gab eine Enthaltung.

Vogel tritt am 1. Mai 2020 die Nachfolge von Stefan Spatz an, der seit 2015 Amtsleiter ist und in den Ruhestand geht.

Franziska Vogel sagte vor ihrer Wahl: „Ich möchte mich in den Dienst der Sache stellen und die verfügbaren Ressourcen bestmöglich für die Belange der Menschen in Stuttgart einsetzen.“ Wichtig sind ihr enge Kooperationen und vernetztes Arbeiten mit den Ämtern und Referaten, aber auch freien Trägern. Vogel will „am Puls der Zeit bleiben“ wie auch Impulse von außen einbringen.

Franziska Vogel wurde 1986 in Riedlingen geboren und besuchte dort das Kreisgymnasium. Sie schloss das Studium Public Management an der Hochschule für Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg mit dem Master ab. Von 2011 bis 2012 arbeitet Vogel bei der Stadtverwaltung in Ulm als Trainee. 2013 wurde sie dort Leiterin im Sachgebiet Finanzen und Organisation in der Abteilung Kinderbetreuung. Bis 2016 war sie außerdem als Leiterin der Job-Börse und Sachbearbeiterin Organisationsentwicklung in der Abteilung Zentrale Steuerung und Dienste/Personal und Organisation tätig. Seit 2016 ist die 33-Jährige stellvertretende Abteilungsleiterin und Leiterin zentrale Verwaltung der Abteilung Soziales bei der Stadtverwaltung Ulm.

Das Sozialamt ist das zehntgrößte Amt der 23 städtischen Fachämter in der Landeshauptstadt. Das Finanzvolumen entspricht mit rund 430 Millionen Euro mehr als einem Achtel des städtischen Gesamthaushalts. Im Sozialamt arbeiten rund 470 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind 81 Prozent Frauen. Das Sozialamt mit seinen sieben Abteilungen schafft gesellschaftliche Integration.

Es ist verantwortlich für die kommunal zu erbringenden sozialen Leistungen und die Sicherung der sozialen Infrastruktur der Landeshauptstadt. Es kümmert sich insbesondere um benachteiligte und von Armut betroffene, behinderte, psychisch erkrankte, betreuungsbedürftige, wohnungslose, suchtkranke, pflegebedürftige, von häuslicher Gewalt sowie von Flucht und Vertreibung betroffene Menschen und darüber hinaus um Familien mit Kindern im Rahmen von freiwilligen sozialen Leistungen.

Das Sozialamt ist fördernder Partner der Träger sozialer Dienste und Einrichtungen in Stuttgart. Durch eine vorausschauende Sozialplanung und gezielte Entwicklung und Förderung von Angeboten sichert es eine soziale Stadtentwicklung und Urbanität.


Tiefbauamt: Jürgen Mutz wird neuer Leiter

0

Stuttgart.| Das Tiefbauamt wird künftig von Jürgen Mutz geleitet. Der Gemeinderat wählte ihn am Donnerstag, 19. Dezember, mit 31 Stimmen. Auf den zweiten Bewerber Stephan Oehler entfielen 28 Stimmen.

Mutz folgt am 1. April auf Wolfgang Schanz, der nach 13 Jahren als Amtsleiter in den Ruhestand geht.

Mutz sagte vor seiner Wahl: „Ich setze mich ein für den Erhalt der Infrastruktur als Garant für unsere Mobilität. Außerdem soll das Amt und die Stadtentwässerung seinen Anteil am Klima- und Umweltschutzpaket der Stadt beitragen. Teamarbeit und Zusammenarbeit der Ämter in der Stadt sind mir wichtig, um für die Bürger eine lebenswerte Stadt zu bieten.“
Mutz ist seit 1998 bei der Landeshauptstadt Stuttgart. Im Tiefbauamt leitete er zunächst die Sachgebiete für Stadtbahn- und Tunnelbau bzw. Straßen und Verkehr. Seit 2011 ist er Leiter der Bauabteilung Mitte/Nord. Mutz hat sich nach einem Studium des Bauingenieurwesens zum Regierungsbaumeister weitergebildet. Der 51- Jährige ist verheiratet und hat 2 Kinder. In seiner Freizeit und ins Büro fährt er Rad und engagiert sich in seinem Tennisverein und im Stadtquartier.

Das Tiefbauamt zählt einschließlich des Eigenbetriebs Stadtentwässerung ca. 880 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sein Etat beträgt 128 Mio. Euro für den Tiefbau und 123 Mio. Euro für die SES.

Damit baut und unterhält das Tiefbauamt Straßen und Stadtbahnstrecken, steuert den Verkehr, sichert die Mobilität der Menschen und gewährleistet die Stadtentwässerung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tiefbauamtes erstellen Kanäle und reinigen das Abwasser von mehr als 700.000 Menschen in und um Stuttgart. Ferner werden Geh- und Radwege, sichere Überwege für Fußgänger und moderne Aufzüge an Stadtbahnzugängen und Unterführungen gebaut. Die Verkehrs- bzw. Entwässerungsanlagen sind bedeutende Sachwerte, die die Mitarbeiter pflegen und unterhalten.

Die Bürger nutzen täglich die vom Tiefbauamt errichtete und dauernd bereitgehaltene Infrastruktur als selbstverständliche kommunale Daseinsfürsorge. Das Amt will dazu beitragen, das Gemeinwohl, das Gemeinwesen und die Umwelt zu erhalten.


Verkehrsverbünde arbeiten an einem landesweiten eTicket-System

Förderbescheid vom Bundesverkehrsministerium

Baden-Württemberg.| Mit dem System FAIRTIQ können in der Schweiz Tickets aller Verkehrsverbünde und des nationales Eisenbahnsystems in einer App mit einem check-in-check-out-Verfahrens gekauft werden. Der Kunde checkt sich mit seinem Handy bei Fahrtantritt lediglich einmal ein und beim Ausstieg wieder aus. Der Fahrpreis wird automatisch berechnet. Der Fahrgast braucht bei diesem System keinerlei Tarifkenntnisse. Er muss sich auch nicht mehr um die Grenzen der Verkehrsverbünde kümmern. Er bekommt automatisch den jeweiligen Verbundtarif oder im verbundüberschreitenden Verkehr den Schweiz-weiten Bahntarif abgerechnet.

Genau ein solches System streben auch die baden-württembergischen Verbünde an und haben dafür bereits einen „Letter of Intend“ unterschrieben. Der VVS wird in Kürze ein Pilotprojekt starten. Projektpartner sind die Stuttgarter Straßenbahnen AG, der benachbarte Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis und das Schweizer Dienstleister FAIRTIQ. Mit dem Pilotprojekt soll nachgewiesen werden, dass das check-in-check-out-Verfahren auch in unterirdischen S- und U-Bahn-Stationen einwandfrei funktioniert und dass auch die Zuordnung zu den Tarifsystemen der Verbünde und des Baden-Württemberg-Tarifs keine Probleme bereitet. Zum Test werden im ersten Halbjahr 2020 interessierte Kunden eingeladen.

Dieses Pilotprojekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit 128.000 Euro finanziell gefördert. Der Förderbescheid wurde heute (am 19. Dezember 2019) in Berlin von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dem VVS-Geschäftsführer Horst Stammler überreicht. Der Zuschuss wird im Rahmen des Bundesprogramms Saubere Luft („Dieselmilliarde“) gewährt.

Horst Stammler: „Wir freuen uns über den Zuschussbescheid. Jetzt können wir loslegen. Unser Ziel ist, bis 2022 ein landesweites eTicket-System für alle 22 Verkehrsverbünde und den Baden-Württemberg-Tarif zu schaffen“.


Rosensteinsteg wieder freigegeben

0
Künftig auch für Radfahrer nutzbar

Stuttgart.| Der Rosensteinsteg ist wieder freigegeben. Ab Mittwoch, 18. Dezember, kann er wieder von Passanten genutzt werden. Das hat das Tiefbauamt der Stadt bekannt gegeben. Der Steg verbindet den Stadtteil Berg und das Mineralbad Leuze mit dem Rosensteinpark. Er wurde baulich so angepasst, dass er zukünftig auch von Radfahrern befahren werden kann.

Abgebaut werden musste der zweite Teil des Stegs im Jahr 2014 für den Bau des sogenannten „Kurztunnels“. Dieser ist ein Teilprojekt des Straßenbauprojekts Rosensteintunnel. Durch die Kündigung des Bauvertrags mit der Firma Wolff und Müller im Jahr 2017 verzögerte sich die Wiederherstellung des Stegs, da dieser direkt auf der Decke des Kurztunnels aufliegt. Im Herbst 2018 begannen die Arbeiten nach erneuter Ausschreibung. Jetzt – rund ein Jahr später – sind die Arbeiten abgeschlossen und der Steg kann wieder eröffnet werden.

Claus-Dieter Hauck, Leiter der Abteilung Stadtbahn, Brücken und Tunnelbau, sagte: „Wir freuen uns, den Steg noch vor Weihnachten wieder der Öffentlichkeit übergeben zu können. Das war so nach der Kündigung zunächst nicht absehbar.“