Mieter müssen Wartung von Rauchmeldern ermöglichen

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Mieter müssen es zulassen, dass in ihrer Wohnung Rauchmelder eingebaut und diese regelmäßig gewartet werden. Missglückte Wartungstermine rechtfertigen jedoch nicht ohne weiteres eine Kündigung des Mietverhältnisses. Dies ist nur möglich, wenn ein Mieter ihm bekannte Wartungstermine versäumt hat und vom Vermieter deshalb abgemahnt wurde. Die Wüstenrot Bausparkasse, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf eine aktuelle Entscheidung des Landgerichts Freiburg (3 S 266/18) hin.

Ein mit der Wartung von Rauchmeldern beauftragtes Unternehmen hatte den vorgesehenen Termin mit einem Aushang im Eingangsbereich eines größeren Mietshauses angekündigt. Als einer der Mieter am Wartungstermin nicht öffnete, klebte ein Mitarbeiter des Unternehmens einen Zettel mit der Bitte um Rückruf an die Wohnungstüre. Nachdem der Mieter hierauf nicht reagierte und auch bei einem zweiten Wartungstermin nicht anwesend war, kündigte der Vermieter ohne weitere Abmahnung das Mietverhältnis und klagte auf Räumung.

Das Landgericht Freiburg sah die Kündigung als unberechtigt an. Zum einen könne der Vermieter nicht beweisen, dass dem Mieter die angesetzten Wartungstermine überhaupt bekannt waren. Dieser sei auch mietvertraglich nicht verpflichtet gewesen, aus eigener Initiative mit dem Unternehmen einen Termin zu vereinbaren. Zum anderen habe es der Vermieter versäumt, den Mieter abzumahnen und ihm eine Kündigung anzudrohen, falls er weiterhin eine Wartung der Rauchmelder nicht ermögliche.


OLYMP bleibt umsatzstark trotz anhaltender Marktschwäche

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Nachhaltigkeit hinsichtlich Firmenkonjunktur und Verantwortungsbewusstsein

Bietigheim-Bissingen.| Der OLYMP Bezner KG aus Bietigheim-Bissingen ist es im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut gelungen, ihre Erlöse trotz beschwerlicher Marktverhältnisse zu steigern. Zum 31. Dezember 2019 verbucht der erfolgreiche Produzent von Hemden, Strick-, Wirkwaren und Accessoires einen Umsatz von 268 Millionen Euro (266 Millionen Euro 2018). Dies entspricht einem Zuwachs von einem knappen Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig ist die Belegschaft um weitere 32 Personen auf 920 Beschäftigte angestiegen.

Mark Bezner, Geschäftsführender Geschäftsführer der OLYMP Bezner KG, sagt: „Die seit Jahren angespannte Marktsituation in der Textilbranche hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 weiter zugespitzt. Den Absatzchancen von Modeartikeln geht es angesichts gesättigter Märkte und einem von enormer Preissensibilität geprägtem Bekleidungskonsum buchstäblich an den Kragen. Durch weitsichtige Unternehmensplanung, eine konsequente Qualitätsphilosophie sowie solides Wirtschaften ist es uns erfreulicherweise erneut gelungen, den marktseitigen Widrigkeiten erfolgreich zu begegnen. Außerdem haben sich unsere Produktentwicklungen im Freizeit- und Smart-Business-Sektor bewährt. In Anbetracht dieser Begleitumstände sind wir mit dem erzielten Umsatzplus mehr als zufrieden. Entsprechend motiviert starten wir in das neue Jahr 2020.“

Zur positiven Einstellung trägt auch Hollywoodstar Gerard Butler bei. Ab der Frühjahrskollektion 2020 wird sich OLYMP die von dem Schauspieler ausgehende Anziehungskraft noch umfassender zunutze machen. Der sympathische Schotte wird dann produktübergreifend als Werbefigur für die Marke fungieren. Parallel soll die neue Markenbotschaft „MY STYLE. MY STATEMENT.“ den Verbrauchern Stilsicherheit und eine klare innere Haltung vermitteln. Mark Bezner stellt klar: „Die konsequente Markenführung macht sich zukünftig mehr denn je bezahlt. Gerard Butler ist die Idealbesetzung, um die erweiterte Rolle als Leitfigur der Dachmarke OLYMP optimal auszufüllen. Zudem verkörpert er unseren neuen, kraftvollen Slogan perfekt.“

Eine klare Haltung nimmt OLYMP auch in Bezug auf die unternehmerische Verantwortung ein. Während der Mittelständler seine Treibhausgasemissionen für das Jahr 2018 am Firmensitz in Bietigheim-Bissingen unter Berücksichtigung der Mitarbeitermobilität komplett kompensieren und dadurch vollständige Klimaneutralität am Standort erlangen konnte, sind weitreichende Nachhaltigkeitsaktivitäten in sämtlichen Unternehmensbereichen längst in vollem Gange. Mark Bezner erläutert: „Ein schonungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen wird inzwischen vom Verbraucher vorausgesetzt. Hier war OLYMP lange aktiv, bevor globale soziale Bewegungen und Initiativen das öffentliche Interesse geweckt haben. Wir tun heute bereits sehr vieles, um dem wachsenden Kundenanspruch an eine verantwortungsbewusste Erzeugung nachhaltig gerecht zu werden. Künftig werden wir diesen weitreichenden Themenstellungen auch innerhalb der Kommunikationspolitik noch mehr Raum geben.“

Die seit 2010 zur OLYMP-Bezner-Firmengruppe gehörende MAERZ Muenchen KG in München-Perlach beschäftigt gegenwärtig 110 Mitarbeiter in Deutschland und mehr als 300 Personen im eigenen Strickwarenwerk in Ungarn. MAERZ Muenchen hat 2019 einen Umsatz von 31,1 Millionen Euro erzielt, was einem Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die OLYMP-Bezner-Gruppe verzeichnet damit einen kumulierten Gesamtumsatz von 299,1 Millionen Euro in 2019.


Elite des Junioren-Fußballs in Sindelfingen

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Sindelfingen.| Zwei Tage lang spielten im Sindelfinger Glaspalast insgesamt acht Mannschaften aus England, Schottland, Portugal, Österreich und Deutschland. Turniersieger wurde SK Rapid Wien durch ein 4:0 im Finale gegen RB Leipzig.

Mehr als 10.000 Zuschauer sahen an den beiden Tagen ein ausgeglichenes Turnier und Jugendfußball auf höchstem Niveau, bei dem am Ende die beiden besten Mannschaften im Finale standen. Auf Platz drei landete der VfB Stuttgart, der die Glasgow Rangers mit 3:0 besiegte. Zum besten Spieler des Turniers wurde, wie schon 2019, Yusuf Demir von SK Rapid Wien gewählt, bester Torhüter war Moritz Schulze von RB Leipzig.

Thomas Hitzlsperger, wie im Vorjahr Schirmherr auch des diesjährigen Mercedes-Benz JuniorCup, ehemaliger deutscher Nationalspieler und Vorstandsvorsitzender der VfB Stuttgart 1893 AG „Ich habe mich sehr gefreut, erneut die Schirmherrschaft des Mercedes-Benz JuniorCup zu übernehmen. Das Turnier ist ein Aushängeschild für den Jugendfußball. Es bietet den Spielern eine riesen Chance, sich auf internationaler Bühne vor so vielen Zuschauern zu beweisen und an dieser Herausforderung zu wachsen.“

Die Platzierungen

Spiel um Platz 7:
Manchester United – Eintracht Frankfurt  4 : 3

Spiel um Platz 5:
Borussia Mönchengladbach – FC Porto  2 : 0

Spiel um Platz 3:
Glasgow Rangers – VfB Stuttgart  0 : 3

Finale:
SK Rapid Wien – RB Leipzig  4 : 0

Turnier der Auszubildenden
Parallel zum Mercedes‑Benz JuniorCup spielten auch die Auszubildenden der Daimler AG in Sindelfingen um die Meisterschaft. Dort trafen in Gruppe A die Mannschaften der Werke Gaggenau, Hamburg, Ludwigsfelde, Bremen und Sindelfingen aufeinander. In Gruppe B spielten die Teams der Werke Mannheim, Wörth, Untertürkheim, Kassel sowie das Team Zentrale.

Spiel um Platz 9:
Werk Ludwigsfelde – Werk Kassel  2 :  3

Spiel um Platz 7:
Werk Gaggenau – Team Zentrale  2 :  3

Spiel um Platz 5:
Werk Hamburg – Werk Mannheim  4 : 5

Spiel um Platz 3:
Werk Sindelfingen – Werk Untertürkheim  1 : 0

Finale:
Werk Wörth – Werk Bremen  2 : 1


Närrische Termine der Narrenzunft Weilemer Hörnleshasa e.V.

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06.01.20 – 17:01 Uhr, Häsabstauben am Hörnleshasabrunnen in der Glemsgaustraße Weilimdorf

18.01.20 – 19:01 Uhr, 12. Hörnleshasanacht in der Lindenbachhalle Weilimdorf (Einlass ab 18:01 Uhr)

20.02.20 – 17:01 Uhr, 14. Rathaussturm auf dem Löwenmarkt vor dem Bezirksrathaus Weilimdorf (Bewirtung und Musik ab 15:30 Uhr)

Unsere Sitzplatzreservierung für die Hörnleshasanacht mussten wir aufgrund der hohen Nachfrage vorzeitig beenden. Es wird also wieder voll in der Lindenbachhalle! Der Einlass ist dennoch
möglich (allerdings ohne Sitzplatzgarantie) – Eintritt frei!


Weit über 10.000 Menschen feiern gemeinsam Silvester auf dem Schlossplatz

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OB Kuhn: „Friedliche Stimmung voller Freude“ – Dank an Künstler, Einsatzkräfte und Veranstalter

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart hat am 31. Dezember 2019 eine große Silvesterfeier auf dem Schlossplatz veranstaltet, die bis ins neue Jahr dauerte. Weit über 10.000 Menschen, davon allein mehr als 8.000 im inneren Veranstaltungsbereich, haben den Jahreswechsel friedlich und ohne selbst zu böllern gefeiert.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn, der mit seiner Frau Waltraud Ulshöfer ebenfalls unter den Besuchern war, sagte: „Das war eine tolle Feier. Wir haben auf dem Schlossplatz eine beeindruckende Stimmung erlebt, friedlich und voller Freude auf ein besonders gutes neues Jahr. So ein Silvester, an dem die Stuttgarterinnen und Stuttgarter und ihre Gäste gemeinsam feiern, müssen wir wieder haben.“ Der Oberbürgermeister dankte den Künstlerinnen und Künstlern, den Lichtkünstlern und Technikern, den Veranstaltern und insbesondere auch den Sicherheitskräften, dem Ordnungsdienst, dem Technischen Hilfswerk und den Sanitätern: „Dank ihres Engagements und ihres Einsatzes haben wir auf dem Schlossplatz den Jahreswechsel so stimmungsvoll feiern können.“

Das Programm auf der Bühne vor dem Ehrenhof des Neuen Schlosses bestand aus Live-Musik, Comedy und Illuminationen. Den Auftakt machte der Freiburger Jazzchor. Anschließend folgten ein Ensemble um den Träger des baden-württembergischen Jazzpreises, Alexander „Sandi“ Kuhn, die Akrobatik-Show „Acrodanse“, die Sopranistin Alexandra Urquiola, der Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart, Cornelius Meister, der die Besucher zum Mitsingen der „Ode an die Freude“ animierte, der schwäbische Comedian Dodokay sowie die Trommelgruppe „Drumaturgia“. Den Höhepunkt der Silvester-Veranstaltung bildete die Mitternachtsshow mit Videoprojektionen, lichttechnischen Inszenierungen sowie Laser- und Spezialeffekten.

Das Feuerwerkskörperverbot, das aus Sicherheitsgründen auf dem und um den Schlossplatz gegolten hat, wurde eingehalten und von Polizei und Sicherheitsdiensten an den verschiedenen Einlassstellen kontrolliert. Die meisten Bürgerinnen und Bürger hielten sich an das Verbot und brachten von vornherein keine pyrotechnischen Gegenstände wie Raketen, Böller und Co. mit.

Der Verwaltungsausschuss der Landeshauptstadt Stuttgart hatte am Mittwoch, 20. November 2019, mehrheitlich zugestimmt, zum Jahreswechsel 2019/2020 eine Silvester-Veranstaltung auf dem Schlossplatz auszurichten. Die Organisation der Feier übernahm die in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft im Auftrag der Stadt. Die veranschlagten Kosten betrugen 513.500 Euro.

Zum Schutz der Veranstaltung hatte die Landeshauptstadt Stuttgart auf Grundlage des Polizeigesetzes ein Feuerwerkskörperverbot von Dienstag, 31. Dezember 2019, 20 Uhr bis Mittwoch, 1. Januar 2020, 2 Uhr ausgesprochen und eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Das Feuerwerkskörperverbot war Teil des Sicherheitskonzepts, das die Stadt in Zusammenarbeit mit der Polizei erarbeitet hatte.


EHF EURO 2020: Semper muss absagen und Schmidt rückt nach

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  • Wechsel im rechten Rückraum
  • Stuttgarter Linkshänder steht vor Debüt in der Nationalmannschaft

Franz Semper hat am Montagabend seine Teilnahme an der EHF EURO 2020 absagen müssen. Der 22-jährige Linkshänder des SC DHfK Leipzig hat wegen Zeichen einer Herzmuskelentzündung für mindestens drei Wochen absolutes Sportverbot erhalten.

Semper pausierte am vergangenen Sonntag beim Bundesligaspiel der Leipziger in Balingen wegen eines langwierigen grippalen Infektes. Auf Veranlassung von DHB-Nationalmannschaftsarzt Prof. Dr. Kurt Steuer und nach Rücksprache mit den Mannschaftsärzten des SC DHfK wurde an der Klinik für Kardiologie des Universitätsklinikums Leipzig ein Kontrolluntersuchung durchgeführt. Hierbei stellte Prof. Andreas Hagendorff Zeichen einer Herzmuskelentzündung fest.

Bundestrainer Christian Prokop reagierte am Silvestermorgen und nominierte David Schmidt nach. Wie Torwart Johannes Bitter spielt der 26-jährige für den TVB 1898 Stuttgart, wie Linksaußen Patrick Zieker steht er vor seinem Debüt in der Nationalmannschaft. Der gebürtige Karlsruher Schmidt durchlief die Nachwuchsschule der Rhein-Neckar Löwen und lief von 2015 bis 2018 für die Eulen Ludwigshafen auf. In dieser Saison hat der BWL-Student in 15 Spielen 71 Tore erzielt, davon zehn beim 32:33 gegen die Füchse Berlin am vergangenen Sonntag.

„Mit der krankheitsbedingten Absage von Franz Semper fällt uns erneut ein Rückraumrechter aus, der eine hohe Durschlagkraft besitzt. Ich wünsche ihm eine schnelle Genesung“, sagt Prokop. „David Schmidt wird nun mit Kai Häfner zusammen die Position Rückraumrechts ausfüllen. Ich hoffe, dass er die im Verein gezeigten Leistungen voll in die Nationalmannschaft einbringen kann.“

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft kommt am Donnerstag, 2. Januar, bis 11 Uhr in Frankfurt am Main zum Start der EM-Vorbereitung zusammen. Nach Länderspielen gegen Island (Mannheim, 4. Januar, 17.20 Uhr, live im ZDF) und Österreich (Wien, 6. Januar, 14.40 Uhr, live in der ARD) startet das Team in das EM-Turnier. In Trondheim treffen die Männer um Kapitän Uwe Gensheimer auf die Niederlande (9. Januar), Spanien (11. Januar) und Lettland (13. Januar, Spielbeginn jeweils um 18.15 Uhr). Die ersten beiden Teams der Vorrunde ziehen in die Hauptrunde ein, die am 16. Januar in Wien beginnt.

Das Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft:
Linksaußen: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), Patrick Zieker (TVB Stuttgart)
Rückraum links: Fabian Böhm (TSV Hannover-Burgdorf), Philipp Weber (SC DHfK Leipzig), Julius Kühn (MT Melsungen)
Rückraum Mitte: Paul Drux (Füchse Berlin), Marian Michalczik (TSV GWD Minden)
Rückraum rechts: Kai Häfner (MT Melsungen), David Schmidt (TVB Stuttgart)
Rechtsaußen: Tobias Reichmann (MT Melsungen), Timo Kastening (TSV Hannover-Burgdorf)
Kreis: Hendrik Pekeler (THW Kiel), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen), Patrick Wiencek (THW Kiel), Johannes Golla
Tor: Andreas Wolff (KS Vive Kielce/POL), Johannes Bitter (TVB Stuttgart)

Aktuelle Termine
02.01.20: Beginn der EM-Vorbereitung in Frankfurt am Main
03.01.20: Medientermin Männer-Nationalmannschaft in Frankfurt am Main
04.01.20: Länderspiel Männer Deutschland – Island in Mannheim
05.01.20: Flug Männer-Nationalmannschaft nach Wien
06.01.20: Länderspiel Männer Österreich – Deutschland in Wien
07.01.20: Flug Männer-Nationalmannschaft nach Trondheim
09.-26.01.20: EHF EURO 2020 Männer in Norwegen, Österreich und Schweden
09.01.20: Vorrunde EHF EURO 2020 Deutschland – Niederlande
11.01.20: Vorrunde EHF EURO 2020 Spanien – Deutschland
13.01.20: Vorrunde EHF EURO 2020 Lettland – Deutschland


Jahresschlussbörse: Aktienmärkte im Aufwind

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  • Börse Stuttgart setzt 68,7 Milliarden Euro um
  • Exchange-Traded Products mit hohem Handelsvolumen

Stuttgart.| Bei der traditionellen Jahresschlussbörse am 30. Dezember ließ die Börse Stuttgart gemeinsam mit Kunden, Gremienmitgliedern, Freunden, Förderern und Mitarbeitern das Börsenjahr 2019 ausklingen. Dr. Michael Völter, Vorsitzender des Vorstands der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., blickte auf ein relativ schwankungsarmes Jahr zurück, das vom Handelskonflikt der USA mit China sowie der Geldpolitik der Notenbanken geprägt war – und vielen Aktienmärkten ein dickes Plus bescherte.

Der voraussichtliche Handelsumsatz nach Orderbuchstatistik an der Börse Stuttgart im Jahr 2019 beträgt – mit einer Hochrechnung für den letzten Handelstag des Dezembers – rund 68,7 Milliarden Euro. Damit liegt der Umsatz an Deutschlands führendem Parketthandelsplatz über alle Anlageklassen hinweg rund 3 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Starke Zuwächse waren im Handel mit Exchange-Traded Products zu verzeichnen: Hier stieg der Orderbuchumsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 21 Prozent auf rund 12 Milliarden Euro. Dagegen lag das Handelsvolumen bei verbrieften Derivaten aufgrund der geringen Volatilität unter dem Vorjahresniveau und erreichte rund 29,1 Milliarden Euro. Mit einem Marktanteil von rund 66 Prozent baute die Börse Stuttgart bei verbrieften Derivaten ihre Marktführerschaft im börslichen Handel in Deutschland aus. Mit rund 52 Prozent Marktanteil war Stuttgart zudem der führende deutsche Börsenplatz im Handel mit Unternehmensanleihen. Hier lag der Umsatz 2019 bei rund 7,4 Milliarden Euro.

In seinem Ausblick skizzierte Völter, wie sich die Börse Stuttgart für die Zukunft aufstellt: „Wir werden im kommenden Jahr sowohl traditionelle als auch digitale Geschäftsfelder konsequent vorantreiben. Dabei nutzen wir unsere Expertise zu Prozessen und Handelsmodellen aus dem Wertpapierhandel, um Anlegern einen zuverlässigen Zugang zu digitalen Assets zu bieten. Das zeigen die BISON-App, der multilaterale Handelsplatz BSDEX für digitale Vermögenswerte und die Krypto-Verwahrgesellschaft blocknox.“


Am Radweg zwischen Böblingen und Ehningen ruhen die Arbeiten

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Die Maßnahme ist im Zeitplan – mit der Fertigstellung wird im Frühjahr 2020 gerechnet

Kreis Böblingen.| Aktuell ruhen die Arbeiten am Ausbau des Radschnellweg-Bauabschnitts von Böblingen nach Ehningen. Wenn es die Witterungsverhältnisse zulassen, geht es am 27. Januar 2020 weiter. Die Arbeiten sollen im Lauf des Frühjahrs fertiggestellt sein.

Was hat sich bisher getan? Zu Beginn wurde eine Umleitungsstrecke im angrenzenden Waldstück hergestellt und ausgeschildert. Die eigentlichen Radwegbauarbeiten begannen mit dem Abtrag der Asphaltdecke des bisherigen Radwegs. Im Anschluss wurde das Erdreich abgetragen bzw. angefüllt, um die Steigungsgradienten radverkehrsfreundlicher zu gestalten und den Radlern so unnötige Höhenmeter zu ersparen. Auf einem Großteil der Strecke konnte auch der Unterbau bzw. die Frostschutzschicht des zukünftigen Radwegs noch hergestellt werden. Zusätzlich zu den Wegbauarbeiten stellte die Baufirma einen neuen Leitungskanal her, in dem die Stromversorgung und bereits vorhandene Telekommunikationsleitungen Platz finden.

Nach der Radschnellverbindung von Böblingen/Sindelfingen nach Stuttgart ist der Bauabschnitt von Böblingen nach Ehningen schon das zweite Radschnellweg-Bauprojekt in der Region Stuttgart, das der Landkreis Böblingen in die Tat umsetzt. Am 9. September 2019 war der Spatenstich für die rd. zwei km lange Strecke erfolgt. Sie ist Baustein einer künftigen Radschnellverbindung, die bis nach Herrenberg führen könnte. Diese Verkehrsachse stellt einen Ausbauschwerpunkt für die Radinfrastruktur im Landkreis Böblingen dar und ist gleichzeitig Teil des RadNETZ Baden-Württemberg.


Offizieller Start von sechs DB Video-Reisezentren zum 1. Januar

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  • Pilotstandorte Böblingen, Ludwigsburg, Marbach am Neckar, Korntal, Leonberg und Waiblingen
  • Servicezeit für persönliche Beratung per Videokonferenz wird nach Testbetrieb um mehr als 17 Stunden in der Woche ausgeweitet

Stuttgart.| Der Testbetrieb ist beendet. Am 1. Januar 2020 gehen im Gebiet der S-Bahn Stuttgart sechs DB Video-Reisezentren offiziell an den Start. Zu den Pilotstandorten zählen Böblingen, Ludwigsburg, Marbach am Neckar, Korntal, Leonberg und Waiblingen. Nach der zwischen vier- und sechswöchigen Testphase wird die Servicezeit ab dem neuen Jahr um mehr als 17 Stunden in der Woche ausgeweitet.

Längere Öffnungszeiten ohne Unterbrechung
Ab dem 1. Januar sind die DB Video-Reisezentren geöffnet von Montag bis Freitag in der Zeit von 6.00 Uhr bis 19.30 Uhr sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Die Kunden profitieren von längeren Öffnungszeiten ohne Unterbrechung. Insgesamt betragen die Servicezeiten damit in der Woche 87,5 Stunden.

DB Video-Reisezentrum bietet gleichen Service wie DB Reisezentrum
Der Kunde erhält im Video-Reisezentrum den gleichen Service, den er aus dem Reisezentrum gewohnt ist – aber zu längeren Öffnungszeiten. Das mit Bildschirm, Mikrofon und Lautsprecher sowie einem modifizierten Fahrkartenautomaten ausgestattete Video-Reisezentrum bietet neben der persönlichen Beratung auch den Verkauf von Fahrscheinen an. Die Berater für das Video-Reisezentrum sitzen in der Video-Zentrale in Ludwigsburg.

Per Knopfdruck meldet sich der Kunde in der Video-Zentrale. Der Reiseberater schaltet sich auf und ist nun mit dem Kunden per Videokonferenz und Sprachverbindung verbunden. Auf einem zweiten Bildschirm verfolgt der Kunde die Arbeitsschritte des Reiseberaters, wie zum Beispiel die Suche nach einer Verbindung oder einem günstigen Fahrpreis. Fahrkarten, Reservierungen und BahnCards werden direkt in der Kabine erstellt und können mit Bargeld, EC- oder Kreditkarte bezahlt werden.

In Böblingen, Ludwigsburg, Leonberg und Waiblingen bleiben neben den Video-Reisezentren auch die lokalen Reisezentren mit DB-Personal in Betrieb. Aufgrund der ausgeweiteten Servicezeiten der DB Video-Reisezentren werden die Öffnungszeiten der DB Reisezentren ab Montag, 6. Januar 2020, angepasst. In Marbach am Neckar und Korntal erfolgen die Beratung und der Verkauf vollständig per „Video-Schalter“.

Der Verband Region Stuttgart als Aufgabenträger der S-Bahn hat im Juni 2019 die Einführung der DB Video-Reisezentren beschlossen. Bewährt sich dieses verbesserte und erweiterte Angebot erfolgreich, soll der Service ab Sommer 2020 an weiteren Standorten angeboten werden.


Alternativen zum lauten Silvester-Feuerwerk

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Knallgeräusche erschrecken Wildtiere im Wald und Vögel im Garten

Stuttgart.| Das neue Jahr wird traditionell mit lautem Silvester-Feuerwerk begrüßt. Dabei wird oft vergessen, was das für die Natur bedeutet: Die lauten Geräusche verschrecken Tiere und die Reste von Raketen, Böllern und Knallfröschen bleiben häufig auf Straßen und Grünflächen liegen. Auch manche Haustiere leiden unter dem Lärm. Vor allem in den Städten setzt das Böllern und Raketen abschießen an Silvester außerdem viel Feinstaub frei, der die Gesundheit gefährdet. Der NABU rät daher dazu, der Natur zuliebe auf das große Silvester-Feuerwerk zu verzichten.

Vögel werden von lautem Feuerwerk aufgeschreckt: Gefiederte Höhlenbewohner wie die Meise erwachen und geraten in Stress, Wasservögel fliegen teilweise auf. Anschließend brauchen sie lange, bis sie wieder zur Ruhe kommen. „Das nächtliche Umherfliegen kostet Vögel unnötig Energie, auf die sie gerade in langen, kalten Winternächten angewiesen sind“, erläutert NABU-Ornithologe Dr. Stefan Bosch. Das gleiche Problem haben Wildtiere im Wald, von denen gerade im Winter viele ihren Stoffwechsel auf ein Minimum reduzieren. Sie schrecken durch Silvester-Feuerwerk in der Nähe auf und werden in Stress versetzt, wodurch sie wertvolle Energiereserven verbrauchen. Daher sollte Feuerwerk nie in der Nähe von Wäldern gezündet werden. Auch in öffentlichen Grünanlagen sammeln sich viele Vögel und andere Tiere zur Nachtruhe, genauso wie in Gärten oder auf Bäumen und im Gebüsch.

Den Tieren und der Natur zuliebe ist ein bewusster Umgang mit dem Silvester-Feuerwerk ratsam. Raketen oder Knallfrösche sollten möglichst nur kurze Zeit gezündet werden und nicht in der Nähe von Feld, Wald und Flur, öffentlichen Grünanlagen sowie Fluss- und Seeufern. Noch besser ist es, komplett auf geräuschvolles Feuerwerk zu verzichten.

Bunte Vogelschar statt farbenfrohes Feuerwerk
Statt mit lautem Böllern können die ersten Morgenstunden in 2020 mit Vogelgezwitscher an den Futterplätzen beginnen. Im Winter sammeln sich dort Rotkehlchen mit ihrer rot leuchtenden Brust, Kohlmeisen und Blaumeisen mit zartem Gelb und Blau, Grünfinken bringen ein herrliches Grün ein. Sie zaubern ein zwitscherndes Farbfeuerwerk. „In speziellen Futtersilos, die es zum Aufhängen oder für den Boden gibt, bleibt das Futter vor Feuchtigkeit und Keimen geschützt“, so Bosch. Als Basisfutter eignen sich Sonnenblumenkerne, die von fast allen Vögeln gerne gefressen werden. Weichfutterfresser wie das Rotkehlchen erfreuen sich zusätzlich an Rosinen und Haferflocken. So werden die heimischen Wintervögel mit einem leckeren Neujahrsbuffet begrüßt. Vom 10. bis zum 12. Januar 2020 lädt der NABU dann Vogelfreundinnen und -freunde zur 10. „Stunde der Wintervögel“ ein.