Förderbescheid vom Bundesverkehrsministerium

Baden-Württemberg.| Mit dem System FAIRTIQ können in der Schweiz Tickets aller Verkehrsverbünde und des nationales Eisenbahnsystems in einer App mit einem check-in-check-out-Verfahrens gekauft werden. Der Kunde checkt sich mit seinem Handy bei Fahrtantritt lediglich einmal ein und beim Ausstieg wieder aus. Der Fahrpreis wird automatisch berechnet. Der Fahrgast braucht bei diesem System keinerlei Tarifkenntnisse. Er muss sich auch nicht mehr um die Grenzen der Verkehrsverbünde kümmern. Er bekommt automatisch den jeweiligen Verbundtarif oder im verbundüberschreitenden Verkehr den Schweiz-weiten Bahntarif abgerechnet.

Genau ein solches System streben auch die baden-württembergischen Verbünde an und haben dafür bereits einen „Letter of Intend“ unterschrieben. Der VVS wird in Kürze ein Pilotprojekt starten. Projektpartner sind die Stuttgarter Straßenbahnen AG, der benachbarte Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis und das Schweizer Dienstleister FAIRTIQ. Mit dem Pilotprojekt soll nachgewiesen werden, dass das check-in-check-out-Verfahren auch in unterirdischen S- und U-Bahn-Stationen einwandfrei funktioniert und dass auch die Zuordnung zu den Tarifsystemen der Verbünde und des Baden-Württemberg-Tarifs keine Probleme bereitet. Zum Test werden im ersten Halbjahr 2020 interessierte Kunden eingeladen.

Dieses Pilotprojekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit 128.000 Euro finanziell gefördert. Der Förderbescheid wurde heute (am 19. Dezember 2019) in Berlin von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dem VVS-Geschäftsführer Horst Stammler überreicht. Der Zuschuss wird im Rahmen des Bundesprogramms Saubere Luft („Dieselmilliarde“) gewährt.

Horst Stammler: „Wir freuen uns über den Zuschussbescheid. Jetzt können wir loslegen. Unser Ziel ist, bis 2022 ein landesweites eTicket-System für alle 22 Verkehrsverbünde und den Baden-Württemberg-Tarif zu schaffen“.