COVID-19-Pandemie erfordert Kurzarbeit bei Daimler

0
  • Unternehmen reagiert auf weitreichende Auswirkungen des Corona-Virus
  • Kurzarbeit in Deutschland ab 6. April 2020
  • Grundfunktionen sowie strategische Zukunftsprojekte sind nicht betroffen
  • Lokale Betriebsvereinbarungen regeln die Umsetzung an den Standorten
  • Proaktive Entscheidung, um das Unternehmen auf vorübergehend niedrigere Nachfrage vorzubereiten und Finanzkraft zu sichern

Aufgrund der sich zuspitzenden COVID-19-Pandemie haben Vorstand und Gesamtbetriebsrat der Daimler AG beschlossen ab 6. April 2020 Kurzarbeit für einen Großteil der Produktion und ausgewählte Verwaltungsbereiche zu beantragen. Damit reagiert das Unternehmen auf die weitreichenden Auswirkungen des Corona-Virus und die daraus resultierenden zunehmend schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen. Unternehmensleitung und Betriebsrat haben sich deshalb darauf geeinigt, die bestehenden Maßnahmen zu erweitern und zunächst bis zum 17. April 2020 in Kurzarbeit zu gehen. Von der Kurzarbeit sind sowohl Pkw-, Transporter- und Nutzfahrzeug-Werke des Unternehmens in Deutschland betroffen. Notwendige Grundfunktionen sowie Zukunftsthemen und strategische Projekte sind von der Kurzarbeit ausgenommen, um nach der Krise wieder voll durchstarten zu können. Die konkrete Ausgestaltung der Kurzarbeit wird jetzt standortspezifisch in lokalen Betriebs¬vereinbarungen geregelt, die gemeinsam mit dem Betriebsrat abgeschlossen werden.

Mit diesen Maßnahmen leistet Daimler seinen Beitrag, die Belegschaft zu schützen, die Ausbreitung dieser Pandemie einzudämmen und die Beschäftigung zu sichern. Gleichzeitig trägt diese Entscheidung dazu bei, Daimler auf eine Phase vorübergehend niedrigerer Nachfrage vorzubereiten und die Finanzkraft des Unternehmens zu sichern.

Bereits Mitte März hat sich Daimler entschieden, den Großteil seiner Produktion sowie die Arbeit in ausgewählten Verwaltungsbereichen in Europa für zunächst zwei Wochen zu unterbrechen. Der Konzern orientiert sich dabei an den Empfehlungen der internationalen, nationalen und lokalen Behörden. Die Unterbrechung betrifft europäische Pkw-, Transporter- und Nutzfahrzeug-Werke des Unternehmens. In dieser Phase konnten die Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter in Deutschland weitgehend abgebaut und somit die Voraussetzungen für Kurzarbeit geschaffen werden. Unternehmensleitung und Gesamtbetriebsrat beobachten die Lage stetig und werden, wenn notwendig, weitere Maßnahmen einleiten. Für die europäischen Standorte gelten die länderspezifischen Regelungen.


Coronavirus: Hotline jetzt auch am Wochenende erreichbar

0

Stuttgart.| Bei Fragen rund um das Thema Corona erhalten Bürgerinnen und Bürger Antworten und Hilfe über die Corona-Hotline. Diesen Service weitet die Landeshauptstadt Stuttgart aus: Ab sofort ist die Anlaufstelle auch am Wochenende von 11 bis 15 Uhr erreichbar. Das hat die Stadt am Donnerstag, 26. März, bekanntgegeben.

Fabian Mayer, Erster Bürgermeister, sagte: „Das Angebot wurde von Beginn an sehr gut angenommen. Seither lernen wir stetig dazu − nicht nur, was die Inhalte betrifft, zu denen Bürgerinnen und Bürger um Rat und Antworten bitten, sondern auch bei den Erreichbarkeiten. Auf die fortwährend hohe Anzahl an Anrufen haben wir nun reagiert und unser Angebot ausgebaut. Auch am Wochenende wollen sich die Bürger informieren. Ich bin glücklich, dass sich unter unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so viele Freiwillige gemeldet haben. ”

Seit dem 19. März ist die Hotline für Bürgerinnen und Bürger geschaltet. Seither nehmen geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Ämtern der Stadt werktags rund 1600 Anrufe entgegen. Insgesamt konnten so in einer Woche rund 8000 Anrufe bedient werden. Besonders häufig werden dabei Fragen zu Testergebnissen sowie zu den Regeln für Quarantäne und häuslicher Isolation gestellt. Ebenso häufig erkundigen sich Bürgerinnen und Bürger nach Entschädigungen, Selbständige bitten um Informationen zu möglichen Unterstützungsleistungen. Des Weiteren drehen sich die Anrufe um Fragen des täglichen Lebens, wie der Besuch bei medizinischen Diensten, Physiotherapeuten und Logopäden.

Die Corona-Hotline ist fortan an Samstagen und Sonntagen von 11 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0711/216-88200 zu erreichen, montags bis freitags sind von 8 bis 18 Uhr die Telefonnummern 0711/216-88688 und 0711/216-88888 geschaltet. Im Internet informiert die Stadt unter www.stuttgart.de/corona über das Virus, über neue Verordnungen und Regelungen sowie über die Auswirkungen auf das öffentliche Leben.


Online Poker: Tipps und Tricks

0

Geschäftliche Information

Gerade das Online Poker ist sehr beliebt, egal ob alleine oder mit Freunden. Es gibt eine große Auswahl an Anbietern im Bereich des Online Pokerspiels im Internet. Hier kann man rund um die Uhr ohne Kosten pokern. Auch das Spiel um echtes Geld ist möglich. Verschiedene Pokervarianten machen das Online Spiel zum echten Spielspaß.

Die besten Anbieter
Bei den Pokervarianten gibt es beispielsweise die Cash Games, die Sit&Go Turniere oder andere große Turniere. Wer kostenlos online Poker spielen möchte, sollte sich auf dieser Seite umsehen. Auf dem Online-Poker-Markt gibt es viele Poker-Stars. Gerade für Anfänger sind spezielle Anbieter perfekt, die ein Gratis-Startkapital anbieten. Nach einer kostenlosen Anmeldung kann man hier starten und bekommt das Geld gratis dazu. Zu keinem Zeitpunkt ist hier eine Einzahlung nötig. Jedoch ist dennoch die Möglichkeit vorhanden, dass man um echtes Geld spielt. Dann bekommt man einen größeren Bonus und ein Gratisgeschenk. Diese Boni-Aktionen machen das Online-Pokerspiel so attraktiv. Egal wie groß beispielsweise auch die erste Einzahlung ist, man kann dennoch an vielen gratis Turniertickets oder anderen Aktionen teilnehmen. So ist es möglich, auf verschiedenen Ebenen das Guthaben zu vergrößern. Das Spielerkonto ist selbstverständlich kostenlos und ohne Risiko.

Der Bonuscode
Für Anfänger eignen sich diese Anbieter perfekt und der Bonuscode wird nach der Anmeldung zugesendet. Für Spielbegeisterte empfiehlt es sich immer, vorher Informationen zu schaffen, wo die Schwächen und die Stärken des jeweiligen Anbieters liegen, besonders, wenn man um echtes Geld spielen möchte. Wer kostenlos Poker spielen will, findet auf jeden Fall viele Seiten hierfür. Wer grundsätzlich das Spiel mit echtem Geld als Ziel hat, sollte sich gerne zuerst bei den kostenlosen Varianten einüben und sich an den Pokerraum und die Software sowie die Spielbedingungen gewöhnen. Dann fällt der Umstieg auf das Echtgeld nicht mehr so schwer.

Außergewöhnliche Spielesoftware
Auch 3D-Pokersoftware ist erhältlich und hier wird hier die gesamte Umgebung im Pokerraum in 3D dargestellt. Im Vergleich dazu sind bei anderen Spielen die Tische nur von oben zu sehen und die Spieler-Icons bzw. die Avatare und die Sitzplätze in zweidimensionaler Form zu sehen. Bei den attraktiven 3D-Pokerräumen kann auch der Blickwinkel frei gedreht werden. Mit dem eigenen Avatar können viele Bewegungen und Chiptricks durchgeführt werden. Das dient zur Unterhaltung oder kann den Gegner im Spiel auch bewusst ablenken und verwirren.

Poker-Regeln für das Online-Spiel kennenlernen
Voraussetzung für ein gelungenes Online-Poker-Spiel sind die Regeln. Die Pokerregeln können kostenlos heruntergeladen werden. Hier gibt es im Internet viele Informationen für Leute, die die Poker-Regeln noch nicht kennen, aber gerne mit dem Spielen beginnen würden. Der kostenlose PDF-Download zeigt die grundlegenden Spielregeln. Diese kann der User auch an seiner Mitspieler weitergeben und durch die perfekten Strategien werden auch Anfänger zu Gewinnern. Der Testmodus ermöglicht ein Üben ohne Risiko. Wenn dann die Regeln geläufig sind, dann werden die Strategien angeeignet: Einsatzgrößen, Odds, Outs, Starthände und das Bluffen, das ebenfalls gelernt sein will.

Fazit:
Online Poker ist beliebt und die besten und seriösesten Anbieter findet man auf den Vergleichsseiten. Für Anfänger gibt es spezielle Poker-Anbieter, die viele Boni einräumen. Auch die Pokerregeln können kostenlos heruntergeladen werden.


Corona-Hotline der aktiven Stuttgarter e.V. ­

0
Die aktiven Stuttgarter stellen eigene Hotline auf die Beine

Stuttgart.| Ab heute startet die Corona-Hotline der aktiven Stuttgarter. Sie ist täglich zwischen 13 und 17 Uhr besetzt und richtet sich an alle hilfesuchenden Stuttgarter Unternehmen, nicht nur die Unternehmen der Mitgliedsvereine. Die Anfragen werden zeitnah an Experten weitergeleitet und innerhalb der nächsten 24 Stunden beantwortet. Gefördert und unterstützt wird die Initiative von der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart.

Gerade die sehr kleinen Stuttgarter Unternehmen sowie die freien Berufe benötigen besondere Unterstützung in dieser Krise. Aus diesem Grund haben die aktiven Stuttgarter die Hotline eingerichtet, von Stuttgarter Experten für Stuttgarter Unternehmen, die niederschwellig den Unternehmen hilft und viele Fragen rund um das Virus, Hygiene- und Arbeitsvorschriften beantwortet sowie Informationen zu wirtschaftlichen Hilfen weiterleitet. Erreichbar sind die Experten über die Nummer der aktiven Stuttgarter, die gleichzeitig die Hotline-Nummer ist:   0711 3000 1822. Auch per E-Mail können die Unternehmen ihre Anfragen einreichen: [email protected]

Die aktiven Stuttgarter – Gemeinschaft der Vereine für Handel, Handwerk, Gewerbe, Dienstleistungen und Freie Berufe e.V. – freuen sich auf rege Nutzung der Hotline und werden alle Antworten gebündelt auf der FAQ-Seite im Internet unter www.aktive-stuttgarter.de einstellen.


Erster Corona-Todesfall im Landkreis Böblingen

0

255 bestätigte Infektionen im Landkreis Böblingen
Landrat Roland Bernhard: „Meine Gedanken sind bei den Angehörigen!“

Kreis Böblingen.| Die traurige Realität ist auch im Landkreis Böblingen angekommen; auch hier gibt es jetzt den ersten Todesfall eines Covid-19-Patienten. Es handelt sich um einen 84jährigen Mann, der im Krankenhaus Herrenberg verstorben ist.

Angesichts dieser Nachricht erneuert Landrat Roland Bernhard seinen gestrigen Appell, sich an die Regeln zu halten, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. „Denken Sie nicht nur an sich, sondern denken Sie an die besonders gefährdeten Risikogruppen“, so Bernhard. „Den Angehörigen gehört mein Mitgefühl. Lassen Sie uns alle nicht die Zuversicht verlieren, diese schwierige Zeit gemeinsam zu meistern.“

Die aktuelle Zahl bestätigter Infektionen im Landkreis Böblingen beträgt 255 (Stand 23.3., 8 Uhr). Stationär sind derzeit insgesamt in allen vier Krankenhäusern im Landkreis 39 Patienten. Davon sind 15 intensivmedizinisch betreut, 9 beatmet. Baden-württembergweit beträgt die Zahl der bestätigten Fälle 4.300, die Zahl der Todesfälle 27 (Stand 22.3., 15 Uhr).


Coronavirus: Infektionen steigen weiter – Erster Stuttgarter Todesfall

0

Stuttgart.| In Stuttgart gibt es inzwischen 430 (Stand 22. März 2020, 16 Uhr) gemeldete Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus, teilte die Stadt am Sonntag, 22. März, mit. Am Freitag waren es 341 gemeldete Erkrankungen.

Erstmals ist eine Stuttgarter Bürgerin an dem Coronavirus COVID-19 gestorben. Es handelt sich um eine 79-jährige, die in einem Krankenhaus im Großraum Stuttgart stationär behandelt worden war und an einer Vorerkrankung litt. Sie verstarb am 20. März 2020.

Der Leiter des Gesundheitsamts, Prof. Stefan Ehehalt sagte am Sonntag, 22. März: „Die Zahlen steigen weiter: Infektionsketten sind nur noch schwer lückenlos nachvollziehbar. Deswegen sind alle umso mehr gefordert, der Ausbreitung des Virus durch Einhaltung der Verhaltensregeln und Verbote Einhalt zu gebieten.“ Das Gesundheitsamt zählt über 1700 Kontaktpersonen.

Für Coronaviren besteht eine gesetzliche Meldepflicht. Nach Eingang der Meldungen wird jeder Fall überprüft, unter anderem, welches örtliche Gesundheitsamt zuständig ist oder ob Doppelmeldungen vorliegen. Im Rahmen der Ermittlungen kann es zu gewissen Schwankungen kommen, die für solch ein dynamisches Geschehen typisch sind. Die Meldungen an das Landesgesundheitsamt erfolgen tagesaktuell.

Fieber-Ambulanz als Auffangstation
Des Weiteren weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass in der Fieber-Ambulanz im Alten Reitstadion weitere Kapazitäten geschaffen worden sind. Die Fieber-Ambulanz dient dazu, die Stuttgarter Kliniken zu entlasten. Grundsätzlich können dort alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter vorsprechen, die Infektzeichen haben bzw. die aus Risikogebieten zurückgekehrt sind oder Kontakt zu Corona-Infizierten hatten. Zur Vereinfachung der Abläufe können die Bürgerinnen und Bürger auch ohne Voranmeldung oder Überweisung durch einen Hausarzt in der Fieber-Ambulanz im Alten Reitstadion zwischen 10 und 18 Uhr vorsprechen.

Notwendige Verhaltenshinweise
Generell gilt: Das Coronavirus wird durch direkten Kontakt untereinander verbreitet, insbesondere durch Tröpfchenübertragungen und Händeschütteln. Beachten Sie deshalb unbedingt die Hygieneregeln zum regelmäßigen Händewaschen und zum Niesen in die Armbeuge. Bleiben Sie auf Abstand zu anderen Personen, am besten zwei Meter. Das gilt auch beim Schlangestehen. Sie sollten soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren und zuhause bleiben.

Vermeiden Sie unbedingt Ansteckungsrisiken. Nehmen Sie das Coronavirus ernst. Gehen Sie nicht leichtfertig mit Ihrer Gesundheit und der Ihrer Mitmenschen um. Beachten Sie zwingend alle Verbotsregeln. Nur so kann es gelingen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Ansteckungsketten zu unterbrechen.


Branddirektion organisiert Feuerwache 5 nach Corona-Infektion um

0
Keine Einschränkungen für Bürger

Stuttgart.| In einer Wachabteilung der Berufsfeuerwehr hat es eine erste bestätige Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gegeben, teilte die Branddirektion Stuttgart am Sonntag, 22.März, mit.

In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurde daraufhin die gesamte Wachabteilung einem Coronatest unterzogen, zwei weitere Feuerwehrleute stellten sich als infiziert heraus. Die Ansteckung erfolgte offenbar durch eine direkte Zusammenarbeit im Rettungsdienst. Die nicht betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können weiterhin uneingeschränkt eingesetzt werden.

Da der medizinische Rettungsdienst eine potentielle Ansteckungsquelle ist, wird dieser ab Montag von der Feuerwache 5 Filder getrennt. Derzeit wird das Feuerwehrhaus der Abteilung Riedenberg zu einer Interims-Rettungswache ertüchtigt. Die betroffene Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr wird in dieser Zeit auf die Feuerwache 5 verlegt und bleibt im Dienst.

Mit den beschriebenen Sicherheitsvorkehrungen bleibt die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr Stuttgart aufrecht erhalten. Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger gibt es nicht.


Fliegerbombe entschärft

0

Stuttgart-Möhringen.| Von dem Blindgänger in Stuttgart-Möhringen geht keine Gefahr mehr aus. Das hat die Landeshauptstadt am Sonntag, 22. März, bekannt gegeben. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst konnte die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärfen. Rund 1.000 Anwohnerinnen und Anwohner, die aus Sicherheitsgründen evakuiert werden mussten, konnten in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.

Die Entschärfung der 250 kg schweren britischen Fliegerbombe verlief problemlos. Zunächst evakuierte die Polizei vorsorglich einen Sicherheitsbereich und sperrte das Gebiet rund um die Fundstelle für den Verkehr. Um 9.45 Uhr begann der Sprengmeister mit den Entschärfungsarbeiten. Gegen 11 Uhr gab er Entwarnung.

Nach der Auswertung von Luftbildaufnahmen hatten Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes in Möhringen den Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet. Eine Untersuchung brachte Gewissheit. Während der Entschärfungsarbeiten konnten Personen ohne andere Aufenthaltsmöglichkeiten das Königin-Charlotte-Gymnasium in der Sigmaringer Str. 85 als Unterkunft nutzen. Dabei wurde sichergestellt, dass die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Mindestabstände zwischen den Personen zur Eindämmung des Corona-Virus eingehalten wurden. Etwa 30 evakuierte Betroffene hielten sich bis zum Ende der Entschärfung in den Räumlichkeiten des Königin-Charlotte-Gymnasiums auf.


Verhalten in Zeiten von Corona

0
  • OB Kuhn: „Regeln zwingend notwendig“
  • Polizei kontrolliert Einhaltung der Verordnungen

Stuttgart.| Damit sich das Coronavirus nicht weiter ausbreitet, sind alle Versammlungen und Veranstaltungen verboten. Die Regelung gilt grundsätzlich sowohl drinnen als auch draußen. Hintergrund der Regelung ist, dass sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig an einer Örtlichkeit aufhalten. Zudem sind Sport- und Spielplätze geschlossen. Dennoch treffen sich nach wie vor viele Menschen in öffentlichen Parks und auf Plätzen – wie Schlossplatz, Marienplatz oder Max-Eyth-See – und halten dabei den Mindestabstand von zwei Metern nicht ein. Immer wieder wird auch die Sperrung der Sport- und Spielplätze ignoriert. Stadt und Polizei weisen darauf hin, dass die infektionsschützenden Maßnahmen, die in den Verordnungen des Landes Baden- Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart niedergeschrieben sind, für die Bevölkerung bindend sind.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte am Donnerstag, 19. März: „Jeder muss die Verhaltensregeln unbedingt beachten. Das fällt nicht immer leicht, aber die Regeln sind zwingend notwendig und dienen dem eigenen Schutz und dem Schutz aller. Das gilt beim Einkauf und im öffentlichen Raum. Wer sich nicht an die Verhaltensregeln hält, wer jetzt noch in Gruppen die Plätze oder Parks bevölkert, handelt sehr fahrlässig und gefährdet unser Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und die Ansteckungsketten zu unterbrechen.“

Die Polizei überwacht ab jetzt intensiv die Einhaltung der Verordnungen, insbesondere im Hinblick auf untersagte Veranstaltungen und Versammlungen. Kontrolliert wird verstärkt im öffentlichen Raum – insbesondere auf Straßen, Plätzen, in Anlagen und an sonstigen Treffpunkten.

Verhaltensregeln beachten
Generell gilt: Das Coronavirus wird durch direkten Kontakt untereinander verbreitet, insbesondere durch Tröpfchenübertragungen und Händeschütteln. Beachten Sie deshalb unbedingt die Hygieneregeln zum regelmäßigen Händewaschen und zum Niesen in die Armbeuge. Verzichten Sie aufs Handgeben. Fassen Sie sich nicht ins Gesicht. Bleiben Sie auf Abstand zu anderen Personen, am besten zwei Meter. Das gilt unbedingt auch beim Schlangestehen im Supermarkt, im Baumarkt, wo auch immer. Vermeiden Sie es dringlich, Menschentrauben zu bilden – in Parks, auf öffentlichen Flächen und auf Sport- oder Spielplätzen.

Überhaupt sollten Sie soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren und zuhause bleiben. Vermeiden Sie unbedingt Ansteckungsrisiken. Nehmen Sie das Coronavirus ernst. Gehen Sie nicht leichtfertig mit Ihrer Gesundheit und der Ihrer Mitmenschen um. Beachten Sie zwingend alle Verbotsregeln. Nur so kann es gelingen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Ansteckungsketten zu unterbrechen.

Unter www.stuttgart.de/corona informiert die Stadt über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben.


UEFA legt fest: EURO erst im Sommer 2021

0

Nach Beratungen der 55 Mitgliedsverbände sowie der Führungsriegen der Klubvereinigung ECA, des Ligen-Interessenverbundes European Leagues und der Spielergewerkschaft FIFPro hat das UEFA-Exekutivkomitee heute entschieden, dass die Europameisterschaft erst im Sommer 2021 ausgetragen wird.

Die Endrunde soll demnach vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden. Die Play-off-Spiele für die EURO, die ursprünglich für März 2020 vorgesehen waren, wurden in den Juni 2020 verlegt. Das Exekutivkomitee entschied zudem, dass Wettbewerbe, die im Juni 2021 stattfinden sollten, neu terminiert werden. Dies betrifft das Final Four der Nations League sowie die Europameisterschaften der Frauen und der U 21. Genaue Termine sind noch offen.

Keller: “Es gibt keine Alternative zur Verschiebung der EURO”
DFB-Präsident Fritz Keller sagt: “Unser Dank gilt allen Entscheidungsträgern*innen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft, die in diesen Tagen Verantwortung übernehmen – in einer schweren Zeit, in der nie dagewesene Herausforderungen gemeinsam bewältigt werden müssen. Nur wenn wir solidarisch handeln, dann können wir diese Krise zusammen überstehen. Ich möchte mich bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, den bundesweiten Spielbetrieb in der vergangenen Woche innerhalb kürzester Zeit von 80.000 Spielen, die jedes Wochenende stattfinden, einzustellen. Auch dadurch hat der Fußball einen Beitrag geleistet, die Zahl der Neuinfektionen nicht noch weiter ansteigen zu lassen. Die Kolleginnen und Kollegen der UEFA, denen wir uns nicht zuletzt als Ausrichter der Europameisterschaft 2024 besonders verbunden fühlen, sind heute ihrer Verantwortung gerecht geworden und haben einen Plan für ihre 55 Mitgliedsverbände aufgestellt. Wohlwissend, dass alles, was wir hier und heute beschließen, morgen oder übermorgen wieder überholt sein kann. Wir müssen nun lernen, in Szenarien zu denken. Es gibt keine Alternative zur Verschiebung der Europameisterschaft. Jetzt ist es an der Zeit, nicht nur in Deutschland und in Europa, sondern überall auf der Welt die Gesundheit der Menschen nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Gleichzeitig müssen wir schon jetzt daran denken, wie es nach der Pandemie mit dem Fußball weitergeht, der so viele Menschen in seinen Bann zieht.”

Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften und Akademie: “Es gibt für die aktuelle Situation kein Handbuch, keine Erfahrungswerte. So gerne wir nun gegen Italien und Spanien, insbesondere aber die EURO 2020 im Sommer mit unserer jungen Mannschaft und den drei tollen Heimpartien in München gespielt hätten, so alternativlos sind diese Entscheidungen im Moment. Wir alle wissen, welch hohe Bedeutung der Fußball für die Gesellschaft hat und hatte – auch und gerade in schwierigen Zeiten hat der Fußball immer wieder seine verbindende Kraft gezeigt und Zuversicht entstehen lassen. In der aktuellen Phase geht es darum, diese verbindende Kraft so zu nutzen, uns alle zurückzunehmen. Unsere Aufgabe ist es nun, die weitreichenden Folgen, die diese Entscheidungen auf den gesamten Fußball haben, einzuordnen und an Lösungen zu arbeiten. Damit müssen wir uns in den nächsten Wochen auf allen Ebenen beschäftigen. Ich weiß, dass unsere Nationalspieler*innen in dieser schwierigen Situation auch Vorbilder sind: Vorbilder für Zusammenhalt, für Zuversicht und ganz besonders auch für Solidarität. Wir alle müssen uns einbringen.”

Lahm: “Richtiger und konsequenter Schritt”
Bundestrainer Joachim Löw: “Mich persönlich haben die Entwicklungen der vergangenen Wochen und Monate sehr nachdenklich gemacht. Gleichzeitig spüre ich in dieser schwierigen Situation aber auch, dass die Menschen verständnisvoller und wohlwollender miteinander umgehen. Ich habe das Gefühl, dass gegenseitige Rücksichtnahme wieder eine größere Rolle spielt. Wir alle müssen die Gesundheit und das Leben von Menschen schützen, das gilt selbstverständlich auch für den Fußball. Deshalb ist es völlig richtig und alternativlos, die EURO zu verschieben. Unsere Nationalspieler sind natürlich über die Entscheidung informiert, sie sind zudem mit ihren Vereinen und den dortigen Trainern in Kontakt, trainieren derzeit größtenteils individuell, bis abzusehen ist, wie sich die Lage insgesamt entwickeln wird. Sie hätten natürlich wahnsinnig gerne die EURO im Sommer gespielt, was sie sich auch erarbeitet hatten. Jeder Sportler lebt doch für diese großen Spiele, für diese großen Turniere, die ein Land, einen ganzen Kontinent oder bei Weltmeisterschaften die ganze Welt begeistern.”

Philipp Lahm, Geschäftsführer der DFB EURO GmbH: “Die Verlegung der EURO 2020 ist unter den gegebenen Umständen ein richtiger und konsequenter Schritt. Wir alle lieben den Fußball. Aber im Angesicht der Pandemie müssen wir neue Schwerpunkte setzen. Die Gesundheit der Menschen ist das höchste Gut. Wir müssen es gemeinsam schützen. Ich appelliere an alle, die Weisungen der Gesundheitsbehörden genau zu befolgen. Wir können die Pandemie nur gemeinsam besiegen. Als Team.”

Flexibilität bei Klubwettbewerben
Fans, die für die EURO 2020 Tickets erworben hatten und Fragen zur Rückerstattung haben, wenden sich bitte an die zuständigen Stellen der UEFA.

Neben der Verlegung der EURO 2020 möchte die UEFA maximale Anstrengungen unternehmen, um die nationalen und europäischen Klubwettbewerbe bis zum 30. Juni 2020 abzuschließen. Dies könnte bewirken, dass UEFA-Wettbewerbe wie die Champions League und Europa League auch am Wochenende stattfinden könnten. Im Gegenzug seien Partien der nationalen Ligen, beispielsweise der Bundesliga, von Dienstag bis Donnerstag möglich, die ursprünglich den europäischen Wettbewerben vorbehalten waren.