W&W-Gruppe auch 2019 ertragsstark

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  • Finanzdienstleistungsgruppe nach drei Jahren der Transformation mit wachsendem Neugeschäft und zunehmenden Erfolgen beim digitalen Umbau.
  • Der Hauptversammlung wird für 2019 eine konstante Dividende von 65 Eurocent je Aktie vorgeschlagen.
  • Vorstandsvorsitzender Jürgen A. Junker: „Die W&W-Gruppe hat einen klaren Kurs und ist wetterfest aufgestellt für ein unruhiges und herausforderndes Marktumfeld.“

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat 2019, im dritten Jahr ihrer Transformation, erneut eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung verzeichnet. Das Konzernjahresergebnis nach Steuern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreswert um rund 16 Prozent auf 249,1 Millionen Euro. Es lag damit am oberen Ende des Zielkorridors von 220 bis 250 Millionen Euro, den die W&W-Gruppe nachhaltig anstrebt. Zu dieser erfreulichen Ertragsentwicklung trugen ein erneut sehr gutes versicherungstechnisches Ergebnis, das eine vorsichtige Risikopolitik widerspiegelt, der nur moderate Anstieg der Verwaltungsaufwendungen und ein deutlich verbessertes Finanzergebnis bei. Das Neugeschäft entwickelte sich erfreulich und profitierte dabei immer stärker von neuen digitalen Produkten. Die Aktionärinnen und Aktionäre werden an der guten Geschäftsentwicklung mit einer soliden Dividende beteiligt.

Jürgen A. Junker, Vorstandsvorsitzender der W&W AG: „Drei Jahre nach dem Aufbruch der W&W-Gruppe in die digitale Zukunft können wir eine mehr als ermutigende Zwischenbilanz ziehen. Die W&W-Gruppe ist im Markt erfolgreich, gewinnt Kunden und Marktanteile und schafft sich neue Gestaltungsspielräume – und dies alles aus eigener Kraft und durch tägliche harte Arbeit. Unsere Gruppe ist heute deutlich effizienter, agiler und kundennäher als zu Beginn unserer Reise. Bei aller Zufriedenheit über das Erreichte gilt jedoch: Wir haben erst ein Stück unseres Weges zurückgelegt. In einem unruhigen und herausfordernden Umfeld, das außer durch Negativzinsen und wachsende Regulatorik nun auch noch durch die Folgen der Corona-Epidemie geprägt ist, bleiben bilanzielle Wetterfestigkeit, Kostendisziplin und ein gesundes Maß an Bodenständigkeit unsere Grundsätze, um auf der Erfolgsspur zu bleiben.“

Wichtige Konzern-Kennzahlen des Jahres 2019

  • Der Konzernüberschuss nach Steuern lag mit 249,1 Millionen Euro um rund 16 Prozent über dem Vorjahreswert von 215,2 Millionen Euro und am oberen Ende der bis 250 Millionen Euro reichenden Zielspanne. Wie in den Vorjahren entfiel der größte Ergebnisbeitrag mit 143,6 Millionen Euro (2018: 131,4 Millionen Euro) auf das Segment Schaden-/Unfallversicherung.
  • Treiber der Ertragsentwicklung des Konzerns waren:
  • Ein nochmals verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis.
  • Ein erheblich gestiegenes Finanzergebnis, bei dem die W&W vor allem von einem marktbedingt verbesserten Bewertungsergebnis auf festverzinsliche Wertpapiere und Eigenkapitaltitel profitierte.
  • Ein erfolgreiches Kostenmanagement mit einem Anstieg der Verwaltungsaufwendungen um nur 0,7 Prozent, der erneut unter dem Neugeschäftswachstum und unter der Inflationsrate in Deutschland lag.

Neugeschäft in den Segmenten

  • In der Baufinanzierung konnte das Neugeschäft die hohe Dynamik aus dem Vorjahr halten und einen Zuwachs von erneut rund 14 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro erzielen (inklusive Vermittlungen ins Fremdbuch). In einem weiterhin freundlichen Marktumfeld angesichts der Wohnungsknappheit in den Ballungszentren wuchs die Wüstenrot Bausparkasse überproportional zur Branche und baute ihren Marktanteil aus. Zahlreiche Produktverbesserungen, neue Betreuungskonzepte für großvolumige Baufinanzierungen und auch schnellere Abwicklungsprozesse wirkten sich positiv aus.
  • Das Brutto-Bausparneugeschäft lag mit 13,5 Milliarden Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau von 13,7 Milliarden Euro. Zählt man das Neugeschäft der 2019 erworbenen und seit dem 1. Januar 2020 konsolidierten Aachener Bausparkasse hinzu, wäre sogar ein leichtes Wachstum erzielt worden. Das Netto-Neugeschäft blieb 2019 mit 11,2 Milliarden Euro leicht unter den 11,4 Milliarden Euro des Vorjahrs; inklusive der Aachener Bausparkasse wäre auch hier ein leichtes Plus erzielt worden. Wüstenrot ist unverändert die Nummer zwei unter den Bausparkassen in Deutschland.
  • In der Schaden-/Unfallversicherung der Württembergischen Versicherung AG stiegen die gebuchten Bruttobeiträge im Jahr 2019 um 5,8 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro. Sowohl Firmen- als auch Privatkunden trugen zu dem Zuwachs bei. An dem Anstieg war nicht zuletzt auch unsere erfolgreiche Digitalmarke „Adam Riese“ beteiligt. Ausgeweitet wurden vor allem die Angebote in der Hausrat-, Wohngebäude- und Glasversicherung.
  • Im Segment Personenversicherung nahmen die gebuchten Bruttobeiträge der Lebensversicherung um 6,7 Prozent auf 2,37 Milliarden Euro zu. In der Krankenversicherung mit ihrem deutlich vergrößerten Produkt- und Tarifangebot stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 3,7 Prozent auf 260 Millionen Euro.

Digitale Produktpalette weiter ausgebaut
Die in der brandpool GmbH gebündelten digitalen Geschäftsmodelle der W&W-Gruppe wurden 2019 weiter ausgebaut. So bietet der digitale Versicherer „Adam Riese“ mittlerweile sechs Produkte an und gewann damit bis zum Jahresende 2019 rund 90.000 Verträge. Stand heute hat „Adam Riese“ die Marke von 100.000 Verträgen überschritten.

Unternehmensbeteiligungen an dem Gesundheits-Startup „Kinderheldin“ und dem Familien-Startup „familynet“ erweiterten das Ökosystem der W&W brandpool. Es erreicht nun mehr als 1,3 Millionen Endkunden, die wiederum auch für „Adam Riese“ oder andere Produkte der W&W-Gruppe begeistert werden können.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020
Die W&W-Gruppe agiert auch im laufenden Jahr in einem Marktumfeld, das durch Null- und Negativzinsen, konjunkturelle Bremsspuren in für W&W wichtigen Branchen wie dem Wohnungsbau, politische Tendenzen zu mehr Staat sowie wachsende Regulatorik geprägt ist. Hinzu kommen die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie, deren Folgen schwer abschätzbar sind.

Grundsätzlich hält die W&W-Gruppe an ihrem mittel- und langfristigen Ergebniskorridor von 220 bis 250 Millionen Euro fest. Angesichts der derzeitigen akuten Verwerfungen an den Kapitalmärkten sowie der noch nicht einschätzbaren Folgen der Corona-Krise ist eine fundierte Prognose zum derzeitigen Zeitpunkt nicht möglich. Sollte die Corona-Krise deutlich länger anhalten, ist ein Ergebnisrückgang im Jahr 2020 zu erwarten.

Insgesamt werden wir unseren strategischen Kurs fortsetzen, bei der Digitalisierung mit Nachdruck voranschreiten, dadurch mehr Zeit für die Betreuung unserer Kunden gewinnen und uns zugleich auf schwierigere Marktphasen vorbereiten.


Neue Plattform zur Unterstützung des freiwilligen Engagements online

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Stuttgart.| Auch in der Corona-Krise reagieren die Stuttgarterinnen und Stuttgarter solidarisch. Viele organisieren auf unterschiedlichen Wegen Hilfsangebote für ihre Mitmenschen.

Das neue Internetangebot corona-engagiert.stuttgart.de unterstützt Stuttgarterinnen und Stuttgarter dabei, im eigenen Stadtbezirk die passende ehrenamtliche Hilfe zu finden. Die Zielgruppen sind ältere, alleinstehende Personen, Menschen mit körperlichen Einschränkungen, Familien in besonderen Situationen sowie Menschen, die sich aus anderem wichtigen Grund nicht selbst helfen können.

Mit diesem Angebot vernetzt die Landeshauptstadt Stuttgart das selbstbestimmte Engagement und unterstützt die große Hilfsbereitschaft der Einwohnerinnen und Einwohner. Initiativen und Organisationen, die Hilfe anbieten oder vermitteln, können ihr Angebot aufnehmen lassen. Menschen, die sich engagieren wollen, können direkt Kontakt mit den Initiativen in ihrer Nähe aufnehmen.

Die Plattform beantwortet Fragen zu den Rahmenbedingungen des Engagements, zeigt neue Engagementformen auf und informiert über Möglichkeiten des solidarischen Handelns. Weitere Initiativen und Organisationen sind eingeladen, ihre Angebote per E-Mail ([email protected]) einzureichen. Außerdem können unter dieser Adresse kreative Ideen und gute Beispiele mitgeteilt werden.


Fieber-Ambulanz bezieht am Montag neue Räumlichkeiten im Neckarpark

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Überweisung durch Hausarzt oder Kinder- und Jugendarzt erforderlich

Stuttgart.| Die im Auftrag der Landeshauptstadt Stuttgart und der Kassenärztlichen Vereinigung betriebene Fieber-Ambulanz bezieht neue Räumlichkeiten. Ab Montag, 30. März, findet die Sprechstunde täglich von 10 bis 18 Uhr in der Jugendherberge Stuttgart Neckarpark statt. Die Stadt reagiert damit auf den zunehmenden Bedarf an ärztlicher Behandlung und bessert entsprechend nach.

Die Fieber-Ambulanz Neckarpark behandelt Patienten mit Atemwegsinfekten auf Überweisung durch den Hausarzt oder durch den niedergelassenen Kinder- und Jugendarzt. Die Versorgung erfolgt für die erwachsenen Patienten durch Hausärzte und für die pädiatrischen Patienten durch Kinderärzte. Eine Vorstellung in der Fieber- Ambulanz ohne Überweisung ist nicht vorgesehen.

Die Fieber-Ambulanz ist am 17. März mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes im Alten Reitstadion im Rahmen einer Soforthilfe als Provisorium eingerichtet worden. Damit sollten die Stuttgarter Kliniken entlastet werden. Seit Eröffnung sind bereits mehr als 1.000 Patienten zur Abklärung in die Fieber- Ambulanz gekommen. Der Betrieb im Alten Reitstadion wird noch für kurze Zeit übergangsweise fortgeführt – parallel zur verlagerten Fieber-Ambulanz im Neckarpark.

Coronavirus: Wer wird getestet?
Die Landeshauptstadt Stuttgart verfolgt das Ziel, so viele Menschen wie möglich zu testen. Vorrangig stehen hierbei die Bürgerinnen und Bürger im Fokus, bei denen eine Covid19-Diagnose einen großen Einfluss auf die Therapie sowie das Umfeld hat.
Getestet werden sollen daher vor allem Personen mit respiratorischen Symptomen,
– die zu einer Risikogruppe gehören,
– die einen schwereren Krankheitsverlauf haben,
– die direkten Kontakt zu einem nachweisbar Corona-Erkrankten hatten,
– die der kritischen Infrastruktur angehören.
Nähere Informationen hierzu sind auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts zu finden:
http://multimedia.gsb.bund.de/RKI/Flowcharts/covid19-arzt/


Coronavirus: 708 registrierte Infektionen – Sieben Todesfälle

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Stuttgart.| In Stuttgart gibt es inzwischen 708 registrierte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus, teilte die Stadt am Sonntag, 29. März, mit. Genesen sind 250 Personen. Sieben Stuttgarterinnen oder Stuttgarter sind bisher insgesamt an den Folgen der Viruserkrankung verstorben (jeweils Stand: 29. März, 15:30 Uhr).

Notwendige Verhaltenshinweise
Generell gilt: Das Coronavirus wird durch direkten Kontakt untereinander verbreitet, insbesondere durch Tröpfchenübertragungen und Händeschütteln. Beachten Sie deshalb unbedingt die Hygieneregeln zum regelmäßigen Händewaschen und zum Niesen in die Armbeuge. Bleiben Sie auf Abstand zu anderen Personen, am besten zwei Meter. Das gilt auch beim Schlangestehen. Sie sollten soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren und zuhause bleiben.

Vermeiden Sie unbedingt Ansteckungsrisiken. Nehmen Sie das Coronavirus ernst. Gehen Sie nicht leichtfertig mit Ihrer Gesundheit und der Ihrer Mitmenschen um. Beachten Sie zwingend alle Verbotsregeln, insbesondere auch, dass Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum untersagt sind.

Nur so kann es gelingen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Ansteckungsketten zu unterbrechen.

Hinweis: Unter www.stuttgart.de/corona informiert die Stadt über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben.


OB Kuhn verurteilt Zusammenkunft in Zuffenhausener Shisha-Bar

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„Das ist ein absolutes No-Go und wird bestraft“

Stuttgart.| Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat am Sonntag, 29. März, mit Unverständnis darauf reagiert, dass sich am Samstagabend zwei Dutzend Personen in einer Shisha-Bar in Zuffenhausen getroffen haben. Solche Verstöße gegen die geltenden Corona-Regeln seien nicht hinnehmbar, betonte er. (Siehe auch die Polizeimeldung)

OB Kuhn sagte: „Ich verurteile die Ignoranz und Unvernunft mancher Leute aufs Schärfste. Wer sich jetzt noch in Gruppen versammelt und Partys feiert, handelt gegen die Gesellschaft und nimmt in Kauf, dass Menschen schwer krank werden oder sogar sterben. Manch einer findet es vielleicht witzig, die Corona-Verordnung zu umgehen oder heimlich auszutricksen, aber das ist asozial und unanständig all denjenigen gegenüber, die sich an die Verbote zum Schutz der Gemeinschaft halten. Was in der Shisha-Bar in Zuffenhausen geschehen ist, ist ein absolutes No-Go und wird bestraft.“

Gleichzeitig lobte der OB alle Bürgerinnen und Bürger, die sich in der aktuellen Situation umsichtig und solidarisch verhalten: „Wir müssen derzeit leider auf Abstand zueinander gehen, doch genau dadurch halten wir jetzt zusammen. Ich danke jedem, der seinen Teil hierzu beiträgt!“

Staatsanwaltschaft und Polizei Stuttgart hatten am Sonntag bekannt gegeben, dass sich am Samstagabend mehr als 20 Personen illegalerweise in einer Shisha-Bar in Zuffenhausen aufgehalten hatten. Nachdem die Polizei darauf aufmerksam gemacht worden war, schloss sie den Betrieb umgehend. Die Besucher der Shisha-Bar müssen mit einer Anzeige wegen eines Vergehens nach dem Infektionsschutzgesetz rechnen.


Mercedes-Benz bietet Unterstützung an

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Produktion von medizinischem Equipment steht in den Startlöchern

Mercedes-Benz steht bereit: Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betreffen alle. Gerade in Zeiten wie diesen ist es für Mercedes-Benz wichtig, seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen. Daher hat der Konzern seine Unterstützung bei der Produktion von medizinischem Equipment angeboten. Mithilfe von 3D-Druckern können einzelne Bauteile gefertigt werden, die durch die derzeitige COVID-19-Pandemie in der Medizintechnik dringend benötigt werden.

„Wir sind bereit, mit unserer hochkompetenten Mannschaft und unserer jahrelangen Erfahrung in der 3D-Druck-Technologie unseren Beitrag zur Produktion von medizinischem Gerät zu leisten“, sagt Jörg Burzer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz AG, Produktion und Supply Chain. „Dazu sind wir auch in Kontakt mit der Landesregierung von Baden-Württemberg. Wir stehen mit unserer Expertise und unserem Spezialwissen für die Fertigung bereit, jetzt ist es an der Medizintechnik uns zu kontaktieren. Unsere 3D-Drucker stehen auf jeden Fall zur Verfügung.“

Mercedes-Benz sammelt seit rund 30 Jahren Erfahrungen in der Erforschung und Anwendung der additiven Fertigung. Im PKW-Bereich kommt der 3D-Druck für gewöhnlich im Prototypenbau und in der Kleinserienfertigung zum Einsatz.

Schon heute stellt Mercedes-Benz jährlich mit 3D-Druckmaschinen bis zu 150.000 Bauteile aus Kunststoff und Metall her. Diese Kapazität kann nun vollständig genutzt werden. Zum Einsatz können dabei alle gängigen Verfahren des 3D-Drucks kommen – von der Stereolithographie (SLA) über das Selective Laser Sintering (SLS) und Fused Deposition Modelling (FDM) bis hin zum Metalldruck, dem Selective Laser Melting (SLM).

Über die additive Fertigung
Bei der additiven Fertigung werden digital entwickelte Bauteile schichtweise in einem „Drucker“ aufgebaut. Als Ausgangsmaterial dienen dabei unter anderem Kunststoff- und Metallpulver oder Harze, die durch eine Energiequelle, in der Regel einen oder mehrere Laser, verschmolzen werden. Ist eine Schicht fertig, wird automatisiert eine neue Schicht aufgetragen und der Verfestigungsprozess beginnt erneut. Dies wird so oft wiederholt, bis ein dreidimensionales Bauteil entstanden ist.


Corona: Warnmeldung für Unternehmen

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Betrügerische Datenerlangung im Zusammenhang mit COVID-19 Soforthilfeanträgen
Stuttgart.| Dass Cyberkriminelle versuchen, sich die derzeitige Notlage der Bevölkerung und Wirtschaftsunternehmen zunutze zu machen, ist besonders abscheulich. Deshalb ist es wichtig, dass weiterhin gegen jede Form von Kriminalität vorgegangen und dem Versuch der Begehung von Straftaten vorgebeugt wird.
Vor einer besonders perfiden Vorgehensweise warnt das Landeskriminalamt Baden-Württemberg nun aktuell. Im Internet sind Seiten aufgetaucht, auf denen in Bedrängnis geratene Unternehmen aufgefordert werden, das dortige Formular mit Daten zu befüllen und anschließend hochzuladen. Teilweise wurden Unternehmen gezielt telefonisch kontaktiert und explizit auf die entsprechende Seite im Internet hingewiesen. Der Anrufer gab sich dabei als Angehöriger der einzig offiziellen Stelle zur Abwicklung der Soforthilfe aus. Die Polizei stuft diese Vorgehensweise als Vorbereitungshandlung für spätere Betrugsstraftaten ein und warnt eindringlich davor, persönliche und Unternehmensdaten auf solchen Fake-Seiten im Internet preiszugeben.
“Nutzen Sie für die Stellung der Anträge auf Soforthilfe ausschließlich die Internetseiten von offiziellen Landesstellen. Dies sind Ministerien und Landesförderbanken mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammern.” so der Sprecher des LKA Baden-Württemberg.

Tafelläden im Landkreis Esslingen weiterhin offen

Helfen Sie mit, spenden Sie Lebensmittel

Kreis Esslingen.| Geschäftsführer der Tafelläden und Sozialdezernentin appellieren an die Solidarität der Menschen. Die Tafeln versorgen auch weiterhin Menschen im Landkreis Esslingen, die von Sozialleistungen oder einer geringen Rente leben, mit günstigen Lebensmitteln.

Die Träger der Tafeln, der Kreisdiakonieverband im Landkreis Esslingen, der Caritasverband Fils-Neckar-Alb, das Deutsche Rote Kreuz und der Landkreis unternehmen derzeit gemeinsam große Anstrengungen, die Tafeln für Menschen, die dringend auf das Angebot angewiesen sind, auch Angesichts der Corona-Epidemie, weiterhin zu öffnen. Einkaufsberechtigt sind nur bedürftige Personen mit einer Kundenkarte. Sie erhalten gegen ein geringes Entgelt gespendete Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs. Neue Kundenkarten werden zurzeit nicht ausgestellt, allerdings ist der Berechtigungsnachweis durch ein vereinfachtes Verfahren möglich.

Der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Kunden steht an oberster Stelle, dazu werden verschiedene Maßnahmen getroffen. Lebensmittel werden beispielsweise nun in Tüten verpackt verkauft und nicht mehr einzeln. Teilweise wird die Ware außerhalb des Ladens ausgegeben. Die bürgerschaftlich Engagierten bleiben zu Hause und hauptamtliche Kräfte werden aus anderen Bereichen herangezogen. Hamsterkäufe werden nicht möglich sein. Die Organisation dieser Schutzmaßnahmen haben an manchen Standorten vorübergehend zu einer Schließung geführt.

Ab kommender Woche sollen alle sechs Tafelläden im Landkreis Esslingen wieder öffnen.
So die Planungen. Die Fildertafel bietet ab nächster Woche für ihre Kundeneinen Kontakt- und Lieferservice. Eberhard Haußmann, Geschäftsführer vom Kreisdiakonieverband Esslingen: „Wir kümmern uns auch um den sozialen Kontakt – denn ein freundlicher Gruß, ein ich denk an dich, ein wie geht es dir, tut der Seele gut – natürlich in gebührendem Abstand“.

Tafeln sind ein Seismograf der Gesellschaft
Die Tafelläden sind auf Spenden angewiesen. Normalerweise geben die Tafeln Lebensmittel weiter, die zwar qualitativ gut sind, aber im Handel nicht mehr verkauft, sondern vernichtet werden. „Tafeln sind ein Seismograf der Gesellschaft“, sagt Katharina Kiewel, Sozialdezernentin im Landkreis Esslingen. Der Handel ist dabei die gestiegene Nachfrage zu decken, für die Tafeln bleibt weniger übrig als sonst, so Kiewel. Und Spenden werden dringend benötigt. Insbesondere Reis, Nudeln, Molkereiprodukte und Mehl sind besonders gefragt. Von der Fildertafel ist zu hören, dass Frischwaren wieder in größeren Mengen geliefert werden. Die Tafelläden nehmen auch gerne Privatspenden an. Sozialdezernentin, Katharina Kiewel, ruft dazu auf, ein solidarisches Zeichen zu setzen. Dies sei nicht nur durch Spenden möglich. Im Schulterschluss mit den Trägern der Tafeln appelliert sie an die Bevölkerung auch beim Einkaufen bewusst günstige Waren für diejenigen im Regal zu lassen, die am Existenzminimum leben und sich teure Ware schlicht nicht leisten können, dies sei gerade derzeit ein Akt der Nächstenliebe.

Gerade in Krisenzeiten gibt es Lichtblicke. So wurde für den Tafelladen in Kirchheim kurzfristig ein neuer Standort gefunden. Der Umzug läuft und die neuen Räume in der Max-Eyth-Str. 1 können voraussichtlich ab Freitag eröffnet werden. Und die Tafelläden sind mehr als Spendentransfer, sie sind gelebte Solidarität.

Spendenkonto für die Tafeln:
Kreisdiakonieverband Esslingen;
KSK Esslingen-Nürtingen,
IBAN: DE12 6115 0020 0101 6731 85;
Stichwort: Fildertafel Coronahilfe.

Die Öffnungszeiten der Tafelläden:

Bernhausen
Montag bis Freitag 10 – 14 Uhr
Echterdinger Str. 51,
70794 Filderstadt-Bernhausen

Echterdingen
Dienstag, Donnerstag, Freitag 14 – 17 Uhr
Tübingerstr. 21
70771 Leinfelden-Echterdingen

Esslingen
Montag, Mittwoch und Freitag 12.30 – 15 Uhr
Neckarstr. 21
73728 Esslingen

Kirchheim
Dienstag und Freitag von 10 – 12 Uhr und von 15- 17 Uhr
Max-Eyth-Str. 1
73730 Kirchheim

Nellingen
Dienstag, Donnerstag, Freitag 14 – 17 Uhr
Hindenburgstr. 48
73760 Ostfildern-Nellingen

Nürtingen
Montag, Mittwoch und Freitag 12.30 – 15 Uhr
Mönchstr. 10
72622 Nürtingen


Land und Kommunen schaffen Hilfsnetz für Familien

Renkonen, Rösler und Walter: 100 Millionen Euro kommen sofort vom Land

Stuttgart.| „Das Land und die Kommunen greifen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch Familien während der Corona-Krise finanziell unter die Arme“ teilen die drei Grünen Landtagsabgeordneten des Landkreises Ludwigsburg Daniel Renkonen, Jürgen Walter und Dr. Markus Rösler mit.

Die Landesregierung und die kommunalen Spitzenverbände haben sich auf eine Soforthilfe für Familien verständigt, freut sich Walter: „Städte und Gemeinden haben jetzt die Möglichkeit, auf Kita-Gebühren zu verzichten oder die Familienkasse zum Beispiel von den Kosten für den Schulbus zu entlasten. Das bedeutet eine große Erleichterung für viele Familien in allen 39 Kommunen im Kreis“.

Renkonen betont: „Land und die Kommunen bilden eine starke Solidargemeinschaft und übernehmen gemeinsam Verantwortung. Wir helfen schnell und unbürokratisch, damit das soziale Netz nicht reißt“.

Die grün-geführte Landesregierung stellt für die Kommunen sofort 100 Millionen Euro zur Verfügung. Diese haben jetzt die Möglichkeit, passgenaue Lösungen für ihre Belange vor Ort zu erarbeiten. Das Land beteiligt sich somit an den Kosten, wenn Städte und Gemeinden etwa auf Gebühren für geschlossene Kitas, Kindergärten oder andere Betreuungseinrichtungen verzichten. Auch die Kita-Beiträge bei freien Trägern sollen bis zur Höhe des kommunalen Satzes erstattet werden. Für die Kindertagespflege sollen vor Ort tragfähige Übergangslösungen gefunden werden.

Ausbleibende Gebühren an den Volkshochschulen und für die Schülerbeförderung werden wir vom Land ebenfalls mit einem Zuschuss teilweise ausgeglichen, teilt Rösler, selbst Mitglied im Finanzausschuss, mit. „Ebenso seien Zuschüsse an die Kommunen für weitere öffentliche Einrichtungen wie Musikschulen oder soziale Dienste vorgesehen; Zuschüsse an Kommunaltheater würden aufrechterhalten“, so Rösler.

Allein für die Kinderbetreuung erwarten die Kommunen laut Finanzministerium einen mittleren, zweistelligen Millionenbetrag bei einem Monat Schließzeit. Renkonen, Rösler und Walter betonen: „Wir sehen die Sorgen der Familien. Viele sind in Kurzarbeit oder haben wegen der Betreuung ihrer Kinder zu Hause weniger Geld zur Verfügung. Deshalb ist es uns so wichtig, Familien und Alleinerziehende finanziell zu unterstützen“.

Überblick:

  • Die grün-regierte Landesregierung und die Kommunalen Landesverbände haben sich auf ein Hilfenetz für Familien im Land verständigt.
  • Dafür beteiligt sich das Land an den Kosten, wenn Kommunen im März und April aufgrund der Corona-Epidemie auf Elternbeiträge und Gebühren für geschlossene Kindertagesstätten, Kindergärten, Horte und andere Betreuungseinrichtungen verzichten. Für die Kindertagespflege werden vor Ort tragfähige Übergangslösungen gefunden. Auch die Kita-Beiträge bei freien Träger sollen bis zur Höhe des kommunalen Satzes erstattet werden.
  • Das Land und die Kommunen sind eine starke Solidargemeinschaft. Sie übernehmen gemeinsam die Verantwortung. Alleine für die Kinderbetreuung erwarten die Kommunen bei einem Monat Schließzeit einen Einnahmeverlust in der Höhe eines mittleren, zweistelligen Millionenbetrags.
  • Ausbleibende Gebühren an den Volkshochschulen und für die Schülerbeförderung werden vom Land mit einem Zuschuss ebenfalls teilweise ausgeglichen. Ebenso sind Zuschüsse an die Kommunen für weitere öffentliche Einrichtungen wie Musikschulen oder für soziale Dienste – etwa im Rahmen der Jugend-, Behinderten- und Altenhilfe – vorgesehen. Zuschüsse an Kommunaltheater werden aufrechterhalten.
  • Das Land zahlt den Kommunen im Land über die Stadt- und Landkreise für den Monat April eine Soforthilfe in Höhe von 100 Millionen Euro aus.
  • Land und Kommunen vereinbarten, dass die genaue Abrechnung und weitere Gespräche über die Auswirkungen folgen sollen. Dabei gehen Land und Kommunale Landesverbände gemeinsam davon aus, dass private Leistungserbringer sich vorrangig unter die von Land und Bund aufgespannten Rettungsschirme begeben.

TVB Stuttgart mit Gehaltsverzicht

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Stuttgart, 27. März 2020.| Die Spieler und Mitarbeiter des Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart verzichten aufgrund der finanziellen Auswirkungen durch die weltweite Corona-Pandemie auf Teile ihres Gehaltes. Das Ziel ist es, den Verein unbeschadet durch diese schwierige Phase zu führen.

Bereits seit rund zwei Wochen ist der Trainingsbetrieb beim TVB Stuttgart eingestellt und die LIQUI MOLY HBL hat sich auf eine Unterbrechung der diesjährigen Saison bis mindestens Ende April geeinigt. Durch den offenen Verlauf der Pandemie ist es aktuell nicht klar ob und wann die Saison weitergespielt werden kann. Um die finanziellen Einbußen, die dem Verein durch die Aussetzung des Spielbetriebs drohen, auszugleichen, haben sich alle Spieler und Mitarbeiter des Bundesligisten auf einen Gehaltsverzicht verständigt. Heute wurde darüber hinaus der Antrag zur Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit eingereicht.

„Der erste Baustein zur Überwindung der Krise ist durch die Anmeldung zur Kurzarbeit sowie den Gehaltsverzicht aller Angestellten des TVB getan. Ich möchte mich bei allen Beteiligten für diesen Schritt bedanken, es macht mich stolz, dass wir eine einheitliche Lösung gefunden haben. Um den Bundesliga-Handball in der Region Stuttgart erhalten zu können, benötigen wir jedoch auch die Unterstützung unserer Sponsoren, Dauerkarten-Inhaber und Fans“, erklärt TVB-Geschäftsführer Jürgen Schweikardt und fügt hinzu: „Uns war es wichtig, als Erstes ein Zeichen aus dem Club an unsere Unterstützer zu senden, bevor wir in Gespräche mit unseren Partner einsteigen.