Absage des Sommerfestivals der Kulturen 2020

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  • Coronakrise erfordert Absage des Sommerfestivals der Kulturen 2020
  • „Ausfall des Festivals hinterlässt große Lücke in der Stadtgesellschaft“

Stuttgart.| Auch für das Forum der Kulturen Stuttgart e. V. führt am drastischsten aller Schritte in diesem Veranstaltungsjahr kein Weg vorbei: Aufgrund der aktuellen Gefährdungslage durch die Infektionskrankheit COVID-19 muss das Sommerfestival der Kulturen 2020, das vom 14. bis 19. Juli auf dem Stuttgarter Marktplatz stattfinden sollte, leider abgesagt werden.

 „Wir sind traurig, doch der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung steht auch für uns an oberster Stelle,“ meint Sami Aras, Vorsitzender des Forums der Kulturen. „Die Absage des diesjährigen Sommerfestivals der Kulturen hinterlässt einen großen Leerraum in der Stadt – nirgendwo anders wird die kulturelle Vielfalt Stuttgarts auf eine so fröhliche Weise sicht- und erlebbar wie hier. Egal welche Herkunft, welches Alter oder Geschlecht – alle feiern gemeinsam bei unserem Festival jedes Jahr unbeschwert und ausgelassen, einen besseren Kitt für die Stadtgesellschaft gibt es nicht.“

Der Geschäftsführer des Forums, Rolf Graser, ergänzt: „Gerade in den heutigen Zeiten, in denen Hass, Ausgrenzung und Rassismus wieder zunehmend eine Bedrohung darstellen, wären Anlässe des interkulturellen Miteinanders und der Begegnung nötiger denn je. Besonders schmerzhaft ist die Absage des Festivals für die vielen Migrantenvereine, für die das Festival nicht zuletzt auch in finanzieller Hinsicht von zentraler Bedeutung ist.“ Auch wenn sich eine solche Lücke schwerlich schließen lässt: Die Köpfe der Geschäftsstellen-Mitarbeiter*innen rauchen bereits im Hinblick auf kreative Aktionen, mit denen man diese Lücke zumindest ein bisschen füllen möchte. „Gerade in schwierigen Zeiten ist kulturelle Vielfalt ein hohes Gut, das nicht in Vergessenheit geraten darf“, betont Rolf Graser.

Besonders bedauert er, dass das hochkarätige Line-Up für dieses Jahr Geschichte ist. International bekannte Weltmusiker*innen der Spitzenklasse standen ursprünglich auf dem Programm, wie der Afro-Beat-Pionier Ray Lema aus der Demokratischen Republik Kongo und seine neunköpfige All-Star-Band, die mit ihrem eigentlich geplanten Auftritt eine Hommage an den legendären African-Rumba-Begründer Franco Luambo auf die Festivalbühne bringen wollten. Oder Dudu Tassa, einer der bekanntesten Rockmusiker Israels – er wäre zusammen mit seiner aus dem Irak stammenden und mehrfach ausgezeichneten Arab-Oriental-Rockband The Kuwaitis nach Stuttgart angereist. „Aber aufgeschoben ist ja nicht automatisch aufgehoben“, ergänzt Graser optimistisch. „Wir hoffen, dass zumindest einige davon dann 2021 mit von der Partie sein werden.“

Ein besonderer Dank der Veranstalter gilt den zahlreichen Ehrenamtlichen, Sponsoren und Partnern, die dieses Jahr bereit gewesen wären, das Festival zu unterstützen. „Viele von ihnen sind lange Jahre oder sogar von Anfang an dabei, ohne sie gäbe es das Festival in dieser Form nicht“, so Graser.


WürttLeben mit neuem Vorstandsmitglied

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Jacques Wasserfall (44) wird ab dem 1. Juli 2020 neues Vorstandsmitglied der Württembergischen Lebensversicherung AG (WürttLeben), wo er das Leben-Ressort übernehmen wird. Er ist derzeit Mitglied des Vorstands der Zurich Herold Lebensversicherung AG. Wasserfall tritt bei der WürttLeben die Nachfolge des im Frühjahr 2019 verstorbenen Norbert Heinen an. Das Leben-Ressort wird derzeit interimsweise von Vorstandschef Thomas Bischof mitgeführt.

Jacques Wasserfall ist seit April 2018 Vorstandsmitglied der Zurich Herold Lebensversicherung AG und verantwortlich für das Ressort Leben Technik. Zuvor war er seit 2012 verantwortlicher Aktuar der Zurich Group in Deutschland. Der 1975 in Pretoria geborene Wasserfall absolvierte in Südafrika auch sein Studium der Aktuarwissenschaften. Er hatte danach mehrere leitende Funktionen unter anderem bei Ernst & Young und dem Gerling-Konzern inne.

Jürgen A. Junker, Vorstandsvorsitzender der W&W AG und zugleich Aufsichtsratschef der WürttLeben: „Mit Jacques Wasserfall haben wir einen ausgewiesenen Experten für das Lebensversicherungsgeschäft der Württembergischen gewonnen. Diese Sparte zählt zu den Kernbereichen der W&W-Gruppe. Ich wünsche ihm für seinen Start im Führungsteam des Württ-Vorstandschefs Thomas Bischof alles Gute.“


Schönbuchbahn kehrt zum normalen Fahrplan zurück

Ab 4. Mai wieder 30-Minuten-Takt

Die Schönbuchbahn wird ab Montag, 4. Mai, wieder ihren normalen Fahrplan anbieten. Werktags fährt sie dann auf der gesamten Strecke wie gewohnt im 30-Minuten-Takt und zwischen Böblingen und Holzgerlingen während der Hauptverkehrszeiten jede Viertelstunde.

Die Kapazitäten sind darauf ausgerichtet, dass Fahrgäste möglichst großen Abstand zueinander halten können. Die Pflicht zum Tragen von Mund- und Nasenschutz im öffentlichen Personennahverkehr gilt natürlich auch in der Schönbuchbahn.

Da in manchen Schulklassen der Unterricht wieder in den Schulen stattfindet und Geschäfte geöffnet haben, will der Zweckverband trotz der Corona-Pandemie Schülern, Lehrern, Berufspendlern und den übrigen Fahrgästen eine sichere, schnelle und zuverlässige Verbindung bieten.


Filminspiration: Wie der Mercedes der Zukunft aussehen soll

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Geschäftliche Information

Stuttgart bedeutet für viele zugleich Mercedes-Benz. Als einer der größten Autobauer der Welt ist Mercedes-Benz in der Landeshauptstadt daheim. Doch aktuell ist Automobilmarkt keineswegs ein leichter. Die Zukunft wirft – etwa mit Elektroantrieb – ihre Schatten bereits jetzt auf die Gegenwart und fordert den großen Konzernen einiges ab. Die Anpassung geschieht auch bei Mercedes schrittweise und endete im Auto der Zukunft namens Vision AVTR. Was ein bekannter Hollywood-Streifen damit zu tun hat und welche Funktionen besonders prominent vertreten sind, erfahren Sie hier.

Kombination aus Mensch und Maschine
Mercedes-Benz macht sich auf in die Zukunft. Mit dem Vision AVTR hat das Unternehmen ein Konzept präsentiert, welches das Auto der Zukunft zeigen soll. Erwartet futuristisch kommt die Studie daher, die an Hollywood angelehnt ist. Sie wurde gemeinsam mit James Cameron entwickelt, der unter anderem als Regisseur des Fantasy-Klassikers Avatar bekannt ist. Dieser Film ist letztlich auch Grundlage des Namens AVTR. Als Ziel der Studie gaben die Stuttgarter nicht nur eine Vorstellung der künftigen Mobilität an, sondern ebenfalls das Erreichen eines stärkeren Einklangs zwischen Mensch und Maschine. Jene Verbindung sei dem Unternehmen heutzutage oftmals noch zu unstimmig. Der Film Avatar wurde vor allem deshalb gewählt, weil er eine solch hohe Inspiration bietet, die ihn seinerzeit zum erfolgreichsten Kinofilm aller Zeiten machte. Die malerische Traumwelt mit den geheimnisvollen blauen Wesen passt perfekt zu einer Studie, die in die Zukunft blickt. Entsprechend verändert kommt der Autobauer im Vergleich zu vergangenen, eher sachlichen Kampagnen daher. Das Endergebnis ist ein spannendes Projekt, das kaum noch an ein Auto, wie wir es kennen, erinnert.

Statt klarer Linien und Kanten ist es ein in sich verschlungenes Projekt, mit dem Mercedes hier aufwartet. Die größte Besonderheit sind die 33 Klappen, die im Heck montiert wurden. Sie erinnern an Schuppen von Reptilien und haben verschiedene Einsatzzwecke. So geben sie etwa Richtungsänderungen des Autos durch das eigene Querlegen an oder begrüßen eine näherkommende Person durch Aufstellen der Schuppen. Zudem fallen direkt die Räder auf. Statt klassischen Reifen gab es bei der ersten Vorstellung beleuchtete Kugeln zu sehen, die es ermöglichen, das Auto in jede mögliche Richtung zu steuern. Der Innenraum zeigt zuletzt allerdings, wie weit die Vision noch von der Realität und damit von der Produktion, etwa in Ägypten, entfernt ist. Ein Lenkrad gibt es überhaupt nicht, der Autopilot stellt mittlerweile die einzige Lösung dar. Wenn der Verkehr einmal dennoch nicht den eigenen Wünschen entspricht, kann das komplette Interieur durch eine Projektion umgestaltet werden. In erster Linie wurde in dem Projekt natürlich mit Camerons Avatar gearbeitet, doch andere fantastische Welten würden recht schnell folgen. Über die Mittelkonsole kann die virtuelle Welt dann wie gewünscht gesteuert werden.
Welche Ausstattung bringt Vision AVTR?

Aktuell macht Mercedes neben seinen Zukunftsvisionen unter anderem durch die Produktion medizinischer Ausrüstung auf sich aufmerksam. Auch so versichert das Unternehmen glaubhaft, dass es am Ende die Menschen sind, die im Fokus stehen und für welche die Autos letztlich entwickelt werden. Die Materialien sind vor allem recyclebar, was dem Anspruch der zukünftigen Kunden sogar noch wichtiger sein sollte als den heutigen. Mercedes gibt hier das Beispiel von PET-Flaschen, die in das Interieur des Wagens verbaut wurden. Dazu kommen regenerative Stoffe wie Rattanholz.

Die Konsole selbst ist hochmodern ausgestattet und zeigt, dass Mercedes schon länger innovative Wege einschlägt. Das beste Beispiel dafür ist Mercedes me connect, das sämtliche Verträge und Details zum Zustand des Autos für den persönlichen Zugriff auf dem Smartphone bereitstellt. Diese Live-Inhalte geben etwa Auskunft darüber, wie voll der Tank ist und ob beim Reifendruck nachgebessert werden muss. Eine der ersten Branchen, die sich diese Technologie zunutze machte, war das Online Casino, wo Live Casino Dealer in verschiedenen Spielen aktiv sind. Neben Roulette sind auch Poker oder Blackjack verfügbar und sorgen bei den Kunden für ein besonders authentisches Spiel, da sie sich mit einer realen Person unterhalten können, wie es im physischen Casino ebenfalls der Fall wäre. Ein weiteres Beispiel für die Implementierung von Live-Inhalten sind die sozialen Netzwerke, in denen von überall in der Welt gestreamt werden kann, sei es über Instagram oder Facebook. Viele Menschen gelangen so von einem Moment auf den anderen an Orte, die sie im Normalfall niemals in ihrem Leben gesehen hätten. Das ist besonders praktisch, sind sie doch in der Studie ebenfalls in den Mercedes integriert wie die erstgenannten Spiele.

Bis 2039 möchte Mercedes-Benz erreichen, dass alle Neuwagen CO2-neutral sind, ganz egal, ob es sich dabei um die beliebtesten Modelle oder Neuentwicklungen handelt. Deshalb gilt Vision AVTR vor allem als Symbol für die Zukunft, die im Konzern so nachhaltig wie möglich ausfallen soll. Auch die Fabriken müssen bei dieser Entwicklung mitziehen und sollen ebenfalls CO2-Neutralität erreichen. Das Stuttgarter Unternehmen hat viel vor, wenn es um die Zukunft geht. Wie viele dieser Pläne letztlich auch in die Realität umgesetzt werden, bleibt abzuwarten.


Deutscher Filmpreis verliehen

14 der 20 Lolas gehen an MFG-geförderte Filme

Großer Erfolg für die baden-württembergische Filmförderung: Drei von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg geförderte Filme haben beim Deutschen Filmpreis abgeräumt. Der Spielfilm „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt erhielt außer der Lola „Bester Film in Gold“ sieben weitere Auszeichnungen (u.a. für Drehbuch und Regie). „Berlin Alexanderplatz“ von Burhan Qurbani wurde als „Bester Film in Silber“ und mit vier weiteren Preisen ausgezeichnet. Und „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ von Caroline Link gewann die Kategorie „Bester Kinderfilm“.

Staatssekretärin Petra Olschowski: „Ich freue mich sehr über das außerordentliche erfolgreiche Abschneiden der MFG-geförderten Filme. Das ist ein wichtiges Zeichen für den Filmstandort Baden-Württemberg – gerade auch in den aktuell schwierigen Zeiten. Zumal es sich in allen Fällen um anspruchsvolle und ambitionierte Projekte handelt.“

Insgesamt entfielen vierzehn der zwanzig Lolas auf die drei MFG-geförderten Filme:

„Systemsprenger“

  • Lola in Gold in der Kategorie „Bester Spielfilm“ (Produktion: Kineo Filmproduktion, Weydemann Bros., Oma Inge Film)
  • Beste Regie (Nora Fingscheidt)
  • Bestes Drehbuch (Nora Fingscheidt)
  • Beste weibliche Hauptrolle (Helena Zengel)
  • Beste männliche Hauptrolle (Albrecht Schuch)
  • Beste weibliche Nebenrolle (Gabriela Maria Schmeide)
  • Bester Schnitt (Stephan Bechinger, Julia Kovalenko)
  • Beste Tongestaltung (Corinna Zink, Jonathan Schorr, Dominik Leube, Oscar Stieblitz, Gregor Bonse

Nora Fingscheidt erzählt die Geschichte von Benni, einer wilden Neunjährigen, die man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei ihrer Mutter wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien.

Staatssekretärin Petra Olschowski: „ Die Auszeichnungen für „Systemsprenger“ zeugen auch von der Stärke der Förderung der Stoffentwicklung an unserem Standort. Das Drehbuch zu „Systemsprenger“ ist zu Teilen bereits an der Filmakademie in Ludwigsburg entstanden und hat 2017 den mit 20.000 Euro dotierten renommierten Thomas Strittmatter-Drehbuchpreis der MFG gewonnen. Den Erfolg, den der Film hatte und hat, ist unter anderem dem außergewöhnlichen Stoff und dem präzisen, überzeugenden Drehbuch zu verdanken. Die langjährige Arbeit daran hat sich ausgezahlt.“

„Berlin Alexanderplatz“

  • Lola in Silber in der Kategorie „Bester Spielfilm“ (Produktion: Sommerhaus Filmproduktion, Ludwigsburg)
  • Beste männliche Nebenrolle (Albrecht Schuch)
  • Beste Kamera/Bildgestaltung (Yoshi Heimrath)
  • Beste Filmmusik (Dascha Dauenhauer)
  • Bestes Szenenbild (Silke Buhr)

Der Spielfilm „Berlin Alexanderplatz“ von Filmakademie-Absolvent Burhan Qurbani ist eine Neuinterpretation des weltberühmten Romans von Alfred Döblin. Der Film versetzt die Geschichte in das heutige Berlin, ist in der afrikanischen Community der Stadt angesiedelt.

Staatssekretärin Petra Olschowski: „Die Lola in Silber für „Berlin Alexanderplatz“ in der Kategorie „Bester Film“  und die Auszeichnung von „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ sind herausragende Auszeichnungen für den Produzenten Jochen Laube, der sich nicht nur national und international einen Namen gemacht hat, sondern sich auch stark am Stammsitz seines Unternehmens in Ludwigsburg für die Filmkultur engagiert“.

„Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“

  • Bester Kinderfilm (Produktion: Sommerhaus Filmproduktion, Ludwigsburg)

Caroline Link erzählt von der neunjährigen Anna in Berlin, 1933: Um den Nazis zu entkommen, muss ihr Vater nach Zürich fliehen; seine Familie folgt ihm kurze Zeit später. Anna lässt alles zurück, auch ihr geliebtes rosa Stoffkaninchen, und muss sich in der Fremde einem neuen Leben voller Herausforderungen und Entbehrungen stellen.

Staatssekretärin Petra Olschowski: „Der Deutsche Filmpreis in der Kategorie „Bester Kinderfilm“ für „Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl“ zeigt die Stärke Baden-Württembergs im Bereich Kinder- und Jugendfilm. Gerade dieses Thema liegt mir besonders am Herzen. Viele hervorragende Serien und Filme – auch im Animationsbereich – werden für die junge Zielgruppe im Land produziert, auch in der „Königsdisziplin“, dem abendfüllenden Kinofilm.“


DFB-Präsidium verlegt Termin des Pokalendspiels

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Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sich auf seiner Sitzung am heutigen Freitag mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie befasst und entschieden, das DFB-Pokalfinale terminlich zu verlegen. Ursprünglich sollte das Spiel am 23. Mai im Berliner Olympiastadion ausgetragen werden und damit wie gewohnt den Abschluss der Saison in Deutschland bilden. Vor dem Hintergrund des aktuell ruhenden Spielbetriebs in Deutschland und der offenen Frage, wann dieser fortgesetzt wird, bleiben die Termine für das DFB-Pokalfinale und die beiden Halbfinalspiele aktuell vakant.

Ziel ist unverändert, die Saison 2019/2020 bis zum 30. Juni zu beenden. Für den DFB-Pokal gilt selbstverständlich, was für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs grundsätzlich gilt: Maßgeblich sind die Zustimmung der zuständigen Behörden und die Einhaltung entsprechender Vorgaben für mögliche Spiele ohne Zuschauer.

DFB-Präsident Fritz Keller sagt: “Gerade das DFB-Pokalfinale als glanzvoller Schluss- und Höhepunkt einer jeden Saison lebt von der einzigartigen Stimmung im Stadion und vom Flair in Berlin, und beides wird durch die Fans vor Ort entscheidend geprägt. Insofern ist es überaus bedauerlich, dass auch dieses besondere Spiel aller Voraussicht nach ohne Zuschauer im Stadion stattfinden muss, wobei wir selbstverständlich zunächst die generellen behördlichen Entscheidungen und Vorgaben abzuwarten haben. Unter der Voraussetzung, dass das Spiel genehmigt wird, blicken wir dann erstmals in der Geschichte des DFB-Pokals sozusagen einem Wohnzimmer-Finale entgegen. Denn immerhin wird das Spiel ja im frei empfangbaren Fernsehen für jedermann zu sehen sein.”

Informationen für Ticketing- und Hospitalitykunden teilt der DFB auf seinem Ticketportal mit.


Verkäufer vermieteter Immobilie muss zugesagte Auszugsprämie bezahlen

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Bietet der Eigentümer einer vermieteten Immobilie seinen Mietern einen Betrag an, damit sie bald ausziehen, muss er diesen auch dann bezahlen, wenn er die Immobilie vor dem Auszug der Mieter verkauft. Die Verpflichtung geht nicht auf den Erwerber über. Die Wüstenrot Immobilien GmbH, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Jena (4 U 858/18) hin.

Ein Vermieter vereinbarte mit seiner Mieterin eine vorzeitige Beendigung des Mietverhältnisses gegen Zahlung eines Betrages von 80.000 Euro, um die Immobilie besser verkaufen zu können. Noch  vor ihrem Auszug verkaufte er die Immobilie. Nach ihrem Auszug verlangte die seitherige Mieterin vom Vermieter den vereinbarten Betrag. Dieser lehnte eine Zahlung mit dem Argument ab, durch die erfolgte Veräußerung sei die Verpflichtung auf den Erwerber übergegangen. Damit kam er jedoch vor Gericht nicht durch.

Laut dem Urteil trat zwar der Erwerber in den noch bestehenden Mietvertrag ein. Die vereinbarte Abstandszahlung sei jedoch nicht Teil des Mietvertrags, selbst wenn sie als Nachtrag zum Mietvertrag festgehalten wurde. Vielmehr stehe sie mit diesem nur in einem wirtschaftlichen Zusammenhang, da sich die Mieterin ihr Einverständnis zu einer vorzeitigen Beendigung des Mietverhältnisses „abkaufen“ ließ. Die Verpflichtung ging somit nicht auf den Erwerber über, sondern sei vom seitherigen Vermieter zu erfüllen.

Die Wüstenrot Immobilien GmbH rät, bei der Vereinbarung einer Auszugsprämie einen Fachanwalt hinzuzuziehen.


Medien-Abholservice auch in der Stadtteilbibliothek Bad Cannstatt

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  • Kundenservice trotz Schließung: Medien-Abholservice auch in der Stadtteilbibliothek Bad Cannstatt
  • Bereits ausgeliehene Medien wurden automatisch verlängert

Stuttgart-Bad Cannstatt.| Trotz der Schließung erhält die Stadtbibliothek ihre wesentlichen Angebote aufrecht – und findet neue Wege, um den Nutzerinnen und Nutzern die unterschiedlichen Medien bereitzustellen. Neben vielen digitalen Angeboten wie der Onleihe stehen ab dieser Woche auch die Bücher und Medien in den Bibliotheken für die Ausleihe zur Verfügung. Dafür wurde ein spezieller Medien-Abholservice eingerichtet. Auch Bücher, CDs, Filme oder Zeitschriftenhefte aus dem Bestand der Stadtteilbibliothek Bad Cannstatt werden seit dieser Woche über den Abholservice ausgeliehen.

Wer über einen gültigen Bibliotheksausweis verfügt, kann bis zu fünf Medien über Internet oder Telefon bestellen und zu einem vereinbarten Zeitpunkt in der Bibliothek abholen. Bei der Bestellung können konkrete Titel genannt werden. Alternativ stellt die Bibliothek auch gerne ein „Überraschungspaket“ zusammen. Die Bestellung wird vom Team der Stadtteilbibliothek Bad Cannstatt schnellstmöglich bearbeitet, sodass die Medien meist schon am Folgetag zum vereinbarten Termin abgeholt werden können.

Mögliche Zeitfenster für die vereinbarte Ausgabe sind Dienstag bis Freitag (Zeitraum 11:00 bis 17:00 Uhr) und Samstag (09:00 bis 13:00 Uhr). Zu diesen Zeiten ist die Bibliothek auch telefonisch erreichbar unter 0711 216-80920 oder 216-80925. Die Rückgabe ausgeliehener Medien ist nicht möglich. Alle aktuell ausgeliehenen Medien wurden deshalb automatisch verlängert, so dass keine Mahngebühren anfallen.

Die Stadtteilbibliothek Bad Cannstatt weist darauf hin, dass ausschließlich Bestände der eigenen Bibliothek bereitgestellt werden können. Eine Lieferung aus anderen Stadtteilen oder der Zentralbibliothek am Mailänder Platz ist nicht möglich. Wer über keinen Bibliotheksausweis verfügt, kann sich online registrieren. Detaillierte Informationen zum Ablauf der Bestellung finden sich auf der Homepage der Stadtteilbibliothek Bad Cannstatt unter www.stuttgart.de/stadtbibliothek/badcannstatt.

Darüber hinaus werden Menschen, die ihr Zuhause in Zeiten von Corona nicht verlassen können, bei Bedarf auch daheim beliefert. Dies schließt Pflegeeinrichtungen mit ein. Für diese Personengruppe hat die Stadtbibliothek eine Medien-Lieferdienst eingerichtet. Nähere Informationen können erfragt werden unter der Telefonnummer 0711 216-96599 täglich von 9 bis 15 Uhr.


Hohe Waldbrandgefahr

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Kreis Esslingen.| Aktuell gilt die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe in der Region. Der herrschende Wind lässt die Böden noch weiter austrocknen. Der ergiebige Landregen, den es für eine Entspannung der Situation bräuchte, ist nicht in Sicht. Das Kreisforstamt Esslingen erwartet daher, dass sich die Waldbrandgefahr in den nächsten Tagen noch zuspitzen wird und weist darauf hin, dass von März bis Oktober im Wald absolutes Rauchverbot herrscht.

Das Laub liegt noch unzersetzt am Boden und kann durch die Trockenheit der letzten Wochen wie Zunder wirken. „Der kleinste Funke könnte jetzt Unheil anrichten“, warnt Kreisforstamtsleiterin Cordula Samuleit und appelliert an alle Waldbesucher, das von März bis Oktober geltende Rauchverbot unbedingt einzuhalten. Glimmende Zigarettenkippen sind eine typische Ursache von Waldbränden, die bei den aktuellen Witterungsverhältnissen – Trockenheit und leichtem Wind – rasch verheerende Ausmaße annehmen können. Einen Waldbrand hat es in den Wäldern im Landkreis in diesem Frühjahr bereits schon gegeben, ausgelöst durch fahrlässiges Verhalten.

Das Forstamt registriert derzeit außergewöhnlich viele Waldbesucher. Die Bedeutung des Waldes als Ort der Erholung und sportlichen Betätigung hat in Corona-Zeiten noch einmal spürbar zugenommen. Doch nicht überall ist die gebotene Vorsicht zu beobachten. Mit Sorge blicken die Forstleute deshalb dem 1. Mai entgegen. Zwar sind die öffentlichen Grillstellen derzeit gesperrt, jedoch versuchen Waldbesucher immer wieder, das Verbot zu umgehen, indem neben den gesperrten Grillstellen selbst mitgebrachte Grilleinrichtungen angefeuert werden. „Das ist selbstverständlich nicht erlaubt und buchstäblich brandgefährlich“, betont das Forstamt. Auch Glasflaschen oder Scherben dürfen auf keinen Fall auf dem Waldboden zurückgelassen werden, denn sie wirkten wie Brenngläser und könnten ebenfalls Waldbrände auslösen. „Umsichtiges und verantwortungsvolles Verhalten von jedem einzelnen sind jetzt gefragt“, so die Forstamtschefin.


Mittleres bis hohes Waldbrandrisiko im Landkreis Böblingen

Rauchen und Grillen im Wald sind streng verboten!

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ermittelt nach einem genormten Verfahren tagesaktuell den sogenannten Waldbrandgefahrenindex für alle Regionen Deutschlands. Demnach besteht im Landkreis Böblingen derzeit (Stand 22.04.) ein mittleres bis hohes Waldbrandrisiko.

Das schöne Wetter lockt in diesen Tagen viele Menschen in die Natur. Ein Waldspaziergang bietet einen hervorragenden Ausgleich zum „Corona-Alltag“. Gerade jetzt, wo Bäume und Sträucher blühen und die ersten zarten Blättchen kommen, kann ein Aufenthalt im Wald geradezu Wunder wirken. Unsere Wälder stehen als Erholungsraum jederzeit zur Verfügung. Die Kehrseite des schönen Wetters ist allerdings die anhaltende Trockenheit der letzten Tage und Wochen. Dadurch ist die Brandgefahr in der Natur stark angestiegen. Insbesondere Wald-, Hecken und Grasland leiden unter der Trockenheit, sind nun schnell entflammbar und können leicht in Brand geraten. Jetzt, wo das schattenspendende Laub auf den Bäumen und Sträuchern noch fehlt, führt der Wind der letzten Tage zusätzlich zu Trockenheit. Das trockene Laub des letzten Herbstes und Äste auf dem Waldboden würde einer Zündquelle idealen Nährboden für ein Feuer bieten.

Grundsätzlich gilt fast immer ein gewisses Waldbrandrisiko, wenn es nicht gerade ausreichend geregnet hat. Über 95% der Waldbrände sind auf menschliches Handeln und Fahrlässigkeit zurückzuführen. Daher ist ein vernünftiges und umsichtiges Handeln aller Waldbesuchenden die beste Vorsorge, um unsere Wälder vor Feuern zu schützen. An erster Stelle steht dabei das allgemeine Rauchverbot im Wald von März bis Oktober, das dringend einzuhalten ist! Grillstellen dürfen aufgrund der Corona-Verordnung der Landesregierung derzeit ohnehin nicht genutzt werden. So schön es wäre, muss auf das Grillen im Wald also verzichtet werden – auch um Waldbränden vorzubeugen.