DRK Bergwacht Württemberg im April stark gefordert

Trotz eindringlichem Appell und Bitte: 36 Mal mussten die Bergretter und Bergretterinnen der DRK Bergwacht Württemberg im April ausrücken, um verunglückte Wanderer und Mountainbiker zu retten. „Zwar entspricht das Einsatzaufkommen dem Üblichen in diesem Monat“ so Raimund Wimmer, Sprecher der DRK Bergwacht Württemberg, „aber in diesen schwierigen Corona-Zeiten hätten wir eigentlich etwas mehr Zurückhaltung erwartet.“ Sind Rettungen aus dem unwegsamen Gelände an sich schon schwierig, anstrengend und kräftezehrend, so sind sie unter Beachtung der erforderlichen Schutzmaßnahmen besonders herausfordernd. Eine weitere Herausforderung sei auch die Logistik an der Einsatzstelle, so Wimmer. So müsse zum Beispiel  darauf geachtet werden, dass die Einsatzkräfte der einzelnen Einsatzgruppen und Einsatzfahrzeuge nicht vermischen, damit im Falle eines Falles nicht alle Retter ausfallen und in Quarantäne gezwungen werden.
Besonders gefordert waren die Bergretterinnen und Bergretter der Bergwachten Geislingen-Wiesensteig, Göppingen und Pfullingen. Sie mussten jeweils sechsmal ausrücken, einige male sogar zweimal am Tag. Und der Mai hat begonnen wie der April geendet hat: Am ersten Maiwochenende waren die Bergretter aus Geislingen-Wiesensteig und Göppingen bereits wieder dreimal im Einsatz. Rückmeldungen aus den 19 Bergwachten der DRK Bergwacht Württemberg zeigen, dass an allen Tagen, wochentags und Wochenenden, auch in sonst ruhigen Bereichen ein spürbarer und hoher Besucherdruck zu verzeichnen ist.
Deshalb wiederholt die DRK Bergwacht Württemberg ihre Bitte: „Entlasten Sie das Rettungs- und Gesundheitssystem, indem Sie sich umsichtig und rücksichtsvoll in der Natur aufhalten und keine risikobehafteten Aktivitäten unternehmen!“


Stadt beginnt mit Wiedereröffnung ihrer Spielplätze

Hygieneregeln beachten

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart beginnt jetzt, ihre 580 Spielplätze zu eröffnen. Volker Schirner, Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes, sagte am Dienstag, 5. Mai: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich darauf, morgen früh die ersten Spielplätze wiederzueröffnen. Dazu werden sie nach und nach bei allen Spielplätzen die Sperrbänder und -zeichen entfernen. Sie werden zudem die neuen Regeln aushängen. Diese Regeln ermöglichen das Spielen, schützen aber bestmöglich vor einer Ansteckung.“ Zu den Regeln zählen ein Mindestabstand von 1,5 Metern, das Betreten ist nur ohne Symptome wie Husten, Fieber oder Halsschmerzen erlaubt, das Händewaschen nach dem Spielen wird geraten wie auch gegenseitige Rücksicht oder das Vermeiden von Kontakt zu Risikogruppen. Abschließend heißt es: „Für die Einhaltung der Regeln sind Eltern und Aufsichtspersonen verantwortlich, bitten meiden Sie überfüllte Spielplätze.“ Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amts kontrollieren vor Wiederöffnung die Spielgeräte. Schirner unterstrich: „Wir haben die vergangenen Wochen genutzt, um die Plätze zu reinigen und die Geräte wieder in Stand zu setzen. Die Plätze sollen der Erholung dienen, das geht nur mit Sicherheit. Dafür haben wir unser Bestes getan.“

Maria Haller-Kindler, Kinderbeauftragte der Stadt, sagte: „Ich bin sehr glücklich, dass die Kinder endlich mehr Freiraum bekommen und wieder auf die Spielplätze dürfen. Ihnen wurde mit geschlossenen Kitas und Schulen wie auch dem fehlenden Vereinssport viel zugemutet. Sie haben viel Rücksicht genommen und sind zu Hause geblieben. Ich bin zuversichtlich, dass sie auch weiterhin auf sich und andere Acht geben werden.“

Dorothea Koller, Leiterin des Amts für öffentliche Ordnung, betonte: „Es dürfen nur geöffnete Spielplätze betreten werden. Erst mit dem Hinweis der neuen Regeln und deren Beachten wird das Spielen sicher und verantwortbar.“ Sie verwies darauf, dass die Regeln der Landesverordnung weiter gelten. „Es dürfen sich nur zwei Personen in der Öffentlichkeit treffen, die nicht in einem Haushalt leben. Im Privaten nur fünf. Einfach gesagt: Einzeln oder mit einer Freundin zu spielen ist okay, aber zu zehnt kicken, das ist leider nicht erlaubt.“


Allianz MTV Stuttgart setzt weiterhin auf junge Talente

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Stuttgart.| Nach der Neuverpflichtung der jungen Niederländerin Hester Jaspers bleibt sich Allianz MTV Stuttgart auch mit der nächsten neuen Spielerin treu. Lena Große Scharmann kehrt nach zwei Jahren in Straubing wieder nach Stuttgart zurück und gehört in der neuen Spielzeit fest zum Kader des Erstligateams.

Vor einigen Wochen hatte der Club aus der Landeshauptstadt bereits die Verpflichtung der 18-jährigen Hester Jaspers bekannt gegeben. Die niederländische Außenangreiferin wechselt vom Ligakonkurrenten VfB Suhl LOTTO Thüringen an den Neckar. Sportdirektorin Kim Renkema sagt über die 1,75 Meter große Jaspers: „Hester hat uns in allen Spielen gegen Suhl überzeugt, nicht unverdient wurde sie von Giannis hier in der SCHARRena als MVP ausgezeichnet. Sie ist eine junge talentierte Spielerin, die einen großartigen, kämpferischen Charakter mitbringt. Wir freuen uns, dass Hester für zwei Jahre nach Stuttgart kommen und sich hier mit Sicherheit sehr weiterentwickeln wird.“

Nun konnte von den Verantwortlichen das nächste Talent unter Vertrag genommen werden und dabei handelt es sich auch noch um ein bekanntes Gesicht in Stuttgart. Lena Große Scharrmann wechselt ebenfalls von einem Ligakonkurrenten, aus Straubing, nach Stuttgart und damit zurück an ihre alte Wirkungsstätte. Die 22-jährige, aus Stuttgart-Möhringen stammende Diagonalangreiferin spielte in der eigenen Jugend von Allianz MTV Stuttgart. Nach einer Saison (2016/17) beim Nachwuchsteam in Berlin zog es Große Scharmann wieder zurück in den Süden, wo sie erneut für die zweite Mannschaft aufschlug. Nach nur einem Jahr schaffte sie endgültig den Sprung in die 1. Bundesliga. In Straubing in der abgebrochenen Spielzeit 2019/20 steuerte sie einen nicht unerheblichen Teil zum erstmaligen Erreichen der Play Offs bei. Ihr Talent und ihr Können spiegelt sich nicht zuletzt in den vielen MVP Medaillen wider, die die 1,84 Meter große Scharmann in den letzten Jahren sammeln konnte. Gemeinsam mit der US-Amerikanerin Krystal Rivers wird sie in der kommenden Saison auf Punktejagd gehen. Auch hier zeigt sich wieder das bereits bewährte Konzept von Allianz MTV Stuttgart: eine erfahrene Spielerin, die ein noch junges Talent unter ihre Fittiche nimmt und sie reifen lässt.

Sportdirektorin Kim Renkema: „Wer die Entwicklung von Lena die letzten Jahre beobachtet hat, wird mir beipflichten, dass die Verpflichtung von ihr nur die logische Konsequenz aus ihrer Leistung ist. Sie hat gezeigt, dass sie eine Diagonale ist, die bei einem Topverein spielen kann. Wir freuen uns, dass sie die Entscheidung getroffen hat, wieder zurück zu kommen nach Stuttgart. Wenn ein Talent wieder den Weg zurück zu ihrem Heimatverein findet, ist das immer eine tolle Sache. Lena hat definitiv eine große Zukunft vor sich. Daher freuen wir uns umso mehr, dass sie einen Einjahresvertrag mit Option auf ein weiteres Jahr unterschrieben hat. Gemeinsam mit Krystal wird sie unseren Diagonalangriff extrem gut besetzen.“


W&W-Konzern passt Ergebnis-Prognose an

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Vor dem Hintergrund der absehbar anhaltenden negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie passt die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) ihre Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020 an.

Die W&W AG erwartet jetzt ein Konzernergebnis unterhalb des mittelfristigen Zielkorridors von 220 bis 250 Millionen Euro. Aufgrund der aktuellen Unsicherheiten an den Märkten und in der Konjunktur lässt sich derzeit keine verlässliche und seriöse Prognose für das Geschäftsjahr 2020 abgeben. Der IFRS-Konzernjahresüberschuss betrug im vergangenen Geschäftsjahr 249,1 Millionen Euro.

Im operativ erfolgreichen ersten Quartal belasteten insbesondere bilanzielle Auswirkungen der volatilen Kapitalmärkte sowie bereits verbuchte Sondereffekte aus der Coronavirus-Pandemie das Ergebnis. Das Neugeschäft verlief im ersten Quartal positiv. Die W&W-Gruppe profitiert auch in der Corona-Krise von ihrer in den vergangenen Jahren gewonnenen Stärke und Solidität. Auch kommt ihr derzeit der frühzeitig eingeleitete, umfassende digitale Aufbruch zugute, um auch in einem schwierigen Umfeld die Nähe zum Kunden gewährleisten zu können. Der Quartalsbericht wird am 15. Mai 2020 veröffentlicht.


Gesundheitsamt erfährt große Solidarität

  • Amtsleiter Ehehalt: „Eindämmung der Corona-Pandemie ist Gemeinschaftsleistung“
  • OB Kuhn dankt den Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz

Stuttgart.| Das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Stuttgart erfährt in der gegenwärtigen Corona-Krise eine große Solidarität. Personal aus verschiedenen Ämtern und Abteilungen der Verwaltung unterstützen die Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitsamt seit Ende März bei vielfältigen Aufgaben.

Professor Stefan Ehehalt, Leiter des Gesundheitsamts, sagte am Sonntag, 3. Mai: „Der starke Zusammenhalt innerhalb der Verwaltung freut mich sehr. Wir bekommen von allen Seiten Unterstützung. Die Corona-Pandemie einzudämmen, ist eine Bärenaufgabe. Das schaffen wir nur, wenn jeder mithilft. Es ist eine Gemeinschaftsleistung.“

Unterstützung kommt aus dem Jugendamt, dem Schulverwaltungsamt, dem Haupt- und Personalamt, der Branddirektion, der Abfallwirtschaft, der Stadtbibliothek, dem Bürgerservice Leben im Alter, dem Amt für Umweltschutz, dem Stadtmessungsamt, dem Tiefbauamt, dem Bezirksamt Bad Cannstatt, dem Amt für öffentliche Ordnung sowie dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt. Je nach Bedarf sind zwischen 30 und 40 städtische Mitarbeiter ämterübergreifend im Einsatz. Zudem gibt es sechs weitere Kräfte, insbesondere Studenten, mit medizinischem Hintergrundwissen.

Zu den Aufgaben gehört im Wesentlichen, Kontakt zu den Infizierten zu halten, Infektionsketten nachzuvollziehen und Kontaktpersonen von Infizierten zu ermitteln. So werden beispielsweise Bürger, die getestet wurden, über ihr Testergebnis informiert, Kontaktpersonen ausfindig gemacht, benachrichtigt und beraten, Quarantäne-Patienten fernmündlich betreut, medizinische Anfragen bearbeitet, Daten erfasst, Ermittlungsakten geführt sowie die Datenbank entsprechend gepflegt.

Außerdem ist seit dem 19. März 2020 eine Corona-Hotline bei der Stadt geschaltet. Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Ämtern der Stadt beantworten im Schichtdienst werktäglich Fragen, wie beispielsweise zum Corona-Test, zu Quarantäneanordnungen, zu Abstandsregelungen oder zur Maskenpflicht.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: „Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die derzeit unermüdlich für die Gesundheit der Stuttgarterinnen und Stuttgarter im Einsatz sind. Mein Dank gilt insbesondere den 190 Mitarbeitern im Gesundheitsamt, die zur Bewältigung der Corona-Pandemie sieben Tage die Woche im Schichtdienst arbeiten – am Wochenende ebenso wie an Feiertagen.“

Dr. Fabian Mayer, Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung, Recht und Kultur, lobte das Engagement aller Beteiligten: „Den gewaltigen Arbeitsanfall stemmen die Kolleginnen und Kollegen jeden Tag mit hoher Motivation.“


Schritt für Schritt auf dem Weg zur Normalität

Mercedes-Benz Pkw-Werke laufen erfolgreich wieder an

Erfolgreicher sukzessiver Produktionsstart in den Mercedes-Benz Werken Untertürkheim, Berlin, Hamburg, Sindelfingen und Bremen nach Arbeitsunterbrechung und Kurzarbeit Umfangreiches Maßnahmenpaket zum Infektionsschutz mit dem Betriebsrat vereinbart und umgesetzt

Die Mercedes-Benz Pkw-Werke Untertürkheim, Berlin, Hamburg, Sindelfingen und Bremen haben nach einer Phase der Arbeitsunterbrechung und Kurzarbeit in Folge der Covid-19-Pandemie erfolgreich die Produktion wiederaufgenommen. Zunächst sind am 20. April sukzessiv die Motoren- und Komponenten-Werke Untertürkheim, Hamburg und Berlin gestartet, gefolgt von den Mercedes-Benz Pkw-Werken Bremen und Sindelfingen diese Woche. Am 4. Mai wird das Mercedes-Benz Werk Rastatt schrittweise wieder anlaufen. Auch die Werke Kölleda und Arnstadt (MDC Power und MDC Technology) sowie ausgewählte internationale Mercedes-Benz Pkw-Werke fahren Schritt für Schritt wieder an. Dazu gehören zum Beispiel die Werke in Sebes/Cugir (Rumänien), Kecskemét (Ungarn) und Tuscaloosa (USA). Der Hochlauf der Produktion wird flexibel gestaltet, um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können.

Mit dem Wiederanlauf der Produktion treibt Mercedes-Benz seine Produkt- und Elektrooffensive weiter voran und bedient damit zudem seinen größten Absatzmarkt China, in dem das Unternehmen wieder einen deutlichen Anstieg der Nachfrage sieht. Im Werk in Untertürkheim werden Motoren und Komponenten gefertigt, die für die Produktion von Mercedes-Benz Fahrzeugen in China sowie die sukzessive anlaufenden Mercedes-Benz Aufbauwerke benötigt werden. Analog hat auch das Mercedes-Benz Werk Berlin seine Produktion, u.a. der Motorsteuerung Camtronic, gestartet. Das Werk Hamburg produziert Achsen und Achskomponenten für die weltweite Fahrzeugproduktion von Mercedes-Benz. Die Batteriefabriken in Kamenz, in denen Batterien für die EQ-Familie sowie Antriebsbatterien für Plug-inHybrid-Fahrzeuge und 48-Volt-Batterien produziert werden, liefen im Rahmen der Elektrooffensive von Mercedes-Benz als wichtige strategische Anlaufthemen während der Arbeitsunterbrechung und Kurzarbeit im 2-Schichtbetrieb mit vollständig entkoppelten Schichten und unter Einhaltung umfassender Schutzmaßnahmen weiter.

Im Mercedes-Benz Werk in Bremen werden nach und nach die Produktionskapazitäten der gesamten Produktpalette gesteigert, zum Beispiel des SUV Bestsellers Mercedes-Benz GLC. Gleichzeitig wird auf derselben Linie im Rahmen der Elektrooffensive die Produktion des EQC (Stromverbrauch kombiniert: 20,8-19,7 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km) [1] stufenweise hochgefahren. Das Werk Sindelfingen verantwortet unter anderem die Produktion der Mercedes-Benz E-Klasse sowie der S-Klasse Limousine, der in 2019 meistverkauften Luxuslimousine der Welt, für die China letztes Jahr erneut der größte Markt war. Auch die elektrifizierten Modelle der E- und S-Klasse, die Hybrid und Plug-in-Hybrid-Variante, werden im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen produziert.

Zum Schutz der Mitarbeiter hat das Unternehmen Vorkehrungen zum Infektionsschutz getroffen und ein umfassendes Maßnahmenpaket mit dem Betriebsrat vereinbart, dass in den Werken eingeführt wurde. Dazu gehören Hygiene- und Reinigungsstandards, sowie Regelungen zum Mindestabstand von 1,5 Metern und der Einsatz von Mund-Nasen-Masken in der Produktion.

Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie hatte Daimler entschieden, den Großteil seiner Produktion sowie die Arbeit in ausgewählten Verwaltungsbereichen in Europa für zunächst zwei Wochen (23. März bis einschließlich 5. April 2020) zu unterbrechen. Danach folgte ab dem 6. April Kurzarbeit in Deutschland. Die Situation innerhalb des Unternehmens bleibt sehr unterschiedlich. In einzelnen Bereichen wird die Kurzarbeit fortgesetzt. Von der Kurzarbeit sind sowohl Pkw-, als auch Transporter- und Nutzfahrzeug-Werke des Unternehmens in Deutschland betroffen. Notwendige Grundfunktionen sowie Zukunftsthemen und strategische Projekte sind von der Kurzarbeit ausgenommen, um nach der Krise wieder voll durchstarten zu können.

Für die internationalen Standorte gelten jeweils länderspezifische Regelungen. Der Konzern orientiert sich dabei an den Empfehlungen der internationalen, nationalen und lokalen Behörden. Das Daimler-Management beobachtet die Lage stetig und wird, wenn notwendig, weitere Maßnahmen einleiten.

Jörg Burzer, Mitglied des Vorstandes der Mercedes-Benz AG, Produktion und Supply Chain Management: „Ich freue mich gemeinsam mit der gesamten Mannschaft, dass wir unsere Produktion koordiniert und sukzessive wieder hochfahren. Flexibilität ist hier das entscheidende Stichwort: Die Flexibilität unserer Werke ist eines unserer strategischen Fokusthemen in der Produktion und hilft uns auch jetzt beim Wiederanlauf. Unsere erste Priorität ist es, die Ausbreitung der COVID-19-Pandemie einzudämmen und unseren Mitarbeitern sowie Lieferanten und Dienstleistern ein sicheres Arbeitsumfeld zu bieten. Wir produzieren unter Einhaltung umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen und erhöhen Schritt für Schritt unsere Produktion.“

Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars und Standortverantwortlicher des Mercedes-Benz Werks Untertürkheim: „Unsere Powertrain-Werke beliefern die Mercedes-Benz Pkw-Werke auf der ganzen Welt. Um die benötigten Produktionskapazitäten dort abzusichern, haben wir den Betrieb in den Powertrain Werken Hamburg, Berlin und Untertürkheim bereits vergangene Woche stufenweise wiederaufgenommen. Das betrifft beispielsweise die Camtronic Produktion im Mercedes-Benz Werk Berlin, wo Bauteile für die Motorsteuerung für unsere Produktion in China gefertigt werden. Ich danke der hochmotivierten Mannschaft, dass sie den erfolgreichen Anlauf unserer Werke möglich macht.“

Michael Häberle, Betriebsratsvorsitzender des Mercedes-Benz Werks Untertürkheim: „Wir haben in kürzester Zeit umfangreiche Schutzmaßnahmen ausgearbeitet und an unserem Standort umgesetzt. Diese gilt es jetzt kontinuierlich anzupassen – dabei legen wir großen Wert auf die Rückmeldung unserer Kolleginnen und Kollegen. Alles was gerade passiert, ist Teil eines großen Lernprozesses. Denn der richtige Schutz beginnt bereits auf dem Weg zur Arbeit und die Sicherheitskonzepte gelten in der Produktion genauso wie in den Büros oder während der Pausen. Die vielen Maßnahmen sind an der einen oder anderen Stelle sicherlich noch ungewohnt – aber wichtig, um jeden Einzelnen zu schützen. Ich bin froh, dass wir hier alle an einem Strang ziehen!“

Michael Bauer, Leiter der Produktion des Mercedes-Benz Werks Sindelfingen und Standortverantwortlicher: „Unsere E- und S-Klasse Montage fährt seit dieser Woche sukzessive und sehr flexibel hoch, damit wir auch kurzfristig auf aktuelle Entwicklungen reagieren können. Wir steigern unsere Produktionsvolumina in den nächsten Tagen und Wochen schrittweise, um schnellstmöglich wieder voll durchstarten zu können. Für das erfolgreiche Managen des koordinierten Wiederanfahrens sind unsere qualifizierten, engagierten und motivierten Mitarbeiter der Schlüssel.“

Ergun Lümali, Betriebsratsvorsitzender am Mercedes-Benz-Standort Sindelfingen: „Der Schutz der Gesundheit unserer Beschäftigten ist das A und O beim Wiederanlauf der Produktion. Dafür haben wir ein umfangreiches Paket an Schutz- und Hygienemaßnahmen geschnürt, die von der Belegschaft gut angenommen werden. Das Spektrum reicht von der Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen bis zum Einsatz von Schutzmasken. Unser Anspruch ist, dass sich unsere Beschäftigten, wenn sie wieder ins Werk kommen, bei der Arbeit besser geschützt als im öffentlichen Bereich fühlen. Die Wiederaufnahme der Produktion ist für unsere Belegschaft ein positives Signal.“


Neue Schule auf dem Säer freut sich auf Schüler

Am Montag, 4. Mai 2020 starten 400 von 980 Schüler der Albert-Schäffle-Schule ihren Schulalltag im neuen Schulhaus.

Landrat Heinz Eininger bei einem Besuch der Schule am vergangenen Mittwoch: „Das neue Gebäude ist gelungen und bietet mit viel Transparenz eine hervorragende Lernatmosphäre und fügt sich gelungen in die umgebende Schul- und Krankenhauslandschaft auf dem Säer ein.“

Schulleiter Thomas Gundelsweiler dankte dem Landrat für die Stippvisite und unterstrich die hervorragende Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung. „Wir fühlen uns wohl bei unserem Schulträger und haben in den vergangenen Wochen extreme Unterstützung durch den Landkreis erfahren. In diesen lichtdurchfluteten modernen Schulräumen macht es richtig Spaß, gemeinsam mit den Schülern den Unterricht zu gestalten“, so der Schulleiter.

Auf einer Bruttogeschossfläche von 9.379 qm werden künftig die Schüler der Albert-Schäffle-Schule und teilweise der Fritz-Ruoff-Schule den Anforderungen an eine moderne berufliche Schulausbildung gerecht werdende Infrastruktur vorfinden. Nach einem Baubeschluss durch den Kreistag im Oktober 2017 startete offiziell die Realisierung mit dem Baggerbiss am 3. Mai 2018. Das rd. 28 Mio. € teure Gebäude wurde in nahezu zwei Jahren fertiggestellt, so dass bereits in den Osterferien die Umzüge stattfinden konnten. „Wir konnten fast unser gesamtes Mobiliar aus der alten Schule mitnehmen“ so Gundelsweiler.

„Ein Glanzpunkt der Schule ist unsere große Haupthalle. Sie wird künftig das Zentrum unseres Schullebens sein“, so der Schulleiter weiter. Sie sei flexibel nutzbar und biete bestuhlt Platz für 400 Schüler.

„Auch aus ökologischer Sicht kann die weitgehend CO2-neutrale Schule einiges bieten“, so der Landrat. Intelligente Lüftungssysteme, eine Adiabate Kühlung, Grauwassernutzung für die WC-Anlagen sowie eine Photovoltaikanlage seien nur einige Beispiele hierfür.

„Die beruflichen Schulen sind ein wichtiger Baustein in unserem Bildungssystem. Sie bieten einen durchgehenden Aufstieg in den Berufsabschlüssen bis hin zum Abitur an und sind als Partner der Wirtschaft in der dualen Ausbildung Garant für eine zukunftsorientierte Fachkräftequalifizierung in unserem Land“, so Landrat Heinz Eininger abschließend.


Landratsamt weitet Dienstbetrieb ab 4. Mai aus

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  • Verwaltung lässt mehr Publikumsfrequenz zu
  • Zutritt weiterhin nur nach vorheriger Terminvereinbarung
  • Besucher müssen Masken tragen

Kreis Böblingen.| Zur Bekämpfung der Corona-Ausbreitung hatte das Landratsamt Böblingen seinen Dienstbetrieb seit Mitte März stark eingeschränkt. Nun weitet die Kreisverwaltung den Dienstbetrieb wieder aus und lässt mehr Publikumsfrequenz zu. Für Besucher gelten jedoch weiterhin Einschränkungen mit dem Ziel Ansteckungen zu vermeiden.

Besucher werden dazu angehalten beim Betreten der Gebäude eine Mund-Nasen-Schutzmaske zu tragen. Der Zutritt ist weiterhin nur möglich, wenn vorab ein Termin vereinbart wurde. Die Terminbestätigung ist am Eingang vorzuzeigen. Die allgemein gültigen Hygienevorschriften sowie die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m sind unbedingt einzuhalten.

Landrat Roland Bernhard wirbt um Verständnis: „Wir müssen die Zahl der Behördengänge wie bisher über Terminvergaben kontrollieren. Nur mit großer Mühe haben wir die Ausbreitung des Virus gebremst, diesen Erfolg setzen wir nicht aufs Spiel. Dennoch wollen wir Wartezeiten für Bürgeranliegen so kurz wie möglich halten.“

Die Rathäuser und das Landratsamt sind weiter telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Auf der Webseite des Landkreises finden sich die Informationen und Kontaktdaten zur Terminvereinbarung.


Neue Angebote für Kino und Kultur im Neckarpark

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Stadt prüft Konzepte

Stuttgart.| Der Landeshauptstadt Stuttgart liegen verschiedene Konzepte vor für neue Angebote für Kino und Kultur im Neckarpark. Dabei geht es im Kern um das Format eines Auto-Kinos, je nach Konzept jedoch erweitert um andere kulturelle Angebote. Das Amt für öffentliche Ordnung wird mit den Veranstaltern nun Gespräche aufnehmen, welche Veranstaltungen möglich wären. Das hat der Verwaltungsstab am Donnerstag, 30. April, beschlossen.

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, erklärte: „Wir prüfen in erster Linie, was rechtlich möglich ist. Es ist gut, wenn es Angebote zur Unterhaltung gibt. Dennoch muss das Risiko von Ansteckungen so gering wie möglich sein.“ Die Stadt lege zudem Wert darauf, dass die Programme vielfältig seien und die Organisatoren auch an Besucher ohne Auto denken. Schairer weiter: „Wir rechnen damit, dass schon im Juni erste Veranstaltungen angeboten werden können.“


Cannstatter Volksfest kann 2020 nicht stattfinden

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Schutz vor Ausbreitung des Coronavirus hat Vorrang

Stuttgart.| Das Cannstatter Volksfest kann dieses Jahr nicht stattfinden. Das geht aus einer Beschlussvorlage für den Gemeinderat hervor, die Oberbürgermeister Fritz Kuhn am Mittwoch, 29. April, auf einer Pressekonferenz vorgestellt hat. Der Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen wird am 8. Mai darüber befinden.

OB Kuhn erläuterte: „Es ist eine harte Entscheidung. Nach intensiver Abwägung ist klar: Der Gesundheitsschutz lässt nichts anderes zu. Wir alle machen uns aktuell große Mühen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Das können wir nicht aufs Spiel setzen. Wir wollen und müssen die Gäste aus Nah und Fern, unsere Bürgerinnen und Bürger, die Wirte, die Schausteller, Dienstleister oder auch die Hotellerie vor einer Ansteckung schützen.“ Bis Herbst sei nicht damit zu rechnen, dass ein hoher Grad an Durchseuchung erreicht, ein Impfstoff oder ein wirksames Medikament entwickelt sei. „Es ist ein Trost, dass wir nach Ende der Corona-Krise ein umso schöneres Fest feiern werden“, so Kuhn.

Der Leiter des Gesundheitsamts, Prof. Stefan Ehehalt, sagte: „Es ist nicht erwartbar, dass die zur wirkungsvollen Eindämmung der Pandemie erforderlichen Voraussetzungen in den kommenden Wochen in ausreichendem Maße vorhanden sind. Durch das Volksfest könnte sich das Coronavirus über Ländergrenzen verbreiten. Das wäre aus gesundheitlicher Sicht unverantwortlich. Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir Risiken minimieren können, aber solche Vorgaben lassen sich nicht bei einem Fest dieser Art und Größe umsetzen.“

Der Bürgermeister für Wirtschaft, Finanzen und Beteiligungen, Thomas Fuhrmann, sagte: „Es war eine schwere Entscheidung, aber eine richtige. Die Bürger werden sie sicherlich akzeptieren, denn die Beunruhigung ist groß. Wir sind mit den Schaustellern und Festwirten im Austausch. Für sie haben Bund und Länder Hilfen bereitgestellt. Auch wir wollen ihnen unter die Arme greifen.”

Der Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co.KG, Andreas Kroll: „Bei allen Beteiligten herrscht großes Bedauern. Die Auswirkungen sind erheblich. Aber die Gesundheit geht vor.“ 300 Schausteller, Krämer und Festwirte seien unmittelbar betroffen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir das 175. Cannstatter Volksfest im Jahr 2021 feiern können und dann ganz entspannt und mit großer Freude”, so Kroll.

Das traditionsreiche Volksfest zieht jährlich etwa vier Millionen Besucher an. Die wirtschaftliche Bedeutung des Fests für Stadt und Region wird auf eine halbe Milliarde Euro geschätzt.