Zentrale Corona-Ambulanz ist in Betrieb

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  • Hotline und Testzentren sind künftig am Wochenende geschlossen
  • Wochenendbetreuung über Notfallpraxis gewährleistet

In Sindelfingen ist die Zentrale Corona-Ambulanz in Betrieb gegangen. Sie ist von Montag bis Sonntag, an 7 Tagen die Woche, geöffnet. Die Terminvergabe erfolgt über den Hausarzt bzw. am Wochenende über den Notfalldienst. Im Gegenzug werden die Hotline am Landratsamt Böblingen und der Betrieb der Testzentren in Herrenberg und Sindelfingen am Wochenende eingestellt. Die Anrufe, und entsprechend auch die Zahlen der Tests, gingen zuletzt so zurück, dass diese Maßnahme gerechtfertigt scheint. „Sollten sich hier andere Entwicklungen ergeben, können wir den Betrieb selbstverständlich wieder durchgehend an allen Tagen sicherstellen“, so Landrat Roland Bernhard.

Die Abläufe an der Corona-Ambulanz sind folgendermaßen: Nach wie vor gilt, dass bei Erkältungssymptomen oder Fieber, sowie grippeähnlichen Symptomen der Hausarzt telefonisch kontaktiert werden soll. Dieser entscheidet über ein weiteres Vorgehen und kann den Patienten entweder selbst versorgen oder bei der Corona-Ambulanz in Sindelfingen anmelden. In letzterem Fall erhält der Patient einen Termin in der Ambulanz. Eine Anmeldung eines Patienten direkt bei der Corona-Ambulanz soll nicht erfolgen! An Wochenenden, wenn die Hausärzte telefonisch nicht erreichbar sind, wenden sich die Patienten an die Notfallpraxen in den Krankenhäusern bzw. die Nummer 116 117. Von dort kann ebenfalls die Weiterleitung an die Corona-Ambulanz erfolgen.

Das zusätzliche Angebot soll dafür sorgen, dass in den Arztpraxen chronisch Kranke oder akut erkrankte Patienten von infektionsgefährdeten Patienten getrennt werden und die bewährte ambulante Versorgung Aller erhalten bleibt. In der Corona-Ambulanz ist es möglich, Patienten mit einer möglichen oder schon diagnostizierten Corona-Infektion ambulant und separat mit den entsprechenden Vorkehrungen und Schutzkleidungen zum Schutz von Patienten und Personal zu betreuen. Zudem werden durch diese Maßnahme die Kliniken unterstützt und unnötige Einweisungen vermieden.

Die Corona-Ambulanz wird von niedergelassenen Ärzten und deren Vertretern durch die Kassenärztliche Vereinigung besetzt sein. Die Ausstattung, Bereitstellung sowie die Stellung des Büropersonals in der Praxis erfolgt durch das Landratsamt Böblingen.


Warnung vor Betrugsmasche “Falscher Polizeibeamter”

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Die Polizei warnt aus aktuellem Anlass.

Stuttgart.| Im Laufe des gestrigen Dienstags (21.04.2020) griffen die Täter offenbar mehrere Male zum Telefon, um überwiegend ältere Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger um ihr Vermögen zu betrügen. Zu einem Schaden kam es bislang glücklicherweise nicht. Die in der Regel aus dem Ausland agierenden Täter geben sich am Telefon als Polizisten oder Staatsanwälte aus und versuchen die Bürgerinnen und Bürger mit einer angeblichen Festnahme von Einbrecherbanden einzuschüchtern. Scheinbar aus Sicherheitsgründen werden die potenziellen Opfer aufgefordert, ihr gesamtes Hab und Gut einem Kurier zu übergeben oder an einem vereinbarten Ort im Freien abzulegen. Bei dieser Art von Anrufen handelt es sich ausnahmslos um Betrügereien. Am anderen Ende der Leitung befindet sich nicht die echte Polizei. Die Polizei Stuttgart geht davon aus, dass die Anrufe in den nächsten Tagen fortgesetzt werden.

Aus diesen Gründen rät die Polizei:

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie den Hörer auf. So werden Sie Betrüger los.
  • Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach Herausgabe von persönlichen Daten, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenständen.
  • Wählen Sie die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit. Benutzen Sie nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Tätern landen.
  • Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder einer Vertrauensperson.

Weitere Informationen und Präventionstipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de


Regelungen und Wertung der Handball-Saison 2019/20

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Seit dem 18. März 2020 steht offiziell fest, dass die Saison 2019/20 der 1. und 2. Liga der Handball Bundesliga Frauen (HBF) abgebrochen und damit nicht zu Ende gespielt wird. Bereits bekannt war, dass es keine sportlichen Absteiger aus den beiden Ligen geben wird. Auf Grundlage des Bundesratsbeschlusses des Deutschen Handballbundes (DHB), hat die HBF nun Entscheidungen zur Wertung der abgebrochenen Saison getroffen sowie die damit verbundenen Regelungen für die kommende Spielzeit aufgestellt.

Zur Ermittlung der Tabellenplatzierungen wird dabei die Abbruchtabelle (Stand 12.03.) unter zu Hilfenahme der Quotientenregelung (Pluspunkte geteilt durch Anzahl der Spiele mal 100) herangezogen. Alle Entscheidungen wurden vom dafür zuständigen Gremium bestehend aus dem HBF-Vorstand und der Spielleitenden Stelle getroffen. Mitglieder des Vorstandes waren bei Entscheidungen, die ihren eigenen Verein direkt oder indirekt betreffen, von der Stimmabgabe ausgeschlossen.

Aufstieg in die 2. bzw. 1. Bundesliga
Da bis zum Fristende am 15. April um 18 Uhr keine Lizenzanträge von Drittligisten bei der HBF eingegangen sind, wird es in der kommenden Saison keine Aufsteiger aus der 3. Liga in die 2. Bundesliga geben. Andernfalls hätte die HBF, wie im Grundlagenvertrag mit dem Deutschen Handballbund (DHB) vereinbart, bis zu drei Aufsteiger in die 2. Bundesliga aufgenommen.

Aus der 2. Bundesliga steigen der Erstplatzierte HL Buchholz 08-Rosengarten sowie der sich auf dem Relegationsplatz befindliche Tabellenzweite SV Union Halle-Neustadt in die 1. Bundesliga auf. Die Entscheidungen gelten vorbehaltlich der für Mitte Mai vorgesehenen Lizenzentscheidungen. Nachrücker wäre der Tabellendritte BSV Sachsen Zwickau.

Da es keine Absteiger gibt, wird die 1. Bundesliga für die Saison 2020/21 von bisher 14 auf 16 Teams aufgestockt, die 2. Bundesliga besteht in der kommenden Spielzeit aus 14 Mannschaften. Die Abstiegsregelungen für die kommende Saison werden so getroffen, dass ab der darauffolgenden Saison 2021/22 die ursprünglichen Ligastärken wieder erreicht werden (1. BL 14 / 2. BL 16).

Internationale Startplätze
Für die Champions-League-Saison 2020/21 wird gemäß der Abbruchtabelle Tabellenführer Borussia Dortmund gemeldet. Die HBF wird sich außerdem um eine Wildcard für den Zweitplatzierten SG BBM Bietigheim bei der Europäischen Handball Föderation (EHF) bewerben.

Für die European Handball League (EHL, ehemals EHF-Cup) 2020/21 werden die SG BBM Bietigheim und TuS Metzingen gemeldet. Sofern der weitere zur Verfügung stehende Startplatz nicht über den DHB-Pokal 2020 ermittelt werden kann, rückt der Tabellenvierte HSG Blomberg-Lippe nach.

Die HBF wird darüber hinaus bei der EHF einen zusätzlichen Startplatz für die European Handball League beantragen, dies für den Tabellenfünften Thüringer HC (sofern kein Startplatz über den DHB-Pokal 2020 ermittelt werden kann).

Meisterfrage
In der Saison 2019/20 wird kein Deutscher Meistertitel vergeben. Maßgeblich für diese Entscheidung war, dass zum Zeitpunkt des Abbruchs noch fast ein Drittel der Saison zu spielen war und u. a. auch das direkte Duell zwischen dem Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim und Tabellenführer Borussia Dortmund in der MHP-Arena Ludwigsburg ausstand.

Analog zu dieser Entscheidung wird auch in der 2. Bundesliga kein Meistertitel vergeben.

DHB-Pokal / OLYMP Final4 2020
Für die Endrunde um den DHB-Pokal, das OLYMP Final4, wird aktuell eine Verlegung in die zweite Jahreshälfte geprüft. Bereits erworbene Tickets behalten weiterhin ihre Gültigkeit.

DHB-Pokal 2020/21
Die Handball Bundesliga Frauen wird den DHB-Pokal 2020/21 ausschließlich mit Mannschaften aus dem Bereich der HBF durchführen. Über den genauen Modus wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Der Termin für das OLYMP Final4 2021 steht bereits fest (15. und 16. Mai 2021, Porsche-Arena Stuttgart).

Zuvor wurde gemäß der Beschlussvorlage des Deutschen Handballbundes (DHB) für den Bundesrat geregelt, dass der DHB-Pokal für die Saison 2020/21 in seiner ursprünglichen Form (mit Pokalsiegern der Landesverbände) ausgesetzt wird, die Ligaverbände jedoch einen entsprechenden Wettbewerb um den DHB-Pokal ausrichten können.


Erlass von Kita-Gebühren während der Corona-Krise

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OB Kuhn fordert vom Land finanzielle Unterstützung der Eltern

Stuttgart.| Der Freistaat Bayern hat angekündigt, dass Eltern in Bayern in den kommenden drei Monaten keine Kindergarten- oder Kita-Gebühren bezahlen müssen. Oberbürgermeister Fritz Kuhn forderte das Land Baden-Württemberg am Dienstag, 21. April, auf, dem bayerischen Beispiel zu folgen und den Eltern für zwei weitere Monate die Kita-Gebühren zu erlassen.

OB Kuhn sagte: „Von den Eltern wird in der aktuellen Situation viel erlangt, daher ist es wichtig, sie wo immer möglich zu entlasten. Ich fordere das Land auf, nach dem Beispiel von Bayern Familien finanziell von den Kita-Gebühren zu entlasten.

Für den Monat April ist die Landeshauptstadt Stuttgart bereits aktiv geworden und entlastet Familien von den Kita- und Essensbeiträgen. Auszugleichen sind rund 3,7 Millionen Euro pro Monat. Ein Teil dieser Kosten sind durch das 100 Millionen Euro Soforthilfe-Programm des Landes gedeckt. Diese Mittel reichen jedoch nicht aus, um mögliche fehlende Einnahmen der Kommunen durch die nun verlängerte Schließung der Kitas abzudecken.


Stadtbibliothek bietet neue Formate an

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  • Abhol- und Lieferservice wird eingeführt
  • Kostenloser Bibliotheksausweis für virtuelles Angebot

Stuttgart.| Die Stadtbibliothek bleibt als Aufenthaltsort und Begegnungsstätte weiterhin geschlossen. Damit soll verhindert werden, dass sich das Coronavirus weiter ausbreitet und sich die Bibliotheksbesucher und -mitarbeiter womöglich gegenseitig anstecken. Trotzdem erhält die Stadtbibliothek ihre wesentlichen Angebote aufrecht – und findet neue Wege, um den Nutzerinnen und Nutzern die unterschiedlichen Medien bereitzustellen. Dies geschieht beispielsweise durch neue Podcast- und Videoformate. Zudem geht nächste Woche ein Medien-Lieferdienst und -Abholservice an den Start. Für Medien, die virtuell zugänglich sind, gibt es einen kostenlosen Bibliotheksausweis.

Dr. Fabian Mayer, Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung, Kultur und Recht, sagte am Sonntag, 19. April: „In diesen besonderen Zeiten zeigt sich einmal mehr, wie wichtig Literatur und audiovisuelle Medien sind. Sie dienen der Bildung und Information ebenso wie der Unterhaltung und Zerstreuung.“ In den vergangenen Wochen habe das Team der Stadtbibliothek die begehrten Services immer weiter ausgebaut, so Dr. Mayer. „Um die große Nachfrage auch weiterhin zu bedienen, startet ab Montag ein Medien-Lieferdienst und ein Medien-Abholservice. Damit garantieren wir auch in den Stadtteilen die Grundversorgung mit bedeutenden Kulturgütern.“

Darüber hinaus arbeitet die Stadtbibliothek mit verschiedenen Partnern derzeit an unterschiedlichen Video-, Podcast- und Online-Veranstaltungsformaten. Teilweise sind diese schon verfügbar, teilweise noch in der Mache. Dazu gehören unter anderem Autorenlesungen im Home Office. Bürgermeister Mayer dazu: „Solange Veranstaltungen nicht möglich sind, können Künstlerinnen und Künstler auf diese Weise unterstützt werden. Gleichzeitig erhalten die Nutzerinnen und Nutzer der Stadtbibliothek wie gewohnt ein qualitativ hochwertiges Angebot.“

Pakete mit maximal fünf Medien können online bestellt werden
Über den neuen Medien-Abholservice können sich Nutzerinnen und Nutzer ein Paket mit maximal fünf Büchern, Filmen, Zeitschriften oder CDs zusammenstellen lassen, die sie vorher über den Katalog der Stadtbibliothek (https://opac.sbs.stuttgart.de) recherchieren. Mit dem Formular auf der Homepage www.stuttgart.de/stadtbibliothek kann die Bestellung abgeschickt und die gewünschte Einrichtung zur Abholung ausgewählt werden.

Alternativ ist auch die Bestellung eines Überraschungspakets im Bereich „Schöne Literatur“ oder „Kinderliteratur“ möglich. Bereits für den folgenden Werktag kann ein Termin für die Übergabe des Medienpakets vereinbart werden.

Menschen, die den Medien-Abholservice nicht nutzen können, weil sie entweder nicht mobil sind oder zu einer Risikogruppe gehören, können sich ihr Medienpaket nach Hause oder in eine Pflegeeinrichtung liefern lassen. Die Bestellung kann über ein Kontaktformular auf der Homepage oder telefonisch werktags von 9 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0711/216-96599 erfolgen.

E-Books, Zeitungen, Zeitschriften, Lexika, Musik, Hörbücher für alle Altersgruppen und zu allen Sachgebieten sind weiterhin auch online über die eBibliothek zugänglich. Für die Nutzung ist ein gültiger Bibliotheksausweis erforderlich. Solange die Stadtbibliothek geschlossen bleibt, bietet sie allen Stuttgarter Bürgerinnen und Bürgern ab 12 Jahren einen kostenfreien Zugang zu ihren digitalen Angeboten an: Derzeit kann die eBibliothek für zwei Monate frei genutzt werden. Details zu diesem Angebot sind auf der Homepage zu finden unter: www.stuttgart.de/stadtbibliothek.

Unter dem Titel „Unsere Angebote in Zeiten von Corona“ haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtbibliothek auf der Homepage zahlreiche Tipps zum Lesen, Hören, Schauen, Bewegen und zum Lernen veröffentlicht. Nachschlagewerke und E- Learning-Kurse in der eBibliothek werden durch neue Anbieter wie Brockhaus, Britannica und Overdrive erweitert. Aber auch Lernangebote anderer Anbieter, die zurzeit kostenlos zu Verfügung stehen, sind dort beschrieben und verlinkt.

Videos und Podcasts für Kinder und Erwachsene
Aktuell läuft auch die Produktion von Videos und Podcasts auf Hochtouren. Die Zukunftsforscher aus der Stadtteilbibliothek Zuffenhausen haben ihren MINT- Workshop für Kinder gefilmt und auf den neu erstellten YouTube-Kanal hochgeladen. Mit dem „Bau einer Brauserakete“ ist nach Ostern der Startschuss gefallen. Jeden Freitag wird nun eine neue Folge mit Experimenten zu sehen sein. Demnächst wird das Kindertheater zum Englisch lernen mit „Miss JellyBelly“ alias Marla Levenstein das Video-Angebot ergänzen.

Geplant sind laut Stadtbibliothek auch Formate für Erwachsene zu Video- und Trickfilmkunst mit Künstlern der Galerie b. Außerdem wird der Kulturmanager Tobias Wengert, der sonst das Lesungs- und Vortragsprogramm der Stadtbibliothek organisiert, seine ganz eigene Sicht auf die Bibliothek in der Serie „Wengerts Bibliothek“ präsentieren.

Die Home-Office-Lesung der Sprecher Barbara Stoll und Götz Schneyder aus dem „Dekameron“ von Boccaccio ist bereits am 1. April gestartet und hat bisher über 6.000 Hörerinnen und Hörer erreicht. Unter dem Titel „10 Tage mit der Stadtbibliothek daheim“ stehen dreimal wöchentlich neue Folgen der Geschichten als Podcast zur Verfügung. Die Audio-Dateien sind mit einem RSS-Feed versehen und können komfortabel unter „Stadtbibliothek Stuttgart“ mit einer Podcast-App abgerufen und angehört werden. Auch nach Ablauf der Aktion gibt es die Dateien noch zum Nachhören.

Eine neue Home-Office-Lesung sowohl für Erwachsene als auch für Kinder hat die Stadtbibliothek in Arbeit. Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ soll mit seinem Freitag die Hörerinnen und Hörer in der Corona-Krise unterhalten. Das „Pentameron“ ist eine Märchensammlung von Giambattista Basile, die im 17. Jahrhundert erschien und fünfzig Texte enthält. Der Theaterpädagoge und Schauspieler Eckard Bade liest seine Auswahl für Kinder. Podcasts aus den Bereichen Wirtschaft, Digitale Kultur und Musik sind ebenfalls angedacht.

Auch der Kontakt zu den Buchkindern Stuttgart bricht nicht ab. Sie arbeiten ebenfalls im Home Office. Die ersten Arbeiten sind „netzfrisch“ auf der Bibliothekshomepage abrufbar.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Stadtbibliothek unter www.stuttgart.de/stadtbibliothek oder telefonisch unter 0711/216-91100.


Rathäuser und Landratsamt im Kreis bis 3. Mai weiter geschlossen

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  • Kundenkontakt nur nach vorheriger Terminvereinbarung
  • Besuchern wird dringend empfohlen Masken zu tragen

Kreis Böblingen.| Trotz schrittweiser Lockerungen der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Epidemie sollen die Rathäuser im Landkreis und das Landratsamt bis zum 3. Mai geschlossen bleiben. Die Städte und Gemeinden und die Landkreisverwaltung setzen weiterhin auf Terminvergaben zur Bearbeitung dringlicher Anliegen. Das ist das Ergebnis einer Absprache zwischen dem Landrat Roland Bernhard und den Oberbürgermeistern und Bürgermeistern im Kreis im Rahmen einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zur Bewältigung der Corona-Krise.

„Zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger sowie auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen wir derzeit noch dabei bleiben, jeweils nur nach vorheriger Terminvergabe Publikum zu empfangen“, sind sich der Landrat sowie die Oberbürgermeister und Bürgermeister aus der Arbeitsgruppe einig. Weiter heißt es: „Die letzten Wochen haben gezeigt, dass es gelingt, dringende Anliegen der Bürgerinnen und Bürger über die Terminvergaben gut abzuarbeiten.“

Die Rathäuser und das Landratsamt sind weiter telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Auf den Webseiten der Städte und Gemeinden sowie des Landkreises finden sich die Informationen und Kontaktdaten zur Terminvereinbarung. Beim Besuch der Verwaltungen wird dringend empfohlen, eine Maske zu tragen. Die Schließung orientiert sich an den landesweiten Kontaktbeschränkungen, die ebenfalls bis zu diesem Datum weiterbestehen. Wie es ab dem 4. Mai weitergehen kann, wollen Landkreis und Kommunen in den kommenden Wochen entscheiden.


Schönbuchbahn fährt ab Freitag wieder nach Fahrplan

Kreis Böblingen.| Wie der Zweckverband Schönbuchbahn gestern mitteilte, war am Mittwoch ein Bruch an einer Schiene der Schönbuchbahn im Bereich Zimmerschlag festgestellt worden. Die Züge fahren deshalb zurzeit nach einem eingeschränkten Notfahrplan.

Der Schaden soll heute im Laufe des Tages repariert werden, sodass mit Betriebsbeginn am morgigen Freitag die Schönbuchbahn wieder nach Plan fährt.

Grund für den Bruch dürfte Materialermüdung sein. Die Schiene wurde bereits 1995 verlegt und nicht erst beim teilweisen Ausbau der Schönbuchbahn in 2018/19. Schienen werden üblicherweise erst nach mehreren Jahrzehnten ausgetauscht. So wurden auch beim Ausbauprojekt der letzten drei Jahre die Bestandsschienen nicht ersetzt, sondern lediglich neue verlegt in den Abschnitten der Doppelgleisigkeit. Bei den regelmäßigen Routinekontrollen war bei der nun defekten Schiene kein Hinweis auf einen Mangel zu erkennen.


Soforthilfe: Knapp 11.000 Anträge bei Handwerkskammer eingegangen

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Über zwei Drittel der Soforthilfeanträge bereits an die L-Bank weitergeleitet 

Stuttgart.| Rund drei Wochen nachdem das Soforthilfeprogramm für Unternehmen mit Liquiditätsengpässen ins Leben gerufen wurde, zieht die Handwerkskammer Region Stuttgart erneut eine Zwischenbilanz. „Von den knapp 11.000 eingegangenen Anträgen auf Soforthilfe wurden über 7.000 bereits mit einem positiven Votum an die L-Bank übergeben“, berichtet Hauptgeschäftsführer Thomas Hoefling. Die Auszahlung der Zuschüsse sei in vielen Fällen bereits erfolgt: „Uns haben zahlreiche Nachrichten von erleichterten Unternehmerinnen und Unternehmern erreicht, die ihr Geld von der L-Bank bereits erhalten haben und nun aufatmen können.“

Das Hilfsangebot von Bund und Land wird von den Handwerksbetrieben im Kammerbezirk weiterhin genutzt. „Noch immer gehen täglich etwa 100 Anträge bei uns ein, die große Welle der Antragsstellungen ist zwischenzeitlich jedoch deutlich abgeebbt“, so Hoefling. Die neuen Antragsformulare, die je nach Anzahl der Mitarbeiter eine Unterscheidung in Bundes- und Landeszuschüsse vorsehen, seien gut angenommen worden, der Dialog mit den Antragsstellern laufe weitgehend reibungslos. Lediglich die Frage, wann der beantragte Zuschuss auf dem Konto des Betriebsinhabers ankommen wird, könne die Handwerkskammer nicht beantworten. Hoefling: „Wir prüfen die Soforthilfeanträge auf Plausibilität sowie die Formalitäten und leiten dann an die L-Bank weiter.“ Laut Angaben der L-Bank finde die Auszahlung der bewilligungsfähigen Zuschüsse in der Regel nur wenige Werktage nach der Antragsstellung statt.


Schiene auf der Schönbuchbahn gebrochen

Schaden soll schnellstmöglich behoben werden – derzeit Verkehr im Ersatzkonzept

Böblingen, 15.04.2020.| Am Nachmittag ist in Böblingen Zimmerschlag (Richtungsgleis Dettenhausen) ein Schienenbruch aufgetreten. Das Gleis ist in diesem Abschnitt deswegen unbefahrbar und für den Schienenverkehr gesperrt. Ein Triebwagenführer hatte den Bruch bemerkt und unverzüglich gemeldet.

Die WEG als Betreiber und der Zweckverband Schönbuchbahn haben sofort reagiert, damit der Schaden schnellstmöglich behoben wird. Noch ist offen, bis wann die Reparatur erfolgen kann, es ist jedoch nicht damit zu rechnen, dass der Betrieb heute und morgen wieder normal laufen wird.

Aktuell heute (15. April) verkehrt die Schönbuchbahn in einem Ersatzkonzept

Fahrtrichtung Dettenhausen:
Minute 05 ab Böblingen bis Dettenhausen (an zur Minute 28)
Minute 50 ab Böblingen nur bis Holzgerlingen (an zur Minute 03)

Fahrtrichtung Böblingen
Minute 32 ab Dettenhausen bis Böblingen (an zur Minute 55)
Minute 27 erst ab Holzgerlingen bis Böblingen (an zur Minute 40)

Morgen (16. April) sind die Abfahrts- und Ankunftszeiten voraussichtlich

Fahrtrichtung Dettenhausen:
Minute 35 ab Böblingen bis Dettenhausen (an zur Minute 58)
Minute 20 ab Böblingen nur bis Holzgerlingen (an zur Minute 33)

Fahrtrichtung Böblingen
Minute 02 ab Dettenhausen bis Böblingen (an zur Minute 25)
Minute 57 erst ab Holzgerlingen bis Böblingen (an zur Minute 10)

Damit verkehren zwischen Böblingen und Holzgerlingen noch zwei Züge pro Stunde. Zwischen Holzgerlingen und Dettenhausen ist momentan leider nur ein verlässlicher Stundentakt möglich. Weiterhin prüft die WEG, ob zwischen Holzgerlingen und Dettenhausen Ersatzbusse eingesetzt werden können.

In Hülben und Zimmerschlag verkehren alle Zugfahrten vom Richtungsgleis Richtung Böblingen.

Informationen über die Störung gibt es auch in der VVS-App.


Trotz Appell: Bergwachten mussten dreimal ausrücken

Trotz des eindringlichen Appells der DRK Bergwacht Württemberg Orte zu meiden, wo eine Verletzung oder ein medizinischer Notfall einen schwierigen Abtransport erforderlich machen könnte, mussten die Bergretterinnen und Bergretter zu drei Einsätzen ausrücken.

Am Ostersamstag waren die Bergwachten Geislingen-Wiesensteig und Göppingen mit insgesamt 21 Rettern bei einer aufwändigen Such- und Rettungsaktion am Albtrauf bei Bad Überkingen (Landkreis Göppingen) gefordert. Zwei Frauen hatten sich in dem steilen Traufgelände verstiegen.

Am Ostersonntag mussten die Bergwachten von Heidenheim und Herbrechtingen mit 14 Bergrettern eine Rollstuhlfahrerin retten, die eine steile Böschung im Wildpark Eichert bei Heidenheim (Landkreis Heidenheim) hinabgestürzt war.

Ebenfalls am Ostersonntag retteten 12 Einsatzkräfte der Bergwachten Stuttgart und Esslingen einen Mountainbiker, der in einem steilen Waldgelände bei Reichenbach/Fils (Landkreis Esslingen) gestürzt war.

Alle Einsätze mussten aufgrund der erforderlichen Schutzmaßnahmen unter erschwerten Bedingungen durchgeführt werden.