Großprojekt Eberhard-Ludwigs-Gymnasium

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Stuttgart.| Das Eberhard-Ludwigs-Gymnasium im Herdweg 72 im Stadtbezirk Nord wird in einem Gesamtprojekt nach den Plänen des Architekturbüros LRO Lederer, Ragnasdottir, Oei erweitert, saniert und umstrukturiert sowie zu einem dreizügigen Musikgymnasium ausgebaut. Die voraussichtlichen Kosten dafür betragen 67,34 Millionen Euro. Dem Baubeschluss hat der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 25. Juni zugestimmt.

Das Gymnasium wurde in den Jahren 1955 bis 1957 nach den Plänen der Architekten Adolf und Hans Bregler gebaut, 1959 mit dem Paul-Bonatz-Preis ausgezeichnet und ist seit 1989 als Kulturdenkmal eingetragen. Es beherbergt im laufenden Schuljahr insgesamt 484 Schülerinnen und Schüler in 25 Klassen und wird sich im Zuge des Ausbaus des Musikgymnasiums zu einer offenen Ganztagsschule weiterentwickeln. Um den erweiterten Schulbetrieb bis zur Fertigstellung des Umbaus zu ermöglichen, wurden bereits ein Interimsstandort in der Ludwigstraße 111 geschaffen und zusätzlich die Interims-Modulschule Herdweg 49a von der Oberstufe genutzt. Damit können die Projektmaßnahmen am Standort in nur einem Bauabschnitt durchgeführt werden. Die Hauptmaßnahmen sollen noch im Juli starten, die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2024 vorgesehen, so dass die Inbetriebnahme voraussichtlich im Schuljahr 2024/25 erfolgen kann.

Neu gebaut werden soll eine unterirdische Turnhalle im Bereich unter dem jetzigen Schulhof, ein zweigeschossiger Querriegelbau über einem Teil der Turnhalle – als Ergänzung für die Fachklassen des Bereichs Naturwissenschaften und Technik – sowie ein Appendix, ein zweigeschossiger Erweiterungsbau mit Fachräumen für den Musikunterricht, auf der Nordseite des Bestandsgebäudes. Durch den Neubau der Turnhalle kann die bisherige Halle als Orchestersaal umgebaut und genutzt werden. Die neue Mensa einschließlich Küche sowie der Ganztagsbereich werden im unteren Geschoss des Verwaltungsbaus, angrenzend an das Foyer der jetzigen Aula, untergebracht.

Das Bestandsgebäude wird denkmalgerecht generalsaniert, für seine als neue Versammlungsstätten umgenutzten Bereiche werden moderne Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung eingebaut. Zwei separate Aufzugsanlagen stellen eine barrierefreie Erschließung der Schule sicher. Die Außenanlagen auf der Westseite werden mit dem Fokus auf Bewegung neugestaltet, auf der Ostseite hingegen denkmalgerecht saniert. Weiterhin werden Außenbereiche entsiegelt und Dächer begrünt.


Nachfolge für Bürgermeister Dr. Schairer gesucht

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Stuttgart.| Bei der Landeshauptstadt Stuttgart wird die Stelle des/der Beigeordneten für den Geschäftskreis III – Referat Sicherheit, Ordnung und Sport – ausgeschrieben. Die Ausschreibung erfolgt im Stuttgarter Amtsblatt am 9. Juli und im Staatsanzeiger Baden-Württemberg am 10. Juli. Dies hat der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 25. Juni beschlossen.

Der bisherige Amtsinhaber, Bürgermeister Dr. Martin Schairer, tritt mit Ablauf des 31. Oktober 2020 in den Ruhestand. Der Geschäftskreis III umfasst mit dem Referat Sicherheit, Ordnung und Sport das Statistische Amt, das Amt für öffentliche Ordnung, die Branddirektion, das Amt für Sport und Bewegung sowie die Sicherheitspartnerschaft in der Kommunalen Kriminalprävention. Eine Änderung des Geschäftskreises bleibt jedoch vorbehalten. Geplant ist, die Wahl in der Sitzung des Verwaltungsausschusses am 23. September vorzuberaten und anschließend in der Sitzung des Gemeinderats am 24. September durchzuführen.


Angriffe auf Polizeibeamte und Ladengeschäfte in der Innenstadt

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Neues Hinweisportal
Stuttgart.|Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen in der Stuttgarter Innenstadt in der Nacht zum Sonntag (21.06.2020) hat die Polizei ein Portal für anonyme Hinweise eingerichtet. Dieses ist unter der Internetadresse: https://www.bkms-system.net/bw-eg-eckensee zu erreichen. Hier können Zeugen zugesichert anonym Hinweise bezüglich Tatverdächtiger oder beobachteter mutmaßlicher Straftaten abgeben. Bitte unterstützen Sie die Polizei bei ihren Ermittlungen.

Abriss vom Haus – diese Punkte sind beim Abbruch zu beachten

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Geschäftliche Information

Wer nach gebrauchten Immobilien sucht, stellt sich oft die Frage: Reparatur oder Abriss und Neubau? Vor einigen Jahren kam eine Studie zu dem Schluss, dass Gebäudereparaturen für jedes zehnte Haus in Deutschland mehr kosten würden als Abriss und Neubau. Abbruch ist schneller und einfacher als Sie denken. Bei der Planung und Durchführung eines Abrisses muss der Entwickler jedoch einige Punkte berücksichtigen.

Wann findet der Abriss statt?
Der Hauptgrund für den Abriss ist, dass der Wiederaufbau des bestehenden Gebäudes wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Welche weitere Gründe für einen Abriss sprechen, erfahren Sie auf napa-berlin.de. Ein Beispiel: In seltenen Fällen möchte ein wohlhabender Bauunternehmer ein völlig anderes Konzept eines Hauses und kauft ein Haus nur aufgrund der Lage des Grundstücks.

Es kann auch vorkommen, dass die Statik eines Hauses so gefährdet ist, dass das gesamte Gebäude zum Schutz von Menschen und Tieren wieder aufgebaut werden muss. Manchmal muss man nur “das Haus bis zum Boden abreißen”, normalerweise wird aber das gesamte Fundament mit entfernt. Das Fundament kann sich tief in den Boden des Grundstücks erstrecken. Wenn das Fundament entfernt wird, werden auch die Bodenisolierung und die umgebende Entwässerung entfernt und entsorgt. Bestehen Sie darauf, dass die Grube oder der Boden vor dem Gießen des neuen Fundaments wieder ausreichend verdichtet wird, damit das neue Gebäude später nicht durchhängt.

Was ist ein teilweiser Abriss?
Wenn nur ein Teil des Gebäudes, wie das Nebengebäude, abgerissen wird, spricht man von einem teilweisen Abriss oder einem Teil-Abriss. Bei einem Abriss stellt sich zunächst die Frage, ob es sich um einen vollständigen Abriss oder nur um einen teilweisen Abriss handelt. Diese Form ist auch möglich, wenn nur eine Seite des Gebäudes zerstört wird (z. B. eine Erweiterung) und der Rest übrig bleibt. Natürlich müssen die üblichen Vorschriften und Regeln eingehalten werden. Besondere Sorgfalt gilt insbesondere für denkmalgeschützte Gebäude, die nicht abgerissen werden sollten.

Was ist beim Abriss zu beachten?
Viele Menschen haben das Bild einer Explosion im Kopf, wenn sie vom Abriss eines Gebäudes hören. Explosionen sind nur eine von vielen Optionen, ein Gebäude abzureißen. Der Umbau eines Hauses ist oft billiger als der Bau eines brandneuen Gebäudes. Aber nicht immer. Weil nicht jedes Haus wirtschaftlich repariert werden kann. In diesen Fällen sind die Kosten für den Abriss und den Bau eines neuen Hauses niedriger als für die Modernisierung. Der Hauptvorteil für den Kunden ist die Gestaltungsfreiheit. Experten erledigen die Bauarbeiten schnell und kümmern sich um die Entsorgung. Überlegen Sie genau, um herauszufinden, ob sich der Abriss lohnt.

Bevor Sie Ihr Haus abreißen können, muss das Gebäude bewertet werden. Wie ist der Zustand von Beschaffenheit und Struktur? Welche technische Ausstattung gibt es? Gibt es irgendwelche Mängel im Haus? Wenn die Substanz ernsthaft geschädigt ist, gibt es normalerweise keine Möglichkeit, den Abbruch zu umgehen. Verschmutzung ist oft die Ursache für Zerstörung.

Sie sollten dies beim Abriss eines Hauses berücksichtigen
Wenn Sie einen Keller oder hohe Decken für Ihr eigenes Haus haben möchten, ist der Abriss die beste Option. Darüber hinaus steigen die Kosten für energetische Reparaturen rapide an. Besonders wenn das Gebäude in der Nachkriegszeit zwischen den 1950er und 1970er Jahren gebaut wurde. Im Allgemeinen können Sie dies als Richtlinie verwenden: Wenn die Reparaturkosten mindestens 75 Prozent der Kosten eines neuen Gebäudes betragen, ist der Abriss vorteilhafter.

Wenn eine Entscheidung getroffen wird und Sie Ihr Haus abreißen möchten, müssen Sie einige Dinge beachten. In der Regel reicht es aus, Ihren Abriss bei der zuständigen Baubehörde anzumelden.


TVB fixiert Torhütergespann für die neue Saison steht fest

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Der TVB Stuttgart hat den Vertrag mit Johannes Bitter um ein weiteres Jahr, bis zum 30. Juni 2021, verlängert. Neben Bitter hat Torhüter Primoz Prost vom Wilhelmshavener HV einen Einjahresvertrag beim TVB unterschrieben. Nick Lehmann wechselt zur SG BBM Bietigheim, bleibt dem TVB aber mittels Zweitspielrecht erhalten.

TVB und Bitter einigen sich auf eine weitere gemeinsame Saison
Torhüter Johannes Bitter wechselte im Januar 2016 an den Neckar und war seitdem die unangefochtene Nummer 1 im Tor. Insgesamt stand der 37-Jährige 124 Mal zwischen den Pfosten des TVB Stuttgart. In der vergangenen Saison führte Bitter mit 281 Paraden die Torhüter-Statistik der LIQUI MOLY HBL an und wies eine Fangquote von über 30% auf. Der Kapitän des TVB bleibt somit ein weiteres Jahr in Stuttgart.

Primoz Prost, kein Unbekannter in der Bundesliga, wechselt vom Drittligisten Wilhelmshavener HV zu den WILD BOYS. Der 1,86 m große Slowene spielte von 2013 bis 2019 bei FRISCH AUF! Göppingen und konnte dort 2016 und 2017 den Gewinn des EHF-Pokals feiern. Lange Jahre gehörte der 36-Jährige zum Kader der slowenischen Nationalmannschaft. Prost erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 und bildet gemeinsam mit Johannes Bitter das Torhüter-Duo.

Eigengewächs Nick Lehmann, der sämtliche Jugendmannschaften beim TVB durchlaufen hat, schließt sich der SG BBM Bietigheim an und bildet ein Torhütergespann mit Aron Edvardsson. Lehmann bleibt dem TVB Stuttgart dennoch erhalten, er besitzt ein Zweitspielrecht und besetzt beim TVB die Position des dritten Torhüters.

„Nach wie vor fühle ich mich hier sehr wohl. Deshalb freue ich mich, dass wir uns beidseitig einig waren, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Der TVB hat in den letzten Jahren eine gute Entwicklung genommen, sich in der ersten Liga etabliert und ich bin stolz darauf, mitgewirkt zu haben. Diesen Weg möchte ich gerne weiter begleiten“, so TVB-Kapitän Johannes Bitter.

„Ich freue mich sehr auf die Aufgabe beim TVB Stuttgart. Durch meine Erfahrung bei Göppingen kenne ich die Bundesliga gut und hoffe, dass ich der Mannschaft und dem ganzen Verein bestmöglich helfen kann“, freut sich Primoz Prost.

„Natürlich sind wir glücklich darüber, mit Jogi auch für die nächste Saison einen absoluten Top-Torhüter in unseren Reihen zu haben. Er spielt nicht nur auf, sondern auch neben der Platte, eine herausragende Rolle für den Verein und ist als Kapitän eine der Säulen der Mannschaft. Dass auch er sich bewusst dafür entschieden hat, hier bleiben zu wollen, bestätigt unseren Eindruck einer sehr guten und erfolgreichen Zusammenarbeit“, betont Jürgen Schweikardt und freut sich weiter über die Neuverpflichtung: „Mit Primoz haben wir einen sehr erfahrenen Torhüter für uns gewinnen können, der schon viele Jahre auf hohem Niveau spielt. Ich bin mir sicher, dass er uns zusammen mit Jogi den nötigen Rückhalt bieten kann, den wir brauchen. Nick braucht in seinen jungen Jahren Spielzeit und wird diese bei Bietigheim auch bekommen. Wir sind gespannt auf seine Weiterentwicklung und werden auch zukünftig durch das Zweitspielrecht regelmäßig in Kontakt bleiben.“


Diesel-Verkehrsverbot für Euro-5/V-Fahrzeuge in der kleinen Umweltzone

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Gültigkeit ab 1. Juli 2020

Stuttgart.| Ab dem 1. Juli 2020 gilt im Stuttgarter Talkessel sowie in den Stadtbezirken Bad Cannstatt, Feuerbach und Zuffenhausen – der sogenannten „kleinen Umweltzone“ – ein zonales Verkehrsverbot für Dieselfahrzeuge der Euronorm 5/V und schlechter. Das Verkehrsverbot wurde vom Land Baden-Württemberg angeordnet und ist eine Maßnahme der 5. Fortschreibung des Luftreinhalteplans. Die Landeshauptstadt Stuttgart wurde Anfang Juni vom Regierungspräsidium angewiesen, die Maßnahme umzusetzen, und wird in Kürze damit beginnen, die Schilder aufzustellen. Die Kontrollen erfolgen, sobald die Schilder stehen.

Das Diesel-Verkehrsverbot für Euro-5/V-Fahrzeuge gilt zusätzlich zum seit Januar 2019 bestehenden stadtweiten Diesel-Verkehrsverbot für Fahrzeuge der Euronorm 4/IV und schlechter. Analog dazu wird es auch für das Diesel-5/V-Verkehrsverbot in der kleinen Umweltzone Ausnahmen geben. Die Ausnahmekonzeption ist im Bundesimmissionsschutzgesetz und in der 5. Fortschreibung des Luftreinhalteplans geregelt. So ist der geschäftsmäßige Lieferverkehr generell vom Verbot ausgenommen. Weitere allgemeine Ausnahmen gibt es unter anderem für Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst sowie Menschen mit Behinderung und in medizinischen Notsituationen. Vom Verkehrsverbot dauerhaft ausgenommen sind zudem Fahrzeuge mit alternativem, das heißt teilelektrischem, Antrieb und Fahrzeuge mit einer Hardwarenachrüstung. Temporär bis zum 30. Juni 2022 sind Fahrzeuge mit einem Softwareupdate zur Emissionsminderung von Stickstoffoxid ausgenommen, wenn dieses vom Kraftfahrt-Bundesamt anerkannt wurde.

Ausnahmegenehmigungen können ab dem 25. Juni beantragt werden
Neben den allgemeinen Ausnahmen sieht die Ausnahmekonzeption der 5. Fortschreibung des Luftreinhalteplans auch Spezialfälle vor, für die eine Einzelausnahmegenehmigung beantragt werden kann. Basierend auf dieser Konzeption erteilt die Stadt Ausnahmegenehmigungen für Antragsteller aus Stuttgart und der Region. Anträge auf Ausnahmegenehmigung können ab Donnerstag, 25. Juni, gestellt werden. Die Beantragung der Ausnahmegenehmigung ist über ein Online-Tool möglich: Unter https://service.stuttgart.de/lhs-services/ag-diesel-verkehrsverbot/ können Antragsteller ihre Daten und erforderlichen Dokumente von zuhause oder unterwegs aus hochladen. Darüber hinaus können Anträge auch persönlich vor Ort bei den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ausnahmegenehmigungsteams vom Amt für öffentliche Ordnung in der Jägerstraße 14, 70174 Stuttgart, gestellt werden. Wegen der aktuellen Corona-Pandemie ist eine persönliche Vorsprache derzeit nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich. Telefonisch ist das Team unter 0711/216-32120 zu erreichen. Fragen zur Antragstellung werden schriftlich auf dem Postweg oder per E-Mail an [email protected] entgegengenommen. Zudem informiert das Service- Center der Stadt Stuttgart von montags bis freitags unter der zentralen Rufnummer 0711/216-0 (nicht für Terminanfragen).

Die Mitarbeiter werden die Anträge zu den Ausnahmegenehmigungen so schnell wie möglich bearbeiten. Wie lange die Bearbeitung dauert, hängt vom Einzelfall, aber auch von der Anzahl der eingegangenen Anträge ab. Bis der Antrag final entschieden ist, sind Eingangsbestätigungen der Antragstellung bis zur Entscheidung im Fahrzeug mitzuführen und bei Kontrollen vorzuzeigen.

Ausnahmegenehmigungen erhalten die Antragsteller nur in begründeten Fällen. Alleine der Tatbestand, in Stuttgart zu arbeiten, reicht für eine Ausnahmegenehmigung nicht aus. Welche Bedingungen erfüllt sein müssen und welche Unterlagen für einen Ausnahmeantrag erforderlich sind, ist auf www.stuttgart.de/ausnahmegenehmigung-verkehrsverbot erläutert.

Keine Übergangsfrist für Anwohner der kleinen Umweltzone
Zu beachten ist, dass es für Anwohner keine Übergangsfrist geben wird. Der Gemeinderat hatte in seiner Stellungnahme der Stadt zur 5. Fortschreibung des Luftreinhalteplans angeregt, für Stuttgarter, die in der kleinen Umweltzone leben, eine Übergangsfrist von zwei Jahren einzuräumen. Das Land hat die Anregung aber nicht übernommen.

Antworten zu den häufigsten Fragestellungen bezüglich der Ausnahmeregelungen sowie wichtige Informationen stellt die Landeshauptstadt Stuttgart auf ihrer Internetseite unter dem Link www.stuttgart.de/diesel-verkehrsverbot bereit. Der Fragen-und-Antworten-Katalog wird fortlaufend aktualisiert und erweitert.

Verkehrsverbot erfolgt vorbehaltlich weiterer juristischer Entscheidungen
Die vorliegende 5. Fortschreibung des Luftreinhalteplans enthält als Maßnahme M1 ein optionales Verkehrsverbot für Kraftfahrzeuge mit Dieselmotor der Euronorm 5/V ab 1. Juli 2020 in einer verkleinerten Umweltzone bestehend aus dem Stuttgarter Talkessel und den Stadtgebieten Feuerbach, Zuffenhausen und Bad Cannstatt. Die Maßnahme soll greifen, wenn der für das Jahr 2020 prognostizierte Jahresmittelwert bei Stickstoffdioxid (NO2) weiterhin über dem gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert bleibt.

Der Koalitionssauschuss des Landes Baden-Württemberg hat am 29. Mai 2020 beschlossen, dass angesichts der Entwicklung der Messwerte und der bisher getroffenen Maßnahmen zur Luftreinhaltung in Stuttgart, weitere Verkehrsverbote möglichst vermieden werden sollen. Das Land hat deshalb eine Vollstreckungsabwehrklage und zusätzlich einen einstweiligen Antrag auf aufschiebende Wirkung beim Verwaltungsgericht Stuttgart eingereicht. Parallel dazu soll jedoch die Einrichtung des zonalen Diesel-5/V-Verkehrsverbots in der kleinen Umweltzone weitergeführt werden.


Corona-Pandemie: Fieber-Ambulanz im Neckarpark schließt

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Grund sind sinkende Fallzahlen

Stuttgart.| Die Fieber-Ambulanz im Neckarpark, die während der Corona-Krise im Auftrag der Landeshauptstadt Stuttgart und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden- Württemberg (KVBW) betrieben wurde, schließt zum 30. Juni 2020. Wegen der sinkenden Fallzahlen wird der Betrieb bis auf Weiteres eingestellt. Bürgerinnen und Bürger, bei denen ein Corona-Test erforderlich ist, werden künftig von den Corona- Schwerpunktpraxen in Stuttgart betreut.

Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Professor Stefan Ehehalt, Leiter des Gesundheitsamts, und Dr. Johannes Fechner, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVBW haben der Fieber- Ambulanz nun einen Abschiedsbesuch abgestattet und sich bei dem verantwortlichen Arzt, Dr. Hans-Jörg Wertenauer, dem Kinder- und Jugendarzt, Dr. Rainer Gutbrod, sowie dem gesamten Praxisteam bedankt.

Bürgermeisterin Sußmann sagte: „Wir haben die Fieber-Ambulanz gleich zu Beginn der Pandemie unbürokratisch und schnell eingerichtet. Diese Soforthilfe war ein mutiger Schritt. Dadurch konnten infizierte Patienten in Stuttgart rasch versorgt und die Fallzahlen niedrig gehalten werden. Dort, wo nachjustiert werden musste, wurde unverzüglich gehandelt. Mein Dank geht an alle beteiligten Ärztinnen und Ärzte sowie Helferinnen und Helfer. Sie haben exzellente Arbeit geleistet und die Kooperation verlief tadellos. Wir hoffen natürlich, dass es zu keiner zweiten Welle kommen wird. Aber wenn, dann lässt sich die Fieber-Ambulanz in Kürze wieder hochziehen.“

Amtsleiter Ehehalt betonte, dass die Fieber-Ambulanz als zusätzliche Anlaufstelle neben den Corona-Ambulanzen der Kliniken sehr sinnvoll gewesen sei: „Eine separate Infrastruktur zu schaffen, hat sich bewährt. Dadurch konnten die Patientenströme ideal gelenkt werden: Die leichteren Fälle kamen in die Fieber- Ambulanz im Neckarpark, die schweren Fälle wurden von den Kliniken betreut. In der Praxis war das ein Erfolgsmodell.“

KVBW-Vizechef Fechner beschrieb die Fieber-Ambulanz als „zweckmäßiges und funktionsfähiges Konzept“. In Stuttgart habe dies vorbildlich funktioniert, so Fechner weiter. Die nächsten drei Monate werde die KVBW nutzen, um den Lagerbestand aufzufüllen. „Wir werden uns eine Basisausrüstung anschaffen, sodass im Herbst – wenn die Infektzeit wieder beginnt – vorgesorgt ist. So sind wir bei Bedarf schnell handlungsfähig.“

Rund 4.200 behandelte Patienten in drei Monaten
Am 17. März 2020 ging die Fieber-Ambulanz im Alten Reitstadion zunächst als Provisorium zur schnellen Hilfe und Entlastung der Kliniken im Auftrag der Stadt Stuttgart in Betrieb. Federführend war das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Mit dem Rückbau der ursprünglichen Fieber-Ambulanz im Reitstadion zum 1. April übergab das DRK den Betrieb an die Kassenärztliche Vereinigung. Insgesamt sind in der Fieber-Ambulanz im Alten Reitstadion rund 1.200 Patienten behandelt worden.

Ende März bezog die Fieber-Ambulanz neue Räumlichkeiten in der Jugendherberge Stuttgart Neckarpark. In der täglichen Sprechstunde wurden Patienten mit Atemwegsinfekten auf Überweisung durch den Hausarzt oder durch den niedergelassenen Kinder- und Jugendarzt behandelt. Die Versorgung erfolgte für die erwachsenen Patienten durch Hausärzte und für die pädiatrischen Patienten durch Kinderärzte. Zur Vorstellung in der Fieber-Ambulanz war ein Überweisungsschein notwendig. Weil der Bedarf an Rachenabstrichen zwischenzeitlich stark anstieg, wurde in der neuen Fieber-Ambulanz eine ergänzende Abstrichstelle für Corona- Verdachtsfälle eingerichtet.

In der Fieber-Ambulanz im Neckarpark sind nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung von Ende März bis Ende Mai rund 2.600 Erwachsene und 300 Kinder behandelt worden. Es wurden etwa 2.400 Abstriche vorgenommen. In den anfänglichen Spitzenzeiten haben sich mehr als 100 Patienten pro Tag in der Fieberambulanz eingefunden. Zuletzt sind die Zahlen aber deutlich zurückgegangen. Vom 30. März bis zum 30. April waren von den Patienten der Fieber-Ambulanz 99 Patienten mit dem Coronavirus infiziert. Im Mai hatte die Fieber-Ambulanz keine positiv getesteten Patienten.


Polizisten erhalten nach den Gewalttaten viel Zuspruch

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Einrichtung eines Hinweistelefons

Stuttgart.| Nach den Ereignissen vom Wochenende in der Stuttgarter Innenstadt, bei denen vor allem Polizisten, Streifenwagen und viele Ladengeschäfte angegriffen wurden, erhält die Polizei viele Zuschriften. Von sehr vielen Menschen, aus unserer Stadt und aus der ganzen Region, sogar aus ganz Deutschland, erhalten wir Dankschreiben und Zuspruch für unsere Arbeit. Viele Menschen erreichen uns per Mail, per Social-Media und mit Briefen, andere rufen uns an. Ihnen allen danken wir für Ihre guten Wünsche und für Ihr Mitgefühl, vor allem für unsere direkt betroffenen Kolleginnen und Kollegen, aber auch für alle anderen, die in dem Einsatz möglicherweise zwar nicht körperlich, aber eventuell seelisch verletzt worden sind. Wir Polizisten, vom Streifenbeamten bis zum Polizeipräsidenten, sind in unserer Uniform selbstverständlich ein Stück weit DIE Vertreter des Staates und fangen dabei einiges ein. Wir sind aber ebenso selbstverständlich auch Menschen mit Herz und Verstand, wir haben Familie und wollen am Abend, wie jeder andere in unserer Gesellschaft, wieder heil zu Hause ankommen. Vor allem unsere Körperschutzausstattung und unser Helm, Einsatzmittel die wir lieber nicht benötigen würden, verdecken bei Einsätzen mittlerweile immer öfter unser Gesicht und unser “offenes Visier”. Umso mehr danken wir, danken die Kolleginnen und Kollegen des Polizeipräsidiums Stuttgart und die Polizisten aus dem Land, die hier am Wochenende in der Landeshauptstadt eingesetzt waren, den vielen aufmunternden und die Polizeiarbeit würdigenden Worten aus der Bevölkerung. Selbstverständlich gibt es auch kritische Stimmen sowie Fragen nach den Ursachen und warum es so weit kommen konnte. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns hier mit dieser Pressemitteilung einfach mal bei denen bedanken wollen, die uns so positive Rückmeldungen geben. Danke! Ihre Polizei Stuttgart!

Hinweistelefon
Die Polizei Stuttgart hat im Zusammenhang mit den Ausschreitungen in der Stuttgarter Innenstadt in der Nacht zum Sonntag (21.06.2020) ein Hinweistelefon eingerichtet. Dieses ist unter der Rufnummer 0800 503 503 533 zu erreichen. Hier können Bürger Hinweise bezüglich Tatverdächtigen oder beobachteter mutmaßlicher Straftaten abgeben und die Polizei bei ihren Ermittlungen tatkräftig unterstützen.


Koordinierte Aktion gegen Autoschmugglerbande

Ludwigsburg.| Basierend auf initiativen Ermittlungen des Verkehrsdienstes Esslingen des Polizeipräsidiums Reutlingen gipfelten umfangreiche mehrmonatige und zum Teil verdeckt geführte Ermittlungen einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg und des Zollfahndungsamts Stuttgart am 24. Juni in überregionalen Durchsuchungsmaßnahmen. Die Ermittlungsgruppe “Sayara” hatte im November 2019 die Ermittlungen gegen eine vorwiegend deutsch-libanesische Tätergruppierung aufgenommen, die im Verdacht steht, hochwertige gebrauchte Kraftfahrzeuge überwiegend aus dem arabischen Raum in Deutschland gewinnbringend in Umlauf gebracht zu haben, obwohl diese in Europa nicht zulassungsfähig waren.

Das illegale Geschäftsmodell bestand nach den bisherigen Erkenntnissen darin, dass die beiden 46 und 27 Jahre alten Drahtzieher die Fahrzeuge überwiegend in den Arabischen Emiraten ankauften und auf dem Seeweg über Rotterdam nach Deutschland einführten, wo sie zunächst auf Abstellplätzen von Komplizen in Leonberg und Geislingen an der Steige zwischengelagert wurden. Um Einfuhrzölle und Steuern zu sparen, legten die Tatverdächtigen dabei Rechnungen mit deutlich geringeren Kaufpreisen vor.

Da die nicht für den deutschen Markt produzierten Fahrzeuge aufgrund ihrer Ausführung hier nicht ohne weiteres zulassungsfähig waren, wären kostenintensive Vollgutachten erforderlich gewesen. Diese umgingen die Tatverdächtigen durch Bestechung von Prüfingenieuren aus dem Großraum Stuttgart, die dann für die Fahrzeuge die notwendigen Papiere ausstellten. Dies geschah den bisherigen Ermittlungen zufolge in mehreren Fällen sogar schon zu einem Zeitpunkt, als sich die Fahrzeuge noch auf dem Seeweg befanden.

Über eine Mitarbeiterin bei der KFZ-Zulassungsstelle des Landratsamtes Böblingen wurden die Fahrzeuge anschließend kurzzeitig auf Strohmänner zugelassen. Dadurch mit deutschen Zulassungsbescheinigungen ausgestattet wurden die Fahrzeuge anschließend über einen Privatverkauf an wohl gutgläubige Kunden veräußert. Zuvor waren besonders augenscheinliche Ausstattungsabweichungen durch von den Tatverdächtigen beauftragte Fachkräfte korrigiert worden. Dazu zählte etwa die Umprogrammierung arabischer Bordcomputer oder Navigationsgeräte, aber auch die Korrektur der angezeigten Laufleistung. Den bisherigen Ermittlungen zufolge brachte die Gruppierung auf diese Art und Weise etwa 500 dieser hochwertigen Gebrauchtfahrzeuge in Umlauf.

Am 24. Juni schlugen die Ermittler dann in einer koordinierten Aktion zu und durchsuchten 19 Wohn- und Geschäftsräume bei insgesamt neun Tatverdächtigen in den Landkreisen Böblingen, Ludwigsburg, Stuttgart, Reutlingen, Rems-Murr-Kreis und Göppingen. Hierzu wurden die Beamten des Polizeipräsidiums Ludwigsburg und des Zollfahndungsamts Stuttgart durch Einsatzkräfte des Spezialeinsatzkommandos Baden-Württemberg und der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit des Polizeipräsidiums Einsatz, sowie des Landeskriminalamts Baden-Württemberg und des Polizeipräsidiums Reutlingen unterstützt.

“Durch das professionelle Zusammenwirken von Polizei und Zoll ist es gelungen, ein international agierendes kriminelles Netzwerk zu zerschlagen. Gewinnbringend war dabei auch die gute Zusammenarbeit des Landratsamts Böblingen mit den Ermittlern.”, sagt Leitender Kriminaldirektor Mathias Bölle, Leiter der Kriminalpolizeidirektion Böblingen. “Hier wurde unkompliziert und konstruktiv kooperiert, so dass wir jetzt auf ein gutes vorläufiges Ergebnis der Ermittlungen schauen können.”

Nach dem bisherigen Stand fanden die Ermittler bei den Durchsuchungen etwa 50.000 Euro Bargeld , sowie verschiedene Datenträger und Unterlagen. Bei einem Tatverdächtigen stieß man auf zwei Sturmgewehre russischer Bauart, Munition, zwei Handgranaten und einem Kleinkalibergewehr. Die Überprüfung der Waffen und Sprengmittel dauern noch an. Eine der Tatverdächtigen, die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, wurde gegen Mittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart einem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte den bereits zuvor erlassenen Haftbefehl in Vollzug. Sie wurde durch Kriminalbeamte in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Zeitgleich zu den Durchsuchungsmaßnahmen in Baden-Württemberg schlugen Ermittler des Zollfahndungsamt Berlin in der Hauptstadt zu. Dort hatte sich ebenfalls eine deutsch-libanesische Gruppierung gebildet, die Bezüge zu der Gruppe in Baden-Württemberg hatte und dabei vor allem deren Beziehungen bei der Beschaffung von Zulassungspapieren und Sachverständigengutachten ausnutzte. In Berlin durchsuchten die Beamten insgesamt 15 Objekte und vollstreckten drei Haftbefehle.


Audi und FC Bayern rufen „Audi Digital Summer Tour“ ins Leben

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Audi startet mit seinem Partner FC Bayern München ein weltweites Pilotprojekt: Der deutsche Rekordmeister geht auf eine virtuelle Sommer-Tour.

Die „Audi Digital Summer Tour“ findet von 25. Juli bis 2. August statt und soll auch in diesem Jahr den Fans weltweit die Möglichkeit geben, die Vorbereitungsphase in Echtzeit mitzuerleben. Hildegard Wortmann, Vorständin für Vertrieb und Marketing der AUDI AG: „Herausfordernde Zeiten erfordern ganz besondere Maßnahmen. Ein solch innovatives und einzigartiges Format gab es bisher noch bei keinem Fußballverein. Wir sind stolz, als Partner dabei zu sein und für Fans auf der ganzen Welt faszinierende und einzigartige Erlebnisse zu schaffen.“

Via digitale Plattformen werden der Klub und seine Stars für die Fans erlebbar sein, unter anderem mit digitalen Autogrammstunden mit den Spielern, virtuellen Fan-Challenges oder Interaktionen mit internationalen Sportlern. Es gibt auch ein sportliches Highlight der Tour: Im Zuge des Audi Football Summit bestreitet der FC Bayern München ein Testspiel zu Hause in der Allianz Arena. Der Gegner wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern: „Nachdem wir in diesem Sommer leider nicht wie geplant und wie all die Jahre üblich auf die Audi Summer Tour gehen können, haben wir nun zusammen mit unserem Partner Audi diese globale digitale Initiative konzipiert, um den weltweiten Zusammenhalt der FC-Bayern-Familie insbesondere in Zeiten von Corona zu leben und zu festigen. Unsere Fans auf der ganzen Welt können sich auf spannende Inhalte auf unseren Plattformen freuen.“

Die „Audi Digital Summer Tour“ ist der Auftakt zu einer neuen globalen Kampagne unter dem Motto „World’s Biggest Sports Family“. Mit über 290.000 Mitgliedern und mehr als 4.500 organisierten Fanclubs rund um den Globus ist der FC Bayern der mitgliederstärkste Verein der Welt – und versteht sich stets als Familie. Dieses Wir-Gefühl will der Klub über den Sommer hinaus mehr denn je stärken.