Stadt und Polizei wollen Sicherheitspartnerschaft

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Neues Gremium soll Innenstadt sicherer machen

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt und die Polizei Stuttgart reagieren auf die Ausschreitungen vom vergangenen Wochenende mit einer Sicherheitspartnerschaft. Sie wollen gemeinschaftlich Maßnahmen erarbeiten, die die Innenstadt noch sicherer machen. Das Leitungsgremium unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Fritz Kuhn und Polizeipräsident Franz Lutz soll bereits am Dienstag das erste Mal zusammenkommen, wie Stadt und Polizei am Montag, 22. Juni, bekannt gaben.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: „Das waren keine Partygänger, die nach Stuttgart zum Feiern gekommen sind. Das waren Randalierer, die auf Krawall aus waren. Stuttgart ist eine liberale Stadt, aber hier ist eine Grenze überschritten worden. Beim heutigen Besuch des Bundesinnenministers wurde klar, dass alle staatlichen Ebenen Stadt und Polizei den Rücken stärken. Wir müssen jetzt alle Fragen ohne Tabus diskutieren und schon vor dem nächsten Wochenende erste Lösungen präsentieren.“

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer erklärte: „Stuttgart ist und bleibt eine der sichersten Städte Deutschlands. Wir lassen uns von den Rowdys den Ruf nicht kaputt machen. Zusammen mit Polizei und allen relevanten Akteuren werden wir solche Eskapaden unterbinden. Dazu sind breite Anstrengungen nötig. Hier gehen Repression und Prävention Hand in Hand. Deswegen ist es gut, wenn wir alle erforderlichen ordnungsrechtlichen, kommunalpolitischen und gesellschaftlichen Möglichkeiten ausloten und gemeinsam Lösungen finden.“

Laut Schairer sollen Themen diskutiert werden wie Videoüberwachung, Alkoholverbote oder Aufenthaltsbeschränkungen für öffentliche Plätze. Ein weiterer Schwerpunkt sei ausgedehnte Jugend- und Migrantenarbeit wie zum Beispiel Streetworker-Angebote sowie die Zusammenarbeit etwa mit Einzelhändlern und der Club-Szene.

Polizeipräsident Franz Lutz sagte: „Was in dieser Nacht in Stuttgart geschehen ist, hatte ein nie gesehenes Ausmaß. Jetzt ist Besonnenheit gefragt. Junge Gewalttäter haben eine rote Linie überschritten. Für sie müssen wir gemeinsam Stopp-Schilder installieren und konsequent auf ihre Einhaltung achten.“

Die Sicherheitspartnerschaft gliedert sich in ein Leitungsgremium mit OB Kuhn, Polizeipräsident Lutz, Bürgermeister Dr. Schairer, der Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann, der Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, Isabel Fezer, sowie Vertretern der Branddirektion und der Rettungsdienste. Eine Arbeitsgruppe soll die Beschlüsse vorbereiten.

Darüber hinaus soll ein runder Tisch einberufen werden, bei dem Vertreter der Clubszene und des Einzelhandels sowie weitere Akteure aus der Innenstadt ihre Vorstellungen einbringen können.


Alles auf Zero: Ist diese Roulette Strategie sinnvoll?

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Geschäftliche Information

Roulette ist ein schönes und auch spannendes Glücksspiel. Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Roulette Strategien entwickelt, die dem Spieler die Optimierung der Gewinnchancen versprachen. Aber nicht alle Strategien sind effizient, was die Auszahlungen betrifft. Daher ist es sehr sinnvoll, wenn man sich mit den verschiedenen Ansätzen auseinandersetzt und sich am Ende für jene Option entscheidet, die den größten Erfolg verspricht, vor allem, wenn man sich für das Roulette Echtgeld Spiel entscheidet. Natürlich sollte das Spielen Spaß machen, aber genauso gut ist es, wenn es sich auch monetär bezahlt macht.

Eine große Rolle spielen die Wahrscheinlichkeiten bei den Wetten. Es gibt gute Wetten, aber es gibt auch schlechte Wetten. Letztere könnten recht ungünstige Auswirkungen auf den Geldbeutel haben. Die tatsächliche Wahrscheinlichkeit, bei einer direkten Wette auf die richtige Zahl zu tippen, liegt bei 37 zu 1, das Haus zahlt 35 zu 1. Schauen wir uns zuerst die Wetten an, die für den Spieler ungünstig sind. Anschließend stellen wir die Wetten vor, die eher einen Gewinn versprechen.

Bevor das Spiel beginnt
Bevor es mit dem Spielen losgehen soll, ist es immer ratsam, das Geschehen am Tisch eine Weile zu beobachten, denn an jedem Tisch gibt es einige Besonderheiten. Diese sollte man kennen, bevor man loslegt. Auch wenn der Dealer jedem neuen Spieler gern Ratschläge erteilt, fühlt man sich sicherer, wenn man schon einige Informationen hat.

Darüber hinaus sollte man sicherstellen, sich am Tisch und in der Umgebung auch wohl zu fühlen. Daher stellt man sich die Frage, ob man auch gut mit den anderen Spielern auskommt. Manchmal konsumieren die Gäste zu viel Alkohol, was mitunter für schlechte Stimmung sorgen könnte. Wenn alles geklärt ist, dann ist es an der Zeit für den ersten Einsatz.

Alles auf Zero und andere schlechte Wetten beim Roulette
Wenn man auf die Null setzt, tätigt man die sogenannte Basket Wette. Bei dieser Wette wird einzig auf die fünf Zahlen 0, 00, 1, 2 und 3 gesetzt. Da auch die Doppelnull dabei ist, handelt es sich wohl um Amerikanisches Roulette, da es beim Französischen oder Europäischen Roulette keine Doppelnull gibt.

Die Basket Bet bietet eine Auszahlung von 6:1. Allerdings ist dies eine Wette, auf die der Profi lieber verzichtet, denn sie weist einen Hausvorteil von 7,89 % auf. Damit gehört die Wette alles auf Zero zu den schlechtesten Optionen auf dem grünen Filz.

Ebenso schlecht wie die Basket Bet ist die Wette auf eine Zahl. Sicher hat jeder Spieler seine Glückszahl, auf die er immer wieder setzen möchte. Immerhin bringt diese Wette bei einem Treffer das 35-fache des Einsatzes. Wenn man also 10 Euro auf eine Zahl setzt, erhält man ein Payout von 350 Euro. Das ist nicht zu verachten. Auf der anderen Seite steht jedoch die Höhe der Wahrscheinlichkeit, diesen Gewinn zu erhalten. Es ist durchaus möglich, dass man eine stattliche Summe verspielt, bevor es soweit ist, diesen Gewinn tatsächlich zu generieren. Im Klartext heißt das, dass man sich lieber nach einer anderen Wette umschauen und die alles auf Zero Wette lieber nicht in Betracht ziehen sollte.

Die vorteilhaftesten Roulette-Wetten
Wer gerade erst in das Roulette-Spiel einsteigt, bevorzugt in der Regel die niedrigen Wetten, die den geringsten Hausvorteil aufweisen. Das sind die Wetten auf Rot oder Schwarz, Gerade oder Ungerade, Hoch oder Niedrig. Bei der letzten Option wird entweder auf die Zahlen 1 – 18 oder 19 – 36 gesetzt. Der Spieler erhält bei dieser Wette eine Gewinnchance von 46,37 %. Wie bei allen anderen Wetten gilt auch hier, dass eine Spielrunde unabhängig von der letzten und der nächsten betrachtet werden muss. Das bedeutet, es spielt keine Rolle, ob die letzten drei oder vier Runden Rot fiel. Jede Runde hat eine Chance von knapp 50 %. Vielleicht sind diese Einsätze etwas eintönig, doch genau richtig für den Einsteiger und alle Spieler, die nicht viel riskieren wollen und kleine und regelmäßige Auszahlungen bevorzugen.

Zahlreiche Spieler wenden hier gern die sogenannte Martingale-Strategie an. Das bedeutet, wenn man einen Euro auf Schwarz setzt und verliert, wird bei der nächsten Runde der Einsatz verdoppelt. Dies wird solange wiederholt, bis ein Gewinn erzielt wird. Dann beginnt man wieder bei einem Euro.

Wer das Spiel mit etwas mehr Spannung würzen möchte, sollte sich auf die Kombi-Wetten heranwagen. Hierbei wird auf Zahlenkombinationen gesetzt. So kann ein Chip auf zwei Zahlen platziert werden, was die Gewinnwahrscheinlichkeit auf 5,26 % erhöht, während der Einsatz auf eine einzelne Zahl nur bei 2,63 % liegt. Darüber hinaus gibt es noch weitere interessante Kombi-Wetten, die man platzieren kann. Es sind Einsätze auf zwei, drei, vier oder auch sechs Zahlen möglich. Hierbei gilt: Je mehr Zahlen gewählt werden, desto höher ist die Gewinnchance.

Am besten ist es, in einem guten Online Casino kostenlos mehrere Varianten zu testen und gegebenenfalls ein paar Mal durchzuspielen. Auf diese Weise kann man gut herausfinden, welche Strategie am günstigsten ist.


Ausschreitungen: Hinweisportal der Polizei

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Angriffe auf Polizeibeamte und Ladengeschäfte in der Innenstadt

Stuttgart.| Das im Zusammenhang mit den Ausschreitungen in der Stuttgarter Innenstadt in der Nacht zum Sonntag (21.06.2020) im Internet eingerichtete Hinweisportal ist weiterhin geschaltet und hier zu erreichen: https://t1p.de/mtc2. Dort können Zeugen Videos und Fotos hochladen, aber auch weitere Hinweise geben. Unterstützen Sie uns und hinterlassen Sie bitte Ihre Kontaktdaten für eventuelle Rückfragen. Weitere Hinweise zum Geschehen in der Stuttgarter Innenstadt nimmt die Kriminalpolizei darüber hinaus unter der Rufnummer +49071189905778 entgegen.


OB Kuhn verurteilt Gewaltausbruch auf’s schärfste

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  • OB Kuhn: „Gewaltausbruch völlig inakzeptabel. Darf keine rechtsfreien Räume geben“
  • Polizeipräsident Lutz: „Party-Wut war Angriff auf die ganze Stadt“

Stuttgart.| In der Nacht zum Sonntag ist es zu Ausschreitungen in der Stuttgarter Innenstadt gekommen. Dazu haben Polizei und Landeshauptstadt bei einer Pressekonferenz am Sonntagnachmittag, 21. Juni, Stellung bezogen.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte, er sei schockiert. Wörtlich: „In der Nacht wurde eine Grenze überschritten. Dieser Gewaltausbruch war inakzeptabel. Das Gewaltmonopol liegt beim Staat. Alkohol oder der Wille, sich in sozialen Medien zu inszenieren, lassen wir nicht als Ausrede gelten.“ Der OB unterstrich: „Egal woher Menschen kommen, die in Stuttgart leben oder hier feiern wollen, für alle gilt: Gewalt gegen Einsatzkräfte wird nicht toleriert.“ Er dankte den Beamten der Polizei, Rettungskräften, dem THW, der Branddirektion und der Abfallwirtschaft für ihren Einsatz in der Nacht oder am Vormittag. Den Verletzten wünschte er schnelle Genesung. Kuhn führte aus: „Stuttgart steht voll hinter der Polizei. Sie vertritt mit ihrer liberalen Linie das, was unsere Stadt auszeichnet. Es gibt keine Gewöhnung an so einen Ausbruch, Polizei und Stadt analysieren, wie wir solch eine Eskalation unterbinden können. Es darf keine rechtsfreien Räume in unserer Stadt geben.“

Polizeipräsident Franz Lutz sagte: „Die Party-Wut war ein Angriff auf die ganze Stadt. Die Dimension ist für Stuttgart und Baden-Württemberg einmalig, das habe ich in meinen 46 Jahren als Polizist noch nicht erlebt. Die Eventszene betrinkt sich in der Öffentlichkeit und berauscht sich an einer Inszenierung ihres aggressiven Tuns in den Sozialen Medien. Wir setzen Stopp-Schilder, dass sich so etwas nicht wiederholt.“ Er kündigte an, in den kommenden Wochen die Kräfte in der Innenstadt zu verstärken. Rund 300 Polizisten, darunter auch Kräfte aus dem Umland, waren in der vergangenen Nacht nötig, um die Lage zu befrieden.

Polizeivizepräsident Thomas Berger hatte den Einsatz geleitet. Seinen Angaben zufolge solidarisierten sich Feiernde bei einer Kontrolle gegen einen deutschen Staatsbürger, der im Verdacht stand, mit Drogen gehandelt zu haben. In der Folge zogen Hunderte in Gruppen durch die Innenstadt. 19 Polizeibeamte erlitten körperliche Verletzungen, zumeist Prellungen und Schürfwunden. Ein Beamter wurde dienstunfähig. 12 Streifenwagen wurden zum Teil massiv beschädigt. 30 Geschäfte wurden beschädigt, bei neun Läden registrierte die Polizei Plünderungen. Die Polizei hat bislang 24 Menschen festgenommen. Berger sagte: „Die Festgenommen weisen einen Mix verschiedenster Nationalitäten auf, zur Hälfte handelt es sich um Deutsche.“ Die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, um weitere Tatverdächtige zur Rechenschaft zu ziehen. Sie rechnet mit weiteren Festnahmen.


Angriffe auf Polizeibeamte und Ladengeschäfte in der Innenstadt

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Vorläufige Bilanz der Polizei

Stuttgart.| Nach den Ausschreitungen in der Nacht zum Sonntag gibt die Polizei weitere Einzelheiten bekannt. Nach ersten Erkenntnissen war ein Einsatz wegen eines Rauschgiftdeliktes offenbar der Auslöser für die dann folgenden Ausschreitungen. Während der vorläufigen Festnahme eines Tatverdächtigen gegen 23.30 Uhr im Bereich des Oberen Schlossgartens solidarisierte sich eine Vielzahl der umstehenden Personen, griffen die eingesetzten Polizeibeamten an und bewarfen sie mit Steinen und Flaschen.

Nachgeforderten Einsatzkräften gelang es zunächst, auch unter Einsatz von unmittelbarem Zwang und Pfefferspray, die randalierende Menge von den einschreitenden Beamten in Richtung Schlossplatz wegzudrängen. In der Folge solidarisierten sich weitere anwesende Personen auf dem Schlossplatz, sodass sich nun mehrere Hundert Personen gegen die Polizeibeamten stellten und weiter mit Steinen und Flaschen nach ihnen warfen. Auch eingesetzte Rettungskräfte wurden teilweise attackiert. Daraufhin wurden weitere Polizeikräfte aus umliegenden Polizeipräsidien sowie der Bundespolizei zur Unterstützung alarmiert, auch ein Polizeihubschrauber kreiste zeitweise über der Innenstadt.

Die Randalierer zogen in einer Vielzahl von Kleingruppen unterschiedlicher Größe durch die Innenstadt. Erst gegen 04.30 Uhr war die Situation beruhigt. Vorläufige Bilanz Stand 17.00 Uhr Einsatzkräfte nahmen 24 mutmaßliche Randalierer fest. 19 Polizeibeamte wurden verletzt, ein Beamter konnte aufgrund einer Verletzung an der Hand seinen Dienst nicht fortsetzen.

Im Bereich der Innenstadt, vor allem der Königstraße und der Marienstraße, wurden bislang 30 Geschäfte und Einrichtungen festgestellt, die von den Randalierern durch Einschlagen von Türen und Fensterscheiben teilweise erheblich beschädigt worden sind, darunter Mobilfunkläden, Bekleidungsgeschäfte und Juweliere. Darüber hinaus beschädigten die Täter auch Werbetafeln und brachten Graffitis an. Bislang wurden acht Geschäfte festgestellt, in die die Randalierer eindrangen und Waren plünderten.

Bei dem Einsatz wurden, nach derzeitigem Stand, zwölf Streifenwagen teilweise erheblich beschädigt. Auf diversen Videosequenzen, die in den sozialen Netzwerken kursieren, ist zu sehen, wie Randalierer mit Stühlen und anderen Gegenständen auf die Streifenwagen einschlugen und die Scheiben zerstörten. Die Polizei hat zur Aufklärung der Straftaten die 40-köpfige Ermittlungsgruppe Eckensee eingerichtet und ermittelt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart unter anderem wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs.


Jörg Noetzel und Klinikverbund Südwest gehen künftig getrennte Wege

Kreis Böblingen.| Aufgrund verschiedener Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung sind der medizinische Geschäftsführer Dr. Jörg Noetzel und die Gesellschafter des Klinikverbundes Südwest GmbH – die Vertreter der Landkreise Böblingen und Calw – einvernehmlich übereingekommen eine Beendigung der Zusammenarbeit anzustreben. Über die weitere Vorgehensweise finden derzeit Gespräche statt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikverbundes Landrat Roland Bernhard äußerte sich hierzu: „Wir sind Herrn Dr. Noetzel dankbar für die vielen guten Impulse, die er gesetzt hat, die maßgeblich zu einer positiven Entwicklung unseres Unternehmens beigetragen haben. Beispielhaft möchte ich die Weiterentwicklung des Medizinkonzeptes, die Chefarztbesetzungen mit hochqualifizierten Medizinern und zuletzt die souveräne Bewältigung der Corona-Krise hervorheben. Wir bedauern, dass sich unsere Wege nun trennen und wünschen Herrn Dr. Noetzel persönlich und beruflich alles Gute sowie bei seinen neuen anstehenden beruflichen Aufgaben weiterhin viel Erfolg.“

Dr. Jörg Noetzel bedankte sich ausdrücklich bei beiden Landkreisen für die sehr gute Zusammenarbeit und stellte klar: „Wir haben in den vergangenen Jahren viel erreicht für die Kliniken und beide Landkreise. Ich bedanke mich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünsche dem Klinikverbund mit seinen hervorragenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Zukunft alles Gute.“


BM Pätzold will künftiges Rosenstein-Quartier schnell angehen

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„Wir wollen nicht bis 2032 mit der Bebauung warten“

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart unterstreicht, dass die Bebauung des künftigen Rosenstein-Quartiers so schnell wie möglich beginnen soll. Genau das soll durch die angestrebten Verhandlungen zwischen der Stadt und der Deutschen Bahn erreicht werden. Ziel der Verhandlungen ist es, gemeinsam verfahrenstechnisch effektiv und überdies wirtschaftlich vorgehen zu können, um Zeit durch doppelt geführte Verfahren zu vermeiden. Dazu sollen notwendige Genehmigungsverfahren, Aspekte des Natur- und Artenschutzes und rechtliche Anforderungen in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe erörtert werden.

Baubürgermeister Peter Pätzold trat am Freitag, 19. Juni, dem Eindruck entgegen, dass eine Bebauung frühestens ab 2032 oder sogar erst ab 2035 beginnen könnte. Pätzold erklärte: „Wir wollen keinesfalls erst dann mit der Bebauung beginnen, wenn das gesamte Gleisvorfeld durch die Bahn abgeräumt ist. Und niemand hat gesagt, dass alle freiwerdenden Flächen gleichzeitig bebaut werden sollen. Denn Flächen dieser Größenordnung können nur schrittweise entwickelt und bebaut werden. Und dabei wollen wir keine Zeit verlieren.“

So sei man bereits dabei, für Teilflächen der Entwicklungsfläche Rosenstein an den Wagenhallen, die sogenannte Fläche C1, die Planungen voranzutreiben, um ab Ende 2023 hier bauen zu können. Vorgesehen ist dort neben der Ausweichspielstätte für das Opernhaus auch Wohnungsbau im Rahmen der „Maker City“. Der Bürgermeister sagte: „Wir haben die Flächen an den Wagenhallen auch für die IBA‘27 StadtRegion Stuttgart angemeldet und wollen, dass dort 2027 Bauten fertiggestellt sind. Und ab 2026 wollen wir die Fläche A3 am Manfred-Rommel-Platz, also direkt am Hauptbahnhof bebauen. Dazu soll der Gemeinderat noch in diesem Jahr über die Nutzung dieses Schlüsselgrundstücks entscheiden.“ Pätzold: „Wenn wir gemeinsam mit der Bahn zu guten Lösungen kommen, dann können wir auch zügig die städtebaulichen Ziele auf den weiteren Flächen (A2, B und C2) umsetzen. Entscheidend ist, die Interessen zu bündeln.“

Der Gemeinderat muss das Verhandlungsmandat noch beschließen. Stadt und Bahn stimmen überein, dass die Verhandlungen ergebnisoffen und ohne jede Vorfestlegung erfolgen und möglichst bis zum 31. März 2021 abgeschlossen werden sollen. Ausgangspunkt der Verhandlungen ist der vor 19 Jahren von beiden Parteien geschlossene Grundstückskaufvertrag.

Der internationale städtebauliche Wettbewerb zum künftigen Rosenstein-Quartier endete im Juli 2019 mit dem Zuschlag an den Siegerentwurf von asp Architekten GmbH in Verbindung mit Koeber Landschaftsarchitektur GmbH. Mit Gemeinderatsbeschluss vom 19. Dezember 2019 wurden asp/Koeber mit der Rahmenplanung für das künftige Rosenstein-Quartier beauftragt, welcher die Grundlage für die weiteren Bebauungspläne ist. Mit dem Siegerentwurf liegen konkrete Nutzungsoptionen für verschiedene Verkehrsbauwerke innerhalb des Gleisvorfeldes sowie zur Modellierung der Landschaft insbesondere auch in Verbindung zum Schlossgarten vor.


DFB-Pokalfinale der Frauen bis 2023 in Köln

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Das Finale im DFB-Pokal der Frauen wird auch in den kommenden drei Jahren in Köln ausgetragen. Diese Entscheidung traf das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in seiner heutigen Sitzung. Darüber hinaus haben der DFB und die Stadt Köln eine optionale Verlängerung der Zusammenarbeit bis 2025 vereinbart. Das eigenständige Endspiel wird seit dem Jahr 2010 im Kölner RheinEnergieStadion ausgetragen.

DFB-Präsident Fritz Keller sagt: “Die vergangenen zehn Jahre haben eindrucksvoll gezeigt, warum der Standort Köln optimal für die Austragung des DFB-Pokalfinales der Frauen ist: ein tolles Stadion, eine eindrucksvolle Atmosphäre, ein attraktives Rahmenprogramm für die ganze Familie und der sportliche Reiz eines Endspiels. Ich wünsche mir aber darüber hinaus, dass der Frauenfußball nicht nur am Finaltag im Fokus einer breiten Öffentlichkeit steht, sondern dass die großen sportlichen Leistungen dauerhaft wahrgenommen werden.”

Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, sagt: “Die Sportstadt Köln sieht sich durch diesen Zuspruch erneut bestätigt. Seit zehn Jahren hat das DFB-Pokalfinale der Frauen im RheinEnergieStadion sein Zuhause. Der Finaltag ist jedes Mal ein großes Fest des Frauenfußballs mit Turnieren am Vormittag, an denen rund 1000 Mädchen teilnehmen, und das beliebte Fan- und Familienfest auf den Stadionwiesen ist längst zur Tradition geworden. Auch wenn in diesem Jahr ausschließlich das Finalspiel stattfindet – unser Konzept geht auf, und wir freuen uns, dass der DFB die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit uns für weitere drei Jahre fortsetzen will. Ich bin mir sicher, dass die Spielerinnen unser Engagement schätzen und sich sehr darüber freuen, ihr Endspiel auch weiter in der deutschen Hauptstadt des Frauenfußballs austragen zu dürfen.”

Hannelore Ratzeburg, die für den Frauen- und Mädchenfußball verantwortliche DFB-Vizepräsidentin, sagt: “Ich kann mich noch gut erinnern, als wir 2010 erstmals in Köln unser Finale ausgetragen haben. Es war von Beginn an eine vertrauensvolle und vorbildliche Zusammenarbeit mit unseren Partnern von Stadt und Verein, dem Stadionbetreiber und dem Fußball-Verband Mittelrhein. Darin steckt ganz viel Herzblut und Leidenschaft. Das Konzept eines abwechslungsreichen Rahmenprogramms auf den Vorwiesen und attraktivem Spitzensport hat sich bewährt und im Laufe der Zeit immer weiterentwickelt. Wir freuen uns deshalb auf die kommenden gemeinsamen Jahre.”

Das diesjährige DFB-Pokalfinale findet zwischen dem Titelverteidiger VfL Wolfsburg und der SGS Essen am 4. Juli (ab 16.45 Uhr) statt. Aufgrund der Corona-Pandemie sind Zuschauer im Stadion nicht zugelassen, zudem entfällt das Fan- und Familienfest auf den Vorwiesen. Die ARD überträgt das Spiel live.


Coronavirus: Rathaus öffnet für Publikumsverkehr

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Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist Pflicht

Stuttgart.| Ab dem 22. Juni öffnet das Stuttgarter Rathaus wieder für den allgemeinen Publikumsverkehr. In den Fluren und Foyers der Gebäudeteile ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sowohl für Mitarbeitende, Dienstleister, Besucher als auch Gäste verpflichtend. Das hat die Stadt am Donnerstag, 18. Juni, bekanntgegeben.

Für die Wiedereröffnung sind die Sicherheits- und Hygienevorgaben zum Infektionsschutz unerlässlich. Hierüber informieren an allen Eingängen des Rathausareals die Verfügung zum Schutz der Ausbreitung des Virus sowie Hinweisschilder zu den geltenden Hygienevorschriften und Verhaltensweisen im Haus. Vorgabe ist, einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu wahren. Die Einhaltung überprüft die Verwaltung im gesamten Gebäudeareal. Um das Besucheraufkommen zu reduzieren, finden im Rathaus bis auf Weiteres keine Veranstaltungen, Ausstellungen und Vernissagen statt.

Auch die Bezirksrathäuser in den äußeren Stadtbezirken sind dabei, ihre bisherigen Dienstleistungen mit Publikumsverkehr hochzufahren. Dies erfolgt in dem Maße und Umfang, wie es nach den örtlichen Verhältnissen und vor dem Hintergrund der geltenden Abstandsregelungen und Hygieneempfehlungen möglich ist. Da die Bezirksrathäuser eine Vielzahl von Dienstleistungen unterschiedlichster Fachämter anbieten, werden Bürgerinnen und Bürger gebeten, sich vor ihrem Besuch nach den konkreten Öffnungszeiten für den Publikumsverkehr zu erkundigen.

Die Wirkung dieser Maßnahmen wird fortlaufend geprüft. Die Stadt behält sich vor, sie je nach Entwicklung entsprechend anzupassen. Seit 16. März 2020 waren das Rathaus und die Bezirksrathäuser zum Schutz gegen die Ausbreitung des Coronavirus für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen.


Vorfahrt gewähren, bis die Kreuzung frei ist

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Wer in eine Vorfahrtsstraße einbiegen will, muss auch dann warten, wenn ein von links kommendes Fahrzeug rechts blinkt. Man darf erst losfahren, wenn das andere Fahrzeug tatsächlich nach rechts abbiegt oder zumindest die Geschwindigkeit deutlich reduziert hat. Die Württembergische Versicherung AG, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf eine aktuelle Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden (4 U 1354/19) hin.

Im entschiedenen Fall bog ein Motorradfahrer links in eine Vorfahrtsstraße ein. In der Kreuzung kollidierte er mit einem von links kommenden Fahrzeug, das nach rechts blinkte, jedoch geradeaus weiterfuhr. Dabei zog sich der Motorradfahrer erhebliche Verletzungen zu. Er verklagte den Unfallgegner auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Dabei berief er sich darauf, dass das andere Fahrzeug rechts geblinkt hatte und er daher davon ausgehen durfte, es werde vor ihm abbiegen. Seine Klage wurde jedoch zum überwiegenden Teil abgewiesen.

Laut der Entscheidung des Gerichts durfte der Motorradfahrer nicht allein aufgrund des Blinkens des anderen Fahrzeugs in die Vorfahrtsstraße hineinfahren. Vielmehr hätte er so lange die Vorfahrt des anderen Fahrzeugs beachten müssen, bis aufgrund der Gesamtumstände zweifelsfrei klar war, dass dieses tatsächlich abbiegen werde, zum Beispiel indem es die Geschwindigkeit deutlich reduzierte. Dies konnte jedoch der Motorradfahrer nicht beweisen. Er musste daher zwei Drittel seines Schadens selbst tragen, während der Unfallgegner wegen des irreführenden Blinkens zu einem Drittel des Schadens verurteilt wurde.