Stadt macht Vorgaben zur Errichtung neuer Ladestationen

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Säulen sollen künftig auch auf „Gehwegnasen“ stehen

Stuttgart.| Neue Normalladesäulen für Elektro-Fahrzeuge sollen im Stuttgarter Stadtgebiet künftig auch auf sogenannten „Gehwegnasen“ stehen, d.h. auf Einbuchtungen mit klar erkennbarer Bordsteinkante am Fahrbahnrand. Die Gehwegnasen kommen dann zum Einsatz, wenn die Ladesäulen nicht auf dem normalen Gehweg oder auf Grünflächen errichtet werden können. Das hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik am Dienstag, 7. Juli, einstimmig beschlossen. Der Verwaltungsausschuss hat am Mittwoch, 8. Juli, ebenfalls mehrheitlich zugestimmt. Die Kosten für die Errichtung der Gehwegnasen trägt die Landeshauptstadt Stuttgart. Diese belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro. Die bisherigen Ladesäulen bleiben dort stehen, wo sie sind. Insgesamt werden knapp 350 weitere, neue Standorte für Normalladesäulen im öffentlichen Raum geschaffen. Bei den rund 30 Schnelladesäulen gilt das gleiche Prinzip. Für diese wird aber mehr Platz benötigt, da sie weitaus größer sind als die Normalladesäulen.


Wohnungsbau: Verwaltung stellt drei Szenarien vor

6.658 Wohnungen in der Planung und Umsetzung

Stuttgart.| Die Stadtverwaltung rechnet mit über 23.000 neuen Wohnungen für Stuttgart noch in diesem Jahrzehnt. Derzeit sind 6.659 Wohnungen in der konkreten Planung oder Umsetzung. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Verwaltung im Unterausschuss Wohnungsbau hervor, der auf Wunsch von Oberbürgermeister Fritz Kuhn um drei Szenarien für den Wohnungsbau ergänzt wurde. Diese Szenarien umfassen Möglichkeiten und Konsequenzen für die Erschließung neuer Flächen, wie die Stadt am Mittwoch, 8. Juli, mitteilte.

Grundszenario ist die Umsetzung der „Zeitstufenliste Wohnen 2018“. Die Zeitstufenliste beschreibt das Flächenpotential für Wohnungsbau in Stuttgart, sie wird alle zwei Jahre fortgeschrieben. Aus ihr ergibt sich ein Potential von 20.444 Wohnungen bis 2029. Dafür werden 161 Flächen mit einer Größe von rund 240 Hektar genutzt. Aus weiteren Nachverdichtungen ergibt sich die Möglichkeit für 2.750 weitere Wohnungen, also zusammen 23.194 Wohnungen. Bis 2029 gibt es auf den aktuell bekannten Stuttgarter Flächen ein Potential von im Schnitt jährlich 2.109 neuen Wohnungen.

Von diesen Überlegungen ausgehend hat die Verwaltung weitere Szenarien zur Bebauung mit ihren Vor- und Nachteilen beschrieben. Ein Szenario geht von einer intensiven Außenentwicklung aus. Auf sechs Flächen mit 130 Hektar läge ein Potential von 6.900 weiteren Wohnungen. Diese Gebiete – Viesenhäuser Hof. Langenäcker-Wiesert, Hausen III, Hoffeld West, Rohrer Weg, Birkacher Feld – liegen vollständig im Außenbereich und waren aus Landschafts- und Klimaschutzgründen nicht zur Bebauung vorgesehen. Annahme für die Berechnung ist, dass 65 Prozent der jeweiligen Fläche für Wohnungen genutzt werden, Ausgleich für die Landschaftseingriffe anderweitig gefunden wird und mit Geschosswohnungsbau bis zu 85 Wohnungen pro Hektar entstehen.

Ein weiteres Szenario geht von einer Ergänzung am Siedlungsrand aus und schlägt sieben Flächen vor: Schoßbühl, Schwellenäcker, Westliche Osumstraße, die Friedhofserweiterungsfläche in Plieningen, Trautäcker/Esslinger Weg, Hoffeld- Binsenwiesen, Steinröhre/Hausen III. Es handelt sich um Arrondierungsflächen an den Ortsrändern. Ihnen gemein ist, dass sie gut mit dem Öffentlichen Nahverkehr erreichbar sind, sich für den Geschosswohnungsbau eignen und nicht im Natur- oder Landschaftsschutzgebiet liegen. Auf den insgesamt 24 Hektar liegt das Potential bei 1.120 weiteren Wohnungen.

Mit dieser detaillierten Darstellung der einzelnen Flächen kann sich der Gemeinderat ein Bild der möglichen Entwicklung machen. Noch im Herbst soll im Ältestenrat besprochen werden, ob und welche weiteren Schritte anhand dieser drei Szenarien für die zukünftige Ausrichtung des Wohnungsbaus in Stuttgart unternommen werden.


Coronavirus: Acht Personen in Quarantäne

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Stuttgart.| Das Gesundheitsamt der Stadt Stuttgart hat acht Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sowie deren enge Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt. Dies hat die Verwaltung am Dienstag, 7. Juli, mitgeteilt.

Die Männer sind auf einer Baustelle außerhalb Stuttgarts tätig, leben aber in einem Stuttgarter Arbeiterwohnheim. Dr. Florian Hölzl, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamts, erklärte: „Die aktiven Erkrankungsfälle und enge Kontaktpersonen innerhalb des Bautrupps wurden in eine Schutzunterkunft gebracht, die wir für solche Fälle bereithalten. Eine Kontaktperson befindet sich in häuslicher Isolation. Es handelt sich um eine geschlossene Gruppe von Menschen, die kaum Sozialkontakte nach außen hatten. Wir konnten die Infektionsketten gut nachvollziehen.“ Und weiter: „Wir gehen davon aus, dass wir durch unser Eingreifen die weitere Verbreitung bei diesem Ausbruch eindämmen konnten.“ Hölzl betonte: „Wir sehen daran, dass das Virus weiter präsent ist. Die Abstands- und Hygienemaßnahmen sind weiter streng zu beachten und Masken zu tragen. Nur so schützen wir uns und andere vor dem Coronavirus.“

In Stuttgart sind aktuell 1.562 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand 7. Juli, 15.30 Uhr). Das sind in der Summe 17 mehr als im Vergleich zu vor sieben Tagen. Davon gelten 1.467 Personen als genesen. Offiziell gelten demnach 29 Personen als aktive Fälle und damit als potentiell ansteckend. 66 Personen sind bisher mit einer festgestellten Corona-Infektion verstorben.


Mieter haftet für Stromkosten

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Verfügt eine Mietwohnung über einen separaten Stromzähler, haftet nicht der Vermieter, sondern ausschließlich der Mieter für die Stromkosten. Die Wüstenrot Bausparkasse AG, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs (VIII ZR 165/18) hin.

Im entschiedenen Fall hatte der Vermieter eines Mehrfamilienhauses jede Wohnung mit einem eigenen Stromzähler ausgestattet. Da die Mieter einer Wohnung ihre Stromrechnungen nicht bezahlten, verklagte das Stromversorgungsunternehmen den Eigentümer des Hauses, die rückständigen Stromkosten zu übernehmen. Die Klage wurde abgewiesen. Laut dem Urteil kommt der Stromlieferungsvertrag in der Regel mit demjenigen zustande, der den Strom entnimmt. Bei vermieteten Wohnungen seien dies die Mieter. Voraussetzung sei jedoch, dass die Wohnungen über separate Stromzähler verfügen, sodass eine Abrechnung des Stromverbrauchs pro Wohnung möglich ist.


Stadt und Polizei schließen Club wegen Verstößen gegen Corona-Verordnung

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Stuttgart.| Das Ordnungsamt hat in der Rothebühlstraße am Samstag per Sofortvollzug einen Club geschlossen. Das hat die Landeshauptstadt Stuttgart am Montag, 6. Juli, bekanntgegeben. In dem Club hatten in der Nacht von Freitag auf Samstag rund hundert Menschen gefeiert und dabei die Vorgaben zur Eindämmung der Corona- Pandemie ignoriert.

Dr. Albrecht Stadler, Abteilungsleiter im Amt für öffentliche Ordnung, sagte: „Die Corona-Verordnung schreibt vor, dass der Betrieb von Clubs und Discotheken bis auf weiteres untersagt ist. Die meisten Betreiber halten sich an die Vorgaben und leisten damit einen wichtigen Beitrag, um die Pandemie weiter einzudämmen. In dem jetzt von uns geschlossenen Club wurden die behördlichen Auflagen allerdings ignoriert: Es wurde laute Musik abgespielt, getanzt und kein Abstand eingehalten. Wir haben den Club daher geschlossen und ein Bußgeldverfahren gegen den Betreiber eingeleitet.“ Der Bußgeldrahmen beläuft sich auf bis zu 25.000 €. Bei fortgesetzten Verstößen gegen die Beschränkungen der Coronaverordnung, so Stadler weiter, drohen schärfere Maßnahmen bis hin zum Widerruf der Konzession.

Der Club muss nun solange geschlossen bleiben, bis der Betreiber der Stadt ein Konzept vorlegt, in dem er überzeugend darstellt, wie er die Vorgaben der Corona- Verordnung künftig einhalten will.

Seit dem 30. Mai dürfen Clubs und Diskotheken zwar wieder öffnen, allerdings müssen sie den Betrieb auf eine reine Schank- und Speisewirtschaft beschränken. Dafür gelten insbesondere folgende Regeln: Jedem Gast muss ein Sitzplatz zugewiesen werden. Getränke oder Speisen müssen im Sitzen konsumiert werden. Tanzen ist nicht erlaubt, und die Hintergrundmusik darf nur leise abgespielt werden.


Erster 42-Loch-Golfmarathon

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Golfclub Golfoase Pfullinger Hof realisiert Mitglieder-Idee

von Dietmar Schmidt

Bernd-Uwe Sätzler und seine Frau sind Mitglieder im Golfclub Golfoase Pfullinger Hof. Beide spielen nicht nur Golf, sondern sie laufen auch Marathon. Dabei wurde die Idee geboren, den Marathon-Gedanken auf das Golfspiel zu übertragen: 42 km Marathon = 42 Löcher Golf spielen!

Diese Idee lies die beiden nicht ruhen und sie besprachen es mit dem Inhaber der Golfoase Pfullinger Hof Harald Walter. Harald Walter, immer aufgeschlossen für etwas Neues, fand die Idee großartig. Nun musste die Idee nur noch umgesetzt werden. Nach einigen Monaten intensiver Planung wurde dieses Gedankenspiels nun zum ersten Mal auf der Golfanlage der Golfoase Pfullinger Hof in die Tat umgesetzt.

42 Golflöcher am Stück, drei Runden á 14 Löcher, an einem Tag, ohne Pause, so der Plan. Dazu wurden Golfbahnen des 18-Loch-Meisterschaftslatzes und des 9-Loch-Kurzplatzes kombiniert, einmal, um das Spiel zeitlich zu begrenzen, andererseits um es abwechslungsreicher zu gestalten und es auch auf einer Seite der Anlage zu belassen. So hatten die Mitglieder, die sich nicht dem Golf-Marathon unterziehen wollten, noch die Gelegenheit, auf den anderen Golfbahnen zu spielen.

Nach einem Weißwurst-Frühstück ging es um 8 Uhr morgens los, zwei Zweierflights voran, ansonsten wurde in Dreiergruppen gespielt. Für Verpflegung und ausreichend Getränke während der anstrengenden 42-Loch-Runde bei sommerlichen Temperaturen war gesorgt worden. Die beiden Zweierflights schafften den Marathon in rund 7,5 Stunden!

Alle Teilnehmer kamen ins Ziel, keiner gab mittendrin auf – damit waren alle Teilnehmer schon einmal auch Sieger.

Die Stimmen danach waren entsprechend: „Das Gefühl das Ziel erreicht zu haben, ist schon Wahnsinn“. Oder: „Marathon über 42 km laufen oder Golfmarathon über 42 Löcher hat bei mir dasselbe ausgelöst: Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt“. Ein anderer Teilnehmer sagte danach: „Das primäre Ziel war für mich einfach nur ankommen und dabei noch Spaß haben“.

Aber es gab auch sportliche Highlights. Der Bruttosieger Jan Kübler vom Hohenhardter Hof spielte auf den 42 Golfbahnen unglaubliche 6 über Par! Platz 2 ging an Nicole Benz und Frank Knott kam auf den dritten Platz.

Der 42-Loch-Golfmarthon ist etwas Neues. Es gab schon Turniere, wo 100 oder 99 Löcher am Tag gespielt wurden, aber ein Turnier mit 42 Golflöchern, dem Marathon angelehnt, ist neu. So sah es wohl auch der Sieger Jan Kübler: „Der Marathon ist etwas Einzigartiges, was man nicht einfach mal auf jedem Golfplatz machen kann. Die Auswahl und die Reihenfolge der Löcher war perfekt abgestimmt, somit hatte man Bahnen, die man schneller hinter sich hatte und zwischendrin etwas längere, um die Herausforderung über 42 Löcher spannend zu halten. Die Abwechslung zwischen Fokus und Müdigkeit wechselte sich permanent ab, trotzdem blieb die Motivation erhalten, die 42 Löcher zu spielen und seinen Fehler in der nächsten Runde wieder auszubessern“.

Alle Teilnehmer waren am Ende sehr zufrieden und glücklich, es geschafft zu haben. Dem 2. Golf-Marathon 2021 stets nichts im Weg!


Nächste Stufe im Transformationsprozess

Mercedes-Benz AG beabsichtigt die Straffung ihres globalen Produktionsnetzwerks und prüft den Verkauf des Pkw-Werks im französischen Hambach
  • Die Mercedes-Benz AG plant im Zuge ihres Transformationsprozesses die hohe Flexibilität ihres globalen Produktionsnetzwerks zu nutzen und die Kapazitäten an die zu erwartenden Marktentwicklungen anzupassen.
  • Vor diesem Hintergrund beabsichtigt das Unternehmen, Gespräche über den Verkauf seines Pkw-Werks im französischen Hambach zu führen mit dem Ziel, dem Standort eine bestmögliche Zukunftsperspektive zu geben.
  • Damit verbundene Bewertungseffekte des Anlagevermögens führen bei der Mercedes-Benz AG zu einem negativen Sondereffekt aus Restrukturierungsmaßnahmen von einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag im zweiten Quartal.

Stuttgart.| Die Mercedes-Benz AG befindet sich auf dem Weg zur CO₂-neutralen Mobilität der Zukunft und investiert in den kommenden Jahren massiv in die Transformation des Unternehmens. Sie konzentriert sich dabei auf die Elektrifizierung der Produktpalette sowie die Digitalisierung von Fahrzeugen und Unternehmensabläufen. Gleichzeitig hat das Unternehmen zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, um seine Kostenstruktur nachhaltig zu verbessern und deutlich effizienter zu werden. Ein wichtiger Stellhebel hierfür ist die Anpassung und Neuausrichtung der Kapazitäten innerhalb des globalen Produktionsnetzwerks. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt das Unternehmen, Gespräche über den Verkauf seines Pkw-Werks im französischen Hambach aufzunehmen.

Ola Källenius, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz AG: „Wir treiben die Transformation unseres Unternehmens und unserer Produkte weiter mit Hochdruck voran. Angesichts der hohen Zukunftsinvestitionen, vor allem in die Elektrifizierung und Digitalisierung, setzen wir Maßnahmen zur Effizienzsteigerung konsequent um. Dies betrifft weltweit alle Unternehmensbereiche. Zusätzlich führen die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Wirtschaft zu neuen Rahmenbedingungen im Markt und in diesem Zusammenhang optimieren wir unser globales Produktionsnetzwerk. Deswegen beabsichtigen wir, Gespräche über den Verkauf des Werks Hambach aufzunehmen.“

Damit verbundene Bewertungseffekte des Anlagevermögens führen bei der Mercedes-Benz AG zu einem negativen Sondereffekt aus Restrukturierungsmaßnahmen von einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag im zweiten Quartal. Das Unternehmen erwartet keinen Einfluss aus dieser Abwertung auf den Free Cash Flow des Industriegeschäfts. Im weiteren Verlauf von Verhandlungen können weitere Belastungen hinzukommen.

Markus Schäfer, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz AG; verantwortlich für Daimler Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars COO: „Die Transformation zur CO₂-neutralen Mobilität der Zukunft erfordert auch Veränderungen in unserem weltweiten Produktionsnetzwerk. In einer Phase wirtschaftlicher Herausforderungen bringen wir Nachfrage und Kapazität in Einklang und passen nun unser Produktionsnetzwerk an. Diese Veränderungen betreffen auch das Werk Hambach. Ein wichtiges Ziel ist für uns, die Zukunft des Standortes zu sichern. Weitere Prämisse: Die aktuellen smart Modelle sollen weiter in Hambach produziert werden.“

Die nächste Generation von smart Elektrofahrzeugen wird im Joint Venture smart Automobile Co., Ltd. in China produziert. Das Gemeinschaftsunternehmen ist ein Zusammenschluss der Mercedes-Benz AG und der Zhejiang Geely Group (Geely Holding).


Sicherheitspartnerschaft: Erfahrungsaustausch mit Freiburg und Karlsruhe

Stuttgart.| Das Leitungsgremium der Sicherheitspartnerschaft zwischen Landeshauptstadt und Polizei Stuttgart ist am Freitag, 3. Juli, erneut zusammengekommen. Wichtigster Punkt neben der Besprechung der aktuellen Lage war der Austausch mit Vertretern anderer Städte. Kollegen aus Freiburg und Karlsruhe berichteten über ihre Erfahrungen, die sie bei der Bekämpfung von Kriminalität und der Steigerung des Sicherheitsgefühls gemacht haben.

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer erklärte: „Die Sicherheitsbehörden im Land haben vergleichbare Herausforderungen: Starker Alkoholkonsum wirkt enthemmend, gerade beim Wochenendpublikum kann das zu vermehrten Straftaten führen. Manchmal kommen dann noch dramatische Einzelereignisse dazu, die das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger stark beeinflussen.“

Stuttgart setze neben eigenen Akzenten auf den Erfahrungsaustausch. Schairer sagte: „Was haben andere Kommunen unternommen, die Sicherheit der Bürger zu steigern? An welche Hürden sind sie gestoßen? Bei unseren Gesprächen spüren wir auch das Interesse an unserer Sicherheitspartnerschaft.“ Er kündigte an, dass man sich auch die Videoüberwachung in der Mannheimer Innenstadt anschauen werde.

Stadt und Polizei trafen sich in dieser Form das dritte Mal. Anlass für die Sicherheitspartnerschaft waren die Ausschreitungen in der Innenstadt vom 21. Juni. Das Leitungsgremium wird getragen von drei Arbeitsgruppen und vier Runden Tischen.

Am 2. Juli vertieften die Landeshauptstadt und das Land Baden-Württemberg ihre Zusammenarbeit in Sachen Sicherheit mit einem 10-Punkte-Programm.


S-International Baden-Württemberg Nord auf Wachstumskurs

Drei weitere Sparkassen treten bei

Ludwigsburg.| Schon heute ist die S-International in der Baden-Württembergischen Sparkassen-Finanzgruppe der mit Abstand größte und erfolgreichste Anbieter von Dienstleistungen und Finanzierungen für das Auslandsgeschäft. Zum 1. Juli 2020 sind der S-International drei weitere Sparkassen beigetreten.

Anfang 2016 gründeten die Kreissparkassen Heilbronn und Ludwigsburg das Gemeinschaftsunternehmen S-International Baden-Württemberg Nord GmbH u. Co.KG. Seit 2018 gehören ihr – neben den beiden „Gründungs-Kreissparkassen“ – die Kreissparkasse Waiblingen sowie die Sparkassen Heidelberg, Rhein Neckar Nord, Schwäbisch Hall-Crailsheim, Neckartal-Odenwald und Hohenlohekreis an. Zum 1. Juli 2020 traten drei weitere Institute bei: Die Kreissparkassen Esslingen-Nürtingen, Heidenheim und die Sparkasse Tauberfranken.

Gemeinsam mit der S-International bauen die 11 Sparkassen ihre Kompetenz und Schlagkraft im internationalen Geschäft weiter aus. Rund 90 Experten sorgen für eine effiziente Abwicklung und begleiten die Firmenkunden der Sparkassen mit passgenauen Lösungen bei der Erschließung internationaler Märkte. Kundennähe wird mit Beratern an jedem der 11 Stand-orte groß geschrieben.

Risikoteilung zwischen mehreren Sparkassen macht die S-International auch für große Mittelständler zum professionellen Partner anspruchsvoller Finanzierungen. Eine Bilanzsumme von zusammen rund 70 Milliarden Euro steht für die Finanzkraft der beteiligten Sparkassen.

Die S-International ist mit dem S-CountryDesk, dem internationalen Netzwerk der Sparkassen-Finanzgruppe, über alle Kontinente vertreten. Zum Netzwerk gehören eigene weltweite Beziehungen zu Korrespondenz- und Partnerbanken, die Deutsche Leasing mit Stützpunkten in mehr als 20 Ländern sowie die Landesbanken. Die breite Angebotspalette der S-International reicht von A wie Außenhandelsfinanzierung bis hin zu Z wie Zinsmanagement, um nur zwei Themengebiete zu nennen.


Sommer 2020 ohne Sommerfestival der Kulturen

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aber nicht ohne Alternativen!

Stuttgart.| Aufgrund der Gefährdungslage durch die Infektionskrankheit COVID-19 ist das Sommerfestival der Kulturen 2020, das vom 14. bis 19. Juli auf dem Stuttgarter Marktplatz stattfinden sollte, abgesagt. Um das Warten auf das Sommerfestival im kommenden Jahr etwas zu verkürzen, haben sich die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle des Veranstalters, dem Forum der Kulturen Stuttgart e. V., verschiedenes einfallen lassen, um das Festival-Feeling auch in diesem Jahr unter die Stuttgarter*innen zu tragen: So werden in der ursprünglich geplanten Festivalwoche mit dem Open-Air-Konzert der Band Lakvar, mit einer Plakat- und Postkartenaktion sowie einer Social-Media-Kampagne und einer Webradio Show alternative Angebote präsentiert, die den Spirit des Festivals transportieren und – ganz im Sinne des Festivals – für die Stuttgarter Stadtgesellschaft kostenfrei zugänglich sind.

Die Mitarbeitenden des Forums der Kulturen haben die letzten Wochen intensiv genutzt, um spannende Alternativangebote für das abgesagte Sommerfestival der Kulturen 2020 zu erarbeiten:

So präsentiert das Forum der Kulturen über Plakate und Postkarten der Stuttgarter Stadtgesellschaft sein neues Sommerfestival-Logo, das in Kooperation mit DISCODOENER – Büro für Design und Kommunikation erarbeitet wurde . Das Forum der Kulturen freut sich sehr über die gelungene Zusammenarbeit mit der Agentur, die sich regelmäßig für soziale, kulturelle und gemeinnütze Projekte engagiert. Ab dem 13. Juli 2020 werden die gemeinsam erarbeiteten, farbenfrohen Plakate und Karten in der ganzen Stadt für Aufmerksamkeit und Vorfreude auf das Festival 2021 sorgen – das sich dann im nächsten Jahr vollständig im neuen Design zeigen wird. Mit dem Statement „we support #blacklivesmatter“, das auf den Plakaten und Postkarten zu lesen ist, wird zudem auf die politische Dimension des Festivals verwiesen.

Die ursprünglich geplante Festivalwoche wird zudem von einer Social-Media-Kampagne auf Facebook, Instagram und YouTube begleitet, in der vom 14. bis zum 19. Juli 2020 zahlreiche Beteiligte zu Wort kommen: Vereinsaktive, ehrenamtliche Helfer*innen, Unterstützer*innen, Festivalbesucher*innen. Kurz: All diejenigen, die das Sommerfestival der Kulturen seit vielen Jahren zu dem machen, was es ist. Mit Bildern, Videos und Texten werden die schönsten Erinnerungen geteilt, Erlebnisse erzählt und die Bedeutung des Festivals für die Migrantenvereine, die vielen ehrenamtlichen Helfer*innen, Besucher*innen und auch langjährigen Partner und Sponsoren des Festivals abgebildet.

Unter dem Hashtag #sommerfestivalderkulturen werden alle Beiträge der Festivalwoche in den Sozialen Medien zu finden sein.

Auch für Live-Musik ist bei den alternativen Angeboten gesorgt. Denn am eigentlichen Eröffnungstag des Festivals, am Dienstag, 14. Juli 2020, bespielt die Band Lakvar mit osteuropäisch geprägter Contemporary Folk Music aus dem Balkan die Open-Air-Bühne des Römerkastells: Gegründet von der ungarisch-bulgarischen Sängerin Hajnalka Péter und dem georgischen Komponisten und Gitarristen Zura Dzagnidze vereint ihr Sound die vielfältigen musikalischen und kulturellen Hintergründe ihrer Bandmitglieder: von traditioneller Folkmusik aus Osteuropa über Jazz, Progressive Rock bis hin zu experimentellen Einflüssen. Die Band kombiniert starke Melodien mit komplexen Rhythmen, stille und zerbrechliche Momente treffen auf freie Improvisation und Virtuosität. Bei dem Konzert im Römerkastell werden unter anderem Songs des aktuellen Albums Sabotage and Tradition gespielt, das nominiert ist für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik!

Und zum Ende der eigentlichen Sommerfestivalwoche wird – als großes „Finale“ – am Samstag, 18. Juli, ab 18 Uhr in einer vierstündigen Webradio Show neben den zahlreichen „Stimmen des Festivals“ natürlich auch die Musik der Bands zu hören sein, die in diesem Jahr auf der Bühne des Marktplatzes gestanden hätten – außerdem noch das ein oder andere Schmankerl aus den vergangenen Jahren. Es gibt Einblicke hinter die Kulissen des Festivalalltags und die Zuhörenden können sich via Chat und Studioanrufen mit den Festivalmacher*innen im Studio austauschen. Der Live-Stream wird auf dem Webradiokanal des Theater Rampe übertragen, von DJ Andreas Vogel produziert und von Aliki Schäfer moderiert.

Die Angebote im Überblick:

Zeitraum Plakat- und Postkarten-Kampagne: Montag, 13. bis Sonntag, 26. Juli 2020 zu sehen und ausgelegt im gesamten Innenstadtgebiet der Stadt Stuttgart

Zeitraum Social-Media-Kampagne: Dienstag, 14. bis Sonntag, 19. Juli 2020 zu sehen auf: https://www.facebook.com/FDKStuttgart/

https://www.instagram.com/forumderkulturen/

#sommerfestivalderkulturen
we support #blacklivesmatter

Open-Air-Konzert mit Lakvar: Dienstag, 14. Juli 2020, 20 Uhr
Veranstaltungsort: Römerkastell (KastellSommer), Naststraße 3, 70376 Stuttgart
Veranstalter: Forum der Kulturen Stuttgart e. V.
Eintritt: frei
Karten*: https://www.forum-der-kulturen.de/anmeldung-konzert-lakvar-roemerkastell/
Weitere Informationen zur Band: lakvar.com
*Gültigkeit nur durch Reservierungsbestätigung vom Veranstalter, da das Kartenkontingent begrenzt ist.

Webradio Show: Samstag, 18. Juli 2020, 18–22 Uhr

Weitere Informationen und Streaming-Link unter: https://sommerfestival-der-kulturen.de/webradio-show/