MFG-geförderter Film in Venedig ausgezeichnet

„Und morgen die ganze Welt“ von Julia von Heinz gewinnt „Bisato d’Oro“ bei der 77. Biennale

Der von der MFG Baden-Württemberg geförderte, in Mannheim gedrehte Spielfilm „Und morgen die ganze Welt“ von Julia von Heinz lief bei den diesjährigen 77. Filmfestspielen von Venedig als deutscher Wettbewerbsbeitrag. Er erhielt den renommierten „Bisato d’Oro“ für die beste Schauspielerin, mit dem die internationale Filmkritik die Hauptdarstellerin Mala Emde ehrte.

Julia von Heinz hat an dem Drehbuch zu ihrem Spielfilm „Und morgen die ganze Welt“ über zehn Jahre gearbeitet. Die Handlung des Dramas um rechte Gewalt ist in Mannheim verortet, wo es dann auch unter der Regie von Julia von Heinz realisiert wurde. Auch für die Produktion zeichnet Julia von Heinz zusammen mit Fabian Gasmia verantwortlich, in Koproduktion mit dem SWR, WDR, BR, ARTE, Kings & Queens Filmproduktion und Haïku Films. Die Postproduktion fand bei Bewegte Bilder in Tübingen statt.

Die MFG Baden-Württemberg hat das Projekt mit Produktionsförderung in Höhe von 400.000 Euro unterstützt. Weitere Fördermittel kamen von FFA, DFFF, CNC, FFF und MBB.

Das Drama von Julia von Heinz erzählt von Luisa (MALA EMDE), 20 Jahre alt, aus gutem Haus, Jura-Studentin im ersten Semester. Und sie will, dass sich etwas verändert in Deutschland. Alarmiert vom Rechtsruck im Land und der zunehmenden Beliebtheit populistischer Parteien, tut sie sich mit ihren Freunden zusammen. Schnell findet sie Anschluss bei dem charismatischen Alfa (NOAH SAAVEDRA) und dessen bestem Freund Lenor (TONIO SCHNEIDER): Für die beiden ist auch der Einsatz von Gewalt ein Mittel, um Widerstand zu leisten. Bald schon überstürzen sich die Ereignisse.

Erfolgsserie MFG-geförderter Produktionen
Die Wettbewerbsteilnahme in Venedig und die Auszeichnung setzen die Erfolgsserie MFG-geförderter Produktionen fort. Sie stellten einen Wettbewerbsbeitrag auf der Berlinale 2020 und erhielten beim Deutschen Filmpreis 2020 insgesamt 14 von 20 Lolas.


Bietigheim holt sich im Schlussspurt Platz 5

0

von Bernhard Gaus

Mit einem 29:26(11:11)-Sieg über Liga-Konkurrent HSG Konstanz holen sich die Bietigheimer Handballer im Platzierungsspiel des BGV Cups mit einem Achtungserfolg Rang. Am Halbfinaltag des Vorbereitungsturniers der Baden-Württembergischen Erst- und Zweitligisten sicherten sich am Freitag in der Ludwigsburger MHPArena anschließend die Rhein-Neckar Löwen und der HBW Balingen-Weilstetten die Tickets fürs Endspiel.

Die Trainer der Zweitligisten zogen nach dem Platzierungsspiel beide ein positives Fazit. „Der BGV Cup und die Möglichkeit, uns sportlich auf höchstem Niveau zu vergleichen, waren für uns Gold wert“, unterstrich HSG-Coach Daniel Eblen. „Für mich brachte auch dieses Spiel wichtige Erkenntnisse, wie ich die Spielzeiten verteilen kann.“ Für SG BBM-Coach Hannes Jón Jónsson war ́s vor allem ein Sieg für die Moral nach der jüngsten 24:39- Vorrundenschlappe gegen die Rhein-Neckar Löwen: „Heute habe ich wieder Kampf und Leidenschaft gesehen von der ersten Minute an.“

Sehenswert für den Isländer war vor allem der Schlussspurt seiner Mannen. Nach dem 25:25 gehörten die letzten fünf Minuten ganz den Hausherren. Der bis dahin eher unauffällige Nick Lehmann im Bietigheimer Tor „hielt die entscheidenden Bälle“ (Jónsson). Zweimal Jonas Link, Christian Schäfer und Jan Asmuth sorgten mit schnellen Toren für die Entscheidung.

Dabei hatte die HSG Konstanz den besseren Start erwischt und führte zu Beginn mit 2:6 Toren. Jónsson entschied sich gegen einen Einsatz von Keeper Aron Edvardsson – eine Vorsichtsmaßnahme nach einem Kopftreffer in der Aufwärmphase. Erst in der 26. Minute hatte die SG BBM wieder aufgeschlossen, als Dominik Claus den Treffer zum 9:9 markierte. Der 11:11-Halbzeitstand durch das Tor von Max Öhler mit dem Pausenpfiff war leistungsgerecht.

„Ich bin in der Halbzeit in der Kabine etwas laut geworden“, verrät Hannes Jón Jónsson. „Im ersten Abschnitt fehlte mir der Einsatz der Rückraumspieler“, so der Isländer. Dann hätten sich vor allem Link und Claus „im Spiel angemeldet“, wie es Jónsson formuliert. Zusammen erzielten seine beiden Leistungsträger nach der Pause acht Tore, darunter die wichtigen in der Crunchtime. Auch Jonathan Fischer konnte sich – wie schon in den bisherigen Testspielen – am Kreis bestens in Szene setzen. Nachdem Patrick Rentschler mit einer Verletzung schon früh vom Feld musste, erhielt der 23-Jährige viele Spielanteile – und dankte es mit sechs Toren.

Konstanz konnte seine starke Abwehrleistung mit zunehmender Spieldauer nicht mehr ganz aufrechterhalten. „Die Abwehr war heute ganz gut, dafür haben wir im Angriff unsere Probleme gehabt“, so Eblen. Gefährlichster Konstanzer Werfer war am Ende Markus Dangers über den Kreis. Noch einmal musste Bietigheim eine kritische Phase überstehen. Beim Stand von 17:19 (43.), dem einzigen Zwei-Tore-Rückstand im zweiten Abschnitt, brachte Jónsson seine Jungs mit einer Auszeit wieder auf Kurs. Der Rest war Entschlossenheit und Cleverness in der Schlussphase, beispielsweise beim Tor von Link zum 28:25 in Unterzahl.

Beim Finale in der Stuttgarter Porsche-Arena dürften am Sonntag die Rhein-Neckar Löwen nach dem überzeugenden 34:21(19:14)-Erfolg über Frisch Auf Göppingen favorisiert sein. Balingen-Weilstetten rettete anschließend gegen den TVB Stuttgart ein 27:26(15:12) über die Ziellinie.

SG BBM Bietigheim: Lehmann, Edvardsson im Tor; Link (6), Fischer (6), Schäfer (6/3), Claus (4), Barthe (3), Asmuth (2), Öhler (1), M. Urban (1), Rentschler, Boschen, L. Urban.

HSG Konstanz: Haßferter, M. Wolf im Tor; T. Wolf (6/5), Dangers (5), Czako (2), Beckmann (2), Schramm (2), Knezevic (2), Jaeger (1), Hild (1), Maier-Hasselmann (1), Stotz (1), Schlaich (1), Jud (1), Wendel (1), Krüger.


EURO 2024: Endrundenauslosung in der Hamburger Elbphilharmonie

0

Hamburg.| Die Auslosung der UEFA EURO 2024 findet in der Elbphilharmonie in Hamburg statt. Dies vereinbarten die Europäische Fußball-Union (UEFA) und die Stadt Hamburg in den vergangenen Tagen. Der „Final Draw“ ist für Dezember 2023 geplant und legt die sechs Vierergruppen fest, in denen die 24 besten Teams Europas beim Turnier im Sommer 2024 gegeneinander antreten.

Martin Kallen, CEO UEFA Events SA, erklärt: „Wir freuen uns auf den ‚Final Draw‘ im nördlichsten Austragungsort der EURO in Deutschland. Die Elbphilharmonie ist eine spektakuläre Location mit einer einzigartigen Architektur und einem phänomenalen Ruf. Die Auslosung der Endrunde läutet immer die ganz heiße Phase der EURO ein, und das Event in der Elbphilharmonie wird eine ausgezeichnete Visitenkarte für Hamburg, Deutschland und Europa darstellen.“

Philipp Lahm, Geschäftsführer der DFB EURO GmbH und DFB-Ehrenspielführer, sagt: „Die EURO 2024 hat sich vorgenommen, Grenzen zu überschreiten und Brücken zu bauen. Dass der Final Draw an einem Ort der Hochkultur stattfindet, ist aus diesem Geist geboren: Fußball ist in allen Teilen der Gesellschaft zu Hause. Deutschland erlebt eine EURO für alle.“

DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius äußert: „Ich halte die Entscheidung der UEFA, die Endrundenauslosung in der Elbphilharmonie abzuhalten, für eine ausgezeichnete Wahl. Gemeinsam mit unseren Partnern in der Stadt Hamburg werden wir diesem herausragenden Ereignis und vielen internationalen Gästen eine exzellente Bühne bereiten. Auf dem Weg zur UEFA EURO 2024 in Deutschland wollen wir von Deutschland und Hamburg ein Signal aussenden, das auf ganz Europa ausstrahlt.“

Celia Sasic, Special Advisor der DFB EURO GmbH, sagt: „Ich freue mich auf diesen fantastischen Ort. Er symbolisiert das große Versprechen, das die EURO 2024 darstellt. Wir werden alles dafür geben, die hohen Erwartungen einzulösen und mit der EURO in Deutschland etwas Bleibendes für die ganze Gesellschaft zu bewirken – weit über die Stadien hinaus.“

Die Elbphilharmonie ist seit ihrer Fertigstellung im November 2016 ein Wahrzeichen Hamburgs. Das 110 Meter hohe Konzerthaus ist ein „Kulturdenkmal für alle“, das durch die Lage am Elbufer in der HafenCity und die Glasfassade – die von Segeln, Wellen und Eisbergen inspiriert wurde – ein spektakuläres, unverkennbares Bauwerk darstellt. Sie beherbergt zwei Konzertsäle, ein Hotel und Appartements. Die Wandverkleidung des Großen Saals besteht aus 10.000 gefrästen Gipsfaserplatten, die den Klang in jeden Winkel reflektieren. Die Elbphilharmonie und ihre Veranstaltungen haben sich in kürzester Zeit einen Ruf erworben, der weit über Hamburg und die Grenzen Europas hinausreicht.

Die UEFA EURO 2024 in Deutschland wird im Juni und Juli des Jahres 2024 ausgetragen. Spielorte sind Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart.


Weitere Testergebnisse des TVB allesamt negativ

0

Stuttgart.| Nachdem der TVB Stuttgart am Montagnachmittag die Nachricht bezüglich des positiven Corona-Tests von Jürgen Schweikardt erhalten hat, wurden alle aktiv Spielbeteiligten sowie alle Mitarbeiter des TVB Stuttgart gestern auf das Corona-Virus getestet. Die Ergebnisse dieser Tests liegen nun vor und sind allesamt negativ.

Die Teilnahme des TVB am Halbfinalspieltag des BGV Handball Cup 2020 ist daher genehmigt. Somit treffen die WILD BOYS am morgigen Abend in der Ludwigsburger MHPArena um 20:00 Uhr auf HBW Balingen-Weilstetten. Der für Sonntag in der Porsche-Arena angesetzte Finalspieltag des Vorbereitungsturniers wird ebenfalls wie geplant stattfinden.


NINA warnt im Landkreis Böblingen bei besonderen Gefahrenlagen

0
Schwachstelle beim Ersten bundesweiten Warntag aufgedeckt

Kreis Böblingen.| Am heutigen Donnerstag, 10. September 2020, wurde zum ersten Mal ein bundesweiter Warntag durchgeführt. Dabei gab es in ganz Deutschland um 11 Uhr einen Probealarm. Daran angeschlossen sollten auch die Warn-Apps sein; die im Landkreis Böblingen genutzte Warn-App NINA (Notfall- Informations- und Nachrichten-App) sollte die Meldung also auch verbreiten.

Tatsächliche kam es im Rahmen des bundesweiten Probealarms bei allen NINA-Anwendern zu einem deutlichen zeitlichen Verzug. Teilweise gab es nur die Entwarnung. Die Erklärung dafür liegt laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) darin, dass die Warnung für ganz Deutschland zentral durch die Nationale Warnzentrale des BBK ausgegeben wurde. Vielerorts wurden jedoch zusätzliche Warnmeldungen ins System eingegeben – und das führte zu Problemen: Denn das System sei nicht für die zeitgleiche Auslösung einer Vielzahl von Warnmeldungen ausgelegt. So hat die Übung eine bedeutsame Schwachstelle im System identifiziert, die nun behoben werden kann.

Da im Landkreis Böblingen ausschließlich das Landratsamt Warnungen in das System eingeben kann, kann ein solcher Fehler bei Warnungen für das Kreisgebiet oder Teile dessen ausgeschlossen werden. Beispielsweise konnte bei der Trinkwasserverunreinigung in Renningen vor wenigen Wochen sehr schnell und zuverlässig gewarnt und informiert werden. Für die Bevölkerungswarnung im Landkreis Böblingen ist die Warn-App NINA in den vergangenen Jahren unverzichtbar geworden.


Großauftrag für Daimler Buses

0
415 Stadt- und Überlandbusse für Israel

Stuttgart / Tel Aviv (Israel).| Daimler Buses hat einen seiner bisher größten Aufträge erhalten. Das Omnibus-Geschäftsfeld der Daimler Truck AG hat erfolgreich bei einer großen Ausschreibung in Israel teilgenommen und konnte den Zuschlag für insgesamt 415 Einheiten an Stadt- und Überlandbussen für sich gewinnen. Der Abnehmer der Fahrzeuge ist Egged, die größte private Busgesell­schaft Israels. Der Auftrag ist auch das Ergebnis der guten Zusammenarbeit zwischen Daimler Buses und Colmobil, der als Generalvertreter sowohl den Vertrieb als auch den Service der Mercedes-Benz Omnibusse verantwortet.

Till Oberwörder, Leiter Daimler Buses, zum Verkaufserfolg: „Wir freuen uns sehr, dass sich Egged aufgrund der hohen Zuverlässigkeit und der hohen Laufleistung für Stadt- und Überlandbusse der Marke Mercedes-Benz entschieden hat. Der Auftrag von 415 Einheiten ist einer der größten in der Geschichte unseres Unternehmens. Außerdem ist es das erste Mal seit über 15 Jahren, dass Daimler Buses den Zuschlag im hart umkämpften Stadtbussegment in Israel erhalten hat.“

Der Großauftrag setzt sich zusammen aus 156 Einheiten des Überland-Fahrgestells OC 500 RF 1939 sowie 259 Einheiten des Stadtbus-Fahrgestells OC 500 LE 1830. Bei den Stadtbussen handelt es sich um Low-Entry-Modelle, die den Fahrgästen einen einfacheren Einstieg ermöglichen. Die Fahrgestelle werden im spanischen Buswerk von Daimler Buses in Sámano produziert und vor Ort mit Aufbauten der israelischen Aufbauhersteller Haargaz und Merkavim versehen. Die Fahrzeuge werden sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr ausgeliefert und kommen auf von Egged betriebenen Stadt- und Überlandlinien im gesamten Landesgebiet von Israel zum Einsatz.

Mit einer Flotte von über 4000 Fahrzeugen befördert Egged knapp eine Million Fahrgäste täglich und betreibt knapp die Hälfte der öffentlichen Verkehrsmittel in Israel. Dazu gehören 945 Überland- und Stadtbuslinien, auf denen die Fahrzeuge täglich über 700.000 Kilometer zurücklegen.


Zweitligisten beim BGV-Cup im Platzierungsspiel

0

von Bernhard Gaus

Ludwigsburg.| Die vier baden-württembergischen Erstligisten sind im Halbfinale des BGV Handball Cup unter sich. Die Zweitligateams aus Bietigheim-Bissingen und Konstanz streiten sich am Freitag (15 Uhr) in der Ludwigsburger MHPArena nach jeweils zwei Vorrundenniederlagen um Rang 5.

Im ersten Halbfinale stehen sich am Freitag in der MHPArena die Rhein-Neckar Löwen und Frisch Auf Göppingen gegenüber (17.30 Uhr). Ab 20 Uhr spielen der TVB Stuttgart und HBW Balingen-Weilstetten den Finalgegner aus. Drei Spiele vor einer Kulisse von knapp 500 Fans werden auch für die Organisatoren der SG BBM Bietigheim zur Corona-Bewährungsprobe. Der Finaltag wird am Sonntag in der Stuttgarter Porsche-Arena ausgetragen.

Bietigheims Trainer Hannes Jón Jónsson macht im Vorfeld des Ludwigsburger Halbfinaltages keinen Hehl daraus, dass er mit den Leistungen seines Teams besonders bei der 24:39-Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen nicht einverstanden war. Dabei geht es dem Isländer weniger um die Niederlage an sich als um das Endresultat: „Mit einer 15-Tore-Klatsche kannst du einfach nicht zufrieden sein.“ Im ersten Spiel gegen den TVB Stuttgart (19:27) hatte Jónsson dagegen gute Ansätze gesehen: „45 Minuten lang waren Abwehr und die Torhüterleistung ganz ok“. Der Sieg des Lokalrivalen fiel am Ende um das eine oder andere Tor zu hoch aus. „Unsere Wurfquote war in beiden Spielen superschlecht. Jeder hat gesehen, dass wir spielerisch unsere Probleme hatten“, so der SG BBM-Trainer, der allerdings auch weiß, dass es seine Mannschaft besser kann.

Nach dem Ausscheiden bei BGV Handball Cup steht eine Regenerationswoche auf dem Vorbereitungsplan der Bietigheimer Handballer. Je nach körperlichem Zustand soll jeder Spieler eine ausgewogene Balance zwischen individuellem Training und Regeneration finden. In den folgenden Wochen bis zum ersten Ligaspiel gegen den TSV Dormagen am 10. Oktober will sich die SG BBM den handballerischen Feinschliff erarbeiten. „Dafür ist ausreichend Zeit, hoffentlich mit allen Spielern an Bord“, sagt Jónsson. Dann wird auch Tim Dahlhaus im rechten Rückraum wieder mit von der Partie sein, den sein Coach nach seinem vor genau zwei Wochen erlittenen Nasenbeinbruch zeitig zurückerwartet.

Zuvor wird das Platzierungsspiel gegen die Bodensee-Handballer noch einmal eine richtige Kraftanstrengung werden. Konstanz zeigt eine gute Frühform. Die Mannschaft von Trainer Daniel Eblen zieht aus den beiden Niederlagen gegen Balingen-Weilstetten (22:24) und Frisch Auf Göppingen (35:41) ein positives Fazit. Die Partien gegen die Erstligisten konnten streckenweise ausgeglichen gestaltet werden. Das blieb auch Bietigheims Trainer nicht verborgen: „Konstanz hat das Turnier bislang richtig gut gespielt.“

„Mir und ich glaube auch der Mannschaft geht es so, dass du nach einem solchen Testspiel wie gegen die Rhein- Neckar Löwen einfach keine gute Laune hast“, sagt Jónsson. Die soll sich jetzt gegen Konstanz aufhellen. „Es geht gegen einen Ligakonkurrenten“, versucht der 38-Jährige den Ehrgeiz seiner Schützlinge anzustacheln, „das Spiel wollen wir gewinnen“.


Corona-Testzentrum Cannstatter Wasen läuft gut an

0
Fast 1500 Tests in den ersten beiden Tagen

Stuttgart.| Seit Anfang der Woche ist das Corona-Testzentrum Cannstatter Wasen in Betrieb. Das Testzentrum wird von der Stadt gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden‐Württemberg (KVBW) betrieben. Getestet werden Stuttgarterinnen und Stuttgarter, sofern sie die Testkriterien erfüllen und zuvor einen Termin vereinbart haben. Die Verantwortung vor Ort hat der Hausarzt Dr. Hans‐Jörg Wertenauer. Am Mittwoch, 9. September, haben sich Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, und Prof. Stefan Ehehalt, Leiter des Gesundheitsamts, einen Eindruck verschafft und mit Mitarbeitenden gesprochen.

Bürgermeisterin Sußmann betonte bei dem Termin: „Das Corona-Testzentrum Cannstatter Wasen ist einmal mehr ein Beispiel für die exzellente Zusammenarbeit. Alle Beteiligten haben hier in Kürze eine wichtige Anlaufstelle geschaffen. Das ist eine gute Investition.“
Rund 360.000 Euro investiert allein die Stadt bis Ende März 2021 in den Betrieb der Teststation. Dazu kommen noch die Kosten, die die KVBW trägt.

An die 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind täglich im Testzentrum im Einsatz. Am Montag haben sie 870 Abstriche gemacht, am Dienstag 570 Abstriche. Insgesamt gibt es acht Abstrichstellen: sieben für Autofahrer als „Drive‐Through“ und eine für Fußgänger und Radfahrer als „Walk‐in“. Die „Drive‐Through“‐Fahrspuren werden bedarfsgerecht je nach Andrang in Betrieb genommen. Ziel ist es, dass die Personen maximal eine Viertelstunde warten müssen.

Der Leiter des Gesundheitsamts lobte den Einsatz. Es sei wichtig, jetzt genügend Kapazitäten bereitzustellen, so Prof. Ehehalt: „Die vorausschauende Planung ist bei einer Pandemie ganz entscheidend. Mit dem Corona-Testzentrum auf dem Wasen wappnen wir uns frühzeitig für die kalte Jahreszeit. Auf dem Wasen ist genug Platz vorhanden, dass die Menschen beim Warten nicht in Kontakt kommen. Die Terminvergabe vorab entzerrt das Aufkommen zusätzlich.“

Das Testzentrum war am 5. August zunächst am Standort in der Elwertstraße 2 eingerichtet worden. Dort soll im Herbst erneut eine Fieberambulanz eröffnet werden.

Hans-Jörg Wertenauer trug bereits für das Testzentrum in der Elwertstraße die Verantwortung und hat nun die Leitung am Cannstatter Wasen inne. Er sagte: „Die Errichtung des neuen Corona-Testzentrums Cannstatter Wasen war richtig. Die Stadt Stuttgart hat damit sehr fürsorglich gehandelt. Die Vorteile gegenüber der bisherigen Abstrichstelle Neckarpark liegen in der größeren Leistungsfähigkeit und der Minimierung des Ansteckungsrisikos für unsere Testpersonen, da sie ihr Auto nicht verlassen müssen.“
Öffnungszeiten des Corona‐Testzentrums Cannstatter Wasen sind Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Bei erhöhtem Aufkommen können die Öffnungszeiten auf Samstag und Sonntag erweitert werden. Dies wird dann unter anderem auf der Webseite www.stuttgart.de/corona mitgeteilt. Dort finden sich auch die Vorgaben, welche Personen und Personengruppen nach der aktuellen Corona- Strategie von Bund und Land getestet werden.

Die Testungen erfolgen ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung über folgenden Link: https://aerzteschillerplatz.de/corona-testzentrum-cannstatter-wasen/. Die Zufahrt zum Testzentrum erfolgt über die Talstraße.


Runder Tisch Neustart Schlachthof

Landrat Bernhard: „Mit einem schlüssigen Gesamtkonzept ist Wiederinbetriebnahme möglich.“

Kreis Böblingen.| Landrat Roland Bernhard hatte gestern (Dienstag, 8.9.) Vertreter des Schlachthof-Betreibers, der Metzger-Innung und des Kreisbauernverbandes zu einem Runden Tisch eingeladen. Dabei haben die Teilnehmer die Rahmenbedingungen besprochen, wie der Schlachthof Gärtringen wieder den Betrieb aufnehmen kann. Das Landratsamt hatte vergangenen Donnerstag Schlachtungen im Schlachthof Gärtringen vorläufig untersagt.

Landrat Roland Bernhard: „Wir mussten die Schlachtungen leider untersagen, was die Metzger und Landwirte vor große, kurzfristige Herausforderungen stellt. Die Verantwortung liegt beim Betreiber. Wir wollen die Betroffenen aber nicht im Stich lassen, sondern einen Weg weisen, wie es weitergehen kann. Mit einem schlüssigen Gesamtkonzept ist die Wiederinbetriebnahme möglich.“

Hans-Georg Schwarz, Stellvertretender Vorsitzender des Kreisbauernbauernverbands erklärt: „Der Schlachthof ist ideal für uns Landwirte, denn er bietet kurze Transportwege. Die Offenheit der Runde ist die richtige Einstellung, damit wir zu guten und zügigen Ergebnissen kommen.“

Matthias Scherer, Obermeister der Metzger-Innung Böblingen, sagt: „Alle Teilnehmer haben glaubwürdig gemacht, wie wichtig der Weiterbetrieb ist. Wir müssen nun rasch und gründlich handeln, damit die Interimsphase für die Metzger von kurzer Dauer ist und eine schnelle Rückkehr nach Gärtringen möglich ist.“

Das notwendige Gesamtkonzept muss für insgesamt zehn Punkte eine verbindliche Umsetzung vorsehen mit kurzen Fristen. Bestimmte, besonders Tierwohl-relevante Kernpunkte müssen sofort umgesetzt werden, damit eine Wiederinbetriebnahme möglich wird. Dazu gehören z.B. Standardarbeitsanweisungen für die Mitarbeiter des Schlachthofes und ein Ersatz für die vorhandene Betäubungsanlage.

Zur Erarbeitung des Gesamtkonzeptes wird sich in den nächsten Wochen ein Arbeitskreis zusammensetzen bestehend aus einem Vertreter des Schlachthof-Betreibers, der Metzger-Innung, des Kreisbauernverbandes und des Veterinärdienstes im Landratsamt. Alle Teilnehmer erklärten einvernehmlich, dass Gründlichkeit vor Schnelligkeit geht, eine Eröffnung jedoch realistisch ist. Der Runde Tisch wird sich zu einer erneuten Sitzung treffen, sobald das Gesamtkonzept erarbeitet ist.

Darüber hinaus fand auch ein erster Gedankenaustausch über eine mittelfristige Stärkung des Schlachthofs im Rahmen der Regionalvermarktung statt. Hier streben alle Beteiligten eine enge Einbindung des Schlachthofes an. Ziel ist, mehr Transparenz der Verarbeitung von der Aufzucht der Tiere über die Schlachtung bis zur Theke herzustellen und über definierte Standards die hohe Qualität von Produkten und das Tierwohl zum Ausdruck zu bringen.


TVB hat einen positiven Corona-Test

0

Stuttgart.| Am Montagnachmittag erhielt der TVB Stuttgart vom Labor die Info, dass bei der Pooltestung der aktiv Spielbeteiligten vom Samstag ein Abstrich positiv auf das Corona- Virus ausgewertet wurde. Positiv getestet wurde Jürgen Schweikardt, der weder in der letzten Zeit noch aktuell Symptome aufweist. Schweikardt muss sich bis Mitte nächster Woche in häusliche Quarantäne begeben und wird bevor er danach wieder zur Mannschaft stößt einen negativen Corona-Test vorweisen.

Nach intensivem Austausch mit den Behörden und Ärzten des Gesundheitsamtes, wurde der TVB informiert, dass alle weiteren Spieler, Trainer, Betreuer sowie Mitarbeiter als Kontaktperson 2. Grades gelten und sich daher nicht in häusliche Quarantäne begeben müssen. Am heutigen Mittwoch werden jedoch alle aktiv Spielbeteiligten sowie alle Mitarbeiter des TVB auf das Corona-Virus getestet. Bis das Ergebnis der Tests vorliegt werden alle Kontaktpersonen 2. Grades ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum reduzieren. Zudem empfiehlt das Gesundheitsamt, dass auch weiterhin die bekannten Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.

Sofern alle einen negativen Corona-Test vorweisen können, darf der TVB am kommenden Freitag beim Halbfinale um den BGV Handball Cup antreten. Die Ergebnisse der Testung werden am morgigen Donnerstag erwartet. Einen weiteren Test wird es dann am Samstag, einen Tag vor den Finalspielen in der Porsche-Arena geben.