Das Grand Casino Baden unter neuem Management

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Geschäftliche Information

Das Grand Casino Baden in der Schweiz ist der perfekte Schauplatz für einen ganz besonderen Abend und zählt nicht umsonst zu den ersten Adressen auf der Casinokarte in Europa. Mit 25 Spieltischen für Roulette, Blackjack und Poker sowie über 300 Spielautomaten kommen hier Liebhaber des Glücksspiels voll auf ihre Kosten. Das Casino in Baden ist ein relativ großes Spielkasino und bietet eine beeindruckende Anzahl von verschiedenen Spielautomaten. Die Gesamtzahl der Live-Spieltische ist zwar eher klein, bietet aber die klassischen Tischspiele wie Blackjack sowie Roulette und zusätzlich Punto Banco/Baccarat an.

Poker-Liebhaber kommen hier auch nicht zu kurz und können an den Poker-Cashtischen Spiele wie Texas Holdem Poker und Omaha Poker genießen. An 365 Tagen im Jahr haben Casinogäste die Wahl zwischen aufregenden Spielen, exzellenter Küche im stilvollen Restaurant mit Sonnenterasse und unvergesslichen Veranstaltungen sowie Partys in einer exklusiven Atmosphäre. Seit 2012 verfügt das Grand Casino Baden zudem über eine Kuppel, in der sich die Besucher von einer einzigartigen Multimedia-Show begeistern lassen können. An den Wochenenden werden elegante und anspruchsvolle Feste organisiert, während unter der Woche Kabarett, Theater, Lesungen und musikalische Darbietungen im Club stattfinden.

Trotz der einzigartigen Atmosphäre, die die meisten Casinos bieten, geht der Trend heutzutage tatsächlich aber immer mehr in Richtung online Casino. Seit dem Aufkommen einiger weniger online Casinos im Jahr 1996 ist das Wachstum und die Popularität der Online-Glücksspielindustrie mit einer phänomenalen Geschwindigkeit in die Höhe geschnellt.

Da die globale Internet-Bevölkerung weiter wächst und das Internet-Glücksspiel in zahlreiche nicht-englischsprachige Länder in Europa und Asien expandiert, ist es sicher anzunehmen, dass die Zahlen weiter wachsen werden, ohne dass es in naher Zukunft unmittelbare Anzeichen einer Verlangsamung geben wird. Dieser Trend in Richtung online Casinos lässt sich einfach erklären. Sie ermöglichen den Spielern, zu jeder gewünschten Tages- und Nachtzeit bequem von zu Hause aus zu spielen, ohne dabei einen Dresscode beachten oder eventuell lange Fahrtwege in Anspruch nehmen zu müssen.

Für diejenigen, die Interesse haben, neue Spiele zu erlernen, sind online Casinos ein idealer Ausgangsplatz, um sich die Spielanleitungen der Casino Spiele anzueignen, die jeweiligen Spiele zu üben und an seinen neu erworbenen Kenntnissen zu feilen. In landgestützten Casinos besteht nämlich das größere Risiko, dass Anfänger am Ende viel Geld verlieren, beim Versuch, ein neues Spiel zu lernen. Es gibt mehrere Casino-Websites, die kostenlose Spiele erlauben, bei denen keine Wetten oder Einsätze getätigt werden müssen, sodass die Spieler so viel üben und lernen können, wie sie wollen, ohne dabei das Risiko einzugehen, Geld zu verlieren. Wenn es um Werbegeschenke und Werbeaktionen geht, kommt man in online Casinos auch mehr auf seine Kosten als in landgebundenen. In landgestützten Casinos gibt es zwar auch Promotionen, aber sie sind nicht sehr häufig und es ist auch nicht immer einfach, sie regelmäßig zu erhalten. Online Casinos bieten auch eine größere Vielfalt an Casinospielen im Vergleich zu „echten“ Casinos, in denen die Spiele je nachdem ihnen zur Verfügung stehenden Platz begrenzt sein könnten.

Diese für landbasierte Casinos gefährliche Tendenz ging auch nicht am Grand Casino Baden vorbei. Das Grand Casino Baden hat als erster Glücksspielort in der Schweiz einen lizenzierten Online-Casino-Service eingeführt und ermöglicht den Konsumenten im Land den Zugang zu 50 verschiedenen Online-Spielen, darunter verschiedene Spielautomaten und Roulette. Das Grand Casino Baden wurde als einer von vier Spielorten vom Schweizer Nationalrat für eine Online-Glücksspiellizenz genehmigt. Auch das Casino Davos, das Grand Casino Luzern und das Casino Zürichsee haben die Bewilligungen für das Anbieten von igaming-Dienstleistungen im Land erhalten.

Rund 73 % der Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger stimmten 2018 in einer Volksabstimmung über das neue Glücksspielgesetz einem Vorschlag zur Regulierung des Online-Glücksspiels zu. Vorausgegangen war eine Debatte über eine kontroverse Maßnahme, die den Behörden die Befugnis einräumt, den Zugang zu nicht lizenzierten Seiten von Internetanbietern blockieren zu lassen. Die Gesetzgebung trat im Januar letzten Jahres in Kraft, und die Behörden begannen mit der Blockierung nicht lizenzierter Standorte.

Aufgrund dieser Entwicklungen entschied sich das Casino für einen bedeutenden Wechsel im Management, um mit den Entwicklungen in der Online-Glücksspielindustrie Schritt zu halten und nicht den Anschluss zu verlieren. Michael Böni, ein ausgebildeter Wirtschaftsinformatiker, löste Detlef Brose ab, der langjährige CEO von der Stadtcasino Baden Gruppe. Man kann also sagen, dass die Wahl von Michael Böni die grundlegenden Veränderungen in der Casinoindustrie reflektiert, deren Spielangebote sich immer mehr auf online Casinos verlagern. Michael Böni soll mit seinem starken Hintergrund in der IT beim Ausbau im Online-Bereich noch tatkräftig weiterhelfen, auch wenn das Casino über seine Online-Plattformen bereits beträchtliche Umsätze für sich erwirtschaften konnte.

Foto: caro_oe92 auf Pixabay

Trotz allem werden online Casinos aber niemals die Atmosphäre eines echten Casinos ersetzen können. In den besten Casinos der Welt herrscht heute ein Gefühl von Luxus und Stil, die so gestaltet sind, dass man sich in einer anderen Welt versetzt fühlt. Außerdem bieten diese Casinos den Spielern die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und neue Leute am Tisch zu treffen, wodurch sie ein menschliches Element in alle Spiele einbringen. Dies kann von online Casinos nicht erreicht werden. In online Casinos spielen die Spieler von ihrem mobilen Gerät aus, und selbst in Spielen wie Poker, bei denen das Beobachten der Gegner eine wichtige Strategie ist, kann beim Online-Poker nicht gewährleistet werden.

In vielen Fällen hat ein online Casino im Vergleich zu einem traditionellen landbasierten Casino viele Vorteile, die zu seinem allgemeinen Wachstum, seiner Popularität und seinem Erfolg beigetragen haben. Es lässt sich jedoch auch nicht leugnen, dass landbasierte Casinos immer noch als die traditionellsten Arten von Orten angesehen werden, an denen Spieler in einer exklusiven Atmosphäre verschiedene Spiele genießen können, und viele Menschen weigern sich genau aus diesem Grund, den Übergang zu online Casinos zu vollziehen. Manche Leute möchten das Personal lieber bei der Arbeit sehen und den Nervenkitzel vor Ort erleben, so dass landgestützte Casinos sicherlich nicht so bald an Popularität verlieren werden.


Pilze sorgen für ein gesundes Wald-Ökosystem im Land

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Totholz im Wald hilft nicht nur den Pilzen

Stuttgart.| Wer nach einigen Regentagen durch den bunten Herbstwald spaziert, kann sie förmlich riechen: Unter Laub und Nadeln schieben Pilze ihre Hüte empor. Die stummen Männlein im Walde gehören untrennbar zur herbstlichen Jahreszeit. In Baden-Württemberg sind etwa 4.000 Großpilze gelistet. Sie spielen eine unverzichtbare Rolle für das Ökosystem Wald, denn sie leisten eine Vielzahl an wichtigen Aufgaben – sowohl die schmackhaften Speisepilze, wie Steinpilze, Pfifferlinge oder Maronen, als auch giftige oder ungenießbare Arten.

„Was wir im Wald als Speisepilze sammeln, sind nur die sichtbaren Fruchtkörper der Pilze. Der eigentliche Pilz lebt im Verborgenen. Zur Nährstoff- und Wasseraufnahme durchdringt er mit mikroskopisch kleinen, fadenförmigen Zellen das umliegende Substrat. Das feine Pilzgeflecht ist im Boden, in Holz oder Laub zu finden. Mykorrhiza-Pilze tauschen über Baumwurzeln verschiedene Nähr-, Wuchs- und Wirkstoffe mit ihren Baumpartnern aus. Weil Pilze kein Blattgrün haben und keine Photosynthese betreiben, können sie im Austausch von den Bäumen hergestellten löslichen Zucker nutzen. Also eine echte Win-Win-Situation“, erklärt NABU-Pilzexperte Karl-Heinz Johe.

Pilze: Wichtige Helfer für den Wald
Der Klimawandel beeinflusst das Ökosystem Wald und verändert es. Steigende Temperaturen, zunehmende Trockenheit und Stürme setzen manchen Bäumen stark zu. In vielen Wäldern sterben die Fichten, weil ihre Wurzeln nicht so tief reichen und sie daher schlechter mit Wasser versorgt sind, als etwa die Tannen. Bodenorganismen, zu denen auch Pilze gehören, können totes Material wie Wurzeln, Blätter, Nadeln, Äste und tote Tiere schrittweise zu Humus umwandeln. Pilze zersetzen umgestürzte Bäume, erschließen die darin gespeicherten Nährstoffe und führen sie dem Kreislauf des Waldes zu. Bleiben absterbende Bäume im Wald, können sie bestimmten Pilzen, den Saprobionten, als Nahrung dienen. In niederschlagsreichen Zeiten speichert Totholz Feuchtigkeit. Pilze machen das darin gespeicherte Wasser später wieder für die Bäume nutzbar. „Ein humusreicher, lockerer Boden bietet nicht nur den Pilzen, Kleintieren und Pflanzen ideale Lebensbedingungen durch eine bessere Durchlüftung, sondern hält den Boden länger feucht und entschärft somit auch Starkregenereignisse“, erklärt Johe.

Waldschutz im Klimawandel
Ist der Boden jedoch zum Beispiel durch schwere Forstmaschinen stark verdichtet, ist sämtliches Totholz ausgeräumt und das Kronendach lückig, beschleunigt sich die Austrocknung der Wälder und sie sind als funktionierendes Ökosystem bedroht. „Ein gesunder Wald hat ein dichtes Kronendach und speichert in Humus und Totholz Feuchtigkeit für seine Bewohner. Eine naturverträgliche Waldbewirtschaftung und die Ausweisung von forstlich nicht genutzten Naturwäldern kann dabei helfen, den Wald besser durch den Klimawandel zu bringen“, sagt Johannes Enssle, Landesvorsitzender des NABU Baden-Württemberg und Waldexperte. „Wir müssen die Funktionsfähigkeit unserer Wälder dringend erhalten, damit sie auch in Zukunft ihre wichtige Rolle für Mensch, Natur und Klima erfüllen können.“

Pilze in Baden-Württemberg
Es sind rund 8.000 Großpilze in Europa bekannt, 4.000 davon sind auch in Baden-Württemberg vertreten, darunter:

  • Essbare Pilze: knapp 200 Arten
  • Giftige Pilze: 150 Arten
  • Tödliche Pilze: 10 Arten

Alle übrigen Pilze sind zu bitter, zu scharf, zu hart oder zu klein für den Verzehr und werden deshalb als ungenießbar bezeichnet.

Übrigens: Pilze lassen sich in Baden-Württemberg das ganze Jahr über sammeln, nicht nur im Herbst.


SGV verzichtet auf genehmigte Trainingszeiten

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Der SGV Freiberg Fußball und die Stuttgarter Kickers setzen den Trainingsspielbetrieb wieder aus.

Freiberg a. N.| Der SGV Freiberg Fußball und die Stuttgarter Kickers haben am Dienstagabend nach einem gemeinsamen Gespräch entschieden, das Mannschaftstraining trotz erteilter Genehmigung der zuständigen Ämter mit sofortiger Wirkung wieder auszusetzen.

Die beiden sportlichen Leiter Christian Werner (Freiberg) und Lutz Siebrecht (Stuttgarter Kickers) erklärten gemeinsam: „Auf Grund unserer Strukturen, inklusive unseres Hygienekonzepts, wurde uns die Aufnahme des Trainingsbetriebs seitens der Ämter gestattet. Andere Teams, welche daraufhin ebenfalls einen Antrag auf Fortsetzung des Trainingsbetriebes gestellt haben, erreichte jetzt jedoch eine negative Rückmeldung von den jeweils zuständigen Behörden. Deshalb erklären wir uns mit allen Vereinen der Oberliga Baden-Württemberg solidarisch und setzen das Mannschaftstraining wieder aus“.


Laurents Hörr: Langstrecken-Champion, Mentor, Coach und Unternehmer

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Hinter dem jungen Mann aus Stuttgart steckt mehr als nur ein Rennfahrer – sein ganzes Engagement widmet er auch dem Kartsport und der Jugendförderung.

Trotz der Covid-19-Pandemie konnte Laurents Hörr ein erfolgreiches Jahr verzeichnen. Während er zuletzt seinen Meistertitel im internationalen Michelin Le Mans Cup erfolgreich verteidigen konnte, verzeichnete auch sein Rennteam im Kartsport diverse Erfolge.

Seit der Gründung seines Unternehmens im Jahr 2015, damals war er gerade 18 Jahre alt, widmet sich Hörr den Nachwuchsfahrern im Kartsport und unterstützt seine Fahrer dabei, seinem eigenen Werdegang zu folgen.

Einen wichtigen Meilenstein in der noch jungen Historie des von Hörr geführten Teams „Dutt Motorsport“ bildet der dieses Jahr eingefahrene, erste Tagessieg, inklusive Pole Position, bei der deutschen Meisterschaft im Kartsport. Die Speerspitze des Teams bildete dabei der 18-jährige Timo Kischkat, welcher bereits seit 2016 Schützling von Hörr ist.

Auch die Neueinsteiger Max Mast und Samuel Sczepansky konnten unter anderem mit ersten Pokalen und Pole-Positions bei den Deutschen und Süddeutschen Meisterschaften auftrumpfen. Der Jüngste im Kader von Dutt Motorsport, Nikolas Simic, sammelte 2020 erste Führungskilometer und viele Pokale in der neuen Mini-Klasse.

Besonders hervorzuheben ist die Leistung der jungen Dame im Team von Laurents Hörr, die trotz ihrer erheblichen Behinderung durch eine Sprechstörung, welche die Kommunikation stark erschwert, den Jungs ihrer Klasse des Öfteren „um die Ohren fuhr“. Kiara Henni aus Wernau konnte den süddeutschen Vizetitel und zahlreiche Saisonsiege in der Saison 2020 einfahren und das trotz ihres Handicaps. „Kiara hat einen großen Schritt gemacht und konnte viel davon profitieren, dass ich mit ihr trainiert habe. Auf und neben der Strecke haben wir an Speed, Taktik, Überholen aber auch an der Fitness viel gearbeitet. Ihre Eltern haben dabei auch eine wichtige Rolle gespielt!“ resümiert Hörr die Saison von Kiara.

„2021 werden wir mit dem Team weiter angreifen. Timo hat Einsätze in der Europameisterschaft geplant, sowie weiterhin die ADAC Kartmasters in Deutschland. Max und Samuel werden 2021 bei den süddeutschen- und deutschen Meisterschaften starten. Nikolas wird weiterhin bei den Minis unsere nationale Speerspitze, und dort versuchen, nach dem Titel zu greifen. Auch hier sind internationale Rennen angedacht“, so Hörr über die ersten Saisonplanungen.

„Bei Kiara suchen wir aktuell noch nach Unterstützern und Sponsoren, die ihre Saison und ihre Ziele in 2021 unterstützen wollen. Darüber hinaus sind wir aktuell noch mit einigen unserer Nachwuchsfahrer und mit neuen Fahrern im Gespräch für die Saison 2021.“


Fördermittel nicht ungenützt lassen

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Besitzer älterer Wohnimmobilien, die ihr selbstgenutztes Haus oder ihre Eigentumswohnung energetisch sanieren wollen, können derzeit von attraktiven Finanzierungskonditionen und staatlicher Förderung profitieren. Die Wüstenrot Bausparkasse AG rät dazu, die Möglichkeiten nicht ungenutzt zu lassen.

Das Ende 2019 von der Bundesregierung beschlossene Klimapaket hat in den letzten Monaten bereits vielen Immobilienbesitzern den Weg hin zu einer energetischen Sanierung ihrer Wohngebäude geebnet. Die im Auftrag des Bundes agierende Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sagte privaten Bauherren allein im Förderschwerpunkt Energieeffizienz und erneuerbare Energien in den ersten sechs Monaten 2020 nach eigenen Angaben Zuschüsse über 12,7 Milliarden Euro zu. Damit werden Baumaßnahmen in mehr als 215.000 Häusern und Wohnungen gefördert.

Auch Wüstenrot unterstützt Immobilienbesitzer, die in die Energieeffizienz ihrer Wohngebäude investieren wollen, mit attraktiven Finanzierungsangeboten. Dazu zählt beispielsweise das „Wohndarlehen Klima“ der ältesten deutschen Bausparkasse. Einfach und schnell können mit diesem Angebot energetische Maßnahmen – etwa der Tausch von Fenstern oder eine neue Heizung – finanziert werden. Ohne Sicherheiten werden bis zu 30.000 Euro zur Verfügung gestellt, wobei sich das Angebot mit weiteren Finanzierungsmöglichkeiten kombinieren lässt.

Ferner bietet Wüstenrot seinen Kunden aktuell ein Gutscheinheft, welches im Bereich der energetischen Sanierung Angebote von Partnerunternehmen im Gesamtvolumen von rund 1.400 Euro umfasst. Kostenfrei angeboten wird hier beispielsweise eine telefonische Energie-Erstberatung von 30 Minuten Dauer. Auch der sogenannte „Fördergeld-Service“ von Wüstenrot ist über das Gutscheinheft zu attraktiven Konditionen erhältlich. Dieser

  • ermittelt mögliche Förderungen auf Bundes- und Regionalebene für geplante energetische Sanierungsmaßnahmen anhand konkreter Handwerkerangebote,
  • unterbreitet gegebenenfalls Optimierungsvorschläge für die geplanten Maßnahmen, um die bestmöglichen Förderungen zu erhalten und
  • liefert unterschriftsreife Förderanträge.

Noch bis zum 31. Dezember bietet Wüstenrot im Bereich der energetischen Sanierung und Modernisierung attraktive Sonderkonditionen. Bei Maßnahmen, die noch 2020 umgesetzt werden, profitieren Bauherren zudem von der bis zum Jahresende befristeten Herabsetzung der Mehrwertsteuer um 3 Prozent. Auch damit lässt sich bares Geld sparen.

Nähere Informationen rund um die energetische Sanierung hält Wüstenrot im Internet unter www.wuestenrot.de/klima bereit. Die Bausparkasse hilft über entsprechende Suchfunktionen auf ihren Internetseiten auch bei der Suche nach einem Energieberater oder bei der Recherche geeigneter Handwerker.


Corona-Krise: Fahrgastzahlen erholen sich langsam

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  • Rettungsschirm des Landes und treue Abokunden stabilisieren den ÖPNV in 2020
  • Verkehrsunternehmen vermelden bislang 81 Millionen Euro weniger Fahrgeldeinnahmen

Stuttgart.| Wie so viele Bereiche des öffentlichen Lebens haben auch der VVS und seine Verkehrsunternehmen schwierige Monate hinter sich. Zu den Hochzeiten der Corona-Krise waren im April bis zu 80 Prozent weniger Fahrgäste im Vergleich zum Vorjahr mit den Bussen und Bahnen unterwegs. Nach Ende des ersten Lockdowns konnten die Verantwortlichen im Sommer schon wieder etwas optimistischer in die Zukunft schauen –  von Juli bis September haben sich die Fahrgastzahlen wieder erholt und haben 70 Prozent, im Ballungsraum sogar bis zu 80 Prozent des Vorjahresniveaus erreicht.

Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 rund 177 Millionen bezahlte Fahrten mit den Bussen und Bahnen im VVS durchgeführt, das sind etwa 37,5 Prozent weniger als in den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Da während des Lockdowns weder Veranstaltungen stattfanden noch Restaurants und Geschäfte geöffnet waren, tendierte der Gelegenheitsverkehr wochenlang gegen null. Auch viele Zeitkarteninhaber waren seltener unterwegs, weil sie in Kurzarbeit waren oder im Homeoffice arbeiteten.

Dramatische Auswirkungen auf Verbundeinnahmen
Die Corona-Krise hatte auch Auswirkungen auf die Verbundeinnahmen. Insgesamt hat der VVS von Januar bis September 2020 aus Fahrgeldern rund 294 Millionen Euro eingenommen und damit etwa 81 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Rückgang von rund 22 Prozent, wobei zu berücksichtigen ist, dass es von Januar bis Mitte März noch beachtliche Zuwächse gab.

„Dass es finanziell nicht noch dramatischer aussieht, haben wir unseren vielen treuen Stammkunden zu verdanken. Die allermeisten haben dem VVS bisher die Treue gehalten und ihr Abo nicht gekündigt. Andernfalls hätte es trotz öffentlicher Hilfen düster für die Zukunft des Nahverkehrs ausgesehen“, so VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger.

Während die Einnahmen im Gelegenheitsverkehr um mehr als 40 Prozent eingebrochen sind, fiel der Rückgang im Berufsverkehr mit elf Prozent bislang geringer aus.

„Im März hatten wir mit 230.000 Abonnenten ohne die Schülertickets einen absoluten Rekordwert. Seither sind die Zahlen leicht rückläufig. Wir liegen aktuell etwa acht Prozent unter dem Spitzenwert und vier Prozent unter dem Vorjahreswert“, berichtete VVS-Geschäftsführer Horst Stammler. Nach der Tarifreform im April 2019 war die Zahl der Abonnenten bis zur Corona-Pandemie sukzessive um über zehn Prozent gestiegen. Trotz Kurzarbeit und Home-Office nutzen immer noch über 90.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das beliebte FirmenTicket. Vor Corona lag der Spitzenwert bei 95.000 Tickets. Recht stabil sind auch die Abozahlen bei den Senioren – und auch die Schüler sind nach den Sommerferien ganz überwiegend in die Bahnen und Busse zurückgekehrt.

Teil-Lockdown im November: Keine Rückgänge wie im Frühjahr
Der zweite (Teil-)Lockdown im November hat den Aufwärtstrend zwar gebremst. „Konkrete Zahlen liegen uns zwar noch nicht vor. Aber klar ist: Die Rückgänge sind nicht mit der Entwicklung im März/April zu vergleichen“, sagt Horst Stammler. Die Schulen und Geschäfte sind offen. Viele Studien aus dem In- und Ausland haben inzwischen belegt, dass bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel keine erhöhte Infektionsgefahr besteht. Was fehlt, sind Fahrtanlässe im Freizeitverkehr, da Restaurants, Bars, Kinos und Theater geschlossen sind und aktuell keine Veranstaltungen und Weihnachtsmärkte stattfinden, die überwiegend mit dem öffentlichen Nahverkehr besucht werden.

Rettungsschirm für den Nahverkehr
Weil die Schulen im Frühjahr über längere Zeit geschlossen waren, hat das Land Baden-Württemberg im Mai und Juni die Kosten für das Scool-Abo übernommen und so die Eltern von zwei Monatsraten entlastet, aber auch kurzfristig die Liquidität der überwiegend mittelständischen Busunternehmen gesichert. „Im Herbst kamen die erlösenden Nachrichten, dass Bund und Land einen Rettungsschirm aufspannen und in Baden-Württemberg 95 Prozent der Corona-bedingten Einnahmenverluste bei den Verkehrsunternehmen erstatten. Diese bereits gewährten Abschlagszahlungen wurden vom VVS sofort an die Verkehrsunternehmen ausbezahlt, um die Zahlungsfähigkeit der Unternehmen zu sichern“, sagte VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger. „Damit ist die Zukunft des ÖPNV in der Region zumindest für dieses Jahr gesichert, wofür dem Verkehrsministerium und seinen Mitarbeitern ein großer Dank für die hervorragende Unterstützung gebührt. Wir rechnen jedoch damit, dass auch 2021 pandemiebedingt nicht so viele Fahrgäste mit den Öffentlichen unterwegs sind und Fahrgeldeinnahmen in beträchtlichem Umfang fehlen werden. Neue Lösungen zur Finanzierung der umweltfreundlichen Mobilität müssen also her, wenn die Nachfrage im ÖPNV bis zum Jahr 2030 verdoppelt werden soll“, ergänzt Hachenberger.

Auch der VVS-Fahrgastbeirat macht sich für weitere Hilfen stark
Auch der VVS-Fahrgastbeirat hat sich erleichtert gezeigt, dass durch den Rettungsschirm der öffentlichen Hand der Nahverkehr in der Region zumindest vorerst gesichert ist. „Wir haben aber die Sorge, dass durch fehlende Fahrgäste in den kommenden Jahren wichtige finanzielle Mittel fehlen, um das attraktive Angebot im VVS aufrecht zu erhalten. Deshalb appellieren wir an Bund und Land, die Hilfen für den ÖPNV zu verlängern, bis sich die Fahrgastzahlen wieder erholt haben”, so der Vorsitzende des VVS-Fahrgastbeirats Dr. Wolfgang Staiger.

Ausbau des ÖPNV geht weiter
„Das A und O ist es nun, die bisherige Stammkunden zu halten, ehemalige Kunden zurückzuholen und neue Kunden für die Busse und Bahnen im VVS zu gewinnen. Denn: Die Pandemie geht hoffentlich irgendwann vorbei, der Klimawandel bleibt. Deshalb steht die Verkehrswende nach wie vor auf der Tagesordnung. Der Ausbau des ÖPNV geht weiter. Dazu haben sich alle Aufgabenträger im VVS committet. Schon zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember wird das Angebot weiter verbessert“, sagte Horst Stammler. Er verweist auf den ganztägigen 15-Minuten-Takt auf der S-Bahn, eine neue Expressbuslinie X4 zwischen Degerloch und Nürtingen und den Nachtbusverkehr in Stuttgart unter der Woche.

Bei den Abonnenten wollte man sich bedanken. In den Sommerferien gab es bereits eine erfolgreiche Aktion − den „bwAboSommer“. Auf Initiative des VVS und des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg konnten alle Dauerkunden sechs Wochen mit ihrem VVS-Ticket den Nahverkehr im gesamten Land nutzen. „Im Advent wartet eine zweite Aktion auf VVS-Stammkunden. An allen vier Adventswochenenden können sie im Geltungsbereich ihres Tickets eine weitere Person kostenlos mitnehmen“, so Stammler. Weitere Aktionen werden folgen.


Rund 6 Millionen Euro für schönere Bahnhöfe in Baden-Württemberg

Das Sofortprogramm des Bundes nimmt Fahrt auf
  • Planung, Ausschreibung und Beauftragung weitestgehend abgeschlossen
  • Regionale Handwerksbetriebe profitieren

Stuttgart.| An 24 Bahnhöfen in Baden-Württemberg finden derzeit und in den kommenden Wochen kleinere Maßnahmen statt, um die Attraktivität des jeweiligen Bahnhofs zu verbessern. Die Verschönerungsmaßnahmen, Renovierungsarbeiten und energetischen Sanierungen finanzieren sich durch das Sofortprogramm des Bundes. In Baden-Württemberg fließen insgesamt rund 6 Millionen Euro in die Stationen.

Der Bund setzt mit dem Programm einen kurzfristigen Konjunkturimpuls zur Förderung von Handwerksbetrieben in Deutschland. Die DB hat daraus für Handwerksleistung im Jahr 2020 bis zu 40 Millionen Euro zur Verfügung. Darüber hinaus beteiligt sich die Deutsche Bahn mit Eigenmitteln. Alle Bauvorhaben sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Reisende und Besucher profitieren von insgesamt 167 attraktiveren Bahnhöfen bundesweit.

So wird am Bahnhof Nürtingen die Fassade saniert und am Bahnhof Reutlingen das Sitzmobiliar ausgetauscht. Außerdem finden viele Malerarbeiten statt, wie z.B. am Bahnhof Vaihingen (Enz), wo unter anderem die Wände der Rampen und die Wände der Treppenaufgänge gestrichen werden.

Vor allem mittelständische Handwerksunternehmen sind mit den Renovierungsarbeiten beauftragt worden. Somit profitieren Handwerk, Bahnreisende und die Eisenbahninfrastruktur gleichermaßen.

„Mit den zusätzlichen Mitteln des Bundes können wir die Attraktivität unserer Bahnhöfe weiter steigern. Es handelt sich oft um kleinere Maßnahmen, die aber eine große Wirkung haben. Das Sofortprogramm kommt nicht nur den Kunden zu Gute, sondern auch dem regionalen Handwerk. Ich freue mich sehr, dass wir neben den laufenden Modernisierungen so viele Bahnhöfe kurzfristig auffrischen können – eine Herausforderung, die wir gerne angenommen haben.“, sagt Michael Groh, Leiter des Regionalbereichs Südwest der DB Station&Service AG.

Neben den rund 24 Bahnhöfen, die eine Frischekur erhalten, profitieren weitere rund 30 Stationen zusätzlich noch von Kleinstmaßnahmen.


Freiberger Oberligist kann Training wieder aufnehmen

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Die Einzelfallregelung für die Stuttgarter Kickers gilt jetzt auch für den SGV Freiberg Fußball

Freiberg a. N.| Nachdem die Stadt Stuttgart eine Ausnahmeregelung in der Coronaverordnung so ausgelegt hat, dass die Stuttgarter Kickers in der Oberliga im November trainieren dürfen, hat der SGV Freiberg Fußball, wie auch andere Oberligavereine, dies nun ebenfalls beantragt. Da die gleichen Voraussetzungen vorliegen, hat dies die Stadt Freiberg a. N.  unter Einhaltung des strengen, vorgelegten Hygienekonzeptes ebenfalls genehmigt.

Verein und Stadt sind nicht glücklich über die Uneinheitlichkeit und befürworten eine landeseinheitliche Regelung, da in der Oberliga Baden-Württemberg der gesamte Landesteil betroffen ist.

Sowohl der SGV, als auch die Stadt Freiberg a. N., haben solch eine Klarstellung kurzfristig beantragt.


W&W-Gruppe weiter auf solidem Kurs

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  • Konzernüberschuss erreicht nach neun Monaten 170,4 Millionen Euro.
  • Gutes Neugeschäft in der Baufinanzierung und in den Versicherungssparten sowie konsequentes Kostenmanagement.
  • Weiterer Ausbau neuer digitaler Produkte.
  • Vorstandsvorsitzender Jürgen A. Junker: „Unsere erfolgreiche Digitalisierung von Produkten und Prozessen sichert Kundennähe und Kundenvertrauen – gerade in Corona-Zeiten.“

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat im dritten Quartal 2020 ihren soliden Kurs fortgesetzt. Mit 170,4 Millionen Euro wurde trotz Einschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der volatilen Finanz- und Kapitalmärkte ein solider Konzernüberschuss erzielt (Vorjahreszeitraum: 220,0 Millionen Euro). Davon entfielen allein 63,4 Millionen auf das dritte Quartal nach 44,2 Millionen im gleichen Quartal 2019. Positiv auf die Geschäftsentwicklung wirkten sich ein weiterhin gutes Neugeschäft, Effizienzfortschritte durch die Digitalisierung, ein konsequentes Kostenmanagement sowie ein günstiger Schadenverlauf aus. So lagen die Verwaltungsaufwendungen im Konzern nach neun Monaten um 5,2 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Im Finanzergebnis sind weiterhin Belastungen aus der Bewertung von Eigenkapital- und Fremdkapitaltiteln sowie bei der Risikovorsorge enthalten. Der Vorstand hält an seiner Ergebniserwartung für das Gesamtjahr 2020 fest.

Jürgen A. Junker, Vorstandsvorsitzender der W&W AG: „Die ersten neun Monate dieses Jahres haben klar gezeigt, dass der Aufbruch unseres Konzerns in eine digitale Zukunft mit erheblichen Investitionen in neue Produkte und in effizientere Prozesse die Widerstandskraft und die Wettbewerbsfähigkeit der W&W-Gruppe erheblich gestärkt hat. Wir sind trotz Coronavirus-Pandemie, Null- und Negativzinsen und wachsender Regulatorik ein Unternehmen im Vorwärtsgang, entwickeln unser Leistungsangebot kontinuierlich weiter und gewinnen Kunden und Marktanteile. Dank moderner digitaler Kommunikation halten wir zudem engen Kontakt zu unseren Kundinnen und Kunden, die gerade in unsicheren Zeiten wie diesen unsere volle Unterstützung brauchen. Die neuerlichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland zeigen, dass wir weiterhin gut daran tun, unsere Wettbewerbskraft zu stärken. Die Hoffnung auf eine zügige Normalisierung der Rahmenbedingungen bleibt bestehen, ist aber unsicher.“

Geschäftsfeld Wohnen
Im Geschäftsfeld Wohnen, in dem die W&W-Gruppe in der Finanzierung und durch die Wüstenrot Haus- und Städtebau sowie Wüstenrot Immobilien im Bau und Vertrieb von Immobilien tätig ist, entwickelte sich das Baufinanzierungsgeschäft weiterhin erfreulich. In den ersten neun Monaten 2020 wurde ein Zuwachs im Neugeschäft um 5,6 Prozent auf 4,93 Milliarden Euro erreicht (inklusive der Vermittlungen ins Fremdbuch; Vorjahreszeitraum: 4,67 Milliarden Euro). Nach dem ersten Halbjahr hatte der Zuwachs noch bei 3,3 Prozent gelegen.

Die Wüstenrot Bausparkasse verzeichnete von Januar bis September 2020 ein eingelöstes Neugeschäft nach Bausparsumme von 7,55 Milliarden Euro nach 7,99 Milliarden Euro im gleichen Vorjahreszeitraum (minus 5,4 Prozent). Damit entwickelte sie sich jedoch besser als der Markt insgesamt und erhöhte in der Folge ihren Marktanteil. Der Corona-bedingte Filial-Lockdown führte vor allem bei Kooperationspartnern zu Einbußen, während sich der eigene Außendienst der Bausparkasse stärker entwickelte.

Geschäftsfeld Versichern
Die gebuchten Bruttobeiträge in der Personenversicherung erreichten in den ersten drei Quartalen 2020 mit 1,73 Milliarden Euro das Vorjahresniveau. In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Bruttobeiträge um 5,2 Prozent auf 1,73 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 1,64 Milliarden Euro). Zudem weist die Sparte eine auf 87,8 Prozent verbesserte Combined Ratio brutto auf (neun Monate 2019: 90,6 Prozent).

Mehr Kundenservice durch neue Digitalangebote
Die 2017 gestartete Digitalmarke Adam Riese hat mittlerweile rund 150.000 Kundinnen und Kunden gewonnen. Dabei geht die Ausweitung von Produktangebot und Serviceniveau Hand in Hand. So lag Adam Riese bei der Studie „Versicherer des Jahres 2020“, die vom Deutschen Institut für Service-Qualität erstellt wird, bei der Kundenzufriedenheit auf Platz 1 unter den Direktversicherern. Im Oktober 2020 brachte die Digitalmarke mit einer Unfallversicherung bereits das fünfte Produkt für Privatkunden auf den Markt.

Im Geschäftsfeld Wohnen bieten mehr und mehr Immobilienmakler jetzt auch virtuelle und damit kontaktlose Wohnungsbesichtigungen an – nicht nur in Corona-Zeiten ein Mehr an Service für Immobiliensuchende.

Der FinanzGuide, der digitale Finanzassistent für Kunden der W&W-Gruppe, bietet den Kunden der Württembergischen Krankenversicherung nun auch an, ihre Belege und Rechnungen einfach und bequem digital abzurechnen.

Ausblick auf das Gesamtjahr 2020
Vor dem Hintergrund der negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie und der damit zusammenhängenden Kapitalmarktentwicklungen hat die W&W-Gruppe ihre Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020 bereits im ersten Halbjahr angepasst. Vorbehaltlich einer sich erneut zuspitzenden Pandemie- und Kapitalmarktentwicklung rechnet das Unternehmen weiter mit einem Konzernergebnis über dem Ergebnis der ersten neun Monate 2020, jedoch weiterhin unterhalb des mittelfristigen Zielkorridors von 220 bis 250 Millionen Euro.


OB Kuhn verabschiedet den Bürgermeister Dr. Martin Schairer

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Stuttgart.| Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat den Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, am 12. November im Rathaus offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Nach über 14 Jahren im Amt, zunächst zuständig für die Ressorts Recht, Sicherheit und Ordnung, mit der Änderung der Geschäftskreise 2016 dann für Sicherheit, Ordnung und Sport, ist Schairer nach Vollendung seines 68. Lebensjahrs Ende Oktober in den gesetzlichen Ruhestand getreten. Corona-bedingt war die Verabschiedung nur mit wenigen Teilnehmern und ohne geladene Gäste möglich. Eine Aufzeichnung der Feier ist auf www.stuttgart.de/martin-schairer zu sehen.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte bei der offiziellen Verabschiedung: „Im Rathaus kann man es sich ohne Sie schwer vorstellen. Sie waren immer ein Mann der Vermittlung. Als Sicherheits- und Ordnungsbürgermeister haben Sie immer zuerst auf Gespräche, Integration und Ausgleich gesetzt. Dabei waren Sie immer überzeugt von der Herrschaft des Rechts und der Staatsorgane und wenn es nicht anders ging, haben Sie die Möglichkeiten des Rechtsstaats ausgeschöpft. Ihr Motto war: So viel Freiheit wie möglich, so viel Sicherheit wie nötig. Unter Ihnen als Polizeipräsident und Bürgermeister hat sich Stuttgart Schritt für Schritt zu einer der sichersten Großstädte Deutschlands entwickelt. Für Ihr Engagement all die Jahre möchte ich mich bedanken. Klar ist: Wir schicken einen in den Ruhestand, den wir eigentlich noch brauchen können.“

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, persönliche Worte an den scheidenden Bürgermeister zu richten: „Als Ordnungs- und Sicherheitsbürgermeister haben Sie Einsatz, Verantwortung und Pflichtbewusstsein gezeigt. Es war für Sie nicht nur irgendein Job, es war eine Berufung. Ihre Leidenschaft galt der Stadt Stuttgart und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Selbst wenn schon das nächste Problem auftauchte, war das eine gerade erst gelöst, haben Sie unermüdlich weitergemacht. Ihre Tätigkeit haben Sie nie als beschwerlich empfunden, sondern als ständige Herausforderung.“

Als Vertreterin des Referats Sicherheit, Ordnung und Sport lobte Dorothea Koller, Leiterin des Amts für öffentliche Ordnung: „Auf Sie und Ihr Krisenmanagement war stets Verlass. Ihre Unterstützung war uns immer sicher: Sie haben mit uns gelacht, gelitten und gestritten.“

Für die Feuerwehr sprach Thomas Häfele, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbands, der Schairer zum Ehrenmitglied des Verbands ernannte, und für den Sportkreis Stuttgart dessen Präsident Fred-Jürgen Stradinger, der ihm die Ehrenplakette überreichte.

Zum Schluss trat Dr. Martin Schairer selbst ans Rednerpult: „Ich danke für die überwältigenden Worte, die heute Abend und in den vergangenen Tagen und Wochen an mich herangetragen wurden. Meine Arbeit als Bürgermeister war anstrengend und fordernd, aber sie hat mir stets Spaß gemacht. Ohne meine loyalen und kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre ich aber nichts gewesen. Allen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte, möchte ich selbst ein großes Dankeschön aussprechen. Die Zeit, die Erlebnisse und Erfahrungen möchte ich nicht missen. Und auch wenn ich mich jetzt in den Ruhestand verabschiede: Ich bleibe ein Fan dieser wunderbaren Stadt Stuttgart!“

Leben und Wirken von Dr. Martin Schairer
Dr. Martin Schairer, 1952 in Stuttgart geboren und aufgewachsen, ging nach dem Abitur 1971 zum Studium der Rechtswissenschaften an die Eberhard-Karls- Universität nach Tübingen. Dort war Schairer wissenschaftlicher Assistent an den Lehrstühlen Prof. Dr. Lenckner, Straf- und Strafprozessrecht, und Prof. Dr. Dürig, Öffentliches Recht.

1982 kehrte Schairer in seine Heimatstadt zurück und trat als Richter beim Amtsgericht Stuttgart in den Justizdienst des Landes Baden-Württemberg ein. Später war er als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart unter anderem für die Verfolgung politisch motivierter Straftaten im rechtsextremistischen Bereich zuständig.

Vom Justizministerium wurde Schairer in die Landesvertretung Baden-Württemberg in die damalige Bundeshauptstadt Bonn als Beobachter entsandt. 1988 kehrte er zurück nach Stuttgart und wurde Pressesprecher und stellvertretender Zentralstellenleiter für die Justizminister Dr. Heinz Eyrich, Dr. Helmut Ohnewald und Dr. Thomas Schäuble. Seine letzte Station im Justizministerium war 1993 die Berufung zum Referatsleiter Strafprozessrecht und stellvertretenden Leiter der Strafrechtsabteilung.

„So viel Freiheit wie möglich und so viel Sicherheit wie nötig“
Den Justizdienst des Landes verließ Schairer auf Bitten des damaligen Innenministers Dr. Thomas Schäuble, der den promovierten Juristen auf den besonders anspruchsvollen Posten des Polizeipräsidenten der Landeshauptstadt Stuttgart haben wollte. Dieses Amt übernahm Martin Schairer zum 1. März 1999.

Sein Hauptaugenmerk legte er dort auf die Bekämpfung der Jugendkriminalität. So setzte er die von seinem Vorgänger initiierte Idee eines „Hauses des Jugendrechts“ um. Aber auch die Verhinderung von Straftaten und die Bewältigung großer polizeilicher Lagen waren Schairer wichtig und entsprachen dem Motto, das er von einem ehemaligen Stuttgarter Polizeistrategen übernommen hatte und inzwischen bekannte Stuttgarter Linie ist: „So viel Freiheit wie möglich und so viel Sicherheit wie nötig.“

Für eine sichere Stadt
Dieses Motto übernahm Schairer auch bei seinem Wechsel zum 1. Mai 2006 in die Politik, nachdem er vom Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart zum Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Ordnung gewählt worden war. Damit war Schairer auf kommunaler Seite verantwortlich für das Rechtsamt, das Standesamt, für die Branddirektion samt Freiwilliger Feuerwehr, für das Statistische Amt und als Wahlleiter für die Durchführung von Wahlen. Weiter gehörten zu seinem Zuständigkeitsbereich das Amt für öffentliche Ordnung mit seinen vielfältigen Aufgaben für Lebensmittelüberwachung, Verkehrs-, Ausländer-, Waffen-, Gaststätten- sowie Meldebehörde, weiterhin die Bürgerbüros und die Stabsstelle der Stuttgarter Sicherheitspartnerschaft der Kommunalen Kriminalprävention.

Schairer wechselte zur Stadt Stuttgart im Jahr der Fußballweltmeisterschaft, die in Stuttgart so überaus erfolgreich gefeiert wurde. Seiner Initiative ist es unter anderem zu verdanken, dass rechtzeitig zur Weltmeisterschaft die Integrierte Verkehrsleitzentrale (IVLZ) eröffnet werden konnte.

Bürgermeister Schairer hat die dezentrale Sicherheitspartnerschaft, bestehend aus Bürgerschaft, Rathaus und Polizei, in der Stadt weiter ausgebaut. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Partnern hat über die vergangenen zwei Jahrzehnte dazu beigetragen, dass Stuttgart sich als eine der sichersten Großstädte der Bundesrepublik bezeichnen kann. Auch das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger, die in den regelmäßigen zweijährigen Umfragen gefragt werden, ist nach wie vor hoch.

Als Ordnungsbürgermeister richtete Schairer zudem besonderes Augenmerk auf den sicheren Ausbau aller Mobilitätsformen in der Landeshauptstadt: vom Parkraummanagement, das im Stuttgarter Westen beginnend erfolgreich etabliert wurde, bis zu der Förderung des Ausbaus von Radwegen und des Fußgängerverkehrs.

Sportbürgermeister mit sozialem und gesellschaftlichem Anliegen
Nach der Änderung der Geschäftskreise im Jahr 2016 gab Dr. Schairer das Rechts- und das Standesamt ab und übernahm die Verantwortung für den Sport in der Landeshauptstadt. Als Sportbürgermeister standen für ihn die über 300 Sportvereine von da an im Zentrum der Sportpolitik. Schairer war die Erhaltung und Pflege der Vereinslandschaft ein sportliches wie auch ein soziales und gesellschaftliches Anliegen.

Als einer seiner ersten Maßnahmen organisierte Schairer eine Schwimminitiative (schwimmfit), um die Schwimmfähigkeit der Stuttgarter Kinder zu verbessern. Erste Fortschritte sind bereits festzustellen. Der Masterplan urbane Bewegungsräume wurde unter Schairer ebenso beschlossen, wie die vom Gemeinderat gebilligte Konzeption, in Stuttgart ausreichend Sporthallen bis ins Jahr 2030 bereitzustellen. Auch der Ausbau des Olympiastützpunkts sowie der sportlichen Infrastruktur im Neckarpark, einer der größten Sportgebiete in der Bundesrepublik überhaupt, standen auf Schairers Tätigkeitsliste.

In zahlreichen Gremien vertreten
Schairer ist Mitglied der CDU Stuttgart und auch Mitglied im Bundesarbeitskreis Christlich-Demokratischer Juristen (BACDJ). Er ist in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien vertreten, so etwa im Vorstand des European Forum for Urban Security (EFUS). Er war lange Jahre Vorsitzender des Deutsch-Europäischen Forums für urbane Sicherheit (DEFUS), Vorsitzender des Rechts- und Verfassungsausschusses des Landes Baden-Württemberg und im Bund, sowie Sprecher der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart (GCJZ). 2019 ist er als städtisches Mitglied im Rat der Religionen vom Oberbürgermeister zum ersten Religionsbeauftragten der Stadt Stuttgart bestellt worden.

Schairer ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. Sport betreibt der Sportbürgermeister nicht nur am Schreibtisch für die Sportverwaltung, sondern auch als aktives Mitglied beim MTV Stuttgart.