Was ist Casino Bonus Hunting und ist es verboten?

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Die Bezeichnungen Bonus Hunting, Bonusjäger, Bonusjagd, Casino-Netterln, Bonusmissbrauch und Bonushirten stehen für das strategische Nutzen von Online Casino Boni zur Gewinnmaximierung. Zwar wird das Bonus Hunting für Spieler immer schwieriger, da die Casinos ihre Technologien aufgerüstet und die Bonusbedingungen verschärft haben, dennoch schaffen es noch immer viele User, eine erfolgreiche Bonusjagd zu betreiben.

Bonus Hunting ist nicht illegal, befindet sich jedoch in einer “rechtlichen Grauzone”. 

Da die Konkurrenz am Markt der Online Casinos sehr groß ist, müssen sich diese immer wieder neue Aktionen einfallen lassen, um auf sich abzuheben, neue Spieler zu locken und Bestandskunden zu binden. Die Vergabe von Boni ist dabei ein besonders beliebtes Marketing Instrument. Dank Boni können Spieler das Spielangebot kostenlos (oder sehr preisgünstig) und unverbindlich testen. Das Spielen ist nur mit einem geringen finanziellen Risiko verbunden, da als Einsatz das Bonusguthaben verwendet werden kann. Zwar sind Boni an verschiedene Umsatzbedingungen gebunden (beispielsweise der, dass der Bonusbetrag vor einer Auszahlung mehrmals umgesetzt werden muss oder dass Spieler meist nur einen Monat lang Zeit haben, die Bonusbedingungen zu erfüllen), dennoch lohnt sich die Verwendung eines Bonus in finanzieller Hinsicht so gut wie immer, meist mit Codes, welche sich leicht online wie auf dieser Casino Club Bonusseite finden lassen.

Bonus Hunting in der Vergangenheit 


In der Vergangenheit war Bonus Hunting für Spieler weitaus einfacher als heute. Die Boni der Online Casinos waren in der Regel höher und die Umsatzbedingungen einfacher erfüllbar. Zudem konnten die Boni ohne Einschränkungen für alle Spiele im Casino verwendet werden. So konnten Bonusjäger auf lange Sicht hohe Gewinne einfahren und ordentlich Profit aus den Boni der Casinos schlagen.

Bonus Hunting heute 


Für Bonus Hunter ist es in den letzten Jahren weitaus schwieriger geworden, Casino Boni zu ihrem Vorteil profitabel zu nutzen. Zwar bieten die meisten Online Casinos noch immer Boni an, mit diesen lassen sich aber nicht mehr so einfach hohe Gewinne erzielen. 
Ein erfolgreiches Bonus Hunting basiert heute auf eine hohe Volatilität und erfordert ein hohes Budget, das eingesetzt werden kann. 
Wer die Nerven und die Zeit für eine Bonusjagd hat, kann wie folgt vorgehen:

1. Legen Sie ein Kundenkonto bei einem Online Casino an, welches Boni vergibt.
2. Tätigen Sie eine erste Einzahlung und erhalten Sie für diese einen Willkommensbonus.
3. Starten Sie direkt und möglichst aggressiv ins Spiel: Spielen Sie an einem Slot mit einer hohen Varianz und spielen Sie solange, bis Sie entweder viel gewonnen oder alles verloren haben.
4. Wenn Sie alles verloren haben, müssen Sie unbedingt weiterspielen. Dabei müssen Sie auf den Erhalt eines weiteren Bonus durch das Casino spekulieren. Wenn Sie den neuen Bonus erhalten haben, müssen Sie bei einem Gewinn einen Puffer einkalkulieren, damit Sie die Umsatzbedingungen erfüllen und den Bonus so zur Auszahlung bringen können.

Damit die obige Strategie erfolgreich und möglichst profitabel ist, muss diese mehrmals wiederholt werden. Natürlich können Sie als Spieler theoretisch beim ersten Einsatz eines Bonus viel Geld gewinnen, dies passiert in der Regel jedoch nicht. Bei einem Slot mit einer Auszahlungsquote von 96 % liegt die Wahrscheinlichkeit nach 100 verwendeten Boni in den roten Zahlen zu sein, immer noch nur bei etwas über 30 %

Die Gegenmaßnahmen der Casinos 


Wirklich lohnenswerte Boni, die nicht an schwer erfüllbare Umsatzbedingungen gebunden sind, sind rar geworden. Das ist darauf zurückzuführen, dass Spieler in der Vergangenheit Lücken ausgenutzt haben und in den Casinos sehr hohe Gewinne einfahren konnten. Das war für die Casinos sehr ärgerlich, da diese natürlich in erster Linie Gewinne erzielen und wirtschaftliche Entscheidungen treffen müssen. Es wurden in den letzten paar Jahren viele Regelungen eingeführt, damit die Casinos die besseren Gewinnchancen haben. So schreiben viele Casinos eine „Max-Bet-Rule“ vor, nach der Spieler pro Einsatz nicht mehr als 5,00 Euro setzen dürfen.
Spiele mit hohen Auszahlungsschlüsseln, wie zum Beispiel Roulette oder Blackjack, wurden von den meisten Casinos vom Bonusumsatz ausgeschlossen. Manchmal werden bei diesen Spielen auch nur noch geringe Prozentsätze auf den Bonus angerechnet, so dass es sich finanziell nicht lohnt, diese Spiele zu spielen und einen Bonus dafür zu verwenden. Zudem wurden die Umsatzbedingungen erhöht. Die meisten Boni müssen vor einer Auszahlung unzählige Male umgesetzt werden.

Sammeln als neuer Trend 


Da das Bonus Hunting immer schwieriger, bei manchen Casinos bereits unmöglich, geworden ist, haben Spieler nach einer Alternative zum Bonus Hunting gesucht und sind auf das Sammeln von Boni als neuen Trend aufmerksam geworden. Das Sammeln von Boni funktioniert am besten bei den Online Casinos, die Neukunden nach ihrer erstmaligen Registrierung einen Willkommensbonus ohne Einzahlung („No Deposit Bonus“) oder Freispiele ohne verpflichtende Einzahlung schenken.
Leider ist das Sammeln von Boni sehr zeitaufwendig und mühsam. Oft gewinnen Spieler mit dem Sammeln von Boni nichts oder nur sehr kleine Geldbeträge. Wirklich reich wird niemand mit dem Sammeln von Casino Boni.

Fazit 


Generell ist Bonus Hunting trotz einiger Gegenmaßnahmen der Casinos immer noch möglich. Da das Bonus Hunting zeitintensiv und mühsam ist, ist diese Strategie zur Gewinnmaximierung sicher nicht für jeden Spieler empfehlenswert. Nur wer alle Umsatzbedingungen und Berechnungen versteht und darüber hinaus noch ein ausreichend großes finanzielles Polster hat, um Misserfolge auszugleichen, kann ein erfolgreiches Bonus Hunting betreiben.

Erschwerend für Bonus Hunter kommt hinzu, dass immer mehr Länder eigene Regulierungsbehören gründen und die Vergabe von Lizenzen immer eingeschränkter wird. Einige Länder, wie zum Beispiel Tschechien, sperren sogar ausländische Casinos und Buchmacher, so dass Spieler nur einen eingeschränkten Zugriff haben und begrenzt nach Casinos Ausschau halten können, bei denen Bonus Hunting noch funktioniert. 
Wer wirklich viel Zeit in seine Leidenschaft Online Casino investieren möchte, der wird garantiert hin und wieder gute Möglichkeiten für ein erfolgreiches Bonus Hunting finden. Alle anderen Spieler sollten sich eher auf andere Möglichkeiten, wie die strategische Nutzung des Bonusangebots und die Teilnahme an Sonderaktionen, konzentrieren, um ihre Gewinne zu maximieren. Dies schon allein deshalb, damit der Spaß beim Spielen nicht zu kurz kommt und immerhin kleine Gewinne erzielt werden können.


OB-Wahl: Vier Kandidaten und eine Kandidatin ziehen zurück

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Keine Neubewerbungen eingereicht

Stuttgart.| Bei der Neuwahl des Oberbürgermeisters bzw. der Oberbürgermeisterin am 29. November werden nur noch neun der ursprünglich 14 Kandidatinnen und Kandidaten antreten. Insgesamt fünf Bewerber haben ihre Kandidatur bis Mittwochabend fristgerecht zurückgezogen. Neubewerbungen sind keine eingegangen. Das hat der Gemeindewahlausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 12. November, festgestellt.

Die Rücknahme eingereicht haben: Dr. Malte Kaufmann, John Heer, Martin Körner, Sebastian Reutter und Veronika Kienzle.

Aufgrund dessen ergibt sich eine neue Reihenfolge auf dem Stimmzettel:
1. Marian Schreier
2. Dr. Frank Nopper
3. Hannes Rockenbauch
4. Friedhild Miller
5. Issam Abdul-Karim
6. Marco Völker
7. Werner Ressdorf
8. Dr. Ralph Schertlen
9. Michael Ballweg

Die Stimmzettel für die Neuwahl können ab sofort in Druck gehen. Wahlberechtigte, die bereits Briefwahl für die Neuwahl beantragt haben, erhalten bis Mitte nächster Woche die Briefwahlunterlagen zugesandt. Ab Montag können auch wieder Briefwahlanträge in den Bezirksrathäusern und im Stuttgarter Rathaus gestellt und bereits vor Ort gewählt werden.


20 Jahre „Rauchmelder retten Leben“

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Bilanz einer Erfolgsgeschichte zum Rauchmeldertag am 13. November 

Initiative appelliert an Eigentümer, die Rauchmelderpflicht umzusetzen – Studien belegen: Rauchmelder retten Leben, aber nur die Hälfte aller deutschen Eigenheime ist ausreichend mit Rauchmeldern ausgestattet.

Anlässlich des Rauchmeldertags am Freitag, den 13. November, weist die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ auf die Erfolge ihrer 20jährigen Informationskampagne hin: Die Aufklärungsarbeit gemeinsam mit vielen Partnern und die zum Jahresende nahezu bundesweit eingeführte Rauchmelderpflicht haben dafür gesorgt, dass die meisten Menschen in Deutschland durch Rauchmelder vor tödlichem Brandrauch besser geschützt sind. Berlin und Brandenburg sind die letzten Bundesländer, in denen die Übergangsfrist der Gesetzgebung zum Jahresende ausläuft.

Nur Sachsen mit Nachholbedarf 
Erfreut über die gute Ausstattung zeigt sich auch Albrecht Broemme, der vor 20 Jahren als damaliger Berliner Landesbranddirektor die Kampagne aus der Taufe hob: „Dank der langjährigen Aufklärungsarbeit sind Rauchmelder als Lebensretter zum Glück im öffentlichen Bewusstsein angekommen, auch in der Politik. Daher sind in allen Ländern heute Rauchmelder für private Wohnungen Pflicht. Nur in Sachsen gilt dies bislang lediglich für Neu- und Umbauten. Der tragische, bundesweit bekannt gewordene Fall aus Grimma in Sachsen, bei dem Anfang des Jahres eine Mutter und ihre zwei kleinen Kinder bei einem Brand ums Leben gekommen sind, wird das hoffentlich bald verändern.“

Feuerwehrverband unterstützt Kampagne
Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) ist eine tragende Säule von „Rauchmelder retten Leben“. Hermann Schreck, Beiratsvorsitzender der Initiative und Ständiger Vertreter des DFV-Präsidenten, meint: „Heute gibt es keine freiwillige Feuerwehr oder Berufsfeuerwehr mehr, die nicht den Nutzen der Rauchmelder anerkennt und den Brandschutz mit den lebensrettenden Geräten unterstützt. Das war zu Beginn der Aktion „Rauchmelder retten Leben“ anders und hat sich im Laufe der Jahre wesentlich verändert. Grund dafür ist sicher, dass die Rauchmelder in den Haushalten für eine kontinuierlich sinkende Anzahl der Brandverletzten und Brandtoten sorgen.“

Studien belegen: Rauchmelder retten Leben 
‘Norbert Schaaf, Vorsitzender der Initiative „Rauchmelder retten Leben“ erklärt: „In Deutschland retten Rauchmelder pro Tag durchschnittlich vier Menschen vor gesundheitlichen Schäden oder sogar dem Tod. Das ergab unsere Auswertung der Medienberichterstattung von Dezember 2019 bis Februar 2020.“ Auch die im März dieses Jahres veröffentlichte Studie „Wirksamkeit der Rauchwarnmelderpflicht“ weist statistisch nach, dass seit Einführung der Rauchmelderpflicht immer mehr Leben gerettet werden.

Hälfte der Eigenheime nicht ausreichend gesichert 
Dirk Aschenbrenner, Präsident der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb): „Es ist erschreckend, dass trotz nachgewiesener Wirksamkeit und trotz Gesetzgebung bundesweit nur die Hälfte der Eigenheimbesitzer ausreichend mit Rauchmeldern ausgestattet ist.“ Zu diesem Ergebnis kam eine Mitte September veröffentlichte repräsentative Innofact-Studie.

Die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ appelliert daher an alle Eigentümer, sich und die eigene Familie zuhause ausreichend mit Rauchmeldern zu schützen.

Die 5 größten Irrtümer
Wenn es brennt, bleibt genug Zeit – Irrtum: Bei einem Brand bleiben höchstens 120 Sekunden zur Flucht.
Ein Rauchmelder im Flur reicht – Irrtum: Rauchmelder gehören mindestens in alle Flure, Schlaf- und Kinderzimmer, in Berlin und Brandenburg auch in alle Aufenthaltsräume außer der Küche.
Die Rauchmelderpflicht gilt nur für Vermieter, nicht für Eigentümer im selbstgenutzten Wohnraum – Irrtum: Die Pflicht gilt für alle Eigentümer!
Ich bemerke den Brand rechtzeitig – Irrtum: Nachts schläft auch der Geruchssinn, man wird bei einem Brand nicht wach.
Qualität von Rauchmeldern erkennt man allein am CE-Zeichen – Irrtum: Gute Rauchmelder tragen zusätzlich das Qualitätszeichen „Q“.


OB-Wahl: Neuwahl erforderlich

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Wahlbeteiligung „die höchste seit 24 Jahren“

Stuttgart.| In der Landeshauptstadt Stuttgart findet am 29. November eine Neuwahl statt. Diese ist erforderlich, weil in der Hauptwahl zur Nachfolge von Oberbürgermeister Fritz Kuhn niemand eine absolute Mehrheit erhielt. Dies folgt aus dem vorläufigen amtlichen Endergebnis, das der Kreiswahlleiter und Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer am Abend verkündete. Dr. Mayer sprach von einer „außergewöhnlichen Wahl.“ Er dankte den 3.200 Wahlhelferinnen und Wahlhelfern für ihr Engagement in Zeiten einer Pandemie. Die Wahlbeteiligung sei „beeindruckend, die höchste seit 24 Jahren.“
Das vorläufige amtliche Endergebnis sieht wie folgt aus:

  • Dr. Frank Nopper: 31,8 %
  • Veronika Kienzle: 17,2 %
  • Marian Schreier: 15 %
  • Hannes Rockenbauch: 14 %
  • Martin Körner: 9,8 %
  • Sebastian Reutter: 4,4 %
  • Michael Ballweg: 2,6 %
  • Dr. Malte Kaufmann: 2,2 %
  • Dr. Ralph Schertlen: 1 %
  • John Heer: 0,8 %
  • Issam Abdul-Karim: 0,6 %
  • Marco Völker: 0,3 %
  • Friedhild Miller: 0,3 %
  • Werner Ressdorf: 0,1 %

Insgesamt haben 218.706 Wahlberechtigte ihre Stimme abgegeben, die Beteiligung liegt bei 49 Prozent. An der Hauptwahl 2012 beteiligten sich 46,7 Prozent.

Der Gemeindewahlausschuss tagt am Dienstag, 10. November, zur Feststellung des amtlichen Wahlergebnisses. Der Ausschuss kommt zwei Tage später erneut zusammen, um über neu eingegangene Bewerbungen zu entscheiden.


Kündigung bei Störung des Hausfriedens

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Stören Mieter empfindlich den Hausfrieden, müssen sie mit der Kündigung der gemieteten Wohnung rechnen. Dabei müssen sie sich auch das Verhalten ihrer Besucher zurechnen lassen. Die Wüstenrot Bausparkasse AG weist auf einen kürzlich vom Bundesgerichtshof (BGH VIII ZR 59/20) entschiedenen Fall hin.

Eine Mieterin lag jahrelang mit den anderen Mietern des Hauses im Streit. Trotz Abmahnung durch die Vermieterinnen änderte sie ihr Verhalten nicht. Die Auseinandersetzungen eskalierten, als der Lebensgefährte der Mieterin bei einem seiner häufigen Besuche andere Mieter schwer beleidigte und bedrohte. Darauf kündigten die Vermieterinnen das Mietverhältnis. Die dagegen eingelegte Klage der Mieterin blieb vor sämtlichen Instanzen erfolglos.

Laut dem BGH kann ein Vermieter die Wohnung kündigen, wenn ein Mieter den Hausfrieden nachhaltig stört. Da Mieter gegenseitig Rücksicht nehmen müssten, dürften die anderen Mieter nicht mehr als unvermeidlich gestört werden. Besonders schwerwiegend sei es, wenn ein Vermieter dem störenden Mieter mit einer Abmahnung die Kündigung androht und dieser dennoch sein Verhalten nicht dauerhaft ändert. Ein Mieter müsse sich auch das Verhalten seiner Gäste zurechnen lassen. Eine Kündigung könne also auch dann erfolgen, wenn die Störungen in erster Linie von Besuchern ausgingen.


Wälder könnten schon bald zum Problem für das Klima werden

NABU-Landeschef Enssle: „Förster müssen als Klimabotschafter aktiv werden“

Durch den Klimawandel ändern sich die Rahmenbedingungen für unsere Wälder rasant. Sie können sich jedoch nur sehr langsam an den Klimawandel anpassen. Gleichzeitig steigen die gesellschaftlichen Erwartungen an den Wald und an die Forstwirtschaft: „Das Multitalent Wald soll Holz liefern, Wasser filtern, Kohlenstoff binden, Tiere und Pflanzen schützen und gleichzeitig noch Arbeitsplatz sowie ein Ort der Erholung und geistigen Inspiration für uns gestresste Menschen sein“, sagt NABU-Landeschef Johannes Enssle anlässlich der heutigen Vorstellung der Waldstrategie 2050 durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Forstminister Peter Hauk in Freiburg.

Es sei daher gut, dass sich die neu gegründete Landesforstverwaltung in einem intensiven Strategieprozess Gedanken darüber mache, wie sich die vielfältigen Ansprüche an die Wälder im Land sinnvoll unter einen Hut bringen lassen. Der NABU wird diesen Prozess auch weiterhin intensiv begleiten.

Große Sorge machen dem NABU-Landeschef die schnellen Klimaveränderungen: „Die Wälder sind die Ökosysteme, an denen wir am schnellsten und eindrücklichsten sehen können, wie dramatisch die Auswirkungen des Klimawandels sind.“ Die Dürre- und Hitzewellen der letzten beiden Jahre seien dabei erst die Vorboten einer noch viel dramatischeren Entwicklung gewesen, die noch bevorstehe. „Wenn es uns nicht gelingt, die Klimakrise abzuwenden, werden wir unsere Wälder in wenigen Jahren nicht wiedererkennen. Die Vorstellung mancher Forstleute, der deutsche Wald könne durch vermehrte Holznutzung das Klima retten, ist völlig realitätsfern. Vielmehr wird der Wald eines der ersten Opfer der Klimakrise sein. Wenn Wälder absterben oder gar brennen, verwandeln sie sich von einer CO2-Senke zu einer CO2-Quelle und werden damit selbst zu einem Treiber des Klimawandels.“

Der NABU appelliert daher an alle Försterinnen und Förster sowie an die rund 260.000 Waldeigentümerinnen und -eigentümer in Baden-Württemberg, sich nicht nur um den eigenen Wald zu kümmern, sondern auch gesellschaftlich noch sichtbarer zu werden. „Försterinnen und Förster müssen sich öffentlichkeitswirksam als Klimabotschafterinnen und -botschafter für den Erhalt unserer Wälder und für mehr Klimaschutz stark machen“, ruft Enssle auf. Diese gesellschaftspolitische Rolle der Forstwirtschaft als Mahner und Warner fehle im aktuellen Entwurf der Waldstrategie 2050 des Landes derzeit noch komplett.


Eichhörnchen: Sympathieträger auf Nussjagd

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Bei einem Waldspaziergang die kleinen Nager beobachten und im Garten unterstützen

Stuttgart.| Mit ihren schwarzen Knopfaugen, dem buschigen Schwanz, ihrem rotbraunen, weichen Fell und der Vorliebe fürs Männchen-Machen sind Eichhörnchen klare Sympathieträger. Bei einem Waldspaziergang lassen sich, mit etwas Glück, jetzt noch viele Tiere beim Sammeln beobachten. Auch in Gärten, auf Friedhöfen und in Parkanlagen mit alten, hohen Bäumen sind die typischen Nadelwaldbewohner ganztags auf Nahrungssuche unterwegs. „Wer möchte, kann die flinken Tiere mit einem Futterpaket im Garten unterstützen“, Stefan Bosch, Eichhörnchen-Experte des NABU Baden-Württemberg.

Hungriger Nager auf Sammeltour
Vor dem Winter nutzen die kleinen Nager in den Gärten das Angebot an Hasel- und Walnüssen, um Winterdepots für schlechte Zeiten anzulegen. „Einzelne Nüsse werden dazu an verschiedenen Stellen in der Erde vergraben. Anders als der Feldhamster, der ein zentrales Nahrungslager anlegt und bewacht, setzen Eichhörnchen auf verstreut liegende, kleine Nahrungsdepots. Da sie keinen Winterschlaf halten, müssen sie täglich auf Sammeltour gehen“, erklärt Bosch. Ihre Hauptnahrung setzt sich dabei aus den Samen von Nadelbäumen wie Fichte, Kiefer und Lärche zusammen. Diese hängen in Zapfen verpackt ab Spätsommer in den Waldbäumen und werden von den Hörnchen den ganzen Winter über regelmäßig geerntet. Hinzu kommen Eicheln und Bucheckern. Ist die Hauptkantine wegen Schnee oder schlechtem Wetter temporär nicht erreichbar, werden die Nahrungsdepots geöffnet, die sie selbst unter geschlossener Schneedecke finden. Allerdings reicht dieser Notvorrat keineswegs den gesamten Winter. Was nicht ausgegraben wird, kann wachsen. So tragen sie mit dem Verstecken zur Verbreitung von Baum- und Straucharten bei.

Futter aus dem Garten
Auch im heimischen Garten kann man Eichhörnchen unterstützen. Wer keine eigenen Haselnusssträucher im Garten hat, kann sie jetzt im Herbst noch pflanzen. Bis diese Früchte tragen, können auch spezielle Futterautomaten mit Futtermischungen aufgestellt werden. Die Haselnüsse schmecken übrigens auch Mäusen und Vögeln, und von den früh blühenden, pollentragenden Kätzchen profitieren die ersten Insekten des Frühjahrs bereits ab Februar.

Tödliche Gefahr: Straßenverkehr
Im Spätherbst steht auch der Fellwechsel vom Sommerfell ins dichtere, besser isolierende Winterfell an. Die Tiere sehen dann mitunter ziemlich struppig und zerzaust aus. Dieses Jahr geborene Junghörnchen wandern spätestens jetzt aus dem Elternrevier ab und sind dann auch abseits von Wäldern zu sehen. „In dieser Zeit queren sie häufiger Straßen und können leichter Opfer des Straßenverkehrs werden. Daher bitten wir Autofahrerinnen und -fahrer, auf Eichhörnchen Rücksicht zu nehmen und aufmerksam zu fahren“, sagt der Eichhörnchenkenner.


Laurents Hörr triumphiert auch 2020 als Champion

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Stuttgarter Motorsportler schreibt Geschichte im Le Mans Cup

Mit ihrem 5,6L V8-Boliden der Prototypenklasse LMP3 bestätigten Laurents Hörr und sein Luxemburger Team DKR Engineering in Portimão die überragenden Leistungen der Saison: Am Samstag sicherte sich der 23-jährige Stuttgarter den zweiten Meistertitel in Folge.

Vor dem Showdown des sechsten und letzten Saisonlaufs war in der Meisterschaft noch für ordentlich Spannung gesorgt. Mit 25 Punkten Vorsprung reiste Laurents Hörr und sein Team an die Algarve. Ein einziger Punkt fehlte noch, um vor den Verfolgern Cool Racing den Sack zuzumachen. Die Voraussetzung dafür war, dass man auf jeden Fall unter den Top 10 das Ziel erreicht und dass Cool Racing möglichst nicht gewinnt.

In diese gute Ausgangslage fiel dann am Donnerstag die Hiobsbotschaft aus Belgien. Jean Glorieux, der angestammte Teamkollege von Hörr konnte aus familiären Gründen nicht nach Portugal reisen. Also musste über Nacht Ersatz gefunden werden, und dies gelang in Person von Wolfgang Triller, Hörrs Copilot aus der European Le Mans Series.

Es blieb spannend, denn Wolfgang Triller qualifizierte am Samstagmorgen den Wagen mit der Startnummer 3 auf Rang 10 in der Startaustellung, während sich die Kontrahenten von Cool Racing die Pole Position sicherten.

Im Rennen selbst ging es dann dramatisch zur Sache, zahlreiche gelbe Flaggen und Safetycar-Phasen wirbelten das Feld immer wieder durcheinander. Triller, zwischendurch auch mal auf Rang 11 zurückgefallen, übergab in der Rennmitte auf Rang 8 an den Stuttgarter Laurents Hörr. Dieser ließ im weiteren Rennverlauf allerdings keinen Zweifel an seinen Titelambitionen und sicherte sich schlussendlich noch P3, womit die Meisterschaft mit 31 Punkten Vorsprung in trockenen Tüchern war.

„Ich bin überglücklich, mein Team hat einen Mega-Job gemacht. Leider konnte Jean nicht mit dabei sein, er hat einen großen Anteil an unserem Erfolg. Danke an Wolfgang Triller, er ist eingesprungen und hat uns im Rennen gehalten.“ so Laurents Hörr direkt nach dem Rennen.

Am Sonntag lief es dagegen in der European Le Mans Series umso unglücklicher für Hörr und seine beiden Teamkollegen François Kirmann und Wolfgang Triller. Zwar konnte der junge Stuttgarter im Zeittraining noch den sensationellen Startplatz 2 herausfahren, doch bereits nach 15 Minuten war das 4h-Rennen gelaufen. Ein anderes Fahrzeug kollidierte mit dem Heck des DKR-LMP3 und so musste das Team an der Box große Teile der Heckpartie ersetzen. Dadurch geriet man mit über 10 Minuten in Rückstand, der nicht mehr einzuholen war. Am Ende war es dann der enttäuschende 10. Platz, in der Meisterschaft Rang 9.


W&W und Wüstenrot gehören zu Deutschlands begehrtesten Arbeitgebern

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Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) und die Wüstenrot Bausparkasse AG haben jüngst vom F.A.Z.-Institut die Auszeichnung „Deutschlands begehrteste Arbeitgeber“ in den Kategorien Finanzdienstleister und Bausparkassen erhalten.

Basis der Studie waren 26 Millionen Aussagen zu den 10.000 mitarbeiterstärksten Unternehmen aus dem Zeitraum vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2020. Diese Aussagen wurden Reputationsfaktoren wie Wirtschaftlichkeit, Produkt- und Serviceleistung, Nachhaltigkeit und Management zugeordnet.

Parallel wurde an die Unternehmen ein strukturierter Fragebogen verschickt, der sieben Themengebiete umfasste: Arbeitsplatzsicherheit, Arbeitszeiten, Gehaltsstruktur, Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Kommunikation, Familienfreundlichkeit und Zusatzleistungen.

Auszeichnung bei CAPITAL-Ausbilderstudie
Eine weitere Auszeichnung erhielt die W&W zudem vom Wirtschaftsmagazin CAPITAL. Laut der Ausbilderstudie 2020 des Magazins gehört die W&W zu „Deutschlands besten Ausbildern“. Bereits zum vierten Mal hat CAPITAL zusammen mit der Talentplattform Ausbildung.de und den Personalmarketing-Experten von TERRITORY EMBRACE die Auszeichnung vergeben.

An der Studie, die von Ende März bis Mitte Juni 2020 lief, konnten Firmen teilnehmen, die mindestens fünf Auszubildende oder drei duale Studenten beschäftigen. Die Unternehmen mussten dabei einen detaillierten Fragenkatalog beantworten.


Corona: Verwaltungsgericht Stuttgart bestätigt Sperrstunde

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Gastronomiebetriebe müssen um 23 Uhr schließen

Stuttgart.| Das Stuttgarter Verwaltungsgericht gibt der Landeshauptstadt Stuttgart Recht und bestätigt die pandemiebedingte Sperrstunde für Gastronomiebetriebe ab 23 Uhr. Gastronomen gingen zuvor gegen die entsprechende städtische Allgemeinverfügung beim Verwaltungsgericht vor. Wie die Stadt mitteilt, hat das Gericht am Freitag, 30. Oktober, die städtische Sperrstundenregelung bestätigt. Einige Gastronomen haben hiergegen Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim eingelegt.

Damit müssen sämtliche Gaststätten ab 23 Uhr zumachen. Lediglich Speisen und alkoholfreie Getränke zur Abholung dürfen ab diesem Zeitpunkt verkauft werden. Diese Regelung gilt vorerst – unter Vorbehalt weiterer gerichtlicher Entscheidungen – bis zum Inkrafttreten der neuen Coronaverordnung des Landes, die die aktuellen Bund-Länder-Beschlüsse ab Montag, 2. November, umsetzen soll. Danach muss unter anderem die Gastronomie für mehrere Wochen komplett schließen.

Zusätzlich zur Sperrstunde gelten in Stuttgart aufgrund der Corona-Pandemie weitere Regelungen: So dürfen Gaststätten im gesamten Stadtgebiet keinen Alkohol auf die Straße verkaufen. Dies gilt unabhängig von der Uhrzeit und der Örtlichkeit. Darüber hinaus darf in bestimmten Bereichen donnerstags, freitags und samstags von 21 Uhr bis 6 Uhr des folgenden Tages von Supermärkten, Kiosken etc. kein Alkohol verkauft werden. Ab 23 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages darf in diesen Bereichen donnerstags, freitags und samstags auch kein Alkohol auf öffentlichen Straßen, Wegen, Plätzen und Anlagen konsumiert werden.