Gebühren bei der Abfallwirtschaft steigen

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Stuttgart.| Im neuen Jahr werden einige Gebühren und Entgelte in der Abfallwirtschaft steigen. Dies hat der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 3. Dezember einstimmig beschlossen und die Abfallwirtschaftssatzung sowie die Satzungen über die Erhebung von Hausgebühren und die Vermeidung und Entsorgung von mineralischen Abfällen entsprechend geändert.

Dabei werden die Restabfallgebühren gegenüber 2020, jeweils in Abhängigkeit von der vorhandenen Behältergröße, um durchschnittlich 2,5 Prozent steigen. Die Gebühren für Großanfallstellen werden um durchschnittlich 2,77 Prozent erhöht, bei Behälteränderungen im Bereich von 60 bis 240 Liter steigen die Kosten von 50 auf 54 Euro, im Bereich der 1,1 Kubikmeter von 62 auf 66 Euro. Zusatzleerungen werden je nach Behälter- und Abfallart zwischen einem und sechs Euro teurer.

Beim Expresssperrabfall erhöhen sich die Gebühren von 69 auf 71 Euro. Bei den vielfältigen Entgelten der mineralischen Deponie steigen ebenfalls die Kosten: Im Bereich des „Verunreinigten Bodenaushubs Klasse 1“ von 26 auf 28 Euro jeweils pro Tonne, bei „Mineralischen Schlämmen Klasse 1“ von 33 auf 34 Euro, bei „Sonstigen mineralischen Abfällen Klasse 1“ von 24 auf 26 Euro. Im Bereich des „Verunreinigten Bodenaushubs Klasse 2“ gibt es eine Erhöhung von 36 auf 38 Euro, bei „Mineralischen Schlämmen Klasse 2“ von 45 auf 46 Euro, bei „Sonstigen mineralischen Abfällen Klasse 2“ von 35 auf 37 Euro und bei Grenzwertigen Abfällen Klasse 2 von 42 auf 44 Euro. Asbest bleibt unverändert bei 78 Euro.

Unverändert bleiben auch die Gebühren beim Bioabfall, für Direktanlieferer an der Abfallverbrennungsanlage Münster und für das Aufstellen von Behältern bei Festen und Veranstaltungen sowie bei brennbaren Renovierungsabfällen auf Wertstoffhöfen, für Mehrmengen bei Sperrabfall und bei der Anlieferung auf Wertstoffhöfen ohne Karte.

Die Abfallgebühren 2021 sind im Ganzen kostendeckend kalkuliert. Da die Gesamtkosten etwa in dem großen Bereich des Restabfalls von 44,4 auf 45,2 Millionen Euro gestiegen, gleichzeitig aber die Altpapiererlöse gesunken sind und weniger Überschüsse aus den Vorjahren eingerechnet werden können, müssen die Gebühren hier entsprechend steigen. Dabei wird beispielsweise auch der Biomüll zu rund zwei Dritteln aus dem Bereich Restabfall subventioniert.


Jahresabschluss 2019 geprüft und festgestellt

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Stuttgart.| Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 3. Dezember den Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2019 einstimmig festgestellt. Zuvor hatten die Stadträtinnen und Stadträte vom Bericht der Stadtkämmerei sowie dem Schlussbericht des Rechnungsprüfungsamts Kenntnis genommen.

Den Jahresabschluss 2019, der mit der aktuellen Corona-Pandemie finanziell noch nicht belastet war, hat die Stadtkämmerei dabei wie folgt festgestellt: Das Gesamtergebnis und damit der Jahresüberschuss beträgt 306,6 Millionen Euro, im Vorjahr waren dies 525,7 Millionen Euro. Die Bilanz zum 31. Dezember 2019 schließt mit einem Volumen in Höhe von 10,66 Milliarden Euro ab, im Vorjahr 10,38 Milliarden. Bei der Gesamtfinanzrechnung beträgt die Änderung des Finanzierungsmittelbestands 143,9 Millionen Euro, im Vorjahr 389,4 Millionen.

Das Rechnungsprüfungsamt hat den Jahresabschluss 2019 daraufhin untersucht, ob bei Einzahlungen und Auszahlungen, Erträgen und Aufwendungen sowie bei der Vermögens- und Schuldenverwaltung nach Gesetz und bestehenden Vorschriften verfahren wurde. Es hat außerdem geprüft, ob Rechnungsbeträge vorschriftsmäßig begründet und belegt und ob der Haushaltsplan eingehalten wurde. „Unsere Prüfungsfeststellungen sind für den Einzelfall bedeutend, wirken sich jedoch auf das Ergebnis nicht so aus, dass sie der Feststellung des Jahresabschlusses entgegenstehen“, sagt dazu der Leiter des Rechnungsprüfungsamts, Andreas Großmann.

Das Rechnungsprüfungsamt hat dem Gemeinderat daher empfohlen, den Jahresabschluss der Stadt für das Haushaltsjahr 2019 festzustellen. Unter anderem schlagen die Prüfer vor, dass die Verwaltung dem Gemeinderat regelmäßig Sponsoringberichte vorlegt, ferner den Abschluss einer Trägerschaftsvereinbarung mit den Kooperationspartnern für die Integrierte Leitstelle Feuerwehr Stuttgart sowie die Verbesserung des Energiemanagements und der Verbrauchsabrechnungen. Ein Schwerpunkt der Prüfungen im Bauwesen war die Abrechnung der Leitungssanierung Höhenpark Killesberg, aufgrund derer eine Rückforderung zugunsten der Stadt über rund 137 000 Euro erhoben werden konnte.


Markus Töpfer neuer Geschäftsführer des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft

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Stuttgart.| Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 3. Dezember Markus Töpfer zum neuen Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) gewählt. Töpfer erhielt 36 von 57 abgegebenen Stimmen. Er folgt Dr. Thomas Heß nach, der zum 31. Januar 2021 in den Ruhestand tritt.

Markus Töpfer wurde am 21. August 1965 geboren. Nach dem Abitur studierte er von 1986 bis 1989 an der Verwaltungsfachhochschule Wiesbaden mit Abschluss Diplom Verwaltungswirt (FH). Von 1989 bis 1997 war er in der Hessischen Landesverwaltung Büroleiter der Verwaltungsfachhochschule Wiesbaden. Danach war er bis 2003 Hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Schmitten im Taunus. 2003 wurde er Geschäftsführer der Rhein-Main Deponie GmbH, eine Tätigkeit, die er bis 2018 ausübte. Von 2007 bis 2018 war er außerdem Geschäftsführer der Main-Taunus Recycling GmbH sowie Geschäftsführer der Rhein-Main Deponienachsorge GmbH. Von 2017 bis 2018 war er Geschäftsführer der Biomasse Rhein-Main GmbH.

Seit 2019 ist er im Bereich Strategie- und Managementberatung selbstständig. Vor dem Gemeinderat sagte Markus Töpfer: „Die Aufgabe der AWS lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Die Stadt muss sauber bleiben. Oberstes Ziel ist daher, die vorhandenen Ressourcen – Personal und Material – möglichst effizient und effektiv einzusetzen.“


Kevin Latzel zum Bezirksvorsteher von Obertürkheim gewählt

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Stuttgart.| Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 3. Dezember Kevin Latzel zum neuen Bezirksvorsteher von Obertürkheim gewählt. Latzel erhielt 47 von 57 abgegebenen Stimmen. Er folgt Peter Beier nach, der seit Januar 2000 Bezirksvorsteher von Obertürkheim ist und in den Ruhestand geht. Latzel wird sein Amt im Februar 2021 antreten.

Kevin Latzel wurde am 28. September 1979 in Remshalden geboren. Von 1996 bis 1999 absolvierte er eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadtverwaltung Fellbach mit anschließender Tätigkeit dort. Zwischen 2001 und 2009 arbeitete er als Assistent der FDP-Fraktion im Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart sowie von 2009 bis 2014 als deren Fraktionsgeschäftsführer und Leiter des Büros der Fraktion. Zwischen 2014 und 2019 folgten Tätigkeiten als Verwaltungsangestellter bei der Landeshauptstadt in der Abteilung Außenbeziehungen, der Abteilung Kinderbüro im Geschäftskreis des Oberbürgermeisters und im Tiefbauamt. Von 2016 bis 2018 durchlief Latzel eine Weiterbildung zum Verwaltungsfachwirt bei der Verwaltungsschule des Gemeindetags Baden-Württemberg. Seit Oktober 2019 ist Kevin Latzel Fraktionsgeschäftsführer und Leiter des Büros der FDP-Gemeinderatsfraktion.

Obertürkheim ist der östlichste Stuttgarter Stadtbezirk. Er setzt sich aus den Gemarkungen Obertürkheim und Uhlbach zusammen und hat rund 8700 Einwohner. Während Uhlbach weitestgehend seinen ländlichen Charakter erhalten hat, ist Obertürkheim in Teilen durch die Ansiedlung von Industriebetrieben geprägt.

Vor dem Gemeinderat sagte Kevin Latzel: „Es herrscht ein großes Wir-Gefühl im Stadtbezirk. Das möchte ich aufgreifen. Ich möchte ein Moderator sein, ein Brückenbauer zwischen den Menschen und der Stadtverwaltung – einer, der anpackt und Entwicklungen vorantreibt. Bürgernähe ist für mich unabdingbar und unverzichtbar.“


Brand im Müllbunker des Restmüllheizkraftwerkes unter Kontrolle

  • Annahme von Müll vorerst nicht möglich
  • Energieversorgung und Müllabfuhr im Kreis Böblingen unbeeinträchtigt

Kreis Böblingen.| Das Feuer im Müllbunker des Restmüllheizkraftwerkes (RMHKW) ist unter Kontrolle, die Löscharbeiten werden jedoch eine Weile andauern. Durch die starke Rauchentwicklung ist es für die Feuerwehr schwierig, zielgerichtet Brandherde und Glutnester zu erkennen und zu löschen.

Müll kann bis auf Weiteres nicht angeliefert werden. Private Anlieferer können derzeit nicht anliefern. Für die Restmüllmengen des Abfallwirtschaftsbetriebes Böblingen hat ein privates Müllentsorgungsunternehmen seine Kapazitäten zur Verfügung gestellt. Damit wird die Müllabfuhr bei Haushalten für Restmüll im Kreis Böblingen nicht beeinträchtigt.

Die Verbrennungsanlage wird derzeit mit Hilfsbrennstoff auf Temperatur gehalten bis die weiteren Schritte geklärt werden können. Die Energieversorgung mit Fernwärme in die Netze der Stadtwerke Böblingen und Sindelfingen ist in jedem Fall gesichert. Ein Reserve-Heizkraftwerk könnte, als Redundanz für das RMHKW, jederzeit hochfahren werden um die Versorgung mit Fernwärme zu übernehmen.

Verletzte hat es nicht gegeben. Die Feuerwehr Böblingen ist mit rund 40 Kräften und 10 Fahrzeugen im Einsatz. Eine Wachbereitschaft stellt den Grundschutz im Stadtgebiet sicher. Auch die Werkfeuerwehr des Mercedes-Benz-Werkes Sindelfingen sowie die Feuerwehr Leonberg sind mit jeweils einem Löschunterstützungsfahrzeug vor Ort, welche zur Entrauchung eingesetzt werden.. Aktuell wird durch die Feuerwehren Steinenbronn und Weil der Stadt sowie der US-Army-Feuerwehr eine weitere Wasserversorgung zum Restmüllheizkraftwerk aufgebaut.

Der DRK-Ortsverein Böblingen stellt mit seinen Kräften und mit Unterstützung benachbarter Ortsvereine die rettungsdienstliche Betreuung der Einsatzkräfte sicher.
Die Dauer des Einsatzes ist momentan noch nicht abzuschätzen.

Der Zweckverband RBB geht nach jetzigem Zeitpunkt davon aus, dass durch den Brand kein größerer Schaden an der Anlage entstanden ist. Den Gebührenzahler wird dies in keinem Fall belasten, da Betriebsausfälle dieser Art versichert sind.


Bietigheim muss auf bessere Zeiten hoffen

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Bietigheim-Bissingen.| Die Handballer der SG BBM Bietigheim bleiben beim Neustart nach ihrer Corona-bedingten Auszeit chancenlos und unterliegen am Mittwoch ersatzgeschwächt dem TV Großwallstadt mit 17:28 (9:10) Toren. Der Aufsteiger entführt hochverdient beide Punkte aus der Viadukthalle nach einem Spiel ohne Zuschauer und unter ungleichen Vorzeichen.

„Ich bin zufrieden und glücklich mit dem Spielverlauf und unserer Entwicklung in den letzten Wochen“, freute sich TVG-Coach Ralf Bader nach dem dritten Auswärtserfolg im neunten Saisonspiel. Für die Bietigheimer Handballer, bis Montag noch in Corona-Quarantäne, war es erst das vierte Match in dieser Runde. Bei den Schwaben stellte sich Jochen Zürn nach dem Spiel den Interviews: „Wir haben gar keinen Rhythmus in dieser besonderen Situation gefunden. Es war heute praktisch zum dritten Mal ein Saisonstart für uns unter schwierigen Vorzeichen“, betonte der Sportliche Leiter der SG BBM. „Das Spiel haben wir letztendlich aufgrund der schwachen Abschlusssituationen und der in der zweiten Hälfte schwächer werden Abwehrleistung verloren.“

Nach überstandener Corona-Erkrankung konnten Jonas Link, Dominik Claus und Christian Schäfer noch nicht eingesetzt werden. Der Ausfall ihrer drei torgefährlichsten Spieler konnte die SG BBM letztendlich nicht kompensieren. Nachdem auch Martin Marcec nach seiner Kreuzbandverletzung noch pausieren musste, war auf dem Spielberichtsbogen sogar noch Platz für Hannes Jón Jónsson. Und auch wenn sich der Bietigheimer Trainer am Ende nicht eingewechselt hat, für die Personalsituation gibt es nur ein Wort: prekär.

Der eine oder andere Spieler war zudem angeschlagen. Tim Dahlhaus beispielsweise sollte nach seinen Schulterbeschwerden noch geschont werden, musste nach dem Ausfall von Dominik Claus aber auf die Zähne beißen. Der Halbrechte warf drei Tore, ließ aber auch wie viele seiner Nebenleute einige Chancen liegen.

„Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen“, analysierte Zürn. „Im ersten Abschnitt haben wir sehr gut verteidigt.“ Mit einer aggressiven Abwehr kamen die Schwaben defensiv gut ins Spiel, konnten dies aber nicht in einen Vorsprung ummünzen. Die SG BBM führte das letzte Mal beim 8:7 nach 22 Minuten, in die Pause ging es mit einem knappen 9:10-Rückstand.

„Es hat nicht an uns gelegen, dass Bietigheim nicht mit einem Vorsprung in die Halbzeit geht“, bemerkte Ralf Bader, auch wenn er Jan Steffen Redwitz ein Extralob aussprach: „Mein Torhüter hat einen Sahnetag erwischt.“ Beide Mannschaften hatten im Angriffsspiel anfangs ihre Schwierigkeiten, Bietigheim einfach zu viele klare Wurfmöglichkeiten vergeben.

Die Tormöglichkeiten sollten für die Hausherren im zweiten Abschnitt immer rarer werden. „Wir haben in der zweiten Halbzeit deutlich besser verteidigt“, sagt dazu Bader. Spätestens nachdem Großwallstadt in der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff nur drei Gegentreffer zugelassen hatte und mit 12:19 Toren führte, war das Pendel zugunsten des Aufsteigers ausgeschlagen. Im Bietigheimer Angriffsspiel fehlten zunehmend die spielerischen Ideen, um Großwallstadt noch ernsthaft zu gefährden.

Wie geht es weiter beim Tabellendritten der letzten Saison? Eine 17:28-Klatsche kann auch unter ganz besonderen Umständen nicht so einfach weggesteckt werden. Bereits am Samstag steht das Spiel beim TV Emsdetten auf dem Programm. „Wir hoffen natürlich, dass unsere drei erkrankten Spieler möglichst bald wieder dabei sein können“; sagt Zürn. Der Zeitpunkt, an dem die Schwaben wieder in ihrer besten Formation und erst recht in ihrer besten Form auflaufen können, scheint noch in einiger Ferne zu liegen.
Bericht: Bernhard Gaus

SG BBM Bietigheim: Edvardsson, Lehmann; Öhler (5), Vlahovic (4), Asmuth (3), Dahlhaus (3), Barthe (1), M. Urban (1), Rentschler, Fischer, L. Urban, de la Peña, Boschen, Bader, Jónsson.

TV Großwallstadt: Redwitz, Adanir; Savvas (6/1), Matijašević (5/2), Eisenträger (4/1), Bandlow (4), Jansen (3), Stark (3), Bransche (1), Corak (1), Busch (1), Natsia, Pfeifer, Spieß, Weit.

Spielverlauf: 4:4 (8.), 8:7 (23.), 8:10 (28.), 9:10 (30.), 11:12 (36.), 12:19 (46.), 16:22 (51.), 17:24 (57.), 17:28 (60.).
Zeitstrafen: Vlahovic (32.), Fischer (44.), Rentschler (56.) – Natsia (49.) Siebenmeter: 0/2 – 4/6
Schiedsrichter: Manuel Lier / Jan Lier (DHB Bundesligakader) Zuschauer: 0 (Halle am Viadukt Bietigheim)


Keine Mietminderung wegen Baulärm in der Nachbarschaft  

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Mieter müssen im Normalfall auch dann die volle Miete zahlen, wenn sie sich durch Baulärm in der Nachbarschaft gestört fühlen. Die Wüstenrot Bausparkasse AG, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH VIII ZR 31/18) hin.

Der Mieter einer Zwei-Zimmer-Wohnung in Berlin minderte die Miete um zehn Prozent, als eine 40 Meter entfernte Baulücke bebaut wurde. Die Vermieterin akzeptierte das nicht und klagte die nicht bezahlte Miete ein. Nachdem das Landgericht Berlin die Mietminderung wegen des mit dem Neubau verbundenen Lärms und Staubs als berechtigt angesehen hatte, kam der Fall zum BGH, der das Urteil aufhob.

Laut der Entscheidung durfte der Mieter die Miete nur reduzieren, wenn die Vermieterin vom Nachbarn verlangen konnte, den Lärm zu mindern. Ein solcher rechtlich durchsetzbarer Anspruch komme aber nur ausnahmsweise in Betracht, wenn der Baulärm das übliche Maß überschreitet und dadurch das Wohnen in den umliegenden Gebäuden wesentlich beeinträchtigt wird. Der BGH verwies daher den Fall an das Landgericht Berlin zurück, das nun die relevanten Fakten recherchieren und neu entscheiden muss.


Die Vorbereitungen für das Kreisimpfzentrum (KIZ) laufen an

Grünes Licht für die Messe Sindelfingen

Kreis Böblingen.| Die Vorbereitungen für die überregionalen und kreisweiten Impfzentren laufen. In einem ersten Schritt sollen ab Mitte Dezember überregionale Zentrale Impfzentren (ZIZ) entstehen; im zweiten Schritt dann ab Mitte Januar je Landkreis mindestens ein kommunales Impfzentrum (Kreisimpfzentrum – KIZ). Im Landkreis Böblingen wird dieses KIZ in der Messe Sindelfingen entstehen, das hat das Sozialministerium heute im Rahmen der Vorstellung der Kreisimpfzentren im Land bestätigt.

Die Messe wurde schon früh als möglicher Standort gemeldet. Sie bietet die räumlichen Voraussetzungen, um für diesen Zweck genutzt zu werden. „Mit dem grünen Licht des Sozialministeriums heute können wir ab sofort in die Planungen einsteigen“, so Landrat Roland Bernhard. „Bereits im Vorfeld der Entscheidung des Sozialministeriums waren wir im Austausch mit dem Messebetreiber, der seine Bereitschaft erklärt hatte, die benötigten Teile des Gebäudes zur Verfügung zu stellen“, so Landrat Bernhard. Als erster Schritt werde nun eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die die weiteren Planungen und nötigen Vorbereitungen koordiniert.

Für die Kreisimpfzentren ist ein 2-Schicht-Betrieb vorgesehen, von 7 bis 14 und von 14 bis 21 Uhr. 60 Impfungen je Stunde sollen in einem KIZ möglich sein. Welche Personengruppen und in welcher Reihenfolge Impfungen durchgeführt werden, wird seitens des Sozialministeriums festgelegt. Es erfolgt, mit Blick auf die Verfügbarkeit des Impfstoffs eine Priorisierung auf Menschen mit einem besonderen Infektionsrisiko (z.B. medizinisches Personal) oder Personen mit dem Risiko für einen schweren Verlauf (z.B. ältere Menschen oder Menschen mit Grunderkrankungen).

In der Messe Sindelfingen wird nach einer Einlasskontrolle zunächst ein Bereich mit Einzelkabinen für die Registrierung der Impfwilligen eingerichtet. Es folgen abgetrennte Bereiche, in denen eine 20minütige Information zur Impfung läuft. Als nächstes sind Kabinen für die ärztliche Aufklärung vorgesehen. Im 4. Schritt erfolgt die Impfung, zusätzlich ist ein kleines Labor geplant. Den Schluss bilden Beobachtungsräume, ähnlich wie man das von den Ruhemöglichkeiten nach einer Blutabnahme kennt. Insgesamt würde der Ablauf von Einlass bis Ende rd. 35 Minuten brauchen, zzgl. der individuellen Ruhezeit am Ende.


Neuer Trainer für Allianz MTV Stuttgart

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Stuttgart.| Keine zwei Wochen nach der überraschenden Trennung von Cheftrainer Giannis Athanasopoulos, der den Verein auf eigenen Wunsch hin verlassen hat kann der Deutsche Meister von 2019 bereits einen Nachfolger bekannt geben. Der norwegische Erfolgscoach Tore Aleksandersen übernimmt ab dem 14.12. und soll den Verein bis zum Saisonende weiter voranbringen.

Nach dem verlorenen Pokalhalbfinale und den darauffolgenden Unruhen in und um das Team von Allianz MTV Stuttgart, soll nun schnellst möglich wieder der Fokus auf die anstehenden Aufgaben gelegt werden. Zwar hat der bisherige Co-Trainer Erik Reitsma seine Aufgabe als Interims-Head-Coach mit zwei Siegen seines Teams hervorragend ausgeführt. Dennoch forcierten die Verantwortlichen im Hintergrund die Suche nach einem neuen Trainer. Mit Erfolg.

Der 52-jährige Aleksandersen ist in der Volleyball Bundesliga kein unbekanntes Gesicht. Bereits 2003 bis 2008 hatte er in Deutschland beim Ligakonkurrenten SSC Palmberg Schwerin seine Wirkungsstätte. In dieser Zeit holte er mit seinem Team zweimal den DVV-Pokal und konnte eine Meisterschaft und eine Vize-Meisterschaft feiern. In der Spielzeit 2010/2011 kehrte er für ein ähnliches kurzes Projekt wie in Stuttgart zurück, um mit Schwerin abermals die Meisterschaft für sich entscheiden zu können.

Neben seinen Engagements in Deutschland kann der Norweger aber auch auf eine erfolgreiche Trainerkarriere im Ausland zurückblicken. Nach Stationen in Norwegen und Polen zog es ihn zuletzt in die türkische Liga. Darüber hinaus coachte er die Nationalmannschaften von Norwegen und Finnland.

Direkt nach dem Champions League Turnier wird Tore Aleksandersen am 14.12. in der SCHAARena das Ruder übernehmen. Bereits wenige Tage später am 19.12. wird er in seinem ersten Pflichtspiel als Headcoach auf seinen ehemaligen Verein, den SSC Palmberg Schwerin, und damit auch auf seinen ehemaligen Co-Trainer Felix Koslowski treffen.

Tore Aleksandersen: „Ich freue mich wirklich sehr darauf, zu Allianz MTV Stuttgart zu stoßen! Ich wollte eine neue Herausforderung, und dies ist die perfekte, denn ich denke, ich kann dem Verein helfen, seine Ziele für diese Saison zu erreichen. Ich freue mich, wieder in Deutschland zu sein, und ich möchte dem Vorstand und der Sportdirektorin von Allianz MTV Stuttgart für das Vertrauen danken, das sie mir entgegenbringen.“

Sportdirektorin Kim Renkema: „Es ist keine leichte Situation mitten in der Saison einen neuen Trainer finden zu müssen. Wir waren auf der Suche nach einem erfahrenen Trainer, der uns bis zum Saisonende mit aller Kraft unterstützt, so dass wir weitersehen können, wie es in der neuen Spielzeit dann weitergehen wird. Mit Tore Aleksandersen haben wir die für uns und auch für ihn wohl ideale Lösung gefunden. Er kennt nicht nur die Bundesliga und verfügt über eine immense Erfahrung, sondern er kennt sich auch mit solchen kurzen und nicht ganz leichten Projekten, wie er es nun hier in Stuttgart angeht, aus. Darüber hinaus sprechen nicht nur seine sportlichen Erfolge für ihn. Menschlich gesehen passt er mit seiner norwegischen Kultur und seinem ganzen Wesen hervorragend zu uns. Wir freuen uns sehr, dass er bei uns ist.“


Wasserball Euro-Cup: Erstes Testspiel gewonnen

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Die SVL-Wasserballer treten am ersten Dezemberwochenende beim LEN Euro-Cup im französischen Aix-en-Prevence an. Der erste Vorbereitungstag in Südfrankreich endet mit einem kleinen Erfolg.

Tag eins des Trainingslagers in Montpellier. Am Montag stand zunächst eine Einheit Krafttraining auf dem Programm. Dann wurde länger und kräftig im Hallenbad auf der 50-Meter-Bahn geschwommen: Ausdauertraining nach der langen Autofahrt von Ludwigsburg nach Südfrankreich.

Danach gab es eine gute Videoanalyse der gegnerischen Mannschaft, sagt der Team-Manager Adrian Jakovcev. Der Trainer habe das sehr gut gemacht, er habe jedem Spieler genau gesagt, wie er sich bewegen solle, was zu tun ist.

Am Abend dann das Testspiel, Schwerpunkt Verteidigung. Das erstes Spiel seit vielen Corona-Monaten: gewonnen. „Wir sind zufrieden, nehmen Erfahrungen mit. Alle sind fit.“ Endlich konnte die Mannschaft mal wieder Wasserball spielen. „Wir sind zufrieden, morgen geht’s weiter.“