Inzidenz 50 stabil unterschritten

  • Der Landkreis kommt in die 2. Stufe des Öffnungskonzepts des Landes
  • Landrat Bernhard: „Die Lockerungen sind lang ersehnt und sehr erfreulich“

Kreis Böblingen.| Die Inzidenz von 50 ist stabil unterschritten – mit Bekanntmachung am 30. Mai stellt der Landkreis Böblingen dies fest, und die damit verbundenen Lockerungen greifen ab 31. Mai 2021.

Mit der Unterschreitung der Marke 50 ist verbunden, dass Treffen im privaten oder öffentlichen Raum mit 10 Person aus bis zu 3 Haushalten möglich sind (Kinder bis einschließlich 13 Jahre werden nicht mitgezählt), der Einzelhandel kann ohne Testpflicht und mit geänderten Regelungen hinsichtlich der Fläche öffnen und Büchereien, Museen u.ä.. können wieder ohne Auflagen öffnen. Aber auch für den Schulbetrieb, der in einer Woche wieder startet, haben die guten Werte Auswirkungen: Für alle Schularten gilt das Abstandsgebot nicht mehr und es kann zum Regelbetrieb zurückgekehrt werden (für die Grundschulen galt das bereits ab Inzidenz unter 100, für Realschulen, Gymnasien, usw. jetzt ab Inzidenz unter 50). Zudem sind Sportausübung im Freien und Tagesausflüge im Klassenverbund wieder gestattet. (Die Regelungen gelten ab 1.6., Schulbeginn ist aber erst am 7.6.)

„Diese neuerlichen Lockerungen sind überaus erfreulich“, äußert sich Landrat Roland Bernhard. „Ich freue mich insbesondere für die jungen Menschen, für die die aktuellen Wochen und Monate ebenfalls eine sehr schwere Zeit darstellen.“ Mit der Rückkehr zum Regelbetrieb und einem Schulalltag ohne Abstandsgebot kämen lang ersehnte Lockerungen im Alltag der Jugendlichen endlich wieder, so der Landrat. „Natürlich gilt es weiterhin, sich an die Masken- und die Testpflicht zu halten. Insbesondere diese regelmäßigen Testungen sind ein wichtiges Instrument, um den Weg der sinkenden Zahlen konsequent weiter zu beschreiten.“

Auch außerhalb des Schulbetriebs sei nun wieder mehr möglich, freut sich Roland Bernhard. „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir im Landkreis Böblingen unsere Fallzahlen zuletzt so schnell nach unten bringen konnten.“ Er freue sich für alle, die jetzt wieder mehr Kontakt pflegen, Sport treiben oder die Gastronomie besuchen können – und natürlich, neben den Nutzern auch für vielen Gastronomen, Einzelhändler und sonstige Dienstleister, die nun ihre Türen wieder öffnen können.

Am 1. Juni tritt der Landkreis Böblingen zudem auch in Stufe 2 des Stufenkonzepts des Landes ein (14 Tage nach Öffnungsschritt 1). Dann sind mit Test- und Hygienekonzept weitere Öffnungen möglich: Beispielsweise kann die Gastronomie dann von 6 bis 22 Uhr öffnen, außerdem können Kulturveranstaltungen innen bis 100, außen bis 250 Personen stattfinden. Wellnessbereiche, Saunen und Schwimmbäder innen und außen in Beherbergungsbetrieben für Übernachtungsgäste können öffnen (1 Person pro 20 m²), ansonsten Wellnessbereiche und Saunen innen und außen für Gruppen bis 10 Personen, Schwimmbäder innen und außen (1 Person pro 20 m²). Kontaktarmer Freizeit- und Amateursport in Sportanlagen, -stätten und -studios (1 Person pro 20 m²) ist innen und außen erlaubt, Veranstaltungen des Spitzen- und Profisports können mit bis zu 250 Zuschauern innen und außen stattfinden. Bei Veranstaltungen zur Religionsausübung ist Gemeindegesang zulässig.

„Bleiben wir bei aller Freude vorsichtig und genießen wir die neuen Lockerungen im Rahmen dessen, was erlaubt ist“, so Landrat Bernhard. Mit Blick auf den Schulbeginn am 7. Juni werde man in der einen Tag später (8. Juni) stattfindenden Sitzung der AG Corona auch darüber diskutieren, ob die Testpflicht für die Kita-Einrichtungen an das Prozedere an den Schulen angeglichen werde, so die Ankündigung des Landrats. „Angesichts der guten Entwicklung werden wir dann auch über eine Anpassung dieser Allgemeinverfügung sprechen.“

Auf der Corona-Informationsseite des Landkreises Böblingen, www.lrabb.de, Informationen zum Corona-Virus, finden sich die entsprechenden Allgemeinverfügungen, die jeweils geltenden Maßnahmen und viele andere Informationen.


Unruhen in der Innenstadt: Stadt und Polizei prüfen Verweilverbot

Stuttgart.| In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist es in der Stuttgarter Innenstadt bei einem Polizeieinsatz zu Festnahmen gekommen, mehrere Polizisten wurden verletzt. Stadt und Polizei prüfen nun ein Verweilverbot an ausgewählten Orten.

Ordnungsbürgermeister Dr. Maier sagte zu den Ereignissen: “Tätliche Angriffe, Sachbeschädigungen in der Stadt und Beleidigungen gegen Polizeibeamte sind durch nichts zu rechtfertigen. Dass die Menschen in der Lage sind, friedlich die Öffnungen des Wochenendes zu begehen, hat sich tagsüber am Samstag gezeigt. Leider gibt es Personen, die die gelöste Stimmung hochkochen lassen und sogar Polizeibeamte angreifen und verletzen.

Aktuell prüfen wir rechtlich und sachlich ein Verweilverbot am Schlossplatz, am Kleinen Schlossplatz und am Oberen Schlossgarten. Dies müsste entsprechend mit dem Land abgestimmt werden. Dieses soll freitags und samstags in der Zeit von 22 bis 6 Uhr bis zum Beginn der Sommerpause Ende Juli gelten. Ein Verweilen und Lagern würde dann an diesen Orten nicht mehr möglich sein. Ein Verweilverbot an einzelnen Plätzen wäre deutlich weniger einschneidend als ein komplettes Aufenthaltsverbot. Stadt und Polizei hoffen, dadurch die nächtlichen Brennpunkte befrieden zu können.

Die Polizei erledigt nach wie vor eine schwierige Aufgabe mit der Kontrolle der Corona-Regeln. Ich danke ihr ausdrücklich für ihren Einsatz. Auch vor dem Hintergrund der vergangenen Nacht stehen wir mit der Polizei weiter im stetigen Austausch zu den Sicherheitsmaßnahmen in der Stadt.“


Stuttgart Reds mit zwei Siegen gegen die Tübingen Hawks

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Stuttgart.| Die Baseballer vom TV Cannstatt besiegen die Tübingen Hawks in ihrem Heimspiel am Freitagabend eindrucksvoll mit 17:0. Das Auswärtsspiel am Samstag in Tübingen war bis zum Schluss spannend, ging aber mit 7:5 verdient an die Stuttgarter. Die Reds fahren somit zwei weitere Siege im Rennen um die Playoff-Plätze ein.

Zum ersten Mal in dieser Saison waren wieder Zuschauer im TVC Ballpark erlaubt. Mit knapp hundert Fans durfte die volle Kapazität leider noch nicht genutzt werden, dennoch war die Stimmung recht ausgelassen, was vor allem an dem fulminanten Start der Reds gelegen haben dürfte. Sollte es wirklich noch jemanden geben, der Baseball langweilig findet, dem sei dieses Spiel im Archiv von Reds TV ans Herz gelegt.

Bereits in der unteren Hälfte des ersten Innings zündeten die Cannstatter ein massives Offensivfeuerwerk. Durch einen Walk und einen Treffer von Elias Macias kam der erste Run für die Roten in Form von Billy Germaine Heim. Einige Walks später füllten sich die Bases mit Spielern der Stuttgarter, welche Reds-Shortstop Xavi Gonzales mit einem heftigen Donnerschlag weit über den Zaun hinter dem Leftfield nach Hause brachte. Grandslam!

Die Hawks-Defensive geriet direkt im Anschluss mit vollen Bases erneut unter Druck, was Elias Macias ohne Umwege mit einem 2-RBI-Basehit bestrafte. Und so blieb dem Headcoach der Tübinger nichts anderes übrig, als schon im ersten Spieldurchlauf den Pitcher zu wechseln, was die Gäste dann auch vor weiterem Schaden im ersten Inning bewahrte. Es blieb vorerst beim 7:0.

Doch bereits im darauffolgenden Inning zeigten die Reds, dass sie heute früh Feierabend haben wollten. Nach jeweils einem Basehit von Jonas Van Bergen und Xavi Gonzales, einem RBI-Basehit von Kruno Gojkovic, lud ein Walk die Bases erneut. Der darauffolgende RBI Basehit von Second Baseman Daniel Zeller erhöhte den Spielstand auf 8:0. Die Bases blieben voller Reds-Läufer und mehr braucht der gefährlichste Schlagmann der Roten, Billy Germaine, nicht wissen, um heiß zu laufen. Fast schon unmenschlich mit was für einer Regelmäßigkeit der Reds-Catcher die Kugel aus dem Ballpark befördert. So kam es wie es kommen musste: Grandslam…schon wieder!

Die Tübinger Offensive konnte da nicht mithalten. Starting Pitcher der Reds Marcel Giraud lies weder Hit noch Punkt zu, konnte in nur vier Innings fünf Strikeouts für sich verbuchen und hatte die Tübinger Schlagmänner somit gut im Griff.

Die Reds-Batter waren hingegen nicht zu halten. Weitere Highlights waren der Sacrifice Fly von Daniel Zeller und ein unglaublicher zweiter Homerun von Billy Germaine, der diesmal aber „nur“ drei Punkte einbrachte. Daraufhin wurde das Spiel aufgrund der Mercy Rule beendet, da die Reds mit mehr als fünfzehn Punkten vorne lagen. Endstand 17:0!
Und so war dieser ereignisreiche Baseball-Abend auch schon wieder vorbei bevor die Fans vor Ort ihre Currywurst ganz aufgegessen hatten.

Das zweite Aufeinandertreffen der beiden Teams am letzten Wochenende fand unter anderen Vorzeichen statt. Starting Pitcher der Tübingen Hawks Joshua Wyant konnte die stets gefährliche Reds-Offensive zumindest streckenweise in Schach halten. Billy Germaine aber machte direkt dort weiter, wo er am Vorabend aufhörte, und pfefferte den Ball beim dritten Pitch des Spiels weit über den Zaun. Diese Naturgewalt lässt sich einfach nicht aufhalten. Auch Kruno Gojkovic, der heute das Centerfield abdeckte, beförderte die Pille mit einem eindrucksvollen Schlag über die Spielfeldbegrenzung und brachte drei weitere Punkte in die Bücher. Ihm folgte Reds-Nachwuchstalent Moritz Van Bergen mit einem RBI Double. Ein satter Schlag von Antonio Horvatic über den Zaun erhöhte die Reds-Führung auf 6:0.

In der Verteidigung fischten die Reds so gut wie alle Bälle aus der Luft und hielten die Weste von Starting Pitcher Dustin Ward vorerst weiß. Es sah also alles nach einer erneut klaren Sache für die Roten aus.

Doch die Hawks hatten sich heute mehr vorgenommen und schafften es, die Reds-Defensive immer wieder mit Läufern auf den Bases unter Druck zu setzen. In Inning sechs brach der Damm schließlich und die Tübinger starteten ihre Aufholjagd. Mit einem Double, zwei Singles und einem Run beendeten die Hawks Dustin Wards Arbeitstag. Für ihn übernahm Yannick Witt auf dem Wurfhügel. Doch ihm fehlte etwas das Spielglück und so gelangen dem Heimteam zwei weitere Runs, bevor Joe Cedano De Leon den Ball in die Hand bekam. Zwar erzielten die Tübinger noch einen weiteren Punkt, doch der neu ins Spiel eingewechselte Reds-Pitcher brachte wieder Ruhe ins Spiel. So konnten die Stuttgarter in den folgenden Innings die Offensivbemühungen der Hawks eindämmen. Erst im neunten und letzten Inning schien es mit einem Walk, einem Wild Pitch und einem weiteren Punkt der Tübinger durch einen Fehler im Infield der Reds noch einmal eng für die Cannstatter zu werden. Doch ein Bilderbuch-Groundout beendete das Spiel zugunsten der Reds. Endstand 7:5.

Die Baseballer vom TV Cannstatt bleiben mit diesen beiden Siegen im Schwabenderby weiterhin auf Kurs in Richtung Playoffs und haben kommende Woche in zwei Spielen gegen die bisher sieglosen IT sure Falcons Ulm beste Vorraussetzungen ihre Siegesserie fortzusetzen.


Der SGV Freiberg Fußball verpflichtet 
Angelo Rinaldi

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Freiberg a. N.| Angelo Rinaldi kommt aktuell vom Regionalligisten SSV Ulm 1846 Fußball. Der 23-jährige Defensivspieler, der auf der rechten Abwehrseite zu Hause ist, wird von der Donau an den Neckar wechseln.

Rinaldi wurde beim FC Winterthur in der Schweiz ausgebildet, bevor er 2016 zum SC Freiburg in die U19 wechselte und mit den Breisgauern 22 Mal in der U19 Bundesliga Südwest spielte. Der Deutsch-Italiener ist 1,83 Meter groß und kann auf fünf Länderspiele für die Deutsche U18-Nationalmannschaft zurückblicken. Für den SC Freiburg II und den SSV Ulm 1846 Fußball absolvierte er bis dato 48 Spiele in der Regionalliga Südwest. Das Jungtalent unterzeichnete in Freiberg einen Einjahresvertrag.

Rinaldi: „Der SGV hat mich in den Gesprächen sofort von seinem spannenden Projekt überzeugen können. Ich freue mich sehr, dass nach einer, für mich schweren Saison, der Wechsel zustande kam und möchte dieses Vertrauen auch gerne zurückzahlen.


Bietigheim kontrolliert die Partie gegen Dessau-Roßlau

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Die Bietigheimer Handballer unterstreichen ihre gute Form in der Schlussphase der Saison und gewinnen mit einer sehr abgeklärten Leistung ihr Heimspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV mit 30:26 (17:13) Toren. In der Tabelle geht es für die Schwaben rauf auf Rang sieben, die beste Platzierung seit dem 17. Spieltag.

„Ich schaue nicht so sehr auf die Tabelle“, sagt Brian Ankersen, „nach sieben Siegen in acht Spielen aber geht es automatisch nach oben.“ Viel wichtiger ist für den Interimstrainer der SG BBM, dass seine Mannschaft Spiel für Spiel ihr Leistungsvermögen aufs Parkett bringt – und das passte auch am Samstag. Gegen den Aufsteiger hatte sich die SG BBM schon früh eine Führung erarbeitet, die die Spieler um Kapitän Jan Asmuth komfortabel verteidigten. „Nach den beiden Derbysiegen haben wir gegen Gummersbach und Hamburg den Faden verloren. Das hat sich heute in der ersten Halbzeit fortgesetzt“, sagte DRHV-Coach Uwe Jungandreas. „Heute hat sich die größere breitere individuelle Klasse durchgesetzt.“

Nach elf Minuten bat der Coach der „Biber“ seine Jungs erstmals zur Besprechung. Bietigheim führte mit 7:3 Toren, zeigte von Beginn an eine sehr konzentrierte Leistung mit wenigen technischen Fehlern im Spielaufbau. „Wir haben konsequent unser Angriffsspiel gespielt. Unser Konzept wird besser und besser“, freute sich Ankersen über die Anfangsphase seines Teams. Die SG BBM agierte meist mit einem doppelten Angriff-Abwehr-Wechsel. Für Patrick Rentschler und Paco Barthe kamen im Positionsangriff Jonas Link und Jonathan Fischer aufs Feld. Dennoch funktionierte auch das Tempospiel der Hausherren mit erfolgreichen Abschlüssen über Martin Marčec und Christian Schäfer. Und Jonathan Fischer war am Kreis brandgefährlich. „Wir hätten schon zur Pause mit acht Toren führen können“, sagte Ankersen, „da fehlte uns ein wenig die Konsequenz.“ Aber auch Philip Ambrosius hatte mit sieben Paraden im ersten Abschnitt etwas dagegen, hielt Dessau-Roßlau beim 17:13-Stand zur Halbzeit auf Tuchfühlung.

Über die volle Spielzeit gingen die bessere Abwehrleistung und das Torhüterduell am Samstag jedoch an die SG BBM und an deren Keeper Aron Edvardsson. Über den Innenblock ließ Bietigheim wenig zu. Schnelle Tore übers Tempospiel, eine Stärke des Aufsteigers, waren von den Gästen kaum zu sehen. Die acht Tore Differenz leuchteten schließlich nach 47 Spielminuten auf der Anzeigentafel auf, auch weil Bietigheim konsequent den Angriffsdruck hoch und die Spielkontrolle behielt. Jan Asmuth markierte die höchste Führung der SG BBM zum 26:18. Bietigheims bester Werfer war auch am Samstag der im Liga-Ranking führende Christian Schäfer mit sieben Treffern.

Es war keine überharte Partie im Gange, wie insgesamt 16 Zeitstrafen auf beiden Seiten vermuten lassen. Die Zwei- Minuten-Flut war eher der Linie der beiden Unparteiischen Maximilian Engeln und Felix Schmitz geschuldet und hatte am Ende wenig Einfluss auf den Spielverlauf.

Bietigheim bekam in der Schlussphase ein wenig Probleme mit der offensiveren Abwehrvariante des DRHV und musste den Fuß spürbar vom Gaspedal nehmen. Der Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt nutzte dies immer wieder über seinen besten Werfer Jörn Persson im rechten Rückraum zur Ergebnisverbesserung. „Wir haben das heute kämpferisch besser gemacht als zuletzt“, kommentierte Jungandreas die Schlussphase seines Teams. „Jetzt müssen wir aber in den nächsten Spielen eine Schippe drauflegen.“

SG BBM Bietigheim: Edvardsson, Lehmann; Schäfer (7/3), Fischer (5), Claus (4), Marčec (3), Link (3), de la Peña (2), Barthe (2), Asmuth (2), Vlahovic (1), L. Urban (1), Rentschler, Dahlhaus, Öhler.

Dessau-Roßlauer HV 06: Ambrosius, Malek; Persson (7), Sohmann (5/3), Scheithauer (4), Hrstka (3/2), Löser (2), Zahradnicek (2), Emanuel (1), Seidler (1), Neumann (1), Danneberg, Bielzer, Gliese, Schmidt, Saleh.

Spielverlauf: 7:3 (12.), 8:6 (15.), 14:9 (23.), 17:13 (30.), 22:15 (38.), 26:18 (48.), 27:22 (55.), 30:24 (59.), 30:26 (60.).
Zeitstrafen: Rentschler (8., 34.), Claus (13.), Dahlhaus (18.), Vlahovic (28.), Fischer (51.), Barthe (58.) – Seidler (4.), Schmidt (14.), Scheithauer (18.), Persson (22., 32.), Zahradnicek (25.), Neumann (42.), Gliese (47.), Bielzer (54.)
Siebenmeter: 3/3 – 5/6
Schiedsrichter: Maximilian Engeln / Felix Schmitz (DHB Nachwuchskader)
Zuschauer: 0 (Sporthalle am Viadukt, Bietigheim)


Personalveränderungen beim Oberligisten SGV Freiberg

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Verträge mit Mario Ebenhofer, Frano Buhovac, Talha Özen und Leon Cerkez, werden nicht verlängert.

Freiberg a. N.| Mario Ebenhofer und Leon Cerkez lösten ihre Verträge aus privaten Gründen auf, Frano Buhovac konnte in Freiberg leider seine Ambitionen nicht verwirklichen und das U19 Eigengewächs Talha Özen möchte sich mit seinem Wechsel zu Türkspor Neckarsulm mit mehr Spielzeiten weiterentwickeln.

Der SGV Freiberg Fußball bedankt sich bei allen für ihr Engagement und wünschen viel Glück und Erfolg auf ihrem weiteren Weg!

Foto: SGV Freiberg Fußball

Freiberg verlängert Verträge mit Kevin Ikpide und Dean Melo.
Kevin Ikpide (linkes Bild) kam in allen 13 Ligaspielen und 4 Pokalspielen der annullierten Saison zum Einsatz. Der 23-jährige, 1,88 große defensive Mittelfeldspieler kam von Kickers Offenbach nach Freiberg und entwickelte sich zur festen Größe im Team.

Das 19-jährige, 1,80 große, Stürmertalent Dean Melo, ist ein Freiberger Eigengewächs. Er kam in seiner ersten (Rumpf)Saison zu 2 Oberligaeinsätzen und 3 Pokalspielen (1 Tor). Der SGV setzt weitere zwei Jahre auf sein vorhandenes Potential und gibt ihm die Chance sich in einem starken Kader weiter zu entwickeln.


Allianz-MTV: Neuzugang aus den Niederlanden

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Stuttgart.| Eline Timmerman wechselt vom Ligakonkurrenten Ladies in Black Aachen an den Neckar. Mit der Verpflichtung der niederländischen Nationalspielerin ist der Mittelblock beim Vizemeister aus Stuttgart komplett.
Die 22-jährige Timmerman wurde in Rijssen geboren, wo auch ihre Volleyballkarriere begann. Nach Stationen im Talentteam Papendal, bei Alterno Apeldoorn und Eurosped Twente spielte die Niederländerin in der vergangenen Spielzeit bereits in der Volleyball Bundesliga für die Ladies ins Black Aachen. In Stuttgart unterschreibt Eline Timmerman ein Zwei-Jahres-Vertrag bis 2023.
Die 1,91m große Mittelblockerin gab im Rahmen der Volleyball Nations League ihr Debüt in der niederländischen Nationalmannschaft, mit welcher sie auch aktuell in Rimini unter anderem gegen das deutsche Nationalteam um den begehrten Cup kämpft.
Sportdirektorin Kim Renkema: „Eline ist ein enorm großes Talent in der Volleyballwelt. Dies hat sich bereits in ihrer Zeit bei holländischen Vereinen abgezeichnet. In Aachen hat sie sich dann weiterentwickelt und konnte sich so einen Stammplatz erkämpfen. Auch bei der momentan stattfindenden Nations League macht sie einen sehr guten Job und lernt permanent dazu. Ich bin sicher, dass Eline ein unglaublich großes Potential mit sich bringt und wir sehr viel Freude mit ihr in Stuttgart haben werden. Mir war es sehr wichtig, dass wir Eline für zwei Jahre verpflichten konnten. Nur so haben wir gemeinsam die Möglichkeit ihr Talent weiterzuentwickeln, was auch eines ihrer Ziele ist. Bereits heute gehört Eline zu den Großen in ihrem Sport, aber wir sind davon überzeugt, dass wir aus ihr noch viel viel mehr herausholen können. Ich freue mich sehr, dass wir sie für Stuttgart gewinnen konnten.“
Trainer Tore Aleksandersen: „Mit Eline haben wir eines der größten Mittelblock-Talente in der Liga verpflichtet. Sie spielt schon jetzt auf einem sehr hohen internationalen Niveau. Dies hat sie bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, sie für Allianz MTV Stuttgart zu gewinnen und ich kann es kaum abwarten mit ihr in die tägliche Arbeit einzusteigen. Wir haben in der neuen Saison drei sehr gute Mittelblockerinnen mit Juliet, Mira und Eline. Ich war sehr beeindruckt von all dem, was ich von ihr bereits gesehen habe, als wir gegen Aachen gespielt haben. Nicht nur die erzielten Punkte sprechen für sie, sondern auch ihre Einstellung. Ich freue mich wirklich, dass wir eine Mittelblockerin auf diesem Niveau verpflichten konnten, denn ich weiß jetzt schon, dass sie eine wichtige Rolle im Team spielen und mit ein Schlüssel zum Erfolg sein wird.“


Die ersten Heimspiele seit fast einem Jahr

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Wasserball: Bundesliga-Turnier im Freibad

Ludwigsburg.| Die SVL-Wasserballer spielen am Wochenende das erste von zwei noch ausstehenden Bundesligaturnieren. Gegen den SSV Esslingen, die White Starks Hannover und die SG Neukölln werden die Plätze fünf bis acht ausgespielt. Zuschauer sind wegen Corona leider noch nicht zugelassen.

„Wir freuen uns, ein Heimspiel organisieren zu dürfen“, sagt der SVL-Teammanger Adrijan Jakovcev. Fast ein Jahr lang habe die Mannschaft „in ganz Deutschland“ gespielt – nur eben nicht daheim in Ludwigsburg. Das erste von zwei noch ausstehenden Turnieren der laufenden Bundesliga-Sai son findet jetzt am Samstag und am Sonntag in Freibad Hoheneck statt. Leider ohne Zuschauer.

Zunächst hatte es so ausgesehen, als ob zumindest 100 Zuschauer für die Parteien zugelassen werden könnten, doch dann waren die Coronazahlen kurzzeitig wieder gestiegen. Seit ein paar Tagen fällt die Inzdenz jedoch und befindet sich auf mittlerweile auf Bundesniveau, doch das hilft für das Turnier leider nicht. Frühestens Anfang kommender Woche sind in Ludwigsburg Lockerungen der Beschränkungen möglich – inklusive Öffnung des Freibads für alle.

Bei der geschlossenen Veranstaltung am Wochenende kommt wieder ein strenges Hygienekonzept zum Einsatz, alle Spieler werden unmittelbar vor Turnierbeginn auf Corona getestet. Mit Blick auf die fehlenden Zuschauer sagt der Team-Manager: „Wir freuen uns trotzdem.“ Ein paar Spieler seine zwar angeschlagen, aber „wir werden motiviert in die Spiele gehen“. Wenn alles optimal läuft, dann winkt schlussendlich Platz fünf – das wäre eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, das mit Platz sechs beendet worden ist.

Der SVL hat jetzt sieben Wochen lang kein Pflichtspiel absolviert. Die eigentlich geplanten Relegationsspiele gegen den Duisburger SV waren wegen eines Corona-Falls bei Duisburg abgesagt worden. Daraufhin wurde entschieden, dass die Spiele nicht nachgeholt werden. Das Gruppe B Team aus Duisburg spielt um die Plätze neun bis zwölf.

Nun gilt es also für den SVL, an den kommenden beiden Wochenenden nochmal Vollgas zu geben. Nach dem Turnier in Ludwigsburg ist vor dem Turnier: am ersten Juniwochenende treffen sich die vier Teams aus Ludwigsburg, Esslingen, Hannover und Neukölln zum Abschlussturnier im Vereinsbad des SSV Esslingen.

Damit neigt sich eine kuriose Saison dem Ende entgegen, eine Saison, bei der der Deutsche Meister bereits gekürt worden ist. Waspo Hannover hat am vorigen Sonntag die Finalserie der 100. Deutschen Wasserball-Meisterschaft seit 1912 gegen Spandau für sich entscheiden. Das mittelfristige Ziel für den SVL bleibt laut Team-Manager ganz oben in der Bundesliga mitzumischen.


Hinspiel vergessen machen

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Die Saison der 2. Handball-Bundesliga biegt auf die Zielgerade ein. Am 34. Spieltag empfängt die SG BBM Bietigheim am Samstag (19.30 Uhr) den Dessau-Roßlauer HV. Der Aufsteiger liegt wie die Schwaben im gesicherten Mittelfeld. Die Partie findet unverändert ohne Zuschauer statt und wird im kostenfreien Livestream aus der Viadukthalle auf www.sportdeutschland.tv übertragen.

Sechs Spiele lang gibt noch Interimstrainer Brian Ankersen an der Seitenlinie die Kommandos bei der SG BBM. In drei Heim- und drei Auswärtsspielen ist für die Bietigheimer Handballer selbst noch der vierte Tabellenplatz in Reichweite. Nach unten sind die Schwaben mit 31:29 Punkten und Rang 8 längst abgesichert. Und auch für die Gäste aus Sachsen-Anhalt dürfte der Klassenerhalt bei aktuell 27:35 Zählern nur noch reine Formsache sein. Für die Würze in diesem Mittelfeld-Duell sorgt das Resultat des Hinspiels. Mit 39:26 Toren wurden die SG BBM Ende Dezember regelrecht aus der Dessauer Anhalt-Arena geschossen.

So ein Stachel kann tief sitzen. Es war ein rundweg gebrauchter Dezember-Tag für die Mannschaft um Kapitän Jan Asmuth. Bälle landeten reihenweise in den Händen des Aufsteigers, bestenfalls am Dessauer Torgebälk oder beim starken DRHV-Keeper Philip Ambrosius, während Bietigheim auf der Gegenseite, vom Tempospiel des Aufsteigers überrollt, die höchste Zahl an Gegentoren in dieser Runde hinnehmen musste. Die Mannschaft von Uwe Jungandreas wirbelte zu Saisonbeginn die Liga durcheinander und machte auch vor etablierten Teams nicht halt. Die „Biber“ aus der 80.000 Einwohner zählenden Stadt in Sachsen-Anhalt erzielten gegen die SG BBM schließlich ihren höchsten Saisonerfolg. Mittendrin mit Max Emanuel im rechten Rückraum ein Spieler mit Bietigheimer Vergangenheit. Der 26- Jährige spielte fünf Jahre an Metter und Enz, ehe er zur aktuellen Saison zum Meister der 3. Liga Nord-Ost wechselte. Die Torschützen des Tages für Dessau-Roßlau hießen aber Oliver Seidler (Kreis), Timo Löser oder Jakub Hrska. Der 30-jährige Tscheche spielt mit seinen 168/47 Toren als Flügelflitzer und Siebenmeterverwerter in derselben Liga wie Christian Schäfer. Bietigheims Top-Torewerfer führt mit 203/87 Toren die Statistik der 2.HBL an, Hrska folgt auf Rang 3. Und Löser ist mit 136 Feldtoren einer der erfolgreichsten Werfer aus dem linken Rückraum.

Trotz der Offensivqualitäten auf beiden Seiten könnten die Defensivleistungen am Samstag das Spiel bestimmen. So wie beim jüngsten 25:21-Erfolg der SG BBM bei den Rimpar Wölfen, als Bietigheim mit einer aufmerksamen und engagierten Abwehrleistung und einem Aron Rafn Edvardsson im Tor in Topform Spiel und Punkte auf seine Seite zog. Sechs Siege aus den letzten sieben Spielen zeigen, dass sich die SG BBM nach den vielen schwankenden Leistungen im Saisonverlauf erfolgreich stabilisiert hat und sich einen Auftritt wie im Dezember nicht mehr leisten wird.

Der Dessau-Roßlauer HV reist mit zuletzt zwei Heimniederlagen im Gepäck in Schwabenland, die allerdings gegen die Top-Teams der Liga aus Gummersbach und Nettelstedt einkalkuliert werden mussten. Der Aufsteiger gibt sich deshalb unverändert angriffslustig. „In den letzten Spielen muss jetzt wieder mehr von uns kommen“, wird Dessaus Rückraum-Talent Yannick Danneberg zitiert.


Landkreis kommt in die 2. Stufe des Öffnungskonzepts des Landes

14 Tage nach Stufe 1 greifen ab 1. Juni die nächsten Lockerungen – zudem ist man bereits unter der 50er-Marke

Kreis Böblingen, 27.05.2021.| Der Landkreis Böblingen kann angesichts stetig sinkender Zahlen die zweite Stufe des Öffnungskonzepts beschreiten. Parallel rückt das Unterschreiten der nächsten Marke von 50 an fünf aufeinander folgenden Werktagen in greifbare Nähe.

Das Stufenkonzept des Landes sieht vor, dass ein Land- oder Stadtkreis 14 Tage nach Öffnungsschritt 1, wenn die Inzidenz stetig weiter gesunken ist, in Stufe 2 kommt. Ausgehend vom 17. Mai, an dem man in Stufe 1 gekommen war, sind die 14 Tage im Landkreis Böblingen am 31. Mai vorbei. „Wir freuen uns über die weiteren Lockerungen, die mit einer sinkenden Inzidenz möglich werden“, erklärt Landrat Roland Bernhard. „Warum unsere Zahlen so gut sind, darüber lässt sich letztlich nur spekulieren; aber wir sind stolz auf unser hervorragendes Testkonzept und das gute Netz an Teststellen.“ Am Montag, 31. Mai, wird festgestellt, dass die neuerliche Frist verstrichen ist, ab Dienstag, 1. Juni, treten die neuen Regelungen in Kraft.

In Stufe 2 sind zusätzliche Öffnungen mit Test- und Hygienekonzept möglich (mit tagesaktuellem Coronatest und Hygienemaßnahmen sowie Kontaktdokumentation). Beispielsweise kann die Gastronomie nun von 6 bis 22 Uhr öffnen, (innen 1 Gast pro 2,5 m², Tische mit 1,5 m Abstand, und außen unter Einhaltung der AHA-Regeln). Außerdem können Kulturveranstaltungen innen bis 100 Personen, außen bis 250 Personen stattfinden. Wellnessbereiche, Saunen und Schwimmbäder innen und außen in Beherbergungsbetrieben für Übernachtungsgäste können öffnen (1 Person pro 20 m²), ansonsten Wellnessbereiche und Saunen innen und außen für Gruppen bis 10 Personen, Schwimmbäder innen und außen (1 Person pro 20 m²). Kontaktarmer Freizeit- und Amateursport in Sportanlagen, -stätten und -studios (1 Person pro 20 m²) ist innen und außen erlaubt, Veranstaltungen des Spitzen- und Profisports können mit bis zu 250 Zuschauern innen und außen stattfinden. Bei Veranstaltungen zur Religionsausübung ist Gemeindegesang zulässig.

Zudem geht es parallel zum Stufenkonzept um die weitere wichtige Inzidenzmarke von 50. Diese ist im Landkreis Böblingen erstmals am Dienstag, 25. Mai, unterschritten worden. Damit die mit einer Inzidenz unter 50 verbundenen Lockerungen greifen, muss die Marke an fünf aufeinander folgenden Tagen unterschritten sein. Zählt man den 25. Mai als ersten Tag, dann wäre Samstag, 29. Mai, der fünfte Tag. Nach Bekanntmachung am Sonntag, 30. Mai, über die Website des Landkreises, könnten die weiteren Regelungen ab Montag, 31. Mai, gelten.

Mit dieser Unterschreitung der 50 wäre dann verbunden: Treffen im privaten oder öffentlichen Raum mit 10 Person aus bis zu 3 Haushalten (Kinder bis einschließlich 13 Jahre werden nicht mitgezählt), der Einzelhandel kann ohne Testpflicht und mit geänderten Regelungen hinsichtlich der Fläche öffnen, Büchereien und Galerien können ohne Auflagen öffnen.

Auf der Corona-Informationsseite des Landkreises Böblingen, www.lrabb.de, Informationen zum Corona-Virus, ist die jeweils aktuelle Fassung der Corona-Verordnung des Landes verlinkt. Insbesondere finden sich die dargestellten Regelungen i.Z.m. Stufenkonzept und Erreichen 50er-Marke in einem Merkblatt „Auf einen Blick“.