Softball: Deutschland gewinnt zweimal gegen die Schweiz

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Deutsche Softballnationalmannschaft schließt Kadermaßnahme mit zwei klaren Siegen über die Schweiz ab.

Für die Deutsche Softballnationalmannschaft stand das lange Pfingstwochenende ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die Europameisterschaften Ende Juni. Zunächst standen in Regensburg am Samstag und Sonntag je ein Double-Header gegen die Nationalmannschaften aus Tschechien und Österreich auf dem Plan, bevor am Montag auf dem Softballplatz des Turnverein Cannstatt die Schweizer „Nati“ der abschließende Gegner einer überaus erfolgreichen Spieleserie war.

Das deutsche Team begann die erste Partie mit der Battery Claudia Volkmann am Pitching Rubber und Alex Strüwe hinter der Home Plate. Von Beginn an hatte Volkmann das Schweizer Team gut im Griff, ebenso wie Hannah Held, die zwischenzeitlich übernahm. Im Konzert mit einer fehlerfreien Defense ließen sie keinerlei Runs zu und gaben in 7 Innings lediglich 4 Hits sowie 2 Walks, bei 11 Strike Outs ab.

Offensiv war Team Deutschland von Beginn an konzentriert und aggressiv, erzielte 10 Hits, zwang die Schweizerinnen zu 6 Errors und punktete mit Ausnahme des zweiten Durchgangs in jedem Inning. Harte Hits, gemischt mit konsequentem „Small Ball“ und den erzwungenen Fehlern in der gegnerischen Defensive brachten am Ende einen ebenso klaren wie verdienten 10:0 Sieg in Spiel 1.

Spiel 2 begann Deutschland mit der Battery aus Pitcherin Lee Lankhorst Catcherin Jenny Weil. Auch insgesamt spielte Deutschland nun mit einer fast komplett veränderten Aufstellung, das Resultat bleib aber ähnlich wie in Spiel 1. Lee Lankhorst gab im Verbund mit Mara Sandner ebenfalls nur 4 Hits und 3 Walks ab, bei 7 Strike Outs und einem Error im Feld und ließen auch in Spiel 2 keinen gegnerischen Run zu.

Deutschland konnte hingegen in den ersten beiden Innings jeweils einen Run vorlegen und mit einem Big Inning in Durchgang drei insgesamt 7 Runs nachlegen, die das Spiel faktisch entschieden. In den vier folgenden Innings dominierten auf beiden Seiten die Defensivreihen und so blieb es am Ende beim Ergebnis von 9:0 für das Team des Deutschen Baseball- und Softballverbandes.

Insgesamt eine sehr erfolgreiche Kadermaßnahme für die deutschen Damen, die gleich am Samstag ein Ausrufezeichen setzen konnten, als sie dem Team aus Tschechien, immerhin die Nummer drei der europäischen Rangliste einen 1:0 Sieg abringen konnten und das Spiel 2 mit 4:1 auch nur sehr knapp abgeben mußten. Gegen Österreich konnte beide Spiele mit /:0 und 10:3 Runs deutlich gewonnen werden und gegen die Schweiz konnte man sogar zwei Shut-Outs erreichen.

Aus Stuttgarter Sicht mindestens genauso erfreulich war die Leistung von Eigengewächs Jenny Weil, die neben fehlerfreier Defense auch offensiv überzeugen konnte. Für sie standen am Ende des Tages 2 Singles, 1 Double, 1 Run, 2RBI zu Buche.

Nachdem auch das Wetter mitspielte, war das Corona-bedingte Fehlen von Zuschauern eigentlich der einzige Wermutstropfen und so hoffen die Reds darauf die Nationalmannschaft wieder einmal im TVC-Ballpark begrüßen zu dürfen, wenn Corona endlich hinter uns liegt und dann auch wieder Zuschauer erlaubt sein werden.


SN investiert in die Stromversorgung rund um Pragsattel

Stuttgart.| Am kommenden Wochenende muss die Stuttgart Netze die Heilbronner Straße in Fahrtrichtung Zuffenhausen etwa auf Höhe des Polizeipräsidiums sperren. Grund ist der Bau einer Leerrohrtrasse für neue Stromleitungen. Die Sperrung dauert von Freitag, 28. Mai, 21 Uhr bis Montag, 31. Mai, 5 h an. Der Verkehr wird über die Siemens- und Borsigstraße umgeleitet. Auch Fußgänger und Fahrradfahrer entlang der Heilbronner Straße sind betroffen. Der Straßentunnel unter dem Pragsattel wird von den Arbeiten dagegen nicht tangiert und bleibt die ganze Zeit über regulär geöffnet.

Der Bau der Leerrohrtrasse unterhalb der Heilbronner Straße ist Teil eines größeren Projekts. Startschuss war im Sommer 2020. Dabei verlegt die Stuttgart Netze vom Umspannwerk Löwentor (Pragstraße 180) über die Straße „Im Götzen“ bis zur Stresemann-, Siemens- und Leitzstraße neue Stromleitungen. Die nun geplante Leerrohrtrasse ist elementar, um die neuen Leitungen später miteinander verbinden zu können.

Grund für das Projekt ist der Lastzuwachs rund um den Pragsattel. Dort sind bereits einige Neubauten entstanden. Mit dem „Porsche Tower“ und einem neuen Hotel in der Leitzstraße werden dort aktuell weitere Gebäude errichtet. Die Stuttgart Netze bringt das Stromnetz in diesem Gebiet deshalb grundlegend auf den neuesten Stand.


Ein Jahr nach Scheidung erlöschen Rechte an Ehewohnung

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Geschiedene können unter bestimmten Voraussetzungen von ihren Ex-Partnern verlangen, ihnen die Ehewohnung zur alleinigen Nutzung zu überlassen. Eine einvernehmliche Regelung oder ein Antrag bei Gericht müssen jedoch spätestens ein Jahr nach rechtskräftiger Scheidung erfolgen. Danach erlöschen eventuelle Rechte. Die Wüstenrot Bausparkasse, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf eine aktuelle Entscheidung des Bundesgerichtshofs (XII ZB 243/20) hin.

Im entschiedenen Fall zog ein Ehemann aus der ihm allein gehörenden Eigentumswohnung aus. Nach der Scheidung verlangte er von seiner Ex-Frau, dass sie aus seiner Wohnung ausziehe. Da auch ein Jahr nach der Scheidung keine einvernehmliche Lösung zustande kam, verklagte der Mann seine Ex-Frau, die Wohnung herauszugeben und zu räumen. Das Gericht gab ihm Recht.

Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass die Frau weder zu einer einvernehmlichen Regelung bereit war noch gerichtlich beantragte, ihr Ex-Partner solle ihr seine Wohnung vermieten. Ein solcher Antrag wäre bis zu einem Jahr nach rechtskräftiger Scheidung möglich gewesen. Er könne im Allgemeinen damit begründet werden, dass einer der Partner und die im Haushalt lebenden Kinder auf die Wohnung stärker als der andere Partner angewiesen sind oder ein Auszug eine besondere Härte darstellen würde. Da jedoch inzwischen mehr als ein Jahr seit der Scheidung verstrichen war, seien eventuelle Rechte der Frau erloschen. Eine zeitliche Befristung solcher Rechte sei notwendig, damit baldige klare Verhältnisse und Rechtssicherheit geschaffen werden. Eine ungeklärte Rechtslage über einen längeren Zeitraum würde nicht im Einklang mit Artikel 14 des Grundgesetzes stehen, der Eigentümer vor übermäßigen Eingriffen in ihr Eigentum schützt.


Belgische Nationalspielerin schlägt in Stuttgart auf

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Stuttgart.| Nach dem Abgang der beiden Zuspielerinnen musste Allianz MTV Stuttgart auf den Transfermarkt tätig werden. Schnell wurden die Verantwortlichen fündig. Ilka van de Vyver unterzeichnet einen Jahresvertrag und wird in der neuen Saison im Zuspiel die Strippen ziehen.

Die 29-jährige belgische Nationalspielerin kehrt somit nach drei Jahren im Ausland zurück in die Volleyball Bundesliga. Geboren wurde die 1,79m große van de Vyver in Dendermonde als Tochter des belgischen Julien van de Vyver. Somit wurde ihr das Talent bereits in die Wiege gelegt. An einer Volleyballschule nahe Brüssel legte sie den Grundstein ihrer Karriere, bevor sie 2009 beim belgischen Erstligisten Asterix Kieldrecht ihren ersten Profivertrag unterzeichnete. Nach drei sehr erfolgreichen Jahren in der belgischen Liga, in denen sie mit ihrem Team drei Meisterschaften in Folge und zwei Pokalsiege feiern konnte, folgten Stationen in Frankreich (RC Cannes), Italien (Il Bisonte Firenze) und Slowenien (Calcit Volley). In dieser Zeit konnte die Zuspielerin weitere vier nationale Meistertitel sowie einen weiteren Pokalerfolg für sich verbuchen. Mit dem RC Cannes zeigte sie zudem in der CEV Champions League ihr Talent. In der Saison 2017/18 schnupperte van de Vyver das erste Mal Bundesligaluft, als sie für den Ligakonkurrenten Rote Raben Vilsbiburg ans Netz ging. Nach zwei Jahren in Niederbayern zog es das Energiebündel erneut ins Ausland. In ihren zwei Jahren in Rumänien bei CSM Targoviste konnte sie erneut einen nationalen Meistertitel sammeln.

Auch für das belgische Nationalteam ist Ilka van de Vyver bis heute aktiv. Nachdem sie 2009 ihr Debüt in der U18-Nationalmannschaft gab und direkt Europameisterin und Dritte bei der Weltmeisterschaft wurde, ist sie seit 2013 fester Bestandteil der A-Nationalmannschaft. Mit dieser konnte sie unter anderem einen dritten Platz bei der EM 2013 verbuchen. Darüber hinaus folgten viele Platzierungen und Teilnahmen an Europa- und Weltmeisterschaften sowie an World Grand Prix und der Volleyball Nations League.

Sportdirektorin Kim Renkema: „Wir haben eine erfahrene Zuspielerin gesucht, denn wir stehen noch immer hinter dem Konzept auf Erfahrung und Talent zu bauen. Ilka weist sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene bereits sehr viel Erfahrung auf. Neben Clubstationen in Deutschland und im europäischen Ausland ist sie bereits jahrelang die erste Zuspielerin der belgischen Nationalmannschaft und begleitet in dieser auch das Amt der Mannschaftskapitänin. Zudem ist sie eine extrovertierte Person, die immer sehr viel Energie in ein Spiel bringt. Genau das haben wir für die kommende Spielzeit gesucht. Das sie für einen Wechsel nach Deutschland offen war, war also perfekt für uns. Wir freuen uns, eine so erfahrene Zuspielerin bei uns zu haben und wir glauben, dass sie eine sehr wichtige Rolle in dieser Mannschaft spielen wird.“

Trainer Tore Aleksandersen: „Ich freue mich, dass wir eine solche Zuspielerin wie Ilka verpflichten konnten. Wir bekommen mit ihr eine Spielerin mit sehr viel Erfahrung, die sie nicht nur in vielen unterschiedlichen Ländern, sondern auch bereits in der deutschen Bundesliga sammeln konnte. Zudem ist spielt sie als Zuspielerin in der Nationalmannschaft wichtige Wettbewerbe. Mit ihr bekommen wir eine großartige Anführerin, eine Spielerin die immer 100% gibt. Sie verfügt über eine einmalige Energie. Ich bin sehr glücklich, dass sie für Stuttgart spielen wollte, und ich freue mich, wenn die Europameisterschaft vorbei ist und wir sie im Mannschaftstraining begrüßen dürfen.“


Nach 0:15 ein 11:0

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Stuttgart Reds mit Split gegen die München-Haar Disciples

Zum Abschluss des Pfingstwochenendes trafen die Bundesliga-Baseballer des TV Cannstatt auf München-Haar.  Nach einer deutlichen 0:15-Niederlage gegen die Disciples in Spiel 1 des Doubleheaders revanchierten sich die Stuttgart Reds prompt und gewannen das zweite Aufeinandertreffen klar mit 11:0. Für die letzten vier der elf Runs sorgte Jonas van Bergen mit einem „Grand Slam“-Homerun.

Im ersten Spiel begann für die Reds wieder Marcel Giraud auf dem Werferhügel. Giraud hatte sich zuletzt bei den deutlichen Siegen in Mainz wieder in guter Form gezeigt. Und zunächst gab er auch am Montag ein gutes Bild ab. Reds-Catcher Frido Fink vereitelte gleich im ersten Inning einen Steal-Versuch von Nateshon Thomas, tolle Defensivaktionen – etwa von Shortstop Xavi Gonzalez und Rightfielder Danilo Weber – prägten die ersten Innings.

Im vierten Inning beim Stand von 0:0 führte ein zweites Caught Stealing durch Frido Fink zum ersten Aus. Aber durch einen Walk und gleich zwei vom Pitch getroffene Batter brachte sich Marcel Giraud selbst in eine schwierige Situation. Das Spiel kippte als er noch einen Batter durch ungenaue Würfe aufs Base ließ, den nächsten mit dem Pitch traf und ein weiterer Disciples-Spieler die Home Plate nach einem Wild Pitch überqueren konnte. Nachdem Haar durch ein Infield-Single das 4:0 nach Hause schlug, wechselten die Reds Joe Cedano de Leon auf den Pitchers Mound ein.

Doch gleich der erste Batter schlug De Leons Pitch weit in die Ecke des Outfields und Haar erhöhte auf 6:0. Mit der Strike Zone hatte auch der neue Pitcher Probleme: Ein Hit-by-Pitch und ein Walk brachten die nächste „Bases-loaded“-Situation. Ein Schlag von Haars Miguel Pineiro bis zum Zaun ermöglichte es allen Runnern nach Hause zu laufen – 9:0. Ein Alptraum-Inning, bei dem sämtliche Runs bei zwei „Aus“ erzielt wurden. Dem dritten Pitcher der Reds in diesem Schlagdurchgang, Ruben Kratky, gelang schließlich das erlösende dritte Aus.

Im 5. Inning sah es nach einem problemlosen Defensivauftritt für die Reds aus, bevor – wieder bei zwei „Aus“ – ein Groundball unberechenbar vom Boden abprallte und zum Hit wurde. Einen Walk, einen Defensivfehler sowie einen Wild Pitch später hieß es 11:0 für Haar. Und während die Reds gegen Gästepitcher Lukas Steinlein weiterhin nichts ausrichten konnten, kamen drei Gästespieler im 6. Inning gegen Ruben Kratky durch Hits auf Base. Diese „Bases loaded“ übernahm Yannick Witt und dessen allererster Pitch wurde zu einem „Grand Slam“ über den Zaun geschlagen. Das entstandene 15:0 führte zum vorzeitigen Ende des Spiels bereits nach sechs Innings.

Das zweite Spiel des Doubleheaders startete Dustin Ward für die Reds, der anfänglichen Schwierigkeiten aber unbeschadet entkam. Für Zac Treece galt das nicht: Elias Macias drosch einen Pitch des Haarer Starting Pitchers zum 1:0 für die Reds über den Rightfield-Zaun. Im dritten Inning konnten die Reds dann aus einer eigenen „Bases loaded“-Situation einen weiteren Run zum 2:0 erzielen.

Dustin Ward für die Reds wurde immer souveräner und im vierten Inning schickte er gar alle drei Batter per Strike Out zurück auf die Bank. In der Offensive schlug der als Designated Hitter eingesetzte Toni Horvatic einen weiteren Home Run – zum 3:0 für Stuttgart. Das 5. Inning begannen die Reds mit aufeinanderfolgenden Doubles durch Danilo Weber und Jonas van Bergen. Sie kamen jedoch über die dritte bzw. zweite Base nicht hinaus. Im folgenden Halbinning schafften es für Haar gar die ersten drei Schlagmänner auf Base. Aber Dustin Ward befreite sich auf erneut beeindruckende Weise aus der misslichen Lage: durch drei Strike Outs.

Die Gäste wechselten ihren Pitcher. Elias Macias kam gegen Sean Cowan prompt durch einen Walk, Danilo Weber anschließend mit einem Hit auf Base. Jonas van Bergens Double brachte Macias zum 4:0 über die Home Plate. Auf einen Wild Pitch erlief Danilo Weber das 5:0.

Im 8. Inning übernahm Toni Horvatic das Pitching für die Reds und hielt souverän den 5:0-Vorsprung. Die Disciples-Pitcher dagegen sorgten durch zwei abgeworfene Reds-Batter und zwei Walks für das 6:0 der Stuttgart Reds. Einen Wild Pitch nutzte Frido Fink schließlich, um das 7:0 zu erzielen. Den eindrucksvollen Schlusspunkt setzte Jonas van Bergen, der bei erneut geladenen Bases den Ball über den Zaun im Centerfield beförderte: „Grand Slam“, d.h. vier Punkte zum 11:0 und damit auch im zweiten Spiel das vorzeitige Ende (auf Grund eines Vorsprungs von zehn oder mehr Runs).

Jonas van Bergen war in dieser zweiten Begegnung der offensiv herausragende Spieler: Fünfmal kam er an den Schlag, jedes Mal erzielte er einen Hit – zwei Singles, zwei Doubles und den Grand Slam Home Run. Dustin Ward warf mit 139 Pitches überragende 13 Strike Outs und ließ gerade einmal drei Hits zu.

Nach diesem Split des Doppelspieltages bleiben die Stuttgart Reds mit zehn Siegen bei acht Niederlagen auf dem dritten Tabellenplatz der 1. Baseball-Bundesliga Süd. Am Freitag, 28. Mai 2021, kommen die Tübingen Hawks für ein Spiel nach Stuttgart, am Tag darauf reisen die Reds nach Tübingen.


U 21: Kuntz beruft Kader für EM-Finalrunde

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DFB-Trainer Stefan Kuntz hat sein 23-köpfiges Aufgebot für die Finalrunde der UEFA U 21-Europameisterschaft in Ungarn und Slowenien (31. Mai bis 6. Juni) bekanntgegeben, bei der das Team am 31. Mai (ab 21 Uhr, live auf ProSieben) im Viertelfinale in Szekesfehervar auf Dänemark trifft. Für das Trainingslager in Südtirol (24. bis 29. Mai) wird der Kader um drei weitere Spieler ergänzt.

„Unser Motto ‚Besondere Zeiten – besonderes Team‘ spiegelt sich dieses Jahr auch in der Nominierung für die K.o.-Runde wider“, sagt Kuntz. „Durch die Teilnahme mehrerer U 21-Spieler an den Relegationsspielen in Deutschland und England sind wir gezwungen, in der Vorbereitung auf unser EM-Viertelfinale zu improvisieren. Deshalb haben wir dei zusätzliche Spieler eingeladen, um in den kommenden Tagen in voller Mannschaftsstärke trainieren zu können.“

Mit Karim Adeyemi (RB Salzburg) steht ein Spieler im Kader, der bei der EM sein Debüt für die deutsche U 21 feiern könnte. Florian Wirtz, der im Oktober 2020 als jüngster Spieler der U 21 auflief und zwischenzeitlich für die A-Nationalmannschaft nominiert wurde, ist ebenso wieder im Kader wie Paul Jaeckel (Greuther Fürth) und Janni Serra (Holstein Kiel).

Der Kieler wird allerdings, ebenso wie seine Kontrahenten Salih Özcan und Ismail Jakobs (beide 1. FC Köln), noch die Relegationsspiele absolvieren, bevor sie zum deutschen Team nachreisen können. Gleiches trifft auf Vitaly Janelt zu, der mit seinem Verein FC Brentford an der Aufstiegsrunde in die Premier League teilnimmt. Als zusätzliche Spieler für das Trainingslager wurden Shinta Appelkamp (Fortuna Düsseldorf), Armel Bella-Kotchap (VfL Bochum) und Yannik Keitel (SC Freiburg) eingeladen.

Zum Kader sagt Kuntz: „Wir setzen trotz der Teilnahme einiger unserer Spieler an den Relegationsspielen auf die Jungs, die uns bis in die Finalrunde geführt haben, auch wenn einige von ihnen unser Trainingslager verpassen. Sie haben sich diese Nominierung verdient. Umso dankbarer bin ich den Vereinen und Spielern, die sich in den nächsten Tagen in den Dienst der Mannschaft stellen und dafür sorgen, dass wir uns professionell vorbereiten können.“

Anders als vor der EM-Gruppenphase, die im März gespielt wurde, hat das Team ab Montagabend sechs Tage lang Zeit, um sich in der Gemeinde Natz-Schabs auf das Viertelfinale gegen Dänemark am 31. Mai vorzubereiten. Zwei Tage vorher wird das Team in Ungarn ihr Quartier in Gardony beziehen, in dem sie auch den Hauptteil der Vorrunde, die mit einem Sieg (3:0 gegen Ungarn) und zwei Unentschieden (1:1 gegen die Niederland, 0:0 gegen Rumänien) erfolgreich absolviert wurde, verbracht hatte. Gegner Dänemark gab sich in den Gruppenspielen keine Blöße und gewann alle drei Spiele ohne ein Gegentor, darunter ein 1:0 gegen den Turnierfavoriten Frankreich.

Entsprechend sieht Stefan Kuntz sein Team nicht als Favoriten: „Die Dänen haben eine sehr starke und ausgeglichene Mannschaft. Wir sind froh, dass wir uns dieses Mal intensiv im Trainingslager auf das Turnier und unseren Gegner vorbereiten können und werden die kommenden Tage dazu nutzen. Dabei kommt uns natürlich entgegen, dass wir die Gegebenheiten noch aus der letzten Turniervorbereitung kennen.“


SVL startet mit Heimrecht in die Entscheidungsspiele

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Auftaktturnier um Plätze 5-8

Ludwigsburg.| Nach der Absage der Relegationsspiele gegen den Duisburger SV 98 trifft der SVL im ersten von zwei Turnieren am 29./30. Mai im heimischen Freibad Hoheneck auf den SSV Esslingen, die SG Neukölln und die White Sharks Hannover. Ausgespielt werden in einer Hin- und Rückrunde die Plätze 5-8.

Nach sieben Wochen ohne Pflichtspiel und fast neun Monaten ohne Partie im heimischen Gewässer, freut sich das Team von Trainer Aleksa Manic auf das Derby gegen den SSV Esslingen, den bereits dritten Vergleich mit der SG Neukölln und die erneute Auflage des Dauerduells mit den White -Sharks aus Hannover.

Gespielt wird am 29. und 30. Mai leider weiterhin ohne Zuschauer, dafür wird der Verein einen umfangreichen Live-Stream zu allen Spielen anbieten.


Corona: Stadt startet lokale Impfkampagne

  • BM Dr. Sußmann: „Dort helfen, wo Menschen auf Unterstützung angewiesen sind“
  • Termine werden lokal kommuniziert

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart hat zusammen mit dem Klinikum Stuttgart eine zusätzliche lokale Impfkampagne in Gang gesetzt. In vier Bezirken der Stadt, die ein erhöhtes Infektionsgeschehen aufweisen, werden in den kommenden Tagen schwerpunktmäßig Impfungen angeboten. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Bewohnerinnen und Bewohner der Bezirke. Die Termine werden lokal kommuniziert. Die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann, hat sich zum Start der Aktion am Samstag, 22. Mai 2021, im Bürgerhaus Freiberg/Mönchfeld ein Bild vor Ort gemacht.

Dr. Sußmann sagte: „Die Fallzahlen sind rückläufig, dennoch verzeichnen wir auffällig viele Infektionen in bestimmten Bereichen der Stadt. Daher können wir dank der Unterstützung des Landes Baden-Württemberg und des Klinikums Stuttgart nun zielgenau impfen – dort, wo Menschen am dringendsten auf Unterstützung angewiesen sind. Wir wissen, dass die Nachfrage nach Impfungen immens ist. Der Bedarf in bestimmten Gebieten ist aber aus sozialen Gründen höher als anderswo, daher wollen wir einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten.“

Durchgeführt werden die Impfungen von den Mobilen Impfteams des Klinikums Stuttgart, das auch das Impfzentrum in der Liederhalle betreibt, in dem bisher weit über 300.000 Impfungen vorgenommen wurden. Die Mobilen Impfteams haben in den vergangenen Monaten mehr als 350 Einrichtungen angefahren, in denen besonders vulnerable Menschen leben – teils auch in prekären Verhältnissen wie in Obdachlosenunterkünften, Frauenhäusern oder Einrichtungen für Geflüchtete.

Der medizinische Vorstand des Klinikums Stuttgart, Prof. Dr. Jan Steffen Jürgensen, betont die Stärke der der Mobilen Impfteams: „Die Mobilen Impfteams bringen den Schutz niederschwellig dorthin, wo er dringend gebraucht und leicht angenommen werden kann. Das waren in den ersten Monaten der Impfkampagne die Alten- und Pflegeheime mit dem Ergebnis, dass diese Gruppe seit März in hohem Maße geschützt ist.“

Die Inzidenz und auch die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Covid-19 ist in der Gruppe der über 70-Jährigen zwischenzeitlich deutlich gesunken. Mit den Einsätzen in Vierteln mit schwieriger Sozialstruktur wird nun gezielt auch die ungleiche Verteilung der Krankheitslast angegangen. Jürgensen dazu: „Armut macht krank und Krankheit macht arm.“ Die Impfungen der Mobilen Impfteams seien der Schlüssel, um auch Menschen zu erreichen, deren Erkrankungsrisiko höher und deren Schutzmöglichkeiten geringer sind.

Insgesamt werden 2.400 Dosen verimpft
Unterstützt werden die Mobilen Impfteams durch freiwillige Hausärzte, die mit den örtlichen Versorgungsstrukturen wohlvertraut sind. Der Pandemiebeauftragte der Kassenärztlichen Vereinigung für Stuttgart, Dr. Hans‐Jörg Wertenauer, sagte „Die Corona-Impfung ist die wichtigste medizinische Maßnahme, die wir Hausärzte in den vergangenen Jahrzehnten gemacht haben. Es lohnt sich jede Anstrengung, alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter so schnell als möglich zu impfen.“

Für diese wichtige gesundheitspolitische Maßnahme stehen trotz des aktuellen Impfstoffmangels insgesamt 2.400 Impfdosen bereit. Ein Ziel des zusätzlichen Impfangebots ist es, diejenigen Bürgerinnen und Bürger zu erreichen, für die übliche Zugangswege zur Impfung schwierig sind. In der Kampagne ist die verstärkte persönliche Ansprache über Hausärzte, Vertreterinnen und Vertreter sozialer Institutionen sowie anderer lokaler Ansprechpartner und Anlaufstellen ein wichtiger Baustein. Die sogenannte Strukturdatenanalyse des Statistischen Amts bildet die Grundlage hierfür. Dank des kleinräumigen Ansatzes der Analyse haben sich vier Bezirke der Stadt mit auffälligen Infektionsgeschehen herauskristallisiert.

Geimpft wird in den Bezirken selbst. Dazu hat die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Pandemiebeauftragten der Kassenärztlichen Vereinigung für Stuttgart, Dr. Hans‐Jörg Wertenauer, sowie den zuständigen Bezirksvorsteherinnen und Bezirksvorstehern öffentliche Räumlichkeiten organisiert. Vor Ort helfen jeweils drei Ehrenamtliche mit. Im Einsatz sind zudem zwei Mobile Impfteams des Klinikums Stuttgart sowie wie eingebundene Hausarztpraxen.

Die Stadt kommuniziert keine Termine oder Örtlichkeiten der Impfungen. Die Impfungen sind ausschließlich an Interessierte aus den Bezirken gerichtet und sollen auch nur von lokalen Multiplikatoren an die örtlichen Einwohnerinnen und Einwohner weitergetragen werden. Die Stadt bittet dringend darum, keine Termine medial zu verbreiten.


US-amerikanische Rückkehrerin für Allianz MTV Stuttgart

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Hammer-Transfer für Stuttgart

Stuttgart.| Simone Lee geht in der neuen Spielzeit nach 2020 erneut für den deutschen Vize-Meister auf Punktejagd. Die Außenangreiferin verstärkte damals die Stuttgarterinnen aufgrund vieler Verletzungen. Nun wird sie von Beginn an das Team unterstützen.

Die 25-jährige Nationalspielerin kehrt damit an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Mit ihren 1,88m und einer Abschlagshöhe von 3,05m gehört sie zu den durchschlagskräftigsten Außenangreiferinnen. Nach ihrem Abschluss an der Penn State stellte sie bereits in Italien bei Imoco Volley Conegliano sowie in der Türkei bei Beylikdüzü ihr Talent unter Beweis. Vor ihrem ersten Wechsel zu Allianz MTV Stuttgart schlug sie sogar in Asien für den japanischen Club Kurobe AquaFairies auf, zu dem sie nach ihrem Engagement in Stuttgart auch für die vergangene Spielzeit zurückkehrte.

Seit 2018 steht die US-Amerikanerin immer wieder im Aufgebot der Nationalmannschaft und konnte mit dieser bereits mehrere Erfolge wie die Siege im Pan-America Cup 2018 und 2019 oder den Sieg in der Nations League im Jahr 2019 feiern.

Die Angriffsspezialistin soll in Stuttgart insbesondere die Diagonalangreiferin Krystal Rivers, mit der sie auch sehr gut befreundet ist, entlasten. In Zukunft soll also ein US-amerikanisches Duo in Stuttgart in der Volleyballbundesliga und auch im CEV-Cup auf Punktejagd gehen.

Sportdirektorin Kim Renkema: „Die Verpflichtung von Simone ist natürlich ein echter Kracher. Sie ist eine absolute Wunschkandidatin. Bei ihrer letzten Verpflichtung hatten wir das Glück sie als Nachverpflichtung zu bekommen, jedoch wurde dann die Saison abgebrochen. Bereits damals hat sie unter Beweis gestellt, welche Energie und welche Kraft in ihr steckt. Neben ihrem volleyballerischen Können bringt Simone außerdem eine tolle Persönlichkeit mit, die wir in der neuen Spielzeit unbedingt wieder in unserem Team brauchen. Sie ist einfach eine extrovertierte Frohnatur. Im Angriff wird sie mit Sicherheit gemeinsam mit Krystal, Maria und Hester einschlagen wie eine Bombe. Ich hätte nicht gedacht, dass wir es schaffen sie für eine ganze Saison nach Stuttgart zu holen, aber sie hat sich hier in der kurzen Zeit sehr wohl gefühlt und konnte es sich daher gut vorstellen zurückzukehren. Wir hoffen, dass wir mit der Verpflichtung einer sehr starken Außenangreiferin Krystal im Angriff mehr unterstützen können. Wir freuen uns, dass wir Simone ein weiteres Mal in Stuttgart haben werden und dass wir ihre Stärke dieses Mal auch länger genießen können.“

Trainer Tore Aleksandersen: „Ich freue mich sehr, in der kommenden Saison eine Spielerin wie Simone Lee im Team zu haben. Sie ist eine High-Level-Spielerin mit einer ganz besonderen Qualität, die unser Team auf ein neues Level heben kann. Sie ist eine sehr sympathische Persönlichkeit und zudem jemand, der hart arbeitet. Dadurch kann sie ein großes Vorbild für unsere jungen Spielerinnen sein. Ich kann nicht genug betonen, wie begeistert ich bin sie im Team zu haben und ich freue mich schon jetzt darauf mit ihr in die neue Saison zu gehen und mit ihr zu arbeiten.“


4.798 Unterschriften für „Rettet das Metropol“

Erster Bürgermeister Dr. Mayer nimmt Unterschriften für Metropol-Kino entgegen

Stuttgart.| Vor dem Metropol-Kino hat Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer am heutigen Freitag Unterschriften der Initiative „Rettet das Metropol“ entgegengenommen. Dabei kamen 4.798 Unterschriften zusammen, die nun an die Stadt übergeben wurden.

Erster Bürgermeister Dr. Mayer sagte: „Als Kulturbürgermeister aber auch persönlich begrüße ich das Engagement der Initiative ‚Rettet das Metropol‘ und zolle meinen Respekt vor der beachtlichen bürgerschaftlichen Beteiligung.“

Die Betreiber des Metropol-Kinos hatten Ende des vergangenen Jahres die Schließung des Lichtspielhauses mitgeteilt. Die Gebäudeeigentümerin Union Investment GmbH schloss sodann einen Mietvertrag mit der Element Boulders GmbH ab. Die Verwaltung hat, wie dies auch Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper mehrfach zum Ausdruck gebracht hat, Interesse an einer Fortsetzung der kulturellen Nutzung im denkmalgeschützten Kinobau. Sie prüft im Dialog mit allen Beteiligten Alternativflächen für die Element Boulders GmbH. Dieser Prozess ist – auch aufgrund der hohen spezifischen Anforderungen an eine Alternativfläche – allerdings noch nicht abgeschlossen.