Gerichtsgang von SGV und Kickers ohne Chancen auf Erfolg

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  • Nach mündlicher Verhandlung: Anträge auf einstweilige Verfügungen des SGV Freiberg Fußball und der Stuttgarter Kickers haben nur geringe Erfolgschancen.
  • Beide Vereine halten nach wie vor an ihren Anträgen fest.
  • Termin für die Gerichtsentscheidung ist der 11.06.2021.

Freiberg a. N.| Am Mittwoch, 02.06.21, hat vor dem Landgericht Stuttgart die mündliche Verhandlung über die Anträge des SGV Freiberg Fußball und der Stuttgarter Kickers auf einstweilige Verfügung stattgefunden, mit denen sich die Vereine gegen die Entscheidung von Regionalliga Südwest und Oberliga Baden-Württemberg gewandt hatte, die Spielzeit 2020/21 ohne die Möglichkeit des Aufstiegs in die Regionalliga zu annullieren. Die Verhandlung endete nach ausführlicher und mehrstündiger Erörterung zur Sach- und Rechtslage mit einem enttäuschenden, wenn auch nicht gänzlich unerwarteten Ergebnis.

Nach vorläufiger Einschätzung misst das Gericht den Anträgen beider Vereine im Ergebnis keine großen Erfolgschancen bei. Zur Begründung für diese vorläufige Einschätzung verwies das Gericht zum einen auf die bestehenden Einschränkungen aufgrund der geltenden Corona-Verordnung. Diese würden auch unter der Annahme günstigster Bedingungen eine Fortsetzung des Spielbetriebs, um zumindest die Hinrunde der Spielzeit 2020/21 zu absolvieren, nicht als realistisch erscheinen lassen. Insoweit laufe die Zeit – so das Gericht – gegen die Vereine aus Freiberg und Stuttgart. Einer Meldung als Aufsteiger auf der Grundlage der beim Abbruch bestehenden Tabellenkonstellation, die den SGV Freiberg Fußball als Tabellenführer und die Kickers als Tabellenzweiten ausweist, steht nach der vorläufigen Einschätzung des Gerichts entgegen, dass die Vereine noch keine gesicherte Rechtsposition erlangt hätten, nachdem erst rund ein Drittel der Spielzeit absolviert worden sei. Beide Vereine hielten trotz dieser vorläufigen Einschätzung des Gerichts an ihren Anträgen fest, so dass das Gericht nun eine Entscheidung treffen wird. 
Als Termin für die Verkündung dieser Entscheidung wurde der 11. Juni 2021 bestimmt.

SGV-Präsident Emir Cerkez:
“Von der gerichtlichen Einschätzung sind wir nicht überrascht. Nach vielen Gesprächen mit unserem Rechtsbeistand, wussten wir, dass unsere Erfolgschancen vor Gericht gering sein würden. Wir sind dennoch bewusst diesen Schritt gegangen um unser Anliegen in die Öffentlichkeit zu transportieren und somit dem Verband zu verdeutlichen, dass für uns die Art und Weise, wie mit Mitgliedsvereinen umgegangen wird, schwer hinnehmbar ist. Wir haben, vor allem nach dem gestrigen Termin, auch weiterhin das Gefühl, dass hinsichtlich der nächsten Saison vom Verband weiter kein Konzept erarbeitet wurde, mit dessen Hilfe vermieden werden kann, dass wir oder ein anderer Verein sich in der nächsten Saison in einer ähnlichen Situation wiederfindet.


7-Tage-Inzidenz unter 50 im Landkreis Esslingen

Weitere Lockerungen sind von kommenden Freitag an möglich

Kreis Esslingen.| Das Gesundheitsamt Esslingen kann am morgigen Donnerstag mit Blick auf die Inzidenzwerte die entsprechende förmliche Feststellung treffen. Im Landkreis Esslingen gehen damit Lockerungen ab Freitag, den 04. Juni 2021, einher.

Für Lockerungen nach den Vorgaben des Landes Baden-Württemberg ist es notwendig, dass die Inzidenz mindestens fünf Tage stabil unter dem Wert von 50 bleibt. Dies wird das Gesundheitsamt am morgigen Donnerstag, dem 03. Juni, förmlich feststellen und damit per Allgemeinverfügung die Voraussetzung für weitere Lockerungen im Landkreis schaffen.

„Wir freuen uns, dass im Landkreis Esslingen die Zahl der an Corona Infizierten weiter sinkt und so zusätzliche Lockerungen möglich sind, die den Menschen wieder etwas mehr Normalität in ihren Alltag zurückbringen“, sagt die Erste Landesbeamtin Dr. Marion Leuze-Mohr.

Die 7-Tage Inzidenz ist seit dem 19. Mai von unter 100 auf nun stabil unter 50 gesunken – damit gilt im Landkreis Esslingen weiterhin der seit dem 28. Mai deklarierte „Öffnungsschritt 1“ der Corona-Verordnung, und ergänzend dazu greifen ab dem 04. Juni folgende weitere Lockerungen: Im Einzelhandel entfällt die Testpflicht. Eine Höchstzahl an Kunden ist weiterhin abhängig von der Verkaufsfläche. Das Tragen einer Maske bleibt Pflicht. Neu ist auch, dass Treffen im öffentlichen oder privaten Raum wieder mit maximal 10 Personen aus drei Haushalten möglich sind. Kinder der Haushalte bis einschließlich 13 Jahren-2-sowie genesene und geimpfte Personen werden nicht mitgezählt. Büchereien, Bibliotheken sowie Archive können ohne Auflagen öffnen, ebenso Museen, Galerien und Gedenkstätten.

Weiterhin gelten die Regelungen des Öffnungsschrittes 1, etwa für Kindertageseinrichtungen, die Gastronomie, Beherbergungsbetriebe, Veranstaltungen der Kultur, des Spitzensports und der Religionsausübung. Die genauen Regelungen ergeben sich aus der vom Land veröffentlichten Übersicht „Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung ab 14. Mai 2021“.

Die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Dominique Scheuermann, appelliert dennoch an Einrichtungen und Betriebe sowie deren Kundschaft und Gäste: „Bitte nutzen Sie die Apps zur Kontaktpersonennachverfolgung, also die Luca-App und die Corona-Warn-App. Diese können dabei helfen, die Kontaktermittlung effektiv zu gestalten. Halten Sie sich bitte weiterhin an die Regeln, nur dann können die jetzigen Lockerungen fortbestehen.“


Inzidenz stabil unter 50: weitere Lockerungen

  • Stadt Stuttgart kann wegen einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50 weiter lockern
  • Einkaufen im Einzelhandel ohne Testpflicht möglich

Stuttgart.| In der Landeshauptstadt Stuttgart liegt die 7-Tage-Inzidenz am Mittwoch, 2. Juni, nach offiziellen Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 43,2 und damit seit fünf Tagen in Folge unter 50. Folglich sind nach der aktuell geltenden Corona-Verordnung des Landes weitere Lockerungen möglich. Diese treten ab Donnerstag, 3. Juni, in Kraft. Das hat die Stadt am Mittwoch, 2. Juni, bekannt gegeben.

Die Lockerungen erlauben Treffen im privaten oder öffentlichen Raum mit zehn Person aus bis zu drei Haushalten. Kinder der Haushalte bis einschließlich 13 Jahre werden nicht mitgezählt, auch nicht mitgezählt werden Geimpfte und Genesene mit entsprechenden Nachweisen.

Im Einzelhandel sind weitere Öffnungen mit folgenden Auflagen möglich: Der gesamte Einzelhandel darf öffnen. Die Click-and-Meet-Regelung fällt weg, ebenso die Testpflicht für Kundinnen und Kunden. Geschäfte mit weniger als zehn Quadratmetern Verkaufsfläche dürfen maximal einen Kunden empfangen, Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern einen Kunden pro zehn Quadratmetern Verkaufsfläche. Für die darüber hinausgehende Fläche ist ein Kunde pro 20 Quadratmeter zulässig (der Lebensmitteleinzelhandel ist davon ausgenommen). Es gilt weiterhin eine Maskenpflicht in und vor den Geschäften und auf den Parkplätzen. Besondere Verkaufsaktionen, die einen verstärkten Zustrom von Menschenmengen erwarten lassen, sind nicht erlaubt.

Für Archive, Büchereien und Bibliotheken, zoologische und botanische Gärten, Galerien, Gedenkstätten und Museen entfällt die Anmeldepflicht sowie die Personenbeschränkung und die Maskenpflicht im Freien. Im Innenbereich muss aber weiterhin Maske getragen werden. Außerdem müssen die Einrichtungen nach wie vor ein Hygienekonzept vorhalten und die Kontaktdaten der Besucher aufnehmen.


Kündigung wegen Eigenbedarfs muss nicht alle Details aufführen

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Kündigen Vermieter eine Wohnung wegen Eigenbedarfs, müssen sie im Kündigungsschreiben angeben, für welchen Angehörigen sie die Wohnung benötigen und welches Interesse damit verbunden ist. Weitere Details muss das Schreiben nicht enthalten. Die Wüstenrot Immobilien GmbH, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf eine aktuelle Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH VIII ZR 346/19) hin.

Im entschiedenen Fall begründeten die Vermieter einer 62 Quadratmeter großen Wohnung die Kündigung damit, dass sie die Wohnung für ihren Sohn benötigten. Dieser habe einen größeren Wohnraumbedarf und brauche insbesondere für seine regelmäßigen Home-Office-Tätigkeiten ausreichend Platz. Da die Mieter die Kündigung nicht akzeptierten, klagten die Vermieter auf Räumung. Das Amtsgericht und das Landgericht wiesen die Klage ohne nähere Prüfung ab, da das Kündigungsschreiben nicht alle relevanten Fakten enthalte. Aus ihm ergebe sich nämlich nicht, wie groß die seitherige Wohnung des Sohnes ist. Der BGH, bei dem die Vermieter eine Revision des Urteils anstrebten, stellte jedoch klar, dass das Kündigungsschreiben alle gesetzlich vorgeschriebenen Fakten enthalte. Dennoch seien die Mieter ausreichend geschützt. Sie könnten im Prozess vortragen, dass die seitherige Wohnung des Sohnes für diesen mindestens genauso geeignet sei. Das Gericht müsse dies dann durch geeignete Beweise klären.

Im konkreten Fall musste diese Klärung nicht mehr erfolgen, da sich die Parteien außergerichtlich einigten. Der BGH entschied daher, dass jeder seine Anwaltskosten für die drei Instanzen selbst tragen müsse und die Gerichtskosten halbiert werden. Das Gericht begründete die Kostenentscheidung damit, dass es das Urteil des Landgerichts aufgehoben hätte, aber offen war, zu welchem Ergebnis die anschließend notwendige Beweisaufnahme geführt hätte.


Polnische Nationalspielerin komplettiert Kader

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Nachdem der Kader für die Spielzeit 2021/22 in den letzten Wochen nach und nach Form angenommen hat, kann heute der letzte Neuzugang verkündet werden. Julia Nowicka wird in der kommenden Saison als Zuspielerin die Bälle verteilen. Somit geht Allianz MTV Stuttgart das erste Mal mit drei Zuspielerinnen an den Start.

Die 22-Jährige, die als eines der ganz großen Talente in Europa gehandelt wird, spielte bislang einzig und allein in ihrem Heimatland Polen und steht nun mit dem Wechsel nach Stuttgart vor ihrer ersten Auslandserfahrung. Nach Stationen bei SMS PZPS Szczyrk und KS Palac Bydgoszcz U20 wechselte Nowicka 2017 zu BKS Profi Credit Bielsko-Biala, wo sie bereits damals unter dem heutigen Stuttgarter Trainer Tore Aleksandersen trainierte. Nach zwei Spielzeiten folgte der Wechsel zu Grot Budowlani Lodz, wo sie nicht nur Champions League Erfahrung sammeln, sondern auch den Supercup gewinnen konnte.

Seit 2018 gehört die 1,74m große Zuspielerin zum Kader der polnischen Nationalmannschaft, mit der sie unter anderem momentan in Rimini um den Titel in der Volleyball Nations League kämpft.

Sportdirektorin Kim Renkema: „Ich freue mich, dass Julia sich entschieden hat zu uns nach Stuttgart zu wechseln. Sie ist eine junge und talentierte Zuspielerin, die neben viel Talent auch einen großartigen, extrovertierten Charakter mit viel Siegeswillen mitbringt. Ich bin froh, dass Tore sie überreden konnte nach Stuttgart zu kommen. Es ist absolut nicht selbstverständlich, dass polnische Zuspielerinnen, die auch noch in der Nationalmannschaft spielen, nach Deutschland wechseln. Daher glaube ich, dass wir sehr glücklich sein können, dass uns das gelungen ist. Mit Julia, Hannah und Ilka haben wir auf der Zuspielposition ein sehr gutes Trio.“

Trainer Tore Aleksandersen: „Ich bin sehr glücklich, dass wir Julia Nowicka als eine unserer Zuspielerinnen verpflichten konnten. Ich kenne Julia sehr gut aus unserer gemeinsamen Zeit beim polnischen Club BKS Profi Credit Bielsko-Biala. Sie ist eine junge und sehr talentierte Zuspielerin. Vermutlich sogar eine der talentiertesten Zuspielerinnen, die Europa momentan hat. Ich mag insbesondere ihre Einstellung, wie sie in jedem Training und in jedem Spiel auftritt. Sie spielt aggressiv und ich weiß, dass sie damit in unser Team hervorragend hineinpassen wird. Zusammen mit Ilka und Hannah haben wir für die neue Spielzeit drei herausragende Zuspielerinnen, sodass wir davon ausgehen können, dass wir auf dieser Position sehr gut aufgestellt sein werden. Ich freue mich darauf, dass Julia bald zu uns stoßen wird und ich mit ihr arbeiten kann.“


Freitreppe zum kleinen Schlossplatz wird gesperrt

Nach Auseinandersetzungen zwischen Polizei und jungen Menschen: Stadt sperrt Freitreppe zum kleinen Schlossplatz an Freitagen und Samstagen sowie vor Feiertagen

Stuttgart.| Die Freitreppe zum kleinen Schlossplatz wird ab sofort an Freitagen und Samstagen sowie vor Feiertagen jeweils zwischen 20 Uhr und 6 Uhr des Folgetags gesperrt. Das hat die Landeshauptstadt Stuttgart am Dienstag, 1. Juni, bekanntgegeben. Die Sperrung der Treppe ist das Ergebnis einer intensiven Beratung zwischen Stadt und Polizei und eine Reaktion auf Auseinandersetzungen zwischen Polizeibeamten und mehreren hundert Jugendlichen und Heranwachsenden in der Nacht von Samstag, 29. Mai, auf Sonntag, 30. Mai.

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Clemens Maier, sagte: „Die Freitreppe war Samstagnacht Ausgangspunkt der Provokationen und Übergriffe auf Polizeibeamte. Von dort aus wurden die Einsatzkräfte massiv beleidigt und teilweise auch mit Flaschen beworfen. Um den Provokateuren die Bühne zu nehmen, wird die Freitreppe ab sofort an Freitagen und Samstagen sowie vor Feiertagen zwischen 20 Uhr und 6 Uhr gesperrt.“ Der Ordnungsbürgermeister erklärte, Überlegungen zu einem Verweilverbot in Teilen des Cityrings würden vorerst zurückgestellt, weil davon auch diejenigen betroffen wären, die sich friedlich und ordnungsgemäß verhalten würden. Maier: „Bei einem Verweilverbot darf der betroffene Bereich nur durchquert werden. Ein längerer Aufenthalt ist dort dann nicht mehr erlaubt. Wir möchten aber nicht, dass das Fehlverhalten Einzelner zu einem Kollektivverbot für alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter und Besucher der Stadt führt. Daher werden wir zunächst von einem Verweilverbot absehen.“

Neben der Sperrung der Freitreppe wollen Stadt und Polizei die Präventionsarbeit noch weiter ausbauen: Neben den Sozialarbeitern der Mobilen Jugendarbeit sind auch speziell geschulte Kommunikationsteams der Polizei im Einsatz. Sie sollen neben dem überwiegend friedfertigen Publikum auch Provokateure durch Ansprache und Aufklärung erreichen. Jutta Jung von der Mobilen Jugendarbeit sagte dazu: „Die Abstimmung zwischen Stuttgarter Polizei und Mobiler Jugendarbeit ist erfolgreich – gemeinsam sind wir einer jugendgerechten Innenstadt verpflichtet, in der sich alle Bürgerinnen und Bürger wohl- und willkommen fühlen.“

Die Polizei wird darüber hinaus die personenbezogenen Aufklärungsmaßnahmen verstärken. Der Vizepräsident des Polizeipräsidiums Stuttgart, Markus Eisenbraun, erklärte: „Es hat sich gezeigt, dass es immer wieder Rädelsführer gibt, die die überwiegend friedliche Menge anzustacheln versuchen. Dabei nutzen sie die Freitreppe als Tribüne: Sie stehen im Mittelpunkt und werden von allen wahrgenommen. Diese Personen gilt es zu identifizieren und gezielt auf deren Verhalten einzuwirken.“


Kevin Rauhut wird ein SGVler

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Fortuna Köln-Keeper wechselt zur Saison 2021/22 vom West-Regionalligisten an den Freiberger Wasen

Freiberg a. N.| Diese Wechselpersonalie dürfte in der Kölner Südstadt nicht nur viele Fortuna-Fans sehr überrascht haben, denn nach zwei Jahren und bislang insgesamt 55 Begegnungen (55 Gegentore, 21 Mal zu Null) wird der Familienvater zur neuen Saison vom Rhein an den Neckar nach Freiberg wechseln.

Auch die Zahlen der aktuell auslaufenden Spielzeit, 33 Spiele, 29 Gegentore und 14 Mal zu Null, sprachen eher für eine Vertragsverlängerung für den 31-jährigen, 1,88 großen, gebürtigen Oberhausener.

Nun darf sich der SGV Freiberg Fußball auf Kevin Rauhut, seine Frau, die dreijährige Tochter und den im August bevorstehenden familiären Zuwachs, freuen.

Rauhut kam im Sommer 2019 von Energie Cottbus nach Köln. Zuvor hatte er auch für die Spfr. Siegen in der Regionalliga West, Wacker Nordhausen in der Regionalliga 
Nordost, und Hessen Kassel in der Südwest-Staffel gespielt. Seine Karriere-Bilanz kann sich sehen lassen. Er bestritt in seiner Laufbahn 205 Ligaspiele, (11 x 3. Liga, 179 x 4. Liga und 15 x 5. Liga, kassierte dabei 200 Gegentore und hielt den Kasten 85 Mal sauber.

Rauhut suchte eine neue Herausforderung und fand diese im Projekt des ambitionierten SGV Freiberg Fußball.

Rauhut: “Ich freue mich auf die neue Aufgabe beim SGV. Ich identifiziere mich zu 100% mit den gesteckten Zielen des Vereins und werde meine Stärken einbringen, um diese zu erreichen.”


Nach Randalen: OB für Aufhebung der Corona-Sperrstunde

Stuttgart.| Nach der Aufhebung der Ausgangssperre in fast allen Landkreisen Baden- Württembergs ist es in vielen Städten am ersten warmen Wochenende nachts zu zahlreichen Verstößen gegen die Corona-Regeln, Ansammlungen von hunderten von Menschen, massivem Vandalismus, Körperverletzung und Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen, so auch in Stuttgart, Schwäbisch Gmünd und Tübingen.

Die Oberbürgermeister Frank Nopper und Richard Arnold (beide CDU), Boris Palmer (Grüne) und Matthias Klopfer (SPD) haben dafür kein Verständnis: „Wir alle haben den Freiheitsentzug des letzten Jahres gespürt, aber Freiheit heißt auch Verantwortung. Jetzt so die Sau auf Kosten anderer raus zu lassen, das geht einfach nicht.“

An die Landesregierung appellieren die Oberbürgermeister bis zum kommenden langen Wochenende Vorkehrungen gegen eine Wiederholung des Nachtstresses für die Bewohner und Hauseigentümer der Innenstädte zu treffen: „Die Polizei muss in den Städten bei Nacht Präsenz zeigen und die Corona-Sperrstunde für die Gastronomie sollte in einem ersten Schritt auf 23 Uhr verschoben werden. Wo es notwendig ist, können lokale Alkoholkonsumverbote hinzukommen, dann bekommen wir die Lage wieder unter Kontrolle.“

Die Regelung, wonach die Gastronomie um 21 Uhr, in wenigen Kreisen um 22 Uhr schließen muss, ist nach Auffassung der Oberbürgermeister kontraproduktiv: „Die Schließung der Gastronomie reduziert die soziale Kontrolle und fördert aggressive Zusammenballungen. Der Wirt erhebt Daten und kontrolliert den Ausschank. Ruhigeres Publikum verlässt wegen der Schließzeit die Stadt schon um neun. Wer bleibt, bringt den Alkohol selbst mit und dabei verlieren offenbar allzu viele die Kontrolle. Daher sollte die frühabendliche Corona-Sperrstunde des Landes bald entfallen und die Schließzeiten der Gastronomie wieder in die Hoheit der Kommunen gestellt werden.“

Ergänzend könne – wie im Rahmen des Tübinger Modells bereits praktiziert – der Ausschank und der Konsum von Alkohol im Stadtzentrum außerhalb der Außengastronomie auf öffentlichen Plätzen untersagt werden. Tübingen bereitet eine entsprechende Allgemeinverfügung vor und sucht dazu die Abstimmung mit dem Landkreis Tübingen.


SGV Freiberg Fußball verpflichtet Abwehrhüne Michael Zant

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Freiberg a. N.| Mit dem Fußballspielen begann der 25-jährige, bei der SpVgg Unterhaching. Als U19-Spieler wechselte er für ein halbes Jahr zum Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim, ehe er sich 2013 den Junioren des FC Ingolstadt anschloss. Nach drei Jahren im Herrenbereich bei den Schanzern (37 Regionalliga-Einsätze, 2 Tore) ging Zant erneut für ein halbes Jahr nach Rosenheim, ehe der 1,96 Meter große Innenverteidiger 2018 zum VfB Eichstätt kam. Nach 21 Einsätzen (zwei Tore) verabschiedete er sich 2019 als Bayerischer Amateurmeister zu Türkgücü München.

In der Regionalliga-Saison in Diensten von Türkgücü München zählte der 25-jährige Abwehrhüne, nach auskuriertem Sehnenriss im Adduktorenbereich, zum Stammpersonal in der Defensive, 11 Einsätze (2 Tore). Als einer der wenigen wurde er nach dem Aufstieg in den Kader der 3. Liga übernommen und erhielt einen 2-jährigen Profivertrag. Doch die Verletzung holte Michael Zant vergangenen Sommer wieder ein und verhinderte seinen Traum im Profibereich Fuß zu fassen. Nach einer erneuten Operation mit Reha und fußballspezifischem Aufbautraining ist Michael Zant nun wieder fit und bereit beim SGV Freiberg Fußball in der Saison 2021/22 wieder voll angreifen zu können.

Zant: „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe bei Freiberg und danke den Verantwortlichen für das entgegengebrachte Vertrauen und bin mir sicher, dass ich mich hier sehr wohl fühlen werde um dann auf dem Platz wieder einiges zurückgeben zu können.“


SVL mit viel Licht und ein wenig Schatten

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Wasserball-Turnier in Ludwigsburg

Ludwigsburg.| Samstagabend im Freibad Ludwigsburg: die Laune aller SVL-Spieler ist bestens. Zwei Siege gegen Esslingen und gegen Hannover sind einfahren. Alles läuft nach Plan. Doch am frühen Sonntagnachmittag die Ernüchterung: die Ludwigsburger Bundesliga-Wasserballer verspielen den fest eingeplanten Sieg im dritten Spiel gegen Neukölln.

Das Turnier am kommenden Wochenende in Esslingen wird spannend für die Zuschauer. Das ist die einzige rundum positive Nachricht am Sonntagnachmittag. Die SVL-Wasserballer haben eben den sicher geglaubten Sieg gegen die SG Neukölln verspielt. Aus der Hand gege ben, könnte man auch sagen. Oder verschenkt. Der SVL-Teammanager Adrijan Jakovcev ist angefressen. Obwohl das Turnier im Freibad Hoheneck, bei dem die Plätze fünf bis neun ausgespielt werden, am Vortag doch so großartig für Ludwigsburg begonnen hatte.

Samstag, 11 Uhr. Das Derby gegen den SSV Esslingen wird angepfiffen. Die Ludwigsburger tun sich zunächst ein bisschen schwer, die Tore fallen wie am Fließband. Nach dem ersten Viertel steht es bereits 7:7. Esslingen ist aggressiver, von deren Trainer offenkundig gut eingestellt.

Alle Spiele an diesem Wochenende werden vom SV Ludwigsburg im Internet live übertragen, die SVL Experten Jan Wörsinger und Dieter Gscheidle kommentieren. Sie kommentieren hervorragend, fachkundig und mit Wortwitz. Das Ergebnis nach dem ersten Viertel, sagen die beiden,  „spricht nicht für die Abwehr“.

Die Ludwigsburger Abwehr indes wird besser. Bald zeigen Marko Martinic, Timo van der Bosch und ihre Kollegen, was sie draufhaben. Nun auf der Höhe und besser im Spiel, schießt der SVL jetzt mehr Tore als der SSVE. Deutlich mehr. Nach dem zweiten Viertel steht es 13:10 und nach dem Schusspfiff 20:13. Einziges Manko im Spiel der Ludwigsburger: sie gewinnen kein Anschwimmen. Das wird sich auch in den nächsten Spielen kaum bessern.

Samstag, 19 Uhr. Spiel zwei gegen die White Sharks Hannover. Wieder liegt des SVL zunächst zurück. Doch schon ganz bald drehen die Spieler auch diese Partie. Timo van der Bosch bringt Ludwigsburg mit einem tollen Rückhand-Treffer mit 3:2 in Führung – und diese Führung wird der SVL nicht mehr abgeben. Auch mehrere Glanzparaden des SVL-Torwarts Josip Katuša verhelfen zum souveränen 18:9 Sieg gegen Hannover.

Der SVL-Goalgetter Mitko Nachev sagt unmittelbar nach dem Spiel: „Alles ist gut. Wir waren sehr gut vorbereitet, sind fit.“ Alle Spieler, der Trainer und der Teammanager sind zufrieden mit dem Verlauf des Turniertags eins. Noch ein Sieg am Sonntag gegen Neukölln, heißt es am Samstagabend, und dem SVL wäre Platz fünf nach dem zweiten Turnier am kommenden Wochenende in Esslingen kaum mehr zu nehmen. Viele Teilnehmer loben die Veranstaltung, das tolle Wetter, die Kommentatoren.

Sonntag, 13 Uhr. Auch im dritten und letzten Spiel bei diesem Turnier in Ludwigsburg verliert der SVL das Anschwimmen. Kein Problem, sagen sich wohl die meisten Zuschauer daheim an den Bildschirmen. Das erste Drittel: ein klassischer Fehlstart, es steht 3:5 gegen Ludwigsburg.

Neukölln ist das vermeintlich schwächste der vier Teams beim Ludwigsburger Turnier. Im zweiten Viertel dreht der SVL erwartungsgemäß auf: 8:6. Na also. Die Kommentatoren sprechen von einer „perfekten Ausgangssituation“, falls der SVL – wie erwartet – das Spiel gewinnen sollte. Doch das Spiel wird zu einer unerwartet schwierigen Angelegenheit für den SVL.

Marko Martinic – „die Lebensversicherung des SVL“, so die Kommentatoren – schießt zwar wieder ein Tor nach dem anderen. Doch am Ende schießen die Neuköllner halt ein Tor mehr als der SVL. Nach vier Vierteln steht es 14:15. Neukölln, so die Kommentatoren, zwei erfahrene SVL-Wasserballer, hätte „den motivierteren Eindruck“ gemacht. Nach dem Abpfiff verlassen die SVL-Spieler das Becken mit hängenden Köpfen.

Der Neukölln Spieler David Klein erklärt nach dem Spiel: „Man muss mit uns rechnen.“ Sein Team hat allerdings nur ein Spiel gewonnen, das gegen Ludwigsburg. Auch Esslingen hat ein Spiel gewonnen, gegen Neukölln. Ludwigsburg und Hannover haben das Becken jeweils zweimal als Sieger verlassen. Ludwigsburg ist wegen des gewonnenen Spiels gegen Hannover aber vorne in der Tabelle.

David Klein gratuliert Ludwigsburg – zur ausgezeichneten Organisation des Bundesliga-Turniers unter Corona-Bedingungen. Für dieses Lob ist der SVL-Teammanager unmittelbar nach der bitteren Niederlage allerdings kaum empfänglich. Adrijan Jakovcev sagt, er sei „stink sauer“. Neukölln habe verdient gewonnen, denn „die wollten gewinnen, wir nicht“. Er spricht von „sportlicher Arroganz“, die einige seiner Spieler gezeigt hätten. Der SVL habe am Samstag „zwei überragende Siege“ eingefahren, „wir können richtig gut spielen“.

Das Spiel gegen Neukölln bezeichnet er als „Klatsche“ – „das darf nicht passieren“. Er verspricht indes auch davon, dass seine Spieler die Scharte auswetzen werden – am Freitag, Samstag und Sonntag in Esslingen. Platz fünf – und damit die Qualifikation für das internationale Geschäft – bleibe das Ziel. „Wir geben nicht auf, wissen was zu tun ist: drei Siege beim Turnier in Esslingen.“ Der SV Ludwigsburg muss am Freitag, 4. Juni, wieder ran – von 19 Uhr an gegen den Gastgeber SSV Esslingen.