Landkreis Böblingen unterschreitet Inzidenzstufe 35

Keine Testpflicht für Angebote im Freien

Kreis Böblingen.| Die von der Landesregierung in der Corona-Verordnung eingezogene Inzidenzstufe von 35 hat der Landkreis Böblingen am Dienstag an fünf Tagen unterschritten. Die Kreisverwaltung stellt deshalb am Mittwoch mittels Allgemeinverfügung fest, dass damit die in der Verordnung vorgesehenen Lockerungen ab Donnerstag gelten.

Eine Neuerung ist der Wegfall der Testpflicht für die Außenbereiche von Gastronomie, Veranstaltungen und Einrichtungen, wie etwa Freibädern. In Innenbereichen gilt die Testpflicht weiterhin. Bei Feiern im Gastgewerbe sind bis 50 Personen innen und außen mit Test-, Impf- oder Genesenennachweis erlaubt.

Bei Messen, Ausstellungen und Kongressen sind auf die Fläche bezogen eine Person pro 7 m² zugelassen.

Für Kulturveranstaltungen, Vortrags- und Informationsveranstaltungen sowie nicht notwendige Gremiensitzungen oder Betriebsversammlungen in Vereinen, Betrieben o.ä. erhöht sich die Teilnehmeranzahl auf höchstens 750 Personen im Außenbereich. Im Innenbereich bleibt es bei 250 Personen.

Die bisherigen, allgemeinen Regelungen aus der Corona-Verordnung gelten weiterhin, z.B. Kontaktbeschränkungen, Abstandsregeln, Testpflicht für Freizeitangebote, Maskenpflicht.


Inzidenz fünf Tage unter 35 im Kreis Esslingen

Keine Testpflicht für Veranstaltungen, Gastronomie und Einrichtungen im Freien

Kreis Esslingen.| Das Gesundheitsamt im Landkreis Esslingen hat am Montag, 7. Juni förmlich festgestellt, dass die Inzidenz im Kreis fünf Tage unter 35 liegt. Damit sind weitere Lockerungen verbunden. Zum Beispiel besteht für Veranstaltungen, Gastronomie und Einrichtungen im Außenbereich keine Testpflicht mehr.

„Ich freue mich, dass die Zahl der Infizierten im Landkreis weiter rückläufig ist und wir mittlerweile eine der niedrigsten Inzidenzen der Land- und Stadtkreise in der Region aufweisen. Dies macht weitere Öffnungsschritte möglich“, sagt Landrat Heinz Eininger. Der Inzidenzwert im Landkreis Esslingen war von 52,1 am 28. Mai binnen einer Woche auf 22,8 am vergangenen Samstag gefallen und wurde am Sonntag, 6. Juni mit 23,9 registriert. Am Montag, 7. Juni konnte das Gesundheitsamt für den Landkreis Esslingen förmlich feststellen, dass die Inzidenz fünf Tage unter 35 liegt. Die Allgemeinverfügung ist inzwischen auf der Homepage des Landkreises veröffentlicht.

Mit der Feststellung sind nach der Corona-Verordnung des Landes weitere Lockerungen verbunden. Von Dienstag, 8. Juni gilt unter anderem: Die Testpflicht für die Außenbereiche von Gastronomie, Veranstaltungen und Einrichtungen wie Freibäder fällt weg. Feiern im Gastgewerbe sind bis zu 50 Personen innen und außen möglich. Dafür ist aber ein Test-, Impf- oder Genesenennachweis notwendig. Veranstaltungen in Vereinen, Betrieben oder ähnlichem sind mit bis zu 750 Personen im Freien möglich, ebenso Kulturveranstaltungen wie Theater, Oper, Kulturhaus oder Kino – darunter fallen allerdings nicht Public-Viewing-Angebote zur aktuellen Fußball EM. Hier gelten die Beschränkungen für das Gastgewerbe.

Die genauen Regelungen ergeben sich aus der vom Land veröffentlichten Übersicht „Stufenplan für sichere Öffnungsschritte ab 7. Juni 2021“. Die Lockerungen werden zurückgenommen, wenn die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen wieder über 35 liegen sollte.

Weitere Informationen: www.landkreis-esslingen.de, Beispiele und Kurzübersicht zu Öffnungsschritten, Amtliche Feststellungen zur aktuellen Inzidenzentwicklung


Laurents Hörr siegt in Le Castellet

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Laurents Hörr dominiert beim ersten Saisonsieg in der European Le Mans Series

Beim dritten Saisonrennen der European Le Mans Series 2021 glänzen der 23-jährige Stuttgarter Laurents Hörr und sein Team mit einem dominanten Auftritt und einem klaren Sieg.

Auf dem südfranzösischen Grand-Prix-Kurs Paul Ricard fand am Sonntag der dritte Lauf zur European Le Mans Series, der Europameisterschaft im Langstecken-Motorsport, statt. Laurents Hörr, sein Copilot Jean-Philippe Dayraut, und ihr Luxemburger Team DKR Engineering konnten erstmals in dieser Saison ihre starke Performance in Zählbares ummünzen.

Nach einer Pole Position, die Laurents Hörr im letzten Lauf am Red Bull Ring erreichte, wurde das Team durch einen unverschuldeten Unfall, und die dadurch notwendige Reparatur des Fahrzeugs, um drei Runden zurückgeworfen. Am Ende konnte man tatsächlich noch den achten Platz einfahren – immerhin ein Achtungserfolg.

Dieses Mal passte jedoch alles. Beim Zeittraining am Samstag stellte Hörr den Duqueine D08- Nissan-Prototypen der Klasse LMP3 mit der Startnummer 4 erneut auf Startplatz 1. Im Verlauf des vierstündigen Rennens wechselten sich – reglementbedingt – Hörr und sein französischer Gentleman Driver Dayraut am Steuer ab, stets mit komfortablem Vorsprung auf das restliche Feld.

Auch die verschiedenen Full Course Yellow- und Safety Car-Phasen konnten dieses Mal dem Team um den jungen Stuttgarter nichts anhaben, die Strategie passte perfekt, und die Boxenstops liefen reibungslos. Durch diese brillante Teamleistung gelang ein durchaus beeindruckender Sieg, mit über 20 Sek. Vorsprung auf das hochkarätig besetzte Verfolgerfeld.

Gekrönt wird diese Erfolgsbilanz aus Pole Position und Sieg noch durch das Prädikat „schnellste Rennrunde“, mit der Laurents Hörr quasi das Triple aller erreichbaren Auszeichnungen aus dem Wochenende mitnimmt.

„Endlich! Unser erster Sieg in der European Le Mans Series ist in der Tasche. Das ganze Team von DKR Engineering und Duqueine Automotive hat einen riesen Job gemacht. Jetzt freuen wir uns einfach nur auf Monza, um dort unsere starke Leistung zu wiederholen“, so der überglückliche Hörr direkt nach der Siegerehrung.

Auch die Meisterschaft macht Laurents Hörr durch diesen Erfolg wieder richtig spannend. Von Rang 8 gelingt der Sprung auf Rang 2, damit ist auch hier noch alles drin für den erfolgreichen Stuttgarter. Das nächste Rennen für Laurents Hörr findet statt am 11. Juli in Monza (Italien).


Bosch eröffnet Chipfabrik der Zukunft in Dresden

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Voll vernetzt, mit künstlicher Intelligenz gesteuert
  • Bosch-Chef Denner: „Mit unserer ersten AIoT-Fabrik setzen wir neue Maßstäbe bei der Chip-Produktion.“
  • EU-Kommissarin Vestager: „Halbleiter helfen, die Wettbewerbsfähigkeit Europas als Wiege für Spitzeninnovationen zu stärken.“
  • Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Die neue Chipfabrik ist gut für Europa, für Deutschland und für Sachsen.“
  • Künstliche Intelligenz schafft die Grundlage für datengesteuerte, kontinuierliche Verbesserung in der Produktion und schnelle Serienanläufe.
  • Erste Chips für Elektrowerkzeuge von Bosch verlassen im Juli die Fertigung – ein halbes Jahr früher als geplant.
  • Investition in neuen Fertigungsstandort ist mit rund einer Milliarde Euro die größte Einzelinvestition in der mehr als 130-jährigen Geschichte von Bosch.
  • 700 Beschäftigte sollen dort in der Endausbauphase arbeiten.

Dresden.| Voll vernetzt, datengesteuert, selbstoptimierend: Bosch eröffnet in Dresden eine der modernsten Chipfabriken der Welt. Hochautomatisierte, voll vernetzte Maschinen und integrierte Prozesse, kombiniert mit Methoden der künstlichen Intelligenz (Artificial Intelligence, AI), machen das Werk in Dresden zu einer intelligenten Fabrik und zum Vorreiter bei Industrie 4.0. Im virtuellen Beisein von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, der Vizepräsidentin der EU-Kommission Margrethe Vestager und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer wurde die High-Tech-Fertigung am 7. Juni 2021 offiziell eröffnet.

„Halbleiter helfen, die Wettbewerbsfähigkeit Europas als Wiege für Spitzeninnovationen zu stärken. “ Margrethe Vestager, Exekutiv-Vizepräsidentin der EU-Kommission

„Die hochmoderne Technik in Boschs neuer Halbleiterfabrik in Dresden zeigt, welch ausgezeichnete Ergebnisse sich erzielen lassen, wenn Industrie und öffentliche Hand ihre Kräfte bündeln. Halbleiter werden zur Entwicklung von Branchen wie Transport, Produktion, Energie und Gesundheitswesen beitragen – in denen Europa Herausragendes leistet. Dies hilft, die Wettbewerbsfähigkeit Europas als Wiege für Spitzeninnovationen zu stärken“, so Margrethe Vestager, Exekutiv-Vizepräsidentin der EU-Kommission.

„Es ist für Bosch von strategischer Bedeutung, Halbleiter als eine Kerntechnologie selbst zu entwickeln und zu fertigen. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz heben wir in Dresden die Produktion von Halbleitern auf ein neues Level“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. „In Dresden eröffnen wir damit unsere erste AIoT-Fabrik: von Beginn an vollvernetzt, datengesteuert, selbstoptimierend.“ Bosch investiert rund eine Milliarde Euro in den High-Tech-Standort. Das ist die größte Einzelinvestition in der mehr als 130-jährigen Geschichte des Unternehmens.

„Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz heben wir in Dresden die Produktion von Halbleitern auf ein neues Level.“ Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH

Die Produktion in Dresden startet bereits im Juli – ein halbes Jahr früher als geplant. Ab dann kommen die im neuen Werk produzierten Halbleiter in Bosch-Elektrowerkzeugen zum Einsatz. Für den Bedarf der Automobilindustrie beginnt die Chip-Produktion im September und damit ein Vierteljahr früher als geplant. Als wichtiger Bestandteil des Fertigungsverbundes für Halbleiter stärkt Bosch mit der neuen Fabrik den Technologie- und Wirtschaftsstandort Deutschland. „Die neue Chipfabrik ist gut für Europa, für Deutschland und für Sachsen. Damit verbunden sind direkt und indirekt viele neue Arbeitsplätze in einer riesigen Wachstumsbranche. Die Milliardeninvestition stärkt Silicon Saxony und die gesamte europäische Halbleiterindustrie“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Heute arbeiten im Halbleiterwerk in der sächsischen Landeshauptstadt bereits rund 250 Menschen auf einer Fläche von 72 000 Quadratmetern. Die Zahl der Beschäftigten soll in der Endausbauphase des Standorts auf 700 Mitarbeiter anwachsen.

„Die neue Chipfabrik ist gut für Europa, für Deutschland und für Sachsen.“
Michael Kretschmer, Ministerpräsident Sachsen

Als einziger Automobilzulieferer beschäftigt sich Bosch seit den 1950er Jahren intensiv mit Mikroelektronik. Seit 1958 produziert das Unternehmen Halbleiter selbst. Im Werk in Reutlingen werden seit 1970 Spezialbauelemente gefertigt, die so am Markt nicht erhältlich sind. Seit der Einführung der 200-Millimeter-Technologie im Jahr 2010 hat Bosch mehr als 2,5 Milliarden Euro alleine in seine Halbleiterfertigungen in Reutlingen und Dresden investiert. Hinzu kommen weitere Investitionen in Milliardenhöhe für die Entwicklung der Mikroelektronik. Damit verfolgt das Unternehmen weiter seine Wachstumsstrategie in der Halbleiterentwicklung und -fertigung. „Diese Kompetenz ist der Schlüssel für zahlreiche überlegene Systemlösungen von Bosch“, so Denner.

Vorreiter bei Industrie 4.0
Maschinen, die mitdenken, Wartungen aus 9 000 Kilometern Distanz, Brillen mit eingebauten Kameras: Eines der modernsten Halbleiterwerke der Welt steht jetzt in Dresden. „Dank der Kombination von künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge schaffen wir die Grundlage für datengesteuerte, kontinuierliche Verbesserung in der Produktion“, sagt Denner. Konkret bedeutet das: Alle Daten der Halbleiterfabrik – von Anlagen, Sensoren und Produkten – werden in einem zentralen Datenspeicher gesammelt. Im Werk entstehen dadurch pro Sekunde Produktionsdaten mit einem Umfang von umgerechnet 500 Textseiten. An einem Tag entspricht das mehr als 42 Millionen beschriebener Blätter. Diese Daten werden anschließend mit Methoden der künstlichen Intelligenz ausgewertet. Selbstoptimierende Algorithmen lernen dabei, aus den Daten Vorhersagen abzuleiten. So lassen sich Fertigungs- und Wartungsvorgänge in Echtzeit analysieren. Ein AI-Algorithmus erkennt beispielsweise selbst kleinste Auffälligkeiten an den Produkten, die durch spezifische Fehlerbilder, sogenannte Signaturen, auf den Wafern sichtbar werden. Die Ursachen werden sofort analysiert und Prozessabweichungen umgehend korrigiert, noch bevor sie die Zuverlässigkeit des Produktes beeinflussen können. „Künstliche Intelligenz ist der Schlüssel, um Fertigungsprozesse und Qualität der Halbleiter weiter zu verbessern und einen hohen Grad an Prozessstabilität zu erreichen“, erklärte Denner. Das wiederum führt zu einem schnellen Serienstart von Halbleiterprodukten und erspart Kunden aufwendige Erprobungen, wie sie sonst beispielswiese in der Automobilindustrie zur Freigabe einer neuen Fertigung notwendig sind. Auch Wartungsarbeiten lassen sich mit künstlicher Intelligenz optimieren. Algorithmen können präzise Vorhersagen treffen, ob und wann eine Fertigungsmaschine oder ein Roboter gewartet oder nachjustiert werden muss. Die Arbeiten finden also nicht nach einem starren Plan statt, sondern genau dann, wenn sie erforderlich sind – und rechtzeitig, bevor es zu Problemen kommt.

„Dank der Kombination von künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge schaffen wir die Grundlage für datengesteuerte, kontinuierliche Verbesserung in der Produktion.“
Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH

„Digitaler Zwilling“: Das Werk existiert doppelt
Eine weitere Besonderheit des Halbleiterwerks ist, dass es doppelt existiert – einmal in der realen Welt und einmal in der digitalen. Man spricht vom „digitalen Zwilling“. Alle Teile der Fabrik und alle relevanten Bauwerksdaten des kompletten Halbleiterwerkes wurden dafür bereits während der Bauphase digital erfasst und in Form eines dreidimensionalen Modells visualisiert. Der Zwilling besteht aus rund einer halben Million 3D-Objekten – von Gebäuden und Infrastruktur, über Ver- und Entsorgungsanlagen, Kabeltrassen und Lüftungssystemen bis zu den Maschinen und Fertigungsanlagen. Damit lassen sich Prozessoptimierungen, aber auch Umbauarbeiten simulieren, ohne in die laufende Fertigung einzugreifen. Auch bei Wartungsarbeiten in der Dresdner Fabrik kommt High-Tech zum Einsatz: Denn via Datenbrille und Augmented Reality lassen sich Maschinen sogar aus der Ferne warten. Damit können Wartungsarbeiten in Dresden von dem Spezialisten eines Anlagenherstellers in Asien erledigt werden, ohne dass dieser vor Ort sein muss. Die Kamera der Datenbrille überträgt Videobilder einmal um die halbe Welt, der Experte dort führt den Mitarbeiter in Dresden dann in Echtzeit durch den Wartungsprozess. Diese Technologie war auch ganz entscheidend, um die Maschinen trotz Corona-bedingter Reisebeschränkung in Betrieb nehmen zu können.

Halbleiter für mehr Lebensqualität und Sicherheit im Straßenverkehr
Halbleiter stecken in Form von Mikrochips in beinahe jedem technischen Gerät – in Smartphones, Fernsehern, Fitnessarmbändern. Und ohne Halbleiter fährt heute und in Zukunft kein Auto mehr. 2016 hatte weltweit jedes Neufahrzeug im Schnitt mehr als neun Chips von Bosch an Bord, zum Beispiel im Airbagsteuergerät, im Bremssystem oder im Parkassistenten. 2019 waren es bereits mehr als 17. Das bedeutet nahezu eine Verdopplung binnen weniger Jahre. Die stärksten Zuwächse sehen Experten in den kommenden Jahren bei Fahrerassistenzsystemen, im Infotainment sowie in der Elektrifizierung des Antriebs. Mit seiner Chipfabrik in Dresden reagiert Bosch auf diese gestiegene Nachfrage nach Halbleitern. „Halbleiter sind Bausteine des Fortschritts. Elektronische Komponenten, die mit den Chips aus Dresden ausgestattet sind, ermöglichen Anwendungen wie automatisiertes und ressourcenschonendes Fahren sowie bestmöglichen Insassenschutz“, sagte Harald Kröger, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. Das Wachstum bestätigen Erhebungen: Noch 1998 betrug der Wert der Mikroelektronik in einem Neuwagen 120 Euro. 2018 lag dieser Wert bereits bei 500 Euro, und 2023 wird er voraussichtlich 600 Euro übertreffen (Quelle: ZVEI). Damit sind Halbleiter ein Wachstumsfeld auch für Bosch.

„Halbleiter sind Bausteine des Fortschritts. Elektronische Komponenten, die mit den Chips aus Dresden ausgestattet sind, ermöglichen Anwendungen wie automatisiertes und ressourcenschonendes Fahren sowie bestmöglichen Insassenschutz.“
Harald Kröger, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH

Halbleiterkompetenz als Wettbewerbsvorteil
„Chips für Fahrzeuge sind die Königsdisziplin der Halbleitertechnik. Denn im Auto müssen die kleinen Bausteine besonders widerstandsfähig sein“, sagte Kröger. So sind die Chips über die gesamte Dauer eines Fahrzeuglebens starken Vibrationen und Temperaturschwankungen ausgesetzt – mal weit unter dem Gefrierpunkt, mal weit über dem Siedepunkt von Wasser. Das bedeutet höhere Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Chips. Die Entwicklung automobiler Halbleiter ist daher aufwendiger als in anderen Anwendungen. Dies erfordert spezifisches Know-how, das sich Bosch über Jahrzehnte aufgebaut hat. Die Entwickler und Ingenieure verstehen die physikalischen Prinzipien der mikroelektronischen Bauteile im Fahrzeug. Damit werden komplette Systeme für den automobilen Unfall- und Umweltschutz möglich, die das Unternehmen ebenso entwickelt und fertigt – und das aus einem Guss. „Diese doppelte Stärke, also die Kombination von Chip- und System-Know-how, ist für Bosch von strategischer Bedeutung“, so Kröger. Zudem komplettiert Bosch seine Stärke in der Entwicklung und Fertigung von Halbleitern mit seinem System-Know-how in den Bereichen Elektronik und Software. Das ermöglicht dem Unternehmen, die Qualität seiner Produkte zu sichern, diese kontinuierlich weiterzuentwickeln und Kosten zu senken.

„Silicon Saxony“: Europas größter Mikroelektronik-Standort
Bosch hatte sich nach einem weltweiten Städtevergleich für Dresden als Standort für seine Halbleiterfabrik entschieden. Das „Silicon Saxony“ ist Europas größter Mikroelektronik-Standort und der fünftgrößte weltweit. Jeder dritte in Europa produzierte Chip wird hier gefertigt. Dafür bietet die Region optimale Bedingungen. „Ansiedlung und Bau der Fabrik sprechen für das große Vertrauen in den Hochtechnologiestandort Sachsen mit seinen erfahrenen und qualifizierten Fachleuten und dem hier über Jahrzehnte gewachsenen einzigartigen Netzwerk“, sagte Sachsens Ministerpräsident Kretschmer. So verfügt Dresden über eine gute Infrastruktur mit kurzen Wegen und guten Anbindungen. Das umfasst Unternehmen der Zulieferer-, Dienstleister- und Anwenderindustrie sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit entsprechender technologischer Expertise. „In Dresden trifft modernes Unternehmertum auf wissenschaftliche Exzellenz und industriepolitische Verantwortung“, sagte Kröger. „Bosch hat sich daher bewusst entschieden, die größte Einzelinvestition in seiner mehr als 130-jährigen Geschichte hier in der Region zu tätigen“.


SVL-Wasserballer gewinnen Turnier

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Sieg sollte für die Euro-Qualifikation reichen

Zwei Spiele gewonnen und ein Unentschieden erkämpft: Die SVL-Wasserballer haben am Wochenende beim Turnier in Esslingen, bei dem es um die Bundesliga-Plätze fünf bis acht ging, ihr ausgegebenes Ziel erreicht. Die Ludwigsburger stehen in den Abschlusstabelle ganz oben. Platz fünf dürfte zugleich die Qualifikation für das internationale Geschäft bedeuten. Es steht aber noch eine Entscheidung der LEN aus, der Europäische Dachverband für Wassersport will demnächst festlegen wie viele Teams antreten dürfen.

Am Ende wird alles gut, sagt man. Stimmt. Die Bundesliga-Saison ist zu Ende gespiel t – und die SVL-Wasserballer sind sehr zufrieden. Das ausgegebene Ziel ist erreicht, obgleich alle wissen: womöglich wäre ein bisschen mehr drinnen gewesen als Platz fünf. Doch dieser Platz fünf dürfte zugleich die Qualifikation für den Euro-Cup bedeuten.

Das Turnier am ersten Juni-Wochenende hat für die SVLer mit einem deutlichen Sieg im Derby gegen den Lokalrivalen SSV Esslingen begonnen (13:6). Der Start in dieses erste Spiel am Freitagabend indes ist beschwerlich. Die Ludwigsburger liegen zunächst mit 0:2 zurück, bald steht es 2:4. So hatten sich der Team-Manager Adrijan Jakovcev, der Trainer Aleksa Manic und die Spieler das nicht vorgestellt.

Der SVL-Torwart Ivan Pisk ist aber in Topform, pariert viele gute Schüsse der Esslingen. Und als der SVL-Torjäger Marko Martinic dann auch noch voll aufdreht – dreht sich auch das Spiel. Zur Halbzeit steht es 5:4. Und dann bald 7:4 für den SVL. Im dritten Viertel führt Ludwigsburg bald mit 9:6. Auch als Esslingen in doppelter Überzahl spielt gelingt den Gegnern kein Tor. Der Sprecher von SSV, der das Spiel live im Internet kommentiert, sagt: „Wir werden müde.“ Kurz vor Schluss schießt Martinic sein sechstes Tor zum Endstand 13:6 für Ludwigsburg. Das Spiel ist gewonnen, der erste Schritt getan.

Für den SVL: Josip Katusa, Luka Vulovic (1 Tor), Timo van der Bosch (1), Leopold Friedrich, Marko Martinic (6), Veljko Stanimirovic (1), Domagoj Mijatovic (1), Kristijan Lipar (1), Mattia Ruggeri, Mitko Nachev (1), Nino Blazevic (1), Eric Fernandez Rivas, Ivan Pisk

Samstagabend, nächstes Spiel. Gegen die SG Neukölln. Der SVL führt bald mit 3:1. Aber der Gegner bleibt dran. Die Partie wird turbulent – turbulent und spannend – mit einigen Nicklichkeiten, mit Rausstellungen und mit zwei Roten Karten gegen Ludwigsburg. Der Sprecher auf dem Esslinger Youtube-Kanal spricht allerdings auch von einem „Genuss fürs Auge“.

Der SVL zieht davon, im zweiten Viertel steht es bald 5:3. Aber Neukölln bleibt weiter dran, gleicht wenig später zum 5:5 aus. Im dritten Viertel geht Neukölln erstmals in Führung, 7:8. Das Team aus Berlin ist von Trainer offenkundig gut eingestellt, und die Spieler sind fit. Der Sprecher fragt: „Ist der SVL ratlos?“ Nein, der SVL gleicht schlussendlich aus, nach dem Schlusspfiff steht es 9:9. Ludwigsburg führt die Tabelle knapp an. Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel sagt am späten Abend: „Alles ist okay, wir sollten am Sonntag aber nicht verlieren.“

Für den SVL: Josip Katusa, Luka Vulovic, Timo van der Bosch (1 Tor), Leopold Friedrich, Marko Martinic (4), Veljko Stanimirovic, Domagoj Mijatovic (1), Kristijan Lipar, Mattia Ruggeri, Mitko Nachev (2), Nino Blazevic (1), Eric Fernandez Rivas, Ivan Pisk

Sonntag, 10 Uhr: das quasi-Entscheidungsspiel gegen die White Sharks Hannover. Hannover müsste gewinnen, um Platz fünf zu erreichen, dem SVL reicht ein Unentschieden. Bis zur Halbzeit hält Hannover einigermaßen gut mit, dann indes zieht der SVL auf und davon. Nach 0:2 zu Beginn steht es bald 4:2 für Ludwigsburg. Dieter Gscheidle, SVL-Urgestein, sagt in der Halbzeitpause: „Unsere Abwehr ist gut, die Chancenverwertung lässt aber noch zu wünschen übrig.“ Er erwarte allerdings einen „eindeutigen Sieg“ für Ludwigsburg. Der Dieter wird Recht behalten.

Der SVL-Torwart Pisk zeigt tolle Paraden, Martinic und seine Kollegen treffen. Der Sprecher sagt: „Jetzt wird das Spiel fast langweilig“. Schön für den SV Ludwigsburg, der nach dem dritten Viertel mit 7:4 führt. Mit einem Tor des SVL-Nationalspielers Timo von der Bosch endet das Spiel mit 9:4 für Ludwigsburg.

Für den SVL: Josip Katusa, Luka Vulovic (2 Tore), Timo van der Bosch (2), Leopold Friedrich, Marko Martinic (4), Veljko Stanimirovic, Domagoj Mijatovic, Kristijan Lipar, Mattia Ruggeri, Mitko Nachev, Nino Blazevic (1), Eric Fernandez Rivas, Ivan Pisk

Timo sagt nach dem letzten Spiel: Platz fünf sei gut, „kein Spiel verloren, nicht immer gut gespielt, aber daran erinnert sich in eine paar Monaten eh niemand mehr“. Gewonnen ist gewonnen. Viele Spieler machen nach dem Turnier erstmal ein bisschen Urlaub. Für Timo geht es am Mittwoch indes noch zur Nationalmannschaft, weitere fünf Tage Training.

Matthias Nagel spricht mit Blick auf das letzte Spiel und auf die ganze, mitunter schwierige Corona-Saison von einem „versöhnlichen Abschluss“. 5:1 Punkte im Turnier in Esslingen seinen gut. Okay, so Nagel, „es hätte mehr sein können gegen Neukölln“. Insgesamt wäre womöglich Platz vier drinnen gewesen. Der SVL sei aber wieder ein Stück näher an die Top-Vier-Mannschaften heran gerückt. Die vorige Saison hatte Ludwigsburg mit Platz sechs abgeschlossen. Zu Beginn dieser Runde hatte der Team-Manager erklärt, der SVL wolle Jahr für Jahr eine Platz gut machen. Also alles im Plan.

Nagel sagt: „Wir freuen uns auf die Pause“, die Saison mit der erstmaligen Teilnahme am Euro-Cup im Winter sei lang gewesen. Mitte August beginne das Training wieder, und Mitte September solle der Deutsche Pokal ausgespielt werden. „Und dann wollen wir unbedingt wieder international spielen.“ Die LEN werde voraussichtlich in den nächsten Wochen entscheiden, wie viele deutsche Mannschaften spielen dürfen.


Johnathan Zinram verlängert seinen Vertrag beim SGV

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Freiberg a. N.| Der 29-jährige, 1,75 große, Bad Kreuznacher, hat sich entschieden seinen auslaufenden Vertrag beim SGV Freiberg Fußball zu verlängern. Johnny kam zu Beginn der Rumpfsaison 2020/21 aus Pforzheim an den Wasen und erarbeitete sich von Beginn an einen Stammplatz im zentralen Mittelfeld. Mit der Erfahrung aus 95 Regionalliga- und 112 Oberliga-Einsätzen hatte er erheblich Anteil am spektakulären Erfolg des Freiberger Oberligisten. In seinen 10 Ligaspielen (2 Tore, 4 Assists) und 4 Pokalspielen (1 Tor, 2 Assists) der annullierten Saison, seiner Mentalität und positiven Ausstrahlung, spielte er sich in die Herzen der SGV-Fans, die sich nun auf weitere Spiele mit Johnny freuen dürfen.


Weiter sinkende 7-Tage-Inzidenz

Stadt Stuttgart kann zum 7. Juni Corona-Verordnung weiter lockern

Stuttgart.| Die Corona-Infektionszahlen in Stuttgart sinken weiter. Am Samstag, 5. Juni, lag die 7-Tage-Inzidenz bei 34,3. Das Land Baden-Württemberg hat am 3. Juni eine Änderung der Corona-Verordnung verabschiedet. Danach ist es bei einer 7-Tage- Inzidenz von unter 50 an fünf aufeinander folgenden Tagen, frühestens jedoch zum 7. Juni, möglich, direkt in die dritte Öffnungsstufe überzugehen. Wie die Landeshauptstadt jetzt mitgeteilt hat, ist diese Voraussetzung für Stuttgart erfüllt, so dass ab Montag weitere Lockerungen und Erleichterungen eintreten.

Der Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts, Prof. Stefan Ehehalt, sagte zu den sinkenden Infektionszahlen und den damit verbundenen Lockerungen: „Wir sind aktuell auf einem guten Weg: Die Inzidenzzahlen sind deutlich gesunken, die Patientenzahlen in den Krankenhäusern rückläufig und unsere älteren Menschen besser geschützt. Der Erfolg der Bundesnotbremse und der zunehmend positive Einfluss der Impfungen werden nun endlich sichtbar. Aber auch weitere Faktoren, wie zum Beispiel die wärmere Jahreszeit und die niederschwelligen, regelmäßigen Testungen, tragen hierzu bei. Im besten Fall pendelt sich die 7-Tage-Inzidenz nun auf einem möglichst niedrigen Niveau ein. Nachdem es uns wiederholt gelungen ist, die Welle mit ganz erheblichen Anstrengungen zu brechen, gilt es jetzt, einen erneuten exponentiellen Anstieg zu verhindern. Allen muss klar sein: So lange die Pandemie weltweit nicht besiegt ist, so lange haben wir sie auch bei uns in Stuttgart nicht vollständig im Griff.“

Mit dem Übergang in die dritte Öffnungsstufe sind ab Montag unter anderem die folgenden zusätzlichen Lockerungen in Stuttgart möglich:

  • Der Betrieb des Gastgewerbes, insbesondere von Schank- und Speisewirtschaften, ist bis 1 Uhr nachts gestattet
  • Vergnügungsstätten, Spielhallen und -banken sowie Wettvermittlungsstellen dürfen wieder öffnen; es gilt die zeitliche Grenze wie für die Gastronomie bis 1 Uhr nachts, Spielhallen müssen nach dem Spielrecht jedoch bereits um 24 Uhr schließen
  • Messen, Ausstellungen und Kongresszentren wie auch Freizeitparks und sonstige Freizeiteinrichtungen dürfen wieder allgemein öffnen; dies gilt auch für Bäder und Saunen
  • Bei Ansammlungen, private Zusammenkünfte und private Veranstaltungen, die bereits seit letzten Donnerstag, 3. Juni, mit maximal zehn Personen aus drei Haushalten und darüber hinaus den Kindern dieser Haushalte bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres zulässig sind, dürfen zusätzlich bis zu fünf weitere Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres aus beliebig vielen Haushalten hinzukommen
  • Kulturveranstaltungen, aber auch Vortrags- und Informationsveranstaltungen und Veranstaltungen des Arbeits-, Dienst- und Geschäftsbetriebs sind mit 500 Personen im Freien bzw. 250 Personen in geschlossenen Räumen möglich
  • Für Schülerinnen und Schüler ist die Vorlage eines von der Schule bescheinigten negativen Tests, der maximal 60 Stunden zurückliegt, künftig für den Zutritt zu allen zulässigen Angeboten ausreichend
  • Der Betrieb von Sportanlagen und Sportstätten sowie von Fitness-, Yoga- und vergleichbaren Studios oder Einrichtungen ist allgemein gestattet; für den organisierten Vereins- und Hochschulsport gilt dies nunmehr auch außerhalb von Sportanlagen. Auch beim Kinder- und Jugendsport wird die Testung aus dem Schulbetrieb als Testnachweis anerkannt
  • Wettkampfveranstaltungen sind neben dem Profi- und Spitzensports nun auch im Bereich des Amateursports gestattet; es dürfen im Freien bis zu 500 und in geschlossenen Räumen bis zu 250 Zuschauer dabei sein

Außerdem wird eine neue Inzidenzstufe 35 eingeführt, die weitere Erleichterungen ermöglicht, wenn die 7-Tage-Inzidenz von 35 an fünf aufeinander folgenden Tagen unterschritten wird.

Der Betrieb der Schulen wird zukünftig in einer eigenen Ressort-Verordnung Schule geregelt. Die bisherige Schulregelung der Corona-Verordnung wird weitgehend aufgehoben.

Weitere Infos und aktuelle Fallzahlen gibt es online unter www.stuttgart.de/corona.


Stuttgart Reds festigen mit zwei Siegen den dritten Tabellenplatz

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Stuttgart.| Mit zwei sehr unterschiedlichen Auftritten gegen die IT Sure Falcons aus Ulm haben die Baseballer des TV Cannstatt zwei weitere Siege eingefahren. Einem überzeugenden 14:3 – bei dem die Stuttgart Reds vier Homeruns erzielten –, folgte ein knappes, bis zum Schluss spannendes Spiel in Ulm. Aber auch hier behielt das Bundesliga-Team aus Stuttgart mit 5:3 die Oberhand.

Im ersten Spiel, das am Freitagabend bei bestem Baseball-Wetter vor den erlaubten 100 Zuschauern auf dem Cannstatter Schnarrenberg ausgetragen wurde, gab Reds-Headcoach Curtis Di Salle auf dem Pitchers Mound dem Nachwuchs eine Chance. Benedikt Schäffer hatte allerdings Mühe, die Strike-Zone zu treffen. Dank eines an der Home Plate „aus“ geworfenen Ulmers sowie eines Double Plays zum zweiten und dritten Aus im ersten Inning konnte aber Ulm dies nicht in Punkte ummünzen.

Ein ähnliches Bild im zweiten Spieldurchgang: Ohne zu schlagen glichen die Falcons die zwischenzeitliche Stuttgarter Führung zum 1:1 aus und „luden“ die Bases, was bei den Reds zum Pitcher-Wechsel führte. Joe Cedano de Leon beendete sehr trocken durch zwei Strikeouts und ein Flyout die Gefahr. Im Gegenzug setzte Stuttgart das erste große Ausrufezeichen: Leftfielder Elias Macias drosch den Ball bei vollen Bases über den Zaun gegen die Anzeigetafel im Centerfield – Grand Slam Homerun und damit 5:1!

Ab hier dominierten die Hausherren das Spiel. Joe Cedano de Leon hatte keine Probleme mit der Ulmer Offensive und die Reds sammelten Run um Run. Im dritten Inning führten zwei Fehler der Ulmer und ein Hit von Moritz van Bergen zum 6:1, bevor die Reds im fünften Inning durch einen Homerun von Billy Germaine zum 8:1 endgültig auf die Siegerstraße einbogen. Im 6. Inning war dann Xavi Gonzalez mit seinem Homerun an der Reihe. Billy Germaine brachte mit einem Double zwei weitere Punkte nach Hause und schließlich erzielte Elias Macias seinen zweiten Homerun des Tages, der dieses Mal drei Punkte einfuhr. Am Ende des Innings stand es damit 14:1.

Zwar konnten die Gäste mit zwei Runs im 7. Inning das Ergebnis noch etwas freundlicher gestalten, aber den Abbruchsieg der Stuttgart Reds verhinderte dies nicht. Neben dem „Man of the Match“ Elias Macias (vier Hits, davon zwei Homeruns, und sieben Runs-batted-in) erzielten auch Billy Germaine und Moritz van Bergen je vier Hits. Joe Cedano de Leon war der Winning Pitcher, der in 4 2/3 Innings neun Strikeouts warf und keinen einzigen Run zuließ.

Das zweite Spiel – am Samstagnachmittag unter dem Gewitterhimmel in Ulm ausgetragen – sah Marcel Giraud als Starting Pitcher mit einer sehr soliden Vorstellung. Aber die bislang in diesem Jahr sehr einseitigen schwäbischen Nachbarschaftsduelle sollten an diesem Tag keine Wiederholung finden, denn auch Ulms Finn Freisberg hielt für sein Team das Spiel lange Zeit offen.

Im zweiten Inning konnten die Falcons 1:0 in Führung gehen, doch die Reds glichen postwendend aus – durch einen schönen Bunt-Hit von Xavi Gonzalez gefolgt von drei Walks. Auch im dritten Spieldurchgang waren es mehrere Walks und ein Hit-by-Pitch, die zum 2:1 führten bevor Reds-Nachwuchstalent Emil Hundt mit seinem ersten Hit in der Bundesliga das 3:1 nach Hause schlug. Diese knappe Führung hatte bis ins 7. Inning Bestand als Ulms Tim Flüge einen Pitch des zwischenzeitlich eingewechselten Reds-Pitchers Daniel Zeller in einen Zwei-Punkte-Homerun verwandelte. 3:3 – und alles war wieder offen.

Die Reds ließen sich aber davon nicht beirren: Gegen den neuen Ulmer Pitcher Daniel Ameel kamen Toni Horvatic und Moritz van Bergen auf Base und Frido Finks Hit bedeutete die erneute Stuttgarter Führung. Danilo Weber erhöhte kurz darauf zum 5:3. Yannik Witt und Dustin Ward (in einer ungewohnten Rolle als „Closer“) sicherten diesen Zwei-Punkte-Vorsprung bis zum Schluss und Stuttgart festigte damit den dritten Tabellenplatz in der 1. Baseball-Bundesliga, Gruppe Süd. Marcel Giraud fuhr mit fünf Innings pitched und zehn Strikouts seinen fünften „Win“ der Saison ein, Dustin Ward sein erstes „Save“. Offensiv hatte Danilo Weber mit drei Hits in drei At-Bats einen makellosen Tag.

Die Stuttgart Reds (14 Siege, acht Niederlagen) müssen am 11. und 12. Juni gegen den Tabellenführer Heidenheim antreten, der überraschend an diesem Wochenende zweimal gegen München-Haar unterlag. Das Spiel am Samstag wird auf dem Platz des TV Cannstatt auf den Schnarrenberg ausgetragen. Spielbeginn ist 14 Uhr und es sind wieder 100 Zuschauer erlaubt. Karten können auf der Website stuttgart-reds.de reserviert werden.


Auswirkungen der neuen Corona-Verordnung auf den Landkreis

  • Gastronomie darf bis 1 Uhr öffnen
  • Schulische Testbescheinigungen gelten 60 Stunden

Kreis Böblingen.| Die Landesregierung hat eine neue Corona-Verordnung erlassen, die ab Montag auch im Landkreis Böblingen weitere Lockerungen zulässt.

Neu ist, dass bei Unterschreitung der Sieben-Tage-Inzidenz von 50 an fünf aufeinander folgenden Tagen zugleich alle Erleichterungen der Öffnungsstufe 3 gelten. Nachdem dies im Landkreis Böblingen bereits seit 30. Mai 2021 der Fall ist, sind damit ab Montag, 07.06.2021 weitere Lockerungen verbunden. So dürfen Gastronomen ab nächster Woche Gäste bis 1 Uhr bewirten. Im Spitzen- und Amateursport sind Wettkämpfe bis zu 500 Zuschauern im Freien und bis 250 Zuschauern innen erlaubt. Diese Zuschauerregelung gilt auch bei Kulturveranstaltungen und sonstigen Veranstaltungen und Versammlungen.

Die Regel, dass eine Person pro 10 qm zulässig ist, gilt für Freizeiteinrichtungen, Schwimmbäder und Messen.

Ebenfalls neu sind Lockerungen unter dem Inzidenzwert von 35, wenn dieser fünf Tage lang unterschritten wird. Der Landkreis liegt derzeit ganz knapp darüber.
Für Familien und Jugendliche sind zwei weitere Änderungen relevant.

Für Schüler gelten die von der Schule ausgestellten negativen Testbescheinigungen 60 Stunden lang für alle Angebote, die mit einer Testpflicht verbunden sind, z.B. der Vereinssport.

Bei einer Inzidenz unter 50 sind wie bislang Treffen im privaten oder öffentlichen Raum mit zehn Person aus bis zu drei Haushalten erlaubt, wobei Kinder der Haushalte bis einschließlich 13 Jahre nicht mitgezählt werden. Neu ist nun, dass dazu fünf Kinder bis einschließlich bis 13 Jahre aus fünf weiteren Haushalten dazu kommen dürfen. So sind Kindergeburtstage in kleinem Rahmen wieder möglich.


Weitere Lockerungen im Landkreis Esslingen ab Montag

Kreis Esslingen.| Die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ermöglicht ab Montag, dem 7. Juni, weitere Lockerungen für den Landkreis Esslingen

Am kommenden Sonntag, den 6. Juni, wird das Gesundheitsamt eine entsprechende für den Landkreis Esslingen gültige Allgemeinverfügung erlassen, welche ab dem darauf folgenden Tag greift.

Bisher galten für den Landkreis Esslingen die Regelungen des sogenannten „Öffnungsschritts 1“ in Addition mit denen für eine 7-Tages-Inzidenz von unter 50.

Neu hinzu kommen zeitgleich ab dem 7. Juni die Lockerungen der Öffnungsschritte 2 und 3 sowie weitere vom Land beschlossene Maßnahmen. Die genauen Regelungen ergeben sich aus der vom Land veröffentlichten Übersicht „Stufenplan für sichere Öffnungsschritte ab 7. Juni 2021“.

Zu den weiteren Lockerungen gehört etwa, dass die Gastronomie ab Montag von 6 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts öffnen darf, soweit – wie bisher – ein entsprechendes Test- und Hygienekonzept eingehalten wird. Der organisierte Vereinssport darf auch außerhalb von Sportanlagen mit maximal 20 Personen ausgeführt werden.

Kulturveranstaltungen dürfen (in Theatern, Kulturhäusern und Kinos) mit bis zu 250 Personen im Saal oder mit bis zu 500 Personen im Außenbereich stattfinden – soweit ein Test- und Hygienekonzept angewandt wird. Selbiges ist auch bei Veranstaltungen des Spitzensports und bei Wettkampfveranstaltungen des kontaktarmen Amateursports unabdingbar; dann sind bis zu 250 Zuschauer erlaubt.

„Dass im Landkreis Esslingen zeitnah weitere Lockerungen möglich sind, freut uns sehr. Wenn der Trend der weiter sinkenden Infektionszahlen anhält, erreichen wir vermutlich Anfang kommender Woche eine Inzidenz von unter 35 an mindestens fünf Tagen. Damit würden sogar nochmals weitere Lockerungen im Landkreis einhergehen. Ich bitte aber weiterhin alle Menschen im Landkreis dringend, sich verantwortungsbewusst zu verhalten, und vor allem die Hygiene- und Abstandsregeln zu beachten.“, sagt Gesundheitsdezernent Peter Freitag.

Die Allgemeinverfügung des Gesundheitsamts wird auf der Startseite der Homepage des Landkreises eingestellt: www.landkreis-esslingen.de.

Informationen des Landes zur stufenweisen Öffnung gibt es auf der Homepage des Landes www.baden-wuerttemberg.de unter dem Link „Aktuelle Informationen zum Corona-Virus“.