SG BBM zurück in der EgeTrans Arena

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von Bernhard Gaus

Sportlich bewegen sich die Handballer der SG BBM nach dem Sieg gegen den EHV Aue und der Niederlage bei der HSG Nordhorn-Lingen unverändert im Mittelfeld der 2. Liga. Zum Abschluss der ersten Englischen Woche empfängt Bietigheim am Sonntag (17 Uhr) den wesentlich besser gestarteten TV 05/07 Hüttenberg. Zum ersten Mal seit über einem Jahr trägt die SG BBM wieder ein Spiel in ihrer größten Heimspielstätte aus, in der EgeTrans Arena.

Am 10. Oktober 2020, dem 2. Spieltag der von Corona geprägten Vorsaison, hatten die Spieler der SG BBM zum letzten Mal den Boden der EgeTrans Arena unter ihren Füßen. Die Schwaben mussten sich vor limitierten 500 Zuschauern mit einem Tor Unterschied dem TSV Dormagen geschlagen geben. Wer hätte damals gedacht, dass bis zur Rückkehr ins Wohnzimmer der SG BBM über ein Jahr vergehen würde.

Die ersten vier Heimspiele der SG BBM in der Viadukthalle konnten aufgrund der Corona-Regeln vor nur maximal 840 Zuschauern stattfinden. Dank der größeren Zuschauerkapazität der EgeTrans Arena haben am Sonntag wieder mehr Fans die Möglichkeit, ihre Mannschaft live anzufeuern. Erstmals in dieser Saison können Tickets auch noch an der Abendkasse gekauft werden. Die SG BBM feiert ihre Rückkehr in die Arena im Ellental mit einem „Family Day“. Es gibt günstige Familienkarten und tolle Aktionen rund ums Spiel. Die Partie kann im kostenfreien Livestream unter www.sportdeutschland.tv verfolgt werden.

Auch der Gegner am 9. Spieltag ist ein äußerst attraktiver. Der TV Hüttenberg hat sich mit schnellem und druckvollem Handball mit 12:4 Punkten auf Rang 3 katapultiert. Es wird also eine alles andere als einfache Heimaufgabe für die Jungs von Trainer Iker Romero, die durch die 24:25-Niederlage in Nordhorn am Mittwoch wieder auf Rang 9 abgerutscht sind. Trotz des knappen Resultats lagen die Vorteile in diesem Spiel die überwiegende Zeit auf der Seite von Nordhorn-Lingen. Bietigheim rannte – nicht zum ersten Mal in dieser Saison – von Anfang an einem Rückstand hinterher. Ein einziges Mal lag die SG BBM nach einer gelungenen Aufholjagd in Front, konnte das Spiel nach dem 14:15 nach 37 Spielminuten aber nicht drehen. Der Bundesliga-Absteiger hatte den längeren Atem. Den Bietigheimer Handballern bleibt die Erkenntnis, dem in eigener Halle noch verlustpunktfreien Aufstiegskandidaten einen guten Kampf geliefert zu haben.

Bietigheims spanischer Trainer muss sich vor der Partie gegen Hüttenberg mehr Gedanken zu seinem Personal machen, als ihm lieb sein kann. Neben den langzeitverletzten Patrick Rentschler und Mario Urban fehlte in Nordhorn weiter Jan Asmuth. Auch der gesundheitlich angeschlagene Dominik Claus konnte die Reise nach Niedersachsen nicht mitmachen. Der Linkshänder hatte schon in der Heimpartie gegen den EHV Aue vor Wochenfrist nach der Halbzeitpause passen müssen. Der Ausfall der beiden Flügelspieler Urban und Asmuth stellt Iker Romero dabei noch vor die geringsten Probleme. Alexander Pfeifer (links) und Christian Schäfer (rechts) spielten in Nordhorn einfach durch. Mit dem Ausfall von Dominik Claus aber würde dem Coach der SG BBM eine wichtige Option im Rückraum fehlen.

Entscheidend für einen Erfolg über den TV Hüttenberg könnte jedoch die Defensivleistung der SG BBM werden. Der Abwehr-Torhüter-Verbund hat in der aktuellen Saison schon Höhen und Tiefen erlebt. Der Bietigheimer Hintermannschaft muss es zuallererst gelingen, die Kreise von Mittelmann Dominik Mappes einzuengen. Der 26- Jährige, der von den Eulen Ludwigshafen zu seinem alten Club zurückgekehrt ist, spielte schnell eine zentrale Rolle im temporeichen Angriffsspiel der Mittelhessen. Beim 30:28-Heimsieg über den ThSV Eisenach war der Spielmacher am Mittwoch mit sieben Toren einmal mehr der erfolgreichste Werfer in seinem Team. Nach dem 8. Spieltag führt Mappes mit 61 Toren auch die Liste der Liga-Torschützen an. Dass darunter nur drei Tore vom Siebenmeterpunkt sind, macht seine Bilanz noch beeindruckender. In den Spielen gegen Nordhorn-Lingen und Gummersbach traf er jeweils zweistellig. Der Rechtshänder braucht nur wenig Platz für seine Würfe und von seinen Aktionen profitieren seine Nebenleute wie Ian Weber (35 Tore) oder Hendrik Schreiber (31). Einer der bekanntesten Spieler des Traditionsvereins sitzt seit dieser Saison nur noch auf der Bank. Der 73-fache deutsche Nationalspieler Stefan Kneer wird zwar stand-by in der Aufstellung aufgeführt, ist jetzt aber als Co-Trainer an der Seite von Johannes Wohlrab tätig.

Jedes Team der Liga ist inzwischen gewarnt. Die selbstbewusst auftretenden Mittelhessen haben nach Platz 13 in der Vorsaison einen Sprung nach vorne gemacht und überhaupt keinen Respekt vor großen Namen. In dieser Saison siegte Hüttenberg bereits bei den Bundesliga-Absteigern Ludwigshafen (21:26) und Coburg (27:30).


Umstellung auf Winterzeit: Wie fahren Bus und Bahn?

Zeitumstellung in der Nacht von Samstag auf Sonntag

In der Nacht von Samstag, 30. Oktober 2021, auf Sonntag, 31. Oktober 2021, werden die Uhren von 3 Uhr auf 2 Uhr um eine Stunde zurückgestellt – d.h. die Stunde 2.00 bis 2.59 Uhr gibt es doppelt.

Wer mit Bus und Bahn unterwegs ist, braucht sich um die Zeitumstellung keine Gedanken zu machen – Nachtschwärmer kommen auch in der verlängerten Nacht gut nach Hause.

Nachtbusse der SSB

Auf die Abfahrtszeiten der SSB-Nachtbusse wirkt sich die Zeitumstellung nicht aus. Sie fahren wie gewohnt die ganze Nacht hindurch noch zur Sommerzeit. Die SSB-Nachtbus-Linien N1 bis N10 fahren ab Schlossplatz um 1.20 Uhr, 2 Uhr, 2.30 Uhr, 3.10 Uhr (= 2.10 Uhr neue Zeit) und 3.40 Uhr (= 2.40 Uhr neue Zeit). Achtung: Zu den Abfahrtszeiten nach neuer Winterzeit um 3.10 und 3.40 Uhr (alte Zeit: 4.10 und 4.40 Uhr) fahren keine Nachtbusse.

S-Bahn

Bei der S-Bahn fahren die Züge während der Zeitumstellung in der Nacht von 30. auf 31. Oktober auch in der „doppelten“ Stunde, d.h. die folgenden Züge richten sich sowohl nach der Sommer- als auch nach der Winterzeit:

  • die S1 fährt um 2.21 Uhr von Kirchheim (T) und um 2.16 Uhr von Herrenberg ab,
  • die S2 fährt um 2.48 Uhr von Schorndorf und um 02.04 Uhr von Filderstadt ab,
  • die S3 fährt um 2.11 in Backnang und um 2 Uhr in Vaihingen ab,
  • die S4 fährt um 2.25 Uhr in Marbach und um 2.02 Uhr von der Schwabstraße ab,
  • die S5 fährt um 2.07 in Bietigheim und um 2.22 Uhr von der Schwabstraße ab,
  • die S6 fährt um 2.05 Uhr von Weil der Stadt und um 2.12 Uhr von der Schwabstraße ab

Die Nachtbusse und Linientaxis in den Landkreisen bieten Anschlüsse an die Nacht-S-Bahnen.

Regionalverkehr

Für die Züge des Regionalverkehrs, die vor 3 Uhr abfahren, gilt komplett die Sommerzeit:

  • die Züge der RB13 fahren um 1.06 Uhr in Aalen und 2.15 Uhr in Schorndorf ab,
  • die Züge der RB14 fahren in Herrenberg um 2.49 Uhr und in Horb um 1.42 Uhr ab,
  • die Züge der RB16 fahren in Ulm um 0.12 los, in Geislingen um 1.46 und 2.46 Uhr und in Plochingen um 1.34 und 2.34 Uhr,
  • die Züge der RB17 fahren in Pforzheim um 1.07 Uhr und ab Stuttgart Hauptbahnhof um 2.07 Uhr ab,
  • die Züge der RB18 fahren in Heilbronn um 1.11 Uhr und in Tübingen um 2.07 Uhr ab,
  • die Züge der RB19 fahren von Schwäbisch Hall-Hessental um 2.15 Uhr und von Backnang um 2.58 Uhr ab.

Die Regionalzüge, die nach 3 Uhr abfahren, sind nach der Winterzeit im Einsatz.

Fahrplanauskünfte im Internet oder über die App

Fahrgäste sollten beachten, dass die VVS-Fahrplanauskunft die „doppelte“ Stunde nicht verarbeiten kann. Bei Fahrplanauskünften zwischen 2 und 3 Uhr müssen sich Nachteulen an der Sommerzeit orientieren.


Weltkulturerbe: Fernsehturm nominiert für Auswahlverfahren

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OB Nopper: „Schönster und sicherster Fernsehturm weltweit“

Stuttgart.| Der Stuttgarter Fernsehturm nimmt teil am nationalen Vorauswahlverfahren zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Land Baden-Württemberg wird ihn jetzt in das Verfahren einbringen. Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper begrüßt die Initiative der Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Nicole Razavi, die in ihrem neuen Ministerium nun auch die oberste Denkmalschutzbehörde des Landes verantwortet.

OB Nopper sagte am Mittwoch, 27. Oktober: „Der Stuttgarter Fernsehturm ist nicht nur der Stuttgarter Leuchtturm und der Stolz der Schwaben. Er war eine architektonische Innovation und Vorbild für alle Fernsehtürme der Welt. Sogar der höchste Fernsehturm der Welt, der Tokio Sky Tree, gilt als Ableger des Stuttgarter Originals und die Fachwelt betrachtet unseren Fernsehturm als den schönsten und sichersten der Welt. Deswegen ist die Aufnahme in die Tentativ-Unesco-Welterbeliste mehr als berechtigt.“

1956 wurde der Stuttgarter Fernsehturm – als erster seiner Art – eingeweiht, nach einer Bauzeit von 20 Monaten. Die Baukosten von 4,2 Mio. Mark amortisierten sich schon nach fünf Jahren durch Eintrittsgelder. Ursprünglich wollte der Süddeutsche Rundfunk seine Antennen auf einen 200 Meter hohen, mit Drahtseilen gesicherten Eisen-Gittermasten stellen. Der Stuttgarter Ingenieur Fritz Leonhardt schlug einen Betonturm vor. Heute gilt der Fernsehturm als Wahrzeichen der Stadt. Er war von 2013 bis 2016 geschlossen: In dieser Zeit wurde der Brandschutz auf Vordermann gebracht, Sender und Stadt teilten sich die Kosten dafür. Seit der Ertüchtigung ist der Besuch der Aussichtsplattform möglich und der Turmkorb kann gastronomisch und für Veranstaltungen genutzt werden.

In Deutschland können die Bundesländer bis Ende Oktober bei der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) Vorschläge für das nationale Vorauswahlverfahren einreichen. Im kommenden Jahr besucht ein international besetztes Expertengremium die Stätten für eine Evaluierung. Eine Entscheidung der KMK, welche Stätten Anfang 2024 tatsächlich auf die deutsche Vorschlagsliste (Tentativliste) bei der UNESCO gesetzt werden, erwartet das Land für Ende 2023.

Bei einem günstigen Verlauf hätte die Stadt Stuttgart künftig zwei Ausflugsziele, die als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet wären. Die zwei Häuser des Stararchitekten Le Corbusier, die Teil der Weißenhofsiedlung sind, einer Mustersiedlung für das Neue Bauen aus den 1920er Jahren, finden sich bereits seit 2016 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.


Lückenschluss für Neubaustrecke geschafft

Gleise fertig von Wendlingen bis Ul

Mühlhausen im Täle, 27. Oktober 2021.| Die Deutsche Bahn beginnt den Endspurt beim Bau der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm: Gut ein Jahr vor der Inbetriebnahme gibt es erstmals eine vollständige direkte Schienenverbindung zwischen Wendlingen und Ulm. Fast 120 Kilometer Gleis sind verlegt – der Gleisbau ist nahezu abgeschlossen.

Der Lückenschluss im Gleisbau erfolgte auf der Filstalbrücke. Dort absolvierten Olaf Drescher, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH, und Berthold Frieß, Ministerialdirektor im Ministerium für Verkehr des Landes Baden-Württemberg, mit einer Draisine die symbolische erste Bahnfahrt auf der 85 Meter hohen und damit dritthöchsten Eisenbahnbrücke in Deutschland.

„Die Verbindung steht! Der Lückenschluss zwischen Wendlingen und Ulm ist ein echter Meilenstein im Bahnprojekt. Auf der neuen Bahnstrecke wird man bedeutend schneller unterwegs sein als auf der Autobahn. Wir schaffen attraktive Verbindungen und schonen die Umwelt – ein Vorzeigeprojekt für die starke Schiene im Südwesten“, sagte Olaf Drescher, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH.

„Die Filstalbrücke ist als ingenieurtechnisches Herzstück der Neubaustrecke das Symbol für die Beschleunigung des Schienenverkehrs zwischen Stuttgart und Ulm. Die Neubaustrecke ermöglicht ab 2022 eine Verkürzung der Reisezeit um rund 15 Minuten, und mit der Inbetriebnahme von Stuttgart 21 wird sich die Reisezeit ab 2025 nahezu halbieren. So kann perspektivisch der Deutschlandtakt im Abschnitt Stuttgart–Ulm realisiert werden. Durch die Neubaustrecke profitieren außerdem auch die Regionen zwischen Stuttgart und Ulm. Durch den von Land und Kommunen finanzierten Regionalbahnhalt in Merklingen wird mit der Laichinger Alb eine ganze Region neu für den Schienenverkehr erschlossen und durch die Verlagerung der Züge des Fernverkehrs auf die Neubaustrecke können frei werdenden Kapazitäten im Filstal für den Ausbau des Regionalverkehrs genutzt werden. Durch die Neubaustrecke gewinnen unsere Fahrgäste im Regionalverkehr also doppelt“, sagte Berthold Frieß, Ministerialdirektor im Ministerium für Verkehr des Landes Baden-Württemberg.

Künftig attraktive Reisezeiten

Am 11. Dezember 2022 wird die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm in Betrieb gehen. Mit der neuen Strecke entstehen große Vorteile für Reisende in Baden-Württemberg: Im Fernverkehr profitieren Reisende auf der Relation Frankfurt–München von einer um bis zu 15 Minuten kürzeren Reisezeit, im Nahverkehr wird es stündlich eine Verbindung Ulm–Merklingen–Wendlingen und in der Gegenrichtung geben. Damit ergeben sich auch für Pendlerinnen und Pendler neue Perspektiven: Ulm und Stuttgart rücken näher zusammen, mit dem Bahnhof Merklingen wird zudem eine ganze Region für die Schiene neu erschlossen.

Zahlen, Daten, Fakten zum Gleisbau

Für den Bau der rund 120 Kilometer Gleis der Neubaustrecke wurden 240 Kilometer Schienen mit einem Gewicht von insgesamt rund 15.000 Tonnen benötigt. Die ersten Schienen wurden im Dezember 2018 angeliefert, der Gleisbau startete im Frühjahr 2019. Die Arbeiten wurden von der Arbeitsgemeinschaft Bahntechnik Schwäbische Alb, bestehend aus den Firmen Rhomberg Sersa Rail Group, Bregenz, und Swietelsky Baugesellschaft, Linz, durchgeführt.


Kontrolle bei Stuttgarter Betrieben aus der Kfz-Branche

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Unangekündigte Kontrollbesuche durch Handwerkskammer, Gewerbebehörde und Polizeipräsidium

Stuttgart.| Am 21. Oktober führte die Handwerkskammer Region Stuttgart gemeinsam mit der Gewerbebehörde des Amts für öffentliche Ordnung Stuttgart und der Abteilung Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Stuttgart bei einer Vielzahl von Betrieben aus der Kfz-Branche Kontrollen durch. Das Ziel der unangekündigten Überprüfungen im Stadtkreis Stuttgart war es, Verdachtsfälle auf Verstöße nach Gewerbe- und Handwerksordnung zu kontrollieren und Ordnungswidrigkeiten zu ahnden. In mehreren Fällen wurden bußgeldpflichtige Vergehen festgestellt – zudem wurde eine Straftat aufgenommen.

„Eine unerlaubte Handwerksausübung liegt dann vor, wenn Dienst- oder Werkleistungen erbracht werden, ohne dass eine erforderliche gewerberechtliche Anmeldung vorgenommen wurde bzw. ein zulassungspflichtiges Handwerk ohne Eintragung in die Handwerksrolle betrieben wird“, erläutert Volker Süssmuth, Rechtsberater bei der Handwerkskammer Region Stuttgart. Um Nachteilen insbesondere für zugehörige Handwerksunternehmen entgegenzuwirken, setzt sich die Handwerkskammer Region Stuttgart im Kampf gegen die Schwarzarbeit im Bereich der unerlaubten Handwerksausübung aktiv ein und pflegt eine enge Kooperation mit den Ermittlungsbehörden. „Ziel dabei ist es, Strategien und daraus folgende Maßnahmen weiterzuentwickeln, um Schwarzarbeit und unerlaubte Handwerksausübung möglichst frühzeitig zu unterbinden beziehungsweise aufzudecken und entsprechende rechtliche Schritte einleiten zu können.“

Im Rahmen der Vor-Ort-Kontrollen im Bereich der sogenannten Auto-Reifen-Branche wurden verschiedene Verdachtsfälle untersucht. Dabei wurde beispielsweise mehrfach durch die Außenwerbung oder den Internetauftritt für Leistungen wie Karosseriebau oder Fahrzeuglackierung geworben, die dem zulassungspflichtigen Kfz-Handwerk zuzuordnen sind – die Betriebe erfüllten diese Voraussetzungen allerdings nicht. Ordnungswidrigkeiten konnten insgesamt in drei Betrieben festgestellt werden – in einem Fall ist es zu einer Gewerbeuntersagung gekommen. Auch eine Straftat konnte nachgewiesen werden: Unerlaubter Umgang mit Abfällen, wobei es sich um Altfahrzeuge handelte. In weiteren Fällen besteht der Verdacht auf Ordnungswidrigkeiten sowie Straftaten, sodass weitergehende Ermittlungen notwendig sind.

„Eine Grundüberzeugung gilt auch in der Handwerksbranche: Eine Regel ist nur so gut, wie sie auch überwacht wird“, betont Benno Bartosch, Sachgebietsleiter Gewerberecht des Stuttgarter Ordnungsamtes. Deswegen seien Aktionen wie diese notwendig. „Die Kontrollen werden nicht nur wegen geringfügigen Qualifikationsaspekten durchgeführt, sondern vor allem aufgrund des Aspekts der Sicherheit.“ Wenn beispielsweise Bremsen unsachgemäß montiert seien, könne jederzeit ein Unfall passieren – und Unschuldige zu Schaden kommen.

Patric Frankenhauser, der mit seinem Team den Einsatz von Seiten des Polizeipräsidiums Stuttgart begleitete, zieht ein positives Fazit: „Die gemeinsamen Vor-Ort-Kontrollen haben sich bewährt. Es ist wichtig, dass wir als Verbund ein Zeichen setzen.“ Auch von einigen betroffenen Gewerbetreibenden sei die Aktion positiv wahrgenommen worden, denn durch die Überprüfungen werden Wettbewerbsverstöße verhindert und somit die legale Wirtschaft gefördert.


Audi baut Hochvoltbatterie-Entwicklung am Standort Neckarsulm

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  • Oliver Hoffmann, Vorstand Technische Entwicklung: „Bauen Kompetenz bei strategisch wichtiger Komponente der E-Mobilität aus“
  • Technische Entwicklung wird Kompetenzzentrum für Hochvoltspeicher-Systeme
  • Ansiedlung eines Batterietechnikums in Neckarsulm bis 2023 sowie Qualifikationsprogramme für Mitarbeitende

Neckarsulm.| Audi baut die Entwicklung von Hochvoltbatterien aus und setzt dafür auf den Standort Neckarsulm. Mit der strategischen Entscheidung wird die Technische Entwicklung für die Zukunft gestärkt und Neckarsulm zu einem Kompetenzzentrum für eine Schlüsseltechnologie der Elektromobilität. Dafür werden seit Ende 2020 Mitarbeitende qualifiziert. Um sich auf das Themenfeld Hochvoltbatterie zu spezialisieren, bietet Audi den Mitarbeitenden der Technischen Entwicklung Neckarsulm in den kommenden Jahren unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten. Audi entwickelt bereits Hochvoltbatterien für Plug-in-Hybride (PHEV) in Neckarsulm, nun wird die Entwicklung des kompletten Hochvoltbatterie-Portfolios für vollelektrische Fahrzeuge schwerpunktmäßig am Standort angesiedelt und dafür sukzessive ausgebaut. Außerdem geht bis 2023 ein Batterietechnikum zur Erprobung von Hochvoltspeicher-Technologien in Betrieb.

Ein klarer Fahrplan für eine erfolgreiche Zukunft: Audi treibt den Ausbau strategisch bedeutsamer Kompetenzen für die Elektromobilität am Standort Neckarsulm voran. „Hochvoltbatterien und Elektromotoren machen einen wichtigen strategischen Anteil an der künftigen Wertschöpfung in einer transformierten Autoindustrie aus. Deshalb bauen wir unsere Kompetenz bei der Entwicklung dieser Komponenten systematisch aus“, sagt Oliver Hoffmann, Vorstand für Technische Entwicklung bei Audi. Die Strukturen für die PHEV-Hochvoltbatterie-Entwicklung liegen bereits vor: Damit ist der Standort bestens darauf vorbereitet, nun auch das komplette Hochvoltbatterie-Portfolio zu entwickeln. Perspektivisch wird die Hochvoltbatterie-Entwicklung – in weiterhin enger Zusammenarbeit mit der Hochvoltbatterie-Entwicklung am Standort Ingolstadt – personell deutlich überwiegend in Neckarsulm verortet.

Technikum zur Entwicklung und Erprobung von Batterie-Prototypen

Weiterhin entsteht am Standort Neckarsulm ein Batterietechnikum: In diesem Labor für Pilotprojekte werden weitergebildete Mitarbeitende, die zuvor im Prüftechnikum für Verbrennungsmotoren tätig waren, ab 2023 Prototypen neuer Hochvoltspeicher-Module für verschiedene E-Fahrzeuge erproben.

„Die Investitionsentscheidung des Unternehmens, die Hochvoltbatterie-Entwicklung und ein Batterietechnikum in Neckarsulm anzusiedeln, ist ein deutliches Bekenntnis zur Elektrifizierung und damit langfristigen Sicherung des Standorts“, sagt Fred Schulze, Werkleiter Audi Neckarsulm. Die neu in Neckarsulm verankerte Kompetenz für Hochvoltbatterien profitiert zudem von bereits vorhandener Expertise am Standort: Es werden Synergien mit dem Leichtbauzentrum geschaffen.

Kompetenz der Mitarbeitenden als Schlüssel zum Erfolg der Elektromobilität

„Der Beschluss, die Batterieentwicklung in Neckarsulm anzusiedeln, ist ein erster wichtiger Schritt, um den Beschäftigten der Technischen Entwicklung am Standort eine zukunftssichere Perspektive auch nach dem Auslaufen des Verbrennungsmotors zu geben“, sagt Rolf Klotz, Vorsitzender des Betriebsrats. „Audi setzt damit auf die hohe Kompetenz der Audianer_innen in Neckarsulm, um die Zukunft der Elektromobilität erfolgreich zu gestalten.“ Seit Ende 2020 qualifiziert Audi kontinuierlich Mitarbeitende der Technischen Entwicklung Neckarsulm für den Bereich Hochvoltspeicher-Systeme, in den kommenden Jahren werden immer mehr Mitarbeitende in diesen Bereich transformiert. Um sich auf das Themenfeld zu spezialisieren, stehen den Audianer_innen der Technischen Entwicklung unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Das Bekenntnis von Audi zum Standort Neckarsulm spiegelt sich auch in mehreren Baumaßnahmen wider: So werden der Neubau eines Multifunktionsgebäudes für die Technische Entwicklung Ende 2022 und die neue Lackiererei bis 2025 fertiggestellt. Ein Neubau der Montage ist bereits auf eine Mischfertigung sowie für künftige E-Modelle ausgerichtet. Der e-tron GT, Speerspitze der Marke auf dem Weg in die elektrische Zukunft, wird in den Böllinger Höfen gefertigt. Mit den Plug in-Hybriden und den Mild-Hybriden der Modelle A6, A7 und A8 sind die Kernbaureihen des Audi-Standorts schon heute elektrifiziert.

Audi transformiert seine Standorte und stellen die Weichen für das Zeitalter der E-Mobilität
Audi hat mit der Strategie „Vorsprung 2030“ angekündigt, neue Modelle ab 2026 ausschließlich als Elektroautos auf den Weltmarkt zu bringen. Bis 2033 lässt das Unternehmen die Produktion der Verbrenner auslaufen. Entsprechend transformiert Audi seine Standorte und die Mitarbeitenden: Seit 2017 wurden bereits rund 30.000 Audianer_innen für E-Mobilität weltweit qualifiziert.


Laurents Hörr sichert sich den Europameister-Titel

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Stuttgarter Rennfahrer wird Champion in der European Le Mans Series 2021

Beim sechsten und letzten Lauf macht Laurents Hörr mit seinem Luxemburger Team DKR Engineering alles klar. Mit einem souveränen Sieg im portugiesischen Portimao überholt der 24-jährige Stuttgarter die Konkurrenz in der Meisterschaft und setzt sich erstmalig in seiner jungen aber steilen Karriere die Krone im Langstrecken-Motorsport auf.

Nach zuletzt drei Siegen in Folge, vier Pole Positions in Folge, dem Rundenrekord in Le Mans und Spa-Francorchamps reiste das Team um Laurents Hörr mit breiter Brust an die Algarve. Es galt möglichst gut abzuschneiden um die restlichen fünf Punkte Rückstand auf das bis zuletzt führende Team Cool Racing aus der Schweiz aufzuholen.

Erneut trat das Team mit dem 17-jährigen Franzosen Mathieu De Barbuat als FIA-Bronze-Fahrer an. Die Fahrerpaarung Hörr/De Barbuat bewährte sich bereits seit zwei Rennen bestens.

In der zehnminütigen Qualifyingsession am Samstag setzte Hörr seinen Duqueine-Prototypen der Kategorie LMP3 auf Position 3, weit vor der Meisterschafts-Konkurrenz und somit sehr aussichtsreich für das vierstündige Rennen am Sonntag.

Der Teamkollege De Barbuat übernahm dann am Sonntag den Start des Rennens bei bestem Wetter und hochsommerlichen Temperaturen. Nach einer durch Unfälle verursachten Safetycar- Phase und einen zwischenzeitlichen Rennabbruch übergab junge Franzose das Auto schließlich nach zwei Stunden auf P2 an Hörr.

Laurents Hörr benötigte nur wenig Zeit um den LMP3 mit der #4 in die führende Position zu bringen um letztendlich völlig ungefährdet als erster die Zielflagge zu sehen. Mit diesem vierten Sieg in sechs Saisonrennen war dann auch die Meisterschaft gesichert.

Hörr krönt somit seine herausragene Leistung mit dem dritten Meistertitel in Folge. 2019 und 2020 konnte er als erster Fahrer überhaupt zweimal den Titel im Michelin Le Mans Cup für sich entscheiden und nun direkt im Anschluss die European Le Mans Series, die Europameisterschaft der Langstrecke. Verbunden mit diesem Titel ist auch die große Ehre eine Einladung für die legendären 24 Stunden von Le Mans zu erhalten.

„Ich bin super stolz auf unseren Erfolg, die harte Arbeit hat sich gelohnt! Ein riesen Dank an alle die an diesem Erfolg beteiligt waren!“, so Hörr direkt nach dem Rennen.

Das Team und Laurents Hörr freuen sich nun, nach den ausgiebigen Feierlichkeiten, auf die kommende Saison und den Start bei den 24 Stunden von Le Mans.


Abnahme Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze

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  • 14 erfolgreiche Gruppen beim Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze in Stuttgart
  • Abzeichen für das Feuerwehr-Geschicklichkeitsfahren an zwölf Einsatzkräfte verliehen

Abnahme des Feuerwehr-Leistungsabzeichens
Auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart – Abteilung Stammheim fand am 2. Oktober die Abnahme des Feuerwehr-Leistungsabzeichens Baden-Württemberg statt. Insgesamt 14 Gruppen aus den Landkreisen Reutlingen, Ludwigsburg und Stuttgart absolvierten erfolgreich die Leistungsübung in der Stufe Bronze. Bei sonnigem Wetter verfolgten auch einige Zuschauer die Abnahme. Darunter auch die Bezirksvorsteherin von Stammheim Frau Korge.

Nach einer langen, pandemiebedingten Pause war dies die erste Abnahme des Feuerwehr-Leistungsabzeichens im Großraum Stuttgart. Umso erfreulicher war es, dass alle Gruppen trotz fehlender Übungsmöglichkeiten in der Corona-Hochphase erfolgreich das Leistungsabzeichen ablegten.

Die Leistungsübung ist mit Erfolg abgeschlossen, wenn für den Löscheinsatz nicht mehr als 30 Fehlerpunkten vorliegen, dass erste Löschrohr nach höchstens 180 Sekunden Wasser hat und mit dem Wasserstrahl eine Klappe zum Umfallen gebracht wurde. Der Schlauchtrupp muss über eine Steckleiter eine Person von einem Übungsgerüst retten. Die Gesamtzeit der Übung darf maximal 420 Sekunden betragen. Die Übung wird von fünf Schiedsrichter beobachtet und bewertet.

Amtsleiter und Feuerwehrkommandant der Feuerwehr Stuttgart, Dr. Georg Belge überreichte die Feuerwehr-Leistungsabzeichen und motivierte die Gruppen im kommenden Jahr das Leistungsabzeichen der Stufe Silber abzulegen. Der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverband Stuttgart, Thomas Häfele beglückwünschte die Teilnehmenden ebenfalls und bedankte sich bei der Abteilung Stammheim, welche diese Veranstaltung ermöglicht hat.

Feuerwehr Geschicklichkeitsfahren
Am 09.10.2021 fand auf dem Festplatz in Stuttgart-Zuffenhausen die Abnahme für das Feuerwehr Geschicklichkeitsfahren Baden-Württemberg statt. Bei sonnigem Wetter nahmen zwölf Einsatzkräfte aus den Landkreisen Esslingen, Ludwigsburg und Rems- Murr an der Abnahme teil. Als Gäste nahmen die Bezirksvorsteher von Zuffenhausen, Herr Gueye und aus Stammheim Frau Korge teil.

Die aus zwei Teilen bestehende Abnahme beginnt mit einer dreißigminütigen, schriftlichen Prüfung. Die Fragen orientieren sich an der Führerscheinprüfung für die Klasse C und dem Lehrgang „Maschinist für Löschfahrzeuge“. Der praktische Prüfungsteil besteht aus einem Parkour mit 13 Aufgaben. Der Parkour variiert je nach Fahrzeugtyp und muss innerhalb von sechs Minuten und weniger als 30 Fehlerpunkten absolviert werden.

Nach erfolgreicher Abnahme konnte Markus Heber in seiner Funktion als stellvertretender Amtsleiter der Feuerwehr Stuttgart allen zwölf Teilnehmern gratulieren und das Abzeichen sowie die dazugehörige Urkunde überreichen.


Haus & Grund Mitgliederversammlung 2021

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Die kleine Schwester der Enteignung

Stuttgart.| Von scharfer Kritik an der Wohnungspolitik der öko-linken Mehrheit des Gemeinderates war die Mitgliederversammlung von Haus & Grund Stuttgart geprägt, die am Samstag im Hegelsaal der Liederhalle stattgefunden hat. Das von dieser Ratsmehrheit als strategisches Instrument eingesetzte Vorkaufsrecht der Stadt nannte Geschäftsführer Ulrich Wecker „die kleine Schwester der Enteignung“. Auch der Vereinsvorsitzende Dr. Klaus Lang beklagte die bedrohten Rahmenbedingungen für das private Immobilieneigentum, wobei nicht zuletzt linke SPD-Funktionäre im Bund „das hohe Lied der Sozialisten“ anstimmten.

Zur strategischen Ausrichtung der Wohnungsbaupolitik der Landeshauptstadt erinnerte Geschäftsführer Ulrich Wecker daran, dass die aktuell sinkenden Einwohnerzahlen sich bereits 2019, also noch vor der Corona-Pandemie, angedeutet hatten. Der negative Wanderungssaldo sei schon damals „ein Vorbote des Wandels in der Automobilindustrie“ gewesen. Eine Tendenz, die nun angesichts von Stellenstreichungen in der Branche noch deutlicher werde. Dementsprechend sei nun auch die von den Statistikern der Stadt erstellte Wohnungsbedarfsprognose zurückhaltender ausgefallen. Für den geforderten Wohnungsneubau bedeute dies: „Runter vom Gaspedal, aber nicht gleichzeitig auf die Bremse treten.“ Erfreut zeigte sich die Vereinsführung, dass der neue Oberbürgermeister das Bündnis für Wohnen wieder habe aufleben lassen.

Schleichende Umverteilung wird immer deutlicher sichtbar

Befremdlich nannte Wecker den in Stuttgart „immer lauter werdenden Ruf nach der starken, aktiven Stadt auf dem Immobilienmarkt“ mit dem Ziel, über die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) umfänglich Wohnungen zu kaufen, zu bauen und zu vermieten. Ziel seien 30.000 Wohnungen in kommunaler Hand und damit 10 % des Wohnungsmarktes. Die „neueste Masche“ sei hier das Ausüben von Vorkaufsrechten, wodurch aber keine einzige zusätzliche Wohnung geschaffen werde. Dabei seien SWSG-Wohnung schätzungsweise schon jetzt zu einem Drittel günstig an Personen vergeben, „bei denen keine nachgewiesene Bedürftigkeit besteht“. Insgesamt beschrieb der Geschäftsführer von Haus & Grund Stuttgart „eine verdeckte Umverteilung, die noch schleichend, aber immer deutlicher zutage tritt“. Deshalb werde es Zeit, „dass sich die bürgerlichen Fraktionen im Gemeinderat dem lautstark entgegenstellen“. Dies gelte auch für die sogenannten Milieuschutzsatzungen, die Investitionen in den Werterhalt des Wohnungsbestandes untergraben würden. Wecker brachte die Lage auf den Punkt: „Die Eigentumsfreiheit stirbt still und scheibchenweise.“

In seinem Geschäftsbericht wies der Vereinsvorsitzende Dr. Klaus Lang darauf hin, dass die öko-linke Mehrheit des Gemeinderates die für 2019 erreichte Senkung der Grundsteuer im Folgejahr rückgängig gemacht und so Mieter und Vermieter mit zusätzlich 28 Mio. Euro im Jahr belastet habe. Für die anstehenden Haushaltsberatungen mahnte Dr. Lang an, dass nun „zumindest eine Erhöhung außerhalb jeglicher Diskussion“ stehen müsse. Im Übrigen gelte: „Nicht alles, was wünschenswert ist, ist auch finanzierbar.“

Für den Verein erfreulich sei das weiterhin dynamische Wachstum der Mitgliederzahlen. Im vergangenen Jahr traten trotz Corona über 1.200 Eigentümer bei, im Saldo wuchs der Verein um 419 Mitglieder auf mittlerweile über 22.000. Dafür war Haus & Grund Stuttgart zum achten Mal in Folge vom Zentralverband ausgezeichnet worden. Erfreulich sei ebenfalls, dass sich Immobilieneigentum „auch in Zeiten der Pandemie als wertstabil“ erweise.

Bei den turnusgemäß anstehenden Ergänzungswahlen für den Vereinsausschuss wurden Dr. Christine Bechtle-Kobarg, Roland Schmid und Stephan Schorn einstimmig gewählt. Der Modernisierung der alten, noch aus dem Jahr 1946 stammenden Vereinssatzung wurde von den 59 stimmberechtigten Mitgliedern bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen zugestimmt.


Bietigheim beißt sich durch

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Die SG BBM Bietigheim gewinnt ihr Heimspiel gegen den EHV Aue mit viel Mühe mit 33:30 (15:16) Toren und gleicht ihr Punktekonto am 7. Spieltag in der 2. HBL aus. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase, bis zum 26:26 waren die personell geschwächten Erzgebirgshandballer gleichauf.

„Meinen Glückwunsch dafür, wie die Mannschaft gekämpft hat und das Spiel am Ende für sich entschieden hat“, freute sich Iker Romero über den zweiten Heimerfolg der Schwaben unter seiner Regie. „Aue hat ein sehr gutes Spiel gemacht, wir hatten viele Probleme in der Abwehr“, so der Coach der SG BBM. „Mit unserer Leistung bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis natürlich nicht“, bestätigte Kirsten Weber. Auch der Trainer des EHV sah die entscheidende Phase zehn Minuten vor dem Ende anbrechen, als Bietigheim aus dem 26:26 mit einem 5:0-Lauf davonzog.

Nach positiven Corona-Tests Anfang der Woche war Aue mit einem kleinen Kader nach Bietigheim gereist. Das Fehlen von Top-Werfer Adrian Kammlodt und Kapitän Kevin Roch sollte sich mit zunehmender Spieldauer bemerkbar machen. Davon war aber im ersten Abschnitt noch überhaupt nichts zu erkennen. Erik Töpfer verhinderte einen frühen Rückstand, weil die SG BBM in den ersten fünf Minuten gleich viermal mit freien Würfen am EHV-Keeper scheiterten. Aues Torsteher hatte am Ende starke 18 Paraden auf dem Zettel. Auch der nach seiner Verletzung wieder ins Team der SG BBM zurückgekehrte Nick Lehmann hielt in der Anfangsphase glänzend, konnte aber nicht verhindern, dass die Gäste nach 17 Minuten erstmals mit 8:9 in Führung gingen und wenig später mit 9:12 Toren vorne lagen. Nur Christian Schäfer schien das alles wenig zu beeindrucken. Der Bietigheimer Rechtsaußen blieb bei allen sieben Versuchen vom Siebenmeterpunkt der Sieger, hatte am Ende nur einen Fehlwurf auf dem Konto. Ohne Zweifel die beste Saisonleistung des erfolgreichsten Torschützen der Liga aus der vergangenen Saison.

SG BBM-Neuzugang Sven Weßeling fand im linken Rückraum gegen die 5:1-Abwehr des EHV nicht ins Spiel. Das war einer der Gründe für den 15:16-Pausenrückstand der Schwaben. Einen weiteren lokalisierte Iker Romero in Abstimmungsproblemen in der Bietigheimer Hintermannschaft, die auch im zweiten Abschnitt immer wieder von Aue offengelegt wurden. Dafür klappte es jetzt mit dem Torewerfen besser bei den Schwaben. Jonas Link war im linken Rückraum gekommen, Tim Dahlhaus auf der rechten Seite für den angeschlagenen Dominik Claus. Die 25:23- Führung der SG BBM konterte Aue zwar noch und lag selbst wieder mit 25:26 vorne.

Das sollte 13 Minuten vor dem Ende die letzte Gästeführung gewesen sein. Die folgenden sieben Minuten hatte Bietigheim sein Tor vernagelt, auch nicht durch ein Unterzahlspiel unterbrochen. Und vorne fielen jetzt die Tore zur vorentscheidenden Bietigheimer 31:26-Führung.

SG BBM Bietigheim: Poltrum, Lehmann; Vlahovic, Claus (2), Öhler (1), Dahlhaus (5), Schäfer (11/7), de la Peña, Barthe (2), Link (5), Weßeling, Pfeifer (2), Boschen, Süsser, Fischer (5).

EHV Aue: Töpfer, Petursson, Bochmann; Ebert (2), Bornhorn (6/3), Egilsnes, Lux (6), Bombelka, Slachta, Schauer, Paraschiv (6), Halfdansson (6), Ribeiro (4).

Spielverlauf: 6:6 (13.), 9:12 (22.), 12:13 (27.), 15:16 (30.), 19:19 (34.), 25:23 (44.), 25:26 (48.), 31:26 (54.), 32:30 (59.), 33:30 (60.).
Zeitstrafen: de la Peña (35.), Link (40.), Dahlhaus (51.) – Lux (15.; 34.), Paraschiv (43.) Siebenmeter: 7/8 – 3/3
Schiedsrichter: Andre Kolb / Markus Kauth (Elite Anschlusskader)
Zuschauer: 840 (Sporthalle am Viadukt, Bietigheim)