Hohe Anwaltskosten keine Seltenheit

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Fast die Hälfte der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger hat schon Geld für einen Anwalt ausgeben müssen, ein Fünftel sogar mehrmals. Die Kosten lagen dabei pro Fall durchschnittlich bei rund 2.500 Euro. Das sind Ergebnisse einer Studie, für die im Auftrag der Württembergischen Versicherung 1.000 Personen befragt wurden. Drei Viertel der Befragten haben im nahen Umfeld schon rechtliche Auseinandersetzungen erlebt.

Über 30 Prozent der Befragten haben im Freundeskreis bereits rechtliche Probleme bei der Scheidung mitbekommen, bei 28 Prozent ging es um Unterhaltszahlungen. Jeweils rund ein Viertel weiß von Sorgerechtsstreitigkeiten, Erbstreitigkeiten oder arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen.

Dafür fallen oft nicht nur Anwaltskosten an: 29 Prozent der Befragten haben zusätzlich dazu auch schon einmal Gerichtskosten bezahlen müssen. Besonders teuer wird es, wenn Kosten für Gutachterinnen und Gutachter hinzukommen. Laut der Württembergischen Versicherung können für Gerichtskosten in diesem Fall schnell fünfstellige Beträge anfallen.

Knapp die Hälfte der Befragten hat keine private Rechtsschutzversicherung. Jeder/jede Fünfte plant aber einen Abschluss. Anders ist das bei jungen Menschen: 41 Prozent der 18- bis 24-Jährigen planen auch künftig keinen Abschluss. Denn 28 Prozent von ihnen gehen davon aus, nie in einen Rechtsstreit verwickelt zu werden, und 40 Prozent haben sich noch nicht damit beschäftigt.

„Die Jüngeren wähnen sich in trügerischer Sicherheit. Dabei lauern zum Beispiel im Internet zahlreiche Gefahren durch Social-Media-Posts mit urheberrechtlich geschützten Bildern oder Links auf der privaten Webseite“, sagt Jens Lison, Vorstand der Württembergischen Versicherung. Der Umfrage zufolge waren von den 18- bis 24-Jährigen 27 Prozent  bereits mindestens einmal virtuellen Beleidigungen ausgesetzt. Zehn Prozent hatten schon einmal Probleme mit Urheberrechtsverletzungen auf Social-Media.

Anwalts- und Gerichtskosten werden unterschätzt

Ein Grund für die Zurückhaltung bei Versicherungsabschlüssen: 88 Prozent der Befragten unterschätzen die Anwalts- und Gerichtskosten nach der ersten Instanz. Als Beispiel diente in der Befragung ein Unfall mit einem Sachschaden in Höhe von 10.000 Euro. Laut der Württembergischen belaufen sich die durchschnittlichen Anwalts- und Gerichtskosten hier auf etwa 5.000 Euro. 69 Prozent der Befragten gehen von weniger als 3.000 Euro aus. Gleichzeitig empfinden 42 Prozent derjenigen ohne Rechtsschutz die Kosten für eine Versicherung als zu hoch. Dabei betragen die Kosten für eine Rechtsschutzversicherung etwa bei der Württembergischen pro Monat ab 25 Euro. Eingeschlossen sind hierbei der Privat-, der Berufs- und der Verkehrs-Rechtsschutz.

Verkehrsschutz auch ohne Auto sinnvoll

Gerade Unfälle im Straßenverkehr verursachen schnell hohe Kosten für Sach- und Personenschäden. 59 Prozent der Befragten waren bereits in einen Verkehrsunfall verwickelt. Am häufigsten waren sie als geschädigte Autofahrerinnen oder Autofahrer mit Schaden am eigenen Fahrzeug, aber auch als Fußgängerinnen und Fußgänger oder als Radfahrerinnen und Radfahrer beteiligt.

„Auch Personen ohne eigenes Auto können in einen Verkehrsunfall mit rechtlichen Folgen verwickelt werden – etwa mit Fahrrad, Carsharing-Auto oder E-Scooter“, sagt Lison. „In diesem Fall kann es nicht nur zu Problemen mit dem Unfallgegner, sondern auch mit dem Sharing-Anbieter kommen. Eine Rechtsschutzversicherung ist dann sehr hilfreich.“

Unter den privaten Rechtsschutzversicherungen ist der Verkehrs-Rechtschutz am weitesten verbreitet. Bei 48 Prozent der Befragten mit Absicherung ist dieser Bereich abgedeckt, gefolgt von Berufs-Rechtsschutz und Mieter-Rechtsschutz.

Frühzeitige Vertragsprüfung schützt vor Ärger

Zehn Prozent sind sich unsicher über Klauseln im Mietvertrag. Zwei Drittel der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger wünschen sich eine juristische Beurteilung ihrer Mietverträge. „Versicherte können Mietverträge bei Anwältinnen und Anwälten prüfen lassen. Dieser Vertrags-Check gilt auch für Arbeits- oder Kaufverträge“, sagt Lison.

Noch wichtiger erscheint den Bürgerinnen und Bürgern die rechtliche Hilfe im Job: 70 Prozent hätten gerne zumindest manchmal Hilfe bei der Beurteilung von Arbeitsverträgen. Und auch darüber hinaus gibt es häufig Situationen, in denen rechtlicher Rat hilfreich wäre: Fast die Hälfte der Befragten hat im Berufsleben schon negative Erfahrungen gemacht – etwa mit Diskriminierung am Arbeitsplatz oder mit Kündigung.

Bei Verbraucherverträgen wünschen sich 64 Prozent der Befragten Unterstützung bei einer rechtlichen Prüfung. Jeder/jede Fünfte wurde bei Online-Käufen bereits betrogen. Als kompliziert empfinden viele auch das Thema Pflege: 62 Prozent hätten hier gerne eine rechtliche Unterstützung, zum Beispiel bei der Beantragung des Pflegegrads.

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten vom ersten Gespräch mit der Anwältin oder dem Anwalt bis zur letzten Gerichtsinstanz. Ein frühzeitiger rechtlicher Check bei der Rechtsschutzversicherung hilft oft, Zeit, Ärger und Kosten zu vermeiden. Den Kundinnen und Kunden der Württembergischen steht zudem eine telefonische Rechtsberatung auch in nicht versicherten Bereichen zur Verfügung.

Über die Befragung

Die repräsentative Erhebung fand im September 2021 mobil und online durch das Marktforschungsinstitut Appinio im Auftrag der Württembergischen Versicherung statt. 1.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger im Alter von 18 bis 65 Jahren wurden dabei zu Themen rund um die private Rechtsschutzversicherung befragt.


5. Stuttgarter Non-Profit-Forum im Rathaus

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Stuttgart.| Das 5. Stuttgarter Non-Profit-Forum (SNPF) am Donnerstag, 11. November, 9 bis 16.45 Uhr findet in diesem Jahr erstmals als Präsenz- und Digital-Veranstaltung statt. Die Stadt Stuttgart hat das SNPF mit seiner Herbsttagung hierfür in den Großen Sitzungssaal im Rathaus eingeladen. Neben aktuellen Themen zu Recht und Steuern speziell für nichtkommerzielle Organisationen (NPO), werden Themen beleuchtet wie die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeit in der Verwaltung. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Stadt Stuttgart hat sich vorgenommen, ihre Handlungsfähigkeit zum Wohle der Bürgerschaft zu stärken. Mit digitalen Tools und Lösungen will die Verwaltung künftig in ihrer Kommunikation neue und schnellere Wege gehen, um dem Wandel und der Transformation gerecht zu werden. Das bedeutet beispielsweise, dass Bürgerinnen und Bürger ihre Verwaltungsleistungen zunehmend bequem von Zuhause oder unterwegs online beantragen können oder über Soziale Medien informiert werden.

Innerhalb der Stadtverwaltung zeigt sich, dass die bisherigen, hierarchisch geprägten Wege den Anforderungen der heutigen Zeit nur noch bedingt gerecht werden. Neue Kommunikationsformen mit neuen Arbeitsweisen sind gefragt. In den vergangenen Monaten wurden bereits neue Kommunikationswege eingeführt, um schneller und agiler handeln zu können. Die Kommune hat damit gezeigt, dass parallele Kommunikationsstrukturen funktionieren können.

Unter anderem wird Sandra Baumholz, Referentin des Ersten Bürgermeisters, ab 10 Uhr im Gespräch mit Manfred Bornemann und Wolfgang Grefe über „Soll und ist in NPO – Erfahrungen zum Umgang mit materiellen und immateriellen Ressourcen“ sprechen.

Eine Anmeldung zum Stuttgarter Non Profit Forum ist über den Link www.stuttgarter-non-profit-forum.de/programm/2021.html möglich. Weitere Informationen zur Teilnahme stehen unter www.stuttgarter-non-profit-forum.de/


Stuttgart 21: Nächster großer Tunnel im Rohbau fertig

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Stuttgart.| Das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm nimmt auch im Stuttgarter Talkessel immer mehr Gestalt an: Der nächste große Stuttgart-21-Tunnel ist bereit für den Gleisbau. Die Deutsche Bahn hat im Tunnel Bad Cannstatt den letzten Block der Innenschale betoniert und dort somit die Röhren im Rohbau annähernd fertiggestellt. Bereits in wenigen Wochen werden auch im Tunnel Bad Cannstatt die Gleisbauer anrücken.

Die letzten Kubikmeter Beton für den letzten Block der Innenschale auf diesem Abschnitt sind am Montag, 8. November 2021, am Portal Rosenstein des neuen S-Bahn-Tunnels geflossen.

„Bei Stuttgart 21 sieht es jetzt immer mehr nach Eisenbahn aus. Der Abschluss der Rohbauarbeiten und der Beginn des Gleisbaus beim Tunnel Bad Cannstatt sind das nächste starke Signal dafür, dass wir die Inbetriebnahme des neu geordneten Stuttgarter Bahnknotens 2025 fest im Blick haben“, sagt Olaf Drescher, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH.

Die Fernbahnröhren des Tunnel Bad Cannstatt (3.507 Meter) werden zusammen mit der neuen Brücke über den Neckar den künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof mit den bestehenden Bahnstrecken im Bereich Bad Cannstatt verbinden. Der S-Bahn-Tunnel zwischen der Neckarbrücke und der neuen Haltestelle Mittnachtstraße bildet auf 1.170 Metern den überwiegend bergmännisch gebauten Teil der künftigen Trasse für die S-Bahn.

Die insgesamt über 50 Kilometer Tunnel für Stuttgart 21 im Stuttgarter Talkessel sind nahezu fertig vorgetrieben, im Tunnel Feuerbach verlegt die Bahn seit knapp vier Wochen die ersten S21-Schienen. Insgesamt werden im Projekt Stuttgart 21 rund 120 Kilometer Gleis gebaut. Dafür bedarf es 240 Kilometer Schienen.


SVL startet mit einem Sieg gegen die White Sharks

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Ludwigsburg.| Die Ludwigsburger Wasserball sind am Samstag erfolgreich in die neue Bundesligasaison gestartet. Der SVL hat sein Heimspiel gegen die White Sharks Hannover im Inselbad in Stuttgart mit 14:10 (3:2, 4:0, 3:6, 4:2) gewonnen.

Was für ein Start für die SVL-Wasserballer! Bis zur Halbzeit spielen die Ludwigsburger grandios, das Zwischenergebnis: 7:2. Dann indes machen es die Männer um den Deutschen Nationalspieler Timo van der Bosch unnötig spannend. Hannover kommt bis auf zwei Tore ran, schließlich heißt es aber 14:10 für Ludwigsburg. Gewonnen ist gewonnen. Die ersten drei Punkte sind eingefahren.

Der Teammanager Adrijan Jakovcev hatte unmittelbar vor dem Saisonstart erklärt, alle Heimspiele – außer die Parteien gegen die zwei Topteams Waspo Hannover und Spandau – müssten gewonnen werden. Andernfalls wäre das Saisonziel Platz 3 oder 4 kaum zu erreichen.

Hannover tritt in Ludwigsburg mit einer sehr jungen Mannhaft an, drei Spieler sind Jahrgang 2004. Das SVL ist das erfahrenere Team, und besser eingespielt sollten die Ludwigsburger auch sein, denn sie waren bereits im Euro-Cup dabei.

Timo van der Bosch, in der Partie gegen Hannover der überragende Spieler, bringt den SVL schnell mit 1:0 in Führung. Hannover gleicht bald aus, aber dann zieht Ludwigsburg zunächst davon. 2:1 Marko Martinic, 3:1 Marko Martinic. Hannover kommt nochmal ran, nach dem ersten Viertel steht es 3:2.

Dann das überragende zweite Viertel. Martinic 4:2, van der Bosch 5:2. Der SVL zeigt tolle Kombinationen, der Torwart Ivan Pisk pariert ein uns andere Mal. Als Aleksa Manic das 6:2 schießt und Mikael Matodiev das 7:2 sind sich wohl viele Zuschauer am Beckenrand und daheim an den Bildschirmen sicher: dieses Spiel ist gelaufen. Ist es aber noch lange nicht.

In der Halbzeitpause erklärt der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle im Gespräch mit Jan Wörsinger, der die Online-Liveübertragung kommentiert: Ludwigsburg sei spielerisch klar überlegen. Marko Martinic sei ein klasse Spielmacher, „so einer fehlt Hannover“. Doch im dritten Viertel läuft die Partie aus SVL-Sicht komplett aus dem Ruder. Zunächst trifft Timo van der Bosch nach einer tollen Kombination noch zum 8:2. Dann indes kommt Hannover immer weiter ran. Nach dem Viertel steht es nur noch 10:8.

Der Teammanager und Co-Trainer Jakovcev ist stinksauer. Seine Mannschaft lässt sich den Schneid abkaufen. Den Spielern unterlaufen viel zu viele Fehler, der eingewechselte, zweite Torwart Josip Katusa hat nicht seinen besten Tag. Und Hannover hat ganz offenkundig die richtigen Mittel gefunden. Der SVL verliert den tollen Spielfluss der ersten Hälfte, hat keine Ideen mehr. Das Centerspiel funktioniert nicht wie zuvor.

Vor dem letzten Viertel sagt der SVL-Kommentator: „Wir haben uns zu früh gefreut.“ Schlussendlich findet die SVL-Wasserballer aber wieder in die Erfogsspur, nun pariert der Torwart auch einige wichtige Schüsse inklusive einem Strafwurf. Ludwigsburg gewinnt das Spiel am Ende sicher mit besagtem 14:10 und darf sich nur ein wenig über die teils fehlende Konstanz ärgern.

Der Kapitän Ivan Pisk sagt nach dem Abpfiff, die erste Hälfte habe sein Team „sehr souverän und konzentriert“ gespielt. Dann indes habe die Konzentration arg nachgelassen. „Wir müssen für die weiteren Spiele daran arbeiten.“ Timo van der Bosch sagt, Hannover habe „nur durch unsere dummen Fehler wieder ins Spiel gefunden“. So etwa dürfe nicht passieren, auch mit Blick auf die kommenden Partien gegen vermeintlich noch stärkere Mannschaften. Die Taktik stehe, jeder kenne diese und sollte in der Lage sein sich auch über vier Viertel daran zu halten. Alle seien zudem fit, schwimmerisch und körperlich. Aber bei aller Selbstkritik, am Ende des Tages stehe ein Sieg im Tableau – und „mehr zählt nicht“.

Für den SVL spielten am Samstag: Josip Katusa, Mikael Metodiev (3 Tore), Timo van der Bosch (3), Leopold Friedrich, Marko Martinic (4), Aleksa Manic (2), Domagoj Mijatovic (1), Kristijan Lipar, Mattia Ruggeri, Mateja Bosic, Nino Blazevic (1), Eric Fernandez Rivas, Ivan Pisk


WHS feiert Richtfest in Schondorf am Ammersee

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Auf dem ehemaligen PRIX-Areal in Schondorf am Ammersee realisiert die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) ein vielfältiges Quartier. Gebaut werden Zwei- bis Vier-Zimmer-Eigentumswohnungen mit Wohnflächen von rund 46 bis 94 Quadratmetern sowie Reihenhäuser, darunter Galerie-Eckhäuser mit separat zugänglicher Einliegerwohnung von rund 175 bis 202 Quadratmetern Wohnfläche.

Besonders attraktiv ist die Lage am Westufer des Ammersees, nur wenige Gehminuten von der Uferpromenade entfernt. Neben der Lage punktet auch der Aufbau des Quartiers: Die einzelnen Wohngebäude werden locker auf dem Grundstück platziert. „So entstehen zwischen den Häusern großzügige und grüne Freiräume, die für maximale Privatsphäre und hohe Aufenthaltsqualität auf den privaten Außenbereichen jeder Wohneinheit sorgen“, sagte Marc Bosch, Geschäftsführer der WHS, jüngst anlässlich des Richtfests. Vertreten waren neben dem Geschäftsführer und einer WHS-Delegation auch Bürgermeister Alexander Herrmann und die Handwerker des Bauvorhabens.

Für die WHS ist es nicht das erste Projekt in der Region. Sie hat als Tochterunternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ihren Hauptsitz zwar in Ludwigsburg, doch der Immobilienspezialist ist überregional tätig – mit Geschäftsstellen in den Ballungsräumen Dresden, Frankfurt am Main, Hannover, Karlsruhe, Köln und München. In Schondorf am Ammersee sind unterdessen alle Häuser verkauft und nur noch wenige Wohnungen verfügbar. „Der Vertrieb läuft ausgezeichnet. Wer jetzt noch Interesse hat, sollte schnell sein“, sagt Marcus Ziemer, ebenfalls Geschäftsführer der WHS.


Wasserball-Bundesliga beginnt am Samstag

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Ludwigsburg eröffnet die Saison gegen die White Sharks Hannover

Ludwigsburg.| Die SVL-Wasserballer gehen gut vorbereitet in die neue Bundesligasaison, die für Ludwigsburg mit einem Heimspiel gegen die White Sharks Hannover an diesem Samstag um 15.30 Uhr beginnt. Die Partie wird im Inselbad in Stuttgart ausgetragen. Die SVLer hoffen, dass sie schon bald im heimischen Freibad spielen dürfen, zuvorderst in den Play-offs im Sommer 2022 und dann auch unter dem Dach einer Traglufthalle ganzjährig. So lange muss bei Heimspielen in der Landeshauptstadt weiter improvisiert werden, der Verein hat aber ein paar Ideen, wie er das Spiel mehr zum Erlebnis e ntwickeln möchte.

Das Ziel sei klar, sagt der SVL-Teammanager Adrijan Jakovcev. Die Mannschaft solle sich in der Ersten Bundesliga, die jetzt am Samstag, 6. November, beginnt, in die Top Four spielen. Waspo Hannover und Spandau seien vermutlich (noch) nicht zu schlagen. Gegen alle anderen Teams rechnen sich die Ludwigsburger aber gute Chancen aus.

Das erste Spiel gegen die White Sharks Hannover wird im Inselbad im Stuttgart ausgetragen, es beginnt um 15.30 Uhr. Ein richtiges Heimspiel sei die Begegnung aber nicht, so Jakovcev. Leider. Der SVL müsse notgedrungen ausweichen in das Inselbad. Ludwigsburg sei gemeinsam mit dem SSV Esslingen das einzige Erstliga-Team, das daheim kein wettkampftaugliches Bad hat. Man versucht, das beste daraus zu machen.

Unmittelbar vor dem Beginn der Begegnung sollen im Inselbad SVL-Fahnen aufgehängt werden. Der Verein hat einen Läufer in SVL-gelb gekauft, der am Beckenrand ausgerollt wird. Die Ketten, die den Wettkampfbereich von der Zuschauertribüne abtrennen, ist schwarz-gelb wie die Vereinsflagge. Alles um ein wenig Atmosphäre in das doch sehr in die Jahre gekommene Bad in Stuttgart-Untertürkheim zu bekommen.

Die Mannschaft geht top vorbereitet in die Bundesligasaison. Die Spiele im Euro-Cup und im DSV-Pokal hätten den Spielern gut getan, sagt der Teammanager. Wegen der Corona-Pandemie habe die Spielpraxis gefehlt. Nun indes sei der SVL ganz gut eingespielt. Dass es im DSV-Pokal schlussendlich „nur“ zu Platz vier gereicht hat, sei ein bisschen ärgerlich. Es sei mehr drinnen gewesen, nämlich Platz drei.

Die Plätze eins und zwei seien vorerst „nicht greifbar“. Aber der ASC Duisburg sei schlagbar. Dem SVL fehle die Abgezocktheit der Duisburger, die schon lange zusammen spielten. Duisburg, sagt Jakovcev, sei vor fünf Jahren Pokalsieger gewesen und der SV habe damals noch in der Zweiten Liga gespielt. „Wir müssen uns manchmal daran erinnern, woher wir kommen.“

Soll heißen: Ludwigsburg hat schon ganz viel erreicht. Auch, wenn man bedenke, dass der SVL kein wettkampftaugliches Becken hat. Trainiert wird größtenteils auf dem Kleinfeld im Campusbad, die Ligaspiele werden aber in deutlich größeren Becken ausgetragen. Die Spieler müssten sich immer wieder umgewöhnen. Ärgerlich sei auch, dass der SVL keine richtigen Heimspiele austragen kann, sondern immer ausweichen muss in die Landeshauptstadt.

Deshalb hofft der Club, dass man sich bis sehr zeitnah mit der Stadt darauf einigen kann, während der kalten Jahreszeit eine Traglufthalle über das Hohenecker Freibad zu spannen. Dann könnten alle Heimspiele tatsächlich daheim stattfinden und dann kämen bestimmt noch mehr Zuschauer zum gemeinsam mit den Basketballern ligenhöchsten Team.

Mit Blick auf die neue Saison sagt der Teammanager, alle Spiele im Inselbad müssten unbedingt gewonnen werden, außer die zwei gegen Waspo Hannover und gegen Spandau. Auswärtsspiele seien „eine andere Geschichte“, aber klar: der SVL werde alles versuchen, um möglichst auch viele jener Spiele für sich zu entscheiden.

Die Vorrunde endet für den SVL am Samstag, 5. März, mit einem Knaller: mit einem Spiel im Inselbad gegen den Pokalsieger und amtierenden Meister Waspo Hannover. Anschließend werden wieder – wie in den Vorjahren – Play-Offs stattfinden. Das genau Reglement mit Auf- und Abstieg in die schwächer B-Gruppe, erschließt sich einmal mehr vorallem Insidern. Mit Platz 3 oder 4 entgeht man diesen Spielen und startet im Viertelfinale in die Platzierungsspiele. Nach der WM Pause im April und Mai geht es dann im Juni im Freibad Hoheneck um die Medaillen.

Adrijan Jakovcev sagt, er habe sich während der vergangenen Monate bei anderen Vereinen in der Region umgeschaut, wie diese sich daheim präsentieren, etwa bei den Ludwigsburger Basketball-Riesen und bei den Handballern in Bietigheim. Der SV Ludwigsburg will von sogenannten Best-Practice-Beispielen lernen. „Wir wollen einen Schritt weiter gehen, in allen Bereichen.“

Der SVL will laut Manager auch auf Nachwuchsspieler setzen, in dieser Saison speziell auf Tobi Bauer, Mateja Bosic und Mikael Matodiev – alle U20. Bauer studiert in Stuttgart seit diesem Herbst Sportmanagement und absolviert seinen Praxisteil beim Sportkreis Ludwigsburg, Bosic und Metodiev wollen zunächst an ihren Deutschkenntnissen arbeiten und dann im nächsten Jahr ebenfalls ein Studium aufnehmen.

Adrijan Jakovcev sagt: „Wir werden unseren Weg weiter gehen.“ Er spricht gerne von einem von-oben-nach-unten-Plan: eine sehr gut aufgestellte erste Mannschaft in der Bundesliga werde weitere junge Spieler nach Ludwigsburg ziehen. Denn alle motivierten Nachwuchsspieler, wollen in der Ersten Liga professionell trainieren und dabei an der Karriere nach der Karriere arbeiten. Junge Spieler sollten wissen, so Jakovcev: in Ludwigsburg wird gut gearbeitet, der Verein kümmert sich.

Bestes Beispiel dafür ist der Teammanager selbst. Der Kroate Jakovcev ist vor vielen Jahren zum SVL gekommen, er spielte damals in der Zweiten Liga, hatte später einige Angebote von besseren Klubs. Er ist aber geblieben und in der Barockstadt längst daheim. Der Bauingenieur hat einen festen Job und lebt mit seiner kleinen Familie in Neckarweihingen.

Der Spieler Nino Blazevic erinnert daran, das der SVL die White Sharks im Vorjahr zweimal mit einigen Toren Vorsprung geschlagen hat. „Wir waren besser.“ Die Sharks seien „ein gutes, junges Team“.  Einer ihrer besten Spieler habe jedoch den Verein verlassen. Die Sharks hätten allerdings den Vorteil, dass sie regelmäßig mit der Spitzenmannschaft Waspo Hannover trainieren könnten. Der SVL sollte trotzdem mental und körperlich gut drauf sein – und die Sharks schlagen. „Wir werden unser Bestes geben, wir wollen mit einem guten Resultat in die neue Spielzeit starten.“

Das Team des SVL warte wegen Corona schon lange auf eine halbwegs geregelte Saison. „Alle Spieler sind aufgeregt und können es kaum noch erwarten, dass es endlich losgeht.“ Aleksa Manic sagt: „Nach dem Euro-Cup und nach dem DSV-Pokal haben wir einen Teil unserer Reise beendet. Jetzt folgt der nächste Schritt. Wir sind bereit.“ Manic ruft alle Ludwigsburger Fans auf, am Samstag ins Inselbad zu kommen und den SVL zu unterstützen.


Stützwand entlang der Neuen Weinsteige wird saniert

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Geänderte Verkehrsführung

Stuttgart.| Entlang der Neuen Weinsteige beginnen ab Mittwoch, 3. November, die Sanierungsarbeiten für einen weiteren Abschnitt der Stützwand. Die Stützmauer zum Tal hin wird erneuert. Dadurch kann ein 2,50 Meter breiter Gehweg geschaffen werden, der bergaufwärts für den Radverkehr frei ist. Bereits im Jahr 2018 wurde auf einer Länge von 200 Meter unterhalb der Altenbergstaffel ein erster größerer Abschnitt saniert. Der geplante Abschnitt schließt unmittelbar an den ersten Abschnitt an und wird in weiteren Bauabschnitten in den kommenden Jahren in Richtung Ernst- Sieglin-Platz fortgeführt. Das bestehende Geländer wird im Zuge der Sanierung ebenfalls erneuert und die Straßenbeleuchtung modernisiert.

Ab dem 3. November wird eine neue Verkehrsführung eingerichtet. Bis zum Bauende im Juli 2022 steht dem Verkehr der B27 stadteinwärts nur eine Fahrspur zur Verfügung. Stadtauswärts stehen in der Hauptverkehrszeit zwei Fahrspuren zur Verfügung. Zur Andienung der Baustellen kann der Verkehr stadtauswärts in der Zeit von 9 bis 14 Uhr und von 22 bis 5 Uhr auf eine Fahrspur reduziert werden.

Das Tiefbauamt bittet alle Betroffenen um Verständnis für Beeinträchtigungen.


Beteiligungsverfahren „Entwicklungskonzept Heumaden-Süd“

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Auftaktveranstaltung

Stuttgart.| Der südliche Bereich von Heumaden mit Fokus auf den Gebieten Schwellenäcker – Über der Straße – Schwarzäcker – Untere Brücklesäcker soll näher untersucht werden, um auf dieser Basis ein städtebauliches Entwicklungskonzept zu erstellen. Dabei sollen auch landschaftsplanerische und verkehrliche Belange einbezogen werden. Die damit einhergehende Öffentlichkeitsbeteiligung startet am Samstag, 13. November, 11 bis 14 Uhr am Quartiersplatz Bernsteinstraße 124-126.

Die Einwohnerinnen und Einwohner von Heumaden sowie weitere Interessierte sind eingeladen, ihre Erfahrungen, Beobachtungen und Wünsche zum eigenen Quartier mitzuteilen. Zudem wird über den Planungs- und Beteiligungsprozess und die Vorgehensweise informiert.

Auf dem Quartiersplatz werden Dialog-Inseln aufgebaut, an denen Mitarbeitende des beauftragten Planungsbüros ISA sowie des Amts für Stadtplanung und Wohnen zu unterschiedlichen Themenfeldern wie Aktivitäten, Identität oder Infrastruktur bereitstehen, um Beobachtungen, Wünsche und Ideen zur künftigen Entwicklung Heumadens entgegenzunehmen.

Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.


HBF kompakt: Thüringer HC klettert in der Tabelle

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Neckarsulm siegt im Eurosport-Spiel

Der Buxtehuder SV hat das Topspiel des Wochenendes in der Handball Bundesliga Frauen gewonnen und sich im oberen Drittel der Tabelle festgesetzt. Im Mittelfeld konnten der SV Union Halle-Neustadt und die HSG Blomberg-Lippe punkten. Im Tabellenkeller gab es keine Veränderungen. International machte Borussia Dortmund einen wichtigen Schritt in Richtung Achtelfinale der Delo EHF Champions League.

Die SG BBM Bietigheim führt auch nach sieben Spieltagen die Tabelle an.  Die Enztälerinnen siegten im Sonntagsspiel beim VfL Oldenburg klar mit 34:20 (20:8). “Wir haben in der ersten Halbzeit zu viel Respekt gezeigt, die Bälle verloren und uns somit Tore aus Tempogegenstößen eingefangen”, sagte VfL-Trainer Niels Bötel. Bietigheims Cheftrainer Markus Gaugisch bilanzierte: “Es war ein sehr souveräner Auswärtserfolg meiner Mannschaft. Die Art und Weise wie wir gespielt haben, gefiel mir. Das, was wir uns in der ersten Halbzeit vorgenommen haben, funktionierte gut.”

Punktgleich mit dem Spitzenreiter ist auch Titelverteidiger Borussia Dortmund, der schon unter der Woche das NRW-Duell gegen Bayer Leverkusen mit 30:24 (12:15) für sich entscheiden konnte. International zeigte der BVB hingegen in der Delo EHF Champions League dem kroatischen Meister RK Podravka Vegeta Koprivnica die Grenzen beim 38:14 (16:8) klar auf. Vor allem mit Blick auf den Sprung in die KO-Runde ist das entscheidend, fünf Zähler Vorsprung haben die Westfälinnen bereits auf Rang 7. Überragende Spielerin war Alin Grijseels, die bei 15 Versuchen 15 Mal erfolgreich war.

“Der Unterschied heute war, dass Dortmund eine tolle Torfrau hatte und wir damit eine katastrophale Schussquote”, sagte Koprivnicas Trainer Goran Mrden. BVB-Chefcoach Andre Fuhr zeigte sich zufrieden: “Das waren zwei sehr wichtige Punkte, um die nächste Runde zu erreichen. Erfreulich war auch, dass unsere zweite Reihe nach der Pause gut eingeschlagen ist, dass es keinen Bruch gegeben hat. Tina Abdulla oder Fatos Kücükyildiz haben gezeigt, dass sie es können.”

Auf Rang 3 hat sich der Thüringer HC mit dem 31:26 (16:9) über die HSG Bad Wildungen Vipers geschoben. “Wir haben heute 20 Minuten das gespielt, was wir können. Die ersten 40 Minuten war nicht an der Leistung, die ich erwarte”, sagte Vipers-Trainerin Tessa Bremmer. THC-Chefcoach Herbert Müller zog einen Vergleich zum vergangenen European League Spiel: “Du brauchst eine Konstanz in deinem Handballspiel. Genau das ist es, was uns gegen Molde auf die Füße gefallen ist.”

Beim Sprung nach oben profitierte der THC auch vom 31:36 (17:17) der TuS Metzingen beim Buxtehuder SV. Der BSV hatte unter der Woche noch im Nachholspiel beim VfL Oldenburg mit 22:24 (10:14) verloren. Beide Teams haben nun jeweils 10:4 Zähler auf dem Konto. “Der Sieg geht völlig verdient an Buxtehude, die heute über 60 Minuten einfach überzeugender waren als wir. 36 Gegentore und die vielen technischen Fehler sprechen nicht gerade für das Spiel, dass wir uns vorstellen”, ärgerte sich Metzingens Trainerin Edina Rott. Dirk Leun sagte: “Wir haben heute gegen einen starken Gegner richtig stark gespielt und in der zweiten Halbzeit mehr Stabilität in die Abwehr reinbekommen. Das war am Ende der Schlüssel zum Erfolg.”

Das Mittelfeld wird angeführt vom SV Union Halle-Neustadt, der nach dem 28:25 (15:13) bei der HSG Bensheim/Auerbach nun 8:6 Zähler aufweist.  “Wenn man das gesamte Spiel sieht, dann ist der Sieg für Halle verdient.  Wir haben uns gut vorbereitet und wollten die zwei Punkte zu Hause behalten und stehen jetzt als Verlierer da. Wenn man das gesamte Spiel sieht, dann ist der Sieg für Halle verdient”, sagte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm, dessen Team mit 5:9 Zählern Neunter ist. Wildcats-Trainerin Katrin Welter ergänzte: “Ein Unentschieden wäre heute beiden Mannschaften gerecht geworden. Wir sind natürlich glücklich, dass wir die Punkte mitnehmen können.”

Zwischen Halle-Neustadt und Bensheim/Auerbach rangieren die HSG Blomberg-Lippe und die Sport-Union Neckarsulm mit jeweils 7:7 Zählern. Blomberg besiegte den BSV Sachsen Zwickau mit 31:24 (19:12). Ein Unentschieden wäre heute beiden Mannschaften gerecht geworden. Wir sind natürlich glücklich, dass wir die Punkte mitnehmen können”, so HSG-Chefcoach Steffen Birkner und BSV-Chefcoach Norman Rentsch analysierte:  “Wir haben das Spiel zu kompliziert gemacht, nicht die einfachen Lücken gesehen und die einfachen Entscheidungen getroffen.”

Im Freitagsspiel bei Eurosport konnte sich die Sport-Union Neckarsulm mit 27:26 (17:14) gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten durchsetzen. “Leider haben sich die Mädels in der ersten Halbzeit nicht an die vereinbarten Absprachen gehalten und Johanna Stockschläder zu Kontern eingeladen, die sie auch alle verwandelt hat. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht und nur 10 Tore zugelassen, leider eins zu viel”, betonte Luchse-Trainer Dubravko Prelcec. SUN-Trainerin Tanja Logvin freute sich hingegen: “Zwei Punkte stinken nicht und ich bin erst einmal glücklich, dass wir den Sieg geholt haben. Es war heute die Aufgabe, besser in der Abwehr zu stehen und 26 Gegentore sind nach den letzten Spielen ein Erfolg für uns.”

Tabelle 1. Liga

Tabelle 2. Liga


Bietigheim feiert ungefährdeten Erfolg über Hüttenberg

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von Bernhard Gaus

Die Rückkehr der SG BBM Bietigheim in die EgeTrans Arena ist mit einem Erfolg verknüpft. Nach über einem Jahr spielt Bietigheim zum ersten Mal wieder in seiner großen Arena und besiegt den TV Hüttenberg vor 1702 Zuschauern mit 35:28 (16:12) Toren. Ein Stück Normalität ist wieder zurück in der schwäbischen Handball-Hochburg.

Die SG BBM hält durch diesen ungefährdeten Erfolg den Anschluss im Mittelfeld, Hüttenberg liegt jetzt auf Rang 5. Doch mit der Tabelle der 2.HBL konnten nach dem Spiel weder Bietigheims Coach Iker Romero, noch TVH- Cheftrainer Johannes Wohlrab so richtig was anfangen. „Die Tabelle ist verrückt“, sagt der Spanier. „Ich meine, es geht von Spiel zu Spiel mal rauf, mal runter. Es macht nur Sinn, immer auf das nächste Spiel zu schauen und nicht auf die nächsten Wochen“. Und so freut sich der Ex-Weltmeister mit seinem Team einfach über den aktuellen Erfolg: „Wir sind im Moment gut drauf, brauchen aber noch mehr Konstanz.“ Auch für Wohlrab ist die aktuell glänzende Position der Mittelhessen nur sekundär: „Unser Ziel ist es schnellstmöglich 30 Punkte zu holen, da fehlt uns noch über die Hälfte.“

Am Sonntag konnte Hüttenberg seine Erfolgsserie fürs Erste nicht fortsetzen. „Das war ein sehr verdienter Sieg für Bietigheim“, musste Wohlrab bilanzieren. „Bietigheim ist schon in der 1. Halbzeit weggezogen, wir haben schlecht verteidigt. In der 2. Halbzeit hat man gesehen, dass uns die Kraft gefehlt hat.“

Die SG BBM führte nach einer Viertelstunde mit 10:6 Toren und spielte ihre Angriffe konzentriert und mit einer hohen Erfolgsquote. Vor der Pause machen Christian Schäfer (4) und der vom Siebenmeterpunkt sichere Sven Weßeling (6) die Tore. „Es gab in der 1. Halbzeit auch viele Momente, wo wir es in der Abwehr gut machen“, betont Romero. Eine der wichtigen Phasen des Spiels sieht Wohlrab kurz vor der Pause. „Wir haben uns auf 12:11 zurückgekämpft und gehen statt eines möglichen 13:13 mit einem 16:12-Rückstand in die Pause. So etwas ist vom Kopf her immer ein Dämpfer.“

Für Bietigheims spanischen Trainer war das Spiel da noch längst nicht gelaufen. „Mit der ungewohnten 3-2-1 Abwehr und der schnellen Mitte kann Hüttenberg schnell 2 bis 3 Tore hintereinander erzielen“, sagt Romero und denkt an den erneuten Anschlusstreffer der Mittelhessen zum 17:16 kurz nach der Pause. „Wir haben aber nicht den Kopf verloren und überlegt weitergespielt.“ Seine Mannschaft bleibt stabil im Verwerten ihrer Chancen. Der Ausgleich fällt nicht. 15 Minuten vor dem Ende hat die SG BBM durch den Treffer zum 23:19 von Paco Barthe ins leere Gästetor die Führung wieder ausgebaut und hält Hüttenberg in der torreichen Schlussphase konstant auf 4 bis 5 Toren auf Abstand. Die Rote Karte gegen Moritz Zörb war in der Schlussviertelstunde kräftemäßig sicher eine zusätzliche Hypothek für die ersatzgeschwächten Gäste, aber nicht mehr spielentscheidend. Das Momentum hatten sich da aber schon ganz klar die Schwaben gesichert.

SG BBM Bietigheim: Poltrum, Lehmann; Vlahovic, Öhler (1), Dahlhaus (3), Schäfer (8), de la Peña (3), Barthe (1), Link (1), Asmuth, Weßeling (10/6), Pfeifer (4), Boschen, Süsser, Fischer (4).

TV 05/07 Hüttenberg: Plaue, Böhne; Schwarz (7), Kneer, Kirschner (2), Opitz (1), Theiß, Fujita, Weber (1/1), Zörb, Reichl (2), Mappes (9/4), Klein, Schreiber (6).

Spielverlauf: 3:3 (7.), 10:6 (16.), 12:11 (25.), 16:12 (30.), 17:16 (37.), 21:18 (44.), 24:19 (47.), 31:26 (56.), 33:26 (58.), 35:28 (60.).
Zeitstrafen: Vlahovic (21.), Dahlhaus (21., 35.), Öhler (27., 55.), Weßeling (38.) – Klein (22., 29.), Zörb (33.), Kirschner (41.), Mappes (50.)
Rote Karte: Zörb (44.)
Siebenmeter: 6/6 – 5/7
Schiedsrichter: Maximilian Engeln / Felix Schmitz (DHB Nachwuchskader)
Zuschauer: 1702 (EgeTrans Arena, Bietigheim)