Coronavirus: Stadt Stuttgart baut Impfangebot aus

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Stadt und Hilfsorganisationen errichten Impfzelt am Samstag

Stuttgart.| Die Stadt Stuttgart reagiert auf die starke Nachfrage nach offenen Impfaktionen. Zusammen mit dem Klinikum Stuttgart und der Ärzteschaft verstärkt sie die Angebote kurz- und mittelfristig. Vor allem im Stadtzentrum, wo die Nachfrage am stärksten ist. So stehen am Samstag in einem Zelt auf dem Kronprinzplatz fünf Teams bereit und im November sollen in der Klett-Passage und einem Einkaufszentrum zwei kleinere Impfzentren eingerichtet werden.

Die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann, erklärte am Donnerstag, 21. Oktober: „Wir freuen uns, dass die Nachfrage nach einer Impfung steigt und dass unsere Angebote auch genutzt werden. Bei jeder offenen Aktion erreichen wir 100 bis 200 Personen. Klar ist, dass wir eine hohe Impfquote brauchen, um das Virus einzudämmen. Deshalb können wir jetzt mit starken Partner unsere Angebote ausbauen.“

Bislang haben 60 % der Stuttgarter Bevölkerung einen vollständigen Impfschutz. 30.000 Menschen davon konnte mit Vor-Ort-Aktionen erreicht werden. Neueste Zahlen des Gesundheitsamts unterstreichen die Wirksamkeit der Impfung: So ist die Inzidenz in Stuttgart bei Ungeimpften mit 183 viermal so hoch wie bei Geimpften. Impfdurchbrüche – also Infektionen trotz Impfschutz – sind nur in 0,4 % der Fälle aufgetreten, jeder Vierte davon weist Vorerkrankungen auf.

Niedergelassene Ärzte als Pfeiler der Impfkampagne
Die Verwaltung betont, dass seit Schließung der Impfzentren Ende September 2021 die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte Pfeiler der Impfkampagne seien. So geht die Corona-Schutzimpfung sukzessive ins medizinische Regelsystem aus niedergelassenen Ärzten und Betriebsärztinnen, wie dies auch bei anderen Impfungen üblich ist.

Dr. Martin Priwitzer, Leiter der Abteilung Gesundheitliche Versorgung, Amtsärztlicher Dienst im Gesundheitsamt sagte: „Offensicht ist der Besuch einer Praxis für viele eine Schwelle. Mit dieser Realität müssen wir umgehen, daher investieren wir so viele Kraft in offene Angebote. Gerade weil wir damit viele bislang Unentschlossene gewinnen können. Gut ist, dass das Klinikum Stuttgart und die Niedergelassenen des Hausärzteverbandes Stuttgart und des MEDI-Verbundes Stuttgart uns bei dieser Aufgabe tatkräftig unterstützen.“

Zusammen mit Stuttgarter Hilfsorganisationen errichtet die Stadt am Samstag, 23. Oktober, ein Impfzelt am Kronprinzplatz (Kronprinzstraße/ Ecke Büchsenstraße). Dort wird in der Zeit von 10 bis 20 Uhr mit fünf mobilen Impfteams der niedergelassenen Ärzteschaft und des Klinikums Stuttgart durchgehend geimpft. Möglich sind Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen mit BioNTech und Johnson&Johnson.

Partner der Aktion sind: Das DRK, die DLRG, Malteser und Johanniter.

Darüberhinaus setzt das Gesundheitsamt einen eigenen Sprinter ein, der die Impfaktionen an den Bussen unterstützen und lange Wartezeiten vermeiden soll. Zusätzlich sollen Wartende über Angebote von Praxen informiert werden, bei denen sie möglicherweise schneller an eine Impfung kommen können.

Informationen zu den Impfangeboten tagesaktuell unter:
https://www.stuttgart.de/leben/gesundheit/corona-impfung/offenes-impfen.php


Erreichbarkeit mit dem Auto gehört zur vitalen Innenstadt

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Auch Anbindung durch Bus und Bahn und Angebote für den Radverkehr wichtig

Stuttgart.| Die Stuttgarter Innenstadt muss, nach den Worten von Oberbürgermeister Frank Nopper, auch nach der Corona-Pandemie vital und attraktiv bleiben. Hierzu gehöre auch eine gute Erreichbarkeit der City mit dem Automobil, so der OB am Donnerstag, 21. Oktober. Nopper wendet sich gegen eine Reduktion von Parkplätzen in Innenstadt-Parkhäusern, wie sie einzelne Gemeinderatsfraktionen ins Spiel gebracht hatten. Mit dem Antrag von Bündnis 90/Die GRÜNEN, „Die FrAKTION“, SPD und PULS befasst sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik am Dienstag, 26. Oktober.

OB Nopper sagte: „Wenn wir auch in Zukunft eine florierende Innenstadt mit Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen haben wollen, können wir neben einer guten Anbindung an den ÖPNV und guten Angebote für den Fahrradverkehr auf die Parkmöglichkeiten in den Parkhäusern nicht verzichten. Wer das Automobil in dieser Form aus der Innenstadt verbannen will, schwächt die Stuttgarter Innenstadt und stärkt die Einkaufsstandorte im Umland.“

Für Nopper hat die Stuttgarter Innenstadt als Standort für Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen eine gute Perspektive. Schließlich gebe es positive Entwicklungen: wie die Umgestaltung und Aufwertung des Marktplatzes, das neue Areal Eichstraße und das Dorotheenquartier, die neue Calwer Passage sowie die Veränderungen in der Tübinger Straße. „Mit diesen Entwicklungen sind nicht nur neue, bisher am Standort nicht ansässige, Einzelhandelskonzepte, verbunden, sondern auch der Ausbau des gastronomischen Angebots und ein Zugewinn an Aufenthaltsqualität“, so OB Nopper abschließend.


Richtfest für WHS-Projekt „neckar flair“: Wenige Wohnungen verfügbar

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21 hochwertige Eigentumswohnungen mit zwei bis fünf Zimmern, teilweise Maisonettes, alle mit Terrasse, Balkon oder Loggia baut die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) derzeit in Bad Cannstatt. Das Neubauprojekt „neckar flair“ soll Singles, Paare und Familien ansprechen und ihnen ein behagliches, zeitgemäßes Zuhause bieten – ganz nah zur Stadt und zur Natur. Nur noch wenige Wohnungen sind verfügbar, die meisten sind bereits verkauft.

„Unsere künftigen Eigentümerinnen und Eigentümer finden hier, im Herzen von Bad Cannstatt, in der Nähe zum idyllischen Kurpark und mit dem Neckar direkt vor der Haustür, das Beste aus allen Welten: Die Infrastruktur und alle Vorzüge einer lebendigen Stadt, aber auch viel Grün und die erholsame Nähe zum Wasser“, sagte Alrik von Kolzenberg, Prokurist der WHS und Leiter Wohn- und Gewerbebau, kürzlich anlässlich des Richtfestes. Dass dies nach nur neun Monaten Bauzeit bereits möglich war, verdanke man der professionellen Arbeit von Planerinnen und Planern, vor allem aber den beteiligten Handwerksbetrieben. „Es gilt immer neue Bauvorschriften, Verarbeitungsrichtlinien, Umweltauflagen und auch den ein oder anderen Sonderwunsch zu beachten. Das funktioniert nur, wenn man mit Geschick und Teamgeist zusammenarbeitet“, hob von Kolzenberg hervor. Die Arbeiten erstrecken sich insgesamt über zwei Jahre.

Voraussichtlich im Herbst 2022 sollen die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner ihr neues Heim beziehen können. „Noch sind einige wenige Wohnungen im neuen Stadtensemble verfügbar“, sagt WHS-Geschäftsführer Marcus Ziemer. Wer Interesse an einer der hochwertigen neuen Wohnungen mit einer Größe zwischen 57 und 117 Quadratmetern habe, müsse sich beeilen: „Die Wohnungen sind sehr beliebt!“

Weitere Informationen zum Neubauprojekt gibt es unter neckar-flair.de.


Verleihung von 170 Feuerwehr-Ehrenzeichen in Stuttgart

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Stuttgart.| Dr. Clemens Maier, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport sowie Dr. Georg Belge, Amtsleiter der Branddirektion Stuttgart verliehen am 11. und 12. Oktober insgesamt 170 Feuerwehr-Ehrenzeichen an verdiente Einsatzkräfte der Feuerwehr. Auch Vertreterinnen und Vertreter des Stuttgarter Gemeinderates nahmen an der Veranstaltung teil und dankten den Einsatzkräften.

Um die Leistungen der hauptberuflichen und ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehren zu würdigen, stiftete die Landesregierung Baden-Württemberg am 25. Juni 1956 die Ehrenzeichen für 15- (Bronze), 25- (Silber), 40-jährige (Gold) und 50-jährige Dienstzeit (Sonderstufe). Seitdem werden jährlich im Rahmen einer Feierstunde langjährige verdiente Angehörige der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und der Werkfeuerwehren in der Landeshauptstadt Stuttgart mit dem Feuerwehr- Ehrenzeichen ausgezeichnet. Da die Veranstaltung im letzten Jahr pandemiebedingt ausfallen musste, wurden die Ehrungen dieses Jahr an zwei Abenden durchgeführt.

Großer Dank an die Einsatzkräfte
Dr. Clemens Maier dankte den geehrten Einsatzkräften für ihr beispielhaftes Engagement und für ihren langjährigen Einsatzdienst. Dr. Maier betonte: „Auch während der Corona- Hochphase war jederzeit Verlass auf die Feuerwehr in Stuttgart. Egal ob Sie hauptamtlich der Berufs- oder Werkfeuerwehr angehören oder ehrenamtlich in einer der 24 Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr aktiv sind, Sie waren rund um die Uhr einsatzbereit. Hierfür meinen herzlichen Dank“. Zudem hob Dr. Maier die Bedeutung der aktuell stattfindenden Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans hervor. Durch eine externe Beratungsfirma wird derzeit erhoben, welche Größe die Feuerwehr Stuttgart hinsichtlich Personal, Fahrzeugtechnik und Gebäuden benötigt, um ihrem gesetzlichen Auftrag nachzukommen. Der Abschlussbericht soll den städtischen Gremien in den kommenden Monaten vorgestellt werden.

Großen Dank sprach auch Dr. Belge den geehrten Feuerwehrfrauen und –männern aus. „Nach so vielen Jahren Einsatzdienst für die Feuerwehr haben Sie sich diese Auszeichnung mehr als verdient und können stolz darauf sein“. In diesen Dank bezog Dr. Belge auch die Familien der Einsatzkräfte mit ein: „Ihre Familien müssen oftmals auf Sie verzichten, weil der Funkmeldeempfänger zum Einsatz ruft, oder 24 Stunden Dienst auf der Feuerwache zu verrichten sind. Ohne den Rückhalt der Familien wäre dieses Engagement nicht leistbar. Ich danke daher ausdrücklich allen Angehörigen für die Unterstützung und bedauere es sehr, dass aufgrund der Schutzvorkehrung in diesem Jahr keine Angehörigen anwesend sein können“.

Das Feuerwehrwesen in Stuttgart
Die Feuerwehr Stuttgart ist nach dem Feuerwehrgesetz Baden-Württemberg für die Brandbekämpfung, Rettung von Menschen und Tieren aus lebensbedrohlichen Lagen und die Hilfe bei öffentlichen Notständen auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Stuttgart zuständig. Neben der Berufsfeuerwehr ist die Freiwillige Feuerwehr eine wichtige und etablierte Einrichtung zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger. Darüber hinaus sind in der Landeshauptstadt Stuttgart bei den Firmen Bosch, Daimler, Netze BW und Porsche Werkfeuerwehren eingerichtet. Diese Werkfeuerwehren sind spezialisiert auf die in den Unternehmen zu erwartenden Einsätze.


SVL verliert kleines Finale

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Wasserball DSV-Final-Four-Tunier

Es wäre mehr drinnen gewesen. Die SVL-Wasserballer verlieren das kleine Finale bei DSV-Pokal-Turnier gegen Duisburg am Sonntag ein bisschen unglücklich. 9:12 hieß es nach dem vierten Viertel. Das Team geht aber gut vorbereitet in die neuen Bundesliga-Saison, die in drei Wochen beginnt.

Klar, die Enttäuschung ist groß nach dem Abpfiff des Spiels um Platz drei. Die SVL-Wasserballer beenden die DSV-Pokalrunde auf Platz vier. Von Beginn an liegt das Team zurück, bleibt aber immer dran am ASC Duisburg. Nach dem ersten Viertel steht es 0:2. Das zweite Viertel beginnt gut für Ludwigsburg, A leksa Manic erzielt den Anschlusstreffer. Dann erzielt Timo van der Bosch den Ausgleich zum 2:2. Ein Spiel auf Augenhöhe. Später indes zieht Duisburg weg. 2:3 und 2:4. Domagoj Mijatovic erzielt mit einem Fünf-Meter das 3:4. Zur Halbzeit steht es aber 3:6. Duisburg ist also recht weit weg. Zu weit?

Zu Beginn des dritten Viertels schießt van der Bosch das 4:6. Der Zuschauer daheim am online-Livestream bleibt allerdings leicht verwirrt zurück. Im Live-Ticker des DSV steht es bald 5:6, Mateja Bosic erzielt den Treffer. Bei der Video-Übertragung, die der Ausrichter des Turniers, Spandau 04, organisiert hat, indes ist nach wie vor 3:6 zu lesen. Besser also, wenn sich der Zuschauer auf den DSV-Ticker verlässt, der nun weitere Tore für Duisburg vermeldet.

Bald steht es 5:8. Nino Blazevic und Mateja Bosic bringen den SVL nochmal ran an Duisburg. Doch nach dem dritten Viertel steht es 7:10. Im letzten Viertel erzielt Marko Martinic das 8:10, Timo van der Bosch schießt das 9:10. Hoffnung keimt auf, doch dann erzielt Duisburg das 9:11 und auch noch das 9:12. Ludwigsburg hat sich gut verkauft, aber nicht gut genug.

Dieter Gscheidle, SVL-Vertreter vor Ort, spricht von einem „nicht so schönen Sonntag“ und sagt: „Es wäre mehr drinnen gewesen.“ Der SVL habe ein bisschen Pech im Abschluss gehabt, und einen Bonus hatte man bei einem Ausschlussverhältnis von 8:16 gegen sich wohl auch nicht. Gscheidle sieht Ludwigsburg auf Augenhöhe mit Duisburg. „Ein positiver Ausblick: wir werden denen einen harten Fight liefern in der Bundesliga.“ Ziel sei Platz drei oder vier.

Der Mannschaftskapitän Ivan Pisk sagt, der ASC Duisburg habe gewonnen, weil dieses Team „seine Qualität und die Stärke besser präsentiert“ habe. „Wir werden das Spiel analysieren – und gute Sachen verbessern, schlechte korrigieren.“ Er setze auf eine Revanche in der Bundesliga.

SVL-Nationalspieler Timo van der Bosch sagt, „wir haben ok bis gut gespielt“, die Partie gegen Duisburg sei für ihn das beste SVL-Spiel in der noch jungen Saison gewesen. Die Mannschaft habe gezeigt, dass sie mit dem nach Spandau und Waspo Hannover stärksten Team in Deutschland mithalten könne. „Wir können stolz sein, wenn man bedenkt wo wir her kommen.“ Ludwigsburg spielt erst sei kurzem in der ProA-Bundesliga, Duisburg schon viel länger. Nun stünden drei Wochen Training an, um gut vorbereitet in der Liga zu starten.

Der SVL sei im Turnier gezwungen gewesen, Prioritäten zu setzen, so der Trainer Janusz Gogola. „Das erste Spiel gegen Spandau war mit minimalem Kraftaufwand, vor allem bei den Leistungsträgern geplant.“ Es sollten unter Wettkampfbedingungen wichtige Spielzüge und taktische Maßnahmen für das Spiel um Platz drei getestet werden. Dies habe sich im Matchergebnis widergespiegelt.

Gegen den ASCD sei die Mannschaft sehr gut ins Spiel gekommen. „Was fehlte, war die Konzentration und etwas Glück beim Abschluss.“ Nach Ausschluss eines Feldspielers und des Torwarts „stand unser Block hochmotiviert und effizient da und verteidigte erfolgreich die aussichtslose Situation. Für mich war dies ein Beispiel für den kämpferischen Einsatz im ganzen Spiel.“

Es glänzten vor allem unermüdlich Timo van der Bosch (drei Tore) und der junge Mateja Bosic, der mit schnellem Konterspiel und einem schönen Distanzschuss zwei Tore erzielte. „Ohne Frage eine Bereicherung für das Team.“ Die Abwehrarbeit habe meist sehr gut funktioniert – bis zum dritten persönlichen Foul von Aleksa Manic. „Danach mussten wir leider etwas mit Kristijan Lipar improvisieren, der auch bereits mit zwei persönlichen Fouls spielte. Bis zweieinhalb Minuten vor Schluss hielten wir das Spiel offen und verkürzten auf ein Tor. Danach gab es jedoch die dritte Rausstellung von Kristijan Lipar und anschließend in Folge ein Tor.“

Beide Mannschafts-Auszeiten am Spielende hätten leider nicht zum Torerfolg geführt. „Im Ganzen ein starker Auftritt unseres Teams, welches sein Potenzial zeigen konnte. Die verbesserungsbedürftigen Bereiche konnte man sehen und bis zum Start der Bundesliga kann man noch notwendige Korrekturen durchführen.“ Allein die Teilnahme am Turnier der besten vier Mannschaften Deutschlands müsse man an sich schon als großen Erfolg ansehen.

Für den SVL spielten gegen den ASCD: Josip Katusa, Mikael Metodiev, Timo van der Bosch (3 Tore), Tobias Bauer, Marko Martinic (1), Aleksa Manic (1), Domagoj Mijatovic (1), Kristijan Lipar, Mattia Ruggeri, Mateja Bosic (2), Nino Blazevic (1), Eric Fernandez Rivas, Ivan Pisk


Ludwigsburg spielt am Sonntag um Platz drei

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Wasserball DSV-Final-Four-Tunier

Ludwigsburg.| Für die SVL-Wasserballer gab es am Samstagnachmittag in Halbfinale des DSV-Final-Four-Turniers in Berlin gegen Spandau nichts zu holen. Nach dem Spiel hieß es 21:5 für die Heimmannschaft. Ludwigsburg trifft nun am Sonntag auf den ASC Duisburg.

Schon wenige Minuten nach dem Anpfiff der Partie stand es 4:0 für Spandau. Der Titelverteidiger war eine Nummer zu groß für die SVL-Wasserballer, die sich im Viertelfinale souverän mit 15:2 gegen Würzburg durchgesetzt hatten. Dem Ludwigsburger Nationalspieler Timo van der Bosch gelang dann zwar das 4:1, doch auch im weiteren Verlauf des Halbfinales blieb Spandau ungefährdet. Nach dem ersten Viertel stand es 6:1, nach dem zweiten 13:1, nach dem dritten 16:2 und mit dem Schlusspfiff 21:5.

Die beiden SVL-Keeper Ivan Pisk und Josip Katusa zeigten ein paar tolle Paraden, doch die Übermacht der Berliner Vollprofis war erdrückend. Zunächst wurde aus fast jedem Angriff der Spandauer ein Tor. Die Berliner waren oft schneller, cleverer und abgezockter. Im dritten Viertel kam der SVL dann etwas besser ins Spiel. Tobias Bauer erzielte das 14:2, Domagoj Mijatovic das 17:3 und das 18:4, Mateja Bosic quasi mit dem Schlusspfiff das letzte Tor des Spiels zum 21:5, das der Berliner Sprecher in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg als „schönen Heber“ lobte. Die Anschlusstreffer waren freilich nur Ergebniskosmetik.

Der Mannschaftskapitän Ivan Pisk hatte bereits vor dem Halbfinale gewarnt: „Wir spielen am Samstag mit einer Schleuder gegen Goliath in seinem Heimbad.“ Ein paar weniger Gegentore wären aus Ludwigsburger Sicht aber doch schöner gewesen.

Timo van der Bosch sagte unmittelbar nach dem Spiel: „Wir waren ganz klar unterlegen“ und am Ende „konditionell platt“. Ab und zu „gab es mal ein paar Lichtblicke, die oder andere gute Verteidigung“. Aber Ludwigsburg habe „einfach nicht gut gespielt und verdient so hoch verloren“. Nun gelte es, für das Spiel am Sonntag schnell wieder fit zu werden. „Das Halbfinale abhaken, Kopf frei kriegen, auf morgen konzentrieren.“ Das Spiel um Platz drei nämlich „wollen wird unbedingt gewinnen“.

„Wie erwartet: das schwer bis aussichtslose Spiel“, kommentierte Dieter Gscheidle. Der SVL-Betreuer sagte, die Mannschaft habe wohl versucht, so gut wie möglich Kräfte zu sparen „für unser kleines Finale am Sonntag“. Nun heiße es, regenerieren und einen Haken an die Spandau-Partie machen. Der Teammanager Adrijan Jakovcev sagte, “Das Niveau, das seine Mannschaft gezeigt habe, sei nicht das, was wir erwarten“. Aber: „Kopf hoch, morgen ist ein neuer Tag.“

Für den SVL gegen Spandau spielten: Josip Katusa, Mikael Metodiev, Timo van der Bosch (1 Tor), Tobias Bauer (1), Marko Martinic, Aleksa Manic, Domagoj Mijatovic (2), Kristijan Lipar, Mattia Ruggeri, Mateja Bosic (1), Nino Blazevic, Eric Fernandez Rivas, Ivan Pisk


SGV zeigt Siegeswillen und gewinnt gegen den Freiburger FC

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Freiberg machen sich das Leben selbst schwer

Freigerg a. N.| Am Samstag trat der Tabellenvierzehnte Freiburger FC beim SGV Freiberg an, um einen Schritt aus den Abstiegstiefen zu machen. Doch die Gastgeber wollten da nicht so recht mitspielen. Bereits von Beginn an legte der Tabellenführer mächtig los und erzielte bereits in der 3. Minute den Führungstreffer. Ein konsequenter Angriff über links brachte Jonatan Zinram in Schussposition, der fackelte nicht lange und brachte die Freiberger früh in Führung.

Wer der Meinung war, dass sich nun ein torreiches Spiel entwickelt, der wurde eines Besseren belehrt. Nach der Führung tat sich nämlich nicht viel Erbauliches vor beiden Toren. Der Freiburger FC tat sich schwer und hatte wohl noch zu viel Respekt vor dem Gastgeber, und der SGV zeichnete sich durch zahlreiche unnötige Ballverluste und Fehlpässe aus. Man merkte der Mannschaft zusehends an dass ihr die vergangenen Wochen noch in den Knochen steckte. Hoffmann und Salz hatten mehrere glasklare Chancen die sie aber nicht in Tore ummünzen konnten. Grüttner setzte sich kurz vor der Halbzeitpause vor dem gegnerischen Strafraum durch und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Freistoß setzte der auch heute wieder überragende Hakan Kutlu knapp links unten am Tor vorbei.

Als alle schon mit dem Pausenpfiff rechneten erzielten die Gäste dann doch den Ausgleichstreffer durch Martinelli. Dann ging es in die Pause.

Beide Teams liefen unverändert zur zweiten Hälfte ein doch im Spiel änderte sich nicht viel, außer dass die Freiburger Spieler nun den Respekt abgelegt hatten und munter mitspielten. Trotzdem gab es auf beiden Seiten auch weiterhin viele Abspielfehler und ausgelassene Torchancen. SGV-Trainer Sbonias reagierte und brachte in der 61. Minute Berisha und Sökler für Kutlu und Zinram. Erst änderte sich am Spiel nicht viel. Dann kam in der 70. Minute Klauß für Rinaldi und die Freiberger wurden jetzt stärker. Zwar gab es immer noch überdurchschnittlich viele Fehlpässe jedoch tauchten die Gastgeber nun immer häufiger vor dem Freiburger Tor auf. Sökler tauchte immer wieder vor dem FC-Strafraum auf und suchte seine Chance. In der 74. Minute dann ein strammer Sökler-Schuss den Keeper Schindler gerade noch entschärfen konnte, die nachfolgende Ecke brachte nichts ein.

Beide Teams drehten jetzt voll auf, jeder wollte den 3-Punkte-Erfolg für sich. Als dann in der 84. Minute Mistl für Thermann kam wurde der Freiberger Druck noch verschärft. Nur eine Minute nach dem Wechsel versenkte Sökler den Ball nach tollem Zuspiel von Berisha im gegnerischen Tor zum 2:1 Endstand und Freiberg war auf der Siegerstraße.

Insgesamt war der SGV Freiberg besser, agierte aber über weite Strecken glücklos. Die Gäste aus Freiburg hielten tapfer mit, hatten aber das kleine Quäntchen Glück weniger.

In der Pressekonferenz äußerte sich Freiburgs Trainer enttäuscht über die Niederlage. Man habe am Anfang wohl zu viel Respekt vor dem SGV gehabt, sei dann aber immer besser ins Spiel gekommen.

SGV-Trainer Evangelos Sbonias: „Wir hatte ein zweigeteiltes Spiel. Das frühe Tor hat uns nicht gut getan, wir sind immer weniger ins Spiel gekommen, so wurde es schwierig. Dies war ein Zittersieg den wir über den Willen errungen haben. Wir haben in den letzten Wochen sehr viel gearbeitet sodass einige Spieler auf dem Zahnfleisch gingen. Doch nun freuen wir uns über den Sieg.“

Der SGV spielte mit: Sven Burkhard, Volkan Celiktas, Kevin Ikpide, Hakan Kutlu (61. Flamur Berisha), Marco Grüttner, Jonathan Zinram (61. Marcel Sökler), Dominik Salz, Yannick Thermann (84. Christian Mistl), Lukas Hoffmann, Angelo Rinaldi (70. Michael Klauß) und Azur Velagic


Johannes-Gutenberg-Schule offiziell eingeweiht

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Generalsanierung und Umstrukturierung sind abgeschlossen

Stuttgart.| Die Johannes-Gutenberg-Schule in Bad Cannstatt ist seit Mai 2016 saniert worden. Die Schulbürgermeisterin Isabel Fezer hat am Freitag, 15. Oktober, die neuen Gebäude mit den Werkstätten und Gemeinschaftsräumen vorgestellt. Die Johannes- Gutenberg-Schule ist mit über 1.000 Schülerinnen und Schülern eine der größten in Stuttgart. Für Modernisierung und Sanierung hat die Stadt gut 34 Millionen Euro investiert.
Die Generalsanierung und komplette Umstrukturierung in fünf Bauabschnitten betrifft eine Fläche von 8.247 m2. Das Land Baden-Württemberg hat Schulbauförderungsmittel in Höhe von 9,621 Mio. Euro bewilligt. Die Johannes- Gutenberg-Schule ist seitdem komplett in einem Gebäude untergebracht und die zusätzlichen Wege für Schüler, Lehrer und Verwaltung entfallen. Damit sind alle Fachbereiche und Kompetenzen an einem Standort gebündelt. Die Schule hat insgesamt 47 Klassen.

Die Bürgermeisterin für Jugend und Bildung Isabel Fezer dankte den Projektbeteiligten: „Für Sie alle war es eine gewaltige Herausforderung, die Schule umzubauen, während der Unterricht lief. Es galt immer wieder, über Provisorien Altes am Laufen zu halten und Neues sukzessive aufzubauen. Dies ist Ihnen wunderbar gelungen und wir können uns heute bei den Rundgängen ein Bild davon machen, wie schön und zukunftsfähig die Johannes-Gutenberg-Schule jetzt ist.“

Die Umstrukturierung und energetische Sanierung vergrößert die Schulfläche am Stammsitz. Außerdem entspricht sie nun den neuesten Bedürfnissen der Druck- und Medientechnik sowie des zweizügigen technischen Gymnasiums. Der ursprüngliche Entwurf aus den 70er-Jahren setzt sich in seiner prägnanten Erscheinung mit der markanten Farbgebung in Grün und Gelb fort. Technisch ist er nun auf neuestem Stand. Im Gebäudeinneren zeigen sich die Fassaden bewusst in Weiß und damit luftig und leicht. Zusätzlich gibt es ansprechende Pausen- und Aufenthaltsbereiche für die Jugendlichen und Lehrerinnen und Lehrer im Innen- und Außenbereich. Die aktuellen Arbeiten im 5. Bauabschnitt stellen die Dachzentralen und Innenhöfe bis Ende Oktober 2021 fertig.

Um die Werkstätten im Schulalltag stärker zu präsentieren, ist eine davon durch Glaselemente nun eine „offene“ Werkstatt. Im Eingangsbereich gibt es eine Schaufläche zur Präsentation von Exponaten. In der neuen Johannes-Gutenberg- Lounge laden in unterschiedlichen Zonen ca. 90 Sitzplätze zum Essen und Verweilen ein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich auf einem Sofa oder der Welle auszuruhen. Vier große digitale Boards zeigen aktuelle digitale Schülerarbeiten und Informationen. Mittelpunkt der Cafeteria ist ein eigens gestalteter Tisch mit alten Bleidruckbuchstaben in Harz aus den Druckerwerkstätten.

Die Stadt hat folgende Bereiche saniert und umstrukturiert: Werkstätten für Druck und Medien, Fotostudios, Bereiche für Naturwissenschaften, Integrierte Fachräume mit Medientechnik, vollflächige WLAN-Versorgung, Verteilerküche, Johannes-Gutenberg- Lounge, Schülerarbeitsbereiche, Lehrer- und Verwaltungsbereich, attraktive Freibereiche mit Spielfeld und Pausenhofüberdachung.

Durch die Sanierung konnte im März 2020 die über 20 Jahre bestehende Außenstelle der Schule in der Siemensstraße in Feuerbach zurück zur Stammschule ziehen.


Porsche-Auslieferungen steigen um 13 Prozent

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Erste drei Quartale erfolgreich abgeschlossen

Stuttgart.| Rekord-Ergebnis für die ersten drei Quartale des Jahres: Porsche hat zwischen Januar und September 2021 weltweit 217.198 Fahrzeuge ausgeliefert. Damit erzielte der Sportwagenhersteller ein Plus von 13 Prozent. Die Nachfrage stieg über alle weltweiten Vertriebsregionen hinweg. Einen besonders starken Zuwachs verzeichneten erneut die USA.

„Die Nachfrage nach unseren Sportwagen war auch im dritten Quartal auf einem sehr hohen Niveau und wir freuen uns, dass wir in den ersten neun Monaten des Jahres bereits so viele Fahrzeuge in Kundenhand übergeben konnten“, sagt Detlev von Platen, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei der Porsche AG. „Die Auftragsbücher sind gut gefüllt und lassen uns voller Optimismus und Tatendrang in den Jahresendspurt starten. Gleichwohl bleibt die weltweite Corona-Lage volatil und die Versorgung mit Halbleitern herausfordernd. Deshalb beobachten wir die aktuellen Entwicklungen sehr genau, um weiterhin flexibel reagieren zu können.“

Erfolgreichstes Modell bleibt der Porsche Cayenne mit 62.451 ausgelieferten Einheiten, gefolgt vom Macan mit 61.944 Einheiten und einem Plus von zwölf Prozent. Großer Beliebtheit erfreut sich auch der vollelektrische Taycan, von dem 28.640 Einheiten in Kundenhand gingen. Er bewegt sich damit in seinem zweiten vollen Verkaufsjahr auf dem Niveau der Sportwagen-Ikone 911, die in den ersten drei Quartalen 27.972 Mal ausgeliefert wurde – ein Zuwachs von zehn Prozent. Die Modelle 718 Boxster und 718 Cayman nahmen 15.916 Kunden entgegen und damit ein Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Auch die Auslieferungen des Panamera lagen mit 20.275 Einheiten solide auf Vorjahresniveau – ein Anstieg von einem Prozent.

Gestiegene Nachfrage in allen Vertriebsregionen

Das größte Plus verzeichneten erneut die USA: Porsche lieferte dort 51.615 Fahrzeuge aus, was einem Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum entspricht. Die starke Positionierung in Nordamerika spiegelt sich auch im Ergebnis der jüngsten J.D. Power APEAL Studie wider: Für die Kunden ist Porsche wie schon in den Vorjahren die beste Premiummarke. Auf dem gesamten amerikanischen Kontinent kam Porsche in Summe auf 63.025 Auslieferungen, 29 Prozent mehr als in den ersten drei Quartalen von 2020. Als größter Einzelmarkt trug China 69.789 Fahrzeuge zu den Gesamtauslieferungen bei, ein Zuwachs von elf Prozent. Insgesamt stiegen die Auslieferungen in Asien-Pazifik, Afrika und Nahost um zwölf Prozent. 97.841 Kunden konnten ihren Porsche dort entgegennehmen. In Europa erfreuen sich die Sportwagen von Porsche ebenfalls großer Beliebtheit: 56.332 Fahrzeuge wurden an Kunden ausgeliefert und damit zwei Prozent mehr als im Vorjahr. In Deutschland stieg die Nachfrage zwischen Januar und September um neun Prozent auf 19.099 ausgelieferte Einheiten.


SVL im Halbfinale gegen Spandau

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Wasserball DSV-Final-Four-Tunier

Am Wochenende spielen die SVL-Wasserballer beim DSV-Final-Four-Tunier in Berlin zunächst das Halbfinale gegen den Deutschen Rekordmeister Spandau 04 – eine ganz schwierige Aufgabe. Der SVL-Kapitän Ivan Pisk sagt: „Wir sind alle fit und bereit.“

Gleich ein Knaller zum Auftakt des DSV-Pokal Final-Four-Turniers jetzt am Wochenende in Berlin: die SVL-Bundesligsten treten am Samstag von 16 Uhr an gegen die Heimmannschaft Spandau 04 an. Das Team aus der Hauptstadt ist Deutscher Rekordmeister und Titelverteidiger. Im zweiten Halbfinale treffen Waspo Hannover und Duisburg aufeinander. Waspo hat in der vorige n Saison die Deutsche Meisterschaft gewonnen.

Doch auch das vierte Team beim Turnier, der ASC Duisburg, dürfe keinesfalls unterschätzt werden, sagt der SVL-Mannschaftskapitän, der Torwart Ivan Pisk. „Am Wochenende werden wir zwei schwere Spiele haben.“ Individuelles Ziel jedes Sportlers sei immer ein Sieg und der erste Platz, „und das ist auch unser Ziel. Aber natürlich – da spielen wir am Samstag mit einer Schleuder gegen Goliath in seinem Heimbad.“

Realistisches Ziel sei es deshalb, am Sonntag gegen vorraussichtlich Duisburg den dritten Platz im Deutschen Pokal zu gewinnen, „was ein hervorragendes Ergebnis zu Beginn der Saison wäre und auch das Ergebnis, das uns vor dem Beginn der Bundesliga etwas Wind in die Segel wehen würde.“ Das Spiel gegen den ASCD dürfte aber alles andere als einfach werden, so Pisk. Duisburg sei ein starkes und erfahrenes Team, ein Team, „das seit einigen Jahren zusammenspielt und das Team, das ständig in den Top-vier-Teams Deutschlands präsent ist“. Aber die SVL-Mannschaft sei „komplett, wir sind alle fit und bereit, um uns mit den Top Drei der deutschen Teams zu messen“.

Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass Spandau und Hannover ihr Halbfinalspiel gewinnen werden. Im Finale würden diese zwei Top-Team dann aufeinander treffen. Der SVL würde in diesem Fall gegen Duisburg das kleine Finale spielen, das am Sonntag um 11 Uhr angepfiffen wird.

Für Ludwigsburg ist das Erreichen des Final-Four-Turniers ein historischer Erfolg. Dieter Gscheidle, Betreuer des SVL und langjähriger aktiver Wasserballer, sagt, der Club habe 1964 den damaligen Pokal gewonnen. Zu jener Zeit indes sei das Reglement ein komplett anderes gewesen. Er erklärt, sein Schwager Roland Glück (Lucky) – auch dieser war ein top Wasserballer – erinnere sich an die 1960er, die goldenen SVL-Wasserball-Jahre. Damals sei eine normale Hallenrunde in den Ligen Nord, Süd, West ausgespielt worden. Die jeweils ersten zwei Mannschaften hätten dann in einem Turnier den Pokalsieger gekürt. 1964 habe der SVL in Hamm gewonnen. Das sei aber mit dem jetzigen Turnier eigentlich gar nicht zu vergleichen.

Mit einem Augenzwinkern und mit Blick auf die Spiele jetzt in Berlin sagt Dieter Gscheidle: er sei über die ausgelosten Paarungen der Halbfinals nicht sehr überrascht gewesen. „Ich denke im ersten Spiel dürfte für uns nicht viel zu holen sein. Wir werden versuchen, Spandau zu ärgern und wenn mehr drinnen ist: dann nehmen wir gerne auch mehr.“ Die volle Konzentration sollte aber dann dem Spiel um Platz drei gelten. Duisburg dürfte erwartungsgemäß auch in der Bundeliga, die Anfang November startet, einer der Hauptkonkurrenten um einen der vorderen Plätze sein.

Der torgefährliche SVL-Spieler Nino Blazevic sagt, die Atmosphäre im Team sei sehr gut. „Wir haben schon im Eurocup gut gespielt, das war eine gute Vorbereitung auf das Final-Four-Turnier.“ Alle Spieler seien aufgeregt und voller Vorfreude. Alle wollten „Geschichte schreiben“ mit dem Club. Auch Blazevic sagt sinngemäß: klar, jeder Spieler wolle immer gewinnen – und jetzt den DSV-Pokal mit nach Ludwigsburg bringen. „Wir werden unser Bestes geben – und hoffen, dass wir wenn es so kommen sollte Duisburg schlagen und den dritten Platz erreichen oder eben auch gerne ein bisschen mehr.“ Das Team sei jedenfalls bestmöglich vorbereitet.

Der Nationalspieler Timo van der Bosch sagt, „die Mannschaft ist fit, das Training läuft gut. Alles bestens soweit.” Ziel sei ganz klar Platz drei. Alle fieberten dem Wochenende entgegen. Die Mannschaft werden versuchen, im Halbfinale möglichst lange mit Spandau mitzuhalten und „vielleicht ein Viertel zu gewinnen“.

Ludwigsburg hatte sich mit einem 15:2-Kantersieg im Viertefianle gegen Würzburg für die Endrunde qualifiziert. Der erst 18-jährige SVL-Neuzugang Tobias Bauer hatte vier Tore zum Sieg beigetragen. „Tobias war der Mann des Spiels. Er hat seinen Platz in der Mannschaft gefunden“, so Pisk in Würzburg.

Die Final-Four-Spiele am 16. und am 17. Oktober will Spandau in einen Online-Live-Stream übertragen. Laut einer Mitteilung des Vereins auf dessen Facebook-Seite sind – Stand heute – trotz der Pandemie Zuschauer zugelassen. Die Spiele finden statt in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg. Die SVL-Spieler reisen bereits am Freitag nach Berlin.

Auf der Seite des DSV wird der Spielverlauf per Liveticker festgehalten, der Veranstalter hat einen Livestream auf seinem Kanal angekündigt.