Sanierung des Opernhauses

  • Fahrplan für Kosten und Projektumsetzung weiter aktuell
  • Interimsstandort wird konkret

Stuttgart.| Mit Verwunderung hat die Landeshauptstadt Stuttgart Medienberichte zur Kenntnis genommen, in denen sogenannte „Experten“ oder „Insider“ Mutmaßungen über Kostensteigerungen bei der Sanierung des Opernhauses sowie über Verzögerungen bei der Fertigstellung des Interimsstandortes anstellen. OB Nopper erklärte hierzu: „Uns liegt keine neue Kostenberechnung vor und dem Land Baden-Württemberg als Träger der Württembergischen Staatstheater nach unserer Kenntnis auch nicht. Deswegen sind die in den Berichten angekündigten Kostensteigerungen in Höhe von 500 Millionen Euro reine Spekulation.“

Bereits beim Grundsatzbeschluss des Stuttgarter Gemeinderates im Juli 2021 war klar, dass die Gebäude des Interimsstandorts nahe den Wagenhallen baulich zum Jahreswechsel 2027 / 2028 fertig werden sollen. Voraussichtlich ab Ende 2027 sollen die vorbereitenden Maßnahmen für den Opernbetrieb erfolgen. Für die Verwaltung ist der Zeitplan „sportlich, aber durchaus realistisch“, so Hochbauamtsleiter Peter Holzer. „Deshalb ist es für uns sehr wichtig, dass mit dem nun erfolgten Vorprojektbeschluss die konkrete Umsetzung auf den Weg gebracht ist.“ Die Verwaltung arbeitet aktuell an der Vorbereitung eines Planungswettbewerbs für den Interimsstandort. Der Wettbewerb soll noch dieses Jahr starten. Für die Planung sind dann zwei Jahre vorgesehen. Aktuell laufen die Planungen für die städtebauliche Erschließung der Maker City, also des Gebiets rund um die Wagenhallen, in dem der Neubau des Interims errichtet werden soll. Erste Gebäudeteile des IBA-Projekts Maker City sollen im Ausstellungsjahr 2027 der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Als reine Bauzeit der Interimsspielstätte sind nochmals drei Jahre veranschlagt. Darüber hinaus bereitet der Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg aktuell den Planungswettbewerb für die Sanierung des Opernhauses am Eckensee vor. Außerdem laufen bei Vermögen und Bau die Vorbereitungen für die Vergaben der Planungsleistungen für die dauerhafte Auslagerung der Dekorationswerkstätten an die Zuckerfabrik in Bad Cannstatt.

Im gemeinsamen Lenkungskreis „Sanierung/Erweiterung WST“ von Land und Stadt sollen die Fragen der künftigen Eigentumsverhältnisse, der Bauherrenschaft, der Finanzierung und Planung bis zur Entscheidung der jeweiligen Gremien koordiniert und abgestimmt werden. Bis zur Gründung und Arbeitsfähigkeit der geplanten Projektgesellschaft werden die aktuellen Themen in regelmäßigen Arbeitstreffen zwischen Land und Stadt besprochen. Alle Beteiligten haben größtes Interesse daran, die einzelnen Teilprojekte zügig zu entwickeln: Das Land verantwortet den Bereich „Oberer Schlossgarten“ und den Bau der Dekorationswerkstätten im Bereich „Zuckerfabrik“, die Stadt kümmert sich um den Bereich C1 Interimsstandort Staatstheater und Maker City.

Finanzielle Grundlage ist die Grobkostenschätzung auf Basis einer raumscharfen Studie aus dem Jahr 2019. Stadt und Land beobachten die dynamische Baupreisentwicklung der vergangenen zwei Jahre. Detailliertere Kostenschätzungen können erst auf der Grundlage einer belastbaren Planung der Baumaßnahmen erstellt werden.

Das „Große Haus“ heute als „Opernhaus“ bezeichnet, wurde vom Münchner Architekten Max Littmann entworfen und im Jahr 1912 fertiggestellt und ist eines der wenigen unzerstört erhaltenen Kulturdenkmale in Stuttgart‐Mitte. Die letzte Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes liegt über 35 Jahre zurück, lediglich der Innenraum wurde nach historischem Vorbild wiederhergestellt und der Böhm‐Pavillon errichtet. Die Bühnentechnik stammt aus den 1980er Jahren und ist entsprechend veraltet und reparaturanfällig. Die Arbeitsbedingungen entsprechen weder heutigen Vorschriften noch Standards. Mängel des Brandschutzes, der technischen Ausstattung und der beengten räumlichen Verhältnisse machten eine grundsätzliche Entscheidung zu einer Sanierung erforderlich. Der Gebäudekomplex, der aus Opernhaus, Verwaltungs‐ und Kulissengebäude besteht, bedarf dringend der Sanierung, Modernisierung und Erweiterung. Dabei ist es das Ziel, den Komplex besser in den städtischen Kontext und den öffentlichen Raum zu integrieren und einzubinden.


Es geht um die Plätze im vorderen Mittelfeld

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Die SG BBM Bietigheim hat noch Ziele in der aktuellen Spielzeit. Im vorletzten Heimspiel der Saison erwartet der Tabellensechste am Sonntag (17 Uhr, EgeTrans Arena) den VfL Lübeck-Schwartau. Beide Teams wollen sich im Saisonendspurt nach oben verbessern.

Die Bietigheimer Handballer haben auf diesem Weg am Mittwoch beim 29:29 im Nachholspiel gegen den HSC Coburg einen Punkt eingebüßt. Am Sonntag folgt der dritte Teil der Englischen Wochen mit fünf Spielen innerhalb von 15 Tagen. Der VfL Lübeck-Schwartau kommt – sieht man von der Anreise ab – ausgeruhter in die EgeTrans Arena. Die Voraussetzungen sind nicht nur deshalb etwas knifflig für die Schwaben. Gegen Coburg musste Iker Romero ganz kurz vor dem Spiel seine taktische Marschroute ändern. Neben dem erkrankten Tim Dahlhaus war auch Dominik Claus nach seiner Gehirnerschütterung noch nicht einsatzfähig, die rechte Rückraumseite mithin blank. Kurz- Comebacker Marco Rentschler kam so zu einem weiteren Aushilfseinsatz auf der rechten Angriffsseite. Wie das am Sonntag aussieht, wird sich wohl erneut kurzfristig entscheiden. Das Ziel bleibt fest im Visier: Platz 4 scheint im Endklassement unverändert möglich.

Mitte April hat auch Michael Roth ein neues Saisonziel für seine Jungs ausgegeben: einen einstelligen Tabellenplatz. Davon waren die Ostsee-Handballer meilenweit entfernt, als die Trainerlegende Ende Januar interimsweise Piotr Przybecki abgelöst hatte. Schon seit November war klar, dass in der nächsten Saison David Röhrig übernehmen wird, aktuell noch Nachwuchstrainer in Dormagen. Und Michael Roth, der zuerst als Spieler (unter anderem Meister und Pokalsieger mit dem TV Großwallstadt) und ab 1994 auch als Trainer (Großwallstadt, Melsungen) eine herausragende Vita aufweisen kann, zieht weiter. In diesen Tagen wurde bekannt, dass der 60-Jährige in der kommenden Saison am Bodensee beim österreichischen Erstligisten Bregenz seine Zelte aufschlagen wird.

In Lübeck und Bad Schwartau ist es Roth offenbar gelungen, das Potential der Mannschaft in die richtigen Bahnen zu lenken. Im Hinspiel im November hatte sich die SG BBM in einem torreichen Spiel mit 31:35 in der Hansehalle durchgesetzt, Christian Schäfer (8/3) und Dominik Claus (7) waren die eifrigsten Torewerfer auf Seiten der Schwaben. Mit 14:22 Punkten gestartet, angelte das Ostsee-Team im Jahr 2022 bislang 20:12 Punkte und machte verlorenen Boden wieder wett. Prunkstück ist die Rückraumreihe des Tabellenzehnten, in dem sich Lübeck-Schwartau für die kommende Saison allerdings komplett neu aufstellen wird müssen. Mit dem Niederländer Niels Versteijnen (168/22 Saisontore), dem tschechischen Spielmacher Matej Klima (139) und Markus Hansen (106/39) wartet geballte Wurf- Power. Versteijnen und Klima wechseln in die 1. Liga, der 33-jährige Hansen beendet seine Karriere.

Gelegentlich greift Michael Roth tief in die Taktikkiste. Mit konsequentem Überzahlspiel durch den zusätzlichen Feldspieler hat der VfL in den letzten Wochen manchen Gegner mürbe gemacht, den HSC Coburg mit einem deutlichen 37:25 nach Hause geschickt oder dem Tabellenzweiten Hamm-Westfalen in dessen Halle beim 32:32 einen Punkt abgetrotzt. Auf diese Variante gegen eine offensive 6:0-Verteidigung wird sicher auch Iker Romero seine Jungs einstellen müssen. Der Spanier war nicht damit zufrieden, wie sich seine Mannschaft gegen Coburg präsentierte. Nach dem Schlusspfiff forderte er schon mal mehr Durchsetzungswillen in den 1:1-Aktionen, mehr Effizienz und Konsequenz in Abwehr und Angriff, rundum dieselbe Einstellung, mit der die Bietigheimer Handballer in der Rückrunde gut gefahren sind und sich ins vordere Tabellendrittel gekämpft haben.

Ob der frühere Weltklasse-Handballer da schon an den Gegner am Sonntag gedacht hat? Die Partie wird auch als kostenfreier Livestream aus der EgeTrans Arena unter www.handball-deutschland.de übertragen.


SVL spielt gegen den ASC Duisburg um Platz drei

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Ludwigsburg.| Das wichtigste Spiel der Saison steht an. Am Samstag um 15 Uhr wird im Freibad Ludwigsburg das kleine Finale angepfiffen. Für die SVL-Wasserballer geht es um Platz drei in der Bundesliga. Gegner ist der Traditionsverein ASC Duisburg.

Wer vor drei Jahren vorausgesagt hätte, dass die Bundesliga-Wasserballer des SV Ludwigsburg im Mai 2022 gegen den ASV Duisburg im eigenen Freibad in Hoheneck um Platz drei kämpfen würden, wäre vermutlich für verrückt erklärt worden. Jetzt findet dieses Spiel statt, es wi rd am kommenden Samstag um 15 Uhr angepfiffen. Die Ludwigsburger Wasserballer um den deutschen Nationalspieler Timo van der Bosch haben bereits das beste Ergebnis seit Jahrzehnten erreicht und das ehrgeizige Saisonziel – Platz vier in der Bundesliga A-Gruppe – geschafft. Alles, was nun noch kommt, ist Zugabe, „das Sahnehäubchen“, wie der SVL-Präsident Volker Heyn sagt.

Timo van der Bosch spricht mit Blick auf die Partie gegen den Duisburger Verein – mit knapp 3000 Mitglieder einer der größten Schwimmclubs in Deutschland – „vom wichtigsten Spiel der Saison. Ganz klar: Wir wollen gewinnen.“ Sollte Ludwigsburg aber verlieren, „dann geht die Welt auch nicht unter“. Sein Team habe sich im Vergleich zur Saison 2020/21 wieder um einen Platz verbessert. Die Partie gegen den ASC werde „ein sehr schweres Spiel“. Dem SVL war es in der Vorrunde nicht gelungen, Duisburg zu schlagen, „aber wir waren jedes Mal nah dran“. Speziell das Auswärtsspiel hätte der SVL gewinnen können, vielleicht sogar gewinnen müssen. Um jetzt einen Sieg einzufahren, müsse aber alles wirklich gut laufen, so van der Bosch. Der Center sagt: „Wir haben das Potenzial.“

Der SVL-Goalgetter Marko Martinic spricht mit Blick auf das Spiel am Samstag von einem „Extra-Bonus für uns“. Alle Ludwigsburger würden in diesem kleinen Finale ihr Bestes geben und mit Freude spielen. „Wir sind in unserem Becken, in unserer Stadt, alles ist perfekt.“ Den Fans verspricht Martinic ein tolles, hartes Match gegen Duisburg, ein Wasserball-Fest. Am Ende der Saison, um eine Medaille zu kämpfen, das sei „immer eine besonders große Freude“.

Präsident Heyn erwartet „ein echt spannendes Spiel und gute Werbung für den Wasserballsport“ und er hofft auf „den richtigen Ausgang für Ludwigsburg“. Laut SVL-Betreuer Dieter Gscheidle sind alle Mann an Bord, „wir sollten hoffentlich bis Samstag keine Ausfälle mehr haben“. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren, „wir freuen uns auf ein schönes Spiel zur Primetime in unserem Wohnzimmer, dem Freibad, und auf viele Zuschauer“.

In diesem kleinen Finale treffen mit Ludwigsburg und Duisburg zwei Teams aufeinander, die sich in ihren Halbfinals den beiden übergroßen Mannschaften im deutschen Wasserball geschlagen geben mussten. Der SVL hat seine zwei Spiele gegen Spandau 04 verloren, mit 9:20 und 6:17 verloren. Der ASC hatte gegen Waspo Hannover ähnlich deutlich das Nachsehen, die Spiele endeten 7:16 und 5:17.

Spandau und Hannover sind die einzigen Profiteams im Land, alle andere Vereine in der Bundesliga spielen – realistisch betrachtet – maximal um Platz drei. Wobei der ASCD im Jahr 2013 das Kunststück vollbracht hat Meister zu werden. Der SVL und der ASCD sind in dieser Saison somit ganz nah dem am großen Erfolg, Platz drei hinter Spandau und Hannover.

Der SVL-Teammanager Adrijan Jakovcev hat vor einiger Zeit diese Parole ausgegeben: Der SV Ludwigsburg wolle sich jedes Jahr um einen Platz verbessern. Er hat zwischenzeitlich allerdings auch eingeräumt, das sei zumindest vorerst wohl nur bis Platz drei möglich. Um Spandau oder Waspo an der Spitze der Bundesliga-Tabelle abzulösen, seien noch ein paar Jahre mehr erforderlich. Ziel des SVL bleibe es aber, eines Tages Deutscher Meister zu werden.

Jakovcev ist vor acht Jahren aus seinem Heimatland Kroatien nach Ludwigsburg gekommen, um beim SVL Wasserball zu spielen. Der Teammanager selbst tritt noch gelegentlich in der dritten Ludwigsburger Mannschaft an. Die Barockstadt ist ihm und seiner kleinen Familie längst zur neuen, zweiten Heimat geworden. Mit Blick auf das Duisburg-Spiel sagt Jakovcev: „Unser Saison-Highlight steht an. Wir wissen, wo wir herkommen“ – haben vor kurzem noch in der Zweiten Liga gespielt – „und wir wissen, was wir schon erreicht haben. Wir wollen die Spiele gegen Duisburg genießen.“ Der Druck liege beim Gegner, Duisburg sei der Favorit, „die müssen, wir müssen gar nichts – aber wir wollen.“

Das Spiel im Freibad Hoheneck wird am Samstag, 21. Mai, um 15 Uhr angepfiffen. Wer nicht vor Ort ist, kann das kleine Finale im Livestream auf dem SVL-YouTube-Kanal sehen. Das Rückspiel findet am Samstag, 28. Mai, in Duisburg statt, los geht’s dann um 18 Uhr. Sollte es nach den zwei Begegnungen 1:1 in der Best-of-3 Serie stehen, dann entscheidet das dritte Spiel, das am Sonntag, 29. Mai, von 12 Uhr an in Duisburg ausgetragen würde.


Bietigheim kämpft sich zum Unentschieden gegen Coburg

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von Bernhard Gaus

Punkteteilung zwischen Bietigheim und Coburg. Das 29:29 (14:15)-Unentschieden im Nachholspiel des 30. Spieltages löste am Mittwoch bei den Gästen aus Oberfranken mehr Begeisterung aus als bei der SG BBM. Coburg hilft der Punkt, um die Distanz zur Abstiegszone zu vergrößern, für Bietigheim ist es mit Blick auf den Kampf um Rang 4 eher ein verlorener Punkt. Schon am Sonntag (17 Uhr) haben die Schwaben die Chance, es im Heimspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau besser zu machen.

„Das war eine schöne Moral meiner Jungs nach der Klatsche in Lübeck“, freute sich HSC-Cheftrainer Brain Ankersen. „Wenn man zurückliegt vor dem letzten Angriff, müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein.“ SG BBM-Coach Iker Romero sah im Vergleich zu den letzten Spielen eine schwächere Vorstellung seines Teams: „Wir waren heute nicht bei 100 Prozent. Wir haben am Ende gekämpft, waren aber nicht in der Lage, das Spiel für uns zu entscheiden.“

Dabei lief es bei den Gastgebern vor 1741 Zuschauern in der EgeTrans Arena in der ersten Viertelstunde ganz nach Plan. Bietigheim führte mit 7:2 und das, obwohl HSC-Keeper Jan Kulhánek gleich zu Beginn auf dem Posten war. Aber die SG BBM wirkte in ihren Aktionen konzentrierter, stand stabil in der Abwehr und profitierte von technischen Fehlern des Bundesliga-Absteigers.

Dabei hatte Bietigheim den ersten Tiefschlag schon vor dem Anpfiff hinnehmen müssen. Neben dem erkrankten Tim Dahlhaus, konnte kurzfristig auch der angeschlagene Dominik Claus nicht eingesetzt werden und nur auf der Bank Platz nehmen. „Das war schon eine Hypothek, dass beide Rückraum-Rechte gefehlt haben“, sagte SG BBM-Routinier Christian Schäfer. „Auch wenn das Marco Rentschler in dieser Situation gut gemacht hat.“ Der 27-jährige Linkshänder, mit einem Überraschungs-Comeback am Freitag in Rimpar in den Kader gerutscht, stand am Mittwoch gleich mal in der Anfangsformation. Coburg musste dafür auf der Rechtsaußenposition improvisieren. „Weil wir hier keinen nominellen Rechtsaußen hatten, konnte die SG auf dieser Abwehrposition aufmachen“, so Ankersen.

Die Oberfranken kamen nach der Anfangsviertelstunde ins Spiel, auch weil Bietigheim immer weniger gefährliche Angriffe generieren konnte. Nach 24 Minuten glich Coburgs torgefährlichster Mann im ersten Abschnitt, Tobias Varvne, zum 11:11 aus und praktisch mit dem Halbzeitpfiff markierte Jan Schäffer die erste Führung des HSC zum 14:15.

Das schien noch keinen nachhaltigen Hallo-Wach-Effekt auf die Angriffsleistung der Schwaben zu zeitigen. Nur vier Tore gelangen der Romero-Truppe in der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel. Der für Konstantin Poltrum in Tor gewechselte Nick Lehmann hielt mit einigen Paraden sein Team im Spiel. Max Öhler markierte in der 40. Minute zwar noch das 17:17, doch anschließend lag meist der Bundesliga-Absteiger in Front.

„Wir führen lange in der 2. Halbzeit, haben die Möglichkeit mit 3 nach vorn zu gehen aber nicht genutzt“, so Ankersen. Stattdessen packte die SG BBM pünktlich zur Crunchtime ihren Kampfgeist aus. Zunächst übersteht Bietigheim beim Stand von 23:25 eine Unterzahlsituation. Drei blitzsauber Tore von Kapitän Paco Barthe in Folge bringen den 26:26- Ausgleich, Sven Weßeling legt zur ersten Bietigheimer Führung in Halbzeit Zwei nach. Coburg gleicht jeweils die folgende Führungstreffer von Jan Asmuth und Juan de la Peña aus. Merlin Fuß trifft schließlich für den HSC zum 29:29, während Bietigheim in den verbleibenden Sekunden keinen Werfer in eine aussichtsreiche Position mehr bringen kann.

SG BBM Bietigheim: Welz, Poltrum, Lehmann; Vlahovic (2), Claus, Öhler (1), Schäfer (6/3), de la Peña (4), M. Urban, Barthe (7), Asmuth (3), Weßeling (3), M. Rentschler, Pfeifer, Boschen (1), Fischer (2).

HSC 2000 Coburg: Kulhánek, Jochens; Runarsson, Fuß (4), Toom (2), Mund, Mubenzem (1), Juskenas, Knauer (1), Varvne (6), Schäffer (4), Dettenthaler (4), Kurch (1), Grozdanić (4/4), Schröder (2).

Spielverlauf: 7:2 (13.), 9:7 (19.), 11:11 (24.), 13:11 (26.), 14:15 (30.), 17:17 (40.), 22:22 (50.), 24:26 (54.), 27:27 (57.), 29:29 (60.).
Zeitstrafen: Boschen (14.), Barthe (24.), de la Peña (29.), Vlahovic (53.) – Grozdanić (22.), Kurch (26.)
Siebenmeter: 3/4 – 4/4
Schiedsrichter: Suresh Thiyagarajah / Ramesh Thiyagarajah (Internationale Schiedsrichter des DHB)
Zuschauer: 1741 (EgeTrans Arena, Bietigheim)


Bietigheim im Nachholspiel gegen HSC Coburg

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von Bernhard Gaus

Eine Englische Woche mit zwei Heimspielen wartet auf die Zweitliga-Handballer der SG BBM Bietigheim. Am Mittwoch (19 Uhr) wird in der EgeTrans Arena die Partie des 30. Spieltages gegen Bundesliga-Absteiger HSC Coburg nachgeholt. Am Sonntag empfangen die Schwaben dann den VfL Lübeck-Schwartau.

Coronabedingte Spielverlegungen gab es auch in dieser Saison reihenweise. Der Grund für die Absage des ursprünglich Anfang April angesetzten Spiels gegen die Oberfranken jedoch fiel aus der Reihe. Wasser war über das Hallendach aufs Spielfeld der EgeTrans Arena getropft. Was beim Eishockey absolut kein Problem darstellt, macht beim Handball einen Anpfiff unmöglich. Höchst ärgerlich war die Absage zudem, Spieler und Zuschauer waren bereits in der Halle.

Weil der Grund für den Spielausfall nicht bei der SG BBM zu suchen war, wird die Partie jetzt am Mittwoch nachgeholt. Die Techniker haben sich der Probleme angenommen und auch die Wetterprognosen sind im Zweifelsfall vor diesem Mittelfeldduell günstig. Bietigheim kann sich bei aktuell 36:28 Punkten mit einem Erfolg die Perspektive auf Rang 4 wahren, die von Ex-SG BBM-Coach Brian Ankersen trainierten Coburger (30:34) rangieren im Jahr Eins nach dem Abstieg aus der Bundesliga im sicheren Mittelfeld auf Rang 12.

Der 33-jährige Däne war im März 2021 nach dem Rücktritt von Hannes Jón Jónsson in Bietigheim als Interimstrainer eingesprungen. Sein Nachfolger stand mit Iker Romero zu diesem Zeitpunkt längst fest. Im Oktober folgte Ankersen dann dem Ruf aus Coburg, nachdem Alois Mráz beim Absteiger nach sechs Spieltagen von seinen Aufgaben als Cheftrainer entbunden worden war. Kurz darauf war die Ankersen-Truppe im Hinspiel Mitte November gegen Bietigheim mit 27:25 Toren erfolgreich. Zum Zeitpunkt, als das Rückspiel in der EgeTrans Arena abgesagt werden musste, benötigte Coburg unverändert dringend Punkte, um sich gegen die Abstiegszone abzusichern. Mittlerweile konnten sich die Oberfranken stabilisieren, die Bilanz im Jahr 2022 ist mit 16:14 Zählern positiv. Die jüngste 37:25- Schlappe beim VfL Lübeck-Schwartau stellt wieder einen deutlichen Dämpfer dar.

Neben den Trainern stehen auf beiden Seiten die Torhüter im Fokus. Bei der SG BBM kehrte Konstantin Poltrum nach seiner Kopfverletzung beim 32:35-Erfolg bei den Rimpar Wölfen wieder für einige Minuten zwischen die Pfosten zurück. Der 28-Jährige stieß vor dieser Saison vom HSC Coburg zu den Schwaben. Für ihn ist dieses Spiel genauso besonders, wie auf der Gegenseite für Jan Kulhánek. Der mittlerweile 40-Jährige hatte sich vor seinem Wechsel nach Oberfranken zwischen 2013 und 2015 das Trikot der SG BBM übergestreift und war maßgeblich am Bundesliga- Aufstieg und dem ersten Bietigheimer Gastspiel in der Beletage des deutschen Handballs beteiligt. Nach dieser Saison ist für den routinierten Tschechen jedoch Schluss in Coburg. Weiter verzichten musste Ankersen im letzten Spiel auf seinen Top-Torschützen Florian Billek (Rechtsaußen) und auf Stefan Bauer (Kreis).

Im Kader von Iker Romero könnte sich am Mittwoch die Personalsituation weiter entspannen. Im rechten Rückraum steht Dominik Claus nach seiner im Spiel gegen Gummersbach erlittenen Kopfverletzung eventuell schon wieder zur Verfügung. Der 26-jährige Linkshänder, der seine Mannschaft in Rimpar von der Seitenlinie aus anfeuerte, ist für den Mittwoch optimistisch. In Marco Rentschler, der in Rimpar ein überraschendes Comeback im Trikot der SG BBM feierte, hat Romero für den Fall der Fälle eine zusätzliche Option für die rechte Angriffsseite gewonnen.


Warum kommen alle Glücksspielseiten aus Malta?

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Geschäftliche Information

Malta ist ein kleiner Mitgliedsstaat der Europäischen Union mit einer stabilen Regierung, die ein zuverlässiges Wirtschaftssystem entwickelt hat, das auf einer attraktiven Tourismusindustrie und der Zulassung von Online-Glücksspielen basiert.

Im Jahr 2004 wurde das Mittelmeerland zum Pionier bei der Regulierung des Online-Glücksspiels (iGaming) und bot damit große Vorteile, die die Aufmerksamkeit der Hauptakteure des Sektors auf sich zogen, die auf der Insel mit großer Rechtssicherheit investieren und arbeiten konnten.

Die Faktoren, die Malta zu einem Garanten für die Glücksspielindustrie gemacht haben, werden untersucht, um zu verstehen, warum alle großen Unternehmen, wie sogar betamo.com/de, diese kleine Mittelmeerinsel vertrauen.

Entwicklung des Online-Glücksspiels in Malta

Mit insgesamt mehr als 250 Lizenzen, die für Online-Glücksspielen in verschiedenen Modalitäten erteilt wurden, trägt die Glücksspielindustrie in Malta mehr als 1,2 Milliarden Euro zur Wirtschaft der Insel bei, was mehr als 12% des BIP ausmacht.

Dieses Abenteuer begann 2004, als die so genannten Remote Gaming Regulations in Kraft traten, die zahlreiche Steuervorteile und eine umfassende Gesetzgebung für die beitretenden Unternehmen mit sich brachten, mit denen das Mittelmeerland die wichtigsten Wettseiten der Welt anlockte.

So wurde mit der Gründung der Malta Gaming Authority, MGA, eine vollständige rechtliche und technologische Plattform für die sichere und konforme Verwaltung aller Arten von Glücksspielen geschaffen, die per Fernkommunikation durchgeführt werden können.

Seitdem hat das Glücksspielgeschäft ein unglaubliches Wachstum erlebt und ist nach dem Tourismus zum zweitgrößten Wirtschaftszweig des Landes geworden.

Vertreter großer Spielbanken und Glücksspielunternehmen sowie Technologieentwickler suchen ständig nach neuen Alternativen, um die Sicherheit zu verbessern und die Technologien zu modernisieren.

Viele Software Anbieter, wie Playson oder GameArt haben sich auf Malta niedergelassen und entwickeln und bieten ihre Produkte von der Insel aus an.

Malta hat ein aktives Online-Programm, bei dem junge Menschen aus der ganzen Welt eingeladen werden, bei Online-Glücksspielunternehmen einzusteigen. Aufgrund des rasanten Wachstums dieses Marktes müssen Online Casinos Mitarbeiter mit sehr spezifischen Fähigkeiten einstellen.

Vorteile der Glücksspiellizenzierung in Malta

Die MGA fördert verantwortungsbewusstes Glücksspiel in einem sicheren Umfeld, das frei von kriminellen Aktivitäten ist, die zu Geldwäschedelikten führen oder eine Quelle der Terrorismusfinanzierung darstellen könnten.

Die Erteilung einer Glücksspiellizenz in Malta bietet sowohl den Betreibern als auch den Spielern Vorteile. Im Falle der Betreiber der Lizenzen:

  • Die Lizenz aus Malta erlaubt es dem Online Casinos, in fast allen EU-Ländern zu arbeiten, was ihm einen internationalen Charakter verleiht. Nur in den Ländern, in denen Online-Glücksspiele reguliert sind, dürfen sie nicht eingerichtet werden. In diesen Fällen müssen sie in dem Land, in dem sie tätig werden wollen, eine Lizenz beantragen und die dort geltenden Rechtsvorschriften einhalten.
  • Die Unternehmenssteuern für die anfänglichen Formalitäten und für die Online-Glücksspielaktivitäten sind relativ niedrig. Die Registrierungsgebühr für die Lizenz beträgt 2.300€, zuzüglich der Gebühren für die Durchführung des Systemaudits (das obligatorisch ist) und der jährlichen Wartungsgebühr. Außerdem fällt eine Gebühr für die Lizenzverlängerung an.
  • Schnelligkeit der Anmeldeverfahren bei der Handelskammer. Die Lizenz wird für 5 Jahre ausgestellt und kann jeweils um 5 Jahre verlängert werden. Die MGA überwacht ständig die Aktivitäten der Betreiber.
  • Die Vorteile der Plattform erstrecken sich auch auf den Spieler, so dass ein ständiger Schutz besteht, der sich in Fair Play, Vermeidung von Betrug, Schutz der investierten Gelder und Haftung des Glücksspielbetreibers manifestiert.

Weitere Vorteile für die Spieler sind die Vielfalt der verfügbaren Optionen, die Vielfalt der Zahlungsmethoden, die Attraktivität der Boni und die Vielfalt der Sprachen, in denen die Plattform angezeigt wird.

In den letzten Jahren wurde der Glücksspielsektor in Malta von anderen EU-Mitgliedern beobachtet und kommentiert, da er Vorteile bietet, die einen unlauteren Wettbewerb gegenüber den übrigen Ländern der Eurozone darstellen.

Um dieses Unbehagen zu minimieren, wird verlangt, dass die Betreiber in jedem Land, in dem sie tätig sind, eine nationale Lizenz besitzen, wodurch das Privileg der Lizenz in Malta entfällt.


Laurents Hörr und Jon Brownson auf Platz 17 in Imola

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Der zweite Saisonlauf des Le Mans Cups fand am Samstag in Imola statt. Laurents Hörr gelang es abermals, die schnellste Rennrunde im LMP3 Fahrzeug zu verzeichnen. Leider blieb diese Performance mit dem 17. Platz unbelohnt.

· Zweite Michelin Le Mans Cup Veranstaltung in Imola
· 17. Platz im Rennen
· Schnellste Rennrunde

Imola. Mit 34 LMP3-Fahrzeugen versprach die zweite Le Mans Cup Veranstaltung in Italien Spannung pur. Jon Brownson setzte die #3 im Qualifying auf den 20. Platz und konnte sich in der Anfangsphase des Rennens Stück für Stück nach vorne kämpfen. Die Renndistanz über eine Stunde und 50 Minuten war von einigen Safety Car und Full Course Yellow Phasen geprägt. Das Duo erhielt eine Strafe, die dem Abkommen von der Strecke zurückzuführen war, und konnte so das Boxenstopp-Fenster nicht optimal nützen.

Laurents Hörr übernahm das Steuer für den letzten Stint und überquerte mit dem DKR Engineering Duqzeine M30 – D08 – Nissan die Ziellinie auf dem 17. Rang. Der Deutsche verzeichnete, wie auch bereits beim Saisonauftakt, die schnellste Rennrunde.

„Das Ergebnis spiegelt natürlich leider nicht unsere Pace vom Wochenende wider. Wir hatten ein bisschen Pech, da Jon einmal von der Strecke abgekommen ist. Dafür haben wir eine Strafe bekommen, so konnten wir das Pit Window nicht korrekt nützen. Sonst hätten wir um’s Podium mitfahren können. Jon hat einen tollen ersten Stint gefahren und die Pace hätte wirklich gestimmt. Das lässt uns den nächsten Rennen positiv entgegenblicken“, so Laurents Hörr.

Am 11. Juni findet das dritte Rennen des Michelin Le Mans Cups in Le Mans, Frankreich, statt.


Reds mit Siegteilung im Verfolgerduell gegen die Mainz Athletics

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Im Kampf um die Play-Off Plätze in der 1. Baseball-Bundesliga Süd können die Stuttgart Reds eine der beiden Partien für sich entscheiden und stehen kurz vor Saisonhalbzeit auf dem vierten Tabellenplatz.

Am Samstagnachmittag waren die Main Athletics zu Gast auf dem Cannstatter Schnarrenberg. Bei bestem Baseball-Wetter war alles angerichtet für zwei gute Spiele zwischen zwei Mannschaften die um die ersten vier Plätze der Tabelle kämpfen, welche den Einzug in die Play-Offs der Baseball-Bundesliga bedeuten. In der ersten Begegnung im TVC-Ballpark legten die gewohnt schlagstarken Gäste direkt mit zwei Base-Hits los und sorgten so sehr früh für eine 1:0 Führung. Yannic Wildenhain der Werfer der Mainzer machte es den Reds nicht so einfach und startet stark ins Spiel. Lediglich Danilo Weber kam in den ersten Vier Innings für das Team des TV Cannstatt auf die Bases. Auch der Pitcher der Reds, Jose Mendoza, fand nach dem ersten Inning besser ins Spiel und ließ bin ins vierte Inning des Spiels nur wenig zu. In diesem vierten Inning sorgten die Athletics mit mehreren Base-Hits für zwei weitere Runs. Die Antwort der Roten kam postwendend: Andrija Tomic schlug den ersten Pitch im vierten Inning weit über den Zaun im Outfield und produzierte damit den ersten Punkt für die Reds. Doch damit nicht genug: Rückkehrer Drake Zarate schlug in seinem ersten Spiel für die Reds seit 2017 einen Ball tief ins Feld und konnte die dritte Base sicher erreichen. In der folge konnte er auf einen Schlag in die Luft von Danilo Weber den zweiten Run für Stuttgart erzielen. Der Spielstand nach vier gespielten Innings lautete damit 3:2 für Mainz. Alle Zuschauer auf dem Schnarrenberg hofften auf ein enges, spannendes Baseballspiel. Doch es kam anders: Die Mainzer Offensive öffnete im fünften Innings alle Schleusen und erzielte weitere 6 Runs. Drei Base-Hits und fünf Walks zeigten ihre Wirkung. Auch ein Wechsel auf dem Werferhügel von Jose Mendoza auf Jose Pimentel während des Innings konnte die Mainzer nicht wirklich bremsen. Somit stand es zur Hälfte des Spiels 9:2 für die Gäste. Daran sollte sich auch in der zweiten Hälfte des Spiels nichts mehr tun. Yannic Wildenhain zeigte eine starke Leistung für die Mainzer, aber auch Jose Pimentel fand ab dem sechsten Inning gut ins Spiel. Im ganten restlichen Spiel konnten die Reds nur noch zwei Läufer auf die Bases bringen. Besser erging es auch den Mainzern nicht, sie konnten ebenfalls nur wenig Erfolge am Schlagmal erzielen. Das erste Spiel ging damit deutlich an die Gäste aus Mainz.

Die zweite Begegnung des Tages begann für die Reds deutlich besser. Drake Zarate und Danilo Weber konnten die Bases sicher erreichen. Mit einem Schlag ins Outfield schickte Xavi Gonzalez seine Teamkollegen nach Hause. Somit gingen die Reds im zweiten Spiel früh mit 2:0 in Führung. Aber auch die Mainzer hatten sofort eine Antwort auf die Runs der Reds. Die ersten fünf Schlagleute der Athletics konnten alle sicher die Bases erreichen bevor die Mannschaft des TV Cannstatt ein Out erzielen konnte. Somit konnten die Gäste insgesamt 4 Punkte machen und gingen damit schnell wieder mit 4:2 in Führung. Im folgenden dritten Inning konnte Nici Weichert die Führung der Gäste um einen weiteren Run vergrößern. Beim Spielstand von 5:2 war der Arbeitstag von Stuttgarts Werfer Dustin Ward damit sehr früh beendet. Für ihn übernahm das Stuttgarter Nachwuchstalent Moritz van Bergen auf dem Mound. Er konnte die Offensive der Mainzer stoppen und gab seinem Team die Chance zum Kontern. Diese wurde dann auch im vierten Inning genutzt. Die Reds konnten durch vier Runs mit 6:5 in Führung gehen. Möglich wurde das durch zwei Base-Hits von Reds Veteran Ruben Kratky und Andrija Tomic, sowie einen 2-R-Homerun von Drake Zarate. Das Spiel war wieder eng. Und Mainz konnte im sechsten Inning durch Peter Johannessen ausgleichen. Die folgenden Innings verliefen recht unspektakulär. Der für Stuttgart eingewechselte Pitcher Austin Hassani ließ nichts mehr anbrennen und gab den Mainzern keine Chance die Führung wieder zu erlangen.

In der unteren Hälfte des 9. Innings bei bereits zwei Aus gegen die Reds wurde Drake Zarate von den Mainzern freiwillig auf das erste Base geschickt, zu groß die Sorge, dass er mit einem Homerun das Spiel für Stuttgart entscheiden könnte. Aber genau das passierte, allerdings nicht durch Zarate, sondern durch Danilo Weber. Weber drosch den Ball weit über den Zaun im Leftfield! Walk-Off Homerun. Die Reds gewinnen das zweite Spiel mit 8:6! Dieser Sieg war für die Play-Off Ambitionen der Reds entscheidend, da es im Tabellen Mittelfeld sehr eng zugeht.

Die Reds gehen also auf dem dritten Platz in die neue Woche. Am kommenden Freitag und Samstag stehen die beiden sehr schweren Spiele beim Tabellenführer aus Regenburg auf de, Programm. Regensburg musste sich am Wochenende im Spitzenduell gegen die Heidenheim Heideköpfe ebenfalls die Siege teilen. Die Hinspiele im April gingen beide an Regensburg. Die Cannstatter hoffen nun auf bessere Ergebnisse an der Donau.


Reds Softballdamen gegen Regensburg zweimal knapp geschlagen

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Bei zwei knappen Niederlagen (4:6 und 5:7) sind es jeweils nur Nuancen, die fehlen um als Siegerinnen von Platz zu gehen.

Nachdem die Reds zum Saisonstart in Freising in zwei Spielen jeweils mit nur einem Run denkbar knapp unterlegen waren, sollten gegen die Guggenberger Legionäre aus Regensburg eigentlich die ersten Punkte eingefahren werden.

Entsprechend konzentriert und motiviert gingen die Reds ins Spiel. Annie Stepniak startete gewohnt souverän und die Defensive der Reds stand bombensicher. Nach vier Innings hatten die Gäste noch keinen Punkt erzielen können.

Ganz anders die Gastgeberinnen, die von der ersten Offensive an aggressiv ans Werk gingen. Die erste Schlagfrau Annie Stepniak kam durch Ihren ersten Schlag direkt auf die zweite Base und wurde von Jessica Weil per Sacrifice Bunt auf die dritte Base geschlagen, beim Versuch auf diese Aktion direkt den ersten Punkt zu erzielen, konnte Stepniak allerdings von der Regensburger Catcherin, die den Weg zur Homeplate geschickt blockierte ausgemacht werden.

Im zweiten Durchgang konnte dann die Mitte der Stuttgarter Schlagreihenfolge gleich drei Runs vorlegen. Mit freundlicher Unterstützung durch gleich zwei Fehler in der Gästedefensive konnten nacheinander Jennifer Weil, Jule Breuninger und Alia Petzold punkten.

Bis zum Ende des vierten Innings sollte die 3:0 Führung der Reds Bestand haben, doch im fünften Inning hatten sich die Legionärinnen auf die Pitches von Stepniak eingestellt. Ein Hit by Pitch, ein Triple, ein Double, sowie ein Homerun über den Zaun im Centerfield drehten das Spiel zur 3:4 Führung für die Gäste.

Leider konnten die Reds-Damen nicht direkt antworten und auch im sechsten Durchgang gab es auf beiden Seiten nichts Zählbares.

Im siebten und letzten Inning konnten zunächst die Legionärinnen zwei weitere Runs vorlegen. Wollten die Reds das Spiel noch drehen, mussten sie also mindestens drei Punkte erzielen um zumindest in die Verlängerung zu gehen.

Zunächst gelang der Start auch ganz gut. Annie Stepniak brachte sich mit einem Triple direkt in Scoring Position und wurde anschließend von Jessica Weil mit einem Single nach Hause geschlagen. Die weiten Schläge von Hope Cornell und Jennifer Weil endeten dann aber jeweils in gegnerischen Handschuhen und ein weiteres Ground-Out später ging das Spiel mit 6:4 an die Gäste.

In Spiel 2 konnten die Reds gleich im ersten Inning einen Run vorlegen, im zweiten Durchgang mussten sie allerdings durch drei Singles und einen Error gleich drei Runs der Gäste zulassen.

In den nächsten drei Innings bissen sich die Reds dann allerdings an Regensburgs US-Pitcherin Kiley Jones die Zähne aus und konnten keine weiteren Runs nachlegen.

Im vierten Inning wechselten die Reds dann die Pitcherin. Jessica Weil übernahm von ihrer Schwester Jennifer und wurde gleich sehr unsanft durch einen Homerun begrüßt. In der Folge konnten die Legionäre noch zwei weitere Runs zum zwischenzeitlichen 6:1 erzielen.

Nach einem weiteren Run zum 7:1 wechselten die Regensburgerinnen ihrerseits die Pitcherin, mit der die Reds deutlich besser zurechtkamen. Auf vier Hits und einen Walk konnten die Reds auf 7:5 verkürzen und das Spiel war wieder offen.

Bis zur Mitte des siebten und letzten Innings neutralisierten sich die dann wieder gegenseitig und die Reds hatten eine letzte Chance, noch einen Split zu erzielen. Das Inning schien dann auch nach Plan zu laufen. Annie Stepniak kam per Hit auf Base und Jessica Weil legte ein schönes Single durch die Mitte nach. Auf einen Passed Ball rückten beide jeweils eine Base vor und der Regensburger Coach entschied sich, durch einen intentional Walk für Hope Cornell die Bases zu laden. Ein Schachzug, der sich auszahlen sollte. Der folgende Line-Drive von Jennifer Weil landete direkt im Handschuh der Regensburger Second Base Frau, exakt so positioniert, dass Hope Cornell keine Chance hatte, dem Tag auszuweichen. Direkt danach folgte das dritte und letzte Aus per Strike Out gegen Jule Breuninger und die Reds hatten auch das zweite Spiel des Tages verloren.

Wie bereits vor Wochenfrist in Freising standen die Reds ihren Gegnerinnen auf Augenhöhe gegenüber und mit etwas mehr Glück in der einen oder anderen Situation hätte jedes der Spiele auch anders ausgehen können. Kein Grund also für die Reds die Köpfe hängen zu lassen, zumal in den nächsten Tagen noch Verstärkungen für den noch etwas kleinen Kader erwartet werden.


SVL verliert das Bundesliga-Halbfinale gegen Spandau

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Ludwigsburg spielt am Samstag gegen Duisburg um Platz drei

Es war klar: Siege sind beim Halbfinale gegen Berlin nicht zu holen. Die wegen Krankheit und aus beruflichen Gründen arg dezimierten SVL-Bundesliga-Wasserballer haben sich im Halbfinale gegen den deutschen Rekordmeister Spandaus 04 aber wacker geschlagen.

Die Ludwigsburger Wasserballer mussten beim Bundesliga-Halbfinale gegen die Über-Mannschaft Spandau 04 auch am Sonntag in der Schwimmhalle Schöneberg mit drei Ausfälle wegen Corona und zwei aus beruflichen Gründen klar kommen – die SVL-Spieler sind eben keine Profis wie die Berliner.

Bereits vor dem Anpfiff stand auch deshalb im Grunde längst fest: Ein Sieg ist auch in dieser Partie kaum zu holen. Am Ende steht es 17:6 für Spandau. Damit kann Ludwigsburg leben. Der SVL-Teammanager Adrijan Jakovcev, der auch wegen Corona nicht mitfahren konnte nach Berlin, sagt unmittelbar nach dem Abpfiff: „Wir mussten mit nur neun Spielern antreten, das darf uns nicht nochmal passieren. Wenn wir ganz vorne in der Bundesliga mitspielen wollen, dann dürfen solche Situationen nicht mehr vorkommen.“

Was wohl heißen soll: Ludwigsburg benötigt einen breiteren Kader. „Aber ein großes Lob an die Jungs, sie haben unter diesen Bedingungen ein wahnsinnig gutes Spiel gemacht“. Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle weist hin auf die frühe Anreise am Spieltag um 5.30 Uhr und sagt: „Das war eine ansprechende Leistung. Mit dem Ergebnis können wir absolut leben.“ Die Partie sei auch eine „super Trainingseinheit für das Spiel um Platz drei“ gewesen, das am kommenden Samstag im Freibad Ludwigsburg ausgetragen wird. „Wir können zufrieden sein. Jetzt volle Konzentration auf Duisburg, dann gewinnen wir hoffentlich unser Heimspiel.“

Gut eine Stunde vorher: das Halbfinale in Berlin wird um 14 Uhr angepfiffen und beginnt mit einem Strafwurf für Spandau. Verschossen. Nach knapp zwei Minuten das 1:0. Dritte Minute das 2:0. Die Zuschauer in der Schwimmhalle rufen „Spandau, Spandau.“ Im Hinspiel stand es um die Zeit allerdings schon 4:0. Angriff Ludwigsburg. Wieder kein Tor. Spandau im Gegenzug tut sich auch ein wenig schwer. Parade des SVL-Keepers Josip Katuša. Es geht hin und her, zunächst fallen keine weiteren Tore. Sechste Minute Distanzschuss Spandau, 3:0. Siebte Minute, 4:0. Spandau verteidigt clever, der SVL hat vorerst kaum Chancen. Die letzte Minute, 5:0. Kurz vor dem Ende des ersten Viertels, Nino Blazevic macht den Anschlusstreffer für den SV Ludwigsburg zum 5:1. Doch wenig später das 6:1 für Spandau. Pause.

Das Anschwimmen des zweiten Viertels geht wieder an Spandau. Nach einer Minute: Strafwurf für die Berliner. Wieder verschossen. Tore mäßig tut sich erstmal nichts weiter. Spandau muss nicht, Ludwigsburg hat Probleme beim Abschluss. In der Mitte des Viertels erhöht Spandau auf 7:1. Weiter gute Paraden des Ludwigsburger Torwart. Dann ein SVL-Distanzschuss auf das Berliner Tor. Daneben. Konter Spandau, das 8:1. Abspielfehler, Pfostenschuss, Pech – Ludwigsburg gelingt im Moment wenig. Doch dann ein Gewaltakt von Timo van der Bosch, er trifft aus ordentlich Entfernung zum 8:2 für den SVL. Im Gegenzug macht Spandau das 9:2. Halbzeit.

Dieses Spiel ist längst gelaufen. Die Ludwigsburger sind vermutlich in Gedanken gelegentlich schon bei der nächsten Partie, dem kleinen Finale gegen den ASC Duisburg, bei dem es am kommenden Samstagnachmittag im Freibad in Ludwigsburg-Hoheneck um Platz drei geht. Anpfiff der zweiten Hälfte. Das Anschwimmen geht schon wieder an die Spandauer, die es nun gemütlich angehen lassen könnten. Doch sofort fällt das 10:2. Überzahl SVL, diese Chance wird nicht genutzt. Konter Spandau, Pfostenschuss. Parade Katuša. Wenig später das 11:2 – bald das 11:3 für Ludwigsburg durch Tobias Bauer und das 12:3 sowie das 13:3 und das 14:3 für Spandau.

Das letzte Viertel – wieder zum Start ein Strafwurf, diesmal aber für Ludwigsburg. Blazevic macht das 14:4. Im Gegenzug auch ein Strafwurf für Spandau, Parade Katuša. Es bleibt beim 14:4. Dritte Minute dieses Viertels, 15:4. Kurz darauf das 15:5 durch Bauer. Ludwigsburg ist jetzt besser im Spiel. Kombinationen gelingen. Die Abwehr arbeitet gut. Blazevic legt nach zum 15:6. Konter, Parade Katuša. Zwei Minuten vor Schluss legt aber Spandau nach, zum 16:6 und wenig später zum 17:6. Die letzte Spielminute. Angriff Spandau ohne Tor. Aller letzter Angriff Ludwigsburg. Schuss aufs Spandauer Tor, ganz knapp vorbei am Kasten. Schlusspfiff.

Der Nationalspieler Timo van der Bosch aus Ludwigsburg, der auch schon für Spandau gespielt hat, sagt, „das Spiel war ganz gut.“ Das Ergebnis könne sich sehen lassen, „wir haben gegen Spandau schon mit mehr Spielern deutlich höher verloren – und wir haben nicht so viele Konter gekriegt wie zuhause beim Hinspiel“. Er sei stolz auf das Ergebnis, auf die Leistung – und auf diese Mannschaft. Auch mit Blick auf das „Grande Finale am Samstag“, für das Spiel um Platz drei sei er zuversichtlich.

Nach solchen Spielen wie am Sonntag, nach Partien gegen Spandau und gegen Waspo Hannover, die einzigen echten Profimannschaften in der Bundesliga, die bis dato für den SVL immer verloren gegangen sind, heißt es in den Medien oft: „deftige Niederlage“, so wie nach dem Hinspiel gegen Spandau (9:20) in einer Meldung der Deutschen Presseagentur. Das kann man so sehen. Die Verantwortlichen beim SV Ludwigsburg erklären aber, man müsse auch beachten „wo wir herkommen“. Noch vor kurzem hat dieses Team in der Zweiten Liga gespielt. Und jetzt ist der SVL unter den Top vier Team in Deutschland – was für eine Leistung! Das ehrgeizige, vor knapp einem Jahr gesetzte Saisonziel – Platz vier – ist längst erreicht. In den nächsten Spielen gegen Duisburg könnte Ludwigsburg das sogar noch toppen.