Reds mit Siegesserie im Schwabenduell gegen die Tübingen Hawks

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Vier Spiele in vier Tagen ist wohl in jeder Sportart sowohl eine körperliche als auch mental extrem belastende Situation. So natürlich auch im Baseball. Hier liegt die Hauptbelastung vor allem auf den Pitchern der jeweiligen Teams. Es muss viel rotiert werden, denn eine Überbelastung kann schwere und langwierige Verletzungen nach sich ziehen. Da die Reds in ihrem Kader mehr Pitcher zur Verfügung haben, lief alles auf die entscheidende Partie hinaus, wenn Tübingen seinen Star-Werfer Joshua Wyant auf den Mound sendet, um den favorisierten Reds mindestens einen Sieg abzutrotzen. Tübingen setzte alles auf eine Karte und wartete in der Tat bis zum letzten Spiel der Vier-Spiele-Serie, um Werfer Joshua Wyant einzusetzen. Dadurch hatten die Reds in den vorangegangen drei Spielen verhältnismäßig leichtes Spiel. Am Mittwoch siegten die Reds daheim deutlich mit 11:1 Runs, Donnerstag dann in Tübingen klar mit 13:3 Punkten und Freitag erneut wieder im heimischen Ballpark mit 11:1.

Bei Spiel Nummer 4 kam es dann am Samstag in Tübingen zum großen Showdown. Tübingens USA Ausnahme-Werfer Joshua Wyant pitchte insgesamt 135 Würfe und hielt seine Hawks im Spiel. Es entwickelte sich ein spannendes, dramatisches Spiel: Stuttgarts Ramon Uhl schlug im 2. Spielabschnitt mit seinem Double zwei Runs nach Hause zur 2:0 Führung für die Reds. Tübingen konterte mit jeweils einem Punkt im 3. und 5. Spielabschnitt gegen den gut aufgelegten Werfer der Reds, Austin Hassani. Die Baseballer des TV Cannstatt gingen wieder durch ein erneutes Double vom Ramon Uhl im 7. Inning mit zwei Runs in Führung. Doch postwendet schafften die Hawks erneut den Ausgleich zum 4:4 Zwischenstand. Den Stuttgart Reds gelang offensiv bis zum Ende des 9. und letztem Spielabschnitt nichts mehr. Ganz anders Tübingen, die als Heimmannschaft das Nachschlagrecht hatten und nur einen einzigen weiteren Punkt zum Sieg benötigten. Und Tübingen machte eine Menge Druck auf den nun für die Reds werfenden Moritz van Bergen. Stuttgarts Nachwuchstalent, vor wenigen Wochen gerade 18 Jahre alt geworden, schaffte früh per Strike Out das erste Aus. Aber es folgte ein Freilauf für Tübingens William Germaine, ein Walk für Joshua Wyant und ein Hit für Matthias Schmitt. Damit luden die Tübingen Hawks alle Bases und schnuppern bereits am Sieg. Die Zuschauer in Tübingen machten nun auch noch viel Lärm und wollten mit ihrer Unterstützung quasi den Sieg des Heimteams erzwingen. Doch Moritz van Bergen muss Nerven aus Drahtseilen haben. Er strikte die nächsten beiden Schlagleute aus und sicherte damit seinen Reds die Verlängerung und somit die Siegchance. In der Verlängerung brannten die Stuttgart Reds ein wahres Offensiv-Feuerwerk ab. Mit 2 Homeruns und mehreren Hits schafften die Reds insgesamt 9 Runs im Verlängerungsinning zur 13:4 Führung. Tübingens Gegenwehr war danach endgültig erloschen. Zudem knüpfte Moritz van Bergen an seiner Leistung vom Ende des vorangegangenen Spielabschnitts an, zeigte starkes Pitching beim letzten Nachschlag der Hawks und ließ nichts mehr anbrennen. Somit siegen die Reds mit großen Schwierigkeiten, vom Ergebnis her aber erneut deutlich, mit 13:4 Runs.

Mit diesen vier Siegen bringen sich die Cannstatter in eine gute Position im Kampf um die vier begehrten Playoffplätze der 1. Bundesliga-Süd. An der Tabellenspitze thront Regensburg mit nur zwei Niederlagen einsam an der Spitze. Heidenheim und München-Haar folgen mit sechs Niederlagen. Die Reds halten mit sechs Niederlagen, aber einem Sieg weniger den 4. Tabellenplatz. Die Mainz Athletics sind momentan auf dem undankbaren 5. Tabellenplatz mit ihren insgesamt 8 Niederlagen und müssten Stand heute in der Abstiegsrunde antreten. Doch noch sind 10 Spiele in der regulären Saison zu spielen, und damit bleibt es weiter spannend in der Baseball Bundesliga.

Die Stuttgart Reds haben kommendes Wochenende an Pfingsten spielfrei und treten hier bei einem großen internationalen Turnier in Oberösterreich in Attnang-Puchheim mit einem Mixteam ihres 1. und 2. Bundesligateams an. Die Spiele sollen genutzt werden, um sich weiter vor allem in der Offensive zu verbessern und den jungen Talenten noch mehr Spielpraxis auf höchstem Niveau zu geben. Danach geht es am 11. Juni im Heimischen TVC Ballpark am Schnarrenberg gegen das Tabellenschlusslicht aus Ulm. Hier müssen die Reds zwei weitere Siege einstreichen, um ihre Playoff Ambitionen zu festigen.


SVL beendet die Saison auf Platz vier

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Gut gekämpft, aber wieder ein zu schwaches drittes Viertel: Die SVL-Wasserballer verlieren auch das Rückspiel um Platz drei in der Bundesliga. Der ASC Duisburg gewinnt die Bronzemedaille. Ludwigsburg bleibt der undankbare, aber hervorragende Platz vier im Feld der 18 Bundesligateams.

Samstag, ein paar Stunden vor dem Anpfiff des Rückspiels in Duisburg. Es geht um Platz drei in der Bundesliga. Der SVL-Goalgetter Marko Martinic sagt, er erwarte von seinem Team eine bessere Leistung als im Hinspiel, das Ludwigsburg daheim wegen eines schlechten dritten Viertels verloren hatte.

Er sei aber bereits jetzt, kurz vor dem Ende der Saison und unmittelbar vor dem Beginn des Spiels um die Bronzemedaille, stolz auf sein Team. Stolz auf die Spielzeit, die ohne größere Verletzungen gelaufen ist. Stolz auf die jungen Spieler, die sich top entwickelt haben. Stolz auf die gestandene Spieler – und auf das Erreichen dieses kleinen Finales jetzt im Freibad Duisburg.

Dieses Spiel sei „eine ganz große Gelegenheit, alles zu zeigen was wir draufhaben“. Am Ende wird wieder – wie im Hinspiele – ein miserables drittes Viertel die Entscheidung zu Ungunsten des SVLs bringen. Leider.

18 Uhr, Anpfiff. 1:0 für Duisburg. Unterzahl Ludwigsburg. Zuhause in Ludwigsburg sitzt der SVL-Präsident Volker Heyn vor dem YouTube-Livestream aus Duisburg – „unter erschwerten Bedingungen“, sagt er und lacht, denn die Übertragung hängt zunächst immer mal wieder. Angriff SVL, kein Tor. Heyn: „Jetzt kommt!“ Nein, kein Tor. Dann ein Strafwurf für den SVL, verwandet durch Vitor Pavicic Capucho. Der Ausgleich. 1:1. Kurz vor Schluss des ersten Viertels das 2:1 für die Gastgeber. Angriff Duisburg – und Schuss. Weit über das Tor. Gegenangriff SVL. Schuss, in die Arme des Torwarts. Weiter 2:1. Nächster Angriff ASC, verwandelt, 3:1. Ende des Viertels.

Das Anschwimmen gewinnt – wie zu oft – der Gegner. Aber kein Tor für Duisburg. Angriff SVL, Mikael Metodiev macht das 3:2. Zeitstrafe SVL, Unterzahl. Angriff ASC, gut verteidigt. Ein völlig verunglückter Schussversuch der Duisburger. Volker Heyn vor dem Bildschirm: „Zieh vor, zieh vor. Ja.“ Und tatsächlich: Tor SVL, Kristian Lipar macht das 3:3. Der SVL ist dran am großen ASCD. Heyn: „Jetzt der Führungstreffer wäre toll.“ Und Lipar macht das 3:4. Angriff ASC, Parade. Heyn: „Das nächste bitte, zwei Tore Vorsprung wäre gut.“

Aber nein, diesmal kein Treffer. Leider. Angriff ASC. Tolle Parade des SVL-Keepers Josip Katuša. Und dann gleich die nächste Parade. Angriff SVL, Timo van der Bosch bringt des SVL mit 3:5 in Führung. Volker Heyn hofft jetzt auf den Sieg und damit auf die Gelegenheit am Sonntag die dann dritte, entscheidende Partie bestreiten zu dürfen. „Sieht doch schon viel besser als beim Heimspiel aus.“ Duisburg gelingt zu schnell der Anschlusstreffer zum 4:5. Und Pfiff. Der SVL geht mit einer Führung in die Halbzeit. Heyn sagt: „Bisher gefällt mir das Spiel sehr gut.“

Das besagte dritte Viertel: Das Anschwimmen geht wieder an die Duisburger. Aber kein Tor. Nächster Angriff ASC, Treffer zum 5:5. „Gewinnen muss der Ansporn sein“, sagt der Präsident. Angriff SVL, Parade. Unterzahl SVL, Auszeit ASC. Angriff Duisburg, Parade Katuša. Angriff SVL, auch kein Treffer. Unterzahl SVL, Duisburg geht in Führung – 6:5 – und wird diese nicht mehr hergeben. Wieder ein schlechtes drittes Viertel wie im Hinspiel? Das fragt sich so mancher Zuschauer.

Angriff SVL, Schuss. Direkt auf den Torwart. Es bleibt bei 6:5. Wieder Unterzahl SVL. Auszeit SVL. Der Trainer will Ruhe rein bringen in das Spiel seines Teams. Rote Karte Ivan Pisk, der gar nicht spielt, sondern auf der Bank sitzt. Die Karte gibt es vermutlich wegen Meckerns. Angriff SVL, kein Tor. Im Gegenzug macht der ASC das 7:5. Überzahl SVL. Nix Zählbares. Unterzahl SVL, Treffer Duisburg. 8:5. Heyn ärgert ich, dass sich der SVL „wieder im dritten Viertel den Schneid abkaufen lässt.“ Womöglich Konditionsprobleme? Ein missglückter SVL-Angriff. Dann ein Fünf-Meter für den ASCD. Schuss. Treffer. Das 9:5. Das war es vermutlich mit dem Traum von Platz drei. Pfiff.

Das letzte Viertel. Anschwimmen, Ballbesitz für Duisburg. Tor ASC, 10:5. Fehlt die Grundlagenausdauer? Nicht effektiv trainiert? Gedankenspiele des Präsidenten. Angriff SVL, Parade ASCD. Nächster Angriff SVL. Schuss, am Tor vorbei. Und dann der nächste ASC-Treffer. 11:5. Ernüchterung vor dem Bildschirm im Hause Heyn. „Zu lange kein Tor geschossen.“ Dann mal wieder ein SVL-Treffer, van der Bosch macht das 11:6. Aber im Gegenzug fällt das 12:6 für Duisburg. Noch gut drei Minuten, Strafwurf für den ASC. Gehalten. Dann das 12:7 durch Tobias Bauer. Überzahl SVL, Pavicic Capucho macht das 12:8.

Diese Tore kommen aber zu spät. Die letzte Spielminute. „Nur noch Kosmetik“, sagt der Präsident. Ein paar Sekunden vor Schluss: Auszeit Duisburg. Letzter Angriff ASC. Kein weiteres Tor. Auszeit SVL. Offenbar ein falsch genommenes Timeout, denn Ludwigsburg sei nicht im Ballbesitz gewesen, so die Schiedsrichter, mit deren Entscheidungen die SVL-Spieler hadern. Strafwurf ASC. Aus Protest nimmt der SVL den Torwart aus dem Ludwigsburger Kasten. Das 13:8 fällt und dann der Schlusspfiff. Duisburg ist dritter. Gewinnt Bronze. Ludwigsburg erreicht den undankbare, aber hervorragenden Platz vier in der Bundesliga.

Fazit Volker Heyn: „Wir müssen wohl ein bisschen an der Kondition arbeiten.“ Aber der Vereine könne super zufrieden mit diesem vierten Platz sein. „Ein bisschen was fehlt noch. Wenn wir nächstes Jahr Bronze wollen, dann müssen sich die Jungs wohl ein bisschen mehr quälen im Training. Wir brauchen mehr Schnelligkeit und Kondition.“

Timo van der Bosch ist unmittelbar nach dem Spiel enttäuscht, klar. Zwei gute Viertel gespielt, sagt er. In der zweiten Hälfte hätten die SVL-Spieler wohl zu viel rumgemotzt, und die Schiedsrichter „haben uns noch schlechter gepfiffen“. Schade. „Aber wir hätten heute wohl auch nicht gewonnen, wenn wir sehr, sehr gut gespielt hätten“. Die komplette Saison habe Ludwigsburg „okay gesielt“, van der Bosch sieht aber auch „noch viel Luft nach oben“. Auf diese Leistung könne das Team gut aufbauen, „jetzt erstmal in die verdiente Sommerpause“.

Der SVL-Teammanager Adrijan Jakovcev sagt, „wir waren bis zur Halbzeit besser, dann zu viele Ausschlüsse gegen Ludwigsburg, das war kein faires Spiel. Wir konnten heute nicht gewinnen. Aber wir haben unser Ziel erreicht, werden auch im nächsten Jahr da sein.“

Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle hat – wie der Präsident – das kleine Finale daheim am Bildschirm verfolgt und spricht „wieder vom verdammten dritten Viertel, wieder 5:0, Gratulation an Duisburg“. Platz vier für den SVL sei „ein großer Erfolg“. Das beste Ergebnis seit vielen Jahrzehnten. Auch Marko Martinic hadert mit dem Spielvelauf – und gratuliert dem ASC zum „verdienten dritten Platz“. Duisburg sei in dieser Saison das bessere Team gewesen. Nächste Saison, nächstes Spiel. Ludwigsburg will sich bekanntlich von Jahr zu Jahr um einem Platz steigern.


Niederländische Nationalspielerin für die Zuspiel-Position

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  • Britt Bongaerts wird ab der kommenden Saison die Fäden im Stuttgarter Spiel ziehen
  • Double-Sieger Allianz MTV Stuttgart kann einen echten Transfer-Coup vermelden

Stuttgart.| Nach den Abgängen von Ilka Van de Vyver und Julia Nowicka fehlte „Stuttgarts schönstem Sport“ noch eine Zuspielerin neben Talent Hannah Kohn. Diese Lücke ist nun eindrucksvoll geschlossen worden. Aus Italien wechselt Britt Bongaerts an den Neckar. Die Niederländerin erhält einen Ein- Jahres-Vertrag und soll am Netz künftig die Bälle verteilen.

Groß war die Freude bei den Verantwortlichen von Allianz MTV Stuttgart, als Vollzug vermeldet werden konnte. Die 25-Jährige Bongaerts wird den Kader spielerisch nochmal auf ein höheres Level heben können. Erfahrung bringt die 185 Zentimeter große Zuspielerin trotz ihres noch jungen Alters schon reichlich mit. In der Nationalmannschaft konnte sich die blonde Niederländerin bereits mit den Besten der Welt messen, in der Liga spielte sie zuletzt in Polen bei LKS Lodz und in Italien bei Perugia. Dementsprechend konnte Britt Bongaerts bereits auf nationalem wie internationalem Parkett ihre Klasse unter Beweis stellen und wird diese künftig mit in die Volleyball-Bundesliga mitbringen.

Die deutsche Eliteklasse kennt sie bereits bestens. In Aachen und Münster reifte Bongaerts zur Top- Spielerin. Mit dem SSC Palmberg Schwerin gewann sie den DVV-Pokal.

Gemeinsam mit Hannah Kohn wird die Niederländerin, die bei Allianz MTV auf Landsfrau und Nationalmannschaftskollegin Eline Timmerman trifft, also das neue Gespann auf Zuspiel bilden. Die Verantwortlichen von Allianz MTV erhoffen sich neben Bongaerts unbestrittenem spielerischen Einfluss vor allem auch Führungsqualitäten. Gerade in Bezug auf ihre Zuspiel-Kollegin.

Britt Bongaerts soll beginnend mit kommender Saison eine Mentoren-Rolle für Hannah Kohn einnehmen.

Kim Ozsvald-Renkema (Sportdirektorin): „Wir sind glücklich und überrascht, dass uns ein solcher Transfer gelungen ist. Mit Britt bekommen wir eine junge, aber schon sehr erfahrene Zuspielerin, die sich in Italien bewiesen hat. Wir glauben auch, dass die Kombination mit Hannah Kohn perfekt ist, da diese eine Mentorin bekommt.“

Tore Aleksandersen (Cheftrainer): „Wir haben mit Britt einen riesen Transfer-Coup gelandet. Wir hatten diese Saison schon sehr gute Zuspielerinnen. Britt bringt aber sehr viel Erfahrung auf einem extrem hohen Level mit. Sie weiß unter Druck zu agieren und bringt viele gute Facetten mit. Blocken, gute Präzision und ein blindes Verständnis mit dem Mittelblock. Wir sind sehr glücklich, dass sie sich entschieden hat, nach Stuttgart zu wechseln. Ich bin mir sicher, dass sie eine große Verstärkung für unser Team sein wird.“

Britt Bongaerts (Spielerin): „Ich freue mich sehr darauf, nächste Saison für Allianz MTV Stuttgart zu spielen. Ich habe schon einmal in der Bundesliga gespielt und weiß daher, wie schwierig es für die Gegner sein kann, in der Scharrena zu spielen, wo sie von all den tollen Fans angefeuert werden! Ich weiß, dass Stuttgart ein sehr professioneller Verein mit einer guten Organisation ist, also kann ich es kaum erwarten, alle kennenzulernen und nächste Saison im blauen Trikot zu spielen. Das Team hat in der letzten Saison großartige Arbeit geleistet, also hoffe ich, dass wir diese Linie fortsetzen können, ich kann es kaum erwarten!“


Marktplatz: Neue Baumpflanzkübel werden bald aufgestellt

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Stuttgart.| Nach Abschluss des Deutschen Katholikentags (25. bis 29.05.2022) werden fünf neue Baumpflanzkübel auf dem Stuttgarter Marktplatz aufgestellt. So hat es der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik am Dienstag, 24. Mai 2022, entschieden.

Oberbürgermeister Frank Nopper sagt zur neuen Bepflanzung: „Ich freue mich sehr, dass wir eine gute Lösung für den Marktplatz gefunden haben. Die fünf Bäume werden etwas Schatten spenden und den Wochenmarktbetrieb trotzdem in vollem Umfang ermöglichen.”
Das Aufstellen der Bäume und die Art, wie sie auf gruppiert werden, hatten die Ausschussmitglieder und das federführende Technische Referat intensiv beraten – denn der wichtigste Veranstaltungsraum in Stuttgart muss verschiedenen Nutzungen gerecht werden.

Das seit Ostern sprudelnde Fontänenfeld wurde von den Ausschussmitgliedern einhellig gelobt – es ist an warmen Tagen von Kindern gut frequentiert, die dort im Wasser spielen. Die neuen Baumpflanzkübel sollen das kleinräumige Stadtklima verbessern und auf der großzügigen Außenbewirtschaftungsfläche von 150 Quadratmetern die Aufenthaltsqualität nachhaltig steigern.

Die Herausforderung bestand darin, die Stellplätze der Bäume um das Fontänenfeld mit der Aufstellung der Stände des Wochenmarktes zu vereinbaren. Eine Lösung ist nun gefunden. Es werden fünf Baumpflanzkübel rechtwinklig um das Fontänenfeld gruppiert. Während des Wochenmarktbetriebs muss der Brunnen nicht ausgeschaltet werden.

Bepflanzt werden die Kübel mit dem persischen Eisenholzbaum (Parrotia persica). Dieser wächst in den ersten Jahren langsam, daher ist er für die Trogbepflanzung geeignet. Seine roten Staubgefäße sind aufgrund des frühen Blühzeitpunktes und Blüte ohne Blütenblätter sehr insektenfreundlich und haben eine prächtige Herbstfärbung.

Beheimatet ist dieser Baumtyp im nördlichen Iran und Transkaukasien und kam vor 170 Jahren nach Europa. Die Pflanzen auf dem Marktplatz werden aus einer Baumschule Baden-Württemberg stammen. In Zeiten des Klimawandels liegt es nahe, die Auswahl der Pflanzen auf trockenheitsverträgliche fremdländische Gehölze auszudehnen. Die Parrotia ist in der Liste der Zukunftsbäume für die Stadt, herausgegeben von der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK), enthalten.

Ein Umsetzen der Baumpflanztröge ist nur für die großen Veranstaltungen wie Weindorf, Weihnachtsmarkt etc. vorgesehen. Der jeweilige Veranstalter hat dann die Möglichkeit, die Kübel übergangsweise im Bereich der Hirschstr. 29/31 aufzustellen.

Beim Wochenmarkt auf dem Marktplatz müssen die Baumtröge nicht versetzt werden.


Hilfe für Schlaitdorfer Wald von der Stiftung Kreissparkasse

Esslingen.| Eine Spende der Stiftung Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen in Höhe von 1.000 Euro überreichten Kreissparkassen-Regionaldirektor Heiko Kaiser und Neckartenzlingens Filialleiter Lukas Pfänder an Schlaitdorfs Bürgermeister Sascha Richter und Forstrevierleiter Jürgen Ernst. Das Geld ist für ein groß angelegtes Aufforstungsprojekt im Distrikt Harlanden bestimmt; die Gemeinde beziffert die Gesamtkosten auf über 20.000 Euro.

Wie Regionaldirektor Kaiser erklärte, gehe es der seit bald 200 Jahren in der Region verwurzelten Kreissparkasse darum, Verantwortung wahrzunehmen und die Zukunft des Landkreises Esslingen mitzugestalten. „Unsere Spende zu diesem Aufforstungsprojekt ist einer unserer Beiträge zum Umwelt- und Klimaschutz, um Schäden des Baumsterbens einzudämmen. Das Geld kommt letztendlich allen, der gesamten Gesellschaft, zugute“, verdeutlichte Kaiser. Schlaitdorfs Bürgermeister Sascha Richter dankte für die willkommene Finanzspritze.

Forstrevierleiter Ernst erläuterte die Hintergründe des Aufforstungsprojekts. Fast ein Drittel der 731 Hektar großen Gemarkungsfläche der Gemeinde Schlaitdorf bestehe aus Wald. Wie andernorts sei der Forst sogenannten abiotischen Gefahren wie langanhaltender Trockenheit und ungewöhnlich heftigen Wetterereignissen ausgesetzt. Diese Ereignisse seien zwar Teil dernatürlichen Abläufe, allerdings sei der Wald heutzutage weitaus anfälliger, da der Klimawandel für die Pflanzen zusätzlichen Stress bedeute. Bei der Rotbuche ließen sich diese Stressanzeichen an der dürren Krone deutlich erkennen. Bei anderen Baumarten, so der Forstexperte, sterben Feinwurzeln ab oder sie sind anfälliger gegenüber Insektenbefall.

Die fast zwei Hektar große Fläche im Distrikt Harlanden war ursprünglich überwiegend mit Fichten bepflanzt, die innerhalb weniger Jahre dem Klimawandel zum Opfer fielen. Damit auf der Freifläche wieder Bäume wachsen und nicht Pflanzen wie Brombeere oder die Segge eine natürliche Verjüngung erschweren und verzögern, hatte sich die Forstverwaltung entschieden, aktiv Bäume für die Zukunft zu pflanzen.

„Die jungen Eichen und Weißtannen, die auf dieser Kultur gepflanzt wurden, stehen ganz oben auf der Speisekarte des Rehwildes. Deshalb haben wir auf 0,9 Hektar einen Zaun errichtet“, informierte der Revierförster. Ein Kulturzaun habe wildökologisch zwar Nachteile, da Lebensraum für Wildtiere entzogen werde. Angesichts der Größe der vor Wildverbiss zu schützenden Fläche sei dies jedoch die bessere Lösung. „Das ist besser, als jede Pflanze in eine Wuchshülle zu packen“, sagte Jürgen Ernst. „Klimaresistente Baumarten und eine breite Artenvielfalt – so stellen wir den Wald für die Zukunft auf. Aus diesem Grund haben wir auch Bergahorn, Winterlinde, Hainbuche, Waldkiefer, Weymouthskiefer und Douglasie angepflanzt“, erklärte der Forstrevierleiter.


Weiter steigende Zinsen erwartet

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Obwohl der jüngste und rasche Anstieg der Bauzinsen auf knapp drei Prozent für einen Standard-Immobilienkredit bereits ungewöhnlich stark ausgefallen ist, erwarten Verbraucherinnen und Verbraucher weitere Verteuerungen bei der Immobilienfinanzierung. Nach einer aktuellen, repräsentativen Umfrage* von Wüstenrot rechnen knapp zwei Drittel der Befragten mit einem weiteren Anstieg der Zinsen für Immobilienkredite in den nächsten zwölf Monaten.

Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender von Wüstenrot: „Die langjährige Ära extrem niedriger Zinsen ist vorbei. Diese Erkenntnis setzt sich nun zunehmend auch bei den heimischen Immobilienbesitzerinnen und -besitzern sowie den Immobilieninteressentinnen und -interessenten durch. Denn nicht nur für die kurzfristige Perspektive eines Jahres besteht aktuell die Erwartung steigender Zinsen. Auch auf die Sicht von drei Jahren rechnen die Menschen mit Verteuerungen. Immerhin 62 Prozent der Befragten erwarten diese Entwicklung. Hingegen gehen nur vier Prozent davon aus, dass die Zinsen in den nächsten 36 Monaten sinken werden“.

Klare Erkenntnis: Jetzt gilt es zu handeln

Auf die Frage „Wie sollte man auf die aktuell steigenden Zinsen für Immobilienkredite reagieren?“ präferieren, bei Mehrfachnennung, 35 Prozent der Befragten, mehr Eigenkapital anzusparen. Rund 30 Prozent sprechen sich für den möglichst schnellen Abschluss eines Darlehensvertrages aus, um dem weiteren Zinsanstieg zu entgehen. Ein Fünftel nennt den Abschluss eines Bausparvertrags, um sich die noch niedrigen Darlehenszinsen der Bausparkassen vorab für einen späteren Finanzierungsbedarf zu sichern.

Hertweck: „In der aktuellen Situation ist der Abschluss eines Bausparvertrags eine sehr clevere Entscheidung. Denn er kombiniert die Motive des Aufbaus eines höheren Eigenkapitals und die langfristige Zinsfestschreibung auf ideale Weise.“

Für Erwerbs- oder Modernisierungsplanerinnen und -planer, die beispielsweise erst in fünf oder zehn Jahren an einen Kauf oder einen Umbau denken, ist das ein unschätzbarer Vorteil, denn bei ihnen ist die Unsicherheit über die weitere Zinsentwicklung am größten und ein weiterer Anstieg potenziell am teuersten. Mit Bausparen wird unverzichtbares  Eigenkapital aufgebaut und zugleich werden die derzeit unschlagbar günstigen Zinsen für Bauspardarlehen gesichert. So offeriert Wüstenrot momentan Darlehenszinsen ab 1,77 Prozent effektiv bei einer Bausparsumme ab 100.000 Euro, was deutlich unterhalb der Bauzinsen am Markt liegt.

Hinzu kommt: Bausparen ist vielfach gefördert. Von der Wohnungsbau-Prämie über die Arbeitnehmer-Sparzulage bis hin zum Wohn-Riester unterstützt der Staat die Verwirklichung des individuellen Immobilientraums. Auch für Modernisierungen, die in absehbarer Zeit auf Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer zukommen, lohnt sich das Bausparen. Denn mit einem Sollzins beispielsweise ab 0,45 Prozent im Tarif Wüstenrot Wohnsparen Komfort lassen sich die zukünftigen Investitionen auch jetzt noch sehr zinsgünstig stemmen.


Bietigheim trotzt dem Überzahlspiel von Lübeck-Schwartau

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von Bernhard Gaus

Die Bietigheimer Handballer arbeiten beim vorletzten Auftritt in der EgeTrans Arena erfolgreich an ihrer Heimbilanz und gewinnen am Sonntag gegen den VfL Lübeck-Schwartau dank der besseren Leistung in der zweiten Hälfte verdient mit 35:32 (16:16) Toren.

Für die Bietigheimer Ballwerfer hält das Saisonfinale in der 2. Liga noch einen echten Kraftakt bereit – zwei Englische Wochen und 5 Spiele in 15 Tagen. Die Bilanz nach drei Durchgängen: 5:1 Punkte. „Heute nehme ich viel Positives mit, die Jungs haben alles gegeben“, freut sich Iker Romero über den Erfolg gegen den Tabellenzehnten. „Die Müdigkeit war schon zu spüren nach den vielen Spielen in kurzer Zeit“, so der Coach der SG BBM. Den Spanier hat nur die Schlussphase ein wenig geärgert. Bietigheim führte fünf Minuten vor dem Ende bereits mit 33:27 Toren, die Ostsee-Handballer kamen jedoch noch einmal bis auf 33:31 heran.

„Die Mannschaft hat alles gegeben“, sagt auch Michael Roth zum Auftritt seiner Jungs. „Mit dem Personal, mit dem wir angereist sind, haben wir Bietigheim mehr als nur geärgert“, so der VfL-Coach. Lübeck-Schwartau musste fünf Stammspieler ersetzen, am taktischen Konzept änderte das wenig. Vom ersten Angriff an suchte Lübeck-Schwartau sein Glück durch den zusätzlichen Feldspieler in der Überzahl – und das klappte zumindest vor der Pause bestens. „Die Mannschaft fühlt sich wohl im 7 gegen 6“, sagt Roth, „Wir spielen es auf den Punkt“. Lübeck-Schwartau hält die Partie vor der Pause völlig offen. Nur kurz gelingt der SG BBM eine Zwei-Tore-Führung durch die Treffer von Jonathan Fischer (9:7) und Paco Barthe (10:8). Doch nur das Empty Goal-Tor von Nikola Vlahovic zum 16:16 praktisch mit dem Pausenpfiff verhindert einen Bietigheimer Rückstand beim Seitenwechsel.

„Ein großer Faktor in der Abwehr war heute das Spiel 7 gegen 6, das ist immer schwer zu verteidigen, wir hatten nicht viel Zeit, uns darauf vorzubereiten“, sagt Iker Romero. „Nach der Pause hat das aber besser gepasst.“ Sein Team zieht vor den 1745 Zuschauern in der EgeTrans Arena nach dem Wechsel das Tempo nochmals an. Bietigheim kann seine Angriffsqualität beständig hochhalten, auch wenn mit Dominik Claus und Tim Dahlhaus erneut beide rechten Rückraumspieler passen mussten. Aber mit Marco Rentschler oder dem starken Nikola Vlahovic gelang es, diese Lücke besser zu schließen als noch im letzten Spiel. „Wir werfen wieder über 30 Tore“; sagt Sven Weßeling, „im Angriff haben wir es das ganze Spiel über super gemacht.“ In der Verteidigung kommen jetzt auch die Paraden von Konstantin Poltrum gegen die Würfe des VfL, das schnelle Passspiel der Gäste verliert an Präzision.

Und dennoch kommt nach dem Treffer von Juan de la Peña zur 32:25-Führung in den letzten sieben Minuten noch Spannung auf. Lübeck-Schwartau geht früh in die offene Manndeckung und provoziert die Schwaben, die zudem die letzten fünf Minuten in numerischer Unterzahl spielen mussten, zu Fehlern. Zwei Minuten vor dem Ende fällt das 33:31 durch Schwartaus Janik Schrader.

Nur gut, dass einige bei der SG BBM in dieser Phase den Kopf oben behalten. Sven Weßeling und Kapitän Paco Barthe treffen zum 35:31, dazwischen kommt eine Parade von Konstantin Poltrum. „Das hätten wir am Ende besser spielen müssen“, sagt Iker Romero.

SG BBM Bietigheim: Poltrum, Lehmann; Vlahovic (5), Öhler, Schäfer (8/4), de la Peña (3), M. Urban, Barthe (5), Asmuth (2), Weßeling (8/5), M. Rentschler (1), Pfeifer, Boschen (1), Fischer (2).

VfL Lübeck-Schwartau: Voncina, Conrad; Ritterbach (1), Gonschor (1), Mizumachi (5), Hansen (3/2), Skorupa (3), Waschul, Schult (4), Versteijnen (8/1), Schrader (2), Kretschmer (4), Hagen, Bruhn (1).

Spielverlauf: 7:7 (14.), 10:8 (18.), 12:13 (26.), 16:16 (30.), 20:18 (34.), 27:22 (43.), 32:25 (53.), 33:31 (59.), 35:32 (60.).
Zeitstrafen: Fischer (5.), Barthe (6.), Boschen (36., 46.), Weßeling (56.), Asmuth (57.), Pfeifer (59.) – Kretschmer (9.), Waschul (26.), Mizumachi (32.), Versteijnen (35.), Skorupa (46.), Hansen (49.),
Bankstrafe (54.)
Schiedsrichter: Katharina Heinz-Hebisch / Sonja Lenhardt (DHB Bundesligakader) Zuschauer: 1745 (EgeTrans Arena, Bietigheim)


Stuttgart Reds verlieren beide Spiele bei Regensburg

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Frühe Rückstände können bei den 5:8- und 2:5-Niederlagen gegen die Guggenberger Legionäre nicht mehr aufgeholt werden

Nach zwei Auswärts-Niederlagen beim aktuell besten Team der 1. Baseball-Bundesliga Süd haben die Stuttgart Reds den Anschluss zur Tabellenspitze verloren. Einem 5:8 am Freitagabend gegen die Guggenberger Legionäre aus Regensburg folgte ein 2:5 im zweiten Spiel am Samstag. Beide Male gerieten die Baseballer des TV Cannstatt früh und deutlich in Rückstand. Und in beiden Fällen reichte ein spätes Aufbäumen nicht, um die Niederlage abzuwenden.

Die „Roten“ aus Cannstatt starteten denkbar schlecht in die schwere Aufgabe gegen den Tabellenführer aus Regensburg: Bei der Fahrt in die Oberpfalz geriet man am Freitagnachmittag in lange Staus und kam erst kurz vor Spielbeginn an.

Moritz van Bergen begann das Freitagabend-Spiel auf dem Pitchers Mound und es lag nicht nur an ihm, dass die Reds bereits nach zwei Innings mit fünf Runs zurücklagen. Eine ganze Reihe an Fehlwürfen und „mentalen“ Fehlern in der Verteidigung erlaubten es den Regensburgern, mit nur vier Hits fünfmal zu punkten. Eine Spielunterbrechung wegen drohender Gewitter half zunächst wenig. Stuttgarts Headcoach Curtis di Salle reagierte erst mit einer Umstellung der Verteidigungspositionen, dann mit dem Auswechseln eines Infielders.

Während aber die Reds gegen den Pitcher der Legionäre, Christian Pedrol, offensiv nichts zustande brachten, ließ Moritz van Bergen im dritten Inning vier Walks zu. Bei inzwischen 0:6 und „geladenen“ Bases übernahm Austin Hassani das Pitching für die Reds. Einen weiteren Hit und zwei Runs zum 0:8 konnte auch Hassani nicht verhindern, für den Rest des Spiels machten Regensburgs Batter jedoch keinen Stich mehr.

Als Regensburg im 6. Inning ebenfalls den Pitcher tauschte, zeigten die Reds, dass doch noch etwas geht: Base Hits von Fabian Beck und Andrija Tomic und der von einem Pitch getroffene Drake Zarate kamen gegen Regensburgs James Larsen alle auf Base und konnten punkten – nur noch 3:8.

Die Hausherren konterten mit einem erneuten Pitcherwechsel. Sven Schüllers Würfen hatten die Reds dann nicht viel entgegenzusetzen. Bis kurz vor Schluss. Während der dritte Werfer der Reds, José Pimentel, die Legionäre gut in Schach hielt, machten es die Stuttgarter im 9. Inning noch einmal spannend. Yannick Witt war durch einen Walk auf Base gekommen, als Jonas van Bergen einen Schüller-Pitch über den Leftfield-Zaun drosch – zum einzigen Homerun des Abends. 5:8! Was aber auch den Endstand bedeutete: Zwei schnelle Ground-Outs später war das Spiel vorbei.

Aus dem tiefen Loch, dass sich die Reds zu Spielbeginn gegraben hatten, kam man letztlich nicht mehr heraus. Vier Errors, drei Wild Pitches und zwei Passed Balls stehen in der Spielstatistik der Stuttgarter. Base Hits hatten die Reds (7) tatsächlich nur einen weniger als die Legionäre, zwei davon schlug Andrija Tomic.

Bei perfektem Baseballwetter zum 2. Spiel am Samstag bekamen es die Baseballer des TV Cannstatt wieder mit Kaleb Bowman zu tun, einem der besten Bundesliga-Pitcher. Für die Reds begann José Mendoza, der in dieser Saison für Stuttgart ebenfalls schon eine Reihe sehr guter Auftritte hatte. Zwei Innings entwickelte sich das erwartete Pitcher-Duell. Im dritten Spieldurchgang verlor dann allerdings Outfielder Jonas van Bergen einen hohen Ball „in der Sonne“. Statt ins zweite „Aus“ zu schlagen war damit der Runner auf Base und die Reds gerieten prompt ins Schwimmen. Den ersten Run erzielte Regensburg durch einen „passed ball“ des Stuttgarter Catchers. Aggressives Base Running und zwei gut platzierte Base Hits später waren die Hausherren mit 4:0 in Front. Es ähnelte manches dem Spiel am Tag zuvor.

José Medoza fand allerdings dann wieder seinen Pitching-Rhythmus und auch Dustin Ward, der ab dem 6. Inning warf, zeigte sich von seiner guten Seite. Doch das 4:0 hatte bis ins vorletzte Inning Bestand, denn Kaleb Bowman war quasi unantastbar. Nur einen einzigen Hit – ein Double von Marco Cardoso im 1. Inning – und drei Walks hatte der US-Amerikaner in Regensburger Diensten zugelassen, aber 12 Reds per Strike-Out zurück auf die Bank geschickt.

Erneut war den Reds gegen den Auswechselpitcher mehr Erfolg beschieden. Mitchell Hillert gab im 8. Inning einen Walk ab und traf zwei Reds mit dem Pitch. Ein Hit von Andrija Tomic und ein „Sacrifice Fly“ von Marco Cardoso verkürzten den Spielstand auf 2:4. Bei den Stuttgartern keimte Hoffnung auf. Leider schlug dann Jonas van Bergen bei geladenen Bases in ein Ground-out zum dritten „Aus“ und die „Rally“ geriet zu kurz. Regensburg erhöhte zum 5:2 und im Schluss-Durchgang blieben den Reds gegen Hillert weitere Erfolgserlebnisse verwehrt. Mit 2:5 ging so auch das zweite Spiel des Wochenendes verloren

Ausblick

Mit sieben Siegen und sechs Niederlagen sind die Stuttgart Reds auf Tabellen-Platz 4 in der Südgruppe der 1. Baseball-Bundesliga zurückgefallen. Zwischen dem 25. und 28. Mai müssen die Reds nun gleich viermal gegen die Tübingen Hawks antreten – zweimal auswärts und zweimal zu Hause: Die beiden Spiele im heimischen TVC-Ballpark auf dem Cannstatter Scharrenberg finden als „Night Games“ am Mittwoch- und Freitagabend jeweils um 19 Uhr statt. Tübingen belegt mit bisher vier Siegen derzeit Tabellenplatz 6 in der aus acht Teams bestehenden Bundesliga-Südgruppe.


SVL verliert sein Heimspiel gegen starke Duisburger 

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Ludwigsburg.| Der ASC Duisburg ist am Samstagnachmittag im Freibad Ludwigsburg als leichter Favorit in das kleine Finale gegangen, in das Spiel um Platz drei in der Bundesliga. Nach dem letzten Viertel müssen alle Ludwigsburger eingestehen: der Gegner war zu stark. Duisburg hat die Partie zu deutlich gewonnen.

Ein schwaches drittes Viertel gegen Duisburg macht am Samstagnachmittag in Freibad Hoheneck alle Pläne zunichte. Die SVL-Wasserballer verlieren das erste von maximal drei Spielen um Platz drei in der Bundesliga. Die Ludwigsburger waren zunächst in Führung gegangen, sie hatten dann noch einmal zum 5:5 ausgleichen können. Beim Schlusspfiff gegen 16 Uhr hieß es aber 9:15 (2:3, 3:4, 0:5, 4:3) für den ASCD. Ein schlechtes drittes Viertel hat das Vorhaben zunichte gemacht, vorzulegen, also die erste Partie gegen Duisburg zu gewinnen und mit einer guten Ausgangslage am kommenden Samstag in Duisburg anzutreten. Dabei hatte das kleine Finale für den SVL doch so viel versprechend begonnen.

15 Uhr, Freibad Hoheneck. Der ASC trifft zu Beginn gleich zweimal an die Latte. Glück für Ludwigsburg. Dritter Schuss, eine Parade des SVL-Keepers Josip Katuša. Überzahl SVL, eine großartige Kombination. Tor. Timo van der Bosch macht das 1:0 für Ludwigsburg. Tolle Stimmung am Beckenrand. Kurze Pause. Die 30-Sekunden-Uhr streikt. Angriff ASC, Glück für Ludwigsburg. Katuša schnappt sich den Ball. Gegenangriff. Schuss über das Tor durch Eric Fernandez Rivas. Unterzahl SVL. Schon wieder eine super Parade von Katuša.

Duisburg weiter im Ballbesitz, die nächste Parade des Ludwigsburger Torwarts. Gegentor abgewendet. Wieder nur Metall für den ASC. Überzahl SVL. Ball im Tor des ASC – aber der Treffer zählt nicht. Martinic passt gut auf, tolles Teamspiel. Nino Blazevic schießt, abgewehrt. Dann der Ausgleich, ein unglücklich abgefälschter Treffer des ASC, 1:1. Überzahl SVL, Schuss über die Latte. Chance vertan. Foul SVL. Fünfmeter für Duisburg, versenkt. 1:2. Überzahl SVL. Chance vergeben. Angriff ASC. Wieder Foul SVL, wieder Fünfmeter ASC, der Treffer zum 1:3. Dann erneut eine großartige Parade von Katuša, schon die fünfte. Tobias Bauer, ein toller Distanzschuss, Tor. 2:3. Der SVL ist wieder dran. Das erste Viertel ist zu Ende und Ludwigsburg hält mit dem Altmeister aus Duisburg ordentlich mit.

Jan Wörsinger, der Sprecher, der den SVL-Online-Livestream kommentiert, spricht von einer knappen Partie mit leichtem Vorteil für Duisburg. Zweites Viertel: Wieder gewinnt der ASC das Anschwimmen.  ASCD Schuss über das Tor. Rivas: Schuss ans Außennetz. Angriff ASC, der nächste Treffer zum 2:4 für Duisburg. Die SVL-Verteidigung hat ein bisschen geschlafen. Für Ludwigsburg sollte jetzt der Anschlusstreffer her, sagt der Mann am Mikro. Aber der Ball fliegt weit über das Tor des Gegners. Unterzahl SVL. Abschluss ASC, 2:5. Tolles Anspiel von Mattia Ruggeri, Treffer durch van der Bosch zum 3:5.

Nächster Angriff SVL. Überzahl Ludwigsburg. Chance vertan. Überzahl ASC. Parade Katuša mit dem Kopf. Dann ein klasse Treffer durch Tobias Bauer zum 4:5. Ludwigsburg ist wieder dran. Die nächste Parade von Katuša. Und dann macht Victor Pavicic Capucho das 5:5. Nur ein paar Sekunden später aber das 5:6 für Duisburg. Überzahl SVL. Ballverlust, Chance dahin. Fünfmeter für Duisburg, Treffer zum 5:7. Halbzeitpfiff. Noch ist alles möglich. Doch jetzt steht das besagte, miese Viertel Nummer drei an.

Die zweite Hälfte beginnt, das Anschwimmen geht erneut an den ASC. Ein Schuss in die Arme von Katuša. Überzahl SVL. Schuss auch in die Arme des ASC-Torwarts. Aber dann das 5:8. Duisburg ist wieder weg. Zu wenig Luft im Ball, also Ballwechsel. Angriff SVL, Schuss, Parade. Unterzahl SVL, Auszeit Duisburg. Der nächste Treffer für den ASC, das 5:9. Distanzschuss SVL, Latte. Nächster Schuss ASC, abgewehrt. Der SVL ist häufig zu langsam vor dem gegnerischen Tor. Und macht zu selten aus guten Chancen Tore. Stürmerfoul, Unterzahl SVL. Die nächste Parade von Katuša.

Ludwigsburg ist mit wenigen Ideen im Angriff unterwegs. Unterzahl SVL. Tor ASC. 5:10. Jetzt wird es ganz schwer für Ludwigsburg. Ist die Vorentscheidung gefallen? Weiter schlechte Pässe im SVL-Spiel, weiter glück- und ideenlos. Katuša rettet den SVL vor noch mehr Gegentoren. Doch beim nächsten Angriff fällt das 5:11. Das war es wohl. Ratlose Gesichter auf der Bank des SV Ludwigsburg. Und das 5:12. Jan sagt, Ludwigsburg verkaufe sich weit unter Wert. Aleksa Manic schießt an die Latte. Konter ASC. Auch Latte. Das dritte Viertel geht mit 5:0 an Duisburg.

Die letzten acht Minuten. Anschwimmen Nummer vier geht wiederum an den ASC. Mateja Bosic macht zwar das 6:12. Aber den Rückstand noch aufholen? Sei schwierig bis unmöglich, sagt der Sprecher im Livestream. Und das wissen wohl auch die Spieler. Nächster Angriff SVL. Bauer schießt über das Tor. Der ASC schießt im Gegenzug auch über das Tor. Überzahl SVL. Auszeit SVL. Blazevic macht das 7:12. Wenig später fällt das 7:13 für Duisburg. Nächster Angriff SVL. Mateja Bosic macht das 8:13. Dann gelingt dem ASC das 8:14, wenig später scheißt Bauer das 9:14 und Duisburg das 9:15. Ende des Spiels. Auch das Ende des Traums von Bronze? Abwarten. Aber der SVL müsste am kommenden Wochenende zwei sehr schwere Auswärtsspiele gewinnen.

Jan Wörsinger sagt, er hoffe auf eine Revanche in Duisburg. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Paul Schüler, der Trainer des ASC ist nach der Partie „sehr zufrieden“. Er sagte, seine Mannschaft habe im ersten Viertel noch unruhig gespielt, aber ein „starkes drittes Viertel“ gezeigt. Nach den 5:5-Ausgleich für den SVL sei er ein klein bisschen nervös geworden. Seine Erwartungen an das nächste Spiel im Freibad in Duisburg? Es gelte, konzentriert in die Partie zu kommen, sagt der Trainer. „Wir gehen auf Sieg, das wird aber kein Selbstläufer.“

Der SVL-Neuzugang Pavicic Capucho sagt, Ludwigsburg habe viel zu viele Flüchtigkeitsfehler gemacht, „schade, dass wir so krass verloren, haben“. Und der SVL-Teammanager Adrijan Jakovcev sagt dennoch: „Ich tue mich schwer mit Kritik an den Jungs.“ Aber klar, „wir waren oft nicht da. Glückwunsch an den ASC“. Duisburg sei eine sehr erfahrene Mannschaft, die jeden Fehler ausgenutzt habe. Er wolle nach vorne schauen – und trotz der Niederlage an diesem Tag ein bisschen feiern. Das Erreichen des kleinen Finales sei schon ein großer Erfolg. Der Teammanager freut sich auf ein „neues Spiel am nächsten Samstag“. Der SVL werde Duisburg einen Kampf liefern. „Mund abwischen und weiter machen.“

Der SVL-Präsident Volker Heyn trauert den vielen vertanen Chancen im Heimspiel nach, er sagt aber auch: Platz vier in der Liga, der bereits sicher geschafft ist, sei ein toller Erfolg. Der SV Ludwigsburg werde mit dieser Platzierung nämlich wieder im Europapokal dabei sein. Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle erklärt, er blicke trotz der Niederlage sehr zuversichtlich in Richtung nächste Saison, auch weil die Nachwuchsspieler – etwa Tobi Bauer – immer mehr Tore schießen.

Der SVL-Kapitän Ivan Pisk, der am Samstag im Tor von Josip Katuša vertreten wurde, erklärt knapp: „Josip war heute der beste Mann, und wenn der Torwart der Beste ist, dann kann man kaum gewinnen.“ Der SVL-Goalgetter Marko Martinic sagt kurz nach dem Abpfiff, die Duisburger hätten bewiesen, dass sie das bessere Team sind. Er und seine SVL-Mitspieler hätten zu viele individuelle Fehler gemacht. Auch Nationalspieler Timo van der Bosch erklärt: „Die waren heute besser.“ Taktisch sei beim SVL auch nicht alles so gelaufen, „wie wir uns das vorgestellt haben“. Doch auf den vierten Platz in der Bundesliga könne der Verein stolz sein. Am nächsten Samstag in Duisburg habe Ludwigsburg nun „überhaupt gar nichts mehr zu verlieren“.


Bezirksparteitag der FDP Region Stuttgart

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Am Samstag, den 14. Mai 2022 trafen sich die Delegierten des FDP Bezirksverbands Region Stuttgart zum ordentlichen Bezirksparteitag in der Kongresshalle Böblingen.

Neben den turnusmäßigen anstehenden Wahlen des Bezirksvorstands wurde auch ein Antrag der Regionalfraktion besprochen.

Alter und neuer Bezirksvorsitzender ist Hartfrid Wolff. Neu dabei ist als stellvertretende Vorsitzende Gabriele Reich-Gutjahr. Hans-Peter Semmler wurde als stellvertretender Vorsitzender im Amt bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurde der Schatzmeister Sven Koppelt und der Bezirksgeschäftsführer Wolfgang Vogt. Außerdem wurden sieben Beisitzer gewählt. Für Ludwigsburg wurde Viola Noack als Beisitzerin wiedergewählt.

Aus der Bundespolitik berichteten der parlamentarische Staatssekretär Dr. Florian Toncar und Judith Skudelny, MdB. Toncar berichtete von den Herausforderungen der Regierungsarbeit in Krisenzeiten und betonte die dennoch erfolgreiche Umsetzung des Programms der FDP in der Regierung. Weiterhin erzählte er von der geplanten Neuausstattung der Bundeswehr.

Kai Buschmann berichtete aus der Regionalversammlung. Außerdem wurde der von der Regionalversammlung eingereichte Antrag „Wohlstand und wirtschaftliche Prosperität der Region Stuttgart erhalten und weiterentwickeln“ mit großer Mehrheit angenommen. Er beinhaltet zehn Thesen, die zur nachhaltigen ökonomischen Entwicklung der Region beitragen sollen.