Bietigheim stürmt das Wolfsrevier

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von Bernhard Gaus

Die SG BBM Bietigheim hat auch im Mittelfeld der 2. Liga weiter Spaß am Handball. Am Freitag siegten die Jungs von Iker Romero bei den heimstarken Rimpar Wölfen mit 32:35 (16:15) Toren und springen zumindest für einen Tag auf Rang 5.

Auf dem Parkett entfachen die Akteure ein Offensivspektakel und auf den Rängen der Würzburger tectake Arena sorgen die 60 mitgereisten Fans der SG BBM für Stimmung schon vor dem Anpfiff und bejubeln mit dem Team einen am Ende verdienten Sieg in einem Spiel mit ungewöhnlich vielen Führungswechseln. „In diesem Spiel kann am Ende alles passieren“, sah auch Iker Romero eine ausgeglichene Partie. „Aber wir haben immer an uns geglaubt und 35 Auswärtstore muss man erst einmal machen.“

„Das war ein sehr enges Spiel, viele Tore und zwei tolle Angriffsmannschaften“, bestätigt Wölfe-Coach Julian Thomann. „Für die Zuschauer war das sehr schön, aber für uns natürlich mit einem ganz bitteren Ausgang.“

Schon vor der Pause ging es hin und her. Bietigheim erwischte den besseren Start. Die Gäste führten mit 3:5, doch Rimpar lag in der 17. Minute erstmals mit 9:8 in Front. Bietigheim holte sich mit einem Doppelschlag von Juan de la Pena und Jonathan Fischer in der 26. Minute die Führung zum 13:15 zurück, nur um die Unterfranken bis zum Pausenpfiff (16:15) wieder vorbeiziehen zu lassen.

Dann zauberte die SG BBM nach der Pause den nächsten Rückkehrer aus dem Hut. Pascal Welz hatte gegen Gummersbach sein Kurz-Comeback im Tor der SG BBM gestartet. Der 31-Jährige erhielt auch in Würzburg als Backup für den angeschlagenen Konstantin Poltrum seine Einsatzminuten. Die Torsteher hüben wie drüben blieben aber glücklos. Und jetzt Marco Renschler. Der 27-Jährige war 2015 von der SG BBM zu Frisch Auf Göppingen gewechselt, sein Vertrag wurde dort zur aktuellen Saison nicht verlängert. In den letzten Wochen hatte sich Rentschler bei seinem Heimatverein fit gehalten inklusive Einsätzen im Verbandsligateam. In Würzburg war der Linkshänder in der Aufstellung, jedoch nicht für seine Stammposition auf Rechtsaußen. Da Dominik Claus fehlte, wurde er zur Entlastung von Tim Dahlhaus im rechten Rückraum.

„Wir hatten eine richtig schwierige Situation mit minus 4 zu überstehen“, sagte Romero zum 23:19-Zwischenstand. „Wir haben aber immer an uns geglaubt und am Ende hat es eben geklappt.“ Das waren übrigens die Minuten von Jonas Link, der in der Winterpause von Bietigheim nach Rimpar gewechselt war und in dieser Phase drei Treffer für die Wölfe beisteuerte.

Bietigheim kämpft sich wieder heran, Christian Schäfer trifft zur erneuten 26:27-Führung. Doch die Entscheidung sollte erst ganz am Ende fallen. Maßgeblich beteiligt: Sven Weßeling. Der Rückraum-Shooter der SG BBM zeigt seine beste Leistung in der Rückrunde, trifft nicht nur fünfmal aus dem Feld, sondern verwandelt nervenstark auch alle neun Versuche von der Strafwurflinie. Während Rimpar nach dem 32:32 den Ball nicht mehr im inzwischen wieder von Nick Lehmann gehüteten Gehäuse der SG BBM unterbringen kann, macht Weßeling vom Punkt das Tor zum entscheidenden 32:34.

DJK Rimpar Wölfe: Mallwitz, Wieser (1); Jaeger (1), Schömig (8/4), Böhm (1), Karle, Neagu (1), Schmidt (7), Kaufmann (4), Dürr, Dayan (2), Kovacic, Brielmeier, Link (4), Sauer (3), Merk.

SG BBM Bietigheim: Welz, Poltrum, Lehmann; Vlahovic (1), Rentschler, Öhler, Dahlhaus (2), Schäfer (3), de la Peña (5), M. Urban, Barthe (3), Asmuth (2), Weßeling (14/9), Pfeifer, Boschen (1), Fischer (4).

Spielverlauf: 6:8 (13.), 10:8 (19.), 13:15 (26.), 16:15 (30.), 20:16 (36.), 23:19 (40.), 26:27 (51.), 32:32 (57.), 32:35 (60.).
Zeitstrafen: Kovacic (10., 32., 36.), Sauer (11.), Brielmeier (55.) – de la Pena (14., 22.), Boschen (19., 46.), Barthe (25.), Weßeling (27.)
Würzburg, 13.05.2022
Rote Karte: Kovacic (36., 3x 2 Min.)
Siebenmeter: 4/4 – 9/9
Schiedsrichter: Timo Hofmann / Thomas Hörath (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 817 (tectake Arena, Würzburg)


Gut verloren – Spandau ist eine Nummer zu groß

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Die Wasserballer des SVL haben das Bundesliga-Halbfinale am Donnerstagabend gegen den deutschen Rekordmeister aus Berlin mit 9:20 (3:5, 1:5, 3:5, 2:5) verloren. Aber der Interimstrainer Dieter Gscheidle sagt nach dem Abpfiff: „Ich bin absolut zufrieden, Spandau hat schon lange keine neun Tore mehr bekommen – außer gegen Waspo Hannover.“

Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr, Freibad Hoheneck. Eben wurde das Bundesliga-Halbfinale Ludwigsburg gegen Spandau abgepfiffen. Die Gäste aus Berlin, der deutsche Rekordmeister, haben die Partie erwartungsgem&a uml;ß für sich entschieden – mit 9:20. Doch die Stimmung der SVL-Spieler und der beiden Interimstrainern, Dieter Gscheidle und Robert Kovacs, ist gut. Lauter zufriedene Gesichter am Beckenrand.

Spandau habe „schon lange keine neun Tore mehr bekommen, außer gegen Waspo Hannover“, sagt Gscheidle. Waspo und Spandau sind weiterhin die unumstrittene Nummer eins und zwei im deutschen Wasserball und spielen die Titel auf nationaler Ebene unter sich aus. Und der SVL schickt sich ja bekanntlich an, die Nummer drei zu werden. Gscheidle lobt speziell den Torwart Josip Katuša: „eine super Leistung, ein paar super Paraden“.

Gut zwei Stunden vorher. Eigentlich sollte die Partie im Freibad Hoheneck um 19.30 Uhr angepfiffen werden. Doch Spandau ist nicht da. Im DSV-Online-Ticker ist zu lesen: „Gast zu spät angereist.“ Später werden die Berliner erklären, die Deutsche Bahn sei schuld. Mit ordentlich Verspätung geht es gegen 20.15 Uhr los. Und die Spandauer Spieler zeigen sofort, dass sie weder die lange Anreise noch die Verzögerung und das fehlende Einschwimmen abhalten werden vom Ziel, dem Einzug ins Finale. Tor Spandau, Tor Spandau, Tor Spandau, Tor Spandau – ganz schnell steht es 0:4 gegen den SVL. Die erste Ernüchterung für Ludwigsburg. Die ersten Minuten verschläft der SVL.

Nach knapp fünf Minuten das 1:4 für den SVL durch Mateja Bosic. Endlich. Jetzt verteidigt der SVL cleverer. Und der Torwart Josip Katuša zeigt eine Parade nach der anderen. Trotzdem erhöht Spandau auf 1:5. Im Gegenzug macht der SVL-Nachwuchsspieler Tobias Bauer das 2:5. Und kurz darauf: ein super Tor durch Kristijan Lipar. 3:5. Der Sprecher der SVL-Online-Liveübertragung, Jan Wörsinger, sagt: „Sieht gar nicht so schlecht aus.“ Das zweite Viertel beginnt – mit einem weiteren Tor für Spandau, 3:6. Eine schöne Aktion von Aleksa Manic, aber keine Treffer. Und wieder eine großartige Parade von Katuša. Mit Blick auf die Torhüter hat der SVL ein Luxusproblem: zwei top Leute. In dieser Partie pausiert der Kapitän Ivan Pisk krankheitsbedingt.

Nach einer Auszeit: ein schlechter Pass des SVL, der Ball ist weg. Aber Ludwigsburg verteidigt gut. Applaus der zahlreichen Fans am Beckenrand. Mattia Ruggeri macht das nächste Tor, es steht 4:6. Ludwigsburg verkauft sich weiter gut gegen den Rekordmeister. Parade Katuša. Fünfmeter für Spandau. Verwandelt, 4:7. Spandau dreht wieder auf, 4:8. Pech für den SVL: Pfostenschuss. Konter, Tor Spandau, 4:9. Schuss SVL, geblockt. Kein Treffer. Dafür vier Sekunden vor der Halbzeitpause das 4:10 für Spandau.

In der Halbzeit zeigen zwei Synchronschwimmerinnen was sie drauf haben – und dann beginnt die zweite Hälfte. Wieder gewinnt Spandau das Anschwimmen. Und wieder eine der tollen Paraden des SVL-Torwarts. Doch bald fällt das 4:11 für die Berliner. Jan Wörsinger sieht „leichte Auflösungserscheinungen“ bei Ludwigsburg. Katuša hält einen fast unhaltbaren Schuss, doch in zweiten Anlauf der Berliner: der nächste Treffer für Spandau, 4:12. Bosic macht aus super spitzem Winkel das 5:12. Konter SVL, und wenig später macht Ruggeri das 6:12. Im Gegenzug das 6:13 für Spandau. Lipar 7:13. Ballverlust SVL, Tor Spandau, 7:14. Und dann das 7:15. Spandau zieht davon. Spandau dominiert.

Das letzte Viertel. Das Spiel ist gelaufen, das wissen alle. Wie erwartet. Nun heißt es, dieses Spiel als Vorbereitung auf das übernächste Spiel um Platz drei zu nutzen. Der SVL verkauft sich aber nach wie vor über weite Strecken des Viertels ordentlich. Tobi Bauer erzielt das erste Tor des letzten Viertels, 8:15. Und wieder eine super Parade von Katuša. Wenig später aber keine Chance, das 8:16 für Spandau. Fünfmeter Spandau, verwandelt, 8:17. Abstauber Tor Timo van der Bosch, 9:17. Dann aber das 9:18, das 9:19 und das 9:20 für Spandau. Noch ein paar gute Chancen für das zehnte SVL-Tor, das aber nicht mehr fällt.

Die Ludwigsburger – und auch die Berliner – sind sich einig: eine starke Leistung des SVL. Maurice Jüngling, Spandau, sagt nach dem Abpfiff: „Hut ab, die Ludwigsburger haben es uns nicht einfach gemacht.“ Das deutliche Ergebnis spiegele das Spiel nicht wider. „Neun Tore, das darf uns nicht passieren.“ Im Finale werde Spandau wohl gegen Waspo antreten. Das Ziel der Berliner sei klar, sagt Jüngling. „Revanche.“ Waspo hat Spandau kürzlich im Finale des DSV-Pokals unerwartet deutlich geschlagen. Spandau, so Jüngling, wolle „immer“ Deutscher Meister werden.

Jan Wörsinger sagt, sein SVL habe ihm richtig gut gefallen. Okay, Ludwigsburg habe die ersten Minuten „verschlafen“, sich dann aber super verkauft und zeitweise gut mitgehalten mit der deutschen Über-Mannschaft aus der Hauptstadt. Tobi Bauer erklärt, sein Team habe „oft gut dagegengehalten“. Er und seine Mitspieler hätten Erfahrungen gesammelt, von einem besseren Gegner gelernt. Beim zweiten Halbfinale am Sonntag in Berlin würden sicherlich „schon ein paar Sachen einstudieren für das Spiel um Platz drei gegen dann wohl den ASC Duisburg“.

Auch Dieter Gscheidle spricht von „einem schönen Training“ für das Spiel gegen Duisburg und von „Werbung für den Wasserballsport“. Der SVL-Nationalspieler Timo van der Bosch sagt, „im Großen und Ganzen war das ein gutes Spiel von uns“. Die Stimmung im Team sei gut, „die brauchen wir auch für das Spiel um Platz drei“, denn die Partie gegen Duisburg werde sicherlich „ein heißer Tanz“. Obwohl das nächste Spiel am kommenden Sonntag das zweite Halbfinale gegen Spandau ist, alle Ludwigsburger sind in Gedanken bereits bei dem zu erwartenden kleinen Finale gegen Duisburg.

Ivan Pisk will, dass Ludwigsburg beim zweiten Halbfinale gegen Spandau, das an diesem Sonntag um 14 Uhr in Berlin angepfiffen wird, „einen weiteren Schritt macht und noch besser spielt“. Doch auch ihm ist klar: in Berlin wird am Wochenende nur wenig zu holen sein. Alle Konzentration gilt den darauffolgenden Spielen. Der SVL empfängt aller Voraussicht nach den ASC Duisburg zum ersten von mindestens zwei Spielen um Platz Drei in der Bundesliga. Das Rückspiel ist in Duisburg angesetzt. Sollte es nach diesen zwei Partien 1:1 stehen, dann würde die entscheidende Begegnung ebenfalls in Duisburg ausgetragen.


Deutsche Libera für Allianz MTV Stuttgart

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Stuttgarts schönster Sport holt sich Verstärkung aus der Volleyball-Bundesliga

Stuttgart.| Allianz MTV Stuttgart erhält Verstärkung auf der Liberaposition. Vom thüringischen Bundesligisten Schwarz-Weiß Erfurt wechselt Michelle Petter zum Deutschen Meister nach Stuttgart. Die 25-Jährige soll mit Roosa Koskelo konkurrieren und erhält am Neckar einen Zwei-Jahres-Vertrag.

Drei Jahre agierte die 176cm große Libera bei Schwarz-Weiß Erfurt als Stammkraft und überzeugte dort mit starken Leistungen. Michelle Petter hat mit ihren noch jungen 25 Jahren in ihrer Karriere schon einige Stationen innerhalb Deutschlands hinter sich. Ausgehend vom VCO Dresden spielte Petter beim VfB Suhl Lotto Thüringen und in Dresden, bevor sie 2019 in Erfurt anheuerte. Nun wird die Libera also die nächsten zwei Jahre für Allianz MTV Stuttgart auflaufen. Für den Verein bedeutet dies eine zusätzliche Absicherung auf der Liberaposition. Nach dem Ausfall von Lena Grundt musste Roosa Koskelo den Großteil der vergangenen Spielzeit alleine stemmen – was naturgemäß an die Substanz geht.

Deswegen ist Allianz MTV Stuttgart froh, dass man eine Spielerin mit dem Format einer Michelle Petter von sich überzeugen konnte. Vor allem, da Cheftrainer Tore Aleksandersen nun einen gesunden Konkurrenzkampf zwischen seinen Liberas hat und die Spielzeit auf mehrere Schultern verteilen kann. In Stuttgart möchte man Michelle Petter zum nächsten Schritt einer guten Entwicklung verhelfen, die sie in Erfurt schon genommen hat. Für die Zukunft ist man mit dem Duo Koskelo/Petter nun bestens aufgestellt.

Statement Michelle Petter: „Ich habe die letzten drei Jahre in Erfurt viel gelernt und Spielpraxis sammeln können. Nun habe ich richtig Bock auf die neue Herausforderung und freue mich sehr in der kommenden Saison das Libero-Duo mit Roosa zu bilden. Ich bin überzeugt, dass ich sehr viel von Tore und Roosa lernen werde und kann es kaum abwarten, mit der neuen Mannschaft gemeinsam um die Titelverteidigungen zu kämpfen. Die Fans in Stuttgart sind wahnsinnig laut und super aktiv, dieses Jahr war ich zum Finale des CEV Cups in der SCHARRena und hatte Gänsehaut, bald darf ich diese Stimmung nun selbst miterleben. Ich freue mich schon sehr darauf!

Statement Kim Renkema (Sportdirektorin): „Michelle hat sich in Erfurt sehr gut entwickelt. Wir wollen uns für die Zukunft aufstellen, vor allem, damit Roosa Konkurrenz bekommt. Ich glaube auch, dass Michelle sehr viel von Roosa profitieren kann und freue mich sehr auf unsere neue Libera.“

Statement Tore Aleksandersen (Cheftrainer): „Ich bin sehr glücklich, dass wir solch eine junge und talentierte deutsche Libera verpflichten konnten. Die letzten zwei Saisons hatten wir nur Roosa, also brauchten wir eine Neuverpflichtung. Sie bringt neue Komponenten mit. Michelle hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Von dem Gesehenen her glauben wir, dass sie perfekt ins System passen wird. Sie hat das Potenzial dazu, eine der besten Liberas der Liga zu werden. Ich freue mich sehr auf Michelle. Ich hoffe und erwarte, dass sie Roosa pushen kann, dass sie sich selbst auf ein neues Level heben kann. Dann haben wir das wohl beste Libera-Duo der Liga und das macht unser Team stärker. Ich bin sehr glücklich, dass sie sich für Allianz MTV Stuttgart entschieden hat und freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit.


W&W-Gruppe mit operativ starkem Jahresauftakt

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  • Deutliche Zuwächse im ersten Quartal 2022 beim Neugeschäft – auch Digitalgeschäft legt weiter zu.
  • Konzernüberschuss erreicht im ersten Quartal 56,7 Millionen Euro und ist beeinflusst von Schwankungen an den Finanzmärkten.
  • Prognose für Konzernüberschuss im Gesamtjahr 2022 unverändert.
  • W&W-Vorstandsvorsitzender Jürgen A. Junker: „Die W&W-Gruppe verfügt über hohe operative Stärke und bilanzielle Wetterfestigkeit. Wir sind vorsichtig zuversichtlich, dass wir unseren Kurs trotz wachsender Marktunsicherheiten erfolgreich weiterführen können.“

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat in einem deutlich unsichereren Marktumfeld einen operativ starken Start ins Geschäftsjahr 2022 verzeichnet. Der Vorsorgekonzern legte im Neugeschäft deutlich zu. Der Konzernüberschuss betrug 56,7 Millionen Euro. Der Rückgang gegenüber dem hohen Vorjahreswert (104,4 Millionen Euro) ist in erster Linie auf ein schwächeres Bewertungsergebnis nach IFRS-Rechnungslegung aufgrund der Schwankungen an den Finanzmärkten zurückzuführen. Zudem verzeichnete die Württembergische Versicherung höhere Elementarschäden aus Winterstürmen. Für das Gesamtjahr 2022 geht die W&W-Gruppe – vorbehaltlich negativer externer Entwicklungen im Jahresverlauf – unverändert davon aus, einen Konzernüberschuss von rund 250 Millionen Euro zu erreichen.

Jürgen A. Junker, Vorstandsvorsitzender der W&W AG: „Nach dem außerordentlich erfolgreichen Geschäftsjahr 2021, in dem wir ein Rekordergebnis erreichen konnten, agiert die W&W-Gruppe jetzt in einem deutlich veränderten Umfeld. Steigende Inflationsraten, höhere Zinsen und wachsende Marktunsicherheiten, auch durch den Krieg in der Ukraine, stellen Unternehmen und Privatpersonen vor ganz neue Herausforderungen. Trotz aller Widrigkeiten bin ich vorsichtig zuversichtlich, dass wir als W&W-Gruppe auch diese Phase erfolgreich durchsteuern werden. Unser Unternehmen ist stabil, nachhaltig, innovativ und wetterfest aufgestellt. Dies und die operative Stärke, die wir uns in den vergangenen Jahren erarbeitet haben, werden dafür sorgen, dass wir unseren Weg auch bei wachsenden Marktunsicherheiten erfolgreich weitergehen können. Nicht zuletzt unser frühzeitig eingeleiteter und sehr umfassender Aufbruch, der auch eine weitreichende Digitalisierung umfasst, kommt uns gerade jetzt zugute. Alles, was wir selbst beeinflussen können, entwickelt sich weiterhin positiv.“

Neugeschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten 2022

Eine sehr erfreuliche Entwicklung im Startquartal 2022 zeigte im Geschäftsfeld Versichern die Schaden-/Unfallversicherung mit einem Zuwachs der Bruttobeiträge um 7,4 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro (erstes Quartal 2021: 1,04 Milliarden Euro), der vor allem durch das Firmenkundengeschäft getragen wurde. Die Kosten-Aufwands-Relation (Combined Ratio) in der Schaden-/Unfallversicherung lag weiterhin bei sehr guten 85,9 Prozent (Vorjahreszeitraum: 76,6 Prozent). Weiterhin über den Erwartungen entwickelt sich das Wachstum der Digitalmarke Adam Riese, die mittlerweile mehr als 250.000 Kundinnen und Kunden hat.

In der Personenversicherung lagen die Bruttobeiträge bei 609,7 Millionen Euro nach 653,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum (minus 6,6 Prozent), da die Einmalbeiträge bewusst gedrosselt wurden. Die Krankenversicherung konnte um 5,0 Prozent auf 75,8 Millionen Euro zulegen (Vorjahr: 72,2 Millionen Euro).

Im Geschäftsfeld Wohnen wurde im ersten Quartal ein erfreuliches Neugeschäftsvolumen erzielt. Allein in der Baufinanzierung betrug der Zuwachs des Neugeschäfts (inklusive der Vermittlungen ins Fremdbuch) 13,3 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro (Vorjahresquartal: 1,67 Milliarden Euro). Das Neugeschäft nach Brutto-Bausparsumme legte um 17,0 Prozent auf 3,48 Milliarden Euro zu (Vorjahresquartal: 2,97 Milliarden Euro) – ein Wachstum deutlich über Marktniveau. Auch die Immobilienaktivitäten der Wüstenrot Haus- und Städtebau und Wüstenrot Immobilien entwickelten sich anhaltend positiv.

Ausblick auf das Gesamtjahr 2022

Die W&W-Gruppe rechnet auch für den weiteren Jahresverlauf mit steigenden Marktunsicherheiten durch das fragile gesamtwirtschaftliche und politische Umfeld. Auf Basis der guten operativen Geschäftsentwicklung sowie der stabilen Aufstellung der W&W-Gruppe geht das Unternehmen jedoch für das Gesamtjahr 2022 unverändert von einem Konzernüberschuss in Höhe von rund 250 Millionen Euro aus. Vorausgesetzt wird dabei, dass es zu keinen zusätzlichen Kapitalmarktverwerfungen, konjunkturellen Einbrüchen und unvorhergesehenen großen Schadensereignissen kommt.


Waffen bei Reichsbürger sichergestellt

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Stadt zieht Waffen und Munition von mutmaßlichem sogenannten Reichsbürger ein

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart und das Polizeipräsidium Stuttgart haben am Dienstag, 10. Mai, bei einem mutmaßlichen sogenannten Reichsbürger Waffen und Munition sichergestellt, die der Mann bislang legal besaß. Darüber hat die Stadt am Donnerstag, 12. Mai, informiert. Der Mann war zuvor durch ein an Behörden gerichtetes Schreiben aufgefallen, das reichsbürgertypische Formulierungen enthielt.

Da der mutmaßliche sogenannte Reichsbürger als Waffenbesitzkarten-Inhaber verschiedene Lang- und Kurzwaffen legal besaß, erwirkte die städtische Waffenbehörde beim Verwaltungsgericht Stuttgart einen Durchsuchungsbeschluss, um die Waffen sicherzustellen. Mit Unterstützung der Polizei konnten die Waffen samt Munition sowie mehrere Messer widerstandlos eingezogen werden.

Stadt und Polizei gehen seit mehreren Jahren konsequent gegen die Reichsbürgerszene vor. Bislang wurden in Stuttgart bei zwölf sogenannten Reichsbürgern insgesamt 74 Waffen und tausende Schuss Munition eingezogen, die die Betroffenen als Jäger, Sportschützen oder Sammler legal erworben hatten. Die Stadt hält die sogenannten Reichsbürger für waffenrechtlich unzuverlässig und stützt sich bei der Beschlagnahmung der Waffen auf einen Erlass des Innenministeriums Baden-Württemberg.

Die sogenannten Reichsbürger leugnen die Existenz der Bundesrepublik Deutschland und berufen sich teilweise auf das Fortbestehen des Deutschen Reichs. Manche von ihnen gelten als gewaltbereit.


Dürr erhält zwei Großaufträge in Automatisierungstechnik

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Automatisierung für Medizintechnik- und Solarmodulproduktion

Bietigheim-Bissingen.| Der Dürr-Konzern hat im neuen Geschäftsfeld Automatisierungstechnik zwei strategisch wichtige Großaufträge im Gesamtwert von über 30 Mio. € erhalten. Die Aufträge gingen im April an die im Vorjahr akquirierten Automatisierungs- spezialisten Teamtechnik und Hekuma. Teamtechnik wird mehrere Hochleistungs-Stringer-Anlagen an einen europäischen Hersteller von Solarmodulen liefern. Es ist der bisher größte Auftrag von Teamtechnik in der Solartechnik. Hekuma erhielt von einem Medizintechnikkonzern den Zuschlag für den Bau vollautomatisierter Produktionslinien für Labor- Einwegprodukte. Das Projekt in den USA ist eine wichtige Referenz im größten Medizintechnikmarkt der Welt und wird gemeinsam mit Teamtechnik abgewickelt.

Dr. Jochen Weyrauch, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG: „Die beiden Projekte sind nicht nur wegen ihrer Größe richtungsweisend. Der Solartechnikauftrag für Teamtechnik zeigt, dass die Neuorientierung in der europäischen Energiepolitik zu verstärkten Investitionen in die Nutzung erneuerbarer Energien führt. Das Großprojekt für Hekuma ist ein Meilenstein bei unserer Expansion im nord- amerikanischen Medizintechnikmarkt. Die Bündelung der Kompetenzen von Hekuma und Teamtechnik hat den Kunden überzeugt.“

Hekuma erhielt den Auftrag in den USA, weil man gemeinsam mit Teamtechnik über mehr Engineering- und Produktionskapazität verfügt. Außerdem kann Hekuma über den US-Standort von Teamtechnik den Service für den laufenden Betrieb anbieten. „Der Auftrag zeigt exemplarisch die Synergien zwischen Hekuma und Teamtechnik. Gemeinsam bilden beide Unternehmen ein weltweit leistungsfähiges Kompetenzzentrum für die Medtech-Automatisierung“, so Dr. Jochen Weyrauch.

Innovative Automatisierungstechnik für erneuerbare Energien

Bei dem Solartechnikauftrag in Europa liefert Teamtechnik Hochleistungs- anlagen, die Solarzellen automatisch zu einem Band verbinden – dem sogenannten String. Der Auftrag ist nicht nur aufgrund seiner Größe bemerkenswert, sondern auch technologisch, da ein patentiertes Klebe- verfahren zum Einsatz kommt.

In Europa wächst der Bedarf an Solaranlagen und anderen Technologien für die Nutzung erneuerbarer Energien. Damit sollen die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase reduziert werden. „Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine Chance für euro- päische Technologielieferanten und Maschinenbauer. Sie gewährleisten Verlässlichkeit und stabile Lieferketten bei der Versorgung mit Solarmodulen und anderen klimafreundlichen Technologien“, so Dürr-Chef Dr. Jochen Weyrauch.


Aktueller Warnhinweis

Betrifft die Landkreise Reutlingen/Tübingen/Esslingen und den Zollernalbkreis

Zur Stunde rollt eine Welle von betrügerischen Telefonanrufen aller Art über den Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen hinweg. Die Kriminellen geben sich als Polizeibeamte oder andere Amtspersonen aus, erkundigen sich nach Ihrem Geld und Wertsachen, welche bei Ihnen zu Hause oder bei Ihrer Bank angeblich nicht mehr sicher sind und drängen Sie dazu, diese zur Verwahrung an die Polizei zu übergeben. Innerhalb weniger Stunden sind dutzende von Anrufen in allen vier Landkreisen eingegangen. In zwei Fällen konnte eine Übergabe auch dank aufmerksamer Bankmitarbeiter gerade noch verhindert werden.

Die Polizei rät: Schützen Sie sich, indem Sie sofort auflegen, wenn Sie einen Anruf dieser Art von einem vermeintlichen Polizeibeamten erhalten!

Gehen Sie nicht auf das Gespräch ein. Es handelt sich um einen Anruf von Kriminellen! Die echte Polizei fragt Sie niemals nach Geld oder Wertsachen und würde diese auch niemals in Verwahrung nehmen.


Neue Betrugsmasche auf eBay-Kleinanzeigen

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Beim Polizeipräsidium Aalen wurde in letzter Zeit vermehrt eine neue Art des Internetbetrugs zur Anzeige gebracht. Die Betrüger nutzen die Verkaufsplattform eBay-Kleinanzeigen um Kontakt zu ihren Opfern aufzunehmen. Wenn die vermeintlichen Betrugsopfer dort als Verkäufer in Erscheinung treten und dabei auch eine Handynummer im Kontakt angeben, stellen die Betrüger über diese Handynummer den Kontakt her. Anschließend wird den potentiellen Opfern ein gesteigertes Kaufinteresse vorgespielt und vorgeschlagen, zur Abwicklung des Kaufes, die “Sicher Bezahlen”-Funktion der Website zu nutzen. In der Folge schicken die Straftäter einen gefälschten Link an ihre Opfer, welcher auf eine Seite führt auf der die Personen ihre Kontodaten eingeben sollen. Diese sieht der echten eBay-Kleinanzeigenseite täuschend ähnlich. Ein vermeintlicher Live-Support, welcher von den Betrügern betrieben wird, führt durch die Seite und stellt sicher, dass entsprechende Sicherheits- und Bestätigungsabfragen der Banken im Sinne der Täter ausgefüllt werden. So sollen die Sicherheitschecks umgangen werden und die Daten der Opfer “abgephisht” werden.

Im Anschluss werden die erschlichenen Kontodaten genutzt um das Bankkonto der Opfer leerzuräumen.

Um dies zu verhindern, rät die Polizei dazu, dass Käufe und Konversationen immer direkt über die Website von eBay-Kleinanzeigen abgewickelt werden und Links von potentiellen Käufern dabei nicht angeklickt werden sollten. Ebenfalls sollte keine Handynummer direkt in Ihrer Anzeige angegeben werden.

Bleiben Sie im Verdachtsfall misstrauisch und beachten Sie auch entsprechende Sicherheitswarnung und -abfragen Ihrer Bank.


Deutschlandweiter Zensus 2022 startet

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Erhebungen beginnen am 16. Mai

Stuttgart.| In Stuttgart findet vom 16. Mai bis Ende Juli der Zensus 2022 statt. Das hat die Landeshauptstadt am Dienstag, 10. Mai, bekanntgegeben. Der Zensus, der früher auch als „Volkszählung“ bekannt war, ist eine Erhebung der aktuellen amtlichen Einwohnerzahl. Per Zufallsstichprobe werden rund 68.000 Stuttgarterinnen und Stuttgarter ausgewählt, die von rund 480 geschulten Interviewerinnen und Interviewern befragt werden. Ziel der Erhebung ist es, die Stadt und ihre Bevölkerung besser kennenzulernen, um die Stadtplanung gezielt an die Bedürfnisse der Menschen in Stuttgart anzupassen.

Dazu muss die Stadtverwaltung wissen, wie viele Menschen in der Stadt wohnen. Nur dann kann sie für Kindergärten, Schulen, Altenheime, Versorgungseinrichtungen, Sportanlagen, Kläranlagen, Bauplätze und vieles mehr in der richtigen Größenordnung planen.

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Clemens Maier, appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, ihre Türen zu öffnen, ihrer Auskunftspflicht nachzukommen und bei der Volkszählung mitzumachen. Er sagte: „Die Stadt erhält von Bund und Land Geld für die Erfüllung ihrer Aufgaben. Die Zahlungen orientieren sich unter anderem an der Einwohnerzahl. Alle zehn Jahre wird deshalb überprüft, ob die fortgeschriebenen Einwohnerzahlen jeder Stadt in Deutschland noch richtig sind. Daher ist es sehr wichtig, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner, die für diese Stichprobe ausgewählt wurden, beim Zensus mitmachen.“

Wie läuft die Haushaltebefragung ab?
Die Leiterin der Erhebungsstelle Zensus, Manon Heger, erklärte: „Alle ausgewählten Personen der Stichprobe erhalten in den nächsten Tagen Post von der Stadt, mit der sich ein Erhebungsbeauftragter für ein kurzes Gespräch ankündigt. Ohne vorherige Terminankündigung findet keine Befragung statt. Zu Beginn des Gesprächs weisen sich die Erhebungsbeauftragten aus“. Erfragt werden folgende Angaben: Vorname und Nachname, Geschlecht, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Familienstand, Wohnstatus (Hauptwohnsitz oder Nebenwohnsitz).

Im Anschluss an das Gespräch werden den befragten Personen zudem persönliche Zugangsdaten für einen weiterführenden Online-Fragebogen übergeben. Darin werden unter anderem Fragen zur Bildung, Erwerbstätigkeit und zum Beruf gestellt.

Bestandteile des Zensus sind außerdem die Erhebung aller Personen, die in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften – wie beispielsweise Alten- und Pflegeheimen – leben sowie eine vollständige Gebäude- und Wohnungszählung.

Was ist mit dem Datenschutz?
„Persönliche Angaben werden in jedem Fall geheim gehalten, ausschließlich anonymisiert ausgewertet und nur für statistische Zwecke verwendet. Alle an der Durchführung des Zensus 2022 beteiligten Personen sind auf die Einhaltung des Statistikgeheimnisses und den Datenschutz besonders verpflichtet“, versicherte der Leiter des Statistischen Amts, Dr. Matthias Fatke. Informationen fließen beim Zensus nur in eine Richtung: Aus den Verwaltungsregistern oder den Befragungen hin zur amtlichen Statistik. Es gilt das sogenannte „Rückspielverbot“. Einzelangaben oder entsprechende Informationen dürfen nicht an Behörden zurückgegeben werden, weder an das Einwohnermeldeamt, noch an das Finanzamt, noch an die Polizei.

Bürgermeister Dr. Clemens Maier sagte: „Ich danke allen für die Zensusstichprobe ausgewählten Einwohnerinnen und Einwohnern schon jetzt herzlich für ihr Mitwirken. Damit helfen Sie nicht nur der Stadt, sondern profitieren als Einwohnerin und Einwohner auch selbst davon.“

Zur Erhebungsstelle:
Die Erhebungsstelle Zensus ist eine Einrichtung der Landeshauptstadt Stuttgart und besteht aus 35 Mitarbeitenden. Für die Erhebungsstelle gelten strengste Sicherheitsmaßnahmen im Sinne des Datenschutzes. Für spezielle Fragen zur Haushaltestichprobe und zur Zählung in Sonderbereichen in Stuttgart wenden Sie sich bitte an die Erhebungsstelle Stuttgart:
Telefon-Hotline: 0711 216-99899; erreichbar 9 bis 18.30 Uhr (Montag bis Donnerstag) sowie am Freitag 9 bis 15.30 Uhr.
Mail: [email protected]
Website: www.stuttgart.de/zensus
(Ab 16. Mai) Auskunftsstelle in der Eberhardstr. 39 (EG): Montag und Dienstag 10 bis 16 Uhr, Mittwoch 8 bis 16 Uhr, Donnerstag 10 bis 18 Uhr sowie Freitag 10 bis 13 Uhr.


US-Stars verlängern um ein Jahr

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  • Krystal Rivers und Simone Lee bleiben „Stuttgarts schönstem Sport“ erhalten. 
  • Allianz MTV Stuttgart stellt die Weichen für die Zukunft.

Stuttgart.| Als erste große Personalentscheidung für die Saison 2022/2022 kann der Volleyball- Bundesligist verkünden, dass zwei absolute Top-Stars an Bord bleiben werden. Die US- Amerikanerinnen Krystal Rivers und Simone Lee bleiben „Stuttgarts schönstem Sport“ um ein weiteres Jahr erhalten.

Beide Spielerinnen sind die Stars im Stuttgarter Kader schlechthin – und auch für die Volleyball-Bundesliga echte Zugpferde. Es ist also ein Qualitätsmerkmal für Verein und Liga, dass sich beide Angreiferinnen entschieden haben, noch ein weiteres Jahr am Neckar dranzuhängen.

Gerade die Stuttgarter Kapitänin Krystal Rivers, seit 2018 in Stuttgart aktiv, wurde bereits als mehrmalige Liga-MVP seitens der VBL ausgezeichnet. Die gebürtig aus Birmingham stammende Rivers geht in ihre fünfte Saison in Stuttgart. Aus Frankreich in die SCHARRena gewechselt, drückte sie dem Stuttgarter Spiel ab der ersten Spielzeit ihren Stempel auf. Die Top-Scorerin Stuttgarts (kam auf 260 Punkte in der angelaufenen Hauptrunde) ist von immenser Wichtigkeit für das Spiel von Allianz MTV. Insofern sind die Verantwortlichen sehr froh, den Top-Star, die Identifikationsfigur und die Kapitänin in einer Person weiterhin unter Vertrag zu haben. Auch die 27-jährige Diagonalangreiferin, mit Allianz MTV bereits 2019 Deutsche Meisterin, freut sich sehr über die Verlängerung.

Statement Krystal Rivers: „Für diesen Klub spielen zu können hat bisher alles für mich bedeutet. Deshalb bin ich sehr froh darüber, meine Karriere in Stuttgart fortzusetzen. Ich kann nicht beschreiben, wie dankbar ich darüber bin, eine weitere Saison in der SCHARRena vor den besten Fans der Welt spielen zu dürfen. Ich durfte Teil von so vielen großartigen Erinnerungen und Momenten hier sein. Ich freue mich auf viele Weitere.“

Auch Landsfrau Simone Lee hat ihren Kontrakt in der Baden-Württembergischen Landeshauptstadt verlängert. Ein weiterer Transfercoup, den sich die Führungsetage von Allianz MTV Stuttgart um Sportdirektorin Kim Oszvald-Renkema auf die Fahnen schreiben darf. Die Außenangreiferin Lee, welche bereits in der Saison 19/20 ein kurzes Intermezzo in Stuttgart hatte, ist ähnlich wie ihre Landsfrau Krystal Rivers ein weiterer wichtiger Baustein im Stuttgarter Spiel. Und zeigt, dass der Volleyball-Bundesligist im Stamm durchaus auf Kontinuität setzt und setzen kann. Simone Lee kam vor der Saison aus Japan an den Neckar und nahm direkt eine Führungsrolle auf dem Feld ein. Durch die 1996 geborene US- Amerikanerin ist das Stuttgarter Spiel wesentlich variabler und noch druckvoller geworden. Dementsprechend freut sich Allianz MTV Stuttgart sehr über den Verbleib der ausdrucksstarken Angreiferin.

Statement Simone Lee: „Ich freue mich sehr auf eine weitere Saison in Stuttgart. Für diesen Klub und diese Organisation zu spielen war bisher überragend. Von der Mannschaft über den Staff, die Gegebenheiten und die Stadt Stuttgart, es war ein Traum hier zu spielen. Ich bin dem Management sehr dankbar, dass ich diesen Klub ein weiteres Mal auf einem hohen Level vertreten darf. Und ich bin dankbar darüber mich als Führungsspielerin weiterentwickeln zu können. Ich schaue mit Freude auf die nächste Saison, mit diesem Verein weiter zu wachsen und das Bestmögliche zu erreichen. Auf geht’s!“

Statement Kim Oszvald-Renkema (Sportdirektorin): „Wir sind sehr stolz darüber, dass wir das stärkste Angriffs-Duo der Liga behalten können. Mit Krystal und Simone verbleibt unglaublich viel Qualität im Kader. Vor allem aber haben wir auch die Möglichkeit, den Stamm der Mannschaft kontinuierlich weiterzuführen. Die beiden waren die wichtigsten Bausteine für uns, um national wie international weiter eine gute Rolle spielen zu können. Wir sind als Verein sehr stolz darauf, dass es uns gelungen ist, unser US-Duo weiterhin zu binden.“

Statement Tore Aleksandersen (Cheftrainer): „Die Vertragsverlängerungen von Krystal und Simone sind die besten Neuigkeiten für den Verein, die Fans und für mich als Trainer. Beide sind Weltklasse-Spielerinnen und ich bin sehr froh darüber, dass beide eine weitere Saison für Allianz MTV Stuttgart spielen werden. Das bedeutet auch, dass wir für die nächste Spielzeit wieder ein sehr schlagkräftiges Team haben werden, und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit. Auch, weil Krystal und Simone neben dem Feld zu sehr wichtigen Persönlichkeiten gereift sind.“

Aurel Irion (Geschäftsführer): „Für Allianz MTV Stuttgart sind die Vertragsverlängerungen von Krystal Rivers und Simone Lee ein sehr gutes Zeichen. Es zeigt, dass wir als Allianz MTV Stuttgart gute Arbeit leisten und dass wir als Standort attraktiv für Top-Spielerinnen sind. Beide fühlen sich hier sehr wohl, das Vertrauen unseres US-Duos ist das beste Zeugnis für Allianz MTV Stuttgart als Organisation. Wir freuen uns auf den weiteren gemeinsamen Weg.“