Grenzüberschreitende Durchsuchungen wegen Anlagebetrug

Das Schadensausmaß wird immer deutlicher

Stuttgart.| Die kriminellen Organisationen betrieben offenbar mehrere professionelle Callcenter, fälschten Kursverläufe und brachten so deutsche Anlegerinnen und Anleger dazu, über zwei Millionen Euro in Kryptowährungen zu investieren. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg kooperieren mit serbischen Behörden, um einer internationalen Gruppierung das Handwerk zu legen.

Unter der Vermittlung von Eurojust führen sie ein Ermittlungsverfahren wegen Anlagebetrugs gegen mehr als 20 Beschuldigte, die den Betrug überwiegend in Serbien, Bulgarien und Zypern begangen haben sollen. In vier Callcentern waren mutmaßlich bis zu 200 Arbeitsplätze in Betrieb. Über Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken lockte die Gruppierung offenbar ihre Opfer auf manipulierte Webseiten, um ihnen dort vielversprechende Investments in Kryptowährungen in Aussicht zu stellen. Nach dem ersten Zahlungseingang sollen die Beschuldigten mit gefälschten Kursverläufen Gewinne vorgetäuscht haben, was die Opfer veranlasst haben soll, weiter zu investieren.

Bei dem gemeinsamen Aktionstag am 11. Januar 2022 durchsuchten Kräfte 23 Objekte – 15 in Serbien, fünf in Bulgarien und drei in Zypern, darunter auch die vier Callcenter. Ferner kam es in Serbien zu 14 Festnahmen, in Deutschland wurde eine Person festgenommen. Zudem wurden 270 Personen befragt und unter anderem Hardware-Wallets mit Kryptowährungen im Wert von rund einer Million Euro beschlagnahmt.

Derzeit gehen die Ermittlerinnen und Ermittler davon aus, dass allein der Schaden für deutsche Staatsangehörige mindestens zwei Millionen Euro beträgt. In Baden-Württemberg sind Anlegerinnen und Anleger aus Dettingen unter Teck, Zimmern ob Rottweil, Wernau und Waiblingen betroffen. Zudem sind offenbar auch Personen aus weiteren Länder Europas sowie Australien und Kanada Opfer des Betrugs geworden. Die Höhe des Schadens ist Gegenstand der fortdauernden Ermittlungen.

Eurojust (European Union Agency for Criminal Justice Cooperation) – Die Agentur der Europäischen Union für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (Eurojust) unterstützt die justizielle Koordinierung und Kooperation zwischen den nationalen Behörden bei der Bekämpfung von Terrorismus und schwerer organisierter Kriminalität, die mehr als ein EU-Land betrifft.

EUROPOL – Mit Sitz in Den Haag (Niederlande) unterstützt Europol die 27 EU-Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung von Terrorismus, Cyberkriminalität und anderen schweren und organisierten Formen der Kriminalität. Europol arbeitet auch mit vielen Nicht-EU-Partnerstaaten und internationalen Organisationen zusammen. Von verschiedenen Bedrohungsanalysen bis hin zu nachrichtendienstlichen und operativen Tätigkeiten verfügt Europol über die Instrumente und Ressourcen, die es benötigt, um seinen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit in Europa zu leisten.


Mit neuem Trainer gegen den SSV Esslingen

0

Ludwigsburg.| SV Ludwigsburg gegen SSV Esslingen – mal wieder der Klassiker, diesmal im DSV-Pokal. Bei dem Spiel am Donnerstagabend sind die Männer aus der Barockstadt klar die Favoriten. Wobei die alte Regel gilt: der Pokal hat seine eigenen Gesetze.

Alles andere als ein Sieg für die Ludwigsburger Bundesliga-Wasserballer wäre eine kleine Überraschung. Im DSV-Pokal trifft der SVL am Donnerstagabend im neuen Sportbad in Stuttgart auf den Lokalrivalen aus Esslingen. In der Liga haben die Esslinger bis dato noch keine Punkte sammeln können, sie stehen aktuell im Tabell enkeller in der Gruppe A auf Platz acht. Ludwigsburg ist derzeit fünfter (sechs Punkte).

Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle sagt mit Blick auf das Spiel gegen Esslingen: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ – sprich: Überraschungen sind immer möglich. Er sagt aber auch: „Alles andere als das Erreichen der nächsten Runde wäre eine Enttäuschung, ich sehe uns deutlich besser als Esslingen.“

Der Teammanager und zweite Torwart, Ivan Pisk, sagt: „Wir kennen keine Mannschaft so gut wie Esslingen – und keine Mannschaft kennt uns so gut wie Esslingen.“ Gewinnen werde das Team, das „im ganzen Spiel die Ruhe und Konzentration behält“.

Der SVL-Neuzugang Ivo Dzaja sagt, die gesamte Mannschaft sei hoch motiviert, er selbst womöglich noch ein klein bisschen mehr als sonst. Denn der deutsche Jugendnationalspieler war in der vorigen Saison noch im Kader des SSV Esslingen. „Ich freue mich sehr auf dieses Spiel.“ Alle hätten nach der kurzen Weihnachtspause sehr fleißig trainiert.

Tobias Bauer spricht mit Blick auf zwei Abgänge von „einer neuen Konstellation“ für Ludwigsburg. Aleksa Manic und Zvonimir Andelic haben das Team verlassen. Neu im Kader ist der SVL-Rückkehrer Domagoj Mijatovic und Centerverteidiger Jure Bozan vom kroatischen Erstligisten Mornar Split. Die Mannschaft, so Tobias Bauer, müsse sich im Pokalspiel zunächst finden, er sei aber sehr optimistisch und gehe davon aus, „dass wir ins Viertelfinale einziehen“.

Auch der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel erwartet, „dass wir gewinnen gegen Esslingen“. Das Ziel sei klar: Beim Final 4 im Pokal und in der Liga um eine Medaille mitspielen. Dieter Gscheidle hofft jetzt beim Spiel gegen Esslingen auch „auf einen guten Einstand für unseren neuen Trainer“. Ludwigsburg hat sich in der Winterpause bekanntlich von bisherigen Coach Marko Martinic getrennt.

Der neue Trainer kommt Marko Curic ist seit dem 9. Januar in Ludwigsburg. Und er sagt mit einem Augenzwinkern: keine Frage, er wolle fortan mit dem SVL möglichst alle Spiele gewinnen. Der Vertrag von Curic mit dem SV Ludwigsburg läuft zunächst bis zum Ende dieser Saison, also bis Ende Mai.

Porträt Marko Curic

Mit sechs Jahren lernt Marko Curic in Zagreb, Kroatien, schwimmen. Bald trainiert er regelmäßig, schwimmt seine ersten Wettkämpfe, wird mit einer Lagenstaffel Dritter bei den kroatischen Landesmeisterschaften. Als Teenie, erzählt der neue Ludwigsburger Wasserball-Trainer und lacht, sei ihm das Schwimmen dann aber zu langweilig geworden. Also der Wechsel zum Wasserball. Bis 2013, Marko ist damals 21 Jahre alt, spielt er für den kroatischen Top-Klub Mladost Zagreb. Wasserball ist in Kroatien eine der beliebtesten Sportarten. Viele Spieler sind Profis, sie leben nicht nur für ihren Sport, sondern auch von ihrem Sport.

Eine Schulterverletzung stoppt Markos Karriere. Er wird Trainer, macht an einer Sportschule des Wasserballverbands und des Ministeriums seine Ausbildung, erwirbt die Lizenz als Schwimm- und als Wasserballtrainer. Später arbeitet er als Coach der U16- und der U15-Frauen-Nationalmannschaft Kroatiens.

Bei der WM 2022 führt er das U16-Team zu Platz sieben, „die beste Platzierung, die eine kroatische Frauenmannschaft jemals erreicht hat“, erzählt er. Noch habe er auch einen Vertrag beim kroatischen Verband. Wie es weiter geht? Abwarten. Erst im Sommer stehe die EM für die U15-Frauen an.

Gut möglich, dass Marko Curic lieber beim SVL bleibt. Der Verein und der Trainer haben vereinbart, dass man schaut, wie die Zusammenarbeit läuft. Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel sagt, der Vereine und der Trainer seien offen, den Vertrag zu verlängern, wenn alles passt. Curic sieht in Ludwigsburg eine große Chance für sich. „Ein toller Verein, nette Leute.“ Ludwigsburg sei eine schöne, kleine Stadt mit kurzen Wegen zu den Bädern. Er freue sich schon auf den Sommer.

Den Kontakt von Curic zum SVL hat Adrijan Jakovcev hergestellt, er war in der vorherigen Saison noch Ludwigsburgs Teammanager. Adrijan ist auf der kroatischen Insel Murter aufgewachsen, Marko hat früher oft bei seinem Großvater auf dieser Insel den Sommer verbracht. Die Männer kennen und schätzen sich, haben zusammen Wasserball gespielt. Nagel sagt, er sei froh, dass Marko Curic als neuer Trainer so kurzfristig habe einsteigen können, der Markt sei im Wasserball doch eher überschaubar.

Curic hat einen zweijährigen Sohn, seine Verlobte erwartet das zweite Kind, die Tochter soll im Juni zur Welt kommen. Dann dürfte feststehen, ob der neue Trainer länger in Ludwigsburg bleibt. Nagel sagt, der Klub erwarte keine ganz konkrete Platzierung in der Bundesliga – aber klar: man wolle besser als auf Platz fünf die Saison beenden. Wichtiger sei es, dass die Spieler – speziell die jungen – sich weiterentwickeln. Deshalb werde sich Curic auch um die Nachwuchsmannschaft und um das zweite Team kümmern. Hat der Mann überhaupt noch Zeit, selbst Sport zu treiben? Ins Wasser, sagt Curic, komme er kaum mehr. Leider. Aber hin und wieder ins Fitnessstudio.


VfB Stuttgart: Mit neuem Mut auf Mission Klassenerhalt

0

Geschäftliche Information

Beim VfB Stuttgart hat sich in der langen Winterpause einiges getan. Das gilt zumindest auf personeller Ebene. Mit neuem Trainer und neuem Sportdirektor soll nun die Mission Klassenerhalt angegangenen werden. Nach einer schwierigen Hinrunde steht für den VfB wieder einmal vieles auf dem Spiel. Doch die neuen Verantwortlichen versprühen genau die richtige Aufbruchstimmung, die es braucht, um auch das dritte Jahr in der Bundesliga zu überstehen. Wir schauen, mit welchen Ambitionen der VfB in die Rückrunde geht.

Das verflixte zweite Jahr

Lange Zeit gehörte der VfB Stuttgart als ein echter Traditionsverein zum festen Inventar der Bundesliga. Doch mit dem Abstieg in die zweite Liga nach der Saison 2015/16 mussten erst einmal kleinere Brötchen gebacken werden. Keine zehn Jahre nach der überraschenden Meisterschaft trat der VfB also den Gang in die zweite Liga an – immerhin mit neuem Mannschaftsbus. Zwar gelang der direkte Wiederaufstieg und ein furioses Comeback, bei dem man nur knapp die internationalen Plätze verpasste, doch nur ein Jahr später musste man nach verlorener Relegation abermals den Abstieg verarbeiten. Doch auch das zweite Intermezzo innerhalb von vier Jahren in Liga zwei, inklusive Derby mit dem Karlsruher SC, sollte ein kurzes bleiben. Wieder gelang die direkte Rückkehr und wieder spielte man eine starke Aufstiegssaison. Doch abermals sollte es schon im zweiten Jahr einige Turbulenzen geben. Erst am letzten Spieltag der vergangenen Saison sicherte sich die Mannschaft, damals noch unter Trainer Matarazzo, den direkten Klassenerhalt.

Matarazzo erreicht die Mannschaft nicht mehr

Eigentlich sollte in der neuen Saison alles besser werden, denn immerhin konnte das verflixte zweite Jahr in der Bundesliga überstanden werden. Doch auch in dieser Spielzeit blieb Pellegrino Matarazzo ohne Glück. Nachdem der ehemalige Aufstiegstrainer auch nach dem 9. Spieltag keine Dreier einfahren konnte, zogen die Verantwortlichen die Reißleine und ersetzen ihn mit Interims-Coach Michael Wimmer. Der neue Mann an der Seitenlinie brachte es immerhin auf drei Siege, doch die Abstiegsränge hat der VfB unter seiner Regie dennoch noch nicht verlassen. Nun soll es ein alter Bekannter richten: Bruno Labbadia. Rund zehn Jahre sind seit seinem letzten Engagement bei den Schwaben vergangen. Trotzdem kennt er den Verein natürlich genau. Mit seiner Erfahrung soll Labbadia den Verein aus der Abstiegszone ins gesicherte Mittelfeld führen.

Fragezeichen vor dem Buli-Auftakt

Doch nicht nur auf der Trainerbank, auch im exekutiven Bereich hat es in der Winterpause Veränderungen gegeben. Nach gut dreieinhalb Jahren hat Sven Mislintat seinen Vertrag als Sportdirektor nicht verlängert. Beerbt wurde er von Fabian Wohlgemuth, der bereits in Paderborn überzeugende Arbeit auf dieser Position geleistet hat. Für Wohlgemuth standen direkte ein paar aufregende erste Wochen ins Haus. Immerhin will der VfB auch noch auf dem Transfermarkt aktiv werden. Das gilt vor allem für die Defensive, die durch den Ausfall von Dan-Axel Zagadou weiter geschwächt wurde. Um eventuelle Neuzugänge zu finanzieren, schließt der neue Sportdirektor auch Abgänge nicht aus. Vor allem um Borna Sosa und Mavropanos rankten sich zuletzt immer wieder Gerüchte. Auch wenn Trainer Labbadia sicher weiter auf die beiden Leistungsträger setzen würde.

Führt Labbadia den VfB zum Klassenerhalt?

Bruno Labbadia hat sich vor allem in den letzten Jahren den Ruf eines verlässlichen „Feuerwehrmannes“ erarbeitet, der sofort an der Seitenlinie funktioniert. Diesen „Labbadia-Effekt“ erhoffen sich die Verantwortlichen natürlich auch beim VfB. Zuletzt war Labbadia bei Hertha BSC aktiv, die er 2020 vor dem Abstieg bewahrte. Davor leistete er sowohl beim HSV als auch in Wolfsburg vor allem zu Beginn seiner Amtszeit überzeugende Arbeit. Rund acht Wochen Zeit blieben dem Trainer-Guru, um die Mannschaft auf den Wiederbeginn der Bundesliga vorzubereiten. Tatsächlich ist die Tabelle sowohl an der Spitze als auch im Keller sehr eng beieinander. So liegen zwischen dem Vorletzten, VfL Bochum, und dem 10. der Tabelle, Mainz 05, lediglich sechs Punkte. Stuttgart könnte sich mit einer kleinen Siegesserie ebenfalls schnell aus dem Abstiegskampf befreien. Auch der DFB-Pokal, wo man im Achtelfinale gegen Paderborn der Favorit auf das Weiterkommen ist, könnte eine Initialzündung veranlassen. Man darf gespannt sein, wie Labbadia mit dem VfB startet.

Es mangelt an offensiver Power

Doch dafür muss Bruno Labbadia vor allem in der Offensive etwas ändern. Denn die magere Torausbeute war eines der Hauptprobleme des VfB in der bisherigen Spielzeit. Mit nur 19 Toren nach den ersten 15 Spielen stellen die Schwaben die drittschlechteste Offensive der Liga. So ist es noch nicht gelungen, den zu Beginn der Saison nach England abgewanderte Sasa Kalajdzic zu ersetzen. Neuzugang Serhou Guirassy allein sorgt noch nicht für die nötige Entlastung. Aber wer weiß, vielleicht wird der VfB ja auch in Offensive noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv.

Bild von Jan-Niklas Kö auf Pixabay

Fest steht, dass sowohl für den neuen Sportdirektor als auch den neuen Trainer eine Menge Arbeit ins Haus steht. Immerhin will sich der VfB endlich wieder langfristig in der ersten Liga etablieren.


Filimon Gerezgiher wechselt zum SGV Freiberg Fußball

0

Freiberg a. N.| Der 22-jährige Mittelfeldspieler wechselt in der Winterpause vom Ligakonkurrenten VfB Stuttgart II zum Freiberger Regionalligisten.

Gerezgiher ist ein Spieler aus der Region, der bereits in der U17 für den SGV auflief. Der hochtalentierte, gebürtige Stuttgarter wird den Freiberger Regionalligisten auf der linken Außenbahn verstärken. In der Vorsaison spielte er für den Oberligisten FSV 08 Bietigheim-Bissingen und wechselte anschließend zum Perspektivteam des VfB Stuttgart.

Gerezgiher: „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe beim SGV Freiberg Fußball und werde das Team bestmöglich unterstützen. Als Stuttgarter habe ich den SGV immer verfolgt und finde es sehr beeindruckend, wie sich der Verein in den letzten Jahren entwickelt hat.“


Doppelsieg für Porsche zum Saisonauftakt der Formel E

0

Mexico City E-Prix, 1. Lauf der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft.

  • Der Porsche 99X Electric Gen3 des Porsche-Kundenteams Avalanche Andretti siegt im Autodromo Hermanos Rodriguez.
  • Vorjahressieger Pascal Wehrlein holt für das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team nach toller Aufholjagd den zweiten Platz.
  • Vier Porsche 99X Electric Gen3 bei spannendem Saisonauftakt in den Top 7.
  • Die Saison 9 geht am 27. und 28. Januar mit zwei Rennen im saudi-arabischen Diriyah weiter.

Mexico-City.| Starker Saisonstart für Porsche in der Formel E: Beim Mexico City E-Prix holte der neue Porsche 99X Electric Gen3 einen grandiosen Doppelsieg. Das Porsche-Kundenteam Avalanche Andretti gewann mit seinem Fahrer Jake Dennis (GBR) das Auftaktrennen der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft in Mexiko-Stadt. Für das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team fuhr Werksfahrer Pascal Wehrlein (GER), der Mexiko-Sieger von 2022, nach einer sehenswerten Aufholjagd als Zweiter über die Ziellinie.

Stuttgart. Das Rennen vor 40.000 begeisterten Zuschauern im Autodromo Hermanos Rodriguez war das erste mit den spektakulären Autos der dritten Generation (GEN3). Für Porsche war es ein überaus erfolgreicher Start in die neue Ära der Formel E: Nach 41 Runden auf der anspruchsvollen Strecke lagen vier Porsche 99X Electric Gen3 in den Top 7. Dabei belegte André Lotterer (GER) für Avalanche Andretti den vierten Platz, António Félix da Costa (POR) kam in seinem ersten Rennen für das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team als Siebter ins Ziel.

Das Rennen 1

Vor einer Traumkulisse im legendären Baseball-Stadion Foro Sol startete Pascal Wehrlein von P6 in das Auftaktrennen der Saison 9. Dank einer guten Teamstrategie und des sehr effizienten Antriebsstrangs seines Porsche 99X Electric Gen3 setzte er sich vor allem in der zweiten Rennhälfte stark in Szene. Dabei nutzte er den Attack Mode, um nach vorne zu fahren und sich eine gute Ausgangsposition für die entscheidende Rennphase zu sichern. In der 29. Runde holte er sich mit einem weiteren sehenswerten Überholmanöver schließlich den zweiten Platz. Sein neuer Teamkollege António Félix da Costa, dem im Qualifying nur zwei Tausendstelsekunden zum Einzug in die Duelle fehlten, ging von P9 in sein erstes Rennen für Porsche und wurde Siebter.

Stimmen zum Mexico City E-Prix, Rennen 1

Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport: „Das war ein guter Saisonstart. Ein Doppelsieg und vier Porsche 99X Electric Gen3 in den Top7 – das kann sich sehen lassen. Wir haben gezeigt, dass wir liefern können. Jetzt geht es darum, dieses Niveau im weiteren Saisonverlauf möglichst zu halten. Doch das war erstmal ein vielversprechender Start. Wir freuen uns über diese gute Leistung. So kann’s gerne weitergehen.“

Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E: „Das war ein erfolgreicher erster Renntag der Saison 9. Im Qualifying fuhren beide Werksautos in die Top 10. Im Rennen hat sich Pascal schnell nach vorne gearbeitet und am Ende das erste Podium der Saison für unser Team geholt. Antonio war weiter hinten immer wieder in Zweikämpfe verwickelt, konnte sich aber ebenfalls verbessern. Wir wissen jetzt, wo wir auf einer Strecke mit dieser Charakteristik im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Glückwunsch an unser siegreiches Kundenteam Avalanche Andretti. Am Ende kamen alle vier Porsche in den Top 7 ins Ziel, damit können wir sehr zufrieden sein. Für Porsche war das ein erfolgreicher Saisonstart.“

Pascal Wehrlein, Porsche-Werksfahrer (#94): „Ein super Start in die Saison. Ich bin sehr dankbar für das Auto, das mir das Team für dieses Rennen gegeben hat. Alle haben sehr hart gearbeitet in den letzten Wochen, um optimal in die neue Saison zu starten. Nach diesem tollen Auftakt für Porsche gilt es jetzt, uns in den nächsten Rennen weiter verbessern. In unserem neuen Auto steckt noch sehr viel Potential. Doch heute genießen wir erst einmal das, was wir schon erreicht haben. Alle im Team können stolz auf sich sein.“

António Félix da Costa, Porsche-Werksfahrer (#13): „Ich bin glücklich mit meinem ersten Rennen als Porsche-Werksfahrer. Das ist ein großartiger Tag für Porsche. Es ist schön zu sehen, dass wir ein gutes Paket haben. Ich bin neu im Team und muss mich noch an einiges gewöhnen. Doch wir arbeiten sehr gut zusammen. Ich freue mich, schon im ersten Rennen für Porsche Punkte geholt zu haben. Das war auf jeden Fall ein guter Start. Das ganze Team ist hochmotiviert und ich bin sicher, dass wir uns noch weiter verbessern werden.“

So geht’s weiter

Die nächste Veranstaltung für das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team ist am 27. und 28. Januar der Diriyah E-Prix mit den Rennen 2 und 3 der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft.

Porsche in der Formel E

Mit einem Doppelsieg durch Pascal Wehrlein und André Lotterer im Porsche 99X Electric feierte das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team am 12. Februar 2022 in Mexiko seinen bisher größten Erfolg. Das Team bestreitet 2023 mit dem in Weissach entwickelten Porsche 99X Electric Gen3 seine vierte Saison in der ersten vollelektrischen Rennserie der Welt. Als erstes Porsche-Kundenteam in der Formel E setzt Avalanche Andretti zwei Porsche 99X Electric Gen3 ein. Die Formel E bringt als Beschleuniger für innovative und nachhaltige Mobilitätstechnologien seit 2014 spannenden Motorsport zu den Menschen in den Metropolen. Mit dem vollelektrischen Taycan Turbo S stellt Porsche auch in dieser Saison das offizielle Safety Car und unterstreicht damit die Bedeutung der Formel E für Porsche Motorsport.


Zuffenhausen ist weiterhin „Fairtrade-Stadtbezirk“

0

Stuttgart.| Der Stadtbezirk Zuffenhausen erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel „Fairtrade-Stadtbezirk“. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2013 durch den Verein Fairtrade Deutschland verliehen.

Bezirksvorsteher Saliou Gueye freut sich über die Verlängerung des Titels: „Wer es mit der Bekämpfung von Armut, Klimawandel und Fluchtursachen ernst meint, kann es nicht bei Worten belassen, sondern wird handeln. Immer mehr Kommunen und Stadtbezirke engagieren sich in der Eine-Welt-Arbeit beziehungsweise kommunalen Entwicklungspolitik und setzen sich für Fairtrade, Klimaschutz und faire Beschaffung ein. Zuffenhausen als ‚Fairtrade-Stadtbezirk‘ tut dies auch und das ist richtig so.“

Der Stadtbezirk Zuffenhausen feiert 2023 sein zehnjähriges Bestehen als „Fairtrade- Stadtbezirk“.

Der gemeinnützige Verein Fairtrade Deutschland vergibt die Auszeichnung an Stadtbezirke für deren Engagement zum fairen Handel, für die sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen müssen: Die Bezirksverwaltung und der Bezirksbeirat trinken fair gehandelten Kaffee und halten die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest, eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten, in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit, und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

Das Engagement der „Fairtrade-Towns“ ist vielfältig: In Zuffenhausen finden jedes Jahr viele Aktionen zum Thema fairer Handel statt. Zum Beispiel der faire Kaffeeausschank und Verteilung von fair gehandelten Rosen an einem langen Donnerstag vor dem Bezirksrathaus, um die Bürgerinnen und Bürger für das Thema fairer Handel zu sensibilisieren und ihnen die Wartezeit bei den Amtsgängen zu verkürzen. Ebenfalls ein fester Bestandteil sind die Kleidertauschbörse und der faire Büchertisch der Stadtteilbibliothek. „Damit will Zuffenhausen Verantwortung übernehmen, wenn es darum geht, eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch tragfähige Zukunft zu gestalten“, so Gueye.

Die Fairtrade Steuerungsgruppe sucht stets neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die sich für eine faire Welt einsetzen möchten. Eine Möglichkeit, die Gruppe kennenzulernen, besteht im Februar bei der Feier des zehnjährigen Jubiläums. Der Termin der Jubiläumsfeier wird rechtzeitig auf www.zuffenhausen-aktuell.de veröffentlicht.


Sanierung Otto-Konz-Brücken ab 16. Januar

0

Neubau Kreisverkehr und Fahrbahnsanierung Otto-Konz-Brücken/Hedelfinger und Kemptener Straße

Stuttgart.| Im Zuge der seit 2021 laufenden Baumaßnahmen für die Hauptradroute 2 werden auf den Otto-Konz-Brücken abschließende Fahrbahnsanierungen durchgeführt. Die Arbeiten beginnen am Montag, 16. Januar, und enden voraussichtlich am Freitag, 24. Februar.

Für die Bauarbeiten werden die Otto-Konz-Brücken in Fahrtrichtung Wangen ab dem Kreuzungsbereich Uferstraße (Auffahrt B10) bis zum Kreisverkehr an der Kesselstraße gesperrt. Die Zufahrt nach Hedelfingen ist über Wangen oder über die Ausfahrt Otto-Hirsch-Brücken möglich. Umleitungsstrecken werden eingerichtet und ausgeschildert.

Die Zufahrt zum SVG Autohof wird über die gesamte Bauzeit aufrechterhalten und erfolgt während der Sperrung über den Kreisverkehr Otto-Konz-Brücken/Kessel- und Hedelfinger Straße.

Für Beeinträchtigungen während der Bauzeit bittet das Tiefbauamt Betroffene um Verständnis. Die Arbeiten sind abhängig von Witterung und den an den Ausführungstagen zur Verfügung stehenden Personalkapazitäten.


Zensus 2022: Haushaltebefragung erfolgreich abgeschlossen

0

Stuttgart.| Die persönlichen Befragungen der Haushalte im Rahmen des Zensus 2022 sind pünktlich zum 30. November 2022 beendet worden. Der bundesweit durchgeführte Zensus soll einerseits die Einwohnerzahlen in Deutschland ermitteln und andererseits zentrale Strukturdaten erheben, die eine Aussage darüber erlauben, wie die Menschen in Deutschland leben, wohnen und arbeiten. Für viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Kommunen sind aktuelle Bevölkerungs‐ und Wohnungszahlen wichtig. Im registergestützten Zensus 2022 wurde deutschlandweit dafür eine Stichprobe von etwa 13 Prozent der Bevölkerung per Zufallsprinzip für die Erhebung ausgewählt. In Stuttgart waren rund 73.000 Personen betroffen. Für die Befragungen waren seit dem Stichtag am 16. Mai 2022 rund 500 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte im Einsatz.

„Die in Stuttgart eingesetzten Interviewerinnen und Interviewer sowie die Mitarbeitenden der Erhebungsstelle haben mit ihrer großen Einsatzbereitschaft zum erfolgreichen Gelingen des Zensus 2022 beigetragen. Dafür danke ich ihnen ganz herzlich“, sagt der zuständige Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Clemens Maier.

Die erhobenen Personen verteilen sich auf knapp 5.600 Anschriften, darunter private Wohnanschriften, Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte wie zum Beispiel Pflegeheime oder Flüchtlingsunterkünfte, für die die Einrichtungsleitungen stellvertretend Auskunft gegeben haben.

Von den befragten Haushalten nutzten mehr als 75 Prozent die Möglichkeit zur Onlinemeldung, nur ein Viertel der Bürgerinnen und Bürger wählten Papierfragebögen oder übermittelten ihre Angaben telefonisch. Damit hat sich die im Zensus gewählte „Online First“-Strategie bewährt.

Bürgerinnen und Bürger, die bis November noch keine oder nur unvollständige Angaben gemacht hatten, wurden von der Erhebungsstelle in Form von Erinnerungs- und Mahnschreiben erneut auf ihre Auskunftspflicht hingewiesen. „Die Stuttgarter Bevölkerung hat sich insgesamt sehr bereitwillig an der Haushaltebefragung beteiligt. Mein Dank gilt daher allen Bürgerinnen und Bürgern, deren Meldungen zu einer hohen Rücklaufquote beigetragen haben“, so Dr. Clemens Maier.

Auch die Wiederholungsbefragung und die Gebäude- und Wohnungszählung, für die beide nicht die Stuttgarter Erhebungsstelle zuständig war, sondern das Statistische

Landesamt Baden-Württemberg, sind zwischenzeitlich abgeschlossen. Die Ergebnisse zur Bevölkerungszahl und zur Demografie – somit der neuen amtlichen Einwohnerzahl der Stadt Stuttgart – werden im November 2023 vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht.
Die Erhebungsstelle in der Eberhardstraße 39, in der vorübergehend 33 Mitarbeitende tätig waren, wird nun in den nächsten Monaten aufgelöst.


Adrien Koudelka wechselt in die dritte Dänische Liga

0

Freiberg a. N.| Adrien Koudelka verlässt den SGV Freiberg Fußball in Richtung Dänemark und schließt sich dem dortigen Drittligisten Akademisk Boldklub A/S an.

Der 20-jährige Innenverteidiger kam mit der Bitte um Vertragsauflösung auf den SGV zu, um seinen nächsten Karriereschritt machen zu können. Diese Chance wollte der Freiberger Regionalligist dem jungen Talent nicht verbauen und einigte sich in der Winterpause mit Akademisk Boldklub über die Transfermodalitäten.

Adrien Koudelka machte bisher 12 Spiele (11 x in Folge in der Startaufstellung) für den SGV in der Regionalliga Südwest und erzielte zwei Treffer.


 

Wartungskosten von Rauchmeldern sind Betriebskosten

0

Vermieterinnen und Vermieter können ein Unternehmen damit beauftragen, die Rauchmelder regelmäßig zu warten. Außerdem können sie kontrollieren lassen, ob der Müll ordnungsgemäß entsorgt wurde und gegebenenfalls ein Nachsortieren veranlassen. Die dabei anfallenden Kosten können sie auf die Mieterinnen und Mieter umlegen, wenn dies im Mietvertrag geregelt ist. Die Wüstenrot Immobilien GmbH, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf ein entsprechendes Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH VIII ZR 117/21) hin.

Im entschiedenen Fall war im Mietvertrag geregelt, dass die Mieter unter anderem die Kosten für den Betrieb von Brandschutz- und Brandmeldeanlagen zu tragen haben. Darunter falle auch die Wartung von Rauchwarnmeldern, entschied der BGH. Die dabei anfallenden Kosten stellten „sonstige Betriebskosten“ nach §2 Ziffer 17 der Betriebskostenverordnung dar. Dagegen können die Kosten für das Anmieten von Rauchmeldern nicht auf die Mieterinnen und Mieter umgelegt werden, da die Anschaffungskosten von den Vermieterinnen und Vermietern zu tragen sind. Das Gericht verwies dabei auf eine hierzu getroffene Entscheidung des BGH (VIII ZR 379/20).

Der BGH sah auch keine Bedenken, einen externen Dienstleister mit der Kontrolle und dem Nachsortieren des Mülls zu beauftragen. Damit sollte gewährleistet werden, dass der Müll entsprechend den Vorgaben getrennt entsorgt wird. Dies sei als Teil der Müllbeseitigung zu werten, deren Kosten nach §2 Ziffer 8 der Betriebskostenverordnung auf die Mieterinnen und Mieter umgelegt werden können.