Blendung durch Solaranlage muss in Grenzen hingenommen werden

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Anwohnerinnen und Anwohner können sich gegen störende Lichtreflexionen einer Solaranlage auf dem Nachbarhaus nur wehren, wenn sie dadurch wesentlich beeinträchtigt werden. Sollte dies der Fall sein, muss die Anlage umgebaut werden. Die Wüstenrot Bausparkasse AG, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf zwei aktuelle Urteile des Landgerichts Frankenthal (9 O 67/21) und des Oberlandesgerichts Braunschweig (8 U 166/21) hin.

Da verbindliche Richtwerte nicht existieren, sei auf das „Empfinden eines verständigen Durchschnittsmenschen“ abzustellen. Dieser habe neben dem eigenen Interesse auch das Allgemeininteresse und den Umweltschutz im Blick, so das Landgericht Frankenthal. Nachbarinnen und Nachbarn müssten es daher in der Regel hinnehmen, dass sie immer wieder kurzzeitig geblendet werden.

Eine wesentliche Beeinträchtigung könne jedoch im Einzelfall vorliegen, wenn die Nachbarschaft durch eine Solaranlage über Monate hinweg mehr als 30 Minuten am Tag und insgesamt mehr als 30 Stunden im Jahr geblendet werden. In dem vom Landgericht Frankenthal entschiedenen Fall wurde die Eigentümergemeinschaft eines Nachbarhauses vor allem in den Sommermonaten auf ihrer Terrasse und im Wohnzimmer massiv geblendet und dies an mehr als 60 Stunden im Jahr. Das Landgericht verurteilte daher den Hauseigentümer, seine Solaranlage durch geeignete Maßnahmen so auszugestalten, dass von ihr keine wesentliche Blendwirkung auf das Nachbargrundstück mehr ausgehe. Dafür könnten etwa Spezialmodule mit reflexionsarmen Oberflächen verwendet werden.

In dem vom Oberlandesgericht Braunschweig entschiedenen Fall wurde dagegen die Nachbarschaft in einem wesentlich geringeren Maße geblendet. Laut dem eingeholten Gutachten eines Sachverständigen konnte die klagende Partei pro Jahr maximal an 60 Tagen und insgesamt weniger als 20 Stunden geblendet werden. Das sei noch hinzunehmen, entschied das Gericht.


SGV Freiberg in der Wintervorbereitung

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Termine und Spielstätten

DIENSTAG, 31.01.2023, 14.00 Uhr,
Seppl-Herberger-Sportanlage am Alsenweg Platz 5. 68305 Mannheim-Waldhof
SV WALDHOF MANNHEIM (3. Liga) vs. SGV FREIBERG FUSSBALL
ACHTUNG:
DAS SPIEL FINDET UNTER AUSSCHLUSS DER ÖFFENTLICHKEIT STATT! KEINE ZUSCHAUER ZUGELASSEN!

SAMSTAG, 04.02.2023, 14.00 Uhr, Waldstr., 74321 Bietigheim-Bissingen
FSV 08 BIETIGHEIM-BISSINGEN (OL) vs. SGV FREIBERG FUSSBALL

SAMSTAG, 11.02.2023, 14.00 Uhr, Sportzentrum Wasen, Talstraße 17, Freiberg a.N.
SGV FREIBERG FUSSBALL vs. FC 08 VILLINGEN (OL)

14.02. BIS 21.02.2023
TRAININGSLAGER IN BELEK/TÜRKEI

SAMSTAG, 25.02.2023, 14.00 Uhr, Sportgel. SSV Aalen, Stadionweg 14, 73430 Aalen
VfR AALEN vs. SGV FREIBERG FUSSBALL


 

Berlinale 2023: Filmakademie-Studierende und -Alumni in mehreren Programmen vertreten

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Vom 16. bis 26. Februar sind wieder die Bären los: Dann findet die 73. Berlinale statt, an der auch etliche Studierende und Alumni der Filmakademie Baden-Württemberg teilnehmen.

Zum Beispiel das Team rund um den Diplomfilm ELAHA (Regie: Milena Aboyan). Der Spielfilm, der in der Sektion Perspektive Deutsches Kino seine Weltpremiere feiert, greift die Geschichte der 22-jährigen Elaha auf, die glaubt, vor ihrer Hochzeit eine vermeintliche Unschuld wiederherstellen zu müssen: Ein Chirurg soll ihr Hymen rekonstruieren. Doch für den Eingriff fehlt ihr das Geld.

Als Gast der Perspektive Deutsches Kino kommt der Dokumentarfilm KASH KASH auf die Berlinale Leinwand. Regisseurin Lea Najjar erzählt in ihrem Abschlussfilm von ihrer Heimatstadt Beirut, die zerrissen ist von einer korrupten, politischen Elite, Protesten gegen die Regierung und einer der größten Explosionen des 21. Jahrhunderts. KASH KASH beobachtet eine Stadt im Umsturz aus der Perspektive von drei Taubenspielern und einem Mädchen, das darum kämpft, seine eigenen Vögel freizulassen.

Eine weitere Filmakademie-Produktion mit dem französischen Titel MISE À NU (Regie: Simon M. Kubiena und Lea Marie Lemke) läuft in der Sektion Generation 14plus. Der szenische Kurzfilm entstand während des deutsch-französischen Austauschs der FABW mit der Filmhochschule La Fémis in Paris und stellt das Neuverhandeln von Beziehungen in den Mittelpunkt: Die selbstverständliche Körperlichkeit zweier Sportler*innen wird durch ihre ersten sexuellen Impulse in Frage gestellt. Die Grenzen zwischen Freundschaft und Sehnsucht verschwimmen in einem männlich geprägten Umfeld.

Außerdem ist der Dokumentarfilm DAS EINHORN MIT DER SCHNEEHOSE RANNTE PLÖTZLICH LOS (Regie: Philipp Schaeffer) für den PREIS DER DEUTSCHEN FILMKRITIK 2022 in der Kategorie „Bester Kurzfilm“ nominiert. Er porträtiert drei Kinder, für die ihre Blindheit weniger eine Behinderung als eine alternative Form der Normalität ist. Der Film erforscht so die Spannung zwischen den Fantasiewelten der Kinder und der Realität. Der Filmpreis wird vom Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) verliehen und ist die einzige Auszeichnung, die ausschließlich von Kritiker*innen vergeben wird. Die Preisverleihung findet am 19. Februar im Rahmen der Berlinale statt.

Darüber hinaus wird der Mystery-Thriller SCHNEE während des Berlinale Series Market Selects präsentiert. Die Mini-Serie war ursprünglich das Diplomprojekt von Drehbuchautorin Michaela Taschek an der FABW und lieferte die Grundidee für den Sechsteiler. Im Mittelpunkt der Geschichte, die in einem vom Klimawandel bedrohten Tiroler Dorf angesiedelt ist, steht die Ärztin Lucia Salinger, gespielt von Brigitte Hobmeier. In der archaischen Gebirgswelt muss sie ihre plötzlich verschwundene zehnjährige Tochter finden. Robert Stadlober spielt ihren Mann. In weiteren Rollen sind Maria Hofstätter, Karl Fischer und Stipe Erceg zu sehen.

Und last but not least läuft die internationale Mini-Serie DER SCHWARM im Programm der Berlinale Series. An der Frank-Schätzing-Adaption, in der sich die Natur an der Menschheit rächt, haben auch einige Alumni der FABW mitgewirkt: Zum Beispiel Friedemann Goez und Charlotte Groth (Produktion), Dascha Dauenhauer (Filmmusik), Dominik Berg (Bildgestaltung) oder Robert Stuprich, Philipp Ostermann und David Gesslbauer (Montage/Schnitt).

Weitere Informationen: www.berlinale.de


Bad Cannstatt: Erneuerung der Stromleitungen in der Altstadt

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Stuttgart.| Die Stuttgart Netze investiert rund 400.000 Euro in die grundlegende Modernisierung und Verstärkung des Niederspannungsnetzes im Bereich der Bäckergasse. Betroffen sind auch die Brählesgasse und Marktstraße. Die Arbeiten starten Ende Januar 2023.

Grund für die Maßnahme ist die geplante Verlegung der Umspannstation in der Brunnenstraße 7. Um dies zu ermöglichen, erneuert und verstärkt die Stuttgart Netze die Niederspannungsleitungen und bringt so die Infrastruktur auf den neuesten Stand. Die Baumaßnahme hat eine Trassenlänge von circa 200 Metern und verläuft von der Bäckergasse 1, über die Brählesgasse bis zum Marktplatz. Die Arbeiten beginnen in der letzten Januarwoche und werden voraussichtlich Ende April 2023 abgeschlossen.

Im Zuge dieser Maßnahme werden vier Leerrohre als Ausbaureserve zur zukünftigen Verwendung unter die Erde gebracht. Zudem finden Arbeiten in der Umspannstation Bäckergasse 1/1 statt, damit die zusätzlich benötigten Netzkabel angeschlossen werden können. Darüber hinaus werden die an der Stromtrasse befindlichen Hausanschlüsse gleich miterneuert.

Gewisse Auswirkungen auf die Verkehrssituation lassen sich während der Baumaßnahme leider nicht vermeiden. Um die notwendigen Arbeiten am Stromnetz zu ermöglichen, muss die Durchfahrt für Fahrzeuge in der Bäckergasse, Brählesgasse und Marktstraße je nach Bauphase gesperrt werden. Mit begrenzten Parkmöglichkeiten ist leider auch zu rechnen, da die umliegenden Parkplätze aufgrund der Bauarbeiten zeitweise nicht angefahren werden können. Die Einschränkungen werden vor Ort entsprechend gekennzeichnet und ausgeschildert.

Für Fußgänger und Fahrradfahrer sind keine weiteren Beeinträchtigungen zu erwarten. Versorgungsunterbrechungen im Zusammenhang mit der Maßnahme werden rechtzeitig bekannt gegeben.


Maskenpflicht im ÖPNV entfällt ab 31. Januar 2023

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Fahrgäste müssen noch bis einschließlich 30. Januar eine medizinische Maske im öffentlichen Nahverkehr tragen

In den allermeisten Lebensbereichen brauchen Bürgerinnen und Bürger schon seit längerer Zeit keine Maske mehr – zum Ende des Monats fällt die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln weg. Ab 31. Januar 2023, 0 Uhr, müssen Fahrgäste im Nahverkehr keine Maske mehr tragen. Wenn es wieder voller in den Bussen und Bahnen wird oder sich Fahrgäste dadurch sicherer fühlen, empfiehlt der VVS auch in Zukunft das Tragen einer Maske.

„Der ÖPNV war auch in den Hochzeiten der Pandemie kein Hotspot für Infektionen. Viele Studien haben gezeigt, dass korrektes Masketragen vor Infektionen schützt und so insbesondere bei Grippe- und Erkältungswellen ein einfaches Mittel ist, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Wir setzen jetzt auf die Eigenverantwortung unserer Kunden“, sagt VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger.

Die Maskenpflicht war im April 2020 durch Verordnungen von Bund und Land als Schutzmaßnahme gegen das sich rasant ausbreitende, neuartige Coronavirus eingeführt worden. Im Fernverkehr (ICE und IC) soll die Maskenpflicht zum 2. Februar 2023 entfallen.


Erstes Euro-Heimspiel in der Vereinsgeschichte

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Ludwigsburg.| Die Bundesligawasserballer des SVL stehen vor einer Premiere: Am Dienstagabend um 19.30 Uhr wird das erste internationale Heim-Pflichtspiel des Clubs überhaupt angepfiffen. Im Challenger Cup ist das spanische Top-Team aus Terrassa zu Gast.

Für Sergio Prieto Hernandez vom SVL wird das Heimspiel im europäischen Challenger Cup am Dienstagabend im neuen Sportbad in Stuttgart zu einem Wiedersehen mit seinen alten Kollegen. Der Goalgetter trifft mit Ludwigsburg auf den spanischen Top-Verein Club Natacio Terrassa, bei dem er drei Jahre lang bis zum Sommer 202 2 gespielt hat.

Der CN Terrassa ist derzeit die Nummer drei in der Tabelle der starken ersten spanischen Liga. Bei Terrassa stehen mehrere spanische Nationalspieler im Kader. Ludwigsburg ist momentan Fünfter in der Gruppe A der deutschen Bundesliga. Sergio warnt seine SVL-Kollegen: die Terrassa Spieler seien sehr schnelle Schwimmer, „wir müssen aufpassen auf ihre Konter“.

Einer ihrer Spieler sei der beste Torschütze in der spanischen Liga, einer die Nummer drei. Wenn es gelinge, diese zwei zu kontrollieren, dann sei einiges möglich. Der SVL ist also vorgewarnt. Aber alle wissen ohnehin: Der CN ist der Favorit in dem Spiel, das um 19.30 Uhr angepfiffen wird.

Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel sagt: „Wir freuen uns sehr auf diese historische Partie“, auf das erste internationale Heim-Pflichtspiel des Clubs aus der Barockstadt überhaupt. In den vergangenen Jahren hätten die Ludwigsburger Spieler viel bei internationalen Auswärtsturnieren erleben und lernen dürfen, „jetzt freuen wir uns, dass wir zuhause ein internationales Spiel austragen dürfen“.

Die Vorfreude sei groß, „wir werden ein guter Gastgeber sein und im Spiel alles geben“. Ludwigsburg sei eins von lediglich drei deutschen Teams, die in dieser Runde noch international spielen. Allein diese Tatsache sei schon ein enormer Erfolg für den SVL. Nagel ist sicher: Die Mannschaft werde sich nach dem tollen Erfolg im DSV-Pokal in der Vorwoche gegen Esslingen auch in der Partie gegen den CN Terrassa „gut präsentieren“.

Der neue Ludwigsburger Trainer Marko Curic sagt, „wir können es kaum erwarten, endlich wieder spielen zu dürfen“ im Challenger Cup. Der SVL hatte bei einem Vorrundenturnier im Herbst 2022 in Slowenien zwei tolle Spiele gemacht und sich mit dieser Leistung für das nun anstehende Viertelfinale qualifiziert. Auch Curic weiß: „Terrassa ist der Favorit“, aber alle SVL-Wasserballer würden sich top vorbereiten und vor dem heimischen Publikum „den bestmöglichen Widerstand“ gegen die spielstarken Spanier leisten. Curic verspricht, das Team werde eine gute Partie abliefern – und er hofft, dass möglichst viele Ludwigsburger Fans ins Sportbad kommen. Denn jubelnde Anhänger könnten zu „einem extra Spieler für uns“ werden.

Der SVL-Torwart Josip Katusa war auch im Pokalspiel gegen Esslingen wiedermal einer der besten Ludwigsburger, er sagt, alle SVL-Spieler seien hoch motiviert. Die Partie gegen Terrassa werde ein hartes Spiel, „der Schlüssel zum Sieg ist eine gute Defensive“. Josip ist also überzeugt: Ludwigsburg kann Terrassa schlagen, „wenn wir immer als Team spielen, konzentriert und geduldig sind“ – falls das gelinge, werde das Ergebnis schon stimmen.

Der zweite Torwart Ivan Pisk allerdings sagt: „Wir müssen 200 Prozent geben, um Terrassa zu schlagen.“ Jeder müsse für jeden spielen und über alle vier Viertel die Ruhe bewahren. Ein gut gelaunter SVL-Betreuer Dieter Gscheidle erklärt, für Ludwigsburg gelte es, den tollen Teamspirit aus dem Esslingen-Spiel in die Eurocup-Begegnung mitzunehmen. „Wir haben nichts zu verlieren.“

Die Partie am Dienstagabend wird in einem SVL-Livestream im Internet übertragen. Das Rückspiel in Spanien findet am 8. Februar statt.


SVL schlägt Esslingen und steht im Viertelfinale

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Was für eine Leistung! Die Ludwigsburger Wasserballer schlagen den SSV Esslingen im DSV-Pokal deutlich mit 6:14. Nach dem Spiel lauter strahlende Gesichter im Sportbad Stuttgart. Der klare Sieg ist für den neuen SVL-Trainer Marko Curic ein toller Einstand.

Gute Stimmung im neuen Stuttgarter Sportbad. Schon vor dem Startpfiff. Die Zuschauerränge sind gut gefüllt. 19.30 Uhr. Das Derby beginnt. Der Klassiker. SSV Esslingen gegen den SV Ludwigsburg. Die Teams kennen sich in- und auswendig. Nach ungezählten Begegnungen. In der Liga, im Pokal, in Trainings spielen. Die Rollen sind diesmal ziemlich klar verteilt. Ludwigsburg ist der Favorit. Robert Hoffner, SVL-Spieler seit Jahrzehnten, sitzt auf der Zuschauerbank und sagt, es werde knapp. Hoffner hat lange in der ersten Mannschaft gespielt. Er wird in diesem Jahr 50 Jahre alt – und spielt noch in der dritten SVL-Mannschaft. Mit Blick auf die Partie gegen Esslingen sagt er noch: „Wir gewinnen knapp.“ Bald wird klar: er irrt sich.

Die Partie beginnt mit einem Ballgewinn für Ludwigsburg. Schuss Nino Blazevic, Tor. 0:1. Angriff SSV abgewehrt. Konter. Überzahl SVL. Foul Esslingen, Strafwurf SVL. Treffer, wieder Blazevic. 0:2. Guter Start. Unterzahl SVL. Esslingen tut sich schwer. Und Sergio Prieto Hernandez macht das 0:3. Ludwigsburg wird der Favoritenrolle von Beginn an gerecht. Schuss Esslingen, eine top Parade des SVL-Keepers Josip Katusa. Und nur ein paar Minuten später die nächste Parade. Erst in der siebten Minute gelingt Esslingen der Anschlusstreffer zum 1:3. Kurz vor Schluss des ersten Viertels das 1:4 durch Domagoj Mijatovic. Robert Hoffner ist sehr zufrieden, er spricht von „einem blitzsauberen Start“. Besser als erwartet. So kann es aus Ludwigsburger Sicht gerne weiter gehen.

Das zweite Viertel. Wieder gewinnt der SVL das Anschwimmen. Aber kein Treffer. Überzahl SVL. Ein superschöner Heber von Guram Kutchuashvili zum 1:5. Die Ludwigsburger Abwehrspieler sind hellwach – und wenig später fällt vorne das 1:6 durch Jure Bozan. Die Esslinger haben kaum eine Chance – die wollen sie aber nutzen. Unterzahl SVL, Auszeit SSV. Der Esslinger Angriff misslingt – und Mijatovic macht das 1:7. Ludwigsburg ist drückend überlegen. Dann indes gelingt Esslingen das 2:7. Doch bald stellt Blazevic den Sechs-Tore-Abstand wieder her, es steht 2:8. Angriff SSV, die nächste Parade des SVL-Torwarts, und dann gleich noch eine. Vorne macht Mikael Metodiev das 2:9. Was für eine Mannschaftsleistung! Der Halbzeitpfiff.

Das dritte Viertel beginnt mit der nächsten Parade von Katusa. Doch beim nächsten Esslinger Angriff fällt der Anschlusstreffer zum 3:9. Wenig später macht Prieto Hernandez das 3:10 für Ludwigsburg und Esslingen das 4:10. Der SSV ist jetzt etwas besser im Spiel. Foul Esslingen, Strafwurf SVL, aber verschossen. Kutchuashvili macht das 4:11. Und weiter top Abwehrarbeit des SVL. Der nächste Ludwigsburger Angriff. Ein Distanzschuss geht an die Latte. Unterzahl SVL. Esslingen nutzt die Chance und macht das 5:11.

Die letzten acht Minuten der Partie. Das Anschwimmen geht diesmal an den SSV. Aber kein Treffer für Esslingen. Überzahl SVL. Treffer Ludwigsburg durch Tobias Bauer. 5:12. Diese Partie ist gewonnen. Noch sieben Minuten und sieben Tore Vorsprung für Ludwigsburg! Da kann kaum mehr etwas anbrennen. Der Ex-Ludwigsburger Eric Fernandez Rivas macht allerdings das 6:12 für Esslingen. Dann der dritte Treffer von Prieto Hernandez für Ludwigsburg. Es steht 6:13. Und die nächste Parade des SVL-Torwarts. Dann ein toller Heber von Blazevic zum 6:14. Doppelte Unterzahl SVL. Trotzdem tolle Abwehr – und wieder kein Treffer für Esslingen. Noch gut zwei Minuten sind zu spielen. Weiter tolle Abwehrarbeit des SVL. Parade Katusa. Die letzte Spielminute. Noch eine Parade des SVL-Keepers, dann der Schlusspfiff.

6:14 – was für ein Einstand für den neuen Ludwigsburger Trainer Marko Curic und sein Team. „Sehr gut“ hätten die Männer gespielt, sagt Curic und strahlt, außer ein paar Minuten im dritten Viertel habe ihn die Leistung seiner Spieler komplett überzeugt. Die Wasserballer hätten exakt so gespielt, wie abgesprochen, immer tolle Reaktionen gezeigt.

Der SVL zieht ins Viertelfinale ein. „Wir spielen um die Medaillen mit“, sagt Tobias Bauer – und auch er strahlt. Die Mannschaft sei nie eingebrochen, habe in der Partie gegen Esslingen viel Selbstvertrauen getankt. Bauer hofft nun, dass in der nächsten Runde des DSV-Pokals nicht eine der zwei deutschen Topmannschaften – Spandau 04 oder Waspo Hannover – wartet. Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle kommentiert das Achtelfinale mit nur einem einzigen Wort: „Standesgemäß.“ Der Präsident des Sportkreises Ludwigsburg, Matthias Müller, ist ähnlich wortkarg: „Passt alles“, sagt er und grinst. Und Adrijan Jakovcev – in der vorigen Saison noch SVL-Teammanager – erklärt, im Wasserball sei vieles reine Kopfsache. Adrijan hat den Kontakt zum neuen Ludwigsburger Trainer hergestellt.


Metropol bleibt als Kino erhalten

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Eigentümer vermietet an Kinobetreiber

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt begrüßt die Meldung, wonach ein Kinobetreiber das denkmalgeschützte Büro- und Geschäftshaus Century in Stuttgart-Mitte mieten wird. Der Gebäudeeigentümer Union Investment Real Estate GmbH teilte am Donnerstag, 19. Januar mit, dass die Lochmann Filmtheaterbetriebe einen Mietvertrag unterzeichnet und einen umfangreichen Innenausbau angekündigt haben. Das Gebäude beherbergte bis Ende 2020 das Metropol Kino.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper sagte: „Das ist eine sehr gute Nachricht für die Kulturstadt Stuttgart. Ich hatte gleich zu Beginn meiner Amtszeit den Dialog mit den Verantwortlichen gesucht, um das Metropol‐Kino als Kulturstätte und Lichtspieltheater zu erhalten. Diese Einigung ist ein Erfolg für die Stadtgesellschaft.“

Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer, zuständig für den Bereich Kultur, unterstrich: „Das Metropol ist wahrlich eine Instanz, die Perspektive verdient. Kino hat Zukunft – auch im Streamingzeitalter. Gerade während Corona haben wir deutlich gespürt, dass sich gemeinschaftliches Erleben nicht ersetzen lässt. Insofern sind wir optimistisch, dass dieses zentral gelegene cineastische Juwel mit seiner Geschichte, seinem architektonischen Charme und neuen Impulsen durch die Lochmann Filmtheaterbetriebe ein breites Publikum anziehen wird.“


TRUMPF Venture investiert in Quantentechnologie-Startup Quside

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  • Die Chips von Quside sorgen als extrem leistungsstarke Zufallszahlengeneratoren für hochsichere Verschlüsselung
  • Das Marktvolumen für solche Zufallszahlengeneratoren dürfte bis 2026 bei rund 10 Milliarden Euro liegen
  • Der Chip ermöglicht zudem bis zu 20-mal schnellere und energieeffizientere Simulationen wie Verkehrsvorhersagen

Ditzingen/Barcelona.| TRUMPF Venture investiert einen einstelligen Millionenbetrag in das spanische Startup Quside. Kernprodukt des Unternehmens ist ein Hochleistungs-Zufallszahlengenerator, der auf einem photonischen Chip sitzt. Durch die quantenmechanischen Eigenschaften von Licht stellt er vollständig zufällige Zahlenkombinationen sehr schnell her (Gb/s). Dadurch lässt sich die Verschlüsselung von Nachrichten enorm verbessern. Zudem lassen sich mit seiner Hilfe Simulationen wie beispielsweise Risiko-Analysen im Finanzbereich oder Wetterprognosen vielfach schneller und energieeffizienter durchführen. Der Chip ist mit gängiger Halbleiterfertigung kompatibel (CMOS), was eine einfache Massenproduktion ermöglicht. Quside hat seinen Sitz in Castelldefels bei Barcelona und beschäftigt derzeit rund 30 Mitarbeiter. Die ersten Kunden des 2018 gegründeten Start-ups stammen aus Bereichen mit hohen Sicherheitsanforderungen, beispielsweise der Luft- und Raumfahrt. Das Unternehmen plant, in den kommenden Jahren in den Verbrauchermarkt zu expandieren um Smartphones, Tablets oder auch Fahrzeuge durch die Chips sicherer zu machen.

Der Chip lässt sich in gängige Fertigungsverfahren einbinden

Der Chip von Quside ermöglicht eine Chiffrierung von Nachrichten, die selbst rechenstarke Quantencomputer nicht entschlüsseln können. Derzeit besteht bereits großer Bedarf in Industrien, in denen Sicherheit eine große Rolle spielt. In den nächsten Jahren könnte die Technologie auch in privaten Geräten eine immer größere Rolle spielen. Im Jahr 2026 dürfte der Markt mit Zufallszahlengeneratoren je nach Prognose zwischen rund sieben und rund zehn Milliarden Euro weltweit liegen.

Schnelle und energiesparende Simulationen

Der Zufallsgenerator von Quside ermöglicht neben Verschlüsselung auch schnellere und energieeffizientere Berechnung von Simulationen. Dadurch lassen sich beispielsweise Verkehrsvorhersagen bis zu zehn Mal schneller berechnen. Der Energieverbrauch ist bis zu 20-mal geringer. Solche Simulationen nutzen darüber hinaus auch die Versicherungswirtschaft, die Logistikbranche oder die Pharmaindustrie.


Alternative Antriebe beim Fuhrpark des Abfallwirtschaftsbetriebs

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  • Zwei Lkw mit Brennstoffzellentechnologie stehen in den Startlöchern
  • Müllfahrzeuge erledigen Abfallentsorgung im Landkreis Böblingen emissionsfrei

Kreis Böblingen.| Klimaneutralität bis 2035 will der Landkreis Böblingen erreichen. Auf dem Weg dorthin ist ein wichtiger Baustein die Umstellung der kreiseigenen Fahrzeuge auf umweltfreundliche Antriebe. Bereits heute setzt der Landkreis viele Fahrzeuge mit Gas-, Hybrid- und vollelektrischen Antrieben ein. Künftig vergrößern zwei Wasserstoff-Lkws der Müllabfuhr, die mit Brennstoffzellen-Technologie elektrisch fahren, den Fuhrpark des Abfallwirtschaftsbetriebs Böblingen. Sie verursachen keine Emissionen, was rauskommt ist klares Wasser und leise sind sie ebenfalls im Betrieb. „Wir sind ein innovativer und technologie-offener Landkreis und haben viele Monate auf die beiden Neuheiten warten müssen. Endlich sind sie im Betriebshof angekommen, technisch vollständig ausgerüstet und ab nächster Woche im vollen Einsatz“, freut sich Landrat Roland Bernhard. „Wir sind sehr stolz auf die neuen Fahrzeuge mit besonders umweltschonender, modernster Antriebstechnik und sehr gespannt, wie sich die beiden Müllfahrzeuge auf ihren Touren durch den Landkreis Böblingen bewähren“, erklärte Landrat Roland Bernhard bei der offiziellen Übergabe am Dienstag, 17. Januar.

Zusammen mit den drei Werkleitern des Abfallwirtschaftsbetriebs nahm er bei einem Pressetermin auf dem Gelände des Betriebshofes einen symbolischen Schlüssel von Markus Dautermann, Geschäftsführer der Herstellerfirma Zoeller, entgegen. „Ob der AWB über Auswertungen und Vergleiche zu dieselangetriebenen Fahrzeugen zu dem Schluss kommen wird, weiter auf diese neuartige Antriebstechnologie zu setzen oder beispielsweise auf reine E-Fahrzeuge umzusteigen, wird sich zeigen“, so der Landrat. Erster Werkleiter Martin Wuttke erläutert: „Wir stellen derzeit den Fuhrpark des AWB sukzessive auf alternative Antriebe um und dabei könnte die Brennstoffzellentechnik zukünftig mit von der Partie sein. Sie wird im Transportbereich erst seit kurzem getestet. Für die Wirtschaftlichkeit der Antriebstechnik im Einsatz bei unserer Müllabfuhr wird die Anfälligkeit für Störungen und die Reichweite ein entscheidender Faktor sein“ äußerte sich Landrat Bernhard beim Pressetermin.

Die beiden Lkw sind emissionsfrei unterwegs, das bedeutet: kein CO2-Ausstoß und weder Stickoxide noch Feinstaub, wie sie ein Verbrennungsmotor erzeugen würde. Sie werden mit Wasserstoff betankt – dafür gibt es im Landkreis derzeit eine einzige Tankstelle in Sindelfingen. Der Wasserstoff verbindet sich in den Brennstoffzellen mit zugeführtem Sauerstoff. Die bei der chemischen Verbindung entstehende Energie wird in einer Batterie gespeichert, die den Elektromotor speist. In diesem CO2-neutralen Kreislauf entsteht als „Abfallprodukt“ lediglich reines Wasser. Die Batterien der neuen Müllfahrzeuge werden über Nacht aufgeladen. Nach ca. 20 km Fahrt schaltet sich die Brennstoffzellentechnik automatisch zu und erzeugt Strom für die Batterie während der Tour. Der Lkw könnte ausschließlich über die Batterieleistung bis zu 70 km fahren. Wenn sich die drei Brennstoffzellen im Fahrzeug dazu schalten, ist eine Reichweite bis 400 km möglich.

Landrat Bernhard richtete seinen Dank an die Kreispolitik, die dem Pilotprojekt trotz höherer Anschaffungskosten gegenüber einem Dieselantrieb zugestimmt haben sowie dem Bund, der das Projekt großzügig fördert. Dem AWB wurde im März 2021 eine Zuwendung aus dem Bundeshaushalt für die beiden Wasserstoff-Lkw bewilligt. Das Projekt „Beschaffung von zwei Abfallsammelfahrzeugen mit alternativen Antrieben“ mit dem Förderkennzeichen 03B20409 wird im Rahmen des Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit insgesamt 1.594.138,00 Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

Die beiden neuen Müllfahrzeuge werden emissionsfrei und leise ab 23. Januar im täglichen Einsatz sein. Sie werden hauptsächlich in den Innenstädten der großen Kreisstädte im Bereich der Bio- und Restmülltouren eingesetzt. Des Weiteren fahren sie auch im gesamten Landkreis Böblingen, um Reichweite und Wirtschaftlichkeit in den ländlicheren Strukturen mit größeren Entfernungen zu testen.