Auswirkungen des heutigen Streiks auf Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen

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Böblingen.| Am heutigen Freitag, 17.3., streiken Beschäftigte des Abfallwirtschaftsbetriebs Böblingen im Zuge der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst. Beim Abfallwirtschaftsbetrieb sind deshalb einzelne Touren der Müllabfuhr ausgefallen.

Weitere Informationen zum Streik stehen im Internet unter www.awb-bb.de.

Am Freitag, 17. März kommt es zu folgenden streikbedingten Auswirkungen bei der Müllabfuhr:

  • Es entfallen ersatzlos sämtliche für diesen Tag vorgesehenen Leerungen der Papiertonnen. Streikbedingt können wir die ausgefallenen Abfuhren leider nicht nachholen. Bitte stellen Sie Ihre Tonnen zur nächsten regulären Abfuhr bereit.
  • Es entfallen ersatzlos die für heute vorgesehenen Biomülltouren. Streikbedingt können wir die ausgefallenen Abfuhren leider nicht nachholen. Bitte stellen Sie Ihre Biotonnen zur nächsten regulären Abfuhr bereit. Ausnahmsweise können Sie für Übermengen einen Laub- und Grassack auf einem unserer Wertstoffhöfe kaufen (1,50 Euro) und diesen bei der nächsten Abfuhr neben die Biotonne stellen. Um das Durchnässen des Papiersacks zu vermeiden, geben Sie Ihre Bioabfälle möglichst trocken oder dick in Zeitungspapier eingewickelt hinein.
  • Die für diesen Tag vorgesehenen Leerungen der Restmülltonnen und -container, die nicht stattfinden konnten, werden ab nächster Woche nachgeholt. Lassen Sie deshalb unbedingt die Behälter draußen stehen.
  • Die für diesen Tag vorgesehenen Leerungen der Wertstofftonnen in Renningen und Malmsheim finden statt.

Am Samstag finden die vorgesehenen Leerungen der Papiertonne wie gewohnt statt. Ab Montag werden alle Abfalltouren wieder regulär nach Terminplan gefahren.


Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) wird bestreikt

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Stuttgart.| Die Gewerkschaft ver.di hat ihre Mitglieder bei der AWS für Freitag, 17. März, und Mittwoch, 22. März, jeweils zum Warnstreik aufgerufen.
Im Rahmen der Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ist die AWS von Streikmaßnahmen betroffen. Es kommt daher zu Einschränkungen bei den Serviceleistungen für die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger:

  • Abfuhr der städtischen Abfall- und Wertstoffbehälter
  • Abholung von Sperrabfall
  • Wertstoff- und Schadstoffmobil
  • Wertstoffhöfe
  • Deponie
  • Straßenreinigung
  • Winterdienst
  • öffentliche Toilettenanlagen
  • Kundenservice

Nach dem Streik

Die AWS wird ihren Service wieder wie gewohnt aufnehmen und den zusätzlichen Abfall abholen, sobald das möglich sein wird. Je nach Länge des Streiks dauert es, bis die Folgen des Streiks beseitigt sein werden. Stuttgarterinnen und Stuttgarter können in der Zwischenzeit ihren Abfall in reißfeste Säcke und Altpapier in Kartons gepackt neben ihre Behälter stellen.

Dabei ist zu beachten:

  • Die AWS nimmt die streikbedingten Mehrmengen kostenfrei mit. Abhängig von den Mengen und den verfügbaren Kapazitäten, kann sich die Abfuhr über mehrere Abfuhrtage erstrecken.
  • Die Sammelgefäße und Mehrmengen müssen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWS zugänglich sein.
  • Kartons und Papiersäcke bitten wir trocken zu lagern und erst am Abfuhrtag bereitzustellen. Nasse und mit Papier gefüllte Kartons können zu schwer oder durchweicht und damit ungeeignet für das Handling sein.
  • Aufgrund des Arbeitsschutzes dürfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWS die Säcke und Kartons nicht lose in das Sammelfahrzeug einladen. Deshalb müssen die Papiersäcke und Kartons so beschaffen sein, dass sie in die Altpapierbehälter passen.
  • Größere Mengen an Altpapier und große Kartonagen können die Bürgerinnen und Bürger an den Stuttgarter Wertstoffhöfen abgeben.

Aktuelle Informationen zum Streik bei der AWS veröffentlicht der Betrieb online unter www.stuttgart.de/abfall und über die Stuttgarter AWS-App. Auf individuelle Kundenanfragen in Bezug auf den Streik kann der Kundenservice leider nicht eingehen.


Aktuelle Konjunkturprognose für Baden-Württemberg

Eine aktuelle Konjunkturprognose für Baden-Württemberg erwartet für das erste Quartal 2023 erneut einen leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung im Land. Die Prognose zeigt aber, dass die konjunkturelle Schwächephase mit dem zweiten Quartal überwunden sein dürfte.

Das Tübinger Institut für angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) legte in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim seine aktuelle Konjunkturprognose für Baden-Württemberg vor. Die Forscher erwarten für das erste Quartal 2023 einen leichten Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Bereits im Schlussquartal 2022 sei die Wirtschaftsleistung im Land leicht zurückgegangen. Das IAW sieht Baden-Württemberg mit einem BIP-Rückgang in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen in einer Rezessionsphase. Die IAW-Prognose basiert auf einem Modell, das in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim mit Förderung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus entwickelt wurde.

Wirtschaft befindet sich in einer schwierigen Phase

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, zur vorgelegten Prognose: „Hohe Erzeuger- und Verbraucherpreise belasten die Ertragslage der Unternehmen wie die Kaufkraft der privaten Haushalte. Das schlägt sich auch zu Beginn des Jahres in einer schwächeren Wirtschaftsleistung nieder. Unsere baden-württembergische Wirtschaft befindet sich in einer schwierigen Phase. Was die Unternehmen jetzt zu Recht erwarten, ist, dass neue Belastungen aus Berlin und Brüssel unterbleiben.“

Zwar haben die Erzeugerpreise ihren Zenit im Herbst letzten Jahres überschritten, der Rückgang erfolgt jedoch allmählich und von einem hohen Niveau aus. Die Erwartung, dass sich ein nachlassender Preisdruck auf den Vorstufen der Produktion in eine sinkende Inflation der Verbraucherpreise übersetzt, hat sich bislang nicht erfüllt. Die Inflationsrate im Land lag im Februar bei 8,7 Prozent. Das Geschäftsklima verschlechterte sich im Februar gegenüber dem Vormonat, und auch das Konsumklima erholt sich nur leicht.

Die Prognose des IAW und der Universität Hohenheim zeigt aber, dass die konjunkturelle Schwächephase mit dem zweiten Quartal überwunden sein dürfte. „Für das Gesamtjahr 2023 besteht damit die begründete Aussicht, dass eine Rezession ausbleibt. Dennoch sind nachhaltige Konjunkturimpulse vorerst nicht in Sicht. Umso wichtiger ist es, die politischen Weichen für mehr Investitionen und Innovationen zu stellen“, so die Ministerin.


AWS lädt Klein und Groß am Weltrecyclingtag ein

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Das Augenmerk gilt der spannenden Welt der Wertstoffverwertung

Stuttgart.| Gut getrennte Abfälle sind wertvolle Rohstoffe und damit Basis dafür, dass Neues aus Bewährtem entstehen kann. Anlässlich des Internationalen Weltrecyclingtags beantwortet Frank Peter Dietrich vom Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) am Samstag, 18. März, von 14 bis 15 Uhr Fragen zu diesem Thema im Stuttgarter Kindermuseum Junges Schloss. Der AWS als Kooperationspartner der Mitmachausstellung „Müllmonster-Alarm!“ nimmt Klein und Groß mit in die spannende Welt der Wertstoffverwertung.

„Was ist Recycling?“, „Was kann ich tun, damit Übriggebliebenes recycelt werden kann?“, „Was passiert mit meiner Verpackung, wenn ich sie in die gelbe Tonne werfe?“, „Wohin bringen die Sammelfahrzeuge in Stuttgart eigentlich die verschiedenen Abfälle?“. Und „Warum sollte ich Bonbonpapier und Bananenschale getrennt entsorgen?“. Diese und viele Fragen mehr beantwortet der AWS-Experte verständlich und anschaulich anhand zahlreicher Beispiele. Zudem gibt er Einblicke in den Alltag des AWS mit seinen rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Das Angebot ergänzt die Mitmachausstellung „Müllmonster-Alarm!“, die noch bis 30. Juli über die Wege des Abfalls und den korrekten Umgang mit Abfällen und Wertstoffen aufklärt. Die Veranstaltung ist im Eintritt des Jungen Schlosses enthalten und findet direkt im Kindermuseum im Alten Schloss, Schillerplatz 6, in Stuttgart statt. Tickets können unter junges-schloss.de gebucht werden.

Internationaler Weltrecyclingtag

2018 hatte das „Bureau of International Recycling“ (BIR) erstmals den 18. März zum „Global Recycling Day“ ausgerufen, zu Deutsch Internationaler Weltrecyclingtag. Anlass war das 70-jährige Bestehen des BIR. Seitdem nutzen auch in Deutschland Institutionen wie der AWS diesen Tag, um mit Aktionen das Thema Rohstoffwiederverwertung mehr im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.


1. Literaturfestival Stuttgart

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  • „Schreiben, während die Welt geschieht“
  • Programm mit über 50 Veranstaltungen vom 11. bis 21. Mai 2023

Stuttgart.| Stuttgart schlägt als Kulturmetropole ein neues Kapitel auf und bringt sein eigenes internationales Literaturfestival mit lokalen Elementen an den Start. Die Erstausgabe feiert vom 11. bis 21. Mai elf Tage lang die breite Vielfalt von Prosa über Lyrik bis hin zur Graphic Novel mit über 50 Veranstaltungen. Die Schriftstellerin Lena Gorelik kuratiert das Literaturfestival Stuttgart 2023 unter dem Titel „Schreiben, während die Welt geschieht“. Das Festival richtet das Kulturamt der Landeshauptstadt mit dem Literaturhaus Stuttgart sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren der Stuttgarter Literatur- und Kulturszene aus.

Die Gestaltung übernehmen national und international bedeutende Autorinnen und Autoren sowie literarische Neuentdeckungen, die nicht nur ihre Sprachen und Geschichten, sondern auch drängende Themen unserer Zeit nach Stuttgart bringen: von der Klimakrise über Fragen nach Erinnerungsdiskursen bis zum Krieg in der Ukraine und den Protesten in Iran.

„Schreiben, während die Welt geschieht – das Festival bringt Literatur nach Stuttgart, die aus dem Leben heraus entsteht und von diesem berichtet“, sagt die Kuratorin Lena Gorelik, „und es führt namhafte Autorinnen und Autoren mit den unterschiedlichsten Biographien her, aus den unterschiedlichsten Ländern, deren Geschichten uns Menschen, uns als Gesellschaft, uns als historische Zeitaufnahme betrachten und hinterfragen.“

Lesungen, Diskussionen und Workshops

Auf das Publikum wartet damit ein spannendes Programm mit moderierten Lesungen sowie offenen und auch partizipativen Veranstaltungsformaten, bei denen die Gäste sich einbringen können: wie Diskussionen, Workshops und Performances. Mehrsprachige Veranstaltungen, unter anderem in englischer oder bosnischer Sprache, mit Übersetzungen in deutsche Laut- wie auch Gebärdensprache sorgen für mehr Zugänglichkeit und Teilhabe und richten sich ausdrücklich an ein diverses Publikum. In altersgerechten Workshops und literarischen Aktionen sind auch Kinder und Jugendliche eingeladen, Literatur zu erleben und selbst kreativ zu werden.

Eröffnet wird das 1. Literaturfestival Stuttgart 2023 am Donnerstag, 11. Mai, mit einem eigens verfassten Text der nigerianischen Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie – einer der großen Stimmen der Weltliteratur. Dabei geht sie auf das Thema des Festivals „Schreiben, während die Welt geschieht“ ein: Was bedeutet engagiertes, reflektiertes, politisches Schreiben heute? Die Autorin internationaler Bestseller wie „Americanah“ und „Die Hälfte der Sonne“ machten auch ihre TED-Talks („We should all be feminists“ und andere) sowie Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Michelle Obama und Angela Merkel weltbekannt.

Das Jahr 2023 ist auch unweigerlich mit dem Krieg in Europa verbunden: Welche Rolle Literatur unter solchen Umständen zukommt, diskutieren am Dienstag, 16. Mai, die ukrainische Schriftstellerin Tanja Maljartschuk, die georgische Autorin Nino Haratischwili und der bosnische Dichter Faruk Šehić.

Trotz aller globalen Herausforderungen steht das 1. Literaturfestival Stuttgart im Zeichen der Hoffnung. Dafür sind beispielsweise am Samstag, 13. Mai, alle zum Voguing-Ball „I AM ME“ mit der Voguing Stuttgart Community ins „Studio Amore“, einer Zwischennutzung im ehemaligen Hotel am Schlossgarten, eingeladen. Voguing ist ein Tanzstil, der in den Subkulturen New Yorks ab den 1960er Jahren entstanden ist und eine Form ästhetischen künstlerischen Widerstands darstellt. Das sind Werte, für die auch das Literaturfestival Stuttgart einsteht, wie Kulturamtsleiter Marc Gegenfurtner betont: „Literatur kann Seismograph gesellschaftlicher Entwicklungen sein, sie kann aber auch Hoffnung spenden und Zusammenhalt stärken. Beides macht sie zu einer festen Säule nicht nur kulturellen Lebens, sondern auch menschlicher Gemeinschaft. Ein internationales Literaturfestival ist daher das passende Format für ein der Vielfalt, dem Frieden und dem Gemeinschaftssinn verpflichtetes Stuttgart.“

Open Call: Programm der Stuttgarter Literatur- und Kulturszene

Der Erste Bürgermeister Dr. Fabian Mayer sieht zudem das Potential, die Vielfalt der Literaturszene vor Ort sichtbar zu machen: „Ich freue mich auf unser erstes großes internationales Literaturfestival. Es holt die verschiedenen weltweiten Perspektiven in unsere weltoffene und international geprägte Landeshauptstadt und verbindet somit das Beste aus der Welt der Literatur mit der Vielfalt des Stuttgarter Literaturlebens. Auf lange Sicht kann dieses Festival den Standort Stuttgart mit seinen zahlreichen Akteurinnen und Akteuren, Verlagen und Buchhandlungen stärken.“

Eingebunden in das Festivalprogramm sind daher zahlreiche weitere Veranstaltungsformate von Akteurinnen und Akteuren der Stuttgarter Literatur- und Kulturszene. Aus 60 Bewerbungen von Initiativen, Literaturveranstaltern, Verlagen und Vereinen hat die Kuratorin Lena Gorelik über 20 Ideen ausgewählt, die die Stadt Stuttgart nun fördert. Diese spiegeln die Literatur in ihrem breiten Spektrum an ungewöhnlichen Orten wider: Thomas Richhardt nutzt mit „Lokstoff! Theater im öffentlichen Raum“ am Donnerstag, 18. Mai, zum Beispiel die Zahnradbahn Zacke für das „Himmelfahrtskommando – eine öffentliche Schreibwerkstatt“. Im Museum Hotel Silber gestaltet Stutt:Ard „The Order of Sounds – Die Ordnung der Klänge“ am Freitag, 19. Mai, als performative Lesung in arabischer Sprache mit Musik. Und zu ihren eigenen Illustratorinnen und Illustratoren werden Kinder ab 14 Jahren bei dem dreitägigen Graffiti-Schreibworkshop „Literatur aus der Sprühdose“ der Volkshochschule Stuttgart in der freien Sprayer-Galerie „Hall of Fame“ unter der König-Karls-Brücke in Bad Cannstatt.

Das vollständige Festivalprogramm und nähere Informationen zum Kartenvorverkauf stehen online unter www.stuttgart.de/literaturfestival.


Ukrainischer Botschafter Oleksii Makeiev zu Besuch

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Stuttgart.| Die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann, hat den ukrainischen Botschafter Oleksii Makeiev zu einem Antrittsbesuch im Rathaus empfangen. Im Fokus des Gesprächs am Dienstag, 14. März, standen die Interessen der Ukrainerinnen und Ukrainer in Stuttgart sowie die von Verwaltung und Zivilgesellschaft geleistete Unterstützung. Darüber hinaus haben sich die beiden über die neu gegründete Solidaritätspartnerschaft zwischen Stuttgart, Chmelnyzkyj, Dresden und Straßburg ausgetauscht.

Der Botschafter trug sich nach dem Gespräch ins Goldene Buch der Stadt ein. Er schrieb: „Mit herzlichem Dank an die Stadt Stuttgart und alle Bürger für die Solidarität mit den Ukrainerinnen und Ukrainern.“ Anschließend sagte er: „Ich setze mich als Botschafter dafür ein, dass mehr solcher Partnerschaften entstehen. Diese dezentrale Zusammenarbeit will ich sehr fördern.“

Oleksii Makeiev wurde im September 2022 zum Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafter der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland ernannt, im Oktober trat er sein diplomatisches Amt in Berlin an.

Oleksii Makeiev schloss 1997 sein Studium für internationale Beziehungen und Übersetzer für Spanisch an der Taras-Schewtschenko-Universität Kyjiw ab. Noch während seines Studiums begann er 1996 seine diplomatische Laufbahn im Außenministerium der Ukraine mit dem Schwerpunkt der Lösung internationaler Sicherheitsprobleme. Er stieg vom Attaché zum politischen Direktor auf und arbeitete von 1999 bis 2002 in der Politischen Abteilung der Botschaft der Ukraine in der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Zurück in Kyjiw befasste er sich mit der Analyse internationaler Prozesse in der Abteilung für politische Analyse und Planung des Außenministeriums der Ukraine. Von 2005 bis 2009 arbeitete er als Botschaftsrat an der Deutschen Botschaft der Ukraine in Berlin und beschäftigte sich dort mit der politischen Komponente der ukrainisch-deutschen bilateralen Beziehungen.

Als politischer Direktor des ukrainischen Außenministeriums leistete er anschließend über sechs Jahre hinweg einen wesentlichen Beitrag in der Umsetzung der Strategie zur Abwehr russischer Aggression, von Bedrohungen im Informationsbereich und zur proaktiven Kommunikation. Im Mai 2020 wurde Oleksii Makeiev zum Sonderbeauftragten des Außenministeriums der Ukraine für Sanktionspolitik ernannt. Nach dem Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 leistete er einen wichtigen koordinierenden Beitrag in der Bestrebung der Staaten durch Sanktionen den Druck auf die Russische Föderation zu erhöhen.

Oleksii Makeiev wurde am 25. November 1975 in Kyjiw geboren. Er ist Autor mehrerer Publikationen zu internationalen Sicherheitsfragen und von Analysen außenpolitischer Prozesse, spricht Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch. In seiner Freizeit ist er Hobbypilot, spielt Badminton und Tennis.


Neueste Erkenntnisse zur Gasexplosion in Stuttgart

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Netze BW informieret zum Stand ihrer Untersuchungen zur mutmaßlichen Gasexplosion in Stuttgart-West

Stuttgart.| Netze BW und Stuttgart Netze als Betreiberinnen des Gas- bzw. Stromnetzes in Stuttgart haben heute über den aktuellen Stand ihrer Untersuchungen zum Unglück in der Köllestraße in Stuttgart-West in der Nacht zum 6. März informiert. Die Untersuchungen laufen in enger Abstimmung mit den zuständigen Ermittlungsbehörden.

Nach derzeitigem Wissensstand hat es rund zwei Stunden vor der Explosion einen Kurzschluss in einem Stromkabel im Gehweg vor dem Gebäude Nr. 31 gegeben. Durch die Hitze wurde wahrscheinlich eine Gasleitung kurz vor dem Gebäude auf einer Länge von rund 10 Zentimetern zerstört. Dies wurde bei einer Aufgrabung am vergangenen Donnerstag erkennbar, bei der Fachleute beider Unternehmen und Vertreter der Behörden anwesend waren. Auch wenn noch viele Details des Hergangs zu klären sind, ist hier möglicherweise die Ursache für das Eindringen von Gas ins Gebäude zu suchen.

In weiteren Untersuchungen muss jetzt geklärt werden, warum es zum Kurzschluss kam. Dabei soll auch untersucht werden, ob der Kurzschluss möglicherweise dadurch entstanden ist, dass die Gasleitung so nahe an der Stromleitung lag. Dies könnte wiederum zur Beschädigung des Stromkabels geführt haben. In Abstimmung mit den Behörden werden Netze BW und Stuttgart Netze in den nächsten Tagen kurzfristig weitere Aufgrabungen in der Köllestraße vornehmen. Dabei soll geprüft werden, ob die vorgeschriebenen Abstände bzw. Schutzvorrichtungen an vergleichbaren Überschneidungen von Strom- und Gasleitungen eingehalten wurden. Geplant sind aktuell 14 dieser Überprüfungen. Derzeit gehen die Fachleute mit Blick auf das Gebäude Nr. 31 von einem Einzelfall aus; besondere Sicherheitsvorkehrungen der Anwohnerinnen und Anwohner sind deshalb nicht notwendig. Die nach dem Unglück ohnehin laufenden Kontrollen der Gasleitung mit Spürgeräten werden planmäßig fortgesetzt.

Die beiden Unternehmen haben die Anwohnerinnen und Anwohnern des betroffenen Straßenabschnitts heute zunächst mit einem Schreiben und, wo möglich, in persönlichen Gesprächen über den aktuellen Stand informiert. In den nächsten Tagen ist zudem eine Informationsveranstaltung für die Anwohnerinnen und Anwohner geplant, bei der auch erste Erkenntnisse der Aufgrabungen vorliegen sollen.

Christoph Müller, Geschäftsführer der Netze BW GmbH: „Wir nehmen unsere Verantwortung als Betreiber des Stuttgarter Gasnetzes sehr ernst und arbeiten mit Hochdruck daran, den genauen Hergang zu klären. Erste Priorität hat jetzt, jedes auch nur theoretische Risiko in der Köllestraße auszuschließen. Das sind wir den Betroffenen des Unglücks wie auch allen anderen Anwohnerinnen und Anwohnern schuldig.“ Arvid Blume, Geschäftsführer der Stuttgart Netze GmbH: „Stuttgart Netze und Netze BW arbeiten auch in diesem Fall eng und vertrauensvoll zusammen. Wir wissen, dass die laufenden Untersuchungen auch Unsicherheit erzeugen können. Deshalb möchten wir unseren aktuellen Wissensstand transparent machen, auch wenn wir und die Behörden noch nicht alle Fragen geklärt haben.“

Mit Bestürzung hat Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper auf die heutige Information der Netzbetreiber zum Stand ihrer Untersuchungen zur mutmaßlichen Gasexplosion im Stuttgarter Westen reagiert. Er teilt mit: „Ich erwarte zum Schutz der Bevölkerung, dass die Angelegenheit vollumfänglich und in jede Richtung aufgeklärt wird.“


Dürr-Konzern erhöht Produktions- und IT-Kapazitäten in Indien

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Bietigheim-Bissingen, Darmstadt, 14. März 2023.| Der zum Dürr-Konzern gehörende Maschinenbauer Schenck RoTec hat sein Werk am indischen Standort Noida nahe Delhi erweitert. In einem neuen Gebäudekomplex sind ein Produktionsbereich zur Ausweitung des Schenck-Auswucht- technikgeschäfts sowie Büros zur Verstärkung der globalen IT- Kapazitäten des Dürr-Konzerns entstanden. Das Investitionsvolumen beträgt 5,5 Mio. €.

Bei der Eröffnungsfeier mit rund 350 Gästen und Mitarbeitenden sagte Dietmar Heinrich, Finanzvorstand der Dürr AG: „Wir sehen ein enormes Wachstums- potenzial in Indien. Das Land wird in den kommenden Jahren eine noch größere Rolle für den Dürr-Konzern spielen, als es bereits heute der Fall ist.“

Schenck RoTec blickt auf eine langjährige Geschichte in Indien zurück. Seit 1986 werden dort Auswuchtmaschinen entwickelt und für den lokalen Markt produziert. Seit 2020 fungiert die indische Schenck-Gesellschaft außerdem als Kompetenzzentrum für Maschinen zur Räder- und Reifenmontage (Tire & Wheel) und bedient damit zusätzlich den globalen Markt. Am Standort ist des Weiteren ein IT-Bereich mit einem Software-Entwicklungszentrum ansässig. Bisher waren in Noida etwa 225 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf 12.500 m2 beschäftigt. Durch die Erweiterung können zusätzliche IT-Fachkräfte eingestellt sowie die Produktion des Tire & Wheel-Geschäftsbereichs erweitert werden.

Der neue Gebäudekomplex ist 200 Meter vom bestehenden Standort entfernt. Von der Gesamtfläche von rund 5.600 m2 entfallen 3.900 m2 auf die Tire & Wheel-Fertigung. „Schenck India mit seinen erfahrenen und hochmotivierten Mitarbeitern ist ein wichtiger Bestandteil unseres internationalen Geschäfts. Ich bin überzeugt, dass mit der neuen Produktionshalle eine wichtige Weichen- stellung für ein weiteres globales Wachstum gelegt sind“, so Jörg Brunke, Leiter der Division Measuring and Process Systems des Dürr-Konzerns, zu der Schenck RoTec gehört.

Auf den übrigen rund 1.700 m2 des neuen Gebäudes finden der IT-Bereich und das Software-Entwicklungszentrum mit rund 80 Mitarbeitenden Platz. Bis zum Ende des Jahres soll die Abteilung auf 100 Mitarbeitende wachsen. Die modernen Räumlichkeiten sind auf kooperative und kreative Zusammenarbeit ausgelegt. Der Aufbau der IT-Kompetenz ist Teil der Digitalisierungsstrategie des Dürr-Konzerns.


Ludwigsburger Wasserballer bleiben auf Kurs

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Kein rundum gutes Spiel des SVL gegen die SG Neukölln, trotzdem gewonnen. Die Ludwigsburger Wasserballer hätten sich nicht auf die bekannt ruppige Spielweise der Berliner einlassen dürfen, so die Analyse des SVL-Trainers Marco Curic.

Erleichterung ist in den Gesichtern der Ludwigsburger Wasserballer nach dem Abpfiff der Partie zu erahnen. So richtig erklären kann keiner, warum dieses Spiel des Tabellen-Fünften SVL gegen den Tabellen-Siebten der Bundesliga, die SG Neukölln, zum Schluss nochmal so eng geworden ist. Ein paar Minuten vor dem Ende der Part ie im Sportbad Stuttgart lag der SVL mit nur noch einem Tor vorne, der zwischenzeitlich recht komfortable Sechs-Tore-Vorsprung war dahin geschmolzen wie Schnee in der Sonne. Der letzte Torschuss des Spiels ging über das Ludwigsburger Tor. Es blieb beim 13:12.

„Wir haben uns auf das Spiel des Gegners eingelassen“, sagt der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle, auf das ruppige Spiel mit vielen Fouls und Nicklichkeiten. „Wir haben uns schwer getan, zu sehr ausgeruht“, sagt der deutsche Jugendnationalspieler Ivo Dzaja. Der Ludwigsburger Trainer Marko Curic kann zwar wieder lachen, erzählt aber, er sei „kurz vor einer Herzattacke“ gestanden. „Wir haben uns nicht auf unser Spiel konzentriert“, kritisiert er. Das Team hätte mehr Ruhe bewahren sollen.

Und der SVL-Kapitän Nino Blazevic spricht sogar von einem „mental breakdown“, einem mentalen Zusammenbruch. Aber, sagt er, „wir lernen“. Der Goalgetter Sergio Prieto Hernandez sagt, fast alles sei Kopfsache. Fehlendes Training sei nicht der Grund für die Schwächephase am Schluss gewesen.

Gut eine Stunde vorher. 18 Uhr im Sportbad. Das erste Anschwimmen geht an Neukölln. Ein starker Schuss kommt abgefälscht aufs SVL-Tor. Aber der Keeper Josip Katusa ist blitzschnell und pariert den Ball. Nächster Angriff SG, die nächste Parade. Schrecksekunden für Ludwigsburg. Angriff SVL, auch eine top Parade des SG-Torwarts. Nächster Angriff SVL, Pfosten.

Das erste Tor macht Neukölln. 0:1. Wenig später auch noch das 0:2. So hatte sich Ludwigsburg den Start in die wichtige Partie nicht vorgestellt. Nur wenn Ludwigsburg gewinnt, bleibt die Chance auf Platz vier in der Vorrunde gewahrt. Sind die SVL-Spieler ein bisschen müde nach dem Sieg gegen Cannstatt im Pokalspiel am Donnerstagabend? Später werden die Wasserballer unisono erklären: nein, das sei nicht der Fall gewesen.

Unterzahl SVL, Angriff der SG, wieder eine starke Parade von Josip Katusa. Auf den Mann im Ludwigsburger Tor ist Verlass. Und auf Sergio Prieto Hernandez auch, er macht das 1:2 und wenig später den Ausgleich zum 2:2. Der SVL kommt nun besser ins Spiel, verteidigt toll, spielt gute Pässe. Dann ein schöner Spielzug der SG, und knapp zwei Minuten vor dem Ende des Viertels fällt das 2:3. Doch auf Sergio Prieto Hernandez ist weiter Verlass, er macht seinen dritten Treffer zum 3:3. Man könnte sagen: zurück auf Anfang.

Wieder holt Neukölln beim Anschwimmen den Ball. Parade Katusa. Dann Ivo Dzaja, das 4:3. Erstmals geht der SVL in Führung. Aber die SG bleibt dran, macht den erneuten Ausgleich zum 4:4. Ludwigsburg kommt nicht richtig ins Spiel, tut sich weiter ein bisschen schwer gegen den Tabellen-Siebten. Foul SG, Freiwurf SVL, Treffer zum 5:4 durch Nino Blazevic. Und die nächste Parade von Josip Katusa, er hält die Führung fest.

Nächster Treffer SVL, das 6:4 durch Mikael Metodiev. Überzahl SVL, Auszeit SVL. Treffer SVL, Jakov Skiljic. 7:4. Treffer SVL, 8:4, Mikael Metodiev. Jetzt läuft das Ludwigsburger Spiel richtig gut. Parade Josip Katusa. Unterzahl SVL, Treffer SG. 8:5. Kurz vor dem Halbzeitpfiff macht Jakov Skiljic das 9:5. Mit dem Ergebnis dürfte der SVL-Trainer Marko Curic ganz zufrieden sein: vier Tore Vorsprung. Mit dem Spiel seines Teams, speziell zu Beginn der Partie, nicht.

Die zweite Hälfte. Ludwigsburg holt den ersten Ball – und der vierte Treffer von Sergio Prieto Hernandez zum 10:5 und dann wieder Jakov Skiljic, das 11:5. Die Sechs-Tore-Führung. Unterzahl SVL, der Gegentreffer zum 11:6. Ein munteres Spiel, mit Chancen auf beiden Seiten, schnellen Sprints, tollen Paraden – und bald mit dem nächsten Treffer für Neukölln zum 11:7. Ende eines ausgeglichenen Viertels.

Die letzten acht Minuten, jene Minuten, über die nach dem Abpfiff länger diskutiert wird. Neukölln ist am Ball, der erste Torschuss geht aber an die Latte. Überzahl und Auszeit SVL. Guter Angriff SVL, aber auch gut verteidigt. Im Gegenzug der nächste Treffer für die Gäste. Nur noch 11:8. Wird diese Partie nochmal spannend? Foul SVL, Strafwurf SG. Treffer zum 11:9.

Der Hallensprecher ruft die Fans auf: helft dem Team. Foul SG, Freiwurf SVL, Treffer zum 12:9 durch Nino Blazevic. Überzahl SVL, aber die SG verteidigt gut. Das Spiel wird jetzt immer ruppiger. 13:9 durch Jure Bozan. Vier Tore vorne, das sollte doch reichen für Ludwigsburg! Unterzahl SVL, Treffer SG zum 13:10. Nächster Angriff SG, nächster Treffer zum 13:11. Noch knapp zwei Minuten. Einfache Fehler beim SVL, und schon wieder ein Treffer der SG zum 13:12. Der letzte Angriff der SG, noch wenig Sekunden bis zum Abpfiff. Der Schuss geht über das SVL-Tor. Dann ist Schluss.

Matthias Nagel, der SVL-Vizepräsident, spricht nach dem Abpfiff von einem spannenden Spiel. Das kann man wohl sagen, aus der Sicht der Ludwigsburger Fans vielleicht ein bisschen zu spannend. „Wir waren nicht immer souverän“, sagt Nagel. Er hätte sich weniger risikoreiche Pässe gewünscht, mehr Ruhe im Spiel. Aber schlussendlich sei „der Arbeitssieg“ verdient für den SVL.

Jetzt gehe der Blick nach vorne, auf das nächste Heimspiel, die letzte Partie der Vorrunde am kommenden Samstag, 18. März. Dann sind die White Sharks Hannover zu Gast im Sportbad Stuttgart, und es geht um Platz vier, der laut Nagel nun „greifbar“ ist. Ivo Dzaja sagt, gegen die Sharks, die aktuell auf Platz vier stehen „dürfen wir nicht so viele Konter bekommen“. Für Tobias Bauer steht fest: „Gegen die Sharks müssen wir gewinnen.“


Freibergs bittere Niederlage in Offenbach

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Regionalligist spielt in Hessen stark auf muss aber Federn lassen

Offenbach.| Der SGV startet stark in die Partie und ging nach einem Lattenschuss durch David Tomic durch einen Kopfball von Mert Oezkaya in Führung. Leider kam die schnelle Antwort des OFC: 1:1.

Spielerisch und kämpferisch lieferten die Freiberger alles was ging. In der 61. Minute gab es einen umstrittenen Elfmeter, den Offenbach zum 2:1 verwandelte.

Starkes Spiel, das leider ohne Punkte für die Gäste endete.