Ersatzgeschwächter SVL unterliegt gegen die Sharks

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Best-of-Three: Erstes Spiel in Hannover

Noch ist nichts verloren – außer das erste Spiel gegen die White Sharks Hannover. Am Wochenende muss Ludwigsburg gewinnen, nur dann wird’s was mit dem Einzug ins Halbfinale.

Die Ludwigsburger Bundesligawasserballer haben in den vergangenen Tagen kaum zusammen trainieren können, denn zeitweise war das halbe Team krank. Und dann haben die SVL-Männer auch noch schweres Gepäck dabei: die zwei bitteren Niederlagen beim Pokalturnier Ende März in Düsseldorf. Der Trainer Marko Curic, die Spieler und die Betreuer sind sich am Mi ttwochabend kurz vor dem Anpfiff der Bundesligapartie in Hannover gegen die White Sharks nicht sicher, wo das Team steht. Im Stadionbad Hannover treffen der Ligavierte (SVL) und der Ligafünfte (Sharks) aufeinander. Es dürfte spannend werden.

Nach dem Abpfiff ist klar: am kommenden Wochenende gilt es, dann muss der SVL gewinnen, wenn das große Ziel – Einzug ins Halbfinale – gelingen soll. Diese erste Partie der sogenannten Best-of-Three haben nämlich die Sharks mit 17:12 für sich entschieden. Beim SV Ludwigsburg haben fünf Spieler gefehlt – und die Sharks sind mit ihrem top Kader angetreten, zu dem auch Spieler der zweiten, besseren Mannschaft aus Hannover gehören, ein paar Wasserballer haben zwei Startrechte, sie dürfen sowohl für die Sharks als auch für den amtierenden deutschen Meister Waspo spielen.

Ein Kuriosum, das es wohl nur im Wasserball gibt. Nach der Partie sind der Ludwigsburger Trainer Marko Curic und die Spieler auch gar nicht unzufrieden, sie verweisen auf ihren ersatzgeschwächten Kader und die zwei sehr guten Phasen im Spiel gegen die Sharks mit vielen Toren für den SVL.

Gut eine Stunde vorher. 19.30 Uhr. Der Anpfiff. Die beiden Teams tasten sich ab. Dann Foul SVL, Strafwurf für die Sharks, das 1:0. Doch quasi im Gegenzug, der Ausgleich. Der Ludwigsburger Kapitän Nino Blazevic macht das 1:1. In der vierten Minute legen die Gastgeber nach. 2:1. Ludwigsburg kommt nicht richtig ins Spiel. Unterzahl SVL – und der nächste Gegentreffer. Hannover führt mit 3:1. Kein guter Start für den SVL. Wieder Unterzahl Ludwigsburg – und das 4:1.

Die SVL-Wasserballer sind verunsichert, finden zunächst keine Mittel gegen die White Sharks. Foul SVL, Strafwurf Hannover, das 5:1. Wenige Sekunden später gelingt Sergio Prieto Hernandez der Anschlusstreffer zum 5:2. Das erste Viertel ist eines zum Abhaken.

Im zweiten Viertel tut sich zunächst nichts. Erst in der dritten Minute fällt ein Tor – für den SVL, Mikael Metodiev macht das wichtige 5:3. Ludwigsburg kommt ran. Sergio setzt nach, macht das 5:4. Und dann schlägt der SVL-Nationalspieler Tobias Bauer zu, der Ausgleich zum 5:5. Was für eine Aufholjagd! Und weiter geht’s: Jakov Skiljic macht das 5:6. Die erste Führung für den SVL, es wird indes die letzte in dieser Partie bleiben. Knapp eine Minute später: der Ausgleich zum 6:6. Kurz vor dem Halbzeitpfiff das 7:6. Es bleibt spannend.

Die zweite Hälfte beginnt mit den nächsten Toren für die Sharks. 8:6, 9:6, 10:6, 11:6. Ludwigsburg ist nach der guten Phase vor der Halbzeit von der Rolle. Nichts gelingt – bis Nicolai Dimitrov den Anschlusstreffer zum 11:7 erzielt. Doch dann geht das Schützenfest der Sharks weiter. Das 12:7 und das 13:7. Bald legt Sergio für den SVL nach. 13:8. Wenig später steht es 14:8. Zu diesem Zeitpunkt dürfte allen klar sein: das erste Spiel der Best-of-Three geht wohl an Hannover. Sechs Tore sind kaum mehr aufzuholen.

Ludwigsburg muss also die nächsten zwei Heimspiele gegen die Sharks gewinnen, wenn es was mit dem Einzug ins Halbfinale werden soll. Tobi Bauer macht das 14:9, Nino Blazevic das 14:10 und Domagoj Mijatovic 14:11. Dann Tor für die Sharks zum 15:11. Foul SVL. Strafwurf und Tor Hannover. 16:11. Auszeit SVL, und Treffer Tobi Bauer zum 16:12. Aber das ist nur noch Ergebniskosmetik. Vier Tore sind in gut drei Minuten sicher nicht mehr möglich. Kurz vor dem Ende des Spiels das 17:12 – und dann der Abpfiff.

Marko Curic’ Bilanz: „Das Spiel war OK, wir haben nicht aufgegeben, haben gekämpft.“ Die Tatsache, dass auch ein paar Waspo-Spieler im Kader der Sharks standen, bedeute: „Sie haben Respekt vor uns.“ „Wir wollen das Semifinale erreichen, wir brauchen mehr Tore, wir haben das Spiel in der Liga gegen die Sharks gewonnen“, daran geht es anzuknüpfen. „Ich hoffe auf zwei Heimspiele in Stuttgart.“

Die Teams treffen zunächst am Samstag aufeinander, nur wenn der SVL diese Partie gewinnt, dann wird das dann entscheidende dritte Spiel am Sonntagnachmittag ausgetragen. Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle sagt, Ludwigsburg habe in dem Spiel am Mittwoch in Hannover ein paar Tore zu viel gefangen, „aber das spielt jetzt eh keine Rolle mehr“. Man habe der Woche mit den vielen erkrankten Spielern Tribut zollen müssen, mit dem dezimierten Kader sei kaum mehr möglich gewesen. Er hoffe, dass der SVL am Wochenende mit der kompletten Mannschaft antreten kann und dass Ludwigsburg dann zeigen kann: „Wir sind das bessere Team“.

Sergio Prieto Hernandez sagt, die Sharks seien im Vorteil gewesen – und hätten diesen eiskalt genutzt. „Ein Spiel mit vielen Toren, auch mit zwölf Toren für uns, das war gut.“ Im Spiel am Samstag sei der SVL im Vorteil, „wir spielen zu Hause mit unseren Fans im Rücken“ – und hoffentlich auch mit den am Mittwoch noch erkrankten Spielern.

„Wir wollen in die nächste Runde einziehen.“ Kapitän Nino Blazevic sagt: „Wir hatten unsere Chance, hatten zwei schlechte Phasen mit zu vielen Gegentoren, sind aber zurück ins Spiel gekommen.“ Fünf fehlende Spieler – Kristian Lipar, Kende John, Ivo Dzaja, Ivan Pisk und Leopold Friedrich – hätten zum Resultat beigetragen. „Wir konnten kaum wechseln.“ Das dürfe nicht als einzige Entschuldigung herhalten, sei aber eine Erklärung für die zweitweise schlechte Leistung mit zu vielen Gegentoren.

Im kommenden Spiel am Samstag laute das Motto: alles oder nichts. „Wir müssen unsere beste Leistung zeigen, wir werden mit dem kompletten Team antreten, die Sharks werden uns nicht die Hosen ausziehen, das kann ich versprechen, wir werden 200 Prozent geben.“

Das zweite Spiel der Best-of-Three im Sportbad Stuttgart am Samstag, 15. April, wird um 18 Uhr angepfiffen und live im Internet übertragen. Wenn der SVL gewinnt, wird am Sonntag, 16. April, das dritte Spiel ausgetragen, Anpfiff wäre um 16 Uhr.


Bosch will Umsatz mit Industrietechnik auf über 10 Milliarden Euro steigern

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Industrietechnik ermöglicht ökologischen Umbau aller Wirtschaftssektoren

  • Bosch-Umsatz mit Industrietechnik soll von derzeit 7 Milliarden Euro auf mehr als 10 Milliarden Euro bis 2028 steigen.
  • Bosch erwirtschaftet 2022 erstmalig über eine Milliarde Euro mit GreenTech-Lösungen für die Industrie.
  • Bosch setzt auf Industrie 4.0 und Fabrikautomation als strategische Geschäftsfelder mit jährlich zweistelligen Wachstumsraten.
  • Bosch stellt auf der Hannover Messe automatisiertes Recycling von Batterien und elektrifizierte Arbeitsmaschinen vor.

Stuttgart – Bosch will mit Industrietechnik nachhaltig wachsen. Der Umsatz mit Industrietechnik soll von derzeit sieben Milliarden Euro auf über zehn Milliarden Euro bis 2028 steigen. Dabei geht es um profitables Wachstum: „Wir wollen das Ergebnis stärker steigern als den Umsatz und den Unternehmenswert nachhaltig mehren. Dafür investiert Bosch 2022 und 2023 zusammengerechnet über drei Milliarden Euro in die Industrietechnik und sorgt für organisches und anorganisches Wachstum“, sagt Bosch-Vorsitzender Dr. Stefan Hartung. Mit der Übernahme des US-amerikanischen Hydraulik-Unternehmens HydraForce und seinen rund 2 100 Mitarbeitenden entfällt die derzeit größte Akquisition von Bosch auf die Industrietechniksparte. Durch den Zusammenschluss baut Bosch Rexroth seine weltweit führende Position in der Hydraulik aus, liefert Technik für Bagger, Krane, Traktoren und für Maschinen und Anlagen in der Fabrik.

Industrietechnik bietet für Bosch enormes Wachstumspotential. Getrieben wird dies durch den zunehmenden Bedarf an Automatisierung und Industrie 4.0-Lösungen, das „Verschmelzen“ von Elektrik und Hydraulik und die steigende Nachfrage bei GreenTech für den ökologischen Umbau der Wirtschaft. „Mit der Stärkung der Industrietechnik balancieren wir unsere Geschäftsfelder noch besser aus. Die breite Aufstellung als globales diversifiziertes Technologieunternehmen erhöht die Schaffenskraft und Resilienz von Bosch“, sagt Hartung. Dabei übernimmt die Industrietechnik zusätzlich die Funktion als wichtiger interner Dienstleister, rüstet die rund 240 Bosch-Werke weltweit mit Fertigungstechnik aus, um ressourcenschonend und kundenspezifisch zu produzieren. Jährlich verbleiben so Aufträge in Höhe von über einer halben Milliarde Euro im Konzern. Auf der Hannover Messe (17.–21. April 2023) stellt Bosch sein Industrietechnik-Portfolio vor, darunter Neuheiten bei kollaborativer Robotik, Steuerungstechnik für Industrie 4.0, energieeffizienter Hydraulik, elektrifizierten Arbeitsmaschinen, stationären Brennstoffzellen für Gebäude und Fabriken sowie automatisiertes Batterierecycling.

„Mit der Stärkung der Industrietechnik balancieren wir unsere Geschäftsfelder noch besser aus. Die breite Aufstellung als globales diversifiziertes Technologieunternehmen erhöht die Schaffenskraft und Resilienz von Bosch, “
sagt Bosch-Vorsitzender Dr. Stefan Hartung.

GreenTech: Bosch erzielt Milliardenumsatz mit Lösungen für die Industrie

Die klimaneutrale Ausrichtung der verschiedenen Wirtschaftssektoren und der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft sorgen für Wachstum in der Industrietechnik. „Ohne industrielle Produkte ist der ökologische Umbau der Wirtschaft undenkbar. Industrietechnik ermöglicht die nachhaltige Transformation unterschiedlicher Wirtschaftssektoren“, erklärt Hartung. Bosch entwickelt Lösungen, die Ressourcen schonen, den Energieverbrauch senken sowie Umwelt und Klima schützen. 2022 hat Bosch über eine Milliarde Euro mit Umwelttechnik für die Industrie erzielt – eine Steigerung von 25 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Damit erreicht Bosch sein für 2023 anvisiertes Umsatzziel ein Jahr früher als geplant. Und Bosch baut sein GreenTech-Angebot weiter aus. So bringt Bosch Rexroth mit seinem eLION-Portfolio Lösungen zur Elektrifizierung mobiler Arbeitsmaschinen wie Bagger, Radlader oder Traktoren auf den Markt. Mit über 80 Motorenvarianten, gestaffelt nach Leistung und Größe, bietet das Unternehmen das breiteste Angebot der Branche und hilft dabei, CO2-Emissionen auf Baustellen, im Bergbau oder in Häfen zu reduzieren. Internationale Kunden wie Sennebogen und Kalmar Cargotec setzen die neuen Bosch-Antriebe bereits in ihren Produkten ein, um die Elektrifizierung mobiler Arbeitsmaschinen voranzutreiben. Auch in Fabriken steigt die Nachfrage nach GreenTech. Maßnahmen zum Klimaschutz führen zu einem hohen Modernisierungsbedarf installierter Maschinen und Anlagen und zum Aufbau neuer Fertigungseinrichtungen, etwa für Batterien und Brennstoffzellen. Auf der Hannover Messe zeigt Bosch Fertigungstechnik für die Batterieproduktion – und für das Recycling. „Elektromobilität lässt sich nur erfolgreich gestalten, wenn wir die eingesetzten Rohstoffe zurückgewinnen“, sagt Hartung. Die von Bosch Rexroth entwickelte automatisierte Entladung von Batterien vereinfacht nicht nur das Recycling, sie wird auch effizienter gegenüber manuellen Verfahren. Erstmalig eingesetzt wird die Technik bei REMONDIS und Rhenus Automotive am Standort Magdeburg.

Wasserstoff: Bosch setzt bei Technik-Entwicklung auf eigenes Know-how

Neben Speichermedien wie Batterien sind „Wandlungskünstler“ wie Brennstoffzellen wichtige Elemente für eine klimaneutrale Zukunft. Bosch stellt auf der Hannover Messe stationäre Festoxid-Brennstoffzellen (kurz: SOFC, solid oxide fuel cells) vor, die mit einem Gesamtwirkungsgrad von mehr als 85 Prozent überzeugen. Die dezentralen Energiewandler werden derzeit in rund 60 Pilotanlagen getestet, zum Beispiel am Wasserstoffcampus in Salzgitter: am Bosch-Standort sind zehn SOFC-Brennstoffzellensysteme in die Energieversorgung des Werkes eingebunden. 2025 sollen stationäre Brennstoffzellen von Bosch auf den Markt kommen. Gefertigt werden die Komponenten mit Know-how und Technik von Bosch. Von Zelle über Stack bis hin zum Gesamtsystem: der Bosch-Sondermaschinenbau deckt über 50 Prozent des zur Brennstoffzellenproduktion benötigten Fertigungsequipments ab. Auch Komponenten für Elektrolyseure gehören künftig zum Bosch-Portfolio. Der Marktstart für das Herzstück des Elektrolyseurs, den sogenannten Stack, ist für 2025 geplant.

Industrie 4.0: Bosch-Software schont Ressourcen

Energie, Material, Rohstoffe – Ressourcen sind rar und kostbar. „Knappheiten begegnen wir mit Effizienz. Wer nachhaltig fertigen will, setzt auf Industrie 4.0“, sagt Hartung. Die Industrie-4.0-Software Nexeed von Bosch Connected Industry beispielsweise steigert die Anlageneffektivität in Fabriken im Schnitt um 5 Prozent, verringert die Instandhaltungskosten um 25 Prozent und reduziert den Ausschuss. Eingesetzt wird Nexeed bereits in mehr als der Hälfte der rund 240 Bosch-Werke und bei über 100 internationalen Kunden. Software hilft auch, konventionelle Technik mit Neuem zu verbinden. Beispiel Hydraulik: Seit über 200 Jahren kommt die Fluidtechnik immer dann zum Einsatz, wenn es gilt, große Lasten mit minimalem Kraftaufwand zu bewegen, etwa bei Kunststoffmaschinen oder Pressen. Dank lastabhängiger Regelung arbeiten drehzahlvariable Pumpenantriebe von Bosch Rexroth heute stets im optimalen Betriebsmodus. Wird keine Leistung benötigt, schalten sie automatisch auf Standby. Im Vergleich zu konventionellen Antrieben senkt das den Energieverbrauch der Hydraulik um bis zu 80 Prozent.

Automatisierung: Bosch-Technik reduziert Komplexität

Demografischer Wandel, Arbeitskräftemangel, begrenzte Ressourcen allgemein: die Herausforderungen nehmen zu. Bosch setzt auf eine Bildungs- und Trainingsoffensive und Technik, die Unternehmen unterstützt und Mitarbeiter entlastet. Der Automatisierungsbaukasten ctrlX AUTOMATION von Bosch Rexroth beispielsweise versteht über 30 Programmiersprachen und ermöglicht Nutzern, eigene Apps und Dienstleistungen zu entwickeln. Über 600 Kunden setzen bereits auf diese zukunftsweisende Form der Automatisierung. „Die drängenden Herausforderungen unserer Zeit bewältigen wir nur, wenn wir Kräfte bündeln, um gemeinsam mehr zu bewegen. ‚Co-Creation‘ und die Öffnung von Systemen sind dabei wichtige Elemente“, sagt Hartung. Diesen Ansatz verfolgt Bosch Rexroth auch in der Hydraulik. War Regelungstechnik bislang an Hardware gebunden, hat das Unternehmen diese jetzt in Softwarebausteine überführt: Maschinenbauer können so bestehende Automatisierungsarchitekturen weiter nutzen, spezifisches Hydraulik-Know-how ist nicht mehr erforderlich.

Automatisierung hilft zudem, Mitarbeiter unmittelbar zu entlasten, etwa bei monotonen oder anstrengenden Tätigkeiten. Auf der Hannover Messe zeigt Bosch Rexroth gelenkige, motorisch feine Leichtbau-Cobots, die mit sieben Achsen über Ecken greifen und Mitarbeiter beim Beladen, Palettieren und Prüfen von Werkstücken unterstützen. Die Nachfrage ist da. Der weltweite Markt für industrielle Automation wächst rasant: Betrug der Umsatz mit Automatisierungstechnik 2021 knapp 200 Milliarden Euro, soll der weltweite Markt bis 2030 auf mehr als 400 Milliarden Euro Umsatz wachsen – mit jährlichen Steigerungsraten von über acht Prozent (Quelle: Precedence Research, 2022). „Megatrends wie Digitalisierung, demografischer Wandel und das Streben nach mehr Nachhaltigkeit forcieren den Bedarf an Automatisierung. Fabrikautomation ist für Bosch ein strategisches Geschäftsfeld, in dem wir jedes Jahr zweistellig wachsen wollen – und damit stärker als der Markt“, so Hartung.


Ehegatte muss Grundstücksverkauf unter Umständen zustimmen

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Verkauft eine verheiratete Person eine Immobilie, die nahezu ihr gesamtes Vermögen darstellt, muss der Ehegatte bzw. die Ehegattin dem Verkauf unter Umständen zustimmen. Allerdings können sich die Erwerberinnen und Erwerber darauf berufen, dass sie die Vermögensverhältnisse nicht im Einzelnen kannten. Die Wüstenrot Immobilien GmbH, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf eine aktuelle Entscheidung des Oberlandesgerichts München (34 Wx 114/22) hin.

Im entschiedenen Fall übertrug eine Ehefrau zwei ihr allein gehörende Grundstücke an ihre beiden Kinder und einen Enkel. Der getrennt lebende Ehemann reklamierte, dass die Grundstücke nahezu das gesamte Vermögen seiner Frau darstellten. Er wollte daher eine Umschreibung des Eigentums im Grundbuch verhindern. Damit kam er jedoch nicht durch. Zwar wäre die Zustimmung des Ehemannes laut der Gerichtsentscheidung erforderlich gewesen, wenn die Eheleute im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft lebten und die verkauften Immobilien mehr als 90 Prozent des Gesamtvermögens wert waren. Jedoch sei der Verkauf trotz der fehlenden Zustimmung wirksam, da die Veräußerin noch über ein weiteres Grundstück verfügte und den Erwerbern der Wert des Gesamtvermögens nicht bekannt war.

Die Wüstenrot Immobilien GmbH weist darauf hin, dass die Notarin oder der Notar bei der Beurkundung eines Kaufvertrags darüber aufklärt, ob der Vertrag eventuell einer Zustimmung bedarf. Dadurch wird in aller Regel bereits bei der Beurkundung die Sachlage geklärt.


SVL startet die Best-of-Three in Hannover

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Der Vierte gegen den Fünften

Die nächsten Bundesligaspiele der SVL-Wasserballer gegen die White Sharks Hannover versprechen Spannung pur. Ludwigsburg muss nach den schwachen Partien im Pokal in den Playoffs schnell wieder zurück in die Spur finden.

Der letzte Tag vor Ostern. Ein fast leeres Becken beim Training der SVL-Wasserballer, nur vier Spieler und der Trainer Marko Curic sind da. Der Kapitän Nino Blazevic erzählt mit nachdenklicher Miene, die Hälfte des Teams sei krank oder verletzt. Er hoffe, dass viele der Kollegen über die Feiertage wieder fit werden. Denn kurz na ch Ostern, am Mittwoch, 12. April, steht die nächste, wichtige Partie an. Bei den sogenannten Best-of-Three trifft Ludwigsburg in Hannover auf die White Sharks, der Tabellen-Vierte spielt gegen den Fünften.

Zum Auftakt dieser zweiten Runde in der laufenden Saison werden maximal drei Partien gespielt, das zweite und das eventuell erforderliche dritte Spiel gegen die Sharks finden im Sportbad in Stuttgart statt. Das Team, das zwei dieser Spiele gewinnt, bleibt im Rennen um die Deutsche Meisterschaft.

Ende März hatte Curic noch erklärt: „Wir müssen besser spielen als in der Pokalrunde.“ Klar, das stimmt auch an diesem Tag beim Training im Campusbad – nun zeigt der Trainer auf seine verblieben vier fitten Spieler, zuckt mit den Schultern und sagt, bevor er irgendwelche Prognosen abgebe, müssten die anderen Sportler erstmal wieder gesund werden. Grundsätzlich sei aber klar: „Wir wollen auf Sieg spielen, ich hoffe, wir packen das.“

Der Torwart Josip Katusa sagt, „der Pokal-Schock ist noch nicht ganz überwunden“. Die Stimmung „noch nicht ganz gut, wir analysieren unsere Fehler“. Es gelte alles dafür zu tun, „dass so etwas nicht nochmal passiert“ – gemeint sind die zwei Niederlagen im Pokalturnier in Düsseldorf im März, das verlorene Halbfinale gegen den Meister Waspo Hannover – ok, das war quasi eingeplant – und die herbe Niederlage im Spiel um Platz drei gegen den Liga-Siebten Potsdam. Alle Beobachter hatten den SVL eindeutig in der Favoritenrolle gesehen.

Nino Blazevic sagt mit Blick auf den Pokal: „Wir haben unsere Chance auf die Bronzemedaille verstreichen lassen.“ Jetzt in den Spielen gegen die White Sharks müsse das Team „alles besser machen“ als im Final-Four-Turnier in Düsseldorf. „Wir müssen zurück in die Spur finden, raus aus dem schwarzen Loch, und wenn nötig: mit den Köpfen durch die Wand.“ Der deutsche Jugendnationalspieler Tobias Bauer weiß, was zu tun ist: „Wir können den Schock nur überwinden, wenn wir wieder spielen und einen Sieg einfahren. Wir werden alles geben, um gegen die White Sharks zu gewinnen.“

Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle, der nach dem Potsdam-Spiel ziemlich bedient war, erklärt jetzt: „Neues Spiel, neues Glück.“ Er fordert neuen Elan, „wir müssen die Köpfe frei bekommen“. Ludwigsburg sollte sich gleich mit einem Sieg in Hannover Respekt verschaffen, „das wäre eine top Ausgangssituation“ für das zweite Spiel gegen die White Sharks in Stuttgart.

Das Spiel in Hannover am Mittwoch, 12. April, wird um 19.30 Uhr angepfiffen und soll live im Internet übertragen werden. Das zweite Spiel am Samstag, 15. April, wird um 18 Uhr angepfiffen, das bei Gleichstand nötige dritte Spiel am Sonntag, 16. April, um 16 Uhr.


Starker Befreiungsschlag des SGV Freiberg

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Klarer 4:0 Heimsieg gegen Mainz 05 II.

Der Regionalligist aus Freiberg hatte sich zum Ziel gesetzt das Spiel vom Mittwoch wieder gut zu machen. Das gelang ihm auf eigenem Platz diesmal in unnachahmlicher Weise.

Bereits in der 10. Minute gelang Kilian Senkbeil der Führungstreffer, der SGV zu diesem Zeitpunkt spielbestimmend. Keine 12 Minuten später erzielte Kapitän Sökler das 2:0. Dann dauertes es nur eine knappe Viertel Stunde und Freiberg erhöhte durch Gerezgiher zum 3:0. Dann ging es mit sicherer Führung in die Pause.

In der zweiten Hälfte nahmen die Schwaben etwas Tempo raus, trotzdem setzte es in der 68. minute noch das 4:0 gegen Mainz 05. Eingeleitet von Christian Mauersberger kam der Mainzer Bulic an den Ball und schoß per Eigentor unhaltsam ein.

Der SGV Freiberg zeigte in diesem Spiel was in ihm steckt und konnte diesmal nicht nur spielerisch glänzen sondern auch seine Torchancen auswerten.


Stuttgart Reds starten mit zwei klaren Siegen in die Bundesliga-Saison 2023

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1. Baseball-Bundesliga, Gruppe Süd

Nachdem das erste Spielwochenende noch dem schlechten Wetter zu Opfer gefallen war, starteten die Stuttgart Reds am Ostersonntag bei den Mannheim Tornados mit zwei deutlichen Auswärts-Siegen in die Bundesliga-Saison 2023: Einem 16:5-Sieg in Spiel 1 folgte ein 8:0 in der zweiten Begegnung.

Obwohl sie im ersten Spiel nur drei Hits erzielten, kamen die Reds zu einem vorzeitigen 16:5-Kantersieg nach fünf Innings. Grund war vor allem das schlechte Pitching der Gastgeber und einige wenige, dafür aber sehr effiziente Hits der Stuttgart Reds.

Johnaikel Acosta, Reds-Neuzugang aus Aruba (Niederländische Antillen), tat sich zunächst schwer und gab in den ersten zwei Spieldurchgängen fünf Runs ab. Da die Tornados-Pitcher ihrerseits große Probleme hatten, die Strikezone zu finden (neun Walks und drei Hit-by-pitch in einem Inning), lagen die Reds – ohne allzuviel tun zu müssen -, nach zwei Innings mit 10:5 vorn.

Benedikt Schäffer, der bereits mit einem Double zu den zwischenzeitlich zehn Runs beigetragen hatte, legte im dritten Durchgang nach und drosch den Ball über den Zaun im Centerfield zum 12:5. Noch effektiver war ein Inning später Moritz van Bergen, der einen „Grand Slam“ – also einen Homerun bei Bases loaded – schlug und damit das Ergebnis auf 16:5 schraubte. Mannheim gelang gegen Johnaikel Acosta kein weiterer Punkt und damit wurde das Spiel nach fünf Durchgängen frühzeitig beendet. Acosta ließ fünf Runs bei sechs Hits und einem Walk zu. Drei Tornados gingen Strikeout.

Exzellentes Pitching von Dustin Ward und eine solide Schlagleistung sorgten dann für ein 8:0 im zweiten Spiel. Ward bestritt sechs der sieben Innings, warf beeindruckende 10 Strikeouts und ließ nur vier Hits der Tornados zu, bevor José Mendoza das siebte Inning ebenso problemlos absolvierte. Xavier Gonzalez und Ramon Uhl hatten je drei der insgesamt 11 Hits für die Stuttgarter.


Gut 90.000 Besucher über alle drei Tage beim Bahnprojekt Stuttgart–Ulm

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Stuttgart.| Der Verein Bahnprojekt Stuttgart–Ulm e. V. hatte von Karsamstag (08.04.2023) bis einschließlich Ostermontag (heute) zu den drei Tagen der offenen Baustelle rund um den Stuttgarter Hauptbahnhof eingeladen.

Gut 90.000 Interessierte nutzten die Gelegenheit und informierten sich über den Bahnhofsumbau mit den markanten Kelchstützen, die bereits verlegten Schienen und Weichen im Tunnel nördlich des Bahnhofstrogs sowie den Umbau des Bonatzbaus. Über 100 Fachleute aller Projektpartner informierten die Besucherinnen und Besucher an rund 20 Informationsständen unter anderem über den Baufortschritt, den Digitalen Knoten Stuttgart und den Nah- und Regionalverkehr (bwegt) sowie über die S-Bahn Stuttgart und das städtebauliche Folgeprojekt „Stuttgart Rosenstein“.

„Die im Rohbau weit fortgeschrittene neue Bahnhofshalle hat die Menschen in Scharen angezogen und begeistert. Sie freuen sich auf die baldige Inbetriebnahme“, sagt ein sichtlich überwältigter Bernhard Bauer, Vorsitzender des Vereins Bahnprojekt Stuttgart–Ulm. „Der Ansturm und die Begeisterung der Menschen haben alle Anstrengungen im Vorfeld für diese besonderen Tage vergessen lassen.“

Und weiter: „Die Besucherinnen und Besucher sind unglaublich begeistert. Aus zahlreichen Gesprächen mit ihnen wissen wir, dass das Konzept des direkten Anschauens und Austauschens mit den Fachleuten gut ankommt. Dies ist nochmals ein zusätzlicher Motivationsschub für die Fertigstellung. Daher geht mein herzlicher Dank an die Expertinnen und Experten sowie an mein Team, die gemeinsam diese Veranstaltung erst möglich gemacht haben. Diese Sonderschicht hat sich gelohnt. Mein Dank geht auch an die unglaublich geduldigen Gäste, die teilweise bis zu 45 Minuten auf den Einlass in die Bahnsteighalle warteten.“ Der Knoten Stuttgart mit rund 60 Kilometern neuer Gleise und vier neuen Bahnhöfen soll im Dezember 2025 in Betrieb gehen.

Der Verein Bahnprojekt Stuttgart–Ulm e. V. organisiert seit 2016 den Besuch für Bürgerinnen und Bürger auf der Großbaustelle. Die diesjährige Veranstaltung ist die siebte, weil im Coronajahr 2021 keine Besichtigung in diesem Umfang möglich war. Neben den Fachthemen und den eindrücklichen Bauten wurde auch an die Jüngsten gedacht: mit Kinderbaggern, einer Kinder-Osterrallye sowie Mal- und Suchstationen lohnte sich der Besuch für die ganze Familie.

Besucherzahlen aus den Vorjahren über alle drei Tage:

  • 2016: 30.000
  • 2017: 25.000
  • 2018: 40.000
  • 2019: 35.000
  • 2020: 64.000
  • 2021: Pandemiebedingt entfallen
  • 2022: 59.000
  • 2023: 90.000 (26.000 + 28.000 + 36.000)

Neue Parkour-Anlage und erweiterter Spielplatz am Marienplatz

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Stuttgart.| Die erste Parkour-Anlage in der Stuttgarter Innenstadt wurde am 3. April am Marienplatz von der Leiterin des Amts für Sport und Bewegung, Daniela Klein, und dem Leiter Stadtgrün Bezirk Mitte des Garten-, Friedhofs- und Forstamts, Bernhard Kirchmaier, eröffnet. Die Anlage befindet sich durchgehend auf dem äußeren Ring des Marienplatzes und verläuft zum Teil unterhalb der Brücke für die Zacke. Einzelne Betonblöcke unter den Bäumen bieten neben Sonnenschutz auch eine Sitzgelegenheit, die zum Verweilen und Zuschauen einlädt.

Der Parcour ist variantenreich und eignet sich sowohl für Anfängerinnen und Anfänger als auch für erfahrene „Traceure“. Die rund 40 Elemente geben einen Bewegungsablauf vor und lenken die Trainierenden durch den Parkour, der umfassendes Ganzkörpertraining ermöglicht, das sowohl Kraft als auch Kondition, Balance und Koordination verlangt.

Die sogenannten „Traceure“ kombinieren unterschiedliche Bewegungsformen wie Klettern, Springen und Laufen, um den Parkour zu bewältigen. Dabei müssen die Bewegungen flüssig und kontrolliert miteinander verbunden werden, um den Parkour möglichst effizient und kraftsparend zu absolvieren. Oftmals wird an speziellen Parkour-Anlagen wie am Marienplatz trainiert. Verschiedene Parkour-Bewegungen und Sprünge aller Art können dort absolviert werden.

Die einzelnen Elemente am Marienplatz wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Parkour Stuttgart platziert, um sicherzustellen, dass die Bewegungsabläufe richtig absolviert werden können. Die Anlage zeigt, wie Parkour als Sportart in den urbanen Raum eingebunden werden kann und bietet eine neue Trainingsmöglichkeit in der Innenstadt. Weitere Trainingsorte in Stuttgart befinden sich auf der Waldau sowie in Neugereut und Vaihingen. Der Verein Parkour Stuttgart bietet jeden zweiten Samstag im Monat von 13 bis 16 Uhr ein kostenloses Einsteigertraining für alle Interessierten ab 14 Jahren auf dem Gelände der Universität in Vaihingen, S-Bahn-Haltestelle Universität, an.

Die Parkour-Anlage am Marienplatz wurde mit Mitteln aus dem Masterplan für urbane Bewegungsräume finanziert. Dieser liefert zukunftsweisende Ideen, wie der öffentliche Raum in Stuttgart bewegungsfreundlicher gestaltet werden kann. Der Gemeinderat entschied im November 2021, den Masterplan bei künftigen städtebaulichen Projekten und Umgestaltungen im öffentlichen Raum immer einzubeziehen.

Neben dem Parkour wurde auch der Spielplatz auf dem Marienplatz umgestaltet und der Belag des Soccer-Feldes ausgetauscht. Auf der neuen Nestschaukel können mehrere Kinder gleichzeitig schaukeln und auf dem Spielgerät „schiefe Ebene“ werden Gleichgewichtssinn und Koordination geschult. Eine Abkühlung im Sommer bietet der erweiterte Wasserspielbereich. Zudem ist der Spielplatz über ein zweites Tor nun leichter zugänglich.

Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt begleitete maßgeblich die Planung der neuen Spiel- und Bewegungsangebote auf dem Marienplatz, die vom Landschaftsarchitekturbüro freiraumconcept sinz-beerstecher + böpple PartGmbB entwickelt wurden. Die Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Bezirksbeirat Süd und dem Amt für Sport und Bewegung. Der Umbau des Kleinkinderspielbereichs wurde zu einem großen Teil durch den Bezirksbeirat-Süd aus Mitteln des Bezirksbudgets finanziert.


Kunstgalerien in Stuttgart ermöglichen es eine eigene Ausstellungen zu planen

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Geschäftliche Information

Kunstgalerien sind schon lange ein wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft. Sie ermöglichen es Menschen, die Vielfalt und Vorteile der Kunst zu entdecken und zu genießen. Einige Kunstgalerien in Stuttgart stellen eine besondere Chance dar, um eine eigene Ausstellung zusammenzustellen. Dank ihrer Bekanntheit durch vielfältige Sammlung an Bildern, Skulpturen, Textilien und anderen Werken verschiedener Stile sowie ihres Know-hows im Bereich des Galeriebetriebs bieten sie alles, was man braucht, um eine eigene Ausstellung auf die Beine zu stellen.

Planung einer Ausstellung

Bei der Planung einer Ausstellung gibt es eine Reihe von Aspekten zu betrachten. Zuerst sollte man sich darüber klar werden, welche Art von Kunst man präsentieren möchte und ob man diese selbst produziert oder bereits vorhandenes Material verwendet. Man muss überlegen, welcher Rahmen für die Ausstellung geeignet ist: soll sie groß oder klein sein? Welcher Ort ist am besten geeignet? Soll man mehr als nur Bilder zeigen oder noch andere Arten von Kunstwerken integrieren? Und natürlich müssen auch Besucher auf die Ausstellung aufmerksam gemacht werden – Promotion ist hier besonders wichtig, aber keine Sorge, denn es gibt viele nützliche Tools, um schöne Handouts zu erstellen.

Wenn Sie Ihre Vision für Ihre persönliche Ausstelllung haben, sollten Sie als nächsten Schritt nach Kunstsammlern in Stuttgart suchen. Es gibt viele GaleristInnen und gewerbliche HändlerInnen, mit denen man Kontakt aufnehmen kann. Am besten fragen Sie bei mehreren Anbietern nach und vergleichen deren Angebote an örtlichen Veranstaltern sowie anreisenden KünsterInnen und KuratorenInnen (die je nach Aufwand unterschiedlich hoch sein können). Es ist wichtig zu beachten, dass alle VertragspartnerInnen (im Falle anreisender KünsterInnen/KuratorenInnen) rechtzeitig informiert werden und Vorkehrung getroffen wird (zum Beispiel Reisekostenzuschüsse), damit alle Beteiligten die Erwartungshaltung verstehen und ihnen kein Nachteil entsteht.

Vorbereitung

Grundsätzlich gilt: Je besser vorbereitet Sie sind, desto besser stehen Ihre Chancen, dass Ihr Projekt erfolgreich gestaltet wird. Wenn es die personellen Ressourcen erlauben, empfiehlt es sich außerdem, eventuell Hilfe bei der Cateringorganisation in Anspruch zu nehmen oder professionelle Design Agenturen, beispielsweise im Bereich Webdesign, für Online-Marketing-Kampagnentypen heranzuziehen.

Sobald alle Aspekte organisatorischer Natur abgeschlossen sind – aber noch bevor tatsächlich begonnen wird – sollte man unbedingt an das Viewing denken! Hierbei handelt es sich um das Testviewing Ihrer Kunstsammlung durch freischaffende KuratorInnen sowie andere Experten des Kulturbetriebs in Stuttgart. Dadurch erhalten Sie ein Rückmeldeverfahren basierend auf den Meinungsfähigkeit professioneller Personen.

Zu guter Letzt sollten Sie sicherstellen, dass alle Dokumentationen in Ordnung sind und die Ausstellung in den offiziellen Kanälen beworben wird. In der heutigen digitalen Welt ist es unerlässlich, dass Ihre Ausstellung möglichst viel Aufmerksamkeit erhält. Social-Media-Plattformen sind daher ein sehr wirksamer Weg, um zusätzliche Besucher anzulocken.

Marketingstrategie

Es ist ratsam, im Vorfeld eine Marketingstrategie zu entwerfen und nach einem Zeitplan vorzugehen: Ein Teil der Werbeaktionen sollte bereits Monate im Voraus eingeleitet werden (die Eröffnungsansprache kann beispielsweise gut als Facebook- oder Instagram-Posting verwendet werden). Gleichzeitig sollten aber auch kurzfristige Werbemaßnahmen getroffen werden – etwa das Verbreiten von Flyern oder Postern im nahen Umkreis der Kunstrunde, wo Ihre Ausstellung präsentiert wird.

Es gibt viele Aspekte zu beachten, wenn man eine eigene Ausstelllung planen möchte, doch all diese Anstrengung lohnt sich auf jeden Fall. Mit Engagement und Kreativität liefern die Kunstgalerien Stuttgart die perfekte Grundlage für atemberaubende und beeindruckende Kunsterlebnisse.

Wenn Ihre Ausstellung ein voller Erfolg wird, dann sollten Sie in Betracht ziehen, sie auch auf dem Kunstmarkt anzubieten. Hierzu muss die Gebühr bei einem professionellen Vermittlungsservice entrichtet werden, der Ihr limitiertes Bild auf Webseiten oder in speziellen Katalogen präsentieren kann. Mit diesem Service erhalten Sie sowohl Kontakte zu potenziellen Sammlern als auch nützliche Informationen über den Kunstmarkt – und zwar weltweit!

Professionelle Beratung

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es nicht immer leicht ist, seine Werke über den lokalen Markt hinaus zu verkaufen. Somit empfiehlt es sich mit professioneller Beratung von Experten des Kunstmarktes vertraut zu machen und bei Bedarf Kontakte herzustellen – egal ob mittels Online-Tutorials (wie etwa ein Audiokurs) oder aber persönlicher Gespräche mit GaleristInnen.

Wer bereits Freude am Erarbeiten einer eigenen Ausstellung hatte, sollte auch daran denken, sich weiterhin intellektuell und kreativ herauszufordern. So können die Kunstgalerien Stuttgart oft entscheidend sein für die Entwicklung neuer Ideen und Konzepte und Projekte langfristig unterstützen und letztlich dazu beitragen, das Potential der Kunstsammlung weiterzuentwickeln.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kooperation mit anderen staatlichen Institutionen und Kunstgalerien, etwa mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz oder den städtischen Museen. Hier kann Ihre Ausstellung vor einem größeren Publikum stattfinden und profitiert von der Verankerung in der örtlichen Kunstszene.

Gleichzeitig bieten solche Zusammenarbeiten und Partnerschaften auch Möglichkeiten zur Vernetzung mit anderen Kulturen und Ländern. Dies ist besonders für Kulturinstitutionen interessant, da sie durch den Austausch neuer Ideen und Techniken ihr jeweiliges Angebot erweitern können.

Es gibt also viele Faktoren, die bei der Planung einer eigenen Galerie-Ausstellung zu beachten sind, doch wie immer lohnt sich der Aufwand.


Batterierecycling: Bosch entwickelt Europas erste vollautomatisierte Anlage zur Batterieentladung

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REMONDIS und Rhenus Automotive werden Pilotpartner

  • Lokales Batterierecycling und die Rückführung der Rohstoffe werden wichtige Bausteine für den Aufbau einer europäischen Kreislaufwirtschaft.
  • Bosch hat sein Portfolio an Fertigungsequipment für die Batterieproduktion jetzt um spezifische Hard- und Software für das Recycling erweitert.
  • Joint Venture von REMONDIS-Tochter TSR Recycling und Rhenus Automotive errichtet mit Technik von Bosch Rexroth in Magdeburg die erste vollautomatisierte Batterierecycling-Anlage in Europa.
  • Auf der Hannover Messe stellt Bosch seine patentierte Entladelösung für das Batterierecycling vor.

Stuttgart.| Immer mehr Elektroautos kommen auf die Straßen. Nach Schätzungen von Bosch sollen sie bis 2030 rund 70 Prozent aller neu zugelassenen Pkw in Europa ausmachen. Damit einher geht ein steigender Bedarf an Batterien und Recycling der darin enthaltenen Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder Nickel. Bosch hat dafür spezielle Maschinen, Anlagen und Software entwickelt. Das Tochterunternehmen Bosch Rexroth liefert jetzt der Battery Lifecycle Company, ein Joint Venture der REMONDIS-Tochter TSR Recycling und Rhenus Automotive, die erste vollautomatisierte Anlage zu Entladung und Demontage von Batteriemodulen in Europa. „Elektromobilität kann sich nur dauerhaft etablieren, wenn ausreichend Rohstoffe für die Herstellung der Batterien zur Verfügung stehen. Recycling kommt eine tragende Rolle zu und hilft, unsere Wertschöpfung auf ein nachhaltiges Fundament zu stellen: Das, was wir nutzen, verwenden wir wieder und gewinnen Rohstoffe zurück“, sagt Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. Experten gehen davon aus, dass in Europa bis 2030 Recycling-Kapazitäten für bis zu 420 000 Tonnen Batteriematerial pro Jahr notwendig sein werden (Quelle: Fraunhofer ISI, 2023). „Wollen wir eine europäische Kreislaufwirtschaft aufbauen, müssen wir Recycling fest in den Lebenszyklus von Produkten integrieren und die notwendige Infrastruktur dafür schaffen. Bosch bringt sich mit seiner Technik-Expertise ein“, sagt Hartung. Auf der Hannover Messe (17. – 21. April 2023) stellt Bosch Industrietechnik für das Batterierecycling vor.

„Elektromobilität kann sich nur dauerhaft etablieren, wenn ausreichend Rohstoffe für die Herstellung der Batterien zur Verfügung stehen. Recycling kommt eine tragende Rolle zu und hilft, unsere Wertschöpfung auf ein nachhaltiges Fundament zu stellen: Das, was wir nutzen, verwenden wir wieder und gewinnen Rohstoffe zurück,“ sagt Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung.

Effizientes Recycling als Baustein einer Kreislaufwirtschaft

Mehr und mehr Elektroautos bei gleichzeitig begrenzten Ressourcen und steigenden gesetzlichen Vorgaben für das Recycling – die Herausforderungen nehmen zu. „Wir stellen heute die Weichen für das Morgen. Die aktuell in Fahrzeugen eingebauten Batterien haben in zehn bis 15 Jahren ihr Lebensende erreicht. Dieses Zeitfenster gilt es zu nutzen, um die entsprechenden Recyclingkapazitäten zu errichten“, so Dr. Steffen Haack, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG. Die für das Recycling benötigte Anlagentechnik erfordert allein in Europa laut dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung Investitionen in Höhe von mehr als sechs Milliarden Euro bis 2040 (Quelle: Fraunhofer, 2021). Das zahlt sich aus: Bei optimalem Recycling lassen sich bis zu 95 Prozent der chemischen Elemente dem Batterie-Produktionsprozess erneut zuführen. Die von Bosch Rexroth entwickelte automatisierte Entladung vereinfacht nicht nur das Recycling, sie steigert auch die Effizienz und erhöht die Sicherheit: Module lassen sich in wenigen Minuten tiefentladen. Dabei erkennt die Anlage unterschiedliche Batterie-Bauformen, Risiken wie Kurzschlüsse und Brände werden minimiert.

Modellprojekt bei der Battery Lifecycle Company

In Magdeburg am Standort der Battery Lifecycle Company entsteht derzeit die erste vollautomatisierte Anlage Europas. Bosch Rexroth liefert hierfür die Technik. Vor Ort sollen gebrauchte Batterien unterschiedlicher Hersteller geprüft, tiefentladen und für das anschließende Schreddern vorbereitet werden. Dabei transportiert die neue Anlage Batteriematerial von bis zu 150 Kilogramm je Werkstückträger mit einer Geschwindigkeit von 18 Metern pro Sekunde. Innerhalb von weniger als 15 Minuten lassen sich so acht Lithium-Ionen-Akkus von Elektroautos automatisiert entladen. Mit seiner automatisierten Lösung erhöht Bosch das Recyclingtempo signifikant: Beim zurzeit üblichen manuellen Verfahren dauert es bis zu 24 Stunden, ehe die Akkus tiefentladen sind. Die patentierte Entladelösung von Bosch wird erstmalig beim Modellprojekt in Magdeburg eingesetzt: Batteriemodule werden prozesssicher chemisch inaktiviert, die Weiterverarbeitung kann spannungslos erfolgen. Die aus den Modulen stammende Restenergie wird für den Betrieb der Anlage verwendet. Zudem kommt vor Ort bewährte Industrietechnik von Bosch für die Batterieproduktion zum Einsatz, etwa flexible, modulare Transfersysteme sowie die Steuerungsplattform ctrlX AUTOMATION. Jährlich sollen am Standort der Battery Lifecycle Company bis zu 15 000 Tonnen Batteriematerial recycelt werden. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Sommer 2023 geplant.

Industrietechnik von Bosch für das Recycling

Bosch verfügt über jahrelange Erfahrung bei der Entwicklung von Automatisierungs- und Fertigungstechnik für die Batterieproduktion. Industrietechnik von Bosch ist bei allen deutschen Premiumautomobilherstellern im Einsatz und in zahlreichen Batteriefertigungen weltweit. Fortlaufend erweitert Bosch sein Portfolio entlang der Wertschöpfungskette für die Batterieproduktion. Für das Batterierecycling hat das Unternehmen jetzt spezifische Hard- und Software entwickelt, die gemeinsam mit Partnern und Systemintegratoren weltweit vermarktet werden sollen. Dazu zählen neben vollautomatisierten Entladestationen von Batteriemodulen ergonomisch flexible Arbeitsplätze zur technischen Analyse und sicheren Batteriedemontage, Transfersysteme für den Transport von Batterien unterschiedlicher Gewichtsklassen sowie Software zur Mitarbeiterführung durch verschiedene Prozessschritte. Darüber hinaus bietet Bosch eine „Track & Trace-Lösung“ zur Nachverfolgung des Zustands, der Materialherkunft und des Verarbeitungsstatus von Batterien.