Bietigheim macht es gegen Minden wieder spannend

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von: Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Der Tabellenzweite verteidigt am 28. Spieltag seinen Aufstiegsplatz. Die SG BBM Bietigheim setzt sich in einer temporeichen und hochklassigen Partie gegen GWD Minden mit 34:33 (17:16) Toren durch.

Als Mohamed Aly den letzten Mindener Wurfversuch abgewehrt, wird die EgeTrans Arena vollends zum Tollhaus. Die meisten der 2874 Fans (Saisonrekord) feiern ihr Team, das die letzten Sekunden bis zum Schlusspfiff den Ball in den eigenen Reihen und einen verdienten Sieg festhält. Der Traum vom Aufstieg lebt weiter in Ellental.

Die aktuelle niederlagenfreie Serie des Bundesliga-Absteigers endete nach fünf Spieltagen in der EgeTrans Arena, doch der Aufwärtstrend der im Februar bis auf einen Abstiegsplatz abgerutschten Ostwestfalen dürfte nach dieser Leistung weiter intakt sein. „Vom Ergebnis her ist das enttäuschend“, sagt GWD-Coach Aaron Ziercke, „aber die Mannschaft hat bei Tabellenzweiten ein tolles Spiel gezeigt.“

Tempo und Tore satt, das hatten sich beide Teams am Freitag auf die Fahnen geschrieben. „Wir wussten, dass Minden ein unfassbar schwerer Gegner werden wird“, sagt Jonathan Fischer. „Im Angriff haben wir unsere Sache 60 Minuten gut gemacht und deshalb verdient gewonnen.“

„Die Stimmung in der Halle war heute unglaublich und mindestens das eine Tor für uns wert“, Iker Romero sah früh im Spiel den Funken zwischen Fans und Mannschaft überspringen. „Alle Teams in der 2. Liga haben eine unglaubliche Qualität, das hat man heute wieder gesehen“, unterstreicht der spanische Cheftrainer der Schwaben die Leistung der Gäste.

Bis zum kollektiven Jubel war es ein hartes Stück Arbeit für den Tabellenzweiten. Nach dem 5:5 gibt die SG BBM zwar die Führung nicht mehr aus der Hand, kann sich aber auch nicht absetzen. Häufiger als in den letzten Partien kann Bietigheim gegen Mindens großgewachsene zentrale Verteidigung mit seinem Kreisspiel punkten. Jonathan Fischer und Fabian Wiederstein machen je vier Tore. Aber das Spiel über den Kreis beherrscht auch das Team von Aaron Ziercke um seinen herausragenden Spielmacher Mohamed Darmoul.

Während Mohamed Aly bei der SG BBM gleich die ersten drei Bälle abwehrt, wechselt Minden schon früh den Keeper. Mit Yahav Shamir kommt Minden besser ins Spiel als zuvor mit Malte Semisch. Treffsichere Bietigheimer führen zwischenzeitlich mit 14:11 Toren. Zur Pause aber ist der Vorsprung beim 17:16 wieder hauchdünn.

Auch im zweiten Abschnitt hält der Tabellenzweite sofort den Druck hoch, führt wieder mit 23:20 Toren, als Ziercke seine zweite Auszeit nimmt. Durch einen der fünf von Christian Schäfer gewohnt sicher eingenetzten Siebenmeter liegt Bietigheim ausgerechnet am Ende einer Unterzahlsituation beim 27:23 erstmals mit vier Toren vorn, sieben Minuten vor dem Ende nach dem vierten Tor von Dominik Claus schließlich mit 32:27.

Minden will aber nach einem couragierten Auftritt nicht mit leeren Händen die EgeTrans Arena verlassen, zwingt Bietigheim in die Crunchtime. „Am Ende erhalten wir zu viele einfache Gegentore aus dem Rückraum“, sagt Jonathan Fischer zur Schlussphase, in der GWD seine Chance sucht und fast noch findet. Zwischenzeitlich war Filip Baranasic ins Tor der SG BBM gerückt, nach dem Rücktausch hat Mohamed Aly genau noch einmal die Hände am Ball, dafür aber in Zusammenarbeit mit dem Bietigheimer Block Sekunden vor dem Ende ganz entscheidend.

„Wir stehen Mitte April mit nur minus 13 Punkten da“, ordnet Iker Romero den zwölften Heimsieg in dieser Saison ein. „Was soll man den Jungs da anderes sagen als: weiter so. Diese Truppe spielt jedes Spiel wie ein Endspiel.“

SG BBM Bietigheim: Baranasic (2 Paraden), Genz, Aly (8 Paraden); Vlahovic (1), Claus (4), Öhler, Wolf (5), Schäfer (6/5), de la Peña (1), Wiederstein (4), Velz (4), Barthe (1), Hejny, Bader, Pfeifer (4), Fischer (4).

GWD Minden: Semisch (2 Paraden), Shamir (10 Paraden); Kranzmann (5/5), Korte, Johannsson (4), Schliedermann, Radovic, Dzialakiewicz (6), Stoyke, Asensio (2), Sebetic (1), Kühn, Diekmann (2), Darmoul (6), Hermeling (7).

Zeitstrafen: Vlahovic (9.), Wiederstein (29.), Barthe (44.), Claus (55.) – Diekmann (3.), Sebetic (18., 30.), Asensio (46., 59.)
Siebenmeter: 5/5 – 3/3
Spielverlauf: 3:0 (5.), 5:5 (12.), 9:6 (17.), 11:10 (21.), 16:13 (25.), 17:16 (30.), 21:18 (38.), 24:23 (42.), 27:23 (47.), 32:27 (53.), 34:31 (56.), 34:33 (57.)
Schiedsrichter: Konrad Gimmler / Jannik Rips (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 2874 (EgeTrans Arena Bietigheim)


Visuelle Erzählungen: Die Kraft eines Imagevideos

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Unternehmen sind darauf angewiesen, von Interessenten und potenziellen Kunden wahrgenommen zu werden und dabei im Gedächtnis zu bleiben. Um am Markt bestehen zu können kommt es darauf an, interessant zu sein und auf sich aufmerksam zu machen. Das Schaffen von Emotionen ist hier ein zentraler Faktor, denn sie sorgen dafür, dass sich die Marke beziehungsweise die Verkaufsbotschaft einprägt und erinnert wird. Ein Imagefilm ist hierbei eine ideale Möglichkeit, um in Form von bewegten Bildern, Text und auch Musik entsprechende Verbindungen zu schaffen.

Die Funktionsweise von Imagevideos

Ein Imagevideo ist ein kurz gehaltener Film, der dazu dient, ein Unternehmen oder dessen Marke positiv darzustellen. Das Ziel ist das Stärken der Bekanntheit und das Wecken von Interesse und Neugier auf das bestehende Angebot. Wesentlich ist die Verwendung von unterschiedlichen Elementen, die einerseits in visueller Hinsicht besonders ästhetisch sind und andererseits nachhaltig Emotionen wecken. Beides sorgt für eine positive Wirkung und trägt wesentlich zur Markenbildung bei.

Imagevideos zeichnen sich darüber hinaus durch eine kurze Dauer aus. Sie sind selten länger als fünf bis maximal zehn Minuten und sollten nicht mit zu vielen Inhalten überfrachtet werden. Ein gutes Imagevideo basiert auf Unmittelbarkeit, mit der die gewünschte Botschaft vom Zuschauer wahrgenommen, verstanden und verinnerlicht wird.

Storytelling – der Sinn von Geschichten

Das Storytelling ist der treibende Faktor und der wichtigste Aspekt bei einem Imagefilm. Hier gilt es, den Zuschauer durch eine einerseits einzigartige und andererseits emotionale Geschichte aufmerksam zu machen und im besten Fall für die damit verbundene Botschaft zu begeistern. Gleichzeitig werden wichtige Informationen übermittelt, die für den potenziellen Kunden entscheidend sind und ihm etwas über das Unternehmen, dessen Marke oder auch ein konkretes Produkt erzählen.

Damit das Storytelling im Imagevideo authentisch ist und absolut überzeugend wirkt, reicht es nicht, nur die Kamera auf ein Geschehen zu halten. Unternehmen profitieren stattdessen von einer professionellen Dramaturgie und einer erstklassigen Bearbeitung rund um Inhalt, Marke und Botschaft. Videomarketing, wie es beispielsweise von der Online Marketing Agentur Videohelden angeboten wird, sorgt dabei für ein Filmerlebnis von hoher Qualität.

Die Umsetzung von Imagevideos

Entscheidend für den Erfolg von Imagevideos ist vorab das Definieren der gewünschten Zielgruppe. Nur wenn diese eindeutig identifiziert ist und die grundlegenden Bedürfnisse und Wünsche der entsprechenden Kunden bekannt sind, kann ein Video die richtige Botschaft vermitteln.

Die passende Kombination aus

– Bildern,
– Musik
– und Text

ist für den Erfolg eines Imagevideos maßgeblich. Die Stimmung, die der Film transportieren soll, kann darüber gezielt gesteuert werden und nimmt unmittelbar Einfluss auf die gewünschten Emotionen und Assoziationen, die durch den Inhalt geweckt werden sollen.

Die Einsatzbereiche von Imagevideos

Imagevideos werden in der Regel auf den verschiedenen Social Media Kanälen präsentiert. Hier werden sie von zahlreichen Nutzern gesehen und können für mehr Reichweite für das Unternehmen sorgen und neue Kunden generieren.

Relevante Plattformen sind beispielsweise:

– Facebook
– Instagram
– TikTok
– LinkedIn
– WhatsApp

Es ist sinnvoll, dass die verwendeten sozialen Netzwerke zur jeweiligen Zielgruppe passen.


100 Jahre Mein EigenHeim

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Die Wüstenrot Bausparkasse AG, Kornwestheim, feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Auch die Kundenzeitschrift Mein EigenHeim erschien erstmals vor einem Jahrhundert.

Die Wüstenrot-Bausparkassenzeitschrift wird aktuell vierteljährlich in einer Auflage von mehr als 820.000 Heften veröffentlicht und erreicht laut Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse pro Ausgabe 1,26 Millionen Leserinnen und Leser. Mein EigenHeim ist damit die reichweitenstärkste deutsche Bausparzeitschrift und vermittelt ihren Leserinnen und Lesern Anregungen und attraktive Lösungen für alle Wohn- und Finanzierungswünsche.

Die Zeitschrift erschien erstmals im April 1924 – nur rund zwei Monate nach Gründung der ältesten deutschen Bausparkasse im schwäbischen Dorf Wüstenrot. Der Gründer der Bausparkasse, Georg Kropp, schrieb und verlegte das Blatt im damaligen Umfang von 16 Seiten weitgehend allein.

Die kleine Erstauflage wurde Kropp und seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern aus den Händen gerissen – was schon bald einen Nachdruck des „amtlichen Mitteilungsblatts der Gemeinschaft der Freunde e.V.“ erforderlich machte. “Jeder Familie ein eigenes Heim” lautete Kropps seither berühmt gewordene Forderung aus dem ersten Heft der Kundenzeitschrift, die wesentlich zum Erfolg der Bausparidee beitrug.

Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender von Wüstenrot: „Mein EigenHeim ist eines der Aushängeschilder unserer Bausparkasse: Die Zeitschrift hat den Wandel des Wohnens über ein Jahrhundert eng begleitet – und ist bei unseren Kundinnen und Kunden unverändert sehr beliebt.“

Bis heute sind – trotz Unterbrechung in der Zeit des 2. Weltkriegs und den ersten Nachkriegsjahren – 537 Ausgaben der Zeitschrift erschienen. Bei den Leserinnen und Lesern punkten Portraits attraktiver Neubauten ebenso wie charmante, gepflegte Altbauten. In Modernisierungs- und Finanzierungstipps der Zeitschrift geht es vielfach um die Wertsteigerung der Wohnimmobilie, in den letzten Jahren zunehmend auch um die energetische Sanierung.

Als große Kooperationsbausparkasse bietet Wüstenrot auch Vertriebspartnern wie der Commerzbank, der Allianz, Unicredit, der ERGO oder der HUK seine Expertise rund um Bauen, Wohnen und Finanzieren an. Dazu gehört, dass es eine eigene Kooperationsausgabe von Mein EigenHeim gibt. Zwei Wettbewerber aus der Bausparbranche nutzen zudem Teile der Wüstenrot-Zeitschrift zur Information ihrer Kundinnen und Kunden – unter eigenem Titel und ergänzt um Informationen des jeweiligen Instituts.


Bietigheim will zuhause keine Punkte mehr lassen

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von Bernhard Gaus

Alles beim Alten an der Tabellenspitze der 2. Handball-Bundesliga. Die SG BBM Bietigheim geht als Zweiter unverändert mit zwei Punkten Vorsprung in den 28. Spieltag. In den verbleibenden vier Heimspielen will sich die SG BBM alle Punkte sichern, so am Freitag (20 Uhr, EgeTrans Arena) gegen Bundesliga-Absteiger GWD Minden.

Der Dritte ASV Hamm-Westfalen kann die 34:31-Niederlage der SG BBM bei Spitzenreiter VfL Potsdam nicht nutzen, verliert sein Heimspiel gegen Eintracht Hagen mit 34:36 Toren. Kann jetzt vielleicht Hagen mit zuletzt 22:2 Punkten den Rückstand von fünf Punkten auf Platz 2 noch aufholen? Ein spannendes Saisonfinale rückt immer näher.

Sage noch einer, dass Iker Romero Zweckoptimismus verbreitet. „Alles ist möglich in dieser Liga“, ist einer der häufig gehörten Sätze des Spaniers, der die Einstellung seiner SG BBM im Top-Spiel beim souveränen Tabellenführer VfL Potsdam lobt. Der frühere Weltklassespieler hat ein gutes Auge für den Leistungsstand in der Liga und versteht es, sowohl die Niederlage seines Teams als auch die Spiele der Konkurrenten um den Aufstiegsplatz richtig einzuordnen.

Aber wie immer will sich der Spanier nur über das nächste Spiel, den nächsten Gegner unterhalten. Alles ist dem Fokus auf die nächste Aufgabe untergeordnet. Und mit Bundesliga-Absteiger GWD Minden kommt am Freitag ein potentiell dicker Stolperstein in die EgeTrans Arena. Die Ostwestfalen sind nach dem Abstieg ins Unterhaus durch ein tiefes Tal gegangen. Auch die SG BBM konnte sich Mitte November mit einem 30:33-Erfolg beide Punkte in der Kreissporthalle Lübbecke sichern. Ende Februar rutscht GWD sogar auf einen Abstiegsrang ab. Bereits in der Winterpause hatte man sich vom isländischen Trainer Adalsteinn Eyjolfsson getrennt. Co-Trainer Aaron Ziercke rückt in die Position des Chefcoaches auf und wird die Mannschaft durch die zweite Saisonhälfte führen.

Am 1. März beendet GWD Minden ein lange Niederlagenserie. Der Sieg beim TuSEM Essen markiert eine Trendwende. Die letzten fünf Spiele haben die Ziercke-Schützlinge nicht mehr verloren. Minden hat sich auf Platz 15 aktuell wieder ein Sechs-Punkte-Polster auf die Abstiegszone aufgebaut. Trotz einiger aktueller Verletzungsausfälle hat sich der Bundesliga-Absteiger stabilisieren können, holt mit einem 35:35-Unentschieden zuletzt einen Punkt im Kellerduell beim Dessau-Roßlauer HV.

Dreh- und Angelpunkt bei Minden ist Mohamed Darmoul. Der 26-jährige Tunesier, der zur nächsten Saison zum Bundesligisten MT Melsungen wechseln wird, erzielte mit seinen dynamischen 1:1-Situationen bislang 123/10 Saisontore. Hinter dem Spielmacher rangeln sich die beiden Außen Florian Kranzmann (97/41) und Max Staar (96) um die nächsten Plätze in der internen Torjägerliste. Torsteher Malte Semisch ist der Mann mit den meisten Paraden, aber auch mit einer der längsten Spielzeiten in der Liga. Der 31 Jahre alte GWD-Kapitän ist die Lebensversicherung der Mindener Defensive.


657 Kandidatinnen und Kandidaten für die Regionalwahl

13 Parteien und Wählervereinigungen treten bei der Wahl zur Regionalversammlung am 9. Juni 2024 an

Stuttgart.| 657 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich bei der Regionalwahl am Sonntag, den 9. Juni 2024 um die 80 Sitze in der Regionalversammlung. Darunter sind 246 Frauen (37 Prozent) und 411 Männer (63 Prozent). Der Verbandswahlausschuss hat in gestriger Sitzung die eingereichten Wahlvorschläge geprüft und 13 Parteien sowie Wählervereinigungen („Wahlvorschläge“) zur Regionalwahl zugelassen.

Die bereits in der Regionalversammlung vertretenen Parteien und Wählervereinigungen CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Freie Wähler, SPD, AFD, FDP, Die LINKE, ÖDP und PIRATEN treten wieder an. Darüber hinaus haben die Klimaliste Deutschland (KLIMALISTE) und Stuttgart ökologisch Sozial (SÖS) in der Landeshauptstadt Stuttgart sowie Bündnis der Vielfalt (Vielfalt) und die Basisdemokratische Partei Deutschlands (dieBASIS) im Landkreis Ludwigsburg Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt.

Zur Wahl der Regionalversammlung, die einmalig in Baden-Württemberg ist, sind etwa zwei Millionen Menschen in der Region Stuttgart aufgerufen. Wahlberechtigt sind deutsche Staatsbürger ab 16 Jahren mit Wohnsitz in der Region Stuttgart, im Gegensatz zu den Kommunalwahlen allerdings keine EU-Bürger.

Jede wahlberechtigte Person hat eine Stimme („Listenwahl“). Der Regionalversammlung gehören mindestens 80, höchstens 96 ehrenamtliche Mitglieder an. Möglich sind also bis zu 16 Ausgleichssitze, damit das Sitzverhältnis sowohl dem Ergebnis der Wahl in den einzelnen Wahlkreisen als auch dem Verhältnis der in der Region Stuttgart erreichten Gesamtstimmenzahl entspricht. Das Wahlgebiet Region Stuttgart umfasst die Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen und Ludwigsburg, den Rems-Murr-Kreis und die Landeshauptstadt Stuttgart. Wie viele Sitze pro Stadt-/Landkreis in der Regionalversammlung zu vergeben sind, richtet sich nach der Einwohnerzahl (vgl. Tabelle). Die Wahl am 9. Juni 2024 ist die siebte Wahl zur Regionalversammlung.


Effiziente Kraftübertragung: Die Grundlagen und Anwendungen der Pneumatik

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Erst vor Kurzem, Anfang März 2024, ließ eine Meldung alle professionellen Anwender von Druckluft aufhorchen: In Zusammenarbeit mit einem Druckluft-Start-up haben Forscher der Universität Stuttgart eine KI entwickelt, die den Verlust von Druckluft aufgrund von Leckagen in pneumatischen Anwendungen um bis zu 30% minimieren soll. Druckluft und pneumatische Technik stehen somit auch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz mehr denn je im Fokus von Unternehmen. Wir werfen einen Blick auf die Grundlagen der Pneumatik.

Entscheidendes Kriterium: Druckluft ist ein Arbeitsmedium

Der Begriff Pneumatik leitet sich aus dem altgriechischen Wort “Pneuma” ab, das sich mit “Wind”, “Hauch” oder “Atem” übersetzen lässt. Übertragen auf die Welt der Technik beschreibt der Begriff mechanische Anwendungen, bei denen unter Zuhilfenahme von Druckluft eine Arbeit verrichtet wird. Entscheidendes Kriterium ist dabei nicht die Art der Arbeit – es kann sich hierbei auch um die Übertragung von Signalen oder die Steuerung von Komponenten mittels Druckluft handeln -, sondern die erbrachte Leistung. In pneumatischen Anwendungen geht es immer um die Erzeugung von Druckluft für industrielle Zwecke. Grundsätzlich wird zwischen Aktivluft (= Luft für den Transport von Stoffen), Prozessluft (=Luft, die unmittelbar in technische Verfahren involviert ist) und Prüfluft (Luft als Medium für Prüfvorgänge) unterschieden. Früher wurde Druckluft übrigens als Pressluft bezeichnet.

Ein Blick in die Geschichte der Pneumatik

Die Geschichte der Pneumatik beginnt bereits vor der Industrialisierung – weit davor, um genau zu sein. Schon im dritten Jahrhundert v. Chr. experimentierte der griechische Techniker, Erfinder und Mathematiker Ktesibios im väterlichen Barbiergeschäft mit Konstruktionen, in denen Luft mittels eines Gewichts kontrolliert aus einem Loch in einer Röhre gepresst wurde. Damit war der Grundstein für die Lehre der Pneumatik gelegt. Auf der Basis dieser – sich stetig bis heute weiterentwickelnden – Lehre kristallisierte sich im Lauf der Jahre eine Unterteilung in vier pneumatische Stufen heraus: Drucklufterzeugung, Druckluftaufbereitung, Druckluftverteilung und Drucklufteinsatz.

Beispiele für weit verbreitete pneumatische Anwendungen

Druckluft kommt in einer Vielzahl von Branchen zur Anwendung. An erster Stelle sind neben dem Maschinenbau und der verfahrenstechnischen Industrie insbesondere die Mineralölindustrie, die chemische Industrie, die Lebensmittelindustrie, der Bergbau und die Fahrzeugindustrie zu nennen. Bekannte Beispiel sind Druckluftzylinder in pneumatischen Antrieben, Druckluftwerkzeuge wie etwa Drucklufthämmer, Sprühpistolen für die Lackierung, pneumatische Verfahren wie Sandstrahlen oder Kiesstrahlen sowie die Verwendung von komprimierter Luft in Rohren für den Transport von Flüssigkeit, Granulat, kleinem Stückgut oder Körnern.

Fünf Vorteile von pneumatischen Anwendungen im Alltag:

  • Luft ist ein leicht zugängliches und unerschöpfliches Medium, dessen Verwendung die Umwelt nicht belastet
  • Luft lässt sich mittels Leitungen über große Entfernungen hinweg transportieren und kann nach der Verwendung ohne weitere technische Hilfsmittel einfach ins Freie abgeleitet werden
  • Druckluftgeräte nehmen selbst bei einer starken Überlastung keinen Schaden und sind äußerst robust
  • Druckluftsysteme sind stufenlos regelbar und besitzen aufgrund des verwendeten Mediums Luft ein geringes Gewicht
  • Pneumatische Systeme sind leicht zu konstruieren und wartungsarm

Effizientes Arbeiten: Die Vielseitigkeit von Microsoft Office im Büroalltag

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Nach den Osterfeiertagen ist auch in den Büros wieder der Alltag eingekehrt. Manches blieb während der Urlaubszeit liegen und muss nun aufgearbeitet werden. Schon vor einigen Jahren zeigte eine Studie: Die Produktivität in Büros kann mit Microsoft Office um ein Viertel gesteigert werden. Ohne Word, Excel und Co. wären viele kaufmännische Aufgaben nur stark eingeschränkt umsetzbar. Ein Office ohne Office: In der heutigen Zeit eigentlich undenkbar, denn die Bürosoftware ist genauso vielseitig wie effizient.

Neue Versionen erleichtern den Arbeitsalltag

Stillstand ist für Microsoft nie eine Option gewesen. Deswegen gehen in unregelmäßigen Abständen auch immer wieder neue Versionen an den Start. Jede bringt Verbesserungen und neue Features mit, die den Arbeits- und Geschäftsalltag erleichtern. Kein Wunder, dass Nutzer, die zum Beispiel lange Zeit Office 2019 genutzt haben, von den Vorteilen des Nachfolgers profitieren wollen. Die Konkurrenz schläft schließlich nicht, und in Zeiten eines immer härter werdenden Wettbewerbs kann sich nur das Unternehmen langfristig auf dem Markt behaupten, das in allen Bereichen – und somit auch in der Verwaltung – maximale Effizienz beweist. Betriebe, welche die aktuellste Version Microsoft Office 2021 kaufen, finden sich mit den Neuerungen schnell zurecht. Ausgebaut und erweitert wurde unter anderem Excel. Clevere Formeln beziehungsweise Befehle machen es jetzt nämlich möglich, riesige Zellen-Mengen des praktischen Tabellenkalkulationsprogramms auf Schlüsselwörter hin zu checken. In Word und Powerpoint können Dreiecke, Kreise und andere geometrische Formen nun so dargestellt werden, dass sie wie eigenhändig gezeichnet wirken. Möglich macht dies das Feature “Skizzierter Stil”. So lassen sich eher trockene Themen viel anschaulicher und lebendiger präsentieren, ganz egal, ob es sich dabei um Powerpoint Präsentationen oder um ausgedruckte Word-Dokumente handelt. Darüber hinaus ist die Dokumentenbearbeitung in Echtzeit ebenso möglich wie das Hinzufügen von Ton und Grafik bei Powerpoint. Dank der Kompatibilität mit Microsoft Teams steht dem gemeinsamen Arbeiten an einem Projekt nichts mehr im Weg, denn ein Austausch mit anderen Teammitgliedern oder Kollegen ist jederzeit möglich. Outlook überzeugt mit einer automatischen Übersetzung, was die Kommunikation mit fremdsprachigen Kunden und Geschäftspartnern deutlich vereinfacht. Und wer den Dark Mode – also den dunklen Modus, den viele Handynutzer schon von ihren Smartphones kennen – nutzt, schont bei der Arbeit auch noch seine Augen. Insgesamt ist das Design von Microsoft Office 2021 gefälliger und moderner geworden. Viele behaupten sogar, die Software hat einen regelrechten Frischekick bekommen.

Entscheidung sollte individuell getroffen werden

Ob sich der Umstieg von einer älteren auf eine neue Version lohnt, muss natürlich jedes Unternehmen selbst entscheiden. Fakt ist jedoch, dass die Qualität der Bürosoftware mit jeder Neuauflage steigt und sich die Produktivität im Büroalltag dadurch noch mehr steigern lässt. Gerade letzteres Argument stellt für die meisten Betriebe den ausschlaggebende Grund dar. Dass sich Microsoft Office grundsätzlich unentbehrlich gemacht hat, ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Die Anschaffung ist also in jedem Fall ein Meilenstein auf dem Weg zum geschäftlichen Erfolg.


Großwärmepumpe in Stuttgart-Münster offiziell in Betrieb

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Klimaneutrale Fernwärmeerzeugung für 10.000 Haushalte

  • Anlage erreicht bis zu 24 Megawatt Leistung
  • Einsparung von 15.000 Tonnen CO2 pro Jahr
  • EnBW-Vorstandschef Stamatelopoulos: Wichtige Etappe zur klimaneutralen Erzeugung von Strom und Wärme

Stuttgart.| Die Fernwärmeversorgung der Region Stuttgart macht einen großen Schritt in Richtung Klimafreundlichkeit: Mit der Inbetriebnahme der Großwärmepumpe am EnBW-Kraftwerksstandort Stuttgart-Münster können künftig rechnerisch 10.000 Haushalte klimaneutrale Fernwärme beziehen. Der Gesamtanteil an klimaneutraler Fernwärme in der Region steigt damit um ca. 10 Prozentpunkte auf rund 25 Prozent. Dies unterstützt auch die Stadt Stuttgart bei der Erreichung ihrer Klimaschutzziele. Die Großwärmepumpe mit bis zu 24 Megawatt (MW) Leistung ist eine der ersten Anlagen in Deutschland in dieser Größenordnung. Sie nutzt die Abwärme aus dem Kühlwasserkreislauf des benachbarten Restmüllheizkraftwerkes und wird mit zertifiziertem Grünstrom aus der Müllverbrennung betrieben.

Für den Klima- und Umweltschutz leistet die Anlage einen wichtigen Beitrag: Die durch sie erzeugte Fernwärme senkt die CO2-Emissionen pro Jahr um etwa 15.000 Tonnen. Durch den Entzug der Umweltwärme aus dem Kühlwasser des Restmüllheizkraftwerkes gelingt es auch, den Wärmeeintrag in den Neckar zu reduzieren. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Reallabore der Energiewende“ gefördert und ist dem Verbundforschungsprojekt „Großwärmepumpen in Fernwärmenetzen – Installation, Betrieb, Monitoring und Systemeinbindung“ zugeordnet.

Herausfordernd war während der Bauphase vor allem die Einbindung der Großwärmepumpe in die Bestandsanlagen und die Infrastruktur des traditionsreichen Kraftwerksstandorts Stuttgart-Münster – und dies im laufenden Betrieb. Derzeit entsteht am Standort des Restmüllheizkraftwerks neben der Großwärmepumpe ein wasserstofffähiges Gaskraftwerk mit einer Leistung von 124 MW, das im Laufe des Jahres 2025 die Kohlekessel am Standort ersetzen wird. Somit ist die Fernwärmeerzeugung in Stuttgart anschließend kohlefrei. In den 2030er Jahren soll dann über einen weiteren „Fuel Switch“ Wasserstoff zur klimaneutralen Erzeugung von Strom und Wärme genutzt werden.

Die offizielle Inbetriebnahme der Großwärmepumpe wurde am 8. April 2024 im Beisein von Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, Peter Pätzold, Bürgermeister der Stadt Stuttgart für Städtebau, Wohnen und Umwelt, und Georg Stamatelopoulos, dem Vorstandsvorsitzenden der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, gefeiert. Im Anschluss war die interessierte Öffentlichkeit zur Begehung der Baustelle geladen.

EnBW-Chef Georg Stamatelopoulos unterstrich: „Heute ist ein guter Tag für die EnBW und die Stadt Stuttgart: Unser Standort Stuttgart-Münster nimmt eine weitere wichtige Etappe auf dem Weg hin zu einer klimaneutralen Erzeugung von Strom und Wärme. Wir setzen konsequent die Dekarbonisierung der Fernwärme in Stuttgart fort und nehmen eine State-of-the-Art Großwärmepumpe in Betrieb.“

Die Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, Thekla Walker betonte: „Was hier in Münster umgesetzt wird, hat Vorbildcharakter. Das Vorhaben zeigt: Die Technik von Wärmepumpen funktioniert auch im Großformat und kann auf einen Schlag tausende Haushalte mit klimafreundlicher Wärme versorgen. Das ist ein großer Schritt für die Energiewende in der Region Stuttgart und ein wichtiges Zeichen für ganz Baden-Württemberg: Klimaneutralität bis 2040 ist schaffbar. Dass insgesamt zwei der fünf vom Bund geförderten Großwärmepumpen in Baden-Württemberg stehen, zeigt den Transformationswillen unseres Bundeslandes.“

Der Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, Peter Pätzold hob hervor: „Die Inbetriebnahme der neuen Wärmepumpe ist ein wichtiger Schritt zur Klimaneutralität in Stuttgart! Sowohl die EnBW als auch die Stadt wollen 2035 klimaneutral sein. Mit der Reduktion fossiler Energiemengen leistet diese Wärmepumpe einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes in der Stadt.”


Stuttgart Reds starten mit Split gegen Hünstetten in die Saison 2024

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Bei sommerlichen Temperaturen begann am Samstag, 6. April, für die Stuttgart Reds die Baseball-Bundesligasaison 2024 im südlichen Hessen – mit einem Split. Im ersten Spiel bei Hünstetten Storm aus dem Taunus behielten die Roten nach einer wilden Begegnung mit 13:9 die Oberhand. Das zweite Spiel ging mit 4:3 knapp an die Gastgeber.

Hünstetten beging im ersten Spiel allein acht Defensivfehler, die es den Reds unter anderem erlaubten, im 5. Inning einen 2:4-Rückstand in eine klare 8:4-Führung zu verwandeln.

Am Erfolg der Stuttgarter waren drei Pitcher und alle Spieler in der Lineup mit Hits beteiligt. Die Neuzugänge Austin Bull und Jack Barrie taten sich anfangs schwer, konnten aber am Ende dann auch mit je einem Double zu den finalen 10 Hits und 13 Runs betragen.

Xavi Gonzalez und Fabian Beck gelangen je zwei Hits und Runs-batted-in, Jonas van Bergen sorgte für drei RBI. Der Win ging an Moritz van Bergen, der den Starting Pitcher Robert Blesing im 3. Inning abgelöst hatte. Neuzugang Kevin Riello war in seinem ersten Auftritt im Reds-Trikot auf dem Pitchers Mound nicht allzu effektiv und gab in zwei Innings fünf Runs ab.

Spiel 2 begannen die Reds mit Neuzugang Yaferson Lopez als Pitcher. Der Venezolaner hatte eine tadellose Premiere, aber leider waren es dieses Mal die Stuttgarter, die im ersten Inning vier Fehler begingen und Hünstetten Storm so zwei Runs „schenkten“. In der Folge entwickelte sich ein Pitching-Duell, denn auch Hünstettens US-amerikanischer Neuzugang Jesse Remington erwies sich für die Reds als hohe Hürde, die nur Jack Barrie im 6. Inning überwand. Der Australier im Dress der Stuttgarter schlug seinen ersten Homerun und verkürzte zum 2:1-Zwischenstand.

Stuttgarts Coach Rick Jacques wechselte dann einen vielversprechenden Pitcher aus dem Nachwuchs der Reds ein: Joel Petzold gelangen zunächst zwei schnelle Aus, doch ein Walk, ein Single und ein Double sorgten für zwei weitere Runs und einen komfortablen Vorsprung der Hausherren – 4:1. Ein weiterer Neuzugang bei den Reds, der US-Amerikaner Austin Bull, brachte zwar noch mit einem Triple zwei Runner über die Home Plate. Doch beim 4:3 blieb es und Stuttgart musste sich mit einem Split des Doppelspieltages begnügen.

Am Freitag, 12. April 2024, empfangen die Stuttgart Reds um 18 Uhr im Ballpark auf dem Cannstatter Schnarrenberg zur Heimpremiere den amtierenden Deutschen Meister Heidenheim Heideköpfe. Das zweite Spiel des Spieltages findet am Samstag um 14 Uhr in Heidenheim statt.


Überzeugender SVL-Sieg gegen Neukölln

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Der dritte Sieg in Folge! Die Ludwigsburger Wasserballer haben ihr Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen die SG Neukölln souverän gewonnen.

Erleichterung und Freude bei den SVL-Wasserballern, beim Trainer Raul de la Pena und bei allen Offiziellen des Vereins. Kurz nach 17 Uhr im Sportbad Stuttgart, die Ludwigsburger Bundesliga-Wasserballer haben soeben einen souveränen Sieg gegen die SG Neukölln eingefahren. Strahlende Gesichter, aber auch eine paar mahnende Worte, denn nicht alles lief rund in dieser Partie – aber dazu später mehr.

Gut eine Stunde vorher, der Anpfiff. Das erste Anschwimmen geht an den SVL. Leider ein schneller Ballverlust. Angriff Neukölln. Der Ball ist zwar bald zurück bei Ludwigsburg, aber kein Treffer. Unterzahl SVL, Tor SG Neukölln. 1:0. Dann ein schöner Ludwigsburger Angriff, Schuss und Volltreffer Sergio Prieto Hernandez. Der Ausgleich zum 1:1. Super Möglichkeit für Neukölln, verschossen. Aber beim nächsten Angriff das 1:2. Unterzahl SVL. Ludwigsburg tut sich zu Beginn der Partie schwer. Überzahl SVL, Timotej Filo macht das 2:2. Super Angriff des SVL, Parade des SG-Torwarts. Überzahl SVL. Aber wieder kein Abschluss. Max Vernet Schweimer im Ludwigsburger Tor ist eine Bank, er hält einen Schuss nach dem anderen. Kurz vor Schluss, ein schöner Spielzug. Foul SG, Strafwurf, Nino Blazevic, der Kapitän, verschießt. Ende eines Viertels mit einigen vertanen Chancen auf beiden Seiten. Das 2:2 geht in Ordnung.

Das zweite Viertel, der Ball geht wieder an den SVL. Ludwigsburg ist blitzschnell vor dem Tor der SG, und Sergio versenkt den Ball. 3:2. Ballgewinn SVL, der Kapitän macht das 4:2. Was für ein Start in die zweiten acht Minuten! Zwei Tore in weniger als 60 Sekunden. Jetzt ist der SVL richtig gut im Spiel. Die nächste Parade von Max. Und nur Sekunden später das 5:2, wieder Sergio. Auszeit Neukölln. Angriff, Parade Max. Neukölln gelingt nun fast nichts. Mattia Ruggeri macht das 6:2. Parade Max. Überzahl SVL, Auszeit SVL. Schöner Spielzug, Treffer Timotej, das 7:2. Überzahl SVL, Nino zieht ab und triff. 8:2. Die Mannschaft zeigt das Gesicht, das der Vizepräsident Matthias Nagel und alle Zuschauer sehen wollen: tolle Kombinationen, top Abwehrarbeit, schöne Tore. Unterzahl SVL – und der Ehrentreffer für die SG in diesem Viertel. 8:3. Der Halbzeitpfiff.

Auch das dritte Anschwimmen holt der SVL. Die Ludwigsburger sind offenkundig fitter, besser trainiert. Und wieder ein schöner Spielzug, Emmanouil Petikis macht das 9:3 für Ludwigsburg. Im Gegenzug verkürzt Neukölln auf 9:4. Und gleich noch eins für die SG, 9:5. Ludwigsburg spielt ein bisschen schlampig und unkonzentriert, fängt deshalb unnötige Tore. Die Antwort auf den Anschlusstreffer: das 10:5 durch Mattia und das 11:5 durch Ivo Dzaja. Wenig später zwei schöne Treffer der SG, das 11:6 und das 11:7. Entschieden ist dieses Spiel vermutlich noch nicht. Ivo macht allerdings das 12:7 – und Ludwigsburg ist wieder fünf Treffer vorne. Parade Max. Und gleich noch eine. Ende des dritten Viertels.

Im letzten Viertel ist Josip Katusa im Tor des Schwimmvereins. Die SG holt den Ball beim Anschwimmen. Aber Ludwigsburg macht das erste Tor, wieder Sergio, sein vierter Treffer. 13:7. Unterzahl SVL und der Anschlusstreffer für die SG. 13:8. Überzahl SVL, Treffer Guram Kutchuashvili. 14:8. Noch drei Minuten auf der Uhr, die Partie ist entschieden. Nino macht sein drittes Tor. 15:8. Dann ein Missverständnis vor dem SVL-Tor, diesen Treffer nimmt die SG gerne mit. 15:9. Ende einer tollen Partie. Nach diesem überzeugenden Auftritt rückt der SVL in der Tabelle vor – von Platz sechs auf Platz fünf.

Kurze Besprechung nach dem Abpfiff. Der Trainer lobt seine Spieler, sagt: „Gratulation, weiter so.“ Der Ludwigsburger Nationalspieler Zoran Bozic indes ist alles andere als zufrieden mit diesem Auftritt seines Teams. „Das war ok“, sagt er. Mehr aber auch nicht. Nach dem zweiten Viertel habe der SVL aufgehört zu spielen, alles, was danach gezeigt wurde, sein „nicht unser Niveau, wir hätten Neukölln mit 20 Toren nach Hause schicken müssen“. Am nächsten Wochenende geht es nach Duisburg, der ASC ist ein anderes Kaliber als die SG. Was ist möglich? „Wir können in Duisburg gewinnen“, sagt Zoran. Auch der Kapitän ist nicht zufrieden mit dem Spiel gegen Neukölln. Er sei aber „nie zufrieden“, sagt Nino und lacht. Sein Kommentar zum Sieg am Samstag: „Gewonnen ist gewonnen.“ Tobias Bauer sagt, das Team habe „das Soll erreicht“. Auch er ist überzeugt: ge gen den ASC am kommenden Samstag ist ein Auswärtserfolg drinnen. Die Siegesserie solle halten. Ivo, der zweite Jugendnationalspieler des SVL, freut sich über den Sieg: „Wir haben zwei wichtige Punkte geholt – und bereiten uns auf das Spiel gegen Duisburg vor“. Sergio ist „sehr zufrieden“ mit dem Sieg gegen Neukölln, „wir haben als Mannschaft gespielt, das ist wichtig“. Die Verteidigungsarbeit speziell in den ersten zwei Vierteln sei sehr gut gewesen, nur drei Tore hat der SVL bis zur Halbzeit bekommen. Daran sollten die Männer in Duisburg anknüpfen. Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle sagt: Vorläufig Platz fünf, aber Duisburg sei deutlich besser als Neukölln. Nun gelte es, alles daran zu setzten, diesen Platz fünf zu verteidigen – um eine gute Ausgangssituation zu haben für die dann folgenden Playoffs.