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Stadtwerke Ostfildern stellen die Weichen für die Zukunft

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Versorgung zukunftsfest machen

Ob Hallenbad, Fernwärme, Trinkwasser oder Abwasseraufbereitung: Die Stadtwerke Ostfildern arbeiten daran, wichtige Dienstleistungen wirtschaftlich, zuverlässig und zukunftsfähig aufzustellen. 

Die Stadtwerke Ostfildern sind für zahlreiche Versorgungs- und Dienstleistungsaufgaben zuständig. Neben der Wasser- und Wärmeversorgung sowie der Abwasseraufbereitung betreiben sie das Hallenbad in Nellingen und die Tiefgaragen Klosterhof und An der Halle in Nellingen. Um diese Angebote auch künftig auf hohem Niveau bereitstellen zu können, entwickeln die Stadtwerke ihre Betriebsabläufe und Konzepte kontinuierlich weiter.

Im Hallenbad Nellingen wurde mit Beginn des laufenden Schuljahres das Betriebskonzept angepasst. Durch eine Kombination aus Maßnahmen zur Kostenreduzierung und zur Steigerung der Einnahmen konnte das Betriebsdefizit spürbar verringert werden. Der jährliche städtische Abmangel für den Hallenbadbetrieb sinkt damit 2027 von bisher 360.000 Euro auf 250.000 Euro. Ab 2028 soll er nur noch 200.000 Euro betragen. Die geringere Belastung des städtischen Haushalts schafft finanziellen Spielraum für weitere kommunale Aufgaben. Zugleich bleibt das Hallenbad eine wichtige Einrichtung für Schwimmunterricht, Sport und Freizeit.

Fernwärmeausbau schreitet voran

Auch bei der Wärmeversorgung treiben die Stadtwerke die Weiterentwicklung der Infrastruktur voran. Im bestehenden Wärmenetz „Nellingen-Nord“ laufen bereits Baumaßnahmen zur Erweiterung. Darüber hinaus werden weitere Gebiete auf ihre Eignung für einen Fernwärmeanschluss untersucht und planerisch vorbereitet. In Kemnat und Nellingen Nord-Ost haben die Vorplanungen begonnen. In den Gebieten Parksiedlung-Süd und Nellingen-Süd sind diese bereits abgeschlossen. Als nächste Schritte folgen die Fachplanungen. Daran schließen sich die Realisierungsphasen für die Heizzentralen und Wärmenetze an.

Zusätzlich soll die Wärmeerzeugung im bestehenden Netz Scharnhausen „Ob der Halde“ langfristig klimafreundlicher werden. Hierfür wurde ein Antrag zur Durchführung einer Transformationsplanung für eine CO₂-neutrale Wärmeerzeugung gestellt. Die Planungen sind ein weiterer Baustein, um die örtliche Wärmeversorgung auf künftige Anforderungen auszurichten.

Kläranlage wird modernisiert

Auch bei der Abwasseraufbereitung steht eine Erneuerung an: Die Schlammentwässerung der Kläranlage Nellingen muss nach mehr als 40 Jahren erneuert werden. Derzeit bereiten die Stadtwerke die Ausschreibung für die weiteren Planungsphasen vor. Diese umfassen die Ausführungsplanung bis hin zur Objektüberwachung.

Darüber hinaus soll die Abwasserentsorgung auch bei einem länger andauernden, überregionalen Stromausfall handlungsfähig bleiben. Dafür läuft derzeit die Ausschreibung einer Netzersatzanlage. Diese soll bis Mitte 2027 auf dem Gelände der Kläranlage Nellingen installiert und betriebsbereit sein. Die Erneuerung der Schlammentwässerung und die zusätzliche Notstromversorgung sollen dazu beitragen, die Abwasseraufbereitung langfristig zuverlässig und wirtschaftlich sicherzustellen.

Trinkwasserversorgung breiter aufstellen

Neben der laufenden Instandhaltung des Trinkwassernetzes prüfen die Stadtwerke, ob mittelfristig eigene Brunnen und Quellen wieder für die Trinkwasserversorgung genutzt werden können. Derzeit wird Ostfildern ausschließlich über Fremdwasserlieferungen versorgt. Der Klimawandel stellt auch die Wasserlieferanten der Stadtwerke vor wachsende Herausforderungen. Eine zusätzliche Versorgung über eigene Quellen mit entsprechender Aufbereitung könnte deshalb die Abhängigkeit von externen Lieferungen verringern und die Versorgungssicherheit stärken. Die Prüfung soll klären, inwieweit eine eigene Wassergewinnung und -aufbereitung künftig als weiteres Standbein zur Versorgung Ostfilderns beitragen kann.

Fachkräfte langfristig binden

Neben der technischen Infrastruktur ist qualifiziertes Personal eine wichtige Voraussetzung für eine zuverlässige Versorgung. Auch in der Versorgungswirtschaft bleibt der Arbeitsmarkt weiterhin angespannt. Daher stehen auch die Stadtwerke Ostfildern vor der Aufgabe, Fachkräfte zu gewinnen und langfristig an den Betrieb zu binden. Zum 1. Januar 2027 werden die Tarifbeschäftigten der Stadtwerke vom Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) in den Geltungsbereich des Tarifvertrags für Versorgungsbetriebe (TV-V) wechseln. Dies soll die Bindung der Mitarbeitenden stärken und wichtiges Fachwissen sichern. Zugleich erhalten die Stadtwerke damit die Möglichkeit, bei der Gewinnung qualifizierter Fachkräfte auf Augenhöhe mit anderen Versorgungsbetrieben zu konkurrieren.


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