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StartLokalesStuttgartBaumaßnahmen für die Erschließung der Maker City beginnen im Februar

Baumaßnahmen für die Erschließung der Maker City beginnen im Februar

LokalesStuttgartBaumaßnahmen für die Erschließung der Maker City beginnen im Februar

Am Dienstag, 29. September 2026, hat die Stadtverwaltung Zahlen, Daten und Fakten zur kommenden Erschließung des Teilgebiets C1 rund um die Wagenhallen vorgestellt. Die dort geplante Maker City ist das erste Quartier von Stuttgart Rosenstein, das entsteht. Die Arbeiten beginnen im Februar 2027.

Bei der Erschließung entstehen Straßen, Kanäle und Infrastruktur für insgesamt sieben Baufelder, die anschließend bebaut werden können. Die Gesamtentwicklung des Gebiets als Maker City soll die Umgebung rund um die Wagenhallen langfristig bereichern. Die Wagenhallen und der neu gestaltete Wagenhallenplatz sind dabei identitätsstiftende Anker. Auch die heute ansässigen Kunst-, Kultur- und Gemeinschaftsprojekte sollen langfristig profitieren und weiterhin Teil des Quartiers sein können.

Wohnungsbau in Verbindung mit Kultur und urbaner Produktion

Mit der Maker City geht das erste Teilgebiet von Stuttgart Rosenstein in die Umsetzung. Ein großer Anteil der dort entstehenden Baublöcke ist für bezahlbaren Wohnraum vorgesehen. So entsteht auf den Baufeldern 5 bis 7 im südlichen Teil das Projekt der „Öko- und Sozialpioniere“ mit einem Schwerpunkt auf Wohnungsbau.

Auf den Baufeldern 1 bis 3 im Nordosten entstehen dauerhafte Gebäude für urbane Produktion mit Ateliers und Werkstätten sowie Wohnungen. Teile dieser Gebäude könnten zunächst auch für Nutzungen der Württembergischen Staatstheater zur Verfügung stehen. Darüber hinaus könnte hier auch die Interimsspielstätte realisiert werden. Ob und in welcher Form die Württembergischen Staatstheater den Standort künftig als Interim nutzen, wird Gegenstand einer ergebnisoffenen Prüfung sein. Das von Stadt und Land eingesetzte Expertengremium tagt unter der Leitung von Günther Oettinger.

Die ersten Baumaßnahmen beginnen

Bei den nun beginnenden Erschließungsmaßnahmen wird die Hedwig-Dohm-Straße als Haupterschließung nach Osten verlängert. Sie wird gesäumt von einer Promenade mit integrierten Mulden-Rigolen-Systemen. Diese begrünten Elemente, die auch an weiteren Stellen in der Maker City umgesetzt werden, sind Teil des Schwammstadt-Konzepts und dienen der Versickerung und Temperaturregulierung im Quartier. Auch Bodenbeläge mit Sickerpflaster tragen zur klimaangepassten Umsetzung bei. Weiterhin wird der bestehende Hauptsammler umgelegt und um weitere Kanäle ergänzt. Die Kosten für den Straßenbau belaufen sich einschließlich Eigenleistungen und Bauherrenrisiken auf rund 26 Millionen Euro. Hinzu kommen rund 11 Millionen Euro für die notwendigen Kanalarbeiten.

Schrittweise Erschließung bis einschließlich 2029

Die Baumaßnahmen beginnen im Februar 2027 und sollen bis in den Herbst 2029 andauern. Schritt für Schritt werden dabei die Baufelder erschlossen. Die Erschließung ist Voraussetzung für die dauerhafte Entwicklung der Maker City.

Für die dort ansässigen Projekte, Akteure und Anlieger ergeben sich notwendige Einschränkungen. Diese werden im Bereich der Wagenhallen bis etwa Juli 2028 andauern. Die Stadt steht mit den Betroffenen im Austausch und ist bestrebt, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Die Nutzung der Wagenhallen ist während der gesamten Bauzeit trotz Einschränkungen möglich. Auch die gärtnerischen Nutzungen des Stadtackers und des Kleingartenvereins Stuttgart-Prag sollen während der Bauzeit fortgeführt werden können. Einige Bereiche rund um die Wagenhallen müssen im Lauf des Jahres 2026 noch für die Bauarbeiten freigeräumt werden. Der Biergarten des Kulturbetriebs und der Tag des offenen Ateliers des Kunstvereins im Oktober können in diesem Jahr noch ermöglicht werden.

Bereits vor elf Jahren, im Juli 2015, hat der Gemeinderat beschlossen, die Veranstaltungsstätte und künstlerische Produktionsstätte Wagenhallen zu sanieren und umzubauen. Mit der Baumaßnahme erhielten die Künstler und Kulturschaffenden eine langfristige und dauerhafte Perspektive. So sind die Wagenhallen bereits heute der kreative Impulsgeber im Quartier. In die Entwicklung des städtebaulichen Rahmenplans wurden die Künstlerinnen und Künstler, die Macher weiterer Projekte und Anlieger aus der Umgebung in einem Akteursprozess im Jahr 2020 einbezogen. Darüber hinaus ist das Gebiet C1 ein offizielles Projekt der Internationalen Bauausstellung StadtRegion Stuttgart (IBA’27). Die Expertinnen und Experten der IBA begleiten das Projekt bereits seit mehreren Jahren und brachten ihre Expertise ebenfalls in die Rahmenplanung ein.

Am 30. Juli 2026 hat der Gemeinderat der Stadt Stuttgart dem Baubeschluss mit einer Vergabeermächtigung der Stadtverwaltung für die Erschließung des Teilgebiets C1 rund um die Wagenhallen zugestimmt. Es ist damit das erste Teilgebiet des Stadtentwicklungsprojekts Stuttgart Rosenstein, das entwickelt werden kann. Die Flächen befinden sich im städtischen Eigentum.


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