Stuttgart.| Aus Grau wird Farbe: Mit einer neuen Graffiti-Gestaltung wertet die Stuttgart Netze GmbH eine Umspannstation in Stammheim sichtbar auf – und setzt damit ihre langjährige Initiative fort.
Eine Umspannstation in Stuttgart-Stammheim ist nicht mehr zu übersehen: Wo zuvor ein funktionaler Baukörper stand, zieht nun ein großflächiges Graffiti die Blicke auf sich. Kräftige Farben, ein markanter Tigerkopf, fliegende Würfel und ein Zauberhut greifen das Spiel mit Zufall und Fantasie auf und verleihen dem Ort eine neue Dynamik. Die Stuttgart Netze hat die Station gemeinsam mit dem Künstler Nick Gutekunst neu gestaltet.
Die Stuttgart Netze setzt damit ihre seit 2017 laufende Initiative fort und gestaltet ausgewählte Umspannstationen im Stadtgebiet künstlerisch neu. In Kooperation mit der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft sowie in enger Abstimmung mit Verwaltung und Bezirken entstehen so im gesamten Stadtgebiet individuelle Kunstwerke, die die Infrastruktur sichtbar in den urbanen Raum integrieren.
Bei einem Pressetermin vor Ort machten sich Vertreter aus Politik, Unternehmen und Kunst ein Bild von dem Ergebnis. Neben dem technischen Geschäftsführer Harald Hauser nahm auch Julian Deifel, Bezirksvorsteher Stammheim teil.
Stimmen aus Kunst, Politik und Unternehmen
Nick Gutekunst beschreibt seine Haltung zum Motiv: „Für mich sind die Menschen die Gewinner, die sich überhaupt auf das Spiel einlassen – die neugierig bleiben und Freude am Ausprobieren haben. Genau das spiegelt sich auch im Motiv wider. Ich bin dankbar, dass ich hier die Freiheit hatte, mich ganz von diesem Motto leiten zu lassen und Dinge im Prozess entstehen zu lassen.“
Julian Deifel betont die Wirkung im Alltag der Menschen im Stadtteil
„Viele Stammheimerinnen und Stammheimer gehen hier jeden Tag vorbei – auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen. Früher hat man die Station kaum wahrgenommen. Jetzt bleibt man stehen, schaut hin und entdeckt immer wieder neue Details. Das ist ein echter Mehrwert für den Stadtteil. Solche Projekte bringen Kreativität in den öffentlichen Raum und zeigen, dass auch vermeintlich rein funktionale Orte inspirieren können.“
Harald Hauser stellt das Projekt in den Kontext der Energiewende und der wachsenden Anforderungen an die Netzinfrastruktur: „Die Anforderungen an unsere Netze wachsen kontinuierlich – durch Elektromobilität, Wärmewende und den steigenden Strombedarf insgesamt. Umso wichtiger ist es, dass wir diese Infrastruktur nicht verstecken, sondern sichtbar machen. Unsere Umspannstationen sind ein zentraler Bestandteil der Versorgungssicherheit. Mit den künstlerischen Gestaltungen geben wir ihnen bewusst einen Platz im Stadtbild und schaffen Akzeptanz für das, was hier jeden Tag im Hintergrund geleistet wird.“
Auch in Zukunft will die Stuttgart Netze weitere Stationen gestalten und so Schritt für Schritt Farbe in die Stadt bringen.