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StartRegionKreis EsslingenBusverkehr in Ostfildern: Status Quo light entlastet Kommunen finanziell

Busverkehr in Ostfildern: Status Quo light entlastet Kommunen finanziell

RegionKreis EsslingenBusverkehr in Ostfildern: Status Quo light entlastet Kommunen finanziell

Ostfildern.| Ab dem 1. Januar 2027 wird das Linienbündel „Esslingen 04 Filder Ost“ neu vergeben. Der Ostfilderner Gemeinderat nahm in seiner jüngsten Sitzung die Eckpunkte zur anstehenden Ausschreibung des Landkreises zur Kenntnis. Die Taktung wird teils etwas ausgedünnt, die Stadt Ostfildern wird jedoch durch die sogenannte „Status Quo light“-Variante finanziell nicht belastet.

Der bisher eigenwirtschaftlich betriebene Verkehr im Linienbündel ES04 endet zum 31. Dezember 2026. Die Vergabe erfolgt gemäß EU-Vergaberecht durch den Landkreis Esslingen, der als Aufgabenträger für den regionalen Busverkehr fungiert. Die neue Konzession soll eine Laufzeit von acht bis zehn Jahren haben.

Bereits im Oktober 2024 wurde diskutiert, inwieweit die bisherigen Angebotsleistungen – die über das offiziell als ausreichend eingestufte Basisangebot hinausgehen – erhalten bleiben können. Der Haken: Die Stadt Ostfildern hätte bei voller Beibehaltung des Angebots jährlich 298.000 Euro zuschießen müssen, denn die betroffenen Gemeinden hätten sich mit einem Anteil von 50 Prozent an den Mehrkosten beteiligen müssen. Die daraus resultierenden Beträge waren für viele beteiligte Kommunen nicht tragbar.

In der Folge wurde gemeinsam mit dem Landkreis und dem Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) eine reduzierte Variante erarbeitet – die sogenannte „Status Quo light“-Lösung. Diese sah zwar Angebotskürzungen vor, hätte Ostfildern aber immer noch mit rund 118.000 Euro jährlich belastet.

Beim entscheidenden Abstimmungstermin am 27. Mai kam dann die Wende: Der Landkreis Esslingen erklärte sich bereit, die Kosten für die abgespeckte Version vollständig zu übernehmen. Grund dafür sei ein Sonderfall im Linienbündel ES04.

Welche Änderungen bringt die Light-Variante?

  • Das Linienbündel bleibt in seiner Struktur erhalten und umfasst weiterhin die Linien 119, 120, 121, 122, 130 und 131. Änderungen gibt es jedoch im Takt und bei einzelnen Fahrten:
  • Linien 119 und 120: Werktags wird zwischen 9 und 12 Uhr der Takt von 15 auf 30 Minuten reduziert. Fahrten zu Randzeiten entfallen teilweise.
  • Linie 122: Streichung einzelner Fahrten am frühen Morgen und späten Abend.
  • Linie 130: Zwischen 9 und 12 Uhr entfallen werktags alle Fahrten.
  • Linie 131: Keine Änderungen – der Fahrplan bleibt wie bisher bestehen.

Der VVS begründet die Reduktionen mit schwächerer Nachfrage in den betroffenen Zeitfenstern. So sei etwa vormittags im Industriegebiet Ruit kaum mit Berufspendlern zu rechnen.


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