Ludwigsburg, 17.08.2026.| Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Ludwigsburg waren in den vergangenen Tagen sowohl im hauptamtlichen als auch im ehrenamtlichen Bereich stark gefordert. Seit Donnerstagmorgen wurden insgesamt rund 29 Einsatzstellen abgearbeitet. Das Einsatzspektrum reichte dabei von Kleinbränden und Türöffnungen über Brandmeldealarme und die Unterstützung des Rettungsdienstes bis hin zu einem Brand in einem Umkleidegebäude und einem über mehrere Tage andauernden Dehnfugenbrand.
Zahlreiche Einsätze seit Donnerstag
Am Donnerstag mussten die Einsatzkräfte zu insgesamt sieben Einsätzen ausrücken. Neben Türöffnungen und der Unterstützung des Rettungsdienstes durch die Drehleiter galt es mehrere Kleinbrände abzuarbeiten.
Am Freitag folgten zehn Einsätze. Schwerpunkt waren dabei kleinere Brände, unter anderem an Mülleimern und im Bereich von Gullyeinläufen.
Der Samstag brachte weitere fünf Einsatzlagen. Hierzu zählten insbesondere Brandmeldealarme und Türöffnungen. Zusätzlich stellte die Feuerwehr Ludwigsburg am Samstagabend eine Brandsicherheitswache beim Feuerwerk im Rahmen des Lichterzaubrs. Auch während dieser Veranstaltung mussten die Einsatzkräfte bei mehreren Kleinbränden eingreifen.
Am Sonntag wurden die Einsatzkräfte zu sieben Einsatzstellen alarmiert. Unter anderem sorgte ein geplatzter Handy-Akku für einen Feuerwehreinsatz. Bei einer gemeldeten Rauchentwicklung in einem Wohnheim konnte nach der Erkundung festgestellt werden, dass kein Tätigwerden der Feuerwehr erforderlich war.
Zeitweise waren die Einsatzkräfte an drei Einsatzstellen gleichzeitig gefordert.
Brand eines Umkleidegebäudes in der Fuchshofstraße
Am Sonntag gegen 10:25 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Brand in einem Umkleidegebäude in der Fuchshofstraße alarmiert.
Das Feuer wurde mit zwei Löschrohren durch zwei Trupps unter Atemschutz bekämpft. Parallel dazu kam die Drehleiter zum Einsatz, um den Dachbereich zu kontrollieren und eine weitere Brandausbreitung auszuschließen.
Rund 30 Einsatzkräfte mit sechs Einsatzfahrzeugen waren etwa zwei Stunden an der Einsatzstelle gebunden.
Um die Einsatzbereitschaft, während dieses und weiterer Einsätze sicherzustellen, wurde die verwaiste Hauptfeuerwache durch ehrenamtliches und hauptamtliches Personal nachbesetzt. Dadurch konnte auch während länger andauernder Einsätze die Abarbeitung weiterer Tagesalarme gewährleistet werden.
Dehnfugenbrand beschäftigt Einsatzkräfte über mehrere Tage
Besonders kräftezehrend war ein Dehnfugenbrand in der Martin-Luther-Straße, der die Feuerwehr bereits am Freitag forderte und sich auch am Samstag und Sonntag fortsetzte.
Dehnfugenbrände zählen zu den besonders zeitintensiven und anspruchsvollen Einsatzszenarien für die Feuerwehr. In den schmalen Zwischenräumen können sich brennbare Dämmstoffe entzünden. Das Feuer kann sich dabei innerhalb der Dehnfuge unbemerkt über größere Bereiche ausbreiten.
Die Brandbekämpfung gestaltete sich auch bei diesem Einsatz besonders schwierig, da sich der Brandherd tief im Inneren der Gebäudekonstruktion befand und von außen nur schwer erkennbar war. Die schmalen Fugen waren zudem nur eingeschränkt zugänglich. Ein großflächiger Einsatz von Löschwasser war daher nicht zielführend, da das Löschmittel das Brandgut innerhalb der Fuge nur schwer erreichen konnte und gleichzeitig unnötige Wasserschäden vermieden werden sollten.
Die Feuerwehr ging deshalb gezielt und möglichst schadensarm vor. Um den Brandherd erreichen und kontrollieren zu können, wurden an verschiedenen Stellen gezielte Öffnungen geschaffen. Zudem kamen Löscheinrichtungen und Löschlanzen sowohl von innen als auch von außen zum Einsatz. Das THW Ludwigsburg unterstützte die Einsatzkräfte dabei unter anderem durch erforderliche Bohrungen am Gebäude.
Eine zusätzliche Herausforderung stellte die mögliche Ausbreitung des Brandes innerhalb der Fuge dar. Durch den sogenannten Kamineffekt konnte sich der Brand innerhalb der Konstruktion unbemerkt nach oben, unten oder seitlich ausbreiten. Daher waren wiederholte Kontrollen und gezielte Nachlöscharbeiten erforderlich.
Das betroffene Gebäude wurde während des Einsatzes geräumt. Teile des Gebäudes waren nach Abschluss der Einsatzmaßnahmen weiterhin nicht bewohnbar.
Bei dem Einsatz wurde die Feuerwehr Ludwigsburg durch den DRK-Ortsverein Ludwigsburg, das THW Ludwigsburg, die Polizei Ludwigsburg sowie die Feuerwehr Stuttgart unterstützt.
Rauchentwicklung in der Körnerstraße
Am Sonntagabend gegen 21:53 Uhr wurde die Feuerwehr im Bereich der Körnerstraße zu einer unklaren Rauchentwicklung alarmiert.
Die Einsatzkräfte erkundeten den betroffenen Bereich und setzten ein Kleinlöschgerät ein. Zusätzlich wurde ein betroffener Bereich mittels Lüfter belüftet. Der Einsatz konnte nach rund 45 Minuten beendet werden.
Hohe Belastung für Haupt- und Ehrenamt
Durch das Zusammenspiel von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Einsatzkräften konnte die Feuerwehr Ludwigsburg auch bei mehreren parallelen Einsatzlagen ihre Einsatzbereitschaft aufrechterhalten und die anfallenden Einsätze bewältigen.
Die Feuerwehr Ludwigsburg bedankt sich bei allen beteiligten Einsatzkräften sowie den unterstützenden Partnerorganisationen für die gute Zusammenarbeit.