385 Schwimmerinnen und Schwimmer legen insgesamt 2.371 Kilometer zurück
Das 20. Freiberger 24-Stunden-Schwimmen am 26. und 27. September 2026 war ein voller Erfolg: Insgesamt 385 Schwimmerinnen und Schwimmer im Alter von vier bis 74 Jahren kamen ins Stadtbad, um ihre Ausdauer unter Beweis zu stellen, gemeinsam Sport zu treiben und das Veranstaltungsjubiläum gebührend zu feiern. Damit verzeichnete die Veranstaltung einen neuen Teilnehmerrekord.
In den 24 Stunden wurden insgesamt 2.371,55 Kilometer geschwommen. Das entspricht 94.862 Bahnen. Der Veranstaltungsrekord aus dem Jahr 2024 wurde damit nur knapp verfehlt: Lediglich 64 Kilometer fehlten zur bisherigen Bestmarke. Im Durchschnitt legte jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer 6,1 Kilometer zurück.
Besonders beeindruckend war erneut die nächtliche Ausdauer der Schwimmerinnen und Schwimmer. Zwischen 22 und 6 Uhr wurden insgesamt 563 Kilometer zurückgelegt – nach 2025 damit erneut ein neuer Rekord in der Nachtwertung.
Herzliche Grußworte und prominente Sprünge ins Wasser
Bereits zur Eröffnung am Samstag um 13 Uhr war das Stadtbad gut gefüllt. Bürgermeister und Schirmherr Jan Hambach sowie der 1. Vorsitzende des SV Freiberg, Stefan Dahl, begrüßten die Gäste aus Nah und Fern zur 20. Auflage des beliebten Schwimmevents.
„Für uns ist es das Highlight des Jahres und mit jedem Tag, die das 24-Stunden-Schwimmen näher rückt, steigt bei uns die Vorfreude“, freute sich Stefan Dahl in seiner Begrüßung. Dabei erinnerte er an einige besondere Momente aus 20 Jahren 24-Stunden-Schwimmen. Neben dem Vorstandsteam sind auch einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits seit der ersten Veranstaltung dabei.
Ein besonderer Dank des Vereinsvorsitzenden galt den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie den Sponsoren und Partnern. Ohne deren Unterstützung wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung in Freiberg nicht möglich.
Auch Bürgermeister Jan Hambach würdigte das langjährige Engagement des Vereins: „Es ist eine riesengroße Leistung, ein solches Event über zwanzig Jahre hinweg stets hochprofessionell und mit so großem Engagement und Leidenschaft durchzuführen.“ Anschließend bedankte sich das Stadtoberhaupt beim Team des Stadtbades für seinen Einsatz und wünschte allen Teilnehmenden viel Erfolg und Freude.
Nach dem Startsignal durch Heidi Pfuderer, Inhaberin von WHG Immobilien und langjährige Sponsorin der Veranstaltung, ging es schließlich ins Wasser. Gemeinsam mit Hambach sprangen Nathalie Patzel, Kassierin im Vorstand des SV Freiberg, Schwimmmeister Tiberius Casper und Einzelrekordhalter Martin Wunnerlich als Ehrengäste ins Becken und absolvierten die ersten Bahnen.
Direkt danach füllten sich die fünf Schwimmbahnen und blieben bis in die späten Nachtstunden hinein gut belegt. Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich bereits zuvor ein Nachtlager in der Stadthalle eingerichtet und einen großen Vorrat an Sportlernahrung mitgebracht.
Auch für die Verpflegung war rund um die Uhr bestens gesorgt. In der Stadthalle konnten sich die Schwimmerinnen und Schwimmer stärken. Als „Fair-Trade Town“-Partner legt der SV Freiberg dabei großen Wert auf Nachhaltigkeit und kurze Lieferketten. Zum Abschluss der „Fairen Woche“ konnten die Gäste außerdem in einem Quiz ihr Wissen rund um das Thema „Wasser“ testen.
Teilnehmende aus ganz Süddeutschland
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisten aus einem großen Einzugsgebiet an. Die Mehrheit kam aus dem Großraum Ludwigsburg, Stuttgart und Heilbronn. Gleich drei Teams machten sich sogar aus Illingen im Saarland auf den Weg nach Freiberg. Die weiteste Anreise hatten eine Familie aus Remagen in Rheinland-Pfalz und eine Teilnehmerin aus Markt Schwaben in Bayern.
Die Rückmeldungen der Gäste waren durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wurden die hervorragende Organisation und Gastfreundschaft, die fairen Preise, der großzügige Ruheraum sowie das leckere Frühstücksbuffet. Für dieses konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Nacht Gutscheinmarken sammeln. Auch die große Zahl an Pokalen und Sachpreisen fand großen Anklang.
Sonderwertungen sorgen für besondere Momente
Zum Jubiläum kehrten zwei Sonderwertungen zurück. Zwischen 3 und 6 Uhr konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine beliebige Strecke entweder mit Aqua-Jogging-Ausrüstung oder im langen Schlafanzug zurücklegen.
Die Sonderpokale gingen an Andrea Lindenmeier, die beim Aqua-Jogging 1.050 Meter zurücklegte, sowie an Petra Jurasek, die beim Pyjamaschwimmen 4.800 Meter absolvierte.
Für ihre geschwommene Distanz erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Urkunde. Ab einer Strecke von 500 Metern wurden zudem Medaillen in Gold, Silber und Bronze vergeben. In insgesamt 16 Einzel- und fünf Gruppenwertungen wurden außergewöhnliche Leistungen mit Pokalen und Sachpreisen ausgezeichnet.
Herausragende Einzelleistungen der 385 Teilnehmenden
Bei den längsten Einzelstrecken gingen die Pokale an Cora Heidenreich, die beeindruckende 57.000 Meter schwamm, und Lukas Haiber mit 45.000 Metern.
Auch die jüngsten und ältesten Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden besonders gewürdigt. Jüngste Teilnehmerin war Hanna Gemmi, Jahrgang 2020, mit 550 Metern. Der jüngste Teilnehmer, Matti Heberlein, Jahrgang 2022, schaffte 200 Meter.
Bei den ältesten Teilnehmern gingen die Auszeichnungen an Andrea Lindenmeier (63 Jahre, 10.500 Meter) und Gerd Klaffenbach (74 Jahre, 6.050 Meter).
Die Pokale in den einzelnen Altersklassen sicherten sich:
- AK1: Akono Meneweger – 8 km
- AK2: Ole Schönenberger – 21,5 km
- AK3: Leo Bowen Sun – 35,25 km
- AK4: André Erhardt – 25,3 km
- AK5: Elisabeth Freund – 26 km
- AK6: Stefan Hirsch – 30,3 km
- AK7: Simone Schöbel – 31,95 km
- AK8: Karin Müller – 41,85 km
Den Familienpokal sicherte sich die Familie Kalepky. Die sechs Familienmitglieder kamen gemeinsam auf stolze 64,50 Kilometer.
Team Warmduscher gewinnt erneut Mannschafts- und Nachtpokal
Besonders erfolgreich war das Team Warmduscher. Die acht Teammitglieder schwammen gemeinsam 264,1 Kilometer und sicherten sich damit den Mannschaftspokal. Gleichzeitig gewann das Team auch den Nachtpokal: In der Dunkelheit legten die Warmduscher zusammen 63,9 Kilometer zurück.
Auf Platz zwei folgte das Team SC Illingen 1 mit acht Mitgliedern und 112,8 Kilometern. Den dritten Platz belegte die Leistungsriege des SV Freiberg mit sieben Mitgliedern und insgesamt 95 Kilometern.
Auch die Schulklassen zeigten großen Einsatz. Den Klassencup bei den Grundschulen gewann die Klasse 3c der Gründelbachschule mit 18,15 Kilometern und einem Preisgeld von 50 Euro. Bei den weiterführenden Schulen setzte sich die Klasse 7c des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Marbach mit beeindruckenden 88,7 Kilometern durch und erhielt ebenfalls 50 Euro Preisgeld.
Auch die Helferinnen und Helfer konnten ihre Schätzfähigkeiten unter Beweis stellen. Beim Schätzwettbewerb lag Jonathan Janke mit seiner Prognose von 95.000 Bahnen nur 138 Bahnen neben dem tatsächlichen Ergebnis. Für diese bemerkenswert genaue Schätzung durfte er einen Sachpreis mit nach Hause nehmen.
Ein besonderer Dank des SV Freiberg gilt den rund 100 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, der Stadt Freiberg sowie allen Sponsoren und Partnern, die zum Gelingen des Jubiläums beigetragen haben. Bahnsponsor Mesto spendete für jede geschwommene Bahn einen Cent. Bei insgesamt 94.862 absolvierten Bahnen kamen dadurch 948,62 Euro zusammen.
Unterstützt wurde das 20. Freiberger 24-Stunden-Schwimmen außerdem von: Bistro Papillon, Eiscafé Venezia, Gärtnerei Dötterer, Gebrüder Lomprich (Geloshop), Huober Brezel, Jump-Inn, La Plaza, Lego Laden, Omexom, WHG Immobilien, Rauschmaier Ingenieure, Rich & Royal, Solar Consult, VR-Bank Ludwigsburg sowie Versicherungsbüro Woditsch & Trentowski.
Alle Ergebnisse des 20. Freiberger 24-Stunden-Schwimmens sind online abrufbar unter: http://sv-freiberg.de/24h-schwimmen-ergebnisse/