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StartRegionBaden-WürttembergStadt Ulm stärkt ihre Krisenfestigkeit 

Stadt Ulm stärkt ihre Krisenfestigkeit 

RegionBaden-WürttembergStadt Ulm stärkt ihre Krisenfestigkeit 

Ulm.| Die Stadt Ulm treibt die Umsetzung ihres Zukunftskonzepts Krisenmanagement konsequent voran und investiert gezielt in die Sicherheit und Handlungsfähigkeit vor Ort. Ab 2027 stellt sie zunächst 500.000 Euro bereit, die in priorisierte Maßnahmen der kommunalen Notfallplanung und Gefahrenabwehr fließen. Ab 2028 stehen weitere 500.000 Euro für Projekte zur Stärkung der Krisenresilienz zur Verfügung, sodass dann die gesamte Million Euro pro Jahr genutzt wird.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats haben Stadtverwaltung und Feuerwehr den aktuellen Umsetzungsstand vorgestellt und weitere Vorhaben präsentiert. Ziel ist es, die Stadt noch besser auf Krisen wie Pandemien, Stromausfälle, Extremwetterlagen oder Cyberangriffe vorzubereiten und den Schutz der Bevölkerung nachhaltig zu stärken.

Dazu zählen unter anderem die kontinuierliche Fortschreibung von Alarm- und Einsatzplänen, der Ausbau und die Wartung von Warnsystemen wie Sirenen sowie die Modernisierung von Notstromversorgung und Kommunikationsinfrastruktur.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sicherstellung der örtlichen Einsatzfähigkeit: So wird ein modularer Abrollbehälter „Energie“ im Wert von 650.000 Euro vorzeitig beschafft. Damit können im Krisenfall mehrere kritische Infrastrukturen oder Einsatzstellen gleichzeitig mit Strom versorgt werden.

Zur Umsetzung der erweiterten Aufgaben wird zudem eine zusätzliche Personalstelle im Sachgebiet Zivil- und Katastrophenschutz geschaffen, die bereits 2026 besetzt wird.

Die Grundlage für diese Maßnahmen wurde in einer Gemeinderatsklausur im Jahr 2023 gelegt. Seitdem hat die Stadt zahlreiche Schritte umgesetzt, etwa die Einführung alternativer Kommunikationsmittel wie Satellitentelefone und mobiler Lautsprecheranlagen, die Durchführung von Übungen für den Massenanfall von Verletzten sowie die Beteiligung an überörtlichen Katastrophenschutzübungen. Auch Szenarien wie Hochwasser oder länger andauernde Stromausfälle werden regelmäßig gemeinsam mit Einsatzkräften, Kliniken und Hilfsorganisationen erprobt.

Parallel verfolgt die Stadt das Ziel, ihre digitale Souveränität zu stärken. Moderne IT-Infrastrukturen, krisenfeste Kommunikationslösungen und sichere Datenstrukturen tragen dazu bei, die Verwaltungsfähigkeit auch in Ausnahmesituationen aufrechtzuerhalten.

Das Konzept versteht Krisenmanagement als Zusammenspiel verschiedener Ebenen: Die Stadt konzentriert sich dabei insbesondere auf die Vorsorge, Gefahrenabwehr und Aufrechterhaltung der kommunalen Handlungsfähigkeit vor Ort. Übergeordnete Aufgaben werden in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden auf Kreis-, Landes- und Bundesebene wahrgenommen.

„Ein leistungsfähiger Bevölkerungsschutz beginnt vor Ort. Wenn Städte und Gemeinden gut vorbereitet sind, stärkt das das Sicherheitsgefühl der Menschen. Wir nehmen die aktuellen Herausforderungen sehr ernst und investieren gezielt in unsere Fähigkeiten, um auf unterschiedliche Krisenszenarien vorbereitet zu sein. Mein großer Dank gilt unseren professionellen und gut aufgestellten Einsatzkräften, sowohl den ehrenamtlichen als auch den hauptamtlichen. Dank ihres Einsatzes können sich die Ulmerinnen und Ulmer sicher fühlen“, sagt Oberbürgermeister Martin Ansbacher.


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