Ludwigsburg.| Per Allgemeinverfügung untersagt die Stadt Ludwigsburg sogenannte Auto-Poser- und Tuning-Treffen. Untersagt ist es auch, ähnliche Veranstaltungen ohne Genehmigung durchzuführen, zu organisieren oder zu bewerben, bei denen durch Ansammlungen von Kraftfahrzeugen und Personen öffentliche Straßen, sonstige öffentliche Verkehrsflächen oder öffentlich zugängliche Parkplätze und Parkhäuser mehr als verkehrsüblich in Anspruch genommen werden und hierdurch die öffentliche Sicherheit oder Ordnung gefährdet oder die Nutzung der Verkehrsflächen für den Gemeingebrauch wesentlich eingeschränkt wird. Die Allgemeinverfügung gilt für das gesamte Stadtgebiet, insbesondere aber für das Gebiet um das Einkaufszentrum „Breuningerland Ludwigsburg“. Die Verfügung tritt am Freitag, 22. Mai, in Kraft und gilt bis einschließlich 1. November 2026.
Die Stadt reagiert damit auf die jüngsten entsprechenden Treffen der Szene, bei denen bis zu 850 Fahrzeuge und 2.000 Menschen beteiligt waren. Es kam zu erheblichen Lärmbelästigungen für die Anwohnenden, langen Rückstaus sowie zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen für den ÖPNV und unbeteiligte Verkehrsteilnehmende.
„Mit der Allgemeinverfügung handeln wir nun frühzeitig und konsequent im Hinblick auf diese kritische Entwicklung“, betont Ludwigsburgs Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht. „Wir wollen verhindern, dass sich gefährliche und höchst problematische Szenetreffs in Ludwigsburg etablieren. Die Sicherheit im Straßenverkehr sowie der Schutz der anderen Verkehrsteilnehmenden und der Anwohnenden stehen für uns an oberster Stelle.“
Die Allgemeinverfügung untersagt deshalb insbesondere auch szenetypische Verhaltensweisen wie Burnouts, Drifts, vermeidbaren Motorenlärm sowie die gezielte Nutzung von Straßen und Parkflächen als „Schaustrecken“. Die Stadt Ludwigsburg befindet sich diesbezüglich in enger Abstimmung mit der Polizei und dem Breuningerland. Die ebenfalls betroffene Nachbarkommune Tamm wurde über die Maßnahme informiert.