Torfestival in der EgeTrans Arena: SG BBM bleibt Tabellenführer

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Bietigheim-Bissingen.| Die SG BBM Bietigheim hat ihre Spitzenposition in der 2. Handball-Bundesliga eindrucksvoll untermauert. Am 24. Spieltag setzte sich der Tabellenführer in der EgeTrans Arena deutlich mit 39:28 (22:15) gegen den TuS Ferndorf durch und feierte damit ein echtes Torfestival vor heimischer Kulisse.

Vor Spielbeginn verabschiedete die SG BBM ihren ehemaligen Torhüter Filip Baranašić. Der Kroate war im Sommer 2023 nach Bietigheim gekommen, begleitete unter anderem den Aufstieg in die 1. Bundesliga im Jahr 2024 und wechselte Mitte Oktober 2025 zum TuS Ferndorf. Der zunächst bis Saisonende vereinbarte Wechsel wurde inzwischen bis Sommer 2027 verlängert.

Die Ausgangslage versprach eigentlich ein defensiv geprägtes Duell: Tabellenführer Bietigheim traf auf den Tabellenvierzehnten, zugleich traf die beste Defensive der Liga auf die zweitbeste. Eine Abwehrschlacht entwickelte sich jedoch nicht.

Bietigheim trat von Beginn an konzentriert auf und setzte früh Akzente. Bereits nach zwei Minuten traf Moritz Strosack zum 4:1. Mit hohem Tempo und konsequentem Abschluss bauten die Gastgeber ihre Führung weiter aus. Nikola Vlahović erhöhte nach einer Viertelstunde auf 14:6. Bis zur Pause kontrollierte die SG das Spiel und ging mit einer verdienten 22:15-Führung in die Kabine – auch dank einer überzeugenden Torhüterleistung von Martin Tomovski, der bis dahin rund 40 Prozent der Würfe auf sein Tor parierte.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Bietigheim klar überlegen. In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte erzielten die Gastgeber acht Treffer. Ein 5:0-Lauf sorgte schließlich für die erste Zehn-Tore-Führung, als Tom Wolf in der 43. Minute zum 31:21 traf. Der Heimsieg geriet im weiteren Verlauf nicht mehr in Gefahr.

Dass die Partie am Ende dennoch torreich wurde, lag auch am hohen Tempo. „Ferndorf ist mit richtig viel Tempo ins Spiel gegangen und wir sind das Tempo mitgegangen. Ich habe das Gefühl, das ist uns heute ein bisschen besser gelungen als ihnen“, erklärte Nico Bacani nach der Partie. Der Rechtsaußen traf in der 54. Minute mit seinem vierten Treffer zum 37:25 und lobte vor allem die geschlossene Leistung der Mannschaft: „Das war eine richtig starke Teamleistung.“

Den Bietigheimer Schlusspunkt setzte Alen Hadzimuhamedovic, der in der 59. Minute das 39. Tor für die SG BBM erzielte. Der Youngster blieb von der Siebenmeterlinie fehlerfrei und verwandelte alle sechs Strafwürfe. Sören Servos, Rückraumspieler der Gäste, setzte schließlich den letzten Treffer zum 39:28Endstand.

Mit 19 Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen (38:8 Punkte) geht die SG BBM Bietigheim als Tabellenführer in die Länderspielpause. Nach einer Woche Pause steht am 29. März das Auswärtsspiel beim TuSEM Essen an. Das nächste Heimspiel bestreiten die Bietigheimer am Ostersonntag, 5. April, um 18 Uhr in der EgeTrans Arena.


Gemeinderat beschließt Bau der Hauptradroute 41

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Stuttgart.| Der Stuttgarter Gemeinderat hat den Bau eines Abschnitts der Hauptradroute 41 entlang der Pischekstraße, Jahnstraße und Mittleren Filderstraße beschlossen. Die Verbindung zwischen Stuttgart-Ost, -Süd und Sillenbuch ist Teil der geplanten Radschnellverbindung nach Ostfildern und Kirchheim unter Teck. Baubeginn ist für 2026 geplant.

Der Stuttgarter Gemeinderat hat am 12. März den Baubeschluss für einen weiteren Abschnitt der Hauptradroute 41 gefasst. Die neue Radverbindung entsteht entlang der Pischekstraße, der Jahnstraße und der Mittleren Filderstraße und ist Teil der geplanten Radschnellverbindung von Stuttgart über Ostfildern nach Kirchheim unter Teck.

Mit dem Beschluss hat der Gemeinderat dem Bau der Hauptradroute auf Grundlage der Planungen des Tiefbauamts zugestimmt und die Verwaltung beauftragt, die notwendigen Planungs- und Bauleistungen zu vergeben. Die Gesamtkosten des Projekts werden nach aktueller Prognose rund 13,8 Millionen Euro betragen. Darin enthalten sind auch erwartete Baupreissteigerungen sowie Kostenrisiken während der Bauphase.

Der Ausbau stärkt das städtische Netz der Hauptradrouten und soll eine leistungsfähige Verbindung für den Radverkehr zwischen den Stadtbezirken Ost, Süd und Sillenbuch schaffen. Ziel ist es, den Radverkehr auf dieser Strecke sicherer und komfortabler zu machen und gleichzeitig eine wichtige Verbindung innerhalb der geplanten Radschnellverbindung Richtung Ostfildern und Kirchheim unter Teck auszubauen.

Bereits 2025 wurde in der Pischekstraße ein erster Abschnitt umgesetzt. Während der Pfingstferien wurde dort ein Fahrstreifen stadtauswärts auf einer Länge von rund 600 Metern in einen Radfahrstreifen umgewandelt. Auf diesem Teilstück steht damit bereits eine eigene Spur für den Radverkehr zur Verfügung.

Nach dem Baubeschluss sollen nun die Bauleistungen ausgeschrieben und vergeben werden. Der Baubeginn ist nach derzeitiger Planung im Herbst 2026 vorgesehen. Ab Herbst 2027 soll der ausgebaute Abschnitt vom Knotenpunkt Pischekstraße/Payerstraße/Gänsheidestraße bis zur Geroksruhe in Betrieb gehen. Die vollständige Fertigstellung der Arbeiten ist nach aktuellem Stand bis Ende 2028 geplant.

Das Vorhaben wird vom Land Baden-Württemberg mit rund 6 Millionen Euro gefördert. Die Gesamtzuwendung einschließlich einer Planungskostenpauschale beläuft sich auf etwa 7,3 Millionen Euro. Zusätzlich hat die Stadt einen Antrag im Bundesförderprogramm für kommunalen Klimaschutz gestellt.

Radschnellverbindungen sind besonders leistungsfähige Radwege für den Alltagsverkehr sowie für Pendlerinnen und Pendler. Sie verlaufen möglichst direkt, sind in der Regel durchgehend asphaltiert und bieten ausreichend breite Fahrflächen. Ziel ist es, längere Strecken mit dem Fahrrad schnell, sicher und komfortabel zurücklegen zu können und damit eine umweltfreundliche Alternative zum motorisierten Verkehr zu stärken.


Neuer Bikepark, macht Aichtal jetzt große Sprünge?

Der Skiclub Aichtal e.V. hatte vor Jahren die Idee für den Bau eines Bikepark im Aichtal um damit sein sportliches Programm weiter auszuweiten. Mit der Gründung einer Radsportabteilung wurde der Stein letztendlich ins Rollen gebracht.

Dass Wunsch und Wirklichkeit nicht immer im zeitlichen Gleichklang schwingen, erfuhren die Initiatoren schnell, denn auf ihre Initiative hin hatten die ersten Gespräche mit der Stadt Aichtal 2023 begonnen, um an einer Umsetzung des Bike-Parks zu arbeiten.

„Bevor wir die eigentliche Strecke planen konnten, musste erst einmal eine geeignete Fläche gefunden werden, auf der wir einen solchen Park errichten konnten“, so Manuel Krauß (1.Vorstand Skiclub Aichtal e.V.). Der nun entstehende Park wird auf städtischem Grund realisiert und eröffnet, zudem steht er in unmittelbarer Nähe zum Radweg am Festplatz in Aichtal- Aich und ist sehr gut mit dem Fahrrad aus allen drei Ortsteilen zu erreichen und steht der Öffentlichkeit vollumfänglich zur Nutzung zur Verfügung.

Der Bikepark wird aus verschiedenen Bereichen bestehen: aus einer Sprungstrecke (Jumpline), die unterschiedlich große Sprünge ermöglicht. Aus einem Parcours für Kinder und Anfänger mit kleineren Sprüngen, Kurven und Wellen. Aus einer Geschicklichkeitsstrecke mit verschieden hohen Absätzen, um die technischen Fähigkeiten zu verbessern. Und aus einem Pumptrack, einer größeren Wellenbahn mit Anliegerkurven sowie einem Rundkurs für ferngesteuerte RC-Fahrzeuge.

Nicht nur die Planungen der Strecke haben die Projektverantwortlichen aktiv begleitet, auch mit den politischen Entscheidungsgremien machten sie Bekanntschaft, in Form einer persönlichen Vorstellung ihres Projekts im Technikausschuss u. Verwaltungsausschuss. „Ich freue mich, dass wir hier von einzelnen gehört worden sind und unsere Arbeit anerkannt wurde“, freut sich Manuel Krauß.

Allein durch ehrenamtliches Engagement kann der Bikepark aber nicht entstehen. Auf Grund der angespannten finanziellen Lage der Kommunen, so hat auch die Stadt Aichtal leider keine Möglichkeit das Projekt in Form von Kostenübernahmen zu unterstützen. Sind wir alleine auf Unternehmen und Spenden der Bürger und Bürgerinnen aus Aichtal angewiesen.

Die Verantwortlichen rechnen mit Gesamtkosten von mindestens 25.000 Euro. Die Kosten müssen – neben einem Zuschuss des Württembergischen Landessportbund (WLSB) – überwiegend über Spenden und Sponsorengelder Aichtaler Unternehmen sowie Stiftungsgeld der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen gedeckt werden. Nach Angaben von Manuel Krauß sind derzeit bei sehr optimistischer Betrachtung noch etwa 4000 Euro offen. Gerne darf das Projekt auf der WirWunder Plattform der KSK Esslingen-Nürtingen unterstützt werden!

So dass die offizielle Einweihung voraussichtlich im kommenden Jahr im Rahmen einer Feier erfolgen kann.


Gut vorbereitet durch die Mückensaison

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Tipps vom Gesundheitsdezernat

Ludwigsburg.| Warme Tage, offene Fenster, lange Abende im Freien – mit den steigenden Temperaturen beginnt auch die Mückensaison. Dr. Volker Middel vom Fachbereich Umweltmedizin, Trink- und Badewasser des Landratsamts Ludwigsburg gibt Tipps, wie man sich vor Stichen im Alltag schützen kann.

In Deutschland sind über 50 verschiedene Stechmückenarten heimisch, darunter die Gemeine Stechmücke, die Kriebelmücke und die Bartmücke. Seit einigen Jahren breiten sich in einigen Regionen zudem gebietsfremde Arten wie die Asiatische Tigermücke aus. Diese steht unter besonderer Beobachtung, da sie potenziell Infektionserreger, wie das Dengue- oder Chikungunya-Virus, übertragen kann.

Schutzmaßnahmen im Alltag

Stechmücken orientieren sich bei der Nahrungssuche vor allem am Geruch. Schweiß, Atemluft sowie parfümierte Produkte können eine anziehende Wirkung haben. Zum Schutz empfiehlt es sich, insbesondere im Sommer auf die Körperhygiene zu achten, regelmäßig zu duschen und möglichst unparfümierte Pflegeprodukte zu verwenden. Fliegengitter sollten an Fenstern und Balkontüren angebracht werden. Beim Aufenthalt im Freien können helle, dicht gewebte Stoffe und insbesondere nicht enganliegende Kleidung einen gewissen Schutz bieten. Mückenschutzmittel, sogenannte Repellentien, können helfen, den Eigengeruch zu überdecken. Auch Biozid-Verdampfer oder Räucherspiralen, die Insektizide freisetzen, können zum Schutz vor Stechmücken beitragen. Häufig werden Hausmittel wie Citronella-Kerzen zum Schutz gegen Stechmücken beworben. Eine gesicherte Wirkung haben diese jedoch nicht. All diese Methoden sollten nur im Freien oder bei guter Durchlüftung verwendet werden.

Besondere Empfehlungen für Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer

Personen, die ein Land besuchen, in dem Krankheiten wie Dengue oder Chikungunya dauerhaft auftreten beziehungsweise ein aktuelles Ausbruchgeschehen beobachtet wird, sollten auf der Reise, aber auch danach auf konsequenten Mückenschutz achten. Diese Empfehlung gilt ohne Einschränkung und ist unabhängig von Krankheitssymptomen. Sofern sich Symptome nach einer Reise entwickeln, sollte dies beim Besuch des Hausarztes erwähnt werden. Der Mückenschutz sollte noch für zwei Wochen nach der Rückkehr aufrechterhalten werden, um eine Übertragung des Virus auf eine Mücke zu vermeiden.

Was bei einem Stich helfen kann

Trotz des starken Juckreizes ist es wichtig, nicht an den Stichen zu kratzen. Durch das Kratzen können Bakterien in die Haut gelangen und Infektionen verursachen. Kühlung kann dabei helfen, Schwellungen und Juckreiz zu lindern. „Auch ein sogenannter Hot-Pen oder auch Mückenstich-Stift kann dem Juckreiz ein Ende setzen“, erläutert Dr. Middel. Außerdem können Hausmittel wie Apfelessig, Zwiebel oder der eigene Speichel aufgrund ihrer leicht antibakteriellen Wirkung eine gewisse Linderung verschaffen.

Tigermücken-Brutstätten im eigenen Umfeld vermeiden

Stechmückenweibchen der Asiatischen Tigermücke legen ihre Eier bevorzugt oberhalb der Wasseroberfläche an der Gefäßwand ab. Dazu zählen unter anderem auch Regentonnen, mit Wasser gefüllte Gießkannen, Vogeltränken, Blumenuntersetzer oder Eimer. „Belebte Teiche oder Seen zum Beispiel mit Fischbesatz, Amphibien oder anderen Insektenlarven sind keine Brutstätten für Tigermücken“, erklärt Dr. Middel. Bereits sieben Tage stehendes Wasser reichen für die Entwicklung neuer Mücken aus. Um eine starke Vermehrung zu vermeiden, sollten Gießkannen regelmäßig entleert, Eimer umgedreht und Regentonnen dicht verschlossen oder beispielsweise mit Mückennetzen abgedeckt werden. In Wasserbehältern, die sich nicht vollständig entleeren oder abdichten lassen, können sogenannte Bti-Tabletten eingesetzt werden. Diese sorgen dafür, dass sich Mückenlarven nicht weiterentwickeln, ohne dabei anderen Insektenlarven oder Tieren wie Säugetieren, Amphibien, Fischen oder Vögeln zu schaden.

Verdachtsfälle von Tigermücken können unter anderem beim Gesundheitsdezernat des Landratsamts gemeldet werden. Die Exemplare können entweder per Post eingesendet oder als aussagekräftige Fotos per Mail an [email protected] geschickt werden. Wichtig ist, dass auf den Fotos der Kopf von vorne und die Hinterbeine erkennbar sind, da dort die typischen Merkmale der Mücke zu sehen sind.


Magie und Macht: „Krabat“ zu Gast im DAT Theater im Feierraum

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Böblingen.| Am Sonntag, 22. März 2026, um 17.00 Uhr, gastiert das Theater der Stadt Aalen mit seiner szenischen Umsetzung des Jugendbuchklassikers „Krabat“ im DAT Theater im Feierraum. Die Inszenierung nach dem Roman von Otfried Preußler erzählt von Krabats Leben als Lehrling in einer geheimnisvollen Mühle und von seinem Kampf um Freiheit und Freundschaft. Das Theater der Stadt Aalen zeigt die Geschichte dabei in konzentrierter Form und richtet sich an Erwachsene, Jugendliche sowie an Kinder ab 12 Jahren.

Der 14-jährige Waisenjunge Krabat wird Lehrling in einer unheimlichen Mühle der schwar­zen Magie. Hier herrscht der Meister, für dessen Weiterleben jedes Jahr einer der Gesellen sterben muss. Als sich Krabat in die Kantorka verliebt, muss er um seine Freiheit kämpfen. Wird es ihm gelingen, sich und die anderen Gesellen durch wahre Freundschaft, die Liebe eines Mädchens und seine eigene Standhaftigkeit aus den Fängen des Meisters zu befreien?

Die Inszenierung des Theaters der Stadt Aalen, die in etwas mehr als einer Stunde die Geschichte Krabats erzählt, thematisiert die Gefahren und die Faszination von Macht und Machtstrukturen. Auf der Bühne steht nur eine Person: Ella Elia Anschein schlüpft durch Artikulation, Stimmgestaltung und Körperhaltung in die unterschiedlichen Rollen. Der Wechsel zwischen Hören der Geschichte und Sehen der spielerischen Umsetzung bietet die Möglichkeit, sich dem Stoff aus verschiedenen Perspektiven zu nähern. Ohne aufwendige Bühnenmittel wird deutlich, wie stark Stimme, Präsenz und körperlicher Ausdruck wirken können.

Otfried Preußler schrieb zehn Jahre lang an dem Roman und veröffentlichte ihn schließlich 1971 im Arena Verlag. Die Geschichte basiert auf einer sorbischen Volkssage. „Krabat“ wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet und in 37 Sprachen übersetzt.

Regie: Alexandra Stölzl
Mit: Ella Elia Anschein

Sonntag, 22. März 2026, 17.00 Uhr
DAT Theater im Feierraum, Pestalozzistraße 9, Böblingen
Eintritt: 14,00 Euro; 10,00 Euro ermäßigt; 35,00 Euro Familienkarte

Weitere Informationen unter: kunstschule.boeblingen.de

Tickets über reservix.de und, je nach Verfügbarkeit, an der Tageskasse


Menschen mit Behinderung können Kfz-Beihilfe beantragen

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Unter bestimmten Voraussetzungen können Menschen mit Behinderung eine Beihilfe beantragen, wenn sie auf ein Fahrzeug angewiesen sind, um ihren Beruf auszuüben oder eine Ausbildung zu absolvieren. Je nach persönlicher Situation sind unterschiedliche Leistungsträger zuständig – etwa die Bundesagentur für Arbeit, die gesetzliche Rentenversicherung oder das Integrationsamt. Die Württembergische Versicherung weist auf ein Urteil des Sozialgerichts Lüneburg (S 38 SO 34/25 R) hin, aus dem sich die Voraussetzungen im Einzelnen ergeben.

Eine junge Frau, die an einer spinalen Muskelatrophie litt und nachts beatmet werden musste, wollte ein Studium der Psychologie an der Uni Hamburg beginnen. Sie beantragte bei der zuständigen Behörde eine Kfz-Beihilfe, damit sie sich ein geeignetes Fahrzeug kaufen und es behindertengerecht umbauen lassen konnte. Sie wies darauf hin, dass sie mit ihrem sechsrädrigen Rollstuhl, der 300 kg wog, keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen könne. Die Behörde lehnte den Antrag ab, da sie der Meinung war, die Frau sei dem Straßenverkehr in Hamburg nicht gewachsen. Dagegen klagte die junge Frau und bekam Recht.

Laut dem Urteil hatte die Frau ausreichend belegt, dass sie ein behindertengerechtes Fahrzeug benötige, um das angestrebte Studium durchzuführen. Aufgrund der Schwere ihrer Behinderung sei es unmöglich für sie, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Sie könne auch nicht auf Fahrdienste verwiesen werden, da Krankheitsausfälle von Fahrern und fehlende Kapazitäten zu täglichem Stress führten und auf Dauer teurer kämen als ein eigenes Fahrzeug. Außerdem benötige die Frau ein Fahrzeug, um ihrem sozialen Engagement nachzukommen, Freunde und Verwandte zu besuchen und ihre sportlichen Aktivitäten aufrechtzuerhalten. Bis zur Anschaffung und zum Umbau des Fahrzeugs muss die Behörde die Kosten für einen behindertengerechten Mietwagen und zunächst für den Transport durch den Vater mit einer Assistenzkraft übernehmen.


SG BBM will nächsten Heimsieg gegen Ferndorf 

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Am Samstag, 14. März 2026, empfängt die SG BBM Bietigheim den TuS Ferndorf zum 24. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga. Anwurf in der EgeTrans Arena ist um 18:00 Uhr. Der Tabellenführer aus Bietigheim möchte vor heimischem Publikum die nächsten wichtigen Punkte im Aufstiegsrennen einfahren. Tickets für die Partie sind im Ticket-Onlineshop, auf der Geschäftsstelle sowie an der Abendkasse erhältlich.

Die Mannschaft von Chefcoach Iker Romero behauptet weiterhin die Tabellenspitze der 2. HBL. Aktuell liegt die SG mit zwei Punkten vor dem ersten Verfolger aus Balingen und mit vier Zählern vor Rang drei. Am vergangenen Spieltag setzten sich die Bietigheimer auswärts bei den Eulen Ludwigshafen souverän mit 31:24 durch. Damit stehen aus den ersten sechs Rückrundenspielen fünf Siege zu Buche.

Entsprechend zufrieden zeigt sich Iker Romero mit der aktuellen Entwicklung seiner Mannschaft: „Mit fünf Siegen aus sechs Spielen bin ich sehr zufrieden mit der Arbeit der Jungs. Was sie aktuell leisten, ist grandios.“

Mit dem TuS Ferndorf steht dem Tabellenführer nun jedoch eine unangenehme Aufgabe bevor. Auch Romero rechnet mit einem anspruchsvollen Duell: „Ferndorf ist ein ganz schwieriger Gegner und eine gefährliche Mannschaft mit besonderen Deckungen und Formationen. Sie haben viel Tempo und Power im Angriff, spielen mit verschiedenen Variationen und suchen oft das Eins-gegen-eins.“

Der Spanier lobt zudem: „Sie spielen guten Handball und sind sehr kämpferisch. Da müssen wir wie immer unser Bestes leisten – aber das ist in der 2. Handball-Bundesliga bei jedem Spiel so.“

Das Hinspiel im Siegerland war für die SG BBM Bietigheim keine einfache Aufgabe. Zur Halbzeit lag Bietigheim noch mit vier Toren hinten, kämpfte sich in der zweiten Hälfte jedoch zurück und gewann am Ende eine bis zum Schluss hochspannende Begegnung mit 27:26.

Der TuS Ferndorf belegt aktuell den 13. Tabellenplatz, befindet sich jedoch in guter Form. Vier der bisherigen fünf Rückrundenspiele konnten die Ferndorfer für sich entscheiden, lediglich die jüngste Partie gegen den Dessau-Roßlauer HV 06 ging knapp verloren. Offensiv ist Rechtsaußen Josip Eres mit bislang 92 Treffern der erfolgreichste Werfer der Gäste. Im Tor gehört Can Adanir mit 185 Paraden zu den prägenden Spielern der Mannschaft.

Eine besondere Partie wird es zudem für Ferndorfs Torhüter Filip Baranašić. Der 25-Jährige stand noch bis Oktober im Kader der Bietigheimer, ehe er zunächst auf Leihbasis nach Ferndorf wechselte. Inzwischen wurde sein Vertrag beim TuS bis 2027 verlängert.

Vor heimischem Publikum setzt die SG BBM auch wieder auf die Unterstützung der eigenen Fans. Für Cheftrainer Romero ist dieser Rückhalt ein wichtiger Bestandteil: „Wir brauchen das jeden Tag. Wir brauchen bei jedem Spiel den Support von den Fans. Wir sind eins: Spieler, Staff und Fans.“


Radverkehr in Stuttgart weiter im Ausbau

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Bericht zeigt Fortschritte und Herausforderungen

Stuttgart.| Der aktuelle Fuß- und Radverkehrsbericht zeigt Fortschritte beim Ausbau des Radverkehrs in der Stadt Stuttgart. Neue Infrastruktur, zusätzliche Investitionen und mehr Planungskapazitäten sollen den Anteil des Fahrrads deutlich erhöhen. Gleichzeitig bleiben komplexe Planungen, begrenzte Ressourcen und Abstimmungen große Herausforderungen.

Der Bericht zeigt: Die kontinuierliche Förderung des Radverkehrs zeigt Wirkung. Gleichzeitig bleibt der weitere Ausbau von Infrastruktur, Planungskapazitäten und Finanzierung entscheidend, um die gesetzten Ziele zu erreichen.

Radverkehr als wichtiger Baustein der Mobilitätswende

Die Förderung des Radverkehrs ist seit vielen Jahren ein zentraler Bestandteil der Stuttgarter Verkehrsplanung. Ziel ist es, den Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehr deutlich zu erhöhen und gleichzeitig die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern. Grundlage dafür sind unter anderem das Verkehrsentwicklungskonzept 2030, der Aktionsplan „Nachhaltig und innovativ mobil“ sowie der Klimamobilitätsplan der Landeshauptstadt.

Der Klimamobilitätsplan verfolgt das Ziel, den Radverkehrsanteil deutlich zu steigern. Im sogenannten Quell-, Ziel- und Binnenverkehr soll der Anteil des Fahrrads langfristig von acht Prozent im Jahr 2017 auf bis zu 25 Prozent steigen. Gleichzeitig sollen mehr Wege auf umweltfreundliche Verkehrsmittel verlagert werden, um die verkehrsbedingten Emissionen zu senken und die Klimaschutzziele der Stadt zu erreichen.

Mehr Infrastruktur und Projekte umgesetzt

In den vergangenen zwei Jahren hat die Stadt zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Im Doppelhaushalt 2024/2025 wurden insgesamt 87 Infrastrukturmaßnahmen für den Radverkehr fertiggestellt – darunter neue Fahrradstraßen, Radfahrstreifen sowie Verbesserungen bestehender Routen.

Ein Schwerpunkt lag auf dem Ausbau des Hauptradroutennetzes und der Verbesserung von Knotenpunkten. Auch kleinere Maßnahmen wie Markierungen oder Anpassungen bestehender Strecken an aktuelle Standards tragen zur besseren Sicherheit und Attraktivität des Radverkehrs bei.

Parallel dazu wächst das Radwegenetz weiter. Zwischen Oktober 2023 und Ende 2025 ist die Gesamtlänge der für den Radverkehr nutzbaren Strecken in Stuttgart auf rund 366 Kilometer gestiegen.

Investitionen und Fördermittel

Für den Ausbau der Radinfrastruktur stellt die Landeshauptstadt Stuttgart weiterhin erhebliche finanzielle Mittel bereit. Im Doppelhaushalt 2024/2025 standen für investive Maßnahmen im Radverkehr knapp 12 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Mittel wurden vollständig ausgeschöpft.

Darüber hinaus konnte die Stadt zusätzliche Fördermittel von Bund und Land einwerben. In den Jahren 2024 und 2025 wurden Fördermittel in Höhe von rund 17,3 Millionen Euro für Radverkehrsprojekte beantragt, von denen ein Teil bereits in den Haushalt der Stadt geflossen ist.

Ausbau von Planung und Personal

Auch die personellen Kapazitäten wurden in den vergangenen Jahren erweitert. In verschiedenen Fachämtern arbeiten inzwischen zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Planung, Koordination und Umsetzung von Radverkehrsprojekten. Gleichzeitig werden Maßnahmen zunehmend komplexer und müssen mit anderen großen Infrastrukturvorhaben abgestimmt werden.

Seit kurzem gibt es mit Jonas Marwein einen Fahrradbotschafter für Stuttgart. Die Stelle soll den Austausch zwischen Verwaltung, Politik, Initiativen und Öffentlichkeit stärken und neue Impulse für neue Projekte geben.

Jonas Marwein: „Als Fahrradbotschafter möchte ich dazu beitragen, dass Radfahren in Stuttgart für alle Altersgruppen sicher ist und Spaß macht. Respekt und ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer sind mir dabei besonders wichtig. Auch wenn wir nicht in Verkehrsschubladen denken – Nachhaltige Mobilität braucht einen starken Radverkehr auf Augenhöhe, damit wir unsere Klimaziele für Stuttgart erreichen.“

Weiterentwicklung des Radverkehrskonzepts

Neben konkreten Infrastrukturmaßnahmen arbeitet die Stadt auch an den strategischen Grundlagen. Das Radverkehrskonzept aus dem Jahr 2009 wird derzeit umfassend fortgeschrieben.

Neben der Analyse der bisherigen Maßnahmen und der bestehenden Infrastruktur werden Themen wie Netzkonzeption, Fahrradparken, Verkehrssicherheit, Serviceangebote sowie Öffentlichkeitsarbeit bearbeitet. Begleitet wird der Prozess mit einer breiten Beteiligung von Verwaltung, Politik, Fachinitiativen und Bürgerschaft.

Zudem entsteht ein neuer Leitfaden für die Planung von Radverkehrsinfrastruktur, der künftig Qualitätsstandards und Musterlösungen definieren soll. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant.

Herausforderungen beim Ausbau des Radverkehrs

Der Bericht zeigt zugleich, dass der Ausbau des Radverkehrs weiterhin mit Herausforderungen verbunden ist. Dazu zählen aufwendige Planungs- und Abstimmungsverfahren, die Koordination mit anderen Bauprojekten sowie begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen.

Viele Maßnahmen müssen mit größeren Infrastrukturprojekten, wie Brückenbau oder Straßensanierungen abgestimmt werden. Auch Beteiligungs- und Genehmigungsverfahren können Planungszeiten verlängern. Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage wird es daher zunehmend wichtig, Projekte zu priorisieren und vorhandene Mittel effizient einzusetzen.

Blick auf die kommenden Jahre

Für die kommenden Jahre setzt die Stadt weiterhin auf den Ausbau des Hauptradroutennetzes, zusätzliche Fahrradstraßen, bessere Verknüpfungen mit dem öffentlichen Nahverkehr sowie mehr Angebote für das Fahrradparken.

Der Fuß- und Radverkehrsbericht zeigt damit: Der Ausbau der aktiven Mobilität in Stuttgart kommt voran. Gleichzeitig bleibt die Weiterentwicklung des Radverkehrs eine langfristige Aufgabe, die kontinuierliche Planung, Investitionen und politische Unterstützung erfordert.


Kammermusik mit dem TRIO CHALUMEAU

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Kirchheim unter Teck.| Zu einem Kammermusikkonzert mit dem TRIO CHALUMEAU lädt der Kulturring Kirchheim unter Teck am Freitag, 20. März 2026 in die Eduard-Mörike-Mehrzweckhalle (Im Rübholz 1) im Kirchheimer Stadtteil Ötlingen ein. Konzertbeginn ist um 19:30 Uhr, Einlass ab 19:00 Uhr.

Das Ensemble mit Bernhard Veil (Klarinette), Dorothea Borth (Violoncello) und Bettina Heinz (Klavier) zählt seit seiner Gründung im Jahr 1992 zu den führenden Trios in dieser besonderen Besetzung. Charakteristisch für das TRIO CHALUMEAU sind das warme Timbre der Instrumente, ihre klangliche Verschmelzung sowie die leidenschaftliche Musikalität der drei Künstler.

Künstlerische Impulse erhielt das Trio unter anderem durch die Zusammenarbeit mit Peter Buck vom Melos Quartett und dem Beaux Arts Trio, die den unverwechselbaren Interpretationsstil des Ensembles prägten.

Im Mittelpunkt des Repertoires stehen Werke der klassisch-romantischen Kammermusik von Mozart, Beethoven und Brahms. Darüber hinaus widmet sich das Trio immer wieder auch weniger bekannten Werken der Kammermusikliteratur. In den vergangenen Jahren sind zudem zahlreiche Kompositionen entstanden, die dem Ensemble gewidmet wurden und von ihm uraufgeführt wurden.

Das TRIO CHALUMEAU ist regelmäßig auf Konzertpodien in ganz Deutschland zu hören und war bereits bei renommierten Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Oberstdorfer Musiksommer, dem Internationalen Bodenseefestival sowie auf Schloss Elmau zu Gast. Auch international, etwa in europäischen Nachbarländern und in Japan, wurde das Ensemble von Publikum und Presse begeistert aufgenommen.

Tickets sind im Vorverkauf bei der Kirchheim-Info, Max-Eyth-Straße 15, online über Reservix sowie bei allen weiteren Reservix-Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Eintrittspreise betragen 25 Euro (ermäßigt 22 Euro) in Kategorie 1 sowie 22 Euro (ermäßigt 18 Euro) in Kategorie 2. An der Abendkasse wird ein Zuschlag von 4 Euro erhoben.


Fürstlicher Glanz im Kerzenschein: letzte Nachtführungen im März

Stuttgart.| Wenn der Frühling Einzug hält und die Tage wieder länger werden, endet die Saison der „Nachtführungen auf Schloss Solitude“. Wer die herrschaftlichen Räume jedoch noch einmal im Schein der Lampen und Laternen erleben möchte, hat am Samstag, 21. März, noch Gelegenheit dazu. Um 19.00 und 19.30 Uhr starten die letzten abendlichen Rundgänge, die den Gästen die glanzvolle Vergangenheit des Schlosses in ungewöhnlichem Licht zeigen. Für die Sonderführungen ist eine Anmeldung unter +49 (0) 711.351 47 72 oder an [email protected] erforderlich.