Urlaub an der Ostsee: die Deutsche Hanse als neue Urlaubsdestination

0

Viele Deutsche sind international unterwegs, wenn es um die Auswahl der Reisedestinationen geht. Die häufigsten Urlaubsziele, nach denen wir uns sehnen sind ausgedehnte tropische Strände mit weißem Sand, die man meist nur in der südlichen Hemisphäre vorfindet. Diese Einstellung macht es der heimischen Tourismusbranche schwer, die Landsleute für die schönen Ecken und Plätze des Heimatlandes zu begeistern. Aber egal wo der Deutsche auch seine Ferien bzw. den Urlaub verbringen möchte, eines steht fest; er möchte immer in der Nähe eines Gewässers sein um zu entspannen und sich ab und an mal im kühlen Nass zu erfrischen.

Glücklicherweise hat ja Deutschland einen Meerzugang, und zwar nicht nur irgendeinen. Die Nord- und Ostsee sind seit der Antike bekannt, auf ihren Gewässern wurden Kämpfe und Kriege ausgetragen und bis zu heutigen Zeitpunkt wird die Gegend um das baltische Meer – eine andere geläufige Bezeichnung für die Ostsee – seit früherer Zeit als wichtige Handels- und Seeverkehrsroute genutzt. Heute bieten die Hansestädte an der Ostsee jede Menge Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise das Doberaner Münster, ein Kloster aus dem 12. Jahrhundert, sowie viele weitere Altbauten, Museen, Parks und Gärten.

Das Gebiet um die Ostsee hat, neben seiner kulturellen Vergangenheit, auch als Urlaubsziel jede Menge zu bieten. Wer jetzt vermutlich denkt, dass es entlang der Ostsee nur kühl ist, der irrt sich. Klarerweise gibt es in diesen Breitengraden kein subtropisches Klima wie in Ägypten oder Spanien, und mit einer durchschnittlichen Temperatur von 14 – 17 Grad eignet sie sich auch nicht gerade zum Baden. Jedoch ist das Zusammenspiel der klimatischen Faktoren wie Luft, Sonneneinstrahlung, Wasser und Seeluft einzigartig und bietet viele gesundheitliche Vorteile für die Immunsystem, den Kreislauf, die Atemwege und auch das Hautbild.

Aber auch wenn die Wassertemperaturen nicht so günstig zum Schwimmen sind, finden sich mehr als genug Freizeitbeschäftigungen, denen man nachgehen kann. Durch das leicht windige Klima, welches fast immer vorhanden ist, sind Wassersportarten wie Windsurfen oder Segeln sehr beliebt auf der Ostsee. Eine Besonderheit, die ebenfalls immer mehr an Beliebtheit gewinnt sind Hausboote. Indem man ein Hausboot an der Ostsee mietet, spart man sich nicht nur die Hotelkosten, sondern kann ganz selbstständig die wunderschöne Flora und Fauna sowie endlosen Deiche erkunden. Mitten in der Natur kann man voll und ganz abschalten, die frische Seeluft genießen und sich dabei erholen.

Anstatt also in fremde Ländereien zu reisen, bleiben Sie im Lande und genießen Sie die schöne Vielfalt, die die Ostsee zu bieten hat.


Wer unvorsichtig aus Auto aussteigt, haftet für mögliche Schäden

0

Beim Vorbeifahren an geparkten Fahrzeugen muss in der Regel ein Seitenabstand von mindestens einem halben Meter eingehalten werden. Andernfalls ist man für eine Kollision mitverantwortlich, falls aus dem geparkten Fahrzeug plötzlich jemand aussteigt. Die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W), weist auf ein Urteil des Landgerichts Hagen (3 S 46/17) hin.

Eine Autofahrerin kollidierte beim Vorbeifahren an einem geparkten Fahrzeug mit der sich öffnenden Tür, als der Insasse des parkenden Autos aussteigen wollte. Im Prozess machte der Halter des vorbeifahrenden Fahrzeugs die Kosten für die Reparatur und einen notwendigen Mietwagen geltend. Der Halter des geparkten Fahrzeugs berief sich darauf, dass er die Türe nur geringfügig geöffnet und die Unfallgegnerin keinen ausreichenden Seitenabstand eingehalten hatte. Ein Sachverständiger ermittelte, dass der Seitenabstand zwischen 54 und 80 cm betragen hatte.

Laut dem Urteil genügt in der Regel beim Vorbeifahren an einem geparkten Pkw ein Seitenabstand von einem halben Meter. Das Gericht betonte dabei, dass Aussteigende die Türe ihres Fahrzeugs zunächst nur vorsichtig einen Spalt öffnen dürften, um den rückwärtigen Verkehr zu sichten. Ein höherer Seitenabstand wäre unter anderem notwendig gewesen, wenn die Türe des geparkten Autos bereits geöffnet war, als sich die Unfallgegnerin näherte. Da dies im entschiedenen Fall nicht nachweisbar war, musste der Halter des geparkten Fahrzeugs den entstandenen Schaden in vollem Umfang ersetzen.


Filmakademie Baden-Württemberg baut ihr Studienangebot aus

0
Acht neue Diplomaufbaustudiengänge ab 2019

Ludwigsburg.| Die Filmakademie Baden-Württemberg stellt sich zusammen mit ihrem Animationsinstitut mit acht neuen Aufbaustudiengängen breiter auf. Ab dem Studienjahr 2019/20 können sich interessierte zukünftige Filmschaffende in Ludwigsburg für Fernsehjournalismus, Motion Design, Szenenbild, Interaktive Medien, Animation/Animation & Effects Producing, Animation/Technical Directing, Filmmusik sowie Filmton/Sounddesign auch als zweijähriges Aufbaustudium immatrikulieren. Bislang wurden diese Studienschwerpunkte ausschließlich im Rahmen des grundständigen Studiums bzw. als Quereinstieg angeboten. Für Studierende der Diplom-Aufbaustudiengänge, die aus Deutschland und der EU stammen, entfallen damit die seit dem Wintersemester 2017/18 in Baden-Württemberg anfallenden Gebühren für ein Zweitstudium.

„Die neuen Diplom-Aufbaustudiengänge ermöglichen den Studierenden eine Spezialisierung mit entsprechendem Abschluss hier an unserer Hochschule. Das Netzwerk, das sie an der Filmakademie vorfinden, erleichtert ihnen den Einstieg in die jeweiligen Berufsfelder nach erfolgreichem Abschluss des Studiums. Wir erhoffen uns, mit den neuen Diplom-Aufbaustudiengängen auch eine höhere Zahl von qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern zu erreichen,“ so Prof. Thomas Schadt, Geschäftsführer der Filmakademie.

Prof. Andreas Hykade, Leiter des Animationsinstituts der Filmakademie Baden-Württemberg, sagt: „Wir wollen mit den neuen Aufbaustudiengängen außergewöhnliche Talente aus den unterschiedlichen Bereichen für ein Studium an der Filmakademie gewinnen. Diese werden wir auf höchstem Niveau ausbilden. Im Idealfall setzen sie dann nach dem Studium mit eigenen Erfindungen weltweit vitale Impulse.”

Als Voraussetzung für die Bewerbung für einen der Aufbaustudiengänge sind eine entsprechende Vorqualifikation durch ein abgeschlossenes Studium an einer Hochschule oder gleichwertigen Einrichtung (Bachelor, Master oder Diplom) sowie praktische Erfahrungen vorgesehen.

Die Filmakademie Baden-Württemberg ist eine der führenden Filmhochschulen in Deutschland und richtet sich mit ihrem Angebot zunehmend international aus. Zur Filmakademie gehört das 2002 gegründete Animationsinstitut, das zu den renommiertesten internationalen Ausbildungsstätten für Animation, Visual Effects und Interaktive Medien zählt. Es bietet digitale Postproduktion für alle Abteilungen der Filmakademie, verfügt über eine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung und organisiert jährlich die von der Filmakademie veranstaltete FMX – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media.

Mit dem Postgraduierten-Programm Atelier Ludwigsburg-Paris erhalten die Studierenden beste Gelegenheiten für eine breite interdisziplinäre und transmediale Vernetzung und Qualifikation. Regelmäßig unterrichten Gastlehrende aus dem Ausland in Ludwigsburg, hinzu kommen Austauschprogramme mit renommierten Partnerhochschulen in den USA, Kanada, Israel, Polen, Iran, Dänemark, Ungarn, dem Libanon oder Frankreich. Für ausländische Gaststudierende wurde ein spezielles Lehrprogramm mit englischsprachigen Unterrichtsmodulen entwickelt.

Betreut und unterrichtet werden die ca. 500 Studierenden an der Filmakademie Baden-Württemberg nach dem Motto „learning by doing“ von über 300 hochkarätigen Fachleuten aus der Film- und Medienbranche. Von Beginn an erarbeiten die Studierenden aller Gewerke ihre Filme gemeinsam, sei es im vierjährigen Vollstudium oder, bei entsprechender Vorqualifikation, als Quereinsteiger in das zweijährige Projektstudium – und künftig auch als Aufbaustudium. So entstehen jährlich über 250 Filme aller Genres und Formate. Für ausgezeichnete berufliche Perspektiven sorgen zudem enge Kontakte zur Medienbranche, z.B. in Form von Kooperationen mit der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg und etlichen Fernsehsendern wie dem SWR, HR, BR, ARTE, dem ZDF, ProSieben, Sat.1 und RTL.


6000. Zug mit Aushub verlässt Stuttgart-21-Baustelle

Bahn hat nach viereinhalb Jahren Logistikbetrieb rund 6,6 Millionen von 8,8 Millionen Tonnen Bodenmaterial aus der Landeshauptstadt abgefahren

Stuttgart.| Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH schickt den 6000. Zug mit Aushub und Ausbruchmaterial von den Stuttgart-21-Baustellen auf die Reise: Damit verlassen am Mittwoch, 7. November 2018, weitere fast 1100 Tonnen Erde und Gestein die am Nordbahnhof der Landeshauptstadt angesiedelten Umschlagflächen des Bahnprojekts. 6,6 Millionen von 8,8 Millionen Tonnen Material wurden so überwiegend auf der Schiene abgefahren. „Über 80 Prozent sind damit weg, das Ende der Transporte ist absehbar“, sagt Wolf-Dieter Tigges, der Leiter der Abteilung Zentrale Baulogistik bei der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH. Seine Abteilung organisiert den Abtransport von Bodenmaterial, das im Zuge der Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart auf den oberirdischen wie unterirdischen innerstädtischen Baustellen anfällt. Der 6000. Zug steuert eine Verwertungsanlage in Feldkirchen bei München an.

Ein Zug – der erste wurde am 2. Juni 2014 beladen – ersetzt mit seinen fast 1100 Tonnen Ladekapazität etwa 40 Lkw-Fahrten mit Aushub. „Eine Bewegung von Bodenmaterial dieser Menge auf so engem Raum gab es bei Großbauprojekten der Deutschen Bahn noch nie“, sagt Tigges. Bis Herbst 2019 wird weitgehend ohne Nutzung öffentlicher Straßen Erde und Gestein am Nordbahnhof von der Straße auf die Schiene verladen und abtransportiert.

Für das Logistikkonzept erhielt das Team um Projektleiter Tigges 2016 eine bahninterne Auszeichnung, denn das Verfahren soll auch zukünftig auf Bahnbaustellen eingesetzt werden.


Was passiert mit Benjamin Pavard?

0

Er war der Shooting Star der WM. Benjamin Pavard war eine wichtige Säule in der französischen Nationalmannschaft bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Russland. Während der Rechtsverteidiger vom VFB Stuttgart vor der WM wohl nur Bundesligakennern ein Begriff war, hat sich der 22-jährige mittlerweile in den Fokus der internationalen Top Clubs gespielt. Wir schauen, wie es für den Franzosen in dieser Saison beim VFB läuft und wie es nach der Saison für ihn weitergehen könnte.

Ein Glücksgriff vom OSC Lille
Die Verpflichtung des blutjungen Defensivakteurs im Sommer 2016 stellte sich als wahrer Glücksgriff für die Verantwortlichen des VFB heraus. Gerade aus der ersten Liga abgestiegen, waren die fünf Millionen Euro Ablöse für einen 20-jährigen natürlich kein Pappenstiel, aber die Investition hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die ursprünglichen 800.000 Euro Marktwert haben sich innerhalb von zwei Jahren auf unglaubliche 40 Millionen Euro gesteigert. Dazwischen liegen lediglich eine Zweitliga-Saison, eine Bundesliga-Saison und das WM-Turnier in Russland. In der ersten Spielzeit beim VFB kam er auf 21 Einsätze. In der Saison 2017/18 schaffte er dann seinen endgültigen Durchbruch. So bestritt er alle 34 Ligaspiele über 90 Minuten.

Weltmeister und Shooting Star des Turniers
Im Winter 2017 wurde Pavard erstmals für die französische Nationalmannschaft berufen. Wegen seiner starken Leistungen in der vergangenen Saison, überraschte seine Nominierung für den WM Kader nicht wirklich. Als sich dann aber zu Beginn des Turniers abzeichnete, dass der Stuttgarter den etatmäßigen Rechtsverteidiger Djibril Sidibé ersetzen sollte, horchten viele auf. Pavard dankte es dem Trainer Didier Deschamps mit starken Leistungen. Sein Treffer zum zwischenzeitlichen 2:2 im Achtelfinale gegen Argentinien, gehört zu den schönsten Toren der WM. Nicht nur aufgrund dieses wunderbaren Volleyschusses, sondern auch wegen seiner soliden Abwehrarbeit, avancierte er zum Shooting Star des Turniers und gehört folgerichtig zur Top-11 der WM. Kein Wunder, dass der Weltmeister bei den William Hill Fußball-Wetten auch für die kommende Europameisterschaft zu den Top-Favoriten zählt. Zuletzt schlug die L’equipe die Niederlande mit 2:1 in der UEFA Nations League.

Wie geht es weiter für Pavard?
Die starke WM hat das Feld der Interessenten natürlich stark wachsen lassen. Bereits vor dem Turnier wurden den Ligakonkurrenten Borussia Dortmund und Bayern München reges Interesse an dem Rechtsverteidiger nachgesagt. Allerdings wiegelte VFB-Sportvorstand Michael Reschke die Avancen zunächst ab. Auch das Interesse finanzkräftiger Clubs wie Liverpool oder Barcelona konnte zumindest für das Sommertransferfenster abgewehrt werden. Allerdings weiß Reschke auch, dass Pavard spätestens 2019 höchstwahrscheinlich wechseln wird: “Er ist ein Spieler, der für die ersten acht Klubs in Europa infrage kommt. Ich bin fest davon überzeugt, dass er uns am 1. Juli 2019 verlassen wird”, so Reschke gegenüber dem Fernsehsender Sky. Ein Abgang scheint also festzustehen, die Frage ist nur, bei welchem Top Club Pavard unterschreiben wird. Aktuell scheinen die Bayern in der Pole Position zu sein. Wenn man bedenkt, dass derzeit Kimmich als gelernter Mittelfeldspieler und der 36-jährige Rafinha die rechte Abwehrseite der Bayern bekleiden, scheint ein Wechsel zum deutschen Rekordmeister eine äußerst realistische Lösung zu sein.


Saubere Leistung: Das sind die am wenigsten verschmutzten Städte der Welt

0

Umweltverschmutzung ist ein weltweites Problem und doch gibt es Länder und Städte, die es besser in den Griff bekommen als andere. Während zu den größten Klimasündern riesige Nationen wie die USA und China gehören, finden sich viele der saubereren Städte in Europa. Gemessen wird ihre Sauberkeit dabei mit Tools wie dem Environmental Performance Index (EPI). Doch wie gelingt es diesen Städten, ihre Klimabilanz so gering zu halten? Und um welche Städte handelt es sich dabei überhaupt? Dieser Artikel klärt auf.

Platz #1: Finnland
Um es besonders sauber zu haben, muss man hinauf in den hohen Norden. Auch wenn viele das Land verschmähen, weil es die Hälfte des Jahres kaum Sonnenstrahlen sieht, so hat es durchaus auch Vorteile, hier zu leben: Es erzielt 90 Punkte im (EPI). Dies gelingt vor allem dadurch, dass Finnland umweltfreundliche Energiequellen bevorzugt. Die Ergebnisse sind spürbar: Aufgrund der guten Luft werden Finnen viel seltener krank als Menschen in anderen Teilen der Welt. Einzige Problemzone sind Finnlands Wälder: Sie werden häufig noch gerodet und das bringt Minuspunkte ein.

Platz #2: Island
Dieses Land ist winzig und teuer – soweit das durchschnittliche Touristenwissen. Dennoch lohnt sich eine Reise dorthin, denn Island ist laut EPI das zweitsauberste Land der Welt. Auch die Isländer atmen ausgesprochen reine Luft – unter anderem deshalb, weil die Regierung das Rauchen – vor allem in öffentlichen Bereichen – stark eingeschränkt hat. Daran halten sich die Isländer praktisch religiös. Dass es hier kaum Wälder gibt, ist auf die Wikinger zurückzuführen. Sie vernichteten ganze Wälder, um ihre Schiffe und Lager aufzubauen – Taten von damals, die heute immer noch Folgen für den EPI haben.

Platz #3: Schweden
Auch auf Platz drei befindet sich ein skandinavisches Land. Denn Schweden bekommt nicht nur das mit den Möbeln ziemlich gut hin, sondern auch das mit der Umwelt. Kaum Müll liegt hier auf den Straßen rum und – und das ist etwas Besonderes – vielerorts findet man öffentliche Toiletteneinrichtungen. Die Stärke der Schweden ist auf jeden Fall das Recyclen. Aber nicht nur Plastiktüten oder Dosen haben hier mehrere Leben. Auch sonst gibt es im Alltag eine Menge Möglichkeiten, die Umwelt zu schützen – so kann man etwa statt in neue, in recycelte Golfbälle investieren und damit Firmen unterstützen, die verschollene Golfbälle aus Tümpeln befreien. Nebenbei importiert Schweden noch Müll aus anderen Ländern, die den Dreh mit dem Recycling noch nicht so raus haben.

Platz #4: Dänemark
Wer hätte das gedacht? Auch das vierte Land auf der Liste liegt in Skandinavien. Die Dänen stehen ebenso wie die Finnen auf erneuerbare Energie und tun damit ihrer Luft etwas Gutes. Auch das Wasser im Land ist erstklassig und die Artenvielfalt kann sich ebenfalls sehen lassen.

Die Deutschen sind vielleicht enttäuscht – sie gehören nicht zu den Top Ten der saubersten Länder. Denn auf die oben genannten Nationen folgen erst einmal Slowenien, Spanien, Portugal, Estland, Malta und Frankreich. Immerhin können sich die Deutschen von dieser Liste aber Inspiration holen, welche Aspekte betont werden müssen, um ebenso hohe Luft- und Wasserqualität zu erreichen.


Gründung des Zentrums für Digitalisierung im Landkreis Böblingen

0
Unterzeichnung des Kooperationsvertrags im Herman Hollerith Zentrum in Böblingen

Kreis Böblingen.| Die Digitalisierung und der mit ihr im Zusammenhang stehende digitale Wandel ist eines der aktuell wichtigsten Themen für den Landkreis Böblingen. Aus diesem Grund hat sich die Wirtschaftsförderung des Landkreises für die Gründung des „Zentrums für Digitalisierung im Landkreis Böblingen“ (ZD.BB) entschieden. Startschuss für das ZD.BB war die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zwischen Partnern aus Verwaltung, Hochschulen und Wirtschaft am Dienstag, den 16. Oktober im Herman Hollerith Zentrum der Hochschule Reutlingen in Böblingen.

„Der Landkreis Böblingen ist einer von zehn regionalen Hotspots der Digitalisierung. Zukunftstechnologien wie das „Internet der Dinge“, „Big Data“ oder „Cloud Computing“ verändern die Arbeits- und Geschäftswelt in hohem Tempo. Jedoch stellen die neuen digitalen Geschäftsmodelle gerade kleine und mittlere Unternehmen vor großen Herausforderungen. Mit dem ZD.BB wollen wir für diese Unternehmen eine Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema Digitalisierung schaffen“, hob Landrat Roland Bernhard in seiner Begrüßung die Bedeutung des Zentrums für Digitalisierung im Landkreis Böblingen hervor. „Am ZD.BB erhalten kleine und mittlere Unternehmen für ihre digitalen Transformationsprozesse eine durchgehende Beratung und Betreuung. Sie geht von der Sensibilisierung über die Analyse bis zur Lösungsentwicklung und Implementierung der digitalen Prozesse“, so Geschäftsführer des ZD.BB Dr. Claus Hoffmann über die Vorteile des Zentrums. „Mithilfe einer digitalen Qualifizierungsoffensive und mittelstandsgerechten Methoden zur Geschäftsmodellentwicklung sollen kleine und mittlere Unternehmen im ZD.BB umfassend bei ihren Digitalisierungsvorhaben unterstützt werden. Dazu werden in Laboren, in sogenannten „Coworking Spaces“ und bei Events unterschiedliche Kompetenzen, Disziplinen, Ideen, Technologien und Kreativität aufeinandertreffen und auf diese Weise digitale Innovationen hervorbringen“, ergänzt Prof. Hendrik Brumme, Präsident der Hochschule Reutlingen.

Innerhalb der Projektlaufzeit von drei Jahren sollen so 80 regionale Geschäftsmodellentwicklungen und fünf Startup-Gründungen im Landkreis und der Region begleitet werden. Grundsätzlich steht das ZD.BB allen kleinen und mittleren Unternehmen offen. Branchenschwerpunkte werden in den bedeutsamen Schlüsselindustrien Automobilbau, Informationstechnologien und wissensintensive Dienstleistungen, wie Forschung und Entwicklung, liegen.

Laut Kooperationsvertrag liegt die Konsortialführung des Zentrums für Digitalisierung im Landkreis Böblingen bei der neu gegründeten ZD.BB GmbH des Landkreises Böblingen. Das langfristige Ziel der Gesellschaft ist es, den digitalen Strukturwandel in der Wirtschaft und Bevölkerung des Kreises und der Region aktiv zu unterstützen und mitzugestalten. Neben dem Landratsamt Böblingen sind weitere Konsortialpartner das Herman Hollerith Zentrum an der Hochschule Reutlingen, das Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen e.V., die Star Cooperation GmbH, die LGI Logistics Group International GmbH sowie die nuspirit GmbH mit ihrem Coworking Space in Herrenberg. Weitere Netzwerkpartner sind die Fachkräfteallianz Region Stuttgart, Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, Stadt Böblingen, Stadt Sindelfingen, Kreishandwerkerschaft Böblingen, START HAW, Universität Stuttgart, IHK Bezirkskammer Böblingen und die IBM Deutschland Research & Development GmbH. Um die Wirtschaft mit ihrem umfangreichen Wissen zum digitalen Wandel noch stärker in die Arbeit der ZD.BB GmbH einzubinden, ist es angedacht, einen beratenden GmbH-Beirat einzurichten.

Das Projekt „Zentrum für Digitalisierung Böblingen (ZD.BB)“ wurde bereits im Februar 2018 beim „Digitalgipfel 2018 – Wirtschaft 4.0 BW“ als einer der zehn regionalen Digital Hubs vorgestellt, das vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg gefördert werden sollte. Auf Basis des eingereichten Förderantrags erfolgte in der zweiten Stufe die Bewilligung des Vorhabens. Die gesamten Projektausgaben in den nächsten drei Jahren liegen bei rund 1,8 Mio. Euro. Das Projektvorhaben wird mit einem Zuschuss des Wirtschaftsministeriums in Höhe von knapp 942.000 Euro gefördert.


Radschnellverbindung zwischen Böblingen, Sindelfingen und Stuttgart geht in die nächste Phase

0
Sperrung des Radweges entlang der K 1057 (Panzerstraße) zwischen der Thermalbadkreuzung und der Kreuzung der Panzerstraße mit der Römerstraße / Waldburgstraße

Kreis Böblingen.| Ab Montag, den 15. Oktober, wird der Radweg entlang der Panzerstraße (K 1057), zwischen der Thermalbadkreuzung und der Kreuzung der Panzerstraße mit der Römerstraße / Waldburgstraße gesperrt. Die Umleitung der Radfahrer sowie Fußgänger von und nach Stuttgart / Schönaich erfolgt über die Anbindung der Römerstraße an den Sandweg und weiter auf die Stuttgarter Straße hin zur Thermalbadkreuzung. Die Sperrung dieses Radweg-Teilstückes wird bis voraussichtlich Mitte Dezember andauern.

Die Sperrung wird erforderlich um den bestehenden Rad- und Gehweg entlang der Panzerstraße (K 1057) auf 4 m zu verbreitern. Hierfür werden zurzeit schon vorbereitende Maßnahmen unter Verkehr durchgeführt. Um eine Verbreiterung des Radweges zu ermöglichen, werden weitere forstwirtschaftliche Arbeiten vom 15. Oktober bis 28. Oktober erforderlich sein. Hierbei muss mit eventuellen kurzzeitigen Beeinträchtigungen des Verkehrs auf der K 1057 (Panzerstraße) gerechnet werden.

Im Voraus zu den Asphaltarbeiten wird seit dem Spatenstich am 10. September intensiv die Medien- und Leitungsverlegung (auch für die Beleuchtung) auf der Teilstrecke zwischen dem Arbeiterwohlheim und der Bahnbrücke vorangetrieben. Hierbei wird am Rande der Römerstraße ein Graben zur Kabelverlegung auf einer gewissen Länge aufgegraben sodass die Leerrohre für die einzelnen Medien / Leitungen verlegt werden können. Bis zum Ende der KW 43 ist noch mit Leitungsarbeiten auf dieser Teilstrecke zu rechnen. Der Verkehr auf der Römerstraße wird hierbei jederzeit aufrechterhalten.


Landkreis setzt Werbung um Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung fort

0
„Ausbildungsbörse für Alle“ jetzt im 2.Jahr bei der Interkom

Kreis Böblingen.| Die Idee ist einfach: der Landkreis möchte ausbildungsfähige Menschen mit Behinderung unterstützen und deren Potential für die heimische Wirtschaft nutzen. Grund genug für eine enge Zusammenarbeit mit interkommunalen Ausbildungsplatzbörsen, wie der Interkom in Renningen.

Die Aktion, die im vergangenen Jahr auf der Interkom gestartet, und seither auf zwei weiteren Ausbildungsbörsen durchgeführt wurde, ist auch in diesem Jahr vor Ort. Landrat Roland Bernhard freut sich besonders über die Mitwirkung der Daimler AG Sindelfingen und der Kreissparkasse Böblingen: „Dies zeigt, dass auch große Unternehmen im Wettbewerb erfolgreiches Wirtschaften mit sozialem Engagement verbinden können!“

Als Entscheidungshilfe für die Firmen wurde von der Schwerbehindertenvertretung im Landratsamt (Andrea Bernt) und dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung im Landkreis (Reinhard Hackl) eine besondere Informationsveranstaltung organisiert. Dort konnten die ausbildungswilligen Betriebe alles über mögliche Hilfen für diesen Personenkreis durch die Agentur für Arbeit, den Integrationsfachdienst und das Integrationsamt (Kommunalverband für Jugend und Soziales – KVJS) erfahren.

Folgende Betriebe haben sich dazu bereit erklärt, grundsätzlich ihre Ausbildungsplätze auch für Menschen mit Behinderung zu öffnen:

AOK – Die Gesundheitskasse Stuttgart-Böblingen, Brückner Trockentechnik GmbH & Co. KG, Leonberg, Daimler AG, Sindelfingen, Kreiskliniken Böblingen gGmbH, Kreissparkasse Böblingen, Landratsamt Böblingen, Lewa GmbH, Pumpen und Systeme, Leonberg, Sandvik, Berg- und Tiefbau – Zerspanung und Materialtechnologie, Renningen, Weeber GmbH, Autohaus, Weil der Stadt.

Die Ergebnisse der Aktion werden gerade ausgewertet. Erste Erfolge sind ersichtlich. Im Landratsamt Böblingen sind derzeit zwei junge Menschen mit Behinderung in einem Ausbildungsverhältnis. Der Zuspruch bei den Akteuren steigt: Hatten sich im letzten Jahr 7 Firmen beteiligt, sind es 9 in diesem Jahr.

Die Mitwirkung bei der Aktion nutzt auch den beteiligten Unternehmen: Die Zusammenarbeit von behinderten und nichtbehinderten Menschen im Unternehmen kann das Sozialverhalten der Mitarbeiter fördern und die Identifikation mit dem Unternehmen stärken. Daneben gibt es auch ganz handfeste materielle Vorteile für die Firmen: Die Ausgleichsabgabe verringert sich oder entfällt. Außerdem können Arbeitgeber über einen gewissen Zeitraum eine Förderung des Gehalts erhalten.

Andrea Bernt empfiehlt den Bewerbern und den Betrieben, vor einem Ausbildungsvertrag ein „Schnupperpraktikum“ zu vereinbaren, damit beide Seiten einschätzen können, ob Ausbildungsberuf und Bewerber zueinander passen.

Die Interkom ist eine interkommunale Ausbildungsbörse im nördlichen Landkreis Böblingen und wird seit 2009 von den Städten Leonberg, Renningen, Rutesheim, Weil der Stadt und den Gemeinden Aidlingen, Grafenau, Magstadt, Weissach veranstaltet. Die Organisation erfolgt durch den Verein für Jugendhilfe im Landkreis Böblingen e.V. in Person von Kerstin Raschke. Die Trägerkommunen der Interkom unterstützen die Aktion. Für Rückfragen zur Aktion steht die Schwerbehindertenvertretung des Landratsamtes Andrea Bernt (Tel.: 07031-663 2148) oder der kommunale Behindertenbeauftragte des Landkreises Reinhard Hackl (Tel.: 07031-663 2337) zur Verfügung.


Bau der Kleinen Wendlinger Kurve

Froschländer-Kreisel in Oberboihingen für neun Tage teilweise gesperrt

Stuttgart.| Für den Bau der Kleinen Wendlinger Kurve im Zuge des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm finden ab 18. Oktober 2018 vorbereitende Baumaßnahmen am Froschländer-Kreisel in Oberboihingen statt. Dazu muss der Froschländer-Kreisel für neun Tage teilweise gesperrt werden. Während der Sperrung kann die Unterboihinger Straße von Wendlingen aus nicht angefahren werden. Der Verkehr zwischen Wendlingen und Oberboihingen wird in Oberboihingen über die Daimlerstraße umgeleitet, der Verkehr wird mit einer Ampelanlage geregelt.

Während der Sperrung werden auch die Busverbindungen zwischen Wendlingen und Oberboihingen über die Daimlerstraße umgeleitet. Deshalb entfallen in diesem Zeitraum die Haltestellen „Oberboihingen Lerchenstraße“ und „Oberboihingen Kreissparkasse“.

Anschließend an die vorbereitenden Baumaßnahmen kann der Verkehr wieder wie gewohnt über den Froschländer-Kreisel geführt werden. Die teilweise Sperrung des Kreisverkehrs ist notwendig, um den Tunnel der Kleinen Wendlinger Kurve bauen zu können. Die Kleine Wendlinger Kurve wird künftig die bestehende Eisenbahnstrecke aus und in Richtung Tübingen an die Neubaustrecke zwischen Stuttgart und Ulm anschließen.

Bürgerinformationsveranstaltung im November
Ab Januar 2019 wird die Landesstraße L1250 zwischen Wendlingen und Oberboihingen für Baumaßnahmen des Regierungspräsidiums für rund ein halbes Jahr vollständig gesperrt. Über diese Baumaßnahme und den Bau der Kleinen Wendlinger Kurve wird im November 2018 eine Bürgerinformationsveranstaltung stattfinden, zu der das Regierungspräsidium und die Deutsche Bahn gesondert einladen werden.